DE10212224A1 - Einrichtung zum Auf- und Abwickeln von Plakaten im Bereich von Bildwechslern - Google Patents
Einrichtung zum Auf- und Abwickeln von Plakaten im Bereich von BildwechslernInfo
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Abstract
Einrichtung zum Auf- und Abwickeln von Plakaten, insbesondere Großplakaten, im Bereich von Bildwechslern, beinhaltend innerhalb eines Gehäuses angeordnete Antriebselemente, mehrere horizontal oder vertikal angeordnete und mit den Antriebselementen in Wirkverbindung stehende Antriebswellen sowie selbige umgebende rohrartig ausgebildete Auf- bzw. Abwickelbereiche, wobei zumindest zwischen einer Antriebswelle und dem diese umgebenden Auf- bzw. Abwickelbereich zumindest eine als Bremseinrichtung dienende Schraubenfeder angeordnet ist, die einenends mit der zugehörigen Antriebswelle und andernends mit dem Auf- bzw. Abwickelbereich in Wirkverbindung steht.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Auf- und Abwickeln von Plakaten, insbesondere Großplakaten, im Bereich von Bildwechslern.
- Vorwiegend zum Zwecke der Werbung werden Bildwechseleinrichtungen eingesetzt, die in der Lage sind, mehrere Bilder (z. B. Plakate oder bedruckte Folien) zu magazinieren und im Wechsel zu zeigen.
- Die in der Außenwerbung (Outdoor-Bereich) verwendeten Bildwechsler sind vorwiegend auf großformatige Bilder ausgelegt, damit sie auch aus der Entfernung wahrgenommen werden können. Außerdem entfällt dort meist der Zwang zu einer platzsparenden Bauweise. Anders ist es bei sogenannten Indoor-Geräten, also Bildwechslern für den Innenbereich (z. B. Schalterhallen, Ladenlokale oder dergleichen). Sie sind vorwiegend auf ein Bildformat von DIN A1, A2 oder A3 ausgelegt und müssen so beschaffen sein, daß sie auch bei beengten Platzverhältnissen bedient werden können. Dies gilt namentlich für den Bildwechsel und für die Wartung, z. B. die Innenreinigung, die ein Öffnen der Geräte erforderlich machen.
- Die Bilder, respektive Plakate, werden zwischen antreibbaren Wellen positioniert und über geeignete Verbindungsmittel miteinander in Wirkverbindung gebracht. Im Bereich der Antriebswellen sind Auf- bzw. Abwickelbereiche vorgesehen, auf welchen die Folien/Plakate in entsprechender Weise magazinierbar sind. Zum Transportieren der Bilder wird je Antriebswelle ein Antriebsmotor zum Einsatz gebracht, die das Bild beschleunigen und im Sichtbereich wieder abbremsen. Problematisch sind hierbei die Anfahr- und Abbremsmomente, da es geschehen kann, daß die Plakate/Folien mit Durchhang montiert worden sind, so daß es in den genannten Momenten zu Bewegungen innerhalb des Plakates kommt, die vom Betrachter als unangenehm empfunden werden.
- Stand der Technik ist heute, daß z. B. zwei Motoren angesteuert werden und so die für eine ordentliche Präsentation des Plakates erforderliche Bahnspannung gewährleisten. Bei Stromausfall jedoch geht diese Spannung verloren und die Plakatbahnen hängen schlapp im Wechsler, was in den meisten Fällen ein einwandfreies Anlaufen verhindert, da sich die Bahn verheddert.
- Ziel des Erfindungsgegenstandes ist es, eine Einrichtung zum Auf- und Abwickeln von Plakaten, insbesondere Großplakaten, im Bereich von Bildwechslern bereitzustellen, die einfach im Aufbau ist und ein gezieltes ruckfreies Anfahren bzw. Abbremsen des Plakates beim Wechseln des Bildes ermöglicht.
- Dieses Ziel wird erreicht durch eine Einrichtung zum Auf- und Abwickeln von Plakaten, insbesondere Großplakaten, im Bereich von Bildwechslern, beinhaltend innerhalb eines Gehäuses angeordnete Antriebselemente, mehrere horizontal oder vertikal angeordnete mit den Antriebselementen in Wirkverbindung stehende Antriebswellen sowie selbige umgebende rohrartig ausgebildete Auf- bzw. Abwickelbereiche, wobei zumindest zwischen einer Antriebswelle und dem diese umgebenden Auf- bzw. Abwickelbereich zumindest eine als Bremseinrichtung dienende Schraubenfeder angeordnet ist, die einenends mit der zugehörigen Antriebswelle und andernends mit dem Auf- bzw. Abwickelbereich in Wirkverbindung steht.
- Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
- Die mit Schraubenfeder ausgerüsteten Auf- bzw. Abwickelbereiche werden auch als Federwellen bezeichnet. Sie sind für alle gängigen Typen von Bildwechslern sowohl mit horizontal als auch vertikal umlenkbaren Plakaten einsetzbar.
- Die Schraubenfeder wird bei vertikal angeordneten Antriebswellen vorteilhafterweise in ihrem unteren Bereich mit dem rohrartig ausgebildeten Auf- bzw. Abwickelbereich und im Bereich ihres oberen Endes mit der Antriebswelle verbunden. Der Auf- bzw. Abwickelbereich ist bei Federbestückung nicht mit der darin vorgesehenen Antriebswelle verbunden. Die Schraubenfeder wird des weiteren in aufgelockerter Form. d. h. mit nicht aufeinander liegenden Windungen, zwischen Auf- bzw. Abwickelbereich und Welle montiert und kann dann in entsprechender Weise einer Vorspannung unterzogen werden, dergestalt, daß der Auf- bzw. Abwickelbereich gegenüber der sie umgebenden Antriebswelle gedreht wird. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, daß beim Anlaufen bzw. Abbremsen des Motors eine definierte Vorspannung auf das Plakat ausgeübt wird, so daß der Betrachter das Gefühl hat, daß die Bilder ruckfrei umlaufen.
- Zur Vereinfachung des Antriebsbereiches kommt lediglich ein einzelner Elektromotor zum Einsatz, der vorteilhafterweise mittig zwischen den beabstandeten Antriebswellen vorgesehen ist. Die Verbindung zwischen dem Elektromotor und den Antriebswellen erfolgt über riemen- oder kettenartig ausgebildete Hilfsmittel. Durch diese Maßnahme wird gewährleistet, daß die Antriebswellen mit gleicher Geschwindigkeit umlaufen. Gegenüber dem Stand der Technik, der je Antriebswelle einen Elektromotor vorsieht, wird hiermit eine beträchtliche Vereinfachung bezüglich der Ansteuerung erreicht, was letztendlich auch eine Kostenreduzierung mit sich bringt.
- Einem weiteren Gedanken der Erfindung gemäß kann als Sicherungselement ein den Umlauf der Antriebswelle(n) unterbindendes Arretierelement vorgesehen werden, das als Notstop bei Stromausfall eingesetzt wird und darüber hinaus auch eine Arretierung der jeweiligen Antriebswelle beim Plakatwechseln ermöglicht.
- Das Arretierelement ist im laufenden Betrieb des Bildwechslers nicht aktiv und fällt erst bei besagten Störungen/Wartungsarbeiten ein. Das Arretierelement kann nach Art einer Ratsche ausgebildet sein, wobei ein hakenartig ausgebildetes Teil oberhalb einer mit zackenartigen Profilen versehenen Scheibe vorgesehen ist.
- Die erfindungsgemäße mechanische Bahnspannung verhindert den Bahnspannungsverlust auch bei Stromausfällen und das System kann problemlos wieder ordentlich anlaufen.
- Eine Einzelplakatauswechslung wird durch das Halten der Bahnspannung ebenfalls begünstigt.
- Der Erfindungsgegenstand ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1 Prinzipskizze eines geöffneten Bildwechslers;
- Fig. 2 Prinzipskizze der Antriebsmittel in Wirkverbindung mit den Auf- bzw. Abwickelbereichen;
- Fig. 3 Prinzipskizze einer Antriebswelle samt umgebendem Auf- bzw. Abwickelbereich und dazwischen angeordneter Schraubenfeder;
- Fig. 4 Draufsicht auf vertikal angeordnete Auf- bzw. Abwickelbereiche.
- Fig. 1 zeigt als Prinzipskizze einen Bildwechsler 1, beinhaltend ein Gehäuse 2, einen verschwenkbaren Rahmen 3, Auf- bzw. Abwickelbereiche 4, 4' sowie einen nur angedeuteten Elektromotor 5. Der Rahmen 3 ist über Gasdruckdämpfer 6 gegenüber dem Gehäuse 2 verschwenkbar vorgesehen. In dieser Figur sind die Auf- bzw. Abwickelbereiche 4, 4' in horizontaler Richtung vorgesehen, sodaß dazwischen angeordnete Plakate vertikal umlaufen.
- Fig. 2 zeigt als Prinzipskizze die in Fig. 1 angedeuteten Auf- bzw. Abwickelbereiche 4, 4', in perspektivischer Darstellung, wobei der obere Auf- bzw. Abwickelbereich 4 als sogenannte Federwelle ausgebildet ist, die in den kommenden Figuren noch näher beschrieben wird. Ferner erkennbar ist der Elektromotor 5, der etwa auf halber Höhe zwischen den Auf- bzw. Abwickelbereichen 4, 4' angeordnet ist. Der Elektromotor 5 ist über riemenartig ausgebildete Antriebshilfsmittel 7 mit den Antriebswellen 8, 8' verbunden. Auf eines der Antriebswellenenden kann ein Arretierelement 9 aufgesetzt werden, das mit einer klinkenartig ausgerüsteten Kralle 10 dergestalt in Wirkverbindung bringbar ist, daß es beispielsweise bei Ausfall des Elektromotors 5 unverzüglich in den gezahnt ausgebildeten Bereich 11 des Arretierelementes 9 einfällt.
- Fig. 3 zeigt nun die in Fig. 2 bereits angesprochene Federwelle, gebildet durch die Antriebswelle 8, den rohrartig ausgebildeten Auf- bzw. Abwickelbereich 4, der die Antriebswelle mit vorgebbarem Abstand umgibt sowie eine einzelne Schraubenfeder 12, die innerhalb der Auf- bzw. Abwickeleinrichtung 4 positioniert ist und die Antriebswelle 8 umschließt. Antriebswelle 8 sowie Auf- bzw. Abwickelbereich 4 sind abweichend zu Fig. 2 vertikal angeordnet, so daß ein horizontaler Plakatumlauf gegeben ist. Bei der Montage der durchgehend ausgebildeten Schraubenfeder 12 wird diese so auseinandergezogen, daß keine Windungen aufeinanderliegen. Die Schraubenfeder 12 ist im Bereich ihres unteren Endes 13 fest mit der Auf- bzw. Abwickeleinrichtung 4 im Bereich 14 verbunden. Ihr oberes Ende 15 wird im Bereich 16 fest mit der Antriebswelle 8 verbunden. Infolge der aufgelockerten Anordnung der Windungen der Schraubenfeder 12 kann nun, ohne daß es zu einer Blockierung auf der Strecke 14, 16 kommt, eine Vorspannung dergestalt erzeugt werden, daß der gegenüber der Antriebswelle 8 frei bewegliche Auf- bzw. Abwickelbereich 4 in Umfangsrichtung gedreht wird und auf diese Art und Weise eine entsprechende Vorspannung auf das hier nicht weiter dargestellte Plakat ausgeübt wird. Beim Anfahren bzw. Abbremsen des Elektromotors 5 wirkt diese Vorspannung als Bremseinrichtung, so daß der Betrachter keinen Ruck beim Anfahren bzw. Abbremsen des Plakates erkennt, der unter Umständen zu einer Wellung der Plakatoberfläche führen würde. Die Vorspannung des Plakates ist über die gesamte Höhe/Breite gleich, so daß ein sauberes Auf- bzw. Abwickeln im Bereich der Auf- bzw. Abwickelbereiche 4, 4' gegeben ist.
- Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf zwei Auf- bzw. Abwickelbereiche 4, 4', wobei selbige in vertikaler Richtung angeordnet sind. Erkennbar sind die Antriebswellen 8, 8', der Elektromotor 5 sowie die Antriebshilfsmittel 7, die sich vom Motor 5 in Richtung der Antriebswellen 8, 8' erstrecken. Lediglich eine der Auf- bzw. Abwickelbereiche 4 ist mit der bereits angesprochenen Schraubenfeder 12 ausgerüstet und sorgt für die notwendige Vorspannung des umlaufenden Plakates. Die Vorspannung der Schraubenfeder 12 wird bereits vor dem Auflegen des jeweiligen Plakates vorgenommen, so daß sie ständig erhalten ist und nicht die Gefahr besteht, daß dennoch Verwölbungen beim Anfahren/Abbremsen des Elektromotors 5 geschehen.
Claims (8)
1. Einrichtung zum Auf- und Abwickeln von Plakaten, insbesondere
Großplakaten, im Bereich von Bildwechslern (1), beinhaltend innerhalb
eines Gehäuses (2) angeordnete Antriebselemente (5, 7), mehrere horizontal
oder vertikal angeordnete und mit den Antriebselementen (5, 7) in
Wirkverbindung stehende Antriebswellen (8, 8') sowie selbige umgebende
rohrartig ausgebildete Auf- bzw. Abwickelbereiche (4, 4'), wobei zumindest
zwischen einer Antriebswelle (8) und dem diese umgebenden Auf- bzw.
Abwickelbereich (4) zumindest eine als Bremseinrichtung dienende
Schraubenfeder (12) angeordnet ist, die einenends (15) mit der zugehörigen
Antriebswelle (8) und andernends (13) mit dem Auf- bzw. Abwickelbereich
(4) in Wirkverbindung steht.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine einzelne
durchgehende Schraubenfeder (12), die einenends (15) mit der
Antriebswelle (8) und andernends (13) mit dem Auf- bzw. Abwickelbereich
(4) verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei
vertikal angeordneter Antriebswelle (8) der untere Schraubenfederbereich
(13) mit dem Auf- bzw. Abwickelbereich (4) und der obere
Schraubenfederbereich (15) mit der Antriebswelle (8) verbunden ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Montage der Schraubenfeder (12) selbige dergestalt
auseinandergezogen wird, daß ihre Windungen mit vorgebbarem Abstand
zueinander vorgesehen sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraubenfeder (12) vor der Positionierung bzw. Auf- bzw.
Abwicklung des Plakates einer vorgebbaren Vorspannung unterziehbar ist,
dergestalt, daß der jeweilige Auf- bzw. Abwickelbereich (4) relativ zur
Antriebswelle (8) in Umfangsrichtung bewegbar ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebselemente einen einzelnen Elektromotor (5) beinhalten, der
über riemen- oder kettenartig ausgebildete Hilfsmittel (7) mit den
Antriebswellen (8, 8') in Wirkverbindung steht.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich zumindest eines der Antriebswellenenden ein
Arretierelement (9, 10, 11) für diese Antriebswelle (8, 8') angeordnet ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Arretierelement (9, 10, 11) im Betriebszustand nicht aktiviert ist und
erst bei Ausfall des Antriebsmotors (5) beim Plakatwechseln unverzüglich in
die Antriebswelle (8, 8') in arretierender Weise mit selbiger in Wirkverbindung
bringbar ist.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004008926A1 (de) * | 2004-02-24 | 2005-09-01 | Wall Aktiengesellschaft | Plakatwechselvorrichtung |
| DE102004041587A1 (de) * | 2004-08-26 | 2006-03-09 | Willy Pehe | Bildwechseleinrichtung |
-
2002
- 2002-03-19 DE DE2002112224 patent/DE10212224A1/de not_active Ceased
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