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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kabelbaum, der bei einem Fahrzeug oder dergleichen vorgesehen werden kann, und ein Kabelbaum-Laminierverfahren, und betrifft insbesondere einen Kabelbaum, der selbst dann installiert werden kann, wenn die vordere und die hintere Oberfläche des Kabelbaums vertauscht werden, und welcher einen Litzenbereitstellungsraum verkleinern kann, sowie ein Kabelbaum-Laminierverfahren.
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In den vergangenen Jahren haben sich beträchtliche Fortschritte bei Fahrzeugen, Kopiergeräten, Fahrkartenmaschinen und dergleichen ergeben, die mit Elektronikeinrichtungen versehen sind. Ein Kabelbaum wird als das Verdrahtungssystem dazu eingesetzt, Information und Energie zu übertragen, die bei derartigen Geräten unverzichtbar sind.
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So werden beispielsweise einige Hundert Hochleistungs-Stromleitungen dazu benötigt, exakt eine Brennkraftmaschine, Anzeigegeräte, Beleuchtung und dergleichen eines Fahrzeugs zu betreiben. Ein Kabelbaum wird dazu eingesetzt, derartige Stromleitungen und Informationsschaltungen kompakt zu bündeln.
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Als Kabelbaum gibt es normalerweise den flachen Typ, bei welchem Kernstromleitungen als Leiter wie eine flache Oberfläche ausgerichtet sind, sowie den Bündeltyp, der eine Gruppe von Stromleitungen bildet.
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Da der Kabelbaum des flachen Typs eine geringe Dicke aufweist, weist ein derartiger Kabelbaum den Vorteil auf, dass er nicht viel Raum einnimmt, die Bereitstellung der Litzen einfach macht, und dergleichen. Da die Vorgaben für die Kernstromleitungen je nach Einsatzort unterschiedlich sind, werden häufig Kabelbäume, die zu derartigen Einsatzorten passen, im laminierten Zustand eingesetzt (vergleiche beispielsweise die
JP 06-64 324 U ).
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Bei der
JP 06-64 324 U weisen der flache Kabelbaum und die Befestigungsanordnung für den flachen Kabelbaum einen Aufbau auf, wie er in
11 bzw.
12 gezeigt ist.
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Im Einzelnen ist, wie in 11 gezeigt, ein flacher Kabelbaum 50 so ausgebildet, dass entgegengesetzte Oberflächen eines leitfähigen Materials 51, das sich in einer Richtung erstreckt, zwischen Isolierfolien 52 angeordnet werden. Ein laminierter Stoff 64 wird auf äußeren Oberflächen der Isolierfolien 55 jeweils über ein Klebemittel 53 angeklebt. Weiterhin sind aufnehmende Eingriffsabschnitte 55 in den laminierten Stoff 54 an einer Seite eingebettet, und sind eindringende Eingriffsabschnitte 56 in den laminierten Stoff 54 an der anderen Seite eingebettet.
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Beim Laminieren der flachen Kabelbäume 50 mit dem voranstehend geschilderten Aufbau werden, wie in 12 gezeigt, zwei dünne Lagen aus flachen Kabelbäumen 50A, 50B so zusammenlaminiert, dass die eindringenden Eingriffsabschnitte 56 auf dem zweiten flachen Kabelbaum 50B in Eingriff mit den aufnehmenden Eingriffsabschnitten 55 auf dem ersten flachen Kabelbaum 50A versetzt werden. Dann werden drei dünne Lagen aus flachen Kabelbäumen 50A, 50B, 50C so zusammenlaminiert, dass die eindringenden Eingriffsabschnitte 56 auf dem dritten flachen Kabelbaum 50C jeweils in Eingriff mit den aufnehmenden Eingriffsabschnitten 55 auf dem zweiten flachen Kabelbaum 50B versetzt werden.
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Bei der laminierten Anordnung eines flachen Kabelbaums gemäß der
JP 06-64 324 U treten jedoch folgende Probleme auf. Erstens sind bei dieser laminierten Anordnung eines flachen Kabelbaums gemäß der
JP 06-64 324 U die aufnehmenden Eingriffsabschnitts
55 und die eindringenden Eingriffsabschnitte
56 auf der Oberfläche des flachen Kabelbaums
51 an der einen Seite bzw. der Oberfläche auf der anderen Seite vorgesehen. Daher müssen die aufnehmenden Eingriffsabschnitte
55 und die eindringenden Eingriffsabschnitte
56 auf den flachen Kabelbäumen
50A,
50B so in Eingriff versetzt werden, dass sie einander gegenüberliegen, beim Zusammenlaminieren der flachen Kabelbäume
50A,
50B, und so weiter. Daher ist das Problem vorhanden, dass die jeweiligen Richtungen der flachen Kabelbäume
50A,
50B vorbestimmt sind, und daher die flachen Kabelbäume
50A,
50B nicht so eingesetzt werden können, dass ihre vorderen und hinteren Oberflächen vertauscht sind.
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Wenn beispielsweise ein Arbeiter den zu laminierenden, flachen Kabelbaum 50 in seiner Hand hält, und ihn dann in Eingriff mit dem ersten, flachen Kabelbaum 50A versetzt, muss der Arbeiter zuerst überprüfen, ob die aufnehmenden Eingriffsabschnitte 55 oder die eindringenden Eingriffsabschnitte 56 auf der Oberfläche des ersten flachen Kabelbaums 50A vorhanden sind, und muss dann der Arbeiter die Art der Fasern auf dem flachen Kabelbaum 50 in seiner Hand überprüfen, damit diese zu den auftauchenden aufnehmenden Eingriffsabschnitten 55 oder eindringenden Eingriffsabschnitten 56 passen.
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Normalerweise sind die flachen Kabelbäume, die zusammenlaminiert werden sollen, ordentlich angeordnet, so dass der Arbeiter den Laminiervorgang ohne Änderungen wirksam durchführen kann, wenn er den flachen Kabelbaum in seiner Hand hält, jedoch kann es aus irgendwelchen Gründen passieren, dass der flache Kabelbaum im umgedrehten Zustand vorliegt. Der Arbeiter nimmt an, dass der flache Kabelbaum sofort laminiert werden kann, und drückt den flachen Kabelbaum in seiner Hand gegen den gegenüberliegenden flachen Kabelbaum, jedoch treffen sich die aufnehmenden Eingriffsabschnitte 55 und die eindringenden Eingriffsabschnitte 56 nicht so, dass sie einander gegenüberliegen. Daher muss der Arbeiter den flachen Kabelbaum in seiner Hand umdrehen, und dann erneut andrücken, so dass ein derartiger Laminiervorgang eine beträchtliche Zeit und Mühe erfordert.
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Weiterhin ist der flache Kabelbaum so aufgebaut, dass aufeinander folgend die Isolierfolie
52, das Klebemittel
53, der laminierte Stoff
54 und die aufnehmenden Eingriffsabschnitte
55 oder die eindringenden Eingriffsabschnitte
56 auf der vorderen bzw. hinteren Oberfläche des leitfähigen Materials
51 vorhanden sind, und weist der Gesamtaufbau die Form einer flachen Platte auf. Falls ein derartiger laminierter, flacher Kabelbaum
50 an der Karosserie eines Fahrzeugs oder dergleichen angebracht werden soll, wird daher ein Litzenbereitstellungsraum benötigt, der eine Dicke entsprechend der Anzahl laminierter dünner Lagen aufweist. Nimmt man an, dass eine Anzahl flacher Kabelbäume unter Verwendung der laminierten Anordnung gemäß der
JP-UM-A-6-64324 zusammenlaminiert wird, so nimmt eine derartige Dicke Raum an der Innenseite ein, so dass entsprechend der Innenraum verkleinert wird.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Kabelbaums, der selbst dann eingesetzt werden kann, wenn die vordere und die hintere Oberfläche des Kabelbaums vertauscht sind, sowie in der Bereitstellung eines Kabelbaum-Laminierverfahrens. Diese Aufgabe wird mit Anspruch 1 gelöst.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Zusammensetzverfahrens für Kabelbäume, welches einen Litzenbereitstellungsraum verkleinern kann. Diese Aufgabe wird mit Anspruch 4 gelöst.
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Ansprüche 2 und 3 beschreiben vorteilhafte Ausgestaltungen.
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Bei dem Kabelbaum mit der voranstehend geschilderten Konstruktion ist eine Anzahl hakenförmiger Teile sowie eine Anzahl schleifenförmiger Teile sowohl auf der vorderen als auch der hinteren Oberfläche des Isolierabschnitts des Kabelbaums vorgesehen. Daher kann dieser Kabelbaum umgedreht werden, und können dann die hakenförmigen Teile und die schleifenförmigen Teile zweier dünner Kabelbaumlagen in gegenseitigen Eingriff versetzt werden. Dies führt dazu, dass der Kabelbaum selbst dann eingesetzt werden kann, wenn er umgedreht ist.
- (2) Bei der vorliegenden Erfindung ist bei dem Kabelbaum gemäß (1) der Isolierabschnitt so ausgebildet, dass er mehrere leitende Abschnitte aufweist, die in vorbestimmten Abständen angeordnet sind, und in deren Inneres jeweils ein Leiter eingeführt ist, sowie Brückenabschnitte, welche gegenseitig die leitenden Abschnitte verbinden, und deren Dicke geringer ist als jene der leitenden Abschnitte, wobei die hakenförmigen Teile sowohl in die vordere als auch hintere Oberfläche der leitenden Abschnitte eingebettet sind, und die schleifenförmigen Teile sowohl in die vordere als auch hintere Oberfläche der Brückenabschnitte eingebettet sind.
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Bei dem Kabelbaum mit der voranstehend geschilderten Konstruktion ist die Dicke der Brückenabschnitte kleine als jene der leitenden Abschnitte, und werden zwei dünne Lagen aus Kabelbäumen so zusammenlaminiert, dass eine Anzahl hakenförmiger Teile, die in die leitenden Abschnitte eingebettet sind, in Eingriff mit den schleifenförmigen Teilen gebracht wird, die in die Brückenabschnitte eingebettet sind. Dies führt dazu, dass die Gesamtdicke auf die Hälfte der Differenz der Dicken des leitenden Abschnitts und des Brückenabschnitts verringert werden kann, im Vergleich zu einem Fall, in welchem die leitenden Abschnitte in Kontakt miteinander versetzt werden, so dass ein Litzenbereitstellungsraum verkleinert werden kann.
- (3) Bei der vorliegenden Erfindung ist bei dem Kabelbaum gemäß (1) der Isolierabschnitt so ausgebildet, dass er mehrere leitende Abschnitte enthält, die in vorbestimmten Abständen angeordnet sind, und in deren Inneres jeweils ein Leiter eingeführt ist, sowie Brückenabschnitte, welche die leitenden Abschnitte gegenseitig verbinden, und deren Dicke kleiner ist als jene der leitenden Abschnitte, wobei die hakenförmigen Teile sowohl in die vordere als auch die hintere Oberfläche der leitenden Abschnitte eingebettet sind, und die schleifenförmigen Teile sowohl in die vordere als auch hintere Oberfläche der Brückenabschnitte eingebettet sind.
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Bei dem Kabelbaum mit der voranstehend geschilderten Konstruktion sind die hakenförmigen Teile und die schleifenförmigen Teile sowohl in die vordere Oberfläche als auch die hintere Oberfläche der leitenden Abschnitte bzw. der Brückenabschnitte des Kabelbaums eingebettet. Daher können mehrere dünne Lagen von Kabelbäumen nur dadurch zusammenlaminiert werden, dass sie zusammengedrückt werden, nachdem die Kabelbäume so angeordnet wurden, dass sie die leitenden Abschnitte bzw. die Brückenabschnitte überlappen. Dies führt dazu, dass es nicht erforderlich ist, zu überprüfen, ob entweder die vordere Oberfläche oder die hintere Oberfläche des Kabelbaums sich in der Hand des Arbeiters befindet, der das Laminieren durchführen soll, was zu dem Vorteil führt, dass der Befestigungsvorgang in einem Zustand durchgeführt werden kann, in welchem der Kabelbaum umgedreht ist, und daher dieser Befestigungsvorgang vereinfacht werden kann.
- (4) Ein Kabelbaum-Zusammensetzverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung zum Zusammenlaminieren der Kabelbäume verläuft so, dass mehrere dünne Lagen aus Kabelbäumen so zusammengesetzt werden, dass die leitenden Abschnitte und die Brückenabschnitte jeweiliger Kabelbäume einander zugewandt werden, um die zusammengesetzten Kabelbäume gegenseitig jeweils in Richtung ihrer Breite zu verschieben, dann die beiden Kabelbäume zur Überlappung miteinander veranlasst werden, und dann die hakenförmigen Teile auf den leitfähigen Abschnitten mit den schleifenförmigen Teilen auf den Brückenabschnitten in Eingriff versetzt werden.
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Bei dem voranstehend geschilderten Kabelbaum-Zusammensetzverfahren werden mehrere dünne Lagen aus Kabelbäumen so zusammengesetzt, dass eine Anzahl hakenförmiger Teile, die in die leitenden Abschnitte eingebettet sind, deren Dicke geringer ist als jene des leitenden Abschnitts des Kabelbaums, in Eingriff mit den schleifenförmigen Teilen versetzt werden, die in die Brückenabschnitte eingebettet sind. Dies führt dazu, dass die Gesamtdicke auf die Hälfte der Differenz der Dicken des leitenden Abschnitts und des Brückenabschnitts verringert werden kann, im Vergleich zu einem Fall, in welchem die leitenden Abschnitte in Berührung miteinander versetzt werden, und daher ein Litzenbereitstellungsraum verkleinert werden kann.
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Bei der Kabelbaumanordnung und dem Kabelbaum-Zusammensetzverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung kann die Kabelbaumanordnung selbst dann verwendet werden, wenn die vordere und die hintere Oberfläche des Kabelbaums vertauscht sind, und kann darüber hinaus der Litzenbereitstellungsraum verkleinert werden.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand zeichnerisch dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert, aus welchen weitere Vorteile und Merkmale hervorgehen. Es zeigt:
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1 eine Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform eines Kabelbaums gemäß der vorliegenden Erfindung;
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2 eine Ansicht von vorne des Kabelbaums gemäß der ersten Ausführungsform;
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3 eine Vorderansicht in Explosionsdarstellung eines Kabelbaum-Zusammensetzverfahrens gemäß der ersten Ausführungsform;
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4 eine Ansicht vor vorne eines zusammengesetzten Zustands eines Kabelbaums gemäß der ersten Ausführungsform;
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5 eine Ansicht von vorne einer Variante eines Kabelbaums nicht gemäß der vorliegenden Erfindung;
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6 eine Vorderansicht in Explosionsdarstellung eines Kabelbaum-Zusammensetzverfahrens;
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7 eine Ansicht von vorne einer weiteren Ausführungsform eines Kabelbaums gemäß der vorliegenden Erfindung;
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8 eine Ansicht von vorne in Explosionsdarstellung eines Kabelbaum-Zusammensetzverfahrens gemäß der weiteren Ausführungsform;
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9 eine Ansicht von vorne in Explosionsdarstellung eines Kabelbaum-Zusammensetzverfahrens gemäß einer Abänderung der vorliegenden Erfindung;
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10 eine Ansicht von vorne in Explosionsdarstellung eines Kabelbaum-Zusammensetzverfahrens gemäß einer weiteren Abänderung der vorliegenden Erfindung;
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11 eine Längsschnittansicht eines Kabelbaums nach dem Stand der Technik; und
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12 eine Längsschnittansicht einer laminierten Kabelbaumanordnung nach dem Stand der Technik.
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Ein Kabelbaum 10 des flachen Typs gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist in den 1 und 2 gezeigt, und ein Kabelbaum-Zusammensetzverfahren zum Zusammensetzen mehrerer Kabelbäume 10 ist in den 3 und 4 gezeigt.
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Die Begriffe „Zusammensetzen” und „Laminieren” sind hier äquivalent zu verstehen. Der Kabelbaum 10 weist zylindrische, leitende Abschnitte 11 auf, die beispielsweise in drei Reihen angeordnet sind, und als Isolierabschnitt dienen, der aus Kunstharz oder dergleichen besteht, sowie Brückenabschnitte 12 zum Verbinden dieser leitenden Abschnitte 11. Der Kabelbaum 10 wird mit einer vorbestimmten Länge hergestellt. Obwohl nicht gezeigt, ist eine Kernstromleitung als vorbestimmter leitender Abschnitt im Inneren des leitenden Abschnitts 11 so vorgesehen, dass sie sich in einer Richtung erstreckt. Der Brückenabschnitt ist als dünne Platte ausgebildet, deren Dicke geringer ist als der Durchmesser des leitenden Abschnitts 11. Dieser Brückenabschnitt 12 ist auf einer Linie vorgesehen, welche die beiden Zentren benachbarter leitender Abschnitte 11 verbindet, und erstreckt sich entlang der Längsrichtung des leitenden Abschnitts 11. In diesem Fall können leitende Abschnitte 11 eingesetzt werden, die in zwei Reihen oder weniger oder in vier Reihen oder mehr angeordnet sind, und darüber hinaus ist die Form nicht auf eine Zylinderform beschränkt. So kann beispielsweise die Form eines Prismas und dergleichen eingesetzt werden.
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In den 1 und 2 sind unter der Annahme, dass die obere Seite die Seite der vorderen Oberfläche ist, und die untere Seite die Seite der hinteren Oberfläche, eine Anzahl hakenförmiger Teile 13 und eine Anzahl hakenförmiger Teile 14 in die hintere Oberfläche des Kabelbaums 10 eingebettet.
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Im Einzelnen ist eine Anzahl hakenförmiger Teile 13 in den leitenden Abschnitt 11 als Bestandteil des Kabelbaums 10 eingebettet, entlang der Längsrichtung des leitenden Abschnitts 11. Eine Anzahl schleifenförmiger Teile 14 ist in den Brückenabschnitt 12 entlang der Längsrichtung des Brückenabschnitts 12 eingebettet. Als hakenförmige Teile 13 und schleifenförmige Teile 14 wird das so genannte Magic Tape (eingetragene Marke) eingesetzt.
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Zum Zusammenlaminieren zweier dünner Lagen aus Kabelbäumen 10 mit der voranstehend geschilderten Konstruktion werden, wie in 3 gezeigt, zuerst die hintere Oberfläche des ersten Kabelbaums 10A und die vordere Oberfläche des zweiten Kabelbaums 10B einander gegenüberliegend angeordnet. Anders ausgedrückt, wird der erste Kabelbaum 10A so angeordnet, dass der voranstehend geschilderte Kabelbaum 10 so umgedreht wird, dass die hakenförmigen Teile 13 und die schleifenförmigen Teile 14 des ersten Kabelbaums 10A nach oben weisen, während der zweite Kabelbaum 10B so angeordnet wird, dass die hakenförmigen Teile 13 und die schleifenförmigen Teile 14 des zweiten Kabelbaums 10B nach unten weisen.
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Hierbei werden der Kabelbaum 10A und der Kabelbaum 10B so angeordnet, dass sie in Richtung ihrer Breite verschoben sind, so dass sich die leitenden Abschnitte 11 des Kabelbaums 10A mit den Brückenabschnitten 12 des Kabelbaums 10B überlappen, und sich die Brückenabschnitte 12 des Kabelbaums 10A mit den leitenden Abschnitten 11 des Kabelbaums 10B überlappen. Wenn dann der Kabelbaum 10A und der Kabelbaum 10B in jene Richtungen gedrückt werden, die durch Pfeile A, B bezeichnet sind, gelangen die hakenförmigen Teile 13 auf den leitenden Abschnitten 11 jeweils im Eingriff mit den schleifenförmigen Teilen 14 auf den Brückenabschnitten 12. Auf diese Weise werden, wie in 4 gezeigt, die beiden Kabelbäume 10A, 10B zusammenlaminiert. In diesem Fall werden zwei dünne Lagen aus laminierten Kabelbäumen 10A, 10B in ein Innenausstattungs-Bauteil und dergleichen eingesetzt, und dann beispielsweise unter dem Dach eines Fahrzeugs befestigt.
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Bei der ersten Ausführungsform können die folgenden Vorteile erzielt werden.
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Zwei dünne Lagen aus Kabelbäumen 10A, 10B weisen die leitenden Abschnitte 11 und die Brückenabschnitte 12 auf, deren Dicke jeweils geringer ist als jene des leitenden Abschnitts 11. Beim Zusammenlaminieren des Kabelbaums 10A und des Kabelbaums 10B werden diese Kabelbäume gegeneinander in Richtung ihrer Breite so verschoben, dass sich die leitenden Abschnitte 11 und die Brückenabschnitte 12 des Kabelbaums 10B mit den Brückenabschnitten 12 bzw. den leitenden Abschnitten 11 des Kabelbaums 10A überlappen. Dies führt dazu, dass beim Zusammenlaminieren der Kabelbäume 10A, 10B die Gesamtdicke auf die Hälfte der Differenz der Dicken zwischen dem leitenden Abschnitt 11 und dem Brückenabschnitt 12 verkleinert werden kann, im Vergleich zu jenem Fall, in welchem die leitenden Abschnitte 11 in Kontakt miteinander versetzt werden, so dass ein Litzenbereitstellungsraum verkleinert werden kann.
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Da die hakenförmigen Teile 13 und die schleifenförmigen Teile 14 in die leitenden Abschnitte 11 bzw. die Brückenabschnitte 12 auf der hinteren Oberfläche des Kabelbaums 10 eingebettet sind, können die schleifenförmigen Teile 14 dann in Eingriff mit den Brückenabschnitten 12 versetzt werden, ohne dass der Kabelbaum 10 umgedreht werden muss, nachdem die hakenförmigen Teile 13 in Eingriff mit den schleifenförmigen Teilen 14 versetzt wurden. Dies führt dazu, dass der Zeitaufwand und der Arbeitsaufwand verringert werden können, und der Eingriff der hakenförmigen Teile 13 und der schleifenförmigen Teile 14 erleichtert werden kann.
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Als nächstes wird nachstehend unter Bezugnahme auf die 5 und 6 eine Variante beschrieben, die nicht zur Erfindung gehört.
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Ein Kabelbaum 20 gemäß dieser Variante ist so ausgebildet, dass die schleifenförmigen Teile 14 in die vordere Oberfläche eingebettet sind, und die hakenförmigen Teile 13 in die hintere Oberfläche eingebettet sind.
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Wie aus 5 hervorgeht, ist der Kabelbaum 20 so ausgebildet, dass er die leitenden Abschnitte 11 und die Brückenabschnitte 12 aufweist. Weiterhin sind die hakenförmigen Teile 13 in die hintere Oberfläche der leitenden Abschnitte 11 eingebettet, und sind die schleifenförmigen Teile 14 in die vordere Oberfläche der Brückenabschnitte 12 eingebettet.
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Beim Zusammenlaminieren bzw. Zusammensetzen zweier dünner Lagen aus Kabelbäumen 20 mit der voranstehend geschilderten Konstruktion wird, wie in 6 gezeigt, zuerst die vordere Oberfläche eines ersten Kabelbaums 20A und die hintere Oberfläche eines zweiten Kabelbaums 20B so angeordnet, dass sie einander gegenüberliegen. Der erste Kabelbaum 20A wird daher so angeordnet, dass die schleifenförmigen Teile 14 nach oben weisen, und der zweite Kabelbaum 20B wird so angeordnet, dass die hakenförmigen Teile 13 nach unten weisen.
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Dann werden der Kabelbaum 20A und der Kabelbaum 20B so angeordnet, dass sie in Richtung ihrer Breite verschoben werden, so dass sich die leitenden Abschnitte 11 des Kabelbaums 20A mit den Brückenabschnitten 12 des Kabelbaums 20B überlappen, und sich die Brückenabschnitte 12 des Kabelbaums 20A mit den leitenden Abschnitten 11 des Kabelbaums 20B überlappen. Dann gelangen, während der Kabelbaum 20A und der Kabelbaum 20B in die durch Pfeile A, B bezeichneten Richtungen gedrückt werden, die hakenförmigen Teile 13 auf den leitenden Abschnitten 11 jeweils in Eingriff mit den schleifenförmigen Teilen 14 auf den Brückenabschnitten 12. Auf diese Weise werden die beiden Kabelbäume 20A, 20B zusammenlaminiert.
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Bei dem voranstehend geschilderten Beispiel sind die hakenförmigen Teile 13 in die hinteren Oberflächen der leitenden Abschnitte 11 des ersten Kabelbaums 20A eingebettet. Daher können die zusammenlaminierten Kabelbäume 20A, 20B an einem Innenausstattungs-Bauteil des Dachs oder dergleichen eines Fahrzeugs einfach dadurch befestigt werden, dass die hakenförmigen Teile 13 gegen einen mit Flocken versehenen Abschnitt und dergleichen des Fahrzeugs gedrückt werden. Dies führt dazu, dass zusätzlich zu dem Vorteil der ersten Ausführungsform, nämlich dass ein Litzenbereitstellungsraum verkleinert werden kann, der Vorteil erzielt werden kann, dass die zusammenlaminierten Kabelbäume ohne Einsatz eines getrennten Befestigungsteils befestigt werden können.
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Als nächstes wird nachstehend unter Bezugnahme auf die 7 und 8 eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erläutert.
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Ein Kabelbaum 30 gemäß dieser Ausführungsform ist so ausgebildet, dass hakenförmige Teile 13 und schleifenförmige Teile 14 sowohl auf der vorderen als auch hinteren Oberfläche eingebettet sind.
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Wie in 7 gezeigt, ist der Kabelbaum 30 so ausgebildet, dass er die leitenden Abschnitte 11 und die Brückenabschnitte 12 aufweist. Weiterhin sind die hakenförmigen Teile 13 sowohl in die vordere als auch die hintere Oberfläche der leitenden Abschnitte 11 eingebettet, und sind die schleifenförmigen Teile 14 sowohl in die vordere als auch hintere Oberfläche der Brückenabschnitte 12 eingebettet.
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Beim Zusammenlaminieren dreier dünner Lagen aus Kabelbäumen 30 mit der voranstehend geschilderten Konstruktion werden, wie in 8 gezeigt, zuerst ein erster Kabelbaum 30A und ein zweiter Kabelbaum 30B so angeordnet, dass sie einander gegenüberliegen.
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Dann werden der Kabelbaum 30A und der Kabelbaum 30B so angeordnet, dass sie in Richtung ihrer Breite verschoben werden, so dass sich die leitenden Abschnitte 11 des Kabelbaums 30A mit den Brückenabschnitten 12 des Kabelbaums 30B überlappen, und sich die Brückenabschnitte 12 des Kabelbaums 30A mit den leitenden Abschnitten 11 des Kabelbaums 30B überlappen. Dann gelangen, wenn der Kabelbaum 30A und der Kabelbaum 30B gegenseitig in die durch Pfeile A, B bezeichneten Richtungen gedrückt werden, die hakenförmigen Teile 13 auf den leitenden Abschnitten 11 in Eingriff mit den schleifenförmigen Teilen 14 auf den Brückenabschnitten 12. Auf diese Weise werden die beiden Kabelbäume 30A, 30B zusammenlaminiert.
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Dann wird ein dritter Kabelbaum 30C den beiden dünnen Lagen zusammenlaminierter Kabelbäume 30A, 30B gegenüberliegend angeordnet, und zwar so, dass er in Richtung seiner Breite verschoben wird, so dass sich die leitenden Abschnitte 11 des Kabelbaums 30B mit den Brückenabschnitten 12 des Kabelbaums 30C überlappen, und sich die Brückenabschnitte 12 des Kabelbaums 30B mit den leitenden Abschnitten 11 des Kabelbaums 30C überlappen. Wenn dann, wie voranstehend geschildert, der Kabelbaum 30A, der Kabelbaum 30B und der Kabelbaum 30C jeweils in die durch Pfeile A, B bezeichneten Richtungen gedrückt werden, gelangen die hakenförmigen Teile 13 auf den leitenden Abschnitten 11 in Eingriff mit den schleifenförmigen Teilen 14 auf den Brückenabschnitten 12. Auf diese Weise wird der Kabelbaum 30C auf zwei dünnen Lagen zusammenlaminierter Kabelbäume 30A, 30B angeordnet, und mit diesen zusammenlaminiert.
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Bei der voranstehend geschilderten, weiteren Ausführungsform sind die hakenförmigen Teile 13 und die schleifenförmigen Teile 14 sowohl in die vorderen als auch hinteren Oberflächen der leitenden Abschnitte 11 und der Brückenabschnitte 12 der zusammenlaminierten Kabelbäume 30A, 30B, 30C eingebettet. Daher können mehrere dünne Lagen aus Kabelbäumen 30A und so weiter nur dadurch zusammenlaminiert werden, dass sie zusammengedrückt werden, nachdem die Kabelbäume so angeordnet wurden, dass sich ihre jeweiligen leitenden Abschnitte 11 und ihre jeweiligen Brückenabschnitte 12 überlappen, so dass ein Arbeiter nicht überprüfen muss, ob sich die vordere Oberfläche oder die hintere Oberfläche des Kabelbaums 30B und so weiter in seiner Hand befindet, wenn das Laminieren erfolgen soll. Dies führt dazu, dass zusätzlich zu dem Vorteil der ersten Ausführungsform, nämlich dass ein Litzenbereitstellungsraum verkleinert werden kann, und zu dem Vorteil der zweiten Ausführungsform, nämlich dass kein Befestigungsteil benötigt wird, der Vorteil erzielt werden kann, dass der Befestigungsvorgang in einer Situation durchgeführt werden kann, in welchem ein Kabelbaum umgedreht ist, und dieser Befestigungsvorgang erleichtert werden kann.
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Hierbei ist die vorliegende Erfindung nicht auf die voranstehenden Ausführungsformen beschränkt, und lassen sich in geeigneter Art und Weise Abänderungen und Verbesserungen vornehmen. So werden beispielsweise bei den voranstehend geschilderten Ausführungsformen Kabelbäume 10, 20, 30 mit derselben Form vorbereitet, und dann dadurch zusammenlaminiert, dass sich die leitenden Abschnitte 11 und die Brückenabschnitte 12 gegenseitig überlappen. Hierauf ist die vorliegende Erfindung jedoch nicht beschränkt. Wie in den 9 und 10 gezeigt, können die Kabelbäume bei den jeweiligen Ausführungsformen in geeigneter Weise kombiniert eingesetzt werden.
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Bei einem Kabelbaum-Laminierverfahren, das in 9 gezeigt ist, werden der Kabelbaum 10 gemäß der ersten Ausführungsform und der Kabelbaum 20 gemäß der zweiten Ausführungsform miteinander kombiniert. Der Kabelbaum 10 gemäß der ersten Ausführungsform und der Kabelbaum 20 gemäß der zweiten Ausführungsform werden daher so einander gegenüberliegend angeordnet, dass eine Verschiebung in Richtung der Breite erfolgt, und dann so angeordnet, dass sich die leitenden Abschnitte 11 und die Brückenabschnitte 12 der Kabelbäume gegenseitig überlappen. Dann werden, wie voranstehend geschildert, der Kabelbaum 10 und der Kabelbaum 20 dadurch zusammenlaminiert, dass sie in die durch Pfeile A, B bezeichneten Richtungen gedrückt werden.
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Bei dieser Vorgehensweise kann, da die hakenförmigen Teile 13 in die hinteren Oberflächen der leitenden Abschnitte 11 des Kabelbaums 20 gemäß der zweiten Ausführungsform eingebettet sind, der Kabelbaum 20 in den Innenausstattungsabschnitt eines Fahrzeugs, beispielsweise des Dachs und dergleichen, einfach dadurch eingebaut werden, dass die hakenförmigen Teile 13 gegen einen mit Flocken versehenen Abschnitt angedrückt werden, falls vorhanden. Daher ist es nicht erforderlich, ein getrenntes Befestigungsteil vorzusehen, das zum Befestigen der zusammenlaminierten Kabelbäume 10, 20 verwendet wird.
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Wenn zwei dünne Lagen aus Kabelbäumen 10, 20 miteinander verbunden sind, und dann an dem Dach oder dergleichen eines Fahrzeugs befestigt werden, kann ebenfalls ein Litzenbereitstellungsraum verringert werden, da die leitenden Abschnitte 11 und die Brückenabschnitte 12 aufeinander gestapelt angeordnet sind.
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Weiterhin wird bei einer in 10 gezeigten Kabelbaum-Laminatanordnung der Kabelbaum 30 gemäß der weiteren Ausführungsform zwischen dem Kabelbaum 10 gemäß der ersten Ausführungsform und dem Kabelbaum 20 gemäß der zweiten Ausführungsform angeordnet, und dann erfolgt das Laminieren. Anders ausgedrückt werden die vordere Oberfläche des Kabelbaums 20 und die hintere Oberfläche des Kabelbaums 30 einander gegenüberliegend angeordnet, so dass sich die leitenden Abschnitte 11 und die Brückenabschnitte 12 der Kabelbäume gegenseitig überlappen, und dann werden die hakenförmigen Teile 13 auf den leitenden Abschnitten 11 und die schleifenförmigen Teile 14 auf den Brückenabschnitten 12 miteinander in Eingriff gebracht, durch Drücken der Kabelbäume in den durch Pfeile A, B bezeichneten Richtungen. Auf diese Weise werden der Kabelbaum 20 und der Kabelbaum 30 miteinander verbunden.
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Dann werden die vordere Oberfläche des Kabelbaums 30 und die hintere Oberfläche des Kabelbaums 10 einander gegenüberliegend so angeordnet, dass sich die leitenden Abschnitte 11 und die Brückenabschnitte 12 der Kabelbäume gegenseitig überlappen, und dann werden die hakenförmigen Teile 13 auf den leitenden Abschnitten 11 und die schleifenförmigen Teile 14 auf den Brückenabschnitten 12 miteinander in Eingriff versetzt. Hierdurch können der Kabelbaum 20 und der Kabelbaum 30 miteinander verbunden werden. Dies führt dazu, dass selbst dann, wenn drei dünne Lagen aus Kabelbäumen 10, 20 und 30 miteinander verbunden und dann am Dach oder dergleichen eines Fahrzeugs befestigt werden, ein Litzenbereitstellungsraum verringert werden kann, da die leitenden Abschnitte 11 und die Brückenabschnitte 12 aufeinander gestapelt sind.
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Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die voranstehend geschilderten Ausführungsformen beschränkt. So sind beispielsweise bei den voranstehend geschilderten Ausführungsformen die hakenförmigen Teile 13 in die leitenden Abschnitte 11 eingebettet, und sind die schleifenförmigen Teile 14 in die Brückenabschnitte 12 eingebettet. Jedoch können auch die schleifenförmigen Teile 14 in die leitenden Abschnitte 11 eingebettet sein, und die hakenförmigen Teile 13 in die Brückenabschnitte 12 eingebettet sein.
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Zwar wurde die Erfindung anhand spezieller, bevorzugter Ausführungsformen dargestellt und beschrieben, jedoch wissen Fachleute, dass verschiedene Änderungen und Modifikationen auf Grundlage der erfindungsgemäßen Lehre vorgenommen werden können. Derartige Änderungen und Modifikationen sind vom Wesen, Umfang und der Wirkungsweise der Erfindung umfasst, die sich aus der Gesamtheit der vorliegenden Anmeldeunterlagen ergeben.
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Die vorliegende Anmeldung beruht auf der
japanischen Patentanmeldung Nr. 2005-044235 , eingereicht am 21. Februar 2005.