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DE1021354B - Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Ketonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Ketonen

Info

Publication number
DE1021354B
DE1021354B DEH15595A DEH0015595A DE1021354B DE 1021354 B DE1021354 B DE 1021354B DE H15595 A DEH15595 A DE H15595A DE H0015595 A DEH0015595 A DE H0015595A DE 1021354 B DE1021354 B DE 1021354B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methyl
unsaturated ketones
production
reaction
propargyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH15595A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Kimel
Norbert William Sax
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F Hoffmann La Roche AG
Original Assignee
F Hoffmann La Roche AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F Hoffmann La Roche AG filed Critical F Hoffmann La Roche AG
Publication of DE1021354B publication Critical patent/DE1021354B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Ketonen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man Diketen mit einem in 1-Stellung durch Kohlenwasserstoffreste disubstituierten Propargylalkohol umsetzt und den erhaltenen Acetessigsäureester des disubstituierten Propargylalkohols auf höhere Temperaturen, vorzugsweise auf 120 bis 200°, erhitzt, wobei Kohlendioxyd aus dem Kondensationsprodukt abgespalten wird. Das erfmdungsgemäße Verfahren läßt sich im folgenden Reaktionsschema darstellen:
R1 O
I Il
(A) HC=C-C-OH + CH3-C-CH = C = O
(I) R2
R1 O O
I Il Il
HC=C-C-O-C-CH2-C-CH3 (H) R2
Verfahren zur Herstellung
von ungesättigten Ketonen
Anmelder:
F. Hoffmann-La Roche & Co.
Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr. G. Schmitt, Rechtsanwalt,
Lörrach (Bad.), Friedrichstr. 3
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 14. März und 15. Mai 1952
Walter Kimel, Highland Park, N. J.,
und Norbert William Sax, Brooklyn, N. Y. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
R1-C=CH-CH = CH-C-CH3
R1
(B) HC = C-C-O-C-CH2-C-CH3
-CO,
(ΠΙ)
R1-C=C = CH-CH2-C-CH3
R,
(IV)
In diesem Reaktionsschema bedeuten R1 und R2 identische oder verschiedene Kohlenwasserstoffreste, vorzugsweise acyclische Kohlenwasserstoffreste, wie ζ. Β. Methylgruppen oder solche höheren Alkyl- bzw. Alkenylgruppen, deren dem Propargylkohlenstoffatom nächstgelegene Methylengruppe unsubstituiert ist. Beispiele solcher Gruppen sind die 4-Methylpenten-3-yl-Gruppe oder die 3,4-Dimethylpenten-3-yl-Gruppe.
Bei der Durchführung dererfmdungsgemäßenReaktionsfolge erhält man gewöhnlich ein Endprodukt, welches zur Hauptsache aus der Verbindung III besteht. Um das Produkt III oder das isomere Alkadienon IV in wesentlich reinem Zustande zu gewinnen, läßt man diese Endreaktionsmischung zweckmäßig unter vermindertem Druck fraktioniert destillieren. Auch das Zwischenkondensationsprodukt II läßt sich in analoger Weise z. B. durch fraktionierte Destillation im Hochvakuum in wesentlich reinem Zustande erhalten. Dieses Zwischenprodukt braucht aber nicht isoliert zu werden, sondern es kann in Form des rohen Reaktionsproduktes der Decarboxylierung unterworfen werden.
Das Verfahren zur Herstellung der ungesättigten Ketone zerfällt in zwei Teilstufen, nämlich der Umsetzung eines disubstituierten Propargylalkohols mit Diketen unter Bildung des Acetessigsäureesters des Propargylalkohols und der Kohlendioxydabspaltung aus dem genanntenAcetessigsäureester des Propargylalkohols. Es sind wohl in der Literatur bereits Umsetzungen von
709846/482
3 4
Diketen mit verschiedenen Alkoholen beschrieben, doch Katalysators) o-Methyl-hepten-S-on^, das in jedem Falle findet sich nirgends ein Hinweis darauf, daß die Reaktion durch das Semicarbazon vom Schmelzpunkt 135 bis 136° auch für die Herstellung von Acetessigsäureestern des identifiziert werden kann.
Propargylalkohols anwendbar ist. Die nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 717652 hergestellten 5 Beispiel 2
Ester der Acetessigsäure sind infolge des Fehlens einer in
α-Stellung des Alkohols stehenden Propargylgruppe nicht In einen mit Rührwerk, Thermometer, Tropftrichter und
befähigt, durch Pyrolyse in a,^-ungesättigte Ketone über- Trockenaufsatz versehenen 1-1-Dreihalskolben läßt man
zugehen. Ferner wird in der deutschen Patentschrift 0,3 g Natrium auf 152,2 g (1,0 Mol) racemischen 1-Methyl-
706322 ein Verfahren zur Herstellung von ungesättigten io l-(4-methyl-penten-3-yl)-propargylalkohol einwirken. Die
Ketonen durch Kondensation von Diketen mit Aldehyden erhaltene Lösung wird auf 0° abgekühlt und tropfenweise
beschrieben, wobei die intermediär gebildeten y-substi- unter energischem Rühren im Laufe von 5 Stunden mit
tuierten Acetessigsäuren durch normale Decarboxylierung 109,1g (1,3 Mol) Diketen versetzt. Das Rühren wird
in cc,/?-ungesättigte Ketone übergehen. Das erfindungs- während weiteren 40 Stunden bei 0° und dann während
gemäße Verfahren unterscheidet sich von der angeführten 15 3 Stunden bei 25° fortgesetzt.
Reaktionsfolge einerseits dadurch, daß die Umsetzung Schließlich verdünnt man die Lösung mit 200 ecm
mit einem Propargylalkohol an Stelle eines Aldehyds vor- Äther und wäscht sie zuerst 6mal mit je 200 ecm gesät-
genommen wird und, anderseits, durch den verschiedenen tigter Natriumbicarbonatlösung und dann mit Wasser bis
Reaktionsmechanismus der Kohlendioxydabspaltung. zur neutralen Reaktion. Die Ätherschicht wird über
Während beim vorliegenden Verfahren die Kohlendioxyd- 20 Calciumsulfat getrocknet, das Lösungsmittel durch Destil-
abspaltung unter weitgehender intramolekularer Um- lation entfernt und der Rückstand, 238,8 g (101 °/0 der
lagerung erfolgt, wird im bekannten Verfahren aus einer Theorie), durch Hochvakuumdestillation gereinigt. Der
endständigen Carboxylgruppe Kohlendioxyd abgespalten, erhaltene racemische Acetessigsäure-1 -methyl-1 - (4-methyl-
ohne daß dabei eine Umlagerung erfolgt. penten-3-yl)-propargylester ist eine farblose Flüssigkeit
Das neue erfindungsgemäße Verfahren läßt sich mit 25 vom Siedepunkt 43 bis 46° (0,007 mm); nzj = 1,4652;
Vorteil zur Herstellung von Pseudoionon und Pseudoiron df = 0,9785. Ausbeute = 90 bis 95 % des Rohproduktes,
benutzen; aus diesem Grunde ist die Erfindung für die In einen mit Rührwerk, Kapillarrohr, Thermometer
pharmazeutische und Riechstoffindustrie besonders wert- und Rückflußkühler versehenen 1-1-Dreihalskolben
voll. . werden 236,2 g (1 Mol) racemischer Acetessigsäure-1-me-
Beispiel 1 3° thyl-l-(4-methyl-penten-3-yl)-propargylester eingefüllt.
Man läßt einen feinen Strom von Stickstoff durch die
In einen mit Rührwerk, Tropftrichter, Thermometer Kapillare durchfließen und erwärmt den Kolben im Bad
und Trockenaufsatz versehenen 1-1-Dreihalskolben wird auf 150 bis 200°. Bei ungefähr 150° beginnt sich Kohlen-
0,3g Natrium auf 118g (1,4MoI) 1,1-Dimethyl-propargyl- dioxyd zu bilden, und die Gasentwicklung wird bei 180°
alkohol einwirken gelassen. Sobald die Umsetzung beendet 35 recht heftig. Man hält die Reaktionsmischung auf einer
ist, wird die Lösung auf + 5° abgekühlt und tropfen- Temperatur von 180 bis 200° während 90 Minuten, d. h.
weise imLaufe von 5 Stunden mit 141 g (1,68 Mol) Diketen bis die Kohlendioxydentwicklung aufgehört hat. Den
so versetzt, daß die Temperatur -f- 10° nicht übersteigt. Kolben läßt man nun auf Raumtemperatur abkühlen,
Dann setzt man das Rühren bei der angegebenen Tempe- und man löst dessen Inhalt in 250 ecm tiefsiedendem
ratur für weitere 24 Stunden fort. Man versetzt mit 40 Petroläther auf. Die Lösung extrahiert man 3mal mit je
150 ecm Toluol und extrahiert die Lösung 4mal mit je 200 ecm einer gesättigten Natriumbicarbonatlösung und
150 ecm einer 5%igen Natriumbicarbonatlösung und wäscht sie alsdann mit Wasser bis zur neutralen Reaktion,
wäscht alsdann mit Wasser bis zur neutralen Reaktion. Nach dem Trocknen der gewaschenen Lösung über CaI-
Das Toluol entfernt man aus der gewaschenen Lösung ciumsulfat entfernt man das Lösungsmittel durch Destil-
durch Vakuumdestillation und reinigt den Rückstand 45 lation und reinigt den Rückstand durch Fraktionierung,
durch Vakuumdestillation. Die bei 80 bis 84°/7 mm über- Das erhaltene Produkt besteht aus 6,10-Dimethyl-unde-
gehende Fraktion besteht ausAcetessigsäure-l.l-dimethyl- catrien-3,5,9-on-2 (Pseudoionon) vom Siedepunkt 90 bis
propargylester. Nach kurzem Stehen erstarrt dieser Ester 92° (0,5 mm); ng = 1,5290. Ausbeute = 86 g (44,8 °/0 der
zu einer festen, weißen, bei etwa 60° schmelzenden Ver- Theorie). Das Semicarbazon vom Schmelzpunkt 141 bis
bindung. Ausbeute = 201,8 g (85% der Theorie). 50 143° gibt keine Schmelzpunktdepression im Gemisch mit
185 g (1,1 Mol) Acetessigsäure-1,1-dimethylpropargyl- einer authentischen Probe. Nebenprodukte sind Citral
ester werden in einen mit Rührwerk und Thermometer und das Alienisomere von Pseudoionon, d. h. 6,10-Di-
versehenen 1-1-Dreihalskolben, der über einen Rückfluß- methyl-undecatrien-4,5,9-on-2 vom Siedepunkt 60 bis
kühler mit einem Gasmesser verbunden ist, eingefüllt. 65°/0,2 bis 0,3 mm. Ausbeute = 19,3 g (10 0Z0 der Theorie).
Der Kolben wird im Ölbad auf 160 bis 180° erwärmt, 55
worauf eine heftige Entwicklung von Kohlendioxyd ein- Beispiel 3
setzt. Sobald die Gasentwicklung aufgehört hat (nach
etwa 3 Stunden), wird das Erwärmen unterbrochen und In einen mit Rührwerk, Thermometer, Trockenaufsatz
die zurückgebliebene dunkelbraune Flüssigkeit im Vakuum und Tropftrichter versehenen 1-1-Dreihalskolben läßt
fraktioniert destilliert. Zuerst geht eine im wesentlichen 60 man 0,3 g Natrium auf 166 g (1 Mol) racemischen 1-Me-
aus 6-Methyl-heptadien-4,5-on-2 bestehende kleine Frak- thyl-l-(3,4-dimethylpenten-3-yl)-propargylalkohol ein-
tion bei 62,5 bis 66°/7,5 irim [Ausbeute = 31,7 g (23,2% wirken. Die erhaltene Lösung wird auf + 5° gekühlt und
der Theorie)] und dann eine im wesentlichen aus 6-Methyl- tropfenweise mit 100,8 g (1,2MoI) Diketen bei einer
heptadien-3,5-on-2 bestehende größere Fraktion bei Temperatur zwischen + 5 und + 10° im Laufe von
73 bis 76°/6,5 mm über; Ausbeute = 35,9 g (26,3% der 65 5 Stunden versetzt. Dann setzt man das Rühren während
Theorie). 24 Stunden bei + 10° fort. Man setzt 160 ecm Toluol zu
JededieserFraktionen liefert inhier nicht beanspruchter und extrahiert die Lösung 5mal mit je 150 ecm einer
Weise bei der Hydrierung mit 1 Mol Wasserstoff (bei gesättigten Natriumbicarbonatlösung, worauf man mit
Raumtemperatur unter leicht erhöhtem Druck und in Wasser bis zur neutralen Reaktion wäscht. Man entfernt
Gegenwart eines vergifteten Palladium-Calciumcarbonat- 70 das Toluol im Vakuum und gewinnt so eine aus race-
mischem rohem Acetessigsäure- l-methyl-l- (3,4-dimethyl-penten-3-yl)-propargylester bestehende Fraktion; rig = 1,4717. Ausbeute = 253 g (101% der Theorie).
In einen mit Rührwerk und Thermometer versehenen 1-1-Dreihalskolben, der über einen Rückflußkühler mit einem Gasmesser verbunden ist, füllt man 250 g (1 Mol) des oben erhaltenen Acetessigsäureesters von rig = 1,4717. Man erwärmt den Kolben im Ölbad auf 120 bis 170°. Die Entwicklung von Kohlendioxyd beginnt bei 120° und wird bei 150 bis 160° recht heftig. Nach dem Aufhören der Gasentwicklung (nach 3 Stunden) wird das Produkt durch Destillation gereinigt. Man erhält so als Hauptprodukt 6,9,10-Trimethyl-undecatrien-3,5,9-on-2 (Pseudoiron) vom Siedepunkt 98 bis 102°/0,l mm; rig = 1,5310 [Ausbeute = 97 g (47,1 °/0 der Theorie)], neben einem nicht destillierbaren Rückstand und einer tiefersiedenden Fraktion, die zum Teil aus dem Allenisomeren des Pseudoirons, d. h. dem o^.lO-Trimethyl-undecatrien^^^-on^ vom Siedepunkt68bis 71°/0,l bis 0,2 mm, besteht; Ausbeute = 10,7 g (5% der Theorie).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung ungesättigter Ketone, dadurch gekennzeichnet, daß man Diketen mit einem in 1-Stellung durch Kohlenwasserstoffreste disubstituierten Propargylalkohol umsetzt und den erhaltenen Acetessigsäureester des disubstituierten Propargylalkohols auf höhere Temperaturen, vorzugsweise auf 120 bis 200°, erhitzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 706 322, 717 652.
    © 709 84-6/482 12.57
DEH15595A 1952-03-14 1953-03-05 Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Ketonen Pending DE1021354B (de)

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US1021354XA 1952-03-14 1952-03-14

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DE1021354B true DE1021354B (de) 1957-12-27

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DEH15595A Pending DE1021354B (de) 1952-03-14 1953-03-05 Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Ketonen

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DE (1) DE1021354B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1041039B (de) 1954-10-05 1958-10-16 Hoffmann La Roche Verfahren zur Herstellung von 3-Methyl-4-(2',6',6'-trimethylcyclo-hexenyl)-buten-(3)-on-(2) bzw. 3-Methyl-4-(2',5',6',6'-tetramethylcyclohexenyl)-buten-(3)-on-(2)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE706322C (de) * 1936-05-08 1941-05-23 Carbide & Carbon Chem Corp Verfahren zur Herstellung von ?,ª‰-ungesaettigten Ketonen
DE717652C (de) * 1939-07-04 1942-02-19 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Acetessigestern

Patent Citations (2)

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DE717652C (de) * 1939-07-04 1942-02-19 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Acetessigestern

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