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Die
Erfindung betrifft eine Halbleiterspeicherzelle mit Zugriffstransistor
auf der Grundlage eines organischen Halbleitermaterials sowie eine
daraus gebildete Halbleiterspeichereinrichtung.
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Bei
Halbleiterspeichereinrichtungen wird eine Vielzahl von Halbleiterspeicherzellen
in einem Speicherbereich zusammengefasst. Zielsetzung der Weiterentwicklung
moderner Halbleiterspeichertechnologien ist unter anderem die Verbesserung
der Betriebszuverlässigkeit
sowie eine Steigerung der Integrationsdichte der Speicherzellen
in den Speichereinrichtungen.
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Ein
alternativer Weg, sehr günstige
und einfach zu prozessierender Halbleiterspeicherzellen und Halbleiterspeichereinrichtungen
zu realisieren, besteht darin, von der aufwendigen und kapitalintensiven
Siliziumtechnologie abzugehen und sehr viel einfachere Herstellungsverfahren,
z.B. durch Aufdrucken der Strukturen anzuwenden. In diesem Fall
entfällt
der ökonomische
Zwang zur extremen Miniaturisierung der Bauelemente. Dabei wird
insbesondere Augenmerk gelegt auf die Verbesserung nicht-flüchtiger
Speichermechanismen und deren Integration.
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Problematisch
bei bekannten nicht-flüchtigen
Speichermechanismen ist, dass der Zugriff auf jede einzelne Speicherzelle
durch entsprechende elektrische Signale erfolgt, welche auch dazu
führen können, dass
die Speicherinhalte dabei durch die entsprechenden elektrischen
Zugriffssignale ungewollt geändert
werden.
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Aus
der
DE 102 00 475
A1 ist ein nichtflüchtiges
Speicherelement bekannt, bei welchem auf der Grundlage eines Substrats ein
Feldeffekttransistor ausgebildet wird, welcher ein Gate, ein Dielektrikum sowie
Source- und Drainbereiche aufweist. Zwischen den Source- und Drainbereichen
ist ein organischer Halbleiter zur Ausbildung eines Kanalbereichs
vorgesehen. Das Dielektrikum des Feldeffekttransistors ist als ein
ferroelektrischer Gateisolator ausgebildet.
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Aus
der
DE 199 35 527
A1 ist eine aktive Folie für Chipkarten mit Display bekannt.
Dabei wird vorgeschlagen, sowohl optische Anzeigeelemente als auch
elektronische Ansteuerbestandteile und gegebenenfalls auch eine
Spannungsquelle mittels organischer Halbleitermaterialien nebeneinander
auf einer Kunststofffolie anzuordnen.
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In
der
US 6,207,472 B1 ist
ein Niedrigtemperaturherstellungsverfahren für Dünnschichttransistoren beschrieben.
Dabei wird für
den TFT-Transistor eine Pentazenhalbleiterschicht in Kontakt mit
einer Gateoxidschicht aus Bariumzirkonattitanatoxid ausgebildet,
wobei als zugrundeliegendes Substrat ein transparentes Polycarbonat
vorliegt.
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Die
US 5,981,970 A zeigt
ebenfalls einen Dünnschichttransistor
auf der Grundlage eines organischen Halbleitermaterials, wobei dort
insbesondere auf eine erhöhte
Feldeffektmobilität,
auf eine hohe Strommodulation und auf einen Niedrigspannungsarbeitsbereich
mit niedriger Steigung abgestellt wird. Dabei wird auf einem geeigneten
Substrat eine leitende Gateelektrode abgeschieden und mit einem Isolator
mit hoher Dielektrizitätskonstante
abgedeckt. Des Weiteren sind ein organischer Halbleiter und entsprechende
Source- und Drainelektroden aus einem leitenden Material vorgesehen.
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Aus
der
US 5,206,525 A ist
ein elektrisches Element bekannt, welches in der Lage ist, die elektrische
Leitfähigkeit
von n-konjugierten
makromolekularen Materialien zu steuern. Die elektrische Leitfähigkeit
wird durch Anregung aufgrund dielektrischer Polarisation gesteigert.
Es wird dabei ein fer roelektrisches Material in nächster Nachbarschaft
zu einem n-konjugierten
makromolekularen Material vorgesehen, so dass die Polarisation des
ferroelektrischen Materials in der Anwesenheit eines elektrischen
Feldes eine Anregung des n-konjugierten
makromolekularen Materials bewirkt, wodurch dann die Leitfähigkeit
des π-konjugierten
makromolekularen Materials entsprechend der Stärke des elektrischen Feldes
geändert
wird.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Halbleiterspeicherzelle
mit Zugriffstransistor auf der Grundlage eines organischen Halbleitermaterials zu
schaffen, bei welcher Information in nicht-flüchtiger Form gespeichert werden
kann, wobei ein Zugriff auf die Speicherzelle ohne Informationsänderung oder
Informationsverlust erfolgen kann.
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Die
Aufgabe wird bei einer Halbleiterspeicherzelle erfindungsgemäß durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle
sind Gegenstand der abhängigen
Unteransprüche.
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Die
vorliegende Erfindung schafft eine Halbleiterspeicherzelle mit einer
Feldeffekttransistoreinrichtung als Zugriffseinrichtung, welche
zwischen einem ersten und einem zweiten Source/Drainbereich einen
Kanalbereich mit oder aus einem organischen Halbleitermaterial aufweist,
mit einem Speicherkondensator, welcher ein ferroelektrisches Speicherdielektrikum
aufweist und mindestens eine Elektrode, die als eine erste Gateelektrode
einer Gateelektrodenanordnung der Feldeffekttransistoreinrichtung fungiert,
und mit einer Auswahlgateelektrode der Gateelektrodenanordnung,
durch welche die Feldeffekttransistoreinrichtung definiert und steuerbar
abschaltbar und einschaltbar ist, ohne das Speicherdielektrikum
zu beeinflussen und unabhängig
von der ersten Gateelektrode, wobei die erste Gateelektrode und
die Auswahlgateelektrode in Bezug auf eine durch die Anordnung der
Source/Drainbereiche und des Kanalbereichs gegebene erste Richtung
zueinander seitlich lateral versetzt beabstandet angeordnet sind,
ohne sich zu überdecken,
wobei die erste Gateelektrode und die Auswahlgateelektrode in Bezug
auf die erste Richtung zueinander vertikal versetzt angeordnet sind
und wobei die Auswahlgateelektrode auf einer dem Kanalbereich und
den Source/Drainbereichen zugewandten Seite eines Isolationsbereichs,
aber dazu elektrisch isoliert ausgebildet ist.
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Eine
weitere Idee der vorliegenden Erfindung besteht also im Ausbilden
einer Auswahlgateelektrode in von der ersten Gateelektrode unabhängiger Form,
durch welche die Feldeffekttransistoreinrichtung definiert und steuerbar
abschaltbar und/oder gegebenenfalls einschaltbar ist, ohne das Speicherdielektrikum
zu beeinflussen. Dadurch wird erreicht, dass ein Zugriff auf die
Feldeffekttransistoreinrichtung definiert unterbrochen werden kann,
so dass ein gegebenenfalls detektierter Signalstrom bei einer Anordnung
einer Mehrzahl erfindungsgemäßer Speicherzellen
ausschließlich
von ausgewählten
Halbleiterspeicherzellen stammen kann, weil die jeweiligen nicht
selektierten Speicherzellen keinen Beitrag zum Messstrom und somit
zum Signalstrom liefern. Die Auswahlgateelektrode zum definierten
Abschalten der Feldeffekttransistoreinrichtung nimmt beim Beaufschlagen
mit einer entsprechenden elektrischen Potenzialdifferenz und gegenüber dem
Kanalgebiet oder Kanalbereich im Wesentlichen keinen elektromagnetischen
Einfluss auf das Speicherdielektrikum, so dass die elektromagnetischen
Materialeigenschaften des Speicherdielektrikums, zum Beispiel der
Polarisationszustand, dadurch nicht beeinflusst wird. Der mit dem
elektromagnetischen Materialzustand des Speicherdielektrikums korrespondierende Informationszustand
bleibt somit unangetastet und erhalten, so dass selbst beim wahlfreien
Zugriff durch Einschalten oder Abschalten der Feldeffekttransistoreinrichtung
die Information nicht verloren geht oder geändert wird.
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Bei
der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle
ist es vorgesehen, dass die erste Gateelektrode und die Auswahlgateelektrode
in Bezug auf eine durch die Anordnung der Source/Drainbereiche und
des Kanalbereichs gegebene erste Richtung einen sehr geringen seitlichen
Abstand voneinander haben. Das bedeutet zum Beispiel, dass die erste Gateelektrode
und die Auswahlgateelektrode sehr dicht nebeneinander liegen ohne
sich zu berühren und/oder
ohne miteinander in Kontakt zu stehen, so dass diese beiden Elektroden
räumlich
dicht zueinander benachbart sind, um eine kompakte Bauweise zu gewährleisten,
und gleichzeitig unabhängig
voneinander elektrisch ansteuerbar verbleiben.
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Ferner
ist es vorgesehen, dass die erste Gateelektrode und die Auswahlgateelektrode
in Bezug auf die oben definierte erste Richtung zueinander vertikal
versetzt angeordnet sind.
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Dabei
ist es vorgesehen, dass die Auswahlgateelektrode auf einer dem Kanalbereich
und den Source/Drainbereichen zugewandten Seite des Isolationsbereichs,
insbesondere in elektrisch isolierter Form vorgesehen ist.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle
ist es vorgesehen, dass dabei unterschiedliche Informationszustände als
bei gegebener elektrischer Potenzialdifferenz zwischen den Source/Drainbereichen über den
jeweiligen Kanalbereich fließende
unterschiedliche elektrische Ströme
detektierbar und/oder repräsentierbar
sind.
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Dabei
ist es ferner vorgesehen, dass über mit
unterschiedlichen Informationszuständen korrespondierende Polarisationszustände des
ferroelektrischen Speicherelektrikums der Strom über den Kanalbereich beeinflussbar
ist. Somit wird über
die Verkettung des mit der Information korrespondierenden Polarisationszustandes
des ferroelektrischen Speicherdielektrikums mit der elektromagnetischen
Beeinflussung durch diesen Pola risationszustand auf den Kanalbereich
der gegebenenfalls zu messende Detektions- oder Signalstrom beeinflusst,
wodurch die als Polarisationszustand gespeicherte Information des
Speicherkondensators nach extern erst auslesbar wird.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle
ist es vorgesehen, dass die Gateelektrodenanordnung durch mindestens
einen Isolationsbereich von den Source/Drainbereichen und dem Kanalbereich
elektrisch isoliert ist. Dies ist eine der Grundvoraussetzungen
für die
Funktionsweise der mit einer Feldeffekttransistoreinrichtung und
einem Speicherkondensator integriert ausgebildeten Halbleiterspeicherzelle.
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Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle
ist es vorgesehen, dass das ferroelektrische Speicherdielektrikum
oder ein Teil davon als oder in einem Bereich zwischen dem Kanalbereich und
der ersten Gateelektrode der Gateelektrodenanordnung vorgesehen
ist. Dies kann insbesondere dadurch geschehen, dass das ferroelektrische
Speicherdielektrikum oder ein Teil davon entweder insgesamt als
der Isolationsbereich oder als Teil davon ausgebildet ist.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
ist es vorgesehen, dass das ferroelektrische Speicherdielektrikum
in unmittelbarer Nachbarschaft oder in Kontakt mit dem Kanalbereich,
mindestens einem oder beider Source/Drainbereiche, der ersten Gateelektrode
und/oder der Auswahlgateelektrode ausgebildet ist. Dadurch ergibt
sich eine besonders kompakte und platzsparende Bauweise der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle,
und der Kontakt der einzelnen Materialien zueinander ist so lange
unkritisch, solange die jeweiligen Isolationsbedingungen eingehalten
werden und sich keine chemischen oder elektrochemischen Umwandlungsprozesse
an den Kontaktflächen
oder Grenzflächen
ereignen, die die morphologische Struktur und somit die Funktionsweise der
erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle
abändern.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle
ist eine zweite Gateelektrode der Gateelektrodenanordnung vorgesehen.
Diese fungiert insbesondere als zweite Kondensatorelektrode und/oder
als eine das ferroelektrische Speicherdielektrikum beeinflussende
Elektrode.
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Vorzugsweise
kann die zweite Gateelektrode als freie Elektrode oder als Floating
Gate ausgebildet sein. Es ist aber auch denkbar, dass die zweite
Gateelektrode der Gateelektrodenanordnung separat kontaktiert ist
und mit einem individuellen elektrischen Potenzial beaufschlagbar
ist, um das ferroelektrische Speicherdielektrikum entsprechend zu
beeinflussen.
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Besonders
vorteilhaft ist es in diesem Fall, wenn das ferroelektrische Speicherdielektrikum
oder ein Teil davon direkt zwischen der ersten und der zweiten Gateelektrode
ausgebildet ist. Dadurch lässt sich
auf besonders direkte und einfache Art und Weise auf den elektromagnetischen
Zustand, zum Beispiel den Polarisationszustand, des Speicherdielektrikums
Einfluss nehmen.
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Dabei
ist es ferner vorgesehen, dass die zweite Gateelektrode auf einer
der ersten Gateelektrode abgewandten Seite des Kanalbereichs und/oder
der Source/Drainbereiche ausgebildet ist. Gemäß dieser Anordnung stehen sich
die erste Gateelektrode und die zweite Gateelektrode in Bezug auf
den Isolationsbereich, den Kanalbereich und/oder der Source/Drainbereiche
gegenüber,
wobei letztere zwischen der ersten Gateelektrode und der zweiten
Gateelektrode angeordnet sind.
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Grundsätzlich sind
sämtliche
Materialkombinationen im Hinblick auf das Material des Kanalbereichs
und auch im Hinblick auf das Speicherdielektrikum denkbar, so lange
es sich bei dem Material des Kanalbereichs nur um einen organischen
Halb leiter oder dergleichen handelt und solange das Material des
Speicherdielektrikums im Wesentlichen ferroelektrische Eigenschaften
zur Realisierung des Speichermechanismus besitzt.
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Es
ist insbesondere vorgesehen, dass das ferroelektrische Speicherdielektrikum
aufweist oder gebildet ist aus einem anorganischen Material, zum Beispiel
Strontiumbismuttantalat SBT, Bleizirkontitanat PZT und/oder dergleichen.
Denkbar sind auch organische Materialien, zum Beispiel ein polymeres Ferroelektrikum
auf der Basis von Polyvinylidendifluorid PVDF, Polytrifluorethylen
PTrFE und/oder dergleichen. Denkbar sind auch Gemische, Verbindungen
oder Derivate dieser Substanzen oder deren Co- oder Terpolymere.
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Im
Hinblick auf das organische Halbleitermaterial für den Kanalbereich ist es vorgesehen,
dass dort p-Halbleiter auf der Basis kondensierter Aromate verwendet
werden, wobei insbesondere Anthrazene, Tetrazene, Pentazene und/oder
dergleichen, Polythiophene, zum Beispiel Poly-3-alkylthiophene,
Polyvinylthiophene und/oder dergleichen, Polypyrrole, metallorganische
Komplexe von Phthalocyaninen, Porphyrinen, insbesondere von Kupfer,
und/oder dergleichen Verwendung finden.
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Ferner
ist es von Vorteil, dass ein, insbesondere flexibles Substrat vorgesehen
ist, insbesondere unter der Verwendung von Metallen, zum Beispiel Kupfer,
Nickel, Gold, Eisenblech und/oder dergleichen, von Kunststoffen,
zum Beispiel von Polystyrol, Polyethylen, Polyester, Polyurethan,
Polycarbonat, Polyacrylat, Polyimid, Polyehter, Polybenzoxazol und/oder
dergleichen, Papier und/oder dergleichen.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist, das Vorsehen einer
Halbleiterspeichereinrichtung, welche dadurch gekennzeichnet ist,
dass eine Mehrzahl erfindungsgemäß ausgebildeter
Speicherzellen vorgesehen ist.
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Dabei
können
verschiedene Kontaktierungen der jeweiligen Source/Drainbereiche
und/oder Gatebereiche vorgesehen sein.
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Gemäß einer
besonders vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Halbleiterspeichereinrichtung
ist es vorgesehen, dass eine Verbindung der Source/Drainbereiche
und/oder der Gatebereiche einer gegebenen Halbleiterspeicherzelle
zu anderen Halbleiterspeicherzellen der Halbleiterspeichereinrichtung,
vorzugsweise in Matrixanordnung, durch direkte Verbindung der jeweiligen
leitfähigen Gebiete
erfolgt.
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Alternativ
oder zusätzlich
kann es vorgesehen sein, dass die Verbindung einer gegebenen Halbleiterspeicherzelle
der Halbleiterspeichereinrichtung im Hinblick auf die Source/Drainbereiche und/oder
die Gatebereiche zu anderen Zellen der Halbleiterspeichereinrichtung
mittels einer zusätzlichen
Metallbahn oder Metallisierung und gegebenenfalls vorgesehenen entsprechenden
Kontakten realisiert ist.
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Der
Dielektrikumsbereich kann entweder aus einem organischen oder aus
einem anorganischen Material oder aus derartigen Materialien gebildet werden.
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Als
anorganische Materialien kommen Chalcogenide in Frage, Siliziumdioxid,
Siliziumnitrid, Aluminiumoxid, Zinkoxid, Hafniumoxid und/oder dergleichen
und/oder Gemische und/oder Verbindungen davon.
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Bei
den organischen Materialien bieten sich zum Beispiel auch Monoschichten
oder Filme endlicher Dicke an. Bevorzugte Materialien sind hier
zum Beispiel Polymere, Polystyrol, Polyethylen, Polyester, Polyurethan,
Polycarbonat, Polyacrylat, Polyimid, Polyetter, Polybenzoxazole
und/oder dergleichen und/oder Gemischen oder Verbindungen davon.
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Auch
für gegebenenfalls
vorgesehene Isolationsbereiche sind verschiedene, insbesondere die gleichen
Materialien oder Ma terialkombinationen vorgesehen, zum Beispiel
anorganische Verbindungen, insbesondere aus Siliziumdioxid, Siliziumnitrid,
Aluminiumoxid, Zinkoxid, Hafniumoxid und/oder dergleichen und/oder
Gemische und/oder Verbindungen davon.
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Denkbar
sind auch organische Verbindungen, insbesondere Polymere, Polystyrol,
Polyethylen, Polyester, Polyurethan, Polycarbonat, Polyacrylat,
Polyimid, Polyether, Polybenzoxazole und/oder dergleichen und/oder
Gemischen oder Verbindungen davon.
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Diese
und weitere Aspekte der vorliegenden Erfindung werden anhand der
nachstehenden Erläuterungen
weiter illustriert: Elektronik auf der Basis organischer bzw. metallorganischer
Verbindungen wird für
Anwendungen, z.B. ID-Tags, Smart-Cards, etc., diskutiert, die eine
im Vergleich zu aus Silizium hergestellten Chips geringe Leistungsfähigkeit
besitzen müssen.
Der Preis, den diese Systeme haben dürfen, kann durch eine auf Silizium
basierende Elektronik nicht mehr erreicht werden.
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Bei
der Materialentwicklung von flüchtigen bzw.
nichtflüchtigen
Speichern auf der Basis organischer Polymere und Moleküle (auch
metallorganisch) sind als Speichermaterialien z.B. Materialien auf
der Basis von PVDF (Polyvinylidendifluorid) geeignet. Insbesondere
das Copolymer mit Trifluorethylen PVDF-PTrFE; 70:30 zeigt die für Speicheranwendung
mittlerer bis geringer Dichte ausreichenden Eigenschaften. Die Ferroelektrizität dieser
Materialklasse lässt
sich für
Speicheranwendungen nutzen.
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In
dieser Erfindung wird u.a. ein Bauelement beschrieben, das sich
in Schaltungen mit organischen Halbleitern integrieren lässt und
das einen ferroelektrischen Kondensator direkt an einen Feldeffekttransistor
koppelt. Bei einem derartigen Bauelement tritt das Problem auf,
dass die Gatespannung aufgrund der ferroelektrischen Hysterese nur
in einem sehr begrenzten Bereich variiert werden kann, ohne den
Inhalt der Speicherzellen zu variieren.
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Es
ergeben sich aber mit dem erfindungsgemäßen Vorgehen insbesondere folgende
Vorteile:
- 1. Die Ferroelektrizität von Polymeren
auf PVDF-Basis wird erfindungsgemäß genutzt, um ein wiederbeschreibbares,
nicht-flüchtiges
Speicherelement auf Polymerbasis aufzubauen. Alternativ können auch
die bekannten anorganischen Ferroelektrika PZT oder SBT benutzt
werden.
- 2. Dieses Bauelement enthält
erfindungsgemäß eine erste
eingebaute Transistorfunktion an die direkt das ferroelektrische
Material angekoppelt wird, und eine zweite eingebaute Transistorfunktion,
die in Serie dazu angeordnet ist und das Ausschalten des Kanals
unabhängig
vom Zustand des Ferroelektrikums zulässt.
- 3. Die Gateelektrode und eine Kondensatorelektrode des Speicherelementes
werden in einem Schritt hergestellt.
- 4. Der Arbeitspunkt des Ferrokondensators kann den Transistoren
auf Polymerbasis durch Variation der Schichtdicke angepasst werden
(1–50
V, vorzugsweise 5–15
V).
- 5. Die Größe des Ferrokondensators
ist unkritisch, da auf billigem Substratmaterial (Polymerfolien,
Papier) gearbeitet wird und der Preis nicht durch die Chipgröße bestimmt
wird.
- 6. Über
die Größe des Ferrokondensators
ist der Signalhub für
Read/Write steuerbar, d.h. Skalierungsprobleme treten nicht auf
(1–100 μm2).
- 7. Das nicht-destruktive Auslesen erfolgt über den Zustand des integrierten
Transistors (ON-OFF).
- 8. Schreiben erfolgt mittels der Kondensator/Gateelektroden.
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Ein
erfinderischer Aspekt liegt in der Konstruktion eines Bauelements
auf Polymerbasis, das einen ferroelektrischen Kondensator mit integriertem Transistor
und einer zusätzlichen
Steuerelektrode enthält.
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In
einer beispielhaften Grundversion des vorgeschlagenen Bauelementes
ist ein Ferrokondensator vorgegeben, bestehend aus zwei Elektroden
und dem ferroelektrischen Dielektrikum. Die eine Elektrode bildet
gleichzeitig die Gateelektrode des darüber aufgebauten Feldeffekttransistors.
Die weiteren Komponenten des Transistors werden durch das Gatedielektrikum,
die Source- und die Drainelektrode gebildet. Der Kanal des Speichertransistors
wird in einem organischen Halbleiter im Bereich nahe der Grenzfläche zum
Gatedielektrikum in dem über
der Kondensatorelektrode liegenden Bereich gebildet. Eine zusätzliche
Auswahlelektrode erlaubt die Bildung eines zweiten Kanalbereichs
an der Oberfläche des
Halbleiters.
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Zur
Erläuterung
der Funktionsweise wird angenommen, dass der organische Halbleiter
aus dem p-Kanalmaterial Pentazen gebildet wird. Der Ferrokondensator
wird so polarisiert, dass sich an der zweiten Elektrode die negative
Polarisationsladung befindet, während
sich an der ersten Elektrode die positive Polarisationsladung befindet.
Nach Anlegen eines entsprechenden Potenzialgefälles an die Source- und Drainelektroden
fließt
Strom, da sich der Transistor im On-Zustand befindet. Dieser Schaltzustand
kann immer wieder ausgelesen werden, solange die Polarisation nicht
geändert
wird. Der Stromfluss kann nun einerseits durch den Zustand des Ferroelektrikums
(Speichereffekt) und andererseits durch die zusätzliche Auswahlelektrode moduliert werden.
Mit der Auswahlelektrode kann also erfindungsgemäß sichergestellt werden, dass
in einer Matrixanordnung die Zellen, die nicht gelesen werden sollen,
nicht zum Stromfluss beitragen.
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Bei
einer Variante der Speicherzelle ist das Ferroelektrikum direkt
als Gatedielektrikum des Speichertransistors genutzt. Dadurch erfolgt
eine bessere Einkopplung der Polarisationsladung in den Kanal des
Speichertransistors. Diese Variante hat aber den Nachteil, dass
aufgrund der fehlenden zweiten Kondensatorelektrode Kanal und Kontaktgebiet
des Transistors als Gegenelektrode beim Schreiben verwendet werden
müssen.
Da dies – abhängig von
der genauen Dimensionierung des Bauelements – zu Problemen beim Schreiben
führen
kann, wird eine Anordnung mit einer zusätzlichen Elektrode und zusätzlichem
Gatedielektrikum an der Rückseite
des Transistors vorgeschlagen. Die zusätzliche Elektrode kann beim
Schreiben als Gegenelektrode genutzt werden. Im Gegensatz zu der
oben beschriebenen Anordnung werden höhere Schreibspannungen benötigt, da
das aktive Transistorgebiet eine Serienkapazität darstellt, an der ein Teil
der angelegten Spannung abfällt.
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Schließlich kann
auch das Ferroelektrikum als Gatedielektrikum des Auswahltransistors
eingesetzt werden. Diese Anordnung zeichnet sich durch eine besonders
einfache Prozessführung
aus. Bei Verwendung anorganischer Ferroelektrika, wie z.B. PZT oder
SBT ergibt sich ferner der Vorteil einer seht hohen Gatekapazität aufgrund
der sehr hohen Dielektrizitätskonstante
(einige 100) dieser Materialien. Dadurch kann das Auswahlelement
mit vergleichsweise niedrigen Spannungen geschaltet werden.
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Folgende Materialien sind
denkbar:
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Die
verwendeten Substratmaterialien sind sehr vielfältig. Beispielhaft seien hier
flexible Folien aus Metall (Kupfer, Nickel, Gold, Eisenblech etc.), Kunststoffen
(Polystyrol, Polyethylen, Polyester, Polyurethane, Polycarbonate,
Polyacrylate, Polyimide, Polyetter, Polybenzoxazole, etc.) oder
Papier angeführt.
Als organische Halbleiter eignen sich die p-Halbleiter auf der Basis kondensierter
Aromaten (Anthrazen, Tetrazen, Pentazen), Polythiophen (Poly-3-alkyl-thiophene,
Polyvinylthiopen), Polypyrolle bzw. die metallorganischen Komplexe
(Cu) des Phthalocyanins oder Porphyrins.
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Aufgrund
ihrer chemischen Stabilität
bzw. ihrer guten Verarbeitbarkeit eignen sich polymere Ferroelektrika
auf der Basis fluorierter Polyene, wie Polyvinylidendifluorid, Polytrifluorethylene
bzw. deren Co- oder Terpolymere besonders. Weitere mögliche Materialien
dieser Klasse sind z.B. Polyvinylchlorid, das Copolymer Vinylacetat/Vinylidencyanid,
Polyacrylonitrid, Polyparaxylylen, Nylon und/oder dergleichen. Ebenso
sind in dünner
Schicht anorganische Materialien wie SBT (Strontiumbismuttantalat)
oder PZT (Bleizirkontitanat) geeignet.
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Die
Dielektrika können
sowohl anorganischer als auch organischer Natur sein.
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Die
Integration der anorganischen Dielektrika Siliziumdioxid oder Siliziumnitrid
wurde erfolgreich demonstriert. Auch Aluminiumoxid, Zinkoxid, Zirkonoxid,
Hafniumoxid und/oder dergleichen sind geeignet.
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Die
organischen Dielektrika wie Polystyrol, Polyethylen, Polyester,
Polyurethane, Polycarbonate, Polyacrylate, Polyimide, Polyether,
Polybenzoxazole und/oder dergleichen sind wegen ihrer potentiellen
Druckbarkeit besonders geeignet.
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Für die Herstellung
der Elektroden und Verbindungsleitungen zwischen den Zellen und
Transistoren eignen sich Metalle (Pd, Au, Pt, Ni, Cu, Ti, etc.) aufgrund
ihres niedrigen ohmschen Widerstands. Für geringere Ansprüche sind
auch organische dotierte Halbleiter, wie champhersulfonsäuredotiertes
Polyanilin oder polystyrolsulfonsäuredotierte Polythiophene und/oder
dergleichen verwendbar.
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand einer schematischen Zeichnung auf der
Grundlage bevorzugter Ausführungsformen
näher erläutert.
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1–8 zeigen
in geschnittener Seitenansicht Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle.
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9–14 zeigen
sechs verschiedene Varianten für
Strukturen von Feldeffekttransistoreinrichtungen unter Verwendung
organischer Halbleitermaterialien.
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Bei
den nachfolgenden Darstellungen der 1 bis 8 bezeichnen
identische Bezugszeichen identische oder funktionsgleiche Elemente
oder Materialbereiche, ohne dass in jedem Fall ihres Auftretens
eine detaillierte Beschreibung erfolgt oder wiederholt wird.
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Gezeigt
sind jeweils in Form einer seitlichen Querschnittsansicht Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle 1.
Diese oder eine Vielzahl davon ist im Wesentlichen in einem elektrisch
isolierenden Materialbereich 20 eingebettet, und zwar auf
einem hier nicht gezeigten Substrat.
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Hierbei
können
als Substrat nahezu beliebige Materialien wie Kunststoffe, Glas,
Papier, Halbleitersubstrate usw, verwendet werden. Auch leitfähige Substrate,
z.B. dünne
Metallfolien, sind denkbar, wenn zunächst eine Isolationsschicht
aufgebracht wird. Dieses Substrat ist in den Abbildungen nicht dargestellt,
sondern dort wird ausschließlich
der im wesentlichen elektrisch isolierende Materialbereich 20 zur
Einbettung angedeutet.
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Vorgesehen
sind ein erster Source/Drainbereich SD1, ein zweiter Source/Drainbereich
SD2 und ein dazwischen vorgesehener Kanalbereich K, welcher ein
organisches Halbleitermaterial enthält. Die Source/Drainbereiche
SD1 und SD2 sind z.B. über angedeutete
Leitungen 11 und 12 elektrisch nach extern kontaktiert.
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Die
Kontaktierung der Source/Draingebiete hängt grundsätzlich von der gewählten Anordnung der
Halbleiterspeichereinrichtung, also der Anordnung der Halbleiterspeicher
zueinander ab. Bevorzugt kann dabei eine Anordnung werden, bei welcher Kontakte
nur am Rand einer ausgebildeten Matrix auftreten. Es sind aber auch,
wie in der 1 bis 8 angedeutet
explizite Kontakte zu jedem Source/Draingebiet und/oder zu jedem
Gategebiet denkbar.
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Unter
Bezugnahme auf die 1 bis 4 werden
nachfolgend Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle
diskutiert, welche kein Auswahlgate aufweisen.
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Bei
der Ausführungsform
der 1 sind der Gateisolationsbereich I, GOX zusammen
mit der zweiten Gatelektrodeneinrichtung G2 gefäßartig in einem Materialbereich
aufgenommen, welcher gebildet wird von den Source/Drainbereichen
SD1, SD2 mit dem dazwischen vorgesehenen Kanalbereich K aus dem
organischen Halbleitermaterial. Der Ferrokondensator der Ausführungsform
der 1 wird gebildet von den ersten und zweiten Gatelektrodeneinrichtungen
G1 und G2 mit dem dazwischen vorgesehenen Dielektrikumsbereich D
aus einem ferroelektrischen Dielektrikum. Die zweite Gateelektrode
G2 kann gleichzeitig die maßgebliche
Gateelektrode des darüber
aufgebauten organischen Feldeffekttransistors T bilden. Der Kanal
dieses organischen Feldeffekttransistors T wird an der Grenzfläche zwischen dem
organischen Halbleitermaterial des Kanalbereichs K und dem Gatedielektrikum
I, GOX gebildet.
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Zur
Erläuterung
der Funktionsweise der Ausführungsform
der 1 wird hier angenommen, dass der organische Halbleiter
im Kanalbereich K aus dem p-Kanalmaterial Pentazen gebildet wird.
Der Ferrokondensator wird nun so polarisiert, dass sich an der zweiten
Gatelektrode G2 die positive Polarisationsladung ausbildet, während sich
an der ersten Gateelektrodeneinrichtung G1 die negative Polarisationsladung
befindet. Die in 1 oben dargestellte zweite Gateelektrode
G2 wird dadurch so polarisiert, dass sich auf der der ferroelektrischen
Schicht gegenüberliegenden
Seite die positive Influenzladung ausbildet, welche den Transistorkanal
im Kanalbereich K steuert. Nach Anlegen eines entsprechenden Potenzialgefälles an
die Source/Drainbereiche SD1, SD2 fließt durch den Kanalbereich ein
elektrischer Strom, da sich dann der Transistor T im eingeschalteten
oder ON-Zustand befindet. Dieser Schaltzustand kann immer ausgelesen
werden, solange die Polarisation des Ferrokondensators nicht geändert wird.
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Die
Ausführungsform
der 2 leitet sich in direkter Art und Weise von der
Ausführungsform
der 1 ab, wobei die zweite Gateelektrodeneinrichtung
G2 aus der Ausnehmung des durch die Source/Drainbereiche SD1, SD2
und dem Kanalbereich K gebildeten Materialbereichs entfernt wird
und auf der Oberseite des Transistors T unter Zwischenschaltung
einer weiteren zweiten Isolationsschicht I2 angeordnet wurde. Diese
zusätzliche
zweite Gateelektrode G2 könnte
bei einer speziellen Ausführungsform
einer Art Bulkanschluss entsprechen, wie er in der Siliziumtechnologie
bekannt ist. Sie dient hier als Gegenelektrode zum Polarisieren
des Dielektrikumsbereichs D des Kondensators.
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Von
der Ausführungsform
der 2 ausgehend, kann eine weitere Vereinfachung der
erfindungsgemäßen Speicherzelle
dadurch erreicht werden, dass die gefäßartige Struktur des durch
die Source/Drainbereiche SD1, SD2 und den Kanalbereich K gebildeten
Materialbereich unter Einschluss des Gatedielektrikums I, GOX aufgegeben
wird, um die Source/Drainbereiche SD1, SD2 und den dazwischen liegenden
Kanalbereich K unter Fortlassung des ersten Isolationsbereiches
oder Gateisolationsbereiches I, GOX planar auszubilden, wie das
in 3 dargestellt ist. Dabei bildet das Material des
Dielektrikumsbereiches D gleichzeitig die Isolation zwischen dem
Transistor T und der ersten Gateelektrodeneinrichtung G1.
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Um
eine Veränderung
der Transistorcharakteristik durch Influenzladungsänderung
auf der oberen Metallelektrode, also der zweiten Gateelektrode G2
des ferroelektrischen Kondensators zu verhindern, kann bei geeigneter
Wahl von Material und Abscheidebedingungen das Gatedielektrikum
zwar direkt auf die ferroelektrische Schicht aufgebracht werden,
wie das in der Ausführungsform
der 2 dargestellt ist, so dass die obere Metallelektrode
oder zweite Gateelektrodeneinrichtung G2 als direkt angekoppelte
Elektrode des Kondensators entfällt.
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Eine
andere, gegebenenfalls weit aus einfachere Möglichkeit besteht aber darin,
das Gatedielektrikum wie bei der Ausführungsform der 3 ganz
entfallen zu lassen und das Kanalmaterial des Kanalmaterials K des
Transistors T direkt auf der ferroelektrischen Schicht des Modulationsbereiches
M abzuschalten, weil diese ferroelektrische Schicht ausreichende
Isolationseigenschaften besitzt.
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Im Übergang
zu der in 4 gezeigten Ausführungsform
wird, von der Ausführungsform
der 3 ausgehend, der Dielektrikumsbereich D mit dem
Ferroelektrikum wiederum in einer Art Gefäßstruktur oder Mantelstruktur
eingebettet, welche gebildet wird von den Source/Drainbereichen
SD1, SD2 und dem den Kanalbereich K bildenden Kanalmaterial.
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Das
Auslesen der im Transistor gespeicherten Information kann mittels
einer Durchgangsprüfung
zwischen den Source/Drainbereichen SD1, SD2 erfolgen. Die durch
ferroelektrische Schicht im Modulationsbereich M im gesamten Kanalbereich
K statisch einstellbaren Zustände „leitend" bzw. „nicht-leitend" bilden dabei die
gespeicherten Informationen „1" bzw. „0" ab. Das Ergebnis
der Durchgangsprüfung
liefert somit die gespeicherte Information der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle.
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Bei 5 ist
unterhalb der Source/Drainbereiche SD1 und SD2 und des Kanalbereichs
K ein Isolationsbereich I ausgebildet, welcher in diesem Fall identisch
ist mit dem Speicherdie lektrikum D in Form eines ferroelektrischen
Materials. Die vertikale Ausrichtung und Orientierung der einzelnen
Materialbereiche kann auch umgekehrt verwendet werden, so dass sich
eine im wesentlichen auf dem Kopf stehende Anordnung zu denen der
in den 1 bis 8 ergibt.
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Das
Speicherdielektrikum D erstreckt sich lateral über die volle Ausdehnung der
Source/Drainbereiche SD1, so groß wie SD2 und des Kanalbereichs K.
Unterhalb des Speicherdielektrikums D sind eine erste Gateelektrode
G1 und räumlich
und materiell durch einen weiteren Isolationsbereich I1 davon getrennt
eine Auswahlgateelektrode A vorgesehen, welche z.B. über angedeutete
Leitungseinrichtungen 13 bzw. 14 elektrisch nach
extern kontaktiert sind. Dies bedeutet, dass auf der anderen Seite
des Speicherdielektrikums gegenüber
der zweiten Gateelektrode G2 die andere Kondensatorelektrode G1
ausgebildet ist. Der Isolationsbereich, welcher auch Gateoxid genannt
wird, deckt ggf. eine darunter liegende zweite Gateelektrode G2
als Kondensatorelektrode sowie die Auswahlelektrode A ab. Der Abstand
zwischen den Elektroden muss vergleichsweise gering gewählt werden.
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Im
Betrieb der erfindungsgemäßen Halbleiterspeicherzelle 1 der 5 wird über die
Einstellung einer Gate/Sourcespannung UGS zwischen der ersten Gateelektrode
G1 und den Source/Drainbereichen SD1 und SD2 der Polarisationszustand
des dazwischenliegenden ferroelektrischen Speicherdielektrikums
D festgelegt und somit die entsprechende Information in nicht-flüchtiger
Form gespeichert. Aufgrund seiner Nähe beeinflusst das Speicherdielektrikum
D bzw. der Polarisationszustand die Leitfähigkeit des Kanalgebiets K,
so dass über
den entsprechenden Source/Drainstrom ISD über das Kanalgebiet K zwischen
den Source/Drainbereichen SD1 und SD2 der entsprechende Polarisationszustand
des Speicherdielektrikums D und des darin gespeicherten Informationszustandes
abgegriffen werden kann.
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Soll
nicht auf die in 5 dargestellte Speicherzelle
zugegriffen werden, so kann durch Beaufschlagen der Auswahlgateelektrode
A mit einer einer Potenzialdifferenz UAS zu den Source/Drainbereichen
SD1 und SD2 hin der Kanalbereich K derart unterbrochen werden, dass
der Source/Drainstrom ISD nahezu unterdrückt ist. Dadurch wird die Feldeffekttransistoreinrichtung
T im Wesentlichen abgeschaltet, und zwar ohne, dass durch die Potenzialdifferenz UAS
der Polarisationszustand des Speicherdielektrikums D maßgeblich
beeinflusst wird.
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Bei
der Ausführungsform
der 5 befinden sich die erste Gateelektrode G1 und
die Auswahlgateelektrode A in einem gemeinsamen Schichtbereich und
sind nur lateral voneinander beabstandet, wobei sie einen sehr geringen
lateralen Abstand zueinander besitzen.
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Das
Speicherdielektrikum D wird hier gleichzeitig als Gatedielektrikum
eingesetzt. Dies hat den Vorteil einer vereinfachten Prozessführung bei
der Herstellung sowie einer bei Verwendung eines anorganischen Ferroelektrikums
sich höher
ausbildenden Gatekapazität
für das
Auswahlgate.
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Bei
der Ausführungsform
der 6 sind die erste Gateelektrode G1 und die Auswahlgateelektrode
A1 zusätzlich
vertikal voneinander beabstandet, so dass der Isolationsbereich
I, hier wieder in Form des insgesamt vorgesehenen Speicherdielektrikums D
zwischen diesen beiden Gateelektroden G1 und A angeordnet ist. Bei
der Ausführungsform
der 6 ist die Auswahlgateelektrode A in den Kanalbereich
K und in den zweiten Source/Drainbereich SD2 eingebettet ausgebildet.
Dabei ist auch ein Gateoxid GOX vorgesehen, um gegenüber dem
Kanalbereich K und gegenüber
dem zweiten Source/Drainbereich SD2 die nötige elektrische Isolation
bereitzustellen.
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Bei
der Ausführungsform
der 7 ist gegenüber
der Ausführungsform
der 6 zusätzlich eine
zweite Gateelektrode G2 vorgesehen. Diese ist auf einer der ersten
Gateelektrode G1 abgewandten Seite der Source/Drainbereiche SD1,
SD2 und des Kanalbereichs K angeordnet und diesen gegenüber mittels
einer weiteren Isolationsschicht I2 diesen gegenüber isoliert. Diese zweite
Gateelektrode G2 dient der Beeinflussung des Speicherdielektrikums
D und fungiert somit als zweite Kondensatorelektrode, so dass die
eigentliche Feldeffekttransistoreinrichtung T zwischen den beiden
Kondensatorplatten oder Kondensatorelektroden, nämlich den Elektroden G1 und
G2 angeordnet ist.
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Bei
der Ausführungsform
der 8 ist gegenüber
der Ausführungsform
der 6 der Ausnehmungsbereich, in welchem die Auswahlelektrode
A angeordnet ist, lateral erweitert vorgesehen, so dass dort im
ebenfalls erweiterten Gateoxidbereich GOX die zweite Gateelektrode
G2, fungierend als zweite Kondensatorelektrode, angeordnet werden
kann, und zwar auf derselben Seite in Bezug auf den Kanalbereich
K und in Bezug auf die Source/Drainbereiche SD1, SD2 wie die erste
Gateelektrode G1 und die Auswahlgateelektrode A.
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Bei
der Ausführungsform
der 8 wird das Speicherdielektrikum D gleichzeitig
zum Teil auch als Gatedielektrikum mitbenutzt. Die eine Kondensatorelektrode
G2 und die Auswahlelektrode A befinden sich hier wie bei 5 in
einer Ebene. Allerdings trennt hier das Gatedielektrikum GOX beide
Elektroden G2 und A vom Kanalgebiet K. Dies hat den Vorteil einer
besonders einfachen Prozessführung
bei der Herstellung, sowie einer bei Verwendung eines anorganischen
Ferroelektrikums sich höher
ausbildenden Gatekapazität
für das
Auswahlgate A. Optional kann analog zur Ausführungsform der 7 eine zweite
Gateelektrode G2 zu G1 auch auf der den Kanal gegenüberliegenden
Seite vorgesehen sein.
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Die 9 bis 14 zeigen
in geschnittener Seitenansicht Feldeffekttransistoreinrichtungen
auf der Grundlage der vorliegenden Erfindung unter Verwendung organischer
Halbleitermaterialien, wobei die gleichen Bezugszeichen in allen
Abbildun gen immer die gleichen oder gleichwirkende Elemente bezeichnen.
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Auf
ein geeignetes Substrat B1 werden in entsprechender Reihenfolge
jeweils nacheinander die Gateelektrode B2, die Gatedielektrikumsschicht B3,
die Sourcekontakte B4, die Drainkontakte B5 sowie die organische
Halbleiterschicht B6 abgeschieden und entsprechend den notwendigen
Topologieeigenschaften strukturiert.
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- 1
- Halbleiterspeicherzelle
- 11–14
- Leitungen,
Anschlüsse
- 20
- elektrisch
isolierendes Material, Einbettung
- A
- Auswahlgateelektrode
- B1
- Substrat
- B2
- Gateelektrode
- B3
- Gatedielektrikumsschicht
- B4
- Sourcekontakt
- B5
- Drainkontakt
- B6
- organische
Halbleiterschicht
- D
- Speicherdielektrikum,
Dielektrikumsbereich
- G1
- erste
Gateelektrode, erste Kondensatorelektrode
- G2
- zweite
Gateelektrode, zweite Kondensatorelektrode
- GE
- Gateelektrodenanordnung
- GOX
- Gateoxid,
Gateisolationsbereich
- I
- Isolationsbereich
- I1,
I2
- Isolationsbereich
- ISD
- Source/Drainstrom
- SD1
- erster
Source/Drainbereich
- SD2
- zweiter
Source/Drainbereich
- T
- Feldeffekttransistoreinrichtung
- UAS
- Auswahlgatespannung
- UGS
- Gate/Sourcespannung