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Die vorliegende Erfindung betrifft eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung, insbesondere hydrodynamischer Drehmomentwandler, umfassend eine GehĂ€useanordnung, ein in der GehĂ€useanordnung angeordnetes Turbinenrad, das vermittels einer ĂberbrĂŒckungskupplungsanordnung zur gemeinsamen Drehung mit der GehĂ€useanordnung um eine Drehachse koppelbar ist, wobei an einer Innenseite eines GehĂ€useelementes der GehĂ€useanordnung eine GehĂ€usenabe festgelegt ist, auf welcher ein Kupplungselement der ĂberbrĂŒckungskupplungsanordnung in Richtung der Drehachse verlagerbar getragen ist, wobei in der GehĂ€usenabe eine Fluidströmungskanalanordnung vorgesehen ist zur Fluidzufuhr zu oder/und zur Fluidabfuhr aus einem im Wesentlichen zwischen dem GehĂ€useelement und dem Kupplungselement gebildeten Raumbereich.
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Eine derartige bekannte hydrodynamische Kopplungseinrichtung ist in 1 dargestellt. Diese bekannte hydrodynamische Kopplungseinrichtung 10a umfasst eine allgemein mit 12a bezeichnete GehĂ€useanordnung, welche wiederum einen GehĂ€usedeckel 14a und eine Pumpenradschale 16a aufweist. Die Pumpenradschale 16a ist in ihrem radial inneren Bereich mit einer Pumpenradnabe 18a fest verbunden und trĂ€gt an ihrer Innenseite eine Mehrzahl von Pumpenradschaufeln 20a. Im Innenraum 22a der GehĂ€useanordnung 12a ist ein Turbinenrad 24a vorgesehen, das eine Turbinenradschale 26a aufweist, die drehfest mit einer Turbinenradnabe 28a verbunden ist. Ferner trĂ€gt die Turbinenradschale 26a an ihrer der Pumpenradschale 16a zugewandten Seite eine Mehrzahl von Turbinenradschaufeln 28a. Zwischen dem Turbinenrad 24a und dem im Wesentlichen die Pumpenradschale 16a, die Pumpenradschaufeln 20a und die Pumpenradnabe 18a umfassenden Pumpenrad 30a ist ein Leitrad 32a angeordnet, das eine Mehrzahl von Leitradschaufeln 34a aufweist und ĂŒber eine Freilaufanordnung 36a auf einem nicht dargestellten StĂŒtzelement in einer Richtung um eine Drehachse A drehbar und gegen die Drehung in der anderen Drehrichtung blockiert gehalten ist.
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Der GehĂ€usedeckel 14a trĂ€gt in seinem radial inneren Bereich an seiner AuĂenseite einen Zentrierzapfen 38a, der in eine enstprechende Zentrierausnehmung einer nicht dargestellten Antriebswelle einfĂŒhrbar ist. An der Innenseite 40a trĂ€gt der GehĂ€usedeckel 14a in seinem zentralen Bereich eine GehĂ€usenabe 42a. Diese weist eine Fluidströmungskanalanordnung 44a auf, die an einer axialen Seite durch den zentralen Bereich des GehĂ€usedeckels 14a abgeschlossen ist. An einer AuĂenumfangsflĂ€che 46a ist auf der GehĂ€usenabe 42a ein Kupplungskolben 48a einer allgemein mit 50a bezeichneten ĂberbrĂŒckungskupplung in Richtung der Drehachse A verschiebbar getragen. Ein scheibenartig ausgebildetes Mitnahmeelement 52a ist beispielsweise ĂŒber Blattfederelemente mit dem Kupplungskolben 48a derart verbunden, dass dieser bezĂŒglich dieses Mitnahmeelements 52a in gewissem AusmaĂ axial bewegbar ist, jedoch bezĂŒglich diesem Mitnahmeelement 52a im Wesentlichen nicht drehbar ist. In seinem radial inneren Bereich ist das Mitnahmeelement 52a an eine im Wesentlichen axial gerichtete FlĂ€che der GehĂ€usenabe 42a angeschweiĂt. Ăber die bereits angesprochenen Fluidströmungskanalanordnung 44a kann Fluid in den Raumbereich 54a geleitet werden bzw. aus diesem Raumbereich 54a abgezogen, welcher Raumbereich 54a im Wesentlichen zwischen dem Kupplungskolben 48a und dem GehĂ€usedeckel 14a gebildet ist. Im radial Ă€uĂeren Bereich ist zwischen dem Kupplungskolben 48a und dem GehĂ€usedeckel 14a eine auch ReibbelĂ€ge tragende Lamelle 56a angeordnet, die ĂŒber ein weiteres Mitnahmeelement 58a drehfest an das Turbinenrad 24a angebunden ist.
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Bei dem vorangehend beschriebenen hydrodynamischen Drehmomentwandler 10a ist die GehĂ€usenabe 42a im Allgemeinen als aus Gussmaterial durch Drehbearbeitung und sonstige spanabhebende Bearbeitung hergestelltes Formteil ausgebildet, das axial an die Innenseite 40a des GehĂ€usedeckels 14a beispielsweise durch VerschweiĂung angebunden wird. Bei dieser Anbindung bestehen Probleme hinsichtlich der KonzentrizitĂ€t der GehĂ€usenabe 42a bezĂŒglich der Drehachse A, was im Allgemeinen erfordert, dass nach dem Verbinden dieser beiden Bauteile die AuĂenumfangsflĂ€che 46a der GehĂ€usenabe 42a nachgedreht werden muss, um eine zur Drehachse A konzentrische LagerflĂ€che fĂŒr den Kupplungskolben 48a bereitzustellen. Dies bedingt die DurchfĂŒhrung vergleichsweise aufwendiger ArbeitsvorgĂ€nge, da der gesamte aus GehĂ€usedeckel 14a und GehĂ€usenabe 42a bereitgestellte Verbund in eine Bearbeitungsmaschine eingespannt werden muss.
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Um das vorgenannte Problem zu vermeiden, zeigt die
DE 198 36 258 A1 eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung, die der zuvor beschriebenen hydrodynamischen Kopplungseinrichtung zwar im wesentlichen entspricht, bei der aber die GehĂ€usenabe im radial inneren Erstreckungsbereich ĂŒber eine AnschrĂ€gung verfĂŒgt, die bezĂŒglich ihrer Gestaltung an die Gestaltung des als GehĂ€useelement wirksamen GehĂ€usedeckels angepasst ist, und dadurch an dem GehĂ€useelement sowohl in Radialrichtung als auch in Axialrichtung eine AbstĂŒtzung findet. Auf diese Weise bildet das GehĂ€useelemeent gleichermaĂen eine RadialanlageflĂ€che und eine AxialanlageflĂ€che fĂŒr die GehĂ€usenabe, und sorgt hierdurch fĂŒr eine Positionierung der GehĂ€usenabe.
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Ein vergleichbarer Sachverhalt ist auch der
DE 199 41 366 A1 und der
US 2,824,631 A entnehmbar, und zwar jeweils aus
2. Es ist allerdings, wie auch bei der
DE 198 36 258 A1 , die RadialanlageflĂ€che und die AxialanlageflĂ€che jeweils mit sehr geringem Radialabstand zum Drehzentrum der hydrodynamischen Kopplungseinrichtung angeordnet, so dass die Wirkung dieser AnlageflĂ€chen im Hinblick auf die Exaktheit der Positionierung der GehĂ€usenabe gegenĂŒber dem GehĂ€useelement begrenzt ist, und daher das Erfordernis einer Nachbearbeitung mittels einer Bearbeitungsmaschine nicht völlig ausgeschlossen sein dĂŒrfte.
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Die
DE 44 23 640 A1 offenbart eine als Drehmomentwandler ausgebildete hydrodynamische Kopplungseinrichtung, bei welcher der GehĂ€usedeckel in seinem radial inneren Bereich eine Ăffnung aufweist. In diese Ăffnung ist eine mit dem Lagerzapfen integral ausgebildete GehĂ€usenabe eingesetzt. Diese GehĂ€usenabe stellt an ihrer AuĂenumfangsflĂ€che eine LagerflĂ€che fĂŒr den Kupplungskolben bereit und weist an mehreren Umfangspositionen sich von radial innen nach radial auĂen erstreckende und die Fluidströmungskanalanordnung bildende Bohrungen auf. Diese GehĂ€usenabe ist ein sehr aufwendig herzustellendes Schmiedebauteil, das vor allem im Bereich der Anbindung an den GehĂ€usedeckel zu vergleichsweise groĂen Fertigungstoleranzen fĂŒhrt.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung bereitzustellen, bei welcher die vor allem auch eine Lagerungsfunktion fĂŒr ein Kupplungselement der ĂberbrĂŒckungskupplungsanordnung bereitstellende GehĂ€usenabe in einfacher Art und Weise und mit hoher PrĂ€zision an ein GehĂ€useelement angefĂŒgt werden kann.
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ErfindungsgemÀà wird diese Aufgabe gelöst durch eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung, insbesondere hydrodynamischer Drehmomentwandler, umfassend eine GehĂ€useanordnung, ein in der GehĂ€useanordnung angeordnetes Turbinenrad, das vermittels einer ĂberbrĂŒckungskupplungsanordnung zur gemeinsamen Drehung mit der GehĂ€useanordnung um eine Drehachse koppelbar ist, wobei an einer Innenseite eines GehĂ€useelementes der GehĂ€useanordnung eine GehĂ€usenabe festgelegt ist, auf welcher ein Kupplungselement der ĂberbrĂŒckungskupplungsanordnung in Richtung der Drehachse verlagerbar getragen ist, wobei in der GehĂ€usenabe eine Fluidströmungskanalanordnung vorgesehen ist zur Fluidzufuhr zu oder/und zur Fluidabfuhr aus einem im Wesentlichen zwischen dem GehĂ€useelement und dem Kupplungselement gebildeten Raumbereich.
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Dabei ist dann weiter vorgesehen, dass in dem GehĂ€useelement eine Einsenkung gebildet ist, welche eine RadialanlageflĂ€che und eine AxialanlageflĂ€che fĂŒr die GehĂ€usenabe bildet.
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Um eine sehr gleichmĂ€Ăige und stabile Anlagewirkung zu erlangen, wird vorgeschlagen, dass die GehĂ€usenabe in ihrem radial Ă€uĂeren Bereich einen in Umfangsrichtung vollstĂ€ndig umlaufenden Anlagebereich zur Anlage an der RadialanlageflĂ€che aufweist.
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Zur definierten Lagerung des Kupplungselements wird vorgeschlagen, dass an der GehĂ€usenabe ein erster Trageabschnitt vorgesehen ist, der eine das Kupplungselement axial verschiebbar lagernde AuĂenumfangsflĂ€che aufweist. Weiter kann vorgesehen sein, dass an der GehĂ€usenabe ein zweiter Trageabschnitt vorgesehen ist, der eine ein Mitnahmeelement tragende zweite AuĂenumfangsflĂ€che aufweist, wobei das Mitnahmeelement mit der GehĂ€usenabe fest verbunden ist und das Kupplungselement im Wesentlichen drehfest und axial verlagerbar trĂ€gt. Es wird auf diese Art und Weise gleichzeitig auch eine stabile und definierte Positionierung fĂŒr das das Kupplungselement drehfest an das GehĂ€use ankoppelnde Bauteil, nĂ€mlich das Mitnahmeelement, vorgesehen. Hier ist weiter vorgesehen, dass das Mitnahmeelement mit einem hĂŒlsenartigen Abschnitt auf dem zweiten Trageabschnitt getragen ist.
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Eine axial sehr klein bauende Konfiguration kann bei der erfindungsgemĂ€Ăen Ausgestaltung dadurch erlangt werden, dass die erste AuĂenumfangsflĂ€che und die zweite AuĂenumfangsflĂ€che einander in axialer Richtung wenigstens bereichsweise ĂŒberlappen.
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Um den Gesamtaufbau einer erfindungsgemĂ€Ăen hydrodynamischen Kopplungseinrichtung weiter vereinfachen zu können, wird vorgeschlagen, dass an dem GehĂ€useelement im Bereich der Einsenkung eine weitere Einsenkung ausgebildet ist, die wenigstens einen Teil eines Zentrierorgans der GehĂ€useanordnung bildet.
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Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausgestaltungsformen detailliert beschrieben. Es zeigt:
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1 eine Teil-LĂ€ngsschnittansicht eines aus dem Stand der Technik bekannten hydrodynamischen Drehmomentwandlers;
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2 eine Teil-LĂ€ngsschnittansicht eines erfindungsgemĂ€Ăen hydrodynamischen Drehmomentwandlers;
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3 eine LÀngsschnittansicht einer bei dem hydrodynamischen Drehmomentwandler der 2 eingesetzten GehÀusenabe;
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4 eine Axialansicht der in 3 dargestellten GehÀusenabe in Blickrichtung IV in 3;
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5 eine der 2 entsprechende Ansicht einer alternativen Ausgestaltungsform des erfindunsgemĂ€Ăen hydrodynamischen Drehmomentwandlers.
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Im Folgenden werden mit Bezug auf die 2 bis 5 die Prinzipien der vorliegenden Erfindung detailliert beschrieben. Der grundsĂ€tzliche Aufbau einer hydrodynamischen Kopplungseinrichtung, welche beispielsweise in Form eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers, selbstverstĂ€ndlich aber auch in Form einer Fluidkupplung ausgebildet sein kann, wurde bereits mit Bezug auf die 1 beschrieben, so dass auf die diesbezĂŒglichen AusfĂŒhrungen verwiesen werden kann.
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Die 2 zeigt den radial inneren Bereich eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers 10. Der GehĂ€usedeckel 14 ist in seinem radial inneren Bereich derart verformt, dass er â betrachtet vom Innenraum 22 des hydrodynamischen Drehmomentwandlers 10 her â eine Einsenkung 60 bildet. Diese Einsenkung 60 ist an ihrem radial Ă€uĂeren Bereich durch einen nĂ€herungsweise axial sich erstreckenden und durch den GehĂ€usedeckel 14 bereitgestellten Wandungsabschnitt 62 und einen an diesen Wandungsabschnitt 62 anschlieĂenden und im Wesentlichen ringscheibenartig ausgebildeten Wandungsabschnitt 64 begrenzt. InnenumfangsflĂ€chen 66, 68 der Wandungsabschnitte 62, 64 bilden Radial- bzw. AxialanlageflĂ€chen fĂŒr die GehĂ€usenabe 42, deren Aufbau nachfolgend mit Bezug auf die 3 und 4 detailliert beschrieben wird. Der GehĂ€usedeckel 14 kann durch Umformen eines Blechrohlings erhalten werden, wobei zum Erhalt der mit hoher PrĂ€zision dann ausgebildeten AnlageflĂ€chen 66, 68 der GehĂ€usedeckel 14 in diesem Bereich, d. h. im Bereich der Wandungsabschnitte 62, 64 an seiner Innenseite 40 spanabhebend nachbearbeitet werden kann. Ferner kann beim Umformungsvorgang an den GehĂ€usedeckel 14 eine zu der angesprochenenen Einsenkung 60 konzentrisch liegende, d. h. in deren radial innerem Bereich vorgesehene weitere Einsenkung 70 gebildet sein, die zusammen mit einem an der AuĂenseite des GehĂ€usedeckels 14 beispielsweise durch VerschweiĂung festgelegten Lagerungselement 72 den Zentrierzapfen 38 bereitstellt, in den innen die nicht dargestellte und mit der Turbinenradnabe 28 drehfest koppelbare Abtriebswelle eingreifend positionierbar ist.
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Die GehĂ€usenabe 42 ist beispielsweise als Schmiede- oder Kaltumformteil bereitgestellt und weist eine ringartige Konfiguration auf. Dabei weist die GehĂ€usenabe 42 radial auĂen einen vollstĂ€ndig umlaufenden Anlagebereich 74 auf, welcher mit einer AuĂenumfangsflĂ€che 76 zur Anlage an der RadialanlageflĂ€che 66 des GehĂ€usedeckels 14 ausgebildet ist. Die den Kupplungskolben 48 lagernde AuĂenumfangsflĂ€che 46 der GehĂ€usenabe 42 ist bezĂŒglich der AnlageflĂ€che 76 nach radial innen versetzt und weist eine AuĂenumfangsnut 78 auf, in welcher ein einen dichten Abschluss zum Kupplungskolben 48 herstellendes O-ringartiges Dichtungselementangeordnet werden kann. Radial innerhalb der AuĂenumfangsflĂ€che bzw. LagerflĂ€che 46 ist in die GehĂ€usenabe 42 eine axial offene, in Umfangsichtung um die Achse A vorzugsweise vollstĂ€ndig umlaufende Nut 80 eingebracht. Eine die Nut 80 an ihrer Innenseite nach radial auĂen hin begrenzende FlĂ€che 82 trĂ€gt einen im Wesentlichen zylindrisch ausgebildeten Abschnitt 84 des Mitnahmeelements 52. Hier kann durch eine in Umfangsrichtung vorzugsweise vollstĂ€ndig umlaufende LaserschweiĂnaht eine feste Verbindung zwischen dem Mitnahmeelement 52 und der GehĂ€usenabe 42 erhalten werden, wobei auf Grund der Teleskopierbarkeit der das Mitnahmeelement 52 und die GehĂ€usenabe 42 umfassenden Baugruppe die axiale Lage des Mitnahmeelements 52 und somit auch die axiale Lage des Kupplungskolbens 48 bezĂŒglich der GehĂ€usenabe 52 und somit auch des GehĂ€usedeckels 14 eingestellt werden kann. Ferner wird durch das VerschweiĂen der GehĂ€usenabe 42 mit dem Mitnahmeelement 52 an der angesprochenen AuĂenumfangsflĂ€che 82 eine vergleichsweise starke thermische Auswirkung auf die LagerflĂ€che 46 und das in deren Bereich positionierte aus Gummimaterial o. dgl. hergestellte Dichtungselement vermieden. Man erkennt weiter, dass bei in die Nut 80 eingeschobenem zylindrisch ausgebildeten Abschnitt 84 des Mitnahmeelements 52 an der AuĂenseite dieses zylindrisch ausgebildeten Abschnitts 84 und an seinem in die Nut 80 regenden Endbereich zu der die Nut 80 nach radial auĂen und axial begrenzenden Wandung ein Zwischenraum verbleibt, so dass bei DurchfĂŒhrung eines SchweiĂvorgangs hier problemlos eine Ausgasung stattfinden kann.
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Die GehĂ€usenabe 42 selbst ist mit dem GehĂ€usedeckel 14 vorzugsweise durch eine in Umfangsrichtung um die Drehachse A vollstĂ€ndig umlaufene LaserschweiĂnaht 88 im Bereich der AnlageflĂ€che 76 bzw. der RadialanlageflĂ€che 66 des GehĂ€usedeckels 14 fest verbunden. Um die Fluidzufuhr zu dem Raumbereich 54 bzw. die Fluidabfuhr aus dem Raumbereich 54 zu ermöglichen, ist an der dem GehĂ€usedeckel 14 zugewandt zu positionierenden Seite der GehĂ€usenabe 42 die bereits mit Hinblick auf den Stand der Technik angesprochene Fluidströmungskanalanordnung 44 vorgesehen. Diese umfasst eine zentrale Durchtrittsöffnung 90, welche die GehĂ€usenabe 42 in axialer Richtung vollstĂ€ndig durchsetzt und durch welche hindurch beispielsweise auch die Abtriebswelle gefĂŒhrt werden kann. Von dieser zentralen Durchtrittsöffnung 90 gehen sternförmig mehrere RadialkanĂ€le 92 aus, die sich jedoch nicht vollstĂ€ndig bis zur AnlageflĂ€che 76 durcherstrecken, so dass der vollstĂ€ndig umlaufende Bereich 74 erhalten bleibt. Im radial Ă€uĂeren Bereich sind die KanĂ€le 92 mit derartiger Tiefe ausgebildet, dass sie im Ăbergangsbereich zwischen der LagerflĂ€che 46 und dem in Umfangsrichtung umlaufenden Bereich 74 nach radial auĂen hin an der GehĂ€usenabe 42 jeweilige Ăffnungen 94 bilden, die dann den Fluidaustausch mit dem Raumbereich 54 ermöglichen. Wie bereits ausgefĂŒhrt, ist die GehĂ€usenabe 42 vorzugsweise als Schmiede- oder Kaltumformteil bereitgestellt, wobei bei diesem Herstellungsvorgang gleichzeitig die Fluidströmungskanalanordnung 44 eingeformt wird. Die die einzelnen RadialkanĂ€le 92 nach auĂen hin öffnenden Ăffnungen 94 können nachfolgend beispielsweise durch Bohrbearbeitung eingebracht werden.
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Beim ZusammenfĂŒgen des in 2 dargestellten hydrodynamischen Drehmomentwandlers 10 wird so vorgegangen, dass zunĂ€chst, nachdem der GehĂ€usedeckel 14 umgeformt worden ist und die beiden AnlageflĂ€chen 66, 68 an diesem mit hoher PrĂ€zision gebildet worden sind, die ebenfalls mit hoher PrĂ€zision hergestellte GehĂ€usenabe 42 in die Einsenkung 60 eingefĂŒhrt wird. Durch die Nachbearbeitung des GehĂ€usedeckels 14 im Bereich der Einsenkung 60 wird eine sehr genaue Passung der GehĂ€usenabe 42 erlangt, so dass diese sowohl in axialer als auch in radialer Richtung ihre fertige Montagelage einnimmt. Nachfolgend wird dann die GehĂ€usenabe 42 mit dem GehĂ€usedeckel 14 durch die bereits angesprochene LaserschweiĂnaht 88 fest verbunden. Daraufhin wird die in 1 bereits erkennbare Lamelle eingelegt, und es wird dann der bereits mit dem Mitnahmeelement 52 verbundene Kupplungskolben 48 auf die LagerflĂ€che 46 der GehĂ€usenabe 42 aufgeschoben. Dabei tritt das Mitnahmeelement 52 mit seinem radial inneren hĂŒlsenartigen Abschnitt 84 in die Nut 80 ein und wird auf der AuĂenumfangsflĂ€che 82 gefĂŒhrt. Wie bereits angesprochen, kann dabei die axiale Lage des Mitnahmeelements 52 und somit auch des Kupplungskolbens 48 eingestellt werden. Ist die korrekte Positionierung erlangt, wird dann das Mitnahmeelement 52 mit der GehĂ€usenabe 42 durch die LaserschweiĂnaht 86 verbunden.
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Alleine auf Grund der hohen Passgenauigkeit der GehÀusenabe 42 in die Einsenkung 60 werden zusÀtzliche NachbearbeitungsvorgÀnge im Bereich der verschiedenen an der GehÀusenabe 42 bereitgestellten LagerflÀchen nicht erforderlich sein.
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In 5 ist eine alternative Ausgestaltungsform des erfindungsgemĂ€Ăen hydrodynamischen Drehmomentwandlers gezeigt. Komponenten, welche vorangehend beschriebenenen Komponenten hinsichtlich Aufbau bzw. Funktion entsprechen, sind mit dem gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Man erkennt hier, dass am GehĂ€usedeckel 14 nur die Einsenkung 60 gebildet ist. Der Lagerzapfen 38 ist im zentralen Bereich an die AuĂenseite des GehĂ€usedeckels 14 angeschweiĂt. Ferner erkennt man bei der in 5 dargestellten Ausgestaltungsform, dass die KanĂ€le 92 der Fluidströmungskanalanordnung 44 in radialer Richtung eine nĂ€herungsweise gleichbleibende Tiefe aufweisen, wobei jedoch gleichwohl der in Umfangsrichtung vollstĂ€ndig umlaufende Bereich 74 der GehĂ€usenabe 42 bereitgestellt ist.
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Ferner erkennt man in 5, dass an der GehĂ€usenabe 42 weitere Lagerungsabschnitte ausgebildet sind, an welchen verschiedene Lageranordnungen 100, 102 abgestĂŒtzt sind. Ein erster dieser Lagerungsabschnitte 104 bildet eine radiale und eine axiale LagerflĂ€che fĂŒr ein die Abtriebswelle lagerndes Lager 100. Ein zweiter Lagerungsabschnitt 106 bildet eine radiale LagerungsflĂ€che fĂŒr ein Lager 102, ĂŒber welches die Turbinenradnabe 28 an der GehĂ€usenabe 42 sowohl in axialer als auch in radialer Richtung abgestĂŒtzt ist. Auch hier können die verschiedenen axialen bzw. radialen LagerungsflĂ€chen der Lagerungsabschnitte 104, 106 in der GehĂ€usenabe 42 mit hoher PrĂ€zision bereitgestellt werden. Es sei weiter noch darauf hingewiesen, dass in 5 eine Ausgestaltung eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers dargestellt ist, bei welcher die Pumpenradschale 26 ĂŒber eine nicht detailliert dargestellte TorsionsschwingungsdĂ€mpferanordnung mit der Pumpenradnabe 28 verbunden ist. Diese TorsionsschwingungsdĂ€mpferanordnung umfasst zwei Deckscheibenelemente 108, 110, wobei die Turbinenradschale 26 mit dem Deckscheibenelement 110 verbunden ist. Zwischen diesen beiden Deckscheibenelementen, welche miteinander auch fest verbunden sind, liegt ein nach radial auĂen greifender Zentralscheibenabschnitt 112 der Turbinenradnabe 28. In an sich bekannter Art und Weise wirken zwischen den Deckscheibenelementen 108, 110 und dem Zentralscheibenabschnitt 112 mehrere in Umfangsrichtung verteilt liegende DĂ€mpferfedern, so dass eine bestimmte Umfangsrelativbewegung zwischen der Turbinenradnabe 28 und der Turbinenradschale 26 möglich ist.
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Durch die erfindungsgemĂ€Ăe Ausgestaltung einer hydrodynamischen Kopplungseinrichtung, insbesondere im Bereich der Anbindung einer GehĂ€usenabe an ein GehĂ€useelement wird es ermöglicht, diese beiden Bauteile mit hoher PrĂ€zision miteinander zu verbinden, ohne dass nachtrĂ€gliche BearbeitungsvorgĂ€nge erforderlich werden. Verschiedene Systemabschnitte, wie z. B. die Fluidströmungskanalanordnung oder verschiedene LagerungsflĂ€chen können an dem in einem Schmiedevorgang herstellbaren Bauteil GehĂ€usenaben bereitgestellt werden, so dass zusĂ€tzliche BearbeitungsvorgĂ€nge beispielweise an dem im Allgemeinen als Blechbauteil ausgebildeten GehĂ€usedeckel nicht erforderlich sind. Gleichwohl wird eine sehr stabile Anordnung erhalten, die sowohl hohe Axiallasten aufnehmen kann, als auch zur Ăbertragung hoher Drehmomente in der Lage ist.