DE10212496A1 - Vorrichtung zum Transportieren und seitlichen Ausrichten von einzelnen Bogen - Google Patents
Vorrichtung zum Transportieren und seitlichen Ausrichten von einzelnen BogenInfo
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Abstract
Bei einer Vorrichtung zum Tranportieren und seitlichen Ausrichten von einzelnen Bogen (1) aus flexiblem Werkstoff bei bogenverarbeitenden Maschinen mit einem Führungslineal (2), mit einem angetriebenen Förderband (3), dessen Achsen seiner Antriebs- und Umlenkwalzen senkrecht zum Führungslineal (2) orientiert sind, und mit wenigstens einem dem Führungslineal (2) benachbarten Ausrichtrad (4), dessen Achse gegen die der Umlenkwalzen des Förderbandes (3) zum Führungslineal (2) geneigt ist, ist zum zuverlässigen Ausrichten eines oder auch mehrerer parallel zugeführter Bogen bei einfacher Konstruktion vorgesehen, dass das Führungslineal (2) einen Tragabsatz (2a) aufweist, auf dem die auszurichtende Kante des Bogens (1) während des Tranports aufliegt, und dass das Ausrichtrad (4) im Bereich des Tragabsatzes (2a) belastet auf dem Bogen (1) wirkt und durch Antriebsmittel (6, 7, 8, 17) angetrieben ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transportieren und seitlichen Ausrichten von einzelnen Bogen aus flexiblem Werkstoff bei bogenverarbeitenden Maschinen in einer Ausbildung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Bei bogenverarbeitenden Maschinen, wie Buchdeckenmaschinen, Falzmaschinen, Klebebindern, Druckmaschinen usw., sind u. a. Transporttische vorgesehen, die das Transportieren der Bogen zwischen den einzelnen Verarbeitungsschritten realisieren bzw. die Bogen der Verarbeitung zuführen. Beim Transportieren wird der Bogen gleichzeitig an einem als Anlagekante dienenden Führungslineal seitlich ausgerichtet. Bekannt sind Transporttische mit schräg zur Bogentransportrichtung angeordneten Transportwalzen, mit einem Führungslineal, an dem sich die Bogen mit ihrer Längskante anlegen, und mit dem Führungslineal benachbarten, genau über den Transportwalzen angeordneten, frei beweglichen, aber in einer Führungsleiste genau geführten Belastungskugeln. Die Auslegeschrift DE 12 21 245 zeigt beispielhaft einen solchen Transporttisch. In der Offenlegungsschrift DE 21 39 423 ist ein Transporttisch dargestellt, bei dem statt der Transportwalzen ein endlos umlaufendes Schrägförderband vorgesehen ist. Die DE 44 36 681 A1 zeigt einen Transporttisch mit einem Führungslineal und quer zu diesem angeordneten, angetriebenen Transportwalzen sowie gegen deren Mantelfläche belasteten, frei drehbaren und dem Führungslineal benachbarten Transportrollen. Die Achsen der Transportwalzen erstrecken sich senkrecht zum Führungslineal, während die Achsen der Transportrollen gegen die der Transportwalzen zum Führungslineal geneigt sind. Zur Anwendung kommen auch Transporttische, bei denen statt einer Vielzahl von Transportwalzen ein entlang des Führungslineals angeordnetes Förderband zum Einsatz kommt.
- Zur gleichzeitigen Ausrichtung des Bogen an der vorderen Kante und an einer Kante längs der Transportrichtung wird der Bogen an Vordermarken und an Seitenmarken angelegt. Dabei wird der Bogen mit geringer Kraft gegen die Anlagemarken geschoben oder gezogen. Transportelemente wie Bänder, Bürsten, Rollen, Zugsegmente oder Saugplatten gleiten mit geringer Andruckkraft über den Bogen und bringen ihn mit Hilfe der Gleitreibung in die richtige Endposition. Die EP 1 035 050 A2 zeigt das seitliche Ausrichten mit Hilfe von Ziehmarken. Der Bogen wird über Andruckrollen gegen eine Ziehschiene gedrückt oder angesaugt und die Ziehschiene nimmt den Bogen seitlich mit, bis die Bogenkante an die Seitenmarke stößt und die Ziehschiene durch diesen erhöhten Widerstand unter dem Bogen zu gleiten beginnt. Der Bogen kann dabei gleichzeitig auch zur gegenüberliegenden Kante gezogen werden, wodurch der Bogen quer zur Transportrichtung gestrafft wird und sich wesentlich präziser an die weiteren Förder- und/oder Verarbeitungseinrichtungen übergeben läßt.
- Bekannt sind außerdem Vorrichtungen zum Transportieren von Bogen, bei denen die einzelnen Bogen von an der Hinterkante wirkenden Mitnehmern vorgeschoben und dabei mit ihren Längskanten in kanalartig gestalteten Führungsschienen seitlich geführt werden. Zur Gewährleistung eines einwandfreien Vorschubs ist die Führungsbreite zwischen den beiden Schienen größer einzustellen als die maximal zu erwartende Breite eines Bogens. Entsprechend ungenau ist die Ausrichtung bei einem Großteil der transportierten Bogen. Das seitliche Ausrichten über Ziehmarken hat seine Grenzen bei einem ungünstigen Verhältnis von Länge zu Breite der Bogen. Ein schmaler Bogen, wie z. B. ein Hängestreifen beim Hängen von mit einem dreiteiligen Deckenbezug versehenen Buchdecken mit einem schmalen Bezugszuschnitt für den Rücken, kann die durch die Ziehschiene eingebrachte Kraft aufgrund seiner geringen Eigensteifigkeit nicht auf sein hinteres Ende übertragen und er legt sich daher mit seiner Seite nur vorne an die Anlagemarken an.
- Beim Beziehen (Überziehen) von mit einem dreiteiligen Deckenbezug versehenen Buchdecken mit zwei nebeneinander liegenden Bezugszuschnitten für die Deckelpappen müssen die einander zugewandten Längskanten der Bogen parallel ausgerichtet der weiteren Verarbeitung zugeführt werden. Beim Spiegeln von Buchdecken, Ordnern oder auch Spielbrettern mit zwei Zuschnitten müssen die Bogen nach außen, die Außenkante der Deckelpappen berücksichtigend, ausgerichtet werden. O. g. Transporttische mit schräg angeordneten Förderbändern oder Transportwalzen sind für diese Alternativen in der Weiterverarbeitung nicht geeignet. Bei den Transporttischen sind aus konstruktiven Gründen die Förderelemente wie Förderband oder Transportwalzen fest und die Führungslineale darüber verschieblich angeordnet. Hierbei besteht die Gefahr, dass ein dünner Bogen in den Spalt zwischen den Förderelementen und dem Führungslineal gerät und somit das Führungslineal unterläuft.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung der vorgenannten Art zu schaffen, die bei einfacher Konstruktion ein zuverlässiges Ausrichten eines oder auch mehrerer parallel transportierter Bogen ermöglicht.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst. Die Erfindungsidee liegt darin, dass ein orthogonal aufgestelltes Förderband zum Einsatz kommt, oberhalb dessen das Führungslineal, ausgestattet mit einem Tragabsatz für die auszurichtende Kante des Bogens, positionierbar angeordnet ist. Die schräg gestellten Ausrichträder sind angetrieben und wirken im Bereich des Tragabsatzes belastet auf dem Bogen. Die Ausrichtung kann an beliebiger Stelle auf dem Förderband stattfinden und die Richtung der Ausrichtung, also nach links oder nach rechts, ist entsprechend den weiteren Verarbeitungsbedingungen frei wählbar, d. h. nicht durch die Anordnung des Förderbandes vorgegeben. Auch wird das gleichzeitige Ausrichten von zwei oder mehr Bogen auf einem Förderband ermöglicht. Durch den Antrieb der Ausrichträder wirkt eine unverzügliche Ausrichtbewegung auf den Bogen ein, denn sie muss nicht mehr wie bisher indirekt aus der Bewegung des auszurichtenden Bogens herbeigeführt werden.
- Bevorzugte Ausbildungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Besonders hervorzuheben ist, dass vorzugsweise der Antrieb der Ausrichträder durch das Abgreifen der linearen Bewegung des Förderbandes erfolgt, indem ein Reibrad auf den Teil des Förderbandes gedrückt wird, der nicht durch die zu transportierenden Bogen abgedeckt ist. Hierdurch ist eine konstruktiv einfache Gestaltung der Vorrichtung bis hin zur freien Wahl der Wirkpositionen der Ausrichträder gegeben. Zweckmäßig ist es nach Anspruch 11, das jeweilige Ausrichtrad mit seinen Antriebsmitteln in einer kompakten Ausrichteinheit anzuordnen, die an einer beliebigen Stelle entlang des Führungslineals positionierbar ist. Führungslineal und ein oder mehrere Ausrichteinheiten wiederum bilden die sogenannte Ausrichtschiene, die als Wechselteil gestaltet an beliebigen Positionen eingesetzt werden kann.
- Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
- Fig. 1a bis 1c zeigen in orthogonalen Ansichten eine Ausrichteinheit und zwar
- Fig. 1a in einer Vorderansicht
- Fig. 1b in einer Linksansicht, gemäß Schnitt A-A in Fig. 1a
- Fig. 1c in einer Draufsicht
- Fig. 2 zeigt in perspektivischer Darstellung einen Nutzenanleger einer Buchdeckenmaschine mit anschließender Transportstrecke und zwar für den Einsatzfall zum Hängen von Buchdecken mit einem schmalen Bezugszuschnitt für den Rücken
- Fig. 3 zeigt den gleichen Nutzenanleger für den Einsatzfall zum Überziehen von Buchdecken mit zwei nebeneinander liegenden Bezugszuschnitten für die Deckelpappen
- Fig. 4 zeigt den gleichen Nutzenanleger beim Verarbeiten von einteiligen Bezugszuschnitten
- Fig. 5 zeigt in gleicher perspektivischer Darstellung wie die Fig. 2 bis 4 ein Transportsystem zum Transportieren und Ausrichten von Bogen längs einer größeren Transportstrecke.
- Die Fig. 1a bis 1c zeigen in orthogonalen Ansichten eine Ausrichteinheit 12, die auf einem Führungslineal 2 befestigt ist. Das Führungslineal 2 ist mit einem Tragabsatz 2a ausgebildet, auf dem ein Bogen 1 mit seiner auszurichtenden Kante während des Transports aufliegt, und es sind Führungen 5 vorgesehen, die zusammen mit dem Tragabsatz 2a eine kanalartige Aufnahme für den Bogen 1 bilden. Der Bogen 1 wird, wie aus den Fig. 2 bis 6 ersichtlich, auf einem Förderband 3 bzw. 40 transportiert, oberhalb dessen das Führungslineal 2 bzw. 43 mit geringst möglichem Abstand angeordnet ist.
- Die Ausrichteinheit 12 besteht im Wesentlichen aus einem Klotz 16, einer in dem Klotz 16 frei drehbar gelagerten Zwischenwelle 7 mit beidseitig aufgezogenen Rädern 17 und endseitig frei schwenkbar angebrachten Hebeln 9 und 10, einer auf dem Klotz 16 befestigten Platte 15 mit über Druckfedern gesicherten Einstellschrauben 11 und aus einem im Hebel 9 drehbar gelagerten Ausrichtrad 4 sowie einem im Hebel 10 drehbar gelagerten Reibrad 6, wobei diese Räder 4 und 6 jeweils mit den zugeordneten Rädern 17 der Zwischenwelle 7 in der Art eines Reibradgetriebes 8 im Eingriff stehen.
- Das Reibrad 6 liegt durch Eigengewicht belastet auf der von dem Bogen 1 unbedeckten Tragseite des Förderbandes 3 auf und greift dessen lineare Bewegung als Drehbewegung ab, die über die Reibradgetriebe 8 auf das Ausrichtrad 4 übertragen wird, das damit angetrieben ist. Das Ausrichtrad liegt ebenfalls durch Eigengewicht belastet im Bereich des Tragabsatzes 2a auf dem Bogen 1 auf und transportiert diesen aufgrund seiner zum Führungslineal 2 geneigten Achse mit einer gegenüber der Transportrichtung des Förderbandes 3 leicht schräg zum Führungslineal 2 gerichteten Förderbewegung, bis die Kante des Bogens 1 an dem Führungslineal 2 anliegt. Die Komponente in Richtung des Führungslineals 2 gleitet fortan über dem Bogen 1 und hält ihn aufgrund der Gleitreibung sicher am Führungslineal 2.
- Die Verbindungslinien zwischen den Drehpunkten der Hebel 9, 10 auf der Zwischenwelle 7 und den jeweiligen Drehpunkten der Räder 4 und 6 verlaufen im stumpfen Winkel zur Transportrichtung des Bogens 1, wobei sich in Transportrichtung gesehen der Drehpunkt des Hebels 10 vor dem Drehpunkt des Reibrades 6 befindet während der Drehpunkt des Hebels 9 hinter dem Drehpunkt des Ausrichtrades 4 angeordnet ist. Durch diese Anordnung und der erzeugten Drehbewegungen wirken die Räder 4 und 6 nicht nur durch ihr Eigengewicht belastet auf dem Förderband 3 bzw. dem Bogen 1 ein, sondern sie ziehen sich sogar durch Schwenkung ihrer zugehörigen Hebel 9, 10 selbsttätig dagegen. Die Schwenkbereiche der Hebel 9 und 10 werden durch die Einstellschrauben 11 begrenzt, womit sich hierüber die Möglichkeit der Belastungseinstellung ergibt.
- In den Fig. 2 bis 4 ist ein Nutzenanleger 20 dargestellt, in dem die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Transportieren von Bezugszuschnitten 1a, 1b, 1c und gleichzeitigen Ausrichten einer Kante zur Anwendung kommt. Der Nutzenanleger weist ein Magazin 21 auf, in dem Stapel von Bezugszuschnitten 1a, 1b, 1c zur Verarbeitung bereitgestellt sind. Zum Vereinzeln der Bezugszuschnitte 1a, 1b, 1c wird die vordere Kante des jeweils untersten von einem Sauger 22 abgekippt und in die entstehende Lücke zum darüberliegenden wird ein mit Blasluft beaufschlagter Stapelheber 23 eingeschwenkt. Der unterste Bezugszuschnitt wird dann von einem vor und zurück bewegten Förderband 24 mit abwechselnd mit Saug- und Blasluft beaufschlagbaren Bohrungen bis zu einer Abzugswalze 25 mit zugeordneten Andruckrollen 26 vorgeschoben, die fortan dessen Abzug übernimmt und ihn an ein Förderband 3 übergibt.
- Das Förderband 3 fördert den Bezugszuschnitt 1a, 1b, 1c bis zu den Vordermarken 36, an denen dessen Vorderkante durch einen bestimmten Überhub des Förderbandes 3 ausgerichtet wird. Während des Transports liegt wenigstens eine seitliche Kante des Bezugszuschnittes 1a, 1b, 1c auf dem Tragabsatz 2a des Führungslineals 2 auf und gelangt in den Wirkbereich von in diesem Fall zwei in bestimmten Abständen hintereinander angeordneten, diese Kante zum Führungslineal 2 hin ausrichtenden und darüber hinaus den Transport mit dem Förderband 3 sicherstellenden Ausrichteinheiten 12. Es sind Ausrichteinheiten 12a für die Ausrichtung der rechten Kante und Ausrichteinheiten 12b für die linke Kante vorgesehen. Ihr Einsatz ist abhängig vom jeweiligen Einsatzfall des Nutzenanlegers 20.
- Der Nutzenanleger 20 ist geeignet zum Verarbeiten von schmalen Bezugszuschnitten 1a, wie sie zum Hängen von mit einem dreiteiligem Deckenbezug versehenen Buchdecken für den Rückenbereich benötigt werden. Je nach Qualität des Bezugszuschnittes 1a wird entweder die rechte oder die linke Kante ausgerichtet. Beim Überziehen dieser Buchdecken mit zwei Bezugszuschnitten 1b für die Deckelpappen werden die beiden Bezugszuschnitte 1b gleichzeitig verarbeitet. Diese müssen mit ihren benachbarten Seitenkanten zueinander parallel ausgerichtet werden. Der rechte Bezugszuschnitt 1b wird demnach mit linken Ausrichteinheiten 12b an der linken Kante ausgerichtet, während der linke Bezugszuschnitt 1b mit rechten Ausrichteinheiten 12a an der rechten Kante ausgerichtet wird. Beim Einsatzfall in Fig. 4 wird ein einteiliger Bezugszuschnitt 1c, der z. B. beim normalen Deckenmachen oder beim Spiegeln von Buchdecken, Spielbrettern, Ordnern u. a. verarbeitet wird, gleichzeitig an beiden Seitenkanten von den Ausrichteinheiten 12a, 12b erfaßt, wobei durch entsprechende Einstellung der Belastungen eine Kante zum zugeordneten Führungslineal 2 ausgerichtet und die andere Kante zur Straffung des Bezugszuschnittes 1c lediglich entgegengesetzt gezogen wird.
- Nach der Ausrichtung der Bezugszuschnitte 1a, 1b, 1c werden diese von einer Beschleunigungswalze 37 und zugeordneten Andruckrollen 26 an eine der eigentlichen Verarbeitung zuführende, die ausgerichtete Lage der Bezugszuschnitte 1a, 1b, 1c beibehaltene Transporteinrichtung 38 übergeben. In einer hier nicht gezeigten Alternative kann sich auch eine direkte Verarbeitung der Bezugszuschnitte 1a, 1b, 1c, wie z. B. die Beleimung ihrer Innenflächen, anschließen.
- Zum schnelleren Einrichten der verschiedenen in den Fig. 2 bis 4 gezeigten Einsatzfälle sind die rechten Ausrichteinheiten 12a mit dem zugehörigen Führungslineal 2 zu einer rechten Ausrichtschiene 13a vereinigt. Die linken Ausrichteinheiten 12b und das zugehörige Führungslineal 2 bilden sinngemäß eine linke Ausrichtschiene 13b. Die Ausrichtschienen 13a, b sind als Wechselteile gestaltet, die über Aufnahmen 14 an Haltern 27a bis d in der Transport- und Ausrichtvorrichtung einsetzbar sind. Die Aufnahme 14 umfaßt für das eine Ende der Ausrichtschiene 13a oder 13b eine Auflagefläche 33 und einen Befestigungsbolzen 34, während das andere Ende neben der Auflagefläche 33 einen Exzenterbolzen 35 aufweist zum Ausrichten bzw. auch zum absichtlichen Schrägstellen des Führungslineals 2 in Bezug auf die Transportrichtung des Bogens 1. Die Aufnahmen 14 sind derart gestaltet, dass die Ausrichtschienen 13a, b werkzeuglos wechselbar und einstellbar sind.
- Die o. g. Halter 27a bis d mit ihren Gleitbuchsen 31 und den Gewindebuchsen 32 sind auf in den Fig. 2 bis 4 symbolisch dargestellten Führungswellen 28 verschieblich geführt und werden von Verstellwellen 29, 30 in Position gebracht. Es sind jeweils Paare von Haltern 27a bis d vorgesehen, wie dies beispielhaft für das Paar 27a in Fig. 2 gezeigt ist. Die Ausrichtschienen 13a, b sind jeweils an einem Paar von Haltern 27a, b, c oder d einsetzbar. Insgesamt sind vier verschiedene Einsatzorte vorgesehen, wobei die Position durch die Verstellwellen 29 und 30 exakt bestimmbar ist. Aufgrund der symmetrischen Weiterverarbeitung der Bezugszuschnitte in diesem Ausführungsbeispiel sind die inneren Paare von Haltern 27b und 27c gemeinsam über die Verstellwellen 30 zueinander verstellbar, während die äußeren Paare von Haltern 27a und 27d über die Verstellwellen 29 gemeinsam angesteuert werden.
- Fig. 5 zeigt die Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung beim allgemeinen Transportieren von Bogen 1 entlang einer größeren Transportstrecke, wie dies z. B. bei Umschlaganlegern in Klebebindern anzutreffen ist. Die Bogen 1 werden auf Förderbändern 39 und 40 transportiert, wobei Belastungsmittel in Form von frei beweglichen Kugeln 41, die in einer Führung 42 genau geführt sind, die Bogen 1 auf den Förderbändern 39, 40 niederhalten. Während einer Teilstrecke der Transports, vorzugsweise am Ende bzw. vor der Übergabe an eine Verarbeitungseinrichtung, werden die Bogen 1 mit ihrer Seitenkante auf den Tragabsatz eines Führungslineals 43 geleitet. Jeweils Paare von Ausrichteinheiten 12a wirken nun während des Transports der Bogen 1 auf deren Seitenkanten ein, wobei die jeweilige Ausrichtung der Bogen 1 relativ zur Transportrichtung durch die Kugeln 41 beibehalten wird. Bezugszeichenliste 1 Bogen
1a Hängestreifen
1b Bezugsteil für Deckelpappen
1c Bezugsteil, einteilig
2 Führungslineal
2a Tragabsatz
3 Förderband
4 Ausrichtrad
5 Führung
6 Reibrad
7 Zwischenwelle
8 Reibradgetriebe
9 Hebel (Ausrichtrad)
10 Hebel (Reibrad)
11 Einstellschraube
12 Ausrichteinheit
12a Ausrichteinheit, rechts
12b Ausrichteinheit, links
13a Ausrichtschiene, rechts
13b Ausrichtschiene, links
14 Aufnahme
15 Platte
16 Klotz
17 Rad
20 Nutzenanleger
21 Magazin
22 Sauger
23 Stapelheber
24 Förderband
25 Abzugswalze
26 Andruckrolle
27a. .d Halter
28 Führungswelle
29 Verstellwelle
30 Verstellwelle
31 Gleitbuchse
32 Gewindebuchse
33 Auflagefläche
34 Befestigungsbolzen
35 Exzenterbolzen
36 Vordermarke
37 Beschleunigungswalze
38 Transporteinrichtung
39 Förderband
40 Förderband
41 Kugel
42 Führung
43 Führungslineal
Claims (15)
1. Vorrichtung zum Transportieren und seitlichen Ausrichten von einzelnen Bogen (1)
aus flexiblem Werkstoff bei bogenverarbeitenden Maschinen mit einem
Führungslineal (2), mit einem angetriebenen Förderband (3), dessen Achsen seiner Antriebs-
und Umlenkwalzen senkrecht zum Führungslineal (2) orientiert sind, und mit
wenigstens einem dem Führungslineal (2) benachbarten Ausrichtrad (4), dessen Achse
gegen die der Umlenkwalzen des Förderbandes (3) zum Führungslineal (2) geneigt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungslineal (2) einen Tragabsatz (2a)
aufweist, auf dem die auszurichtende Kante des Bogens (1) während des
Transports aufliegt, und dass das Ausrichtrad (4) im Bereich des Tragabsatzes (2a)
belastet auf dem Bogen (1) wirkt und durch Antriebsmittel (6. 7. 8. 17) angetrieben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungslineal
(2) mit dem Tragabsatz (2a) in den Bereichen außerhalb des Ausrichtrades (4) mit
oberen Führungen (5) versehen ist zum Niederhalten der auszurichtenden Kante
des Bogens (1).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Antriebsmittel ein Reibrad (6) umfassen, das die lineare Bewegung des Förderbandes (3)
von der von einem zu transportierenden Bogen (1) unbedeckten Tragseite des
Förderbandes (3) als Drehbewegung abgreift.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Antriebmittel eine Zwischenwelle (7) umfassen, von der und ggf. auf der die
Drehbewegung über Rädergetriebe übertragen wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rädergetriebe
als Reibradgetriebe (8) ausgeführt sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine durch
Eigengewicht herbeigeführte Belastung des Ausrichtrades (6), die zusätzlich durch
Federkraft vergrößerbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Ausrichtrad (4) in einem schwenkbaren Hebel (9) gelagert ist, die
Verbindungslinie zwischen den Drehpunkten des Hebels (9) und des Ausrichtrades (4) im
stumpfen Winkel zur Transportrichtung verläuft und sich der Drehpunkt des Hebels
(9) in Transportrichtung gesehen hinter dem Drehpunkt des Ausrichtrades (4)
befindet.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
das Reibrad (6) in einem schwenkbaren Hebel (10) gelagert ist, die Verbindungslinie
zwischen den Drehpunkten des Hebels (10) und des Reibrades (6) im stumpfen
Winkel zur Transportrichtung verläuft und sich der Drehpunkt des Hebels (10) in
Transportrichtung gesehen vor dem Drehpunkt des Reibrades (6) befindet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebel (9,
10) auf der Zwischenwelle (7) schwenkbar gelagert sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schwenkbereich der Hebel (9, 10) in Richtung des Förderbandes (3) durch eine
Einstellschraube (11) begrenzt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass
das Ausrichtrad (4) und die Antriebsmittel (6. 7. 8. 17) in einer kompakten, an einer
beliebigen Stelle entlang des Führungslineals (2) positionierbaren Ausrichteinheit
(12) angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch eine
Ausrichtschiene (13a bzw. 13b), die aus dem Führungslineal (2) und wenigstens einem
Ausrichtrad (4) und zugehörigen Antriebsmitteln (6. 7. 8. 17) gebildet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtschiene
(13a bzw. 13b) als ein an verschiedenen Positionen einsetzbares Wechselteil
gestaltet ist, wobei die Ausrichtschiene (13a, 13b) an beiden Enden in Aufnahmen (14)
gehaltert wird, die im Wesentlichen aus einer zum Förderband (3) parallelen
Auflagefläche (33) und einem senkrecht zur Auflagefläche (33) stehenden Bolzen (34,
35) bestehen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet durch eine
Exzenterverstellung wenigstens eines Bolzens (35) der Aufnahme (14) zum Verändern der
Ausrichtung des Führungslineals (2) in Bezug auf die Transportrichtung des
Förderbandes (3).
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Ausrichtschienen (13a, 13b) oberhalb des Förderbandes (3) einsetzbar
sind zum gleichzeitigen Ausrichten von mehreren parallel zugeführten Bogen (1b)
oder zum Ausrichten eines Bogens (1c) bei gleichzeitiger Straffung des Bogens (1c)
quer zur Transportrichtung.
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