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[Detaillierte Beschreibung
der Erfindung]
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[Gewerbliches Anwendungsgebiet]
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Raffnähmaschine zur Ausführung einer
Raffnähoperation durch
abwechselnde Anwendung eines Paares von Nähprogrammdaten entsprechend
einem eines linken und rechten Ärmels
(einem ersten Nähgut)
und dem anderen Ärmel
(einem zweiten Nähgut)
der dazu symmetrisch ist, und zwar in jeweils linken und rechten Ärmelbefestigungsvorgängen.
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Bei
der Ärmelbefestigung
für Kleidungsstücke wurde
die Vernähung
im allgemeinen ausgeführt während Ausbildung
einer sogenannten "Raffung" oder "Kräuselung", bei welcher das
Vorschubausmaß eines
oberen Nähgutes
größer gemacht wird
als das Vorschubausmaß eines
unteren Nähgutes.
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In
dem Falle, in welchem der Ärmel
durch eine für
einen solchen Nähvorgang
zu benutzende Raffnähmaschine
befestigt werden soll, wird ein rechter Ärmel unter Verwendung von Raffdaten
für den
rechten Ärmel
(Nähprogrammdaten)
befestigt, welche eine solche Struktur haben, daß das Raffmaß für jeden
Nähabschnitt
zugeordnet wird, der beispielsweise durch Teilung eines Nähbereiches,
ausgehend von einem Startpunkt bis hin zu einem Endpunkt, in eine
Mehrzahl von Teilen erhalten wird. Dann wird in dem Falle, in welchem
ein linker Ärmel durch
die gleiche Nähmaschine
befestigt werden soll, der Nähvorgang
in der entgegengesetzten Richtung ausgeführt, durch Einstellung des
Endpunktes für den
rechten Ärmel
derart, daß er
der Startpunkt mit der Verwendung von Raffdaten für den linken Ärmel ist, welche
eine Struktur haben, die durch Invertierung der Start- und Endpunkte
der Raffdaten für
den rechten Ärmel
erhalten werden.
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JP-B-1-031917
offenbart eine Raffnähmaschine
für seitlich
symmetrisch behandelte Nähgüter, umfassend
erste Datenerzeugungsmittel zur Erzeugung von Nahtnummerdaten und
Raffmaßdaten
für jeden
Nähbereich
A bis F für
eines der Nähgüter (ein erstes
Nähgut)
und zweite Datenerzeugungsmittel zur Betätigung eines Inversionsschalters,
zur Ausführung
eines Vorganges zur automatischen, in umgekehrter Richtung erfolgenden
Auslesung der Daten, die durch die ersten Datenerzeugungsmittel
erzeugt wurden, wenn das andere (zweite) behandelte Nähgut vernäht wird.
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Bei
dem Ärmelbefestigungsvorgang
werden im allgemeinen in vielen Fällen der rechte und der linke Ärmel abwechselnd
wiederholt vernäht.
Um den Ärmelbefestigungsvorgang
mit hoher Qualität
wie auch die linken und rechten Ärmelbefestigungsvorgänge zu vollenden,
wurde großer
Scharfsinn ausgeübt.
Während
beispielsweise das Vorschubausmaß für die Vernähung gewöhnlich durch eine Differenz zwischen
einer Nählänge eines
Nähgutkörpers und derjenigen
eines Ärmelnähgutes dargestellt
wird, ist es vorzuziehen, daß die
Startpositionen für
den Nähvorgang
in manchen Fällen
für die
linken und rechten Ärmelbefestigungsoperationen
auf einer Datenbasis nicht immer identisch sein sollten. Der Grund
liegt darin, daß eine
Endbearbeitung besser durch Änderung der
Nähstartpositionen
für die
linken und rechten Ärmelbefestigungsvorgänge in Abhängigkeit
von einem Nähmuster
oder einem Nähgut
erfolgt. Aus diesem Grund wurde verlangt, daß die Startposition für den Raffnähvorgang über die
linken und rechten Ärmelstoffe
hinweg (erste und zweite Nähgüter) geändert wird.
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[Probleme, welche die
Erfindung lösen
soll]
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Bei
der herkömmlichen
Raffnähmaschine werden
jedoch die zweiten Daten für
den Nähvorgang über das
zweiten Nähgut
hinweg, welches symmetrisch zum ersten Nähgut ist, durch Ausführung einer
Operation zur Invertierung der ersten Daten gewonnen, die für das erste
Nähgut,
wie oben beschrieben, benutzt werden sollen, wobei die Daten für jeden
Bereich in umgekehrter Reihenfolge vom Raffmaß entsprechen dem Nähendpunkt
gelesen und sie folgerichtig eingestellt werden. Daher gibt es ein
Problem insoweit, als die Startposition auf dem Nähgut nicht
geändert
werden kann, wenn der Raffnähvorgang über das
zweite Nähgut
hinweg ausgeführt
werden soll.
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Die
DE 34 90 775 C2 offenbart
eine Nähmaschine
zur Ausführung
eines Ärmeleinnähens mit entlang
des auszuführenden
Nahtverlaufes vorbestimmten Stichlängen, wobei reduzierte Stichlängen für ein zweites
Nähgut
berücksichtigt
und entsprechende Speichermittel eingesetzt werden.
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Die
DE 29 06 718 C2 offenbart
eine Nähmaschine
mit einem Mikroprozessor, der dazu in der Lage ist, Nadelsteuerdaten
in Abhängigkeit
von zusätzlichen
Funktionsschaltern zu invertieren, um eine Abänderung von Nähmustern
zu erzielen.
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Die
Erfindung hat als Aufgabe die Vermittlung einer Raffnähmaschine,
die befähigt
ist, in einfacher Weise einen Nähvorgang
auf einem Nähgut
in einer unterschiedlichen Position gegenüber derjenigen eines ersten
Nähgutes
zu starten, wenn ein Raffnähvorgang über ein
zweites Nähgut
hinweg durchgeführt
wird, welches zum ersten Nähgut
symmetrisch ist, unter Verwendung von Raffdaten, die durch Invertierung
der ersten Raffdaten gewonnen wurden, die zur Ausführung der
Raffnähoperation über das erste
Nähgut
hinweg benutzt wurden.
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[Mittel zur Lösung der
Probleme]
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Diese
Aufgabe wird durch eine Raffnähmaschine
nach Anspruch 1 gelöst.
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Weiterbildungen
der Nähmaschine
nach Anspruch 1 sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 6.
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Bei
der Erfindung wird die Nähreihenfolge der
ersten Raffdaten, die zum Nähen
des ersten Nähgutes
benutzt werden, invertiert, um invertierte Raffdaten zu gewinnen,
durch welche das zweite symmetrische Nähgut in umgekehrter Richtung
genäht
werden kann, und die Anordnung der invertierten Raffdaten kann durch
Einstellung einer wahlweisen Vorschubposition an den Daten, welche
der Startpunkt sein sollen, geändert
werden. Daher ist es möglich, den
Raffnähvorgang über das
zweite Nähgut
hinweg, ausgehend von einer wahlweisen Startposition auf dem Stoff
auszuführen.
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[Art zur Ausführung der
Erfindung]
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden unten im einzelnen mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.
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[Kurze Beschreibung der
Zeichnungen]
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1 ist
ein Blockdiagramm mit der Darstellung des Hauptteils einer Raff-
oder Kräuselnähmaschine
gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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2 ist
ein Blockdiagramm mit der Darstellung der Zusammenfassung der gesamten
Raff- oder Kräuselnähmaschine,
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3 ist
ein Diagramm mit der Darstellung eines Bildes der Struktur erster
Raff- oder Kräuseldaten,
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4 ist
eine Tabelle mit der Darstellung der ersten Kräuseldaten, dargestellt durch
einen numerischen Wert,
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5 ist
ein schematisches Flußdiagramm mit
der Darstellung des Hauptteils einer Funktion gemäß einem
Ausführungsbeispiel,
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6 ist
ein Diagramm mit der Darstellung eines Bildes eines Monitorschirms,
dargestellt zur Zeit der Erzeugung von Kräuseldaten,
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7 ist
ein Diagramm mit der Darstellung eines Bildes der Struktur invertierter
Kräuseldaten, die
durch Invertierung der ersten Kräuseldaten
erhalten sind,
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8 ist
ein Diagramm mit der Darstellung eines Bildes der Struktur zweiter
Kräuseldaten,
die aus den invertierten Kräuseldaten
gewonnen sind,
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9 ist
ein Diagramm mit der Darstellung eines Bildes der Struktur der ersten
Kräuseldaten,
die auf ein zweites Ausführungsbeispiel
angewandte werden sollen,
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10 ist
ein Diagramm mit der Darstellung eines Bildes der Struktur der invertierten
Kräuseldaten,
die auf das zweite Ausführungsbeispiel
angewandt werden sollen,
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11 ist
ein Diagramm mit der Darstellung der invertierten Kräuseldaten,
die nach Änderung
einer Startposition in einer Einheit der Stichzahl erhalten sind,
und
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12 ist ein Diagramm mit der Darstellung eines
Bildes der Struktur erster Kräuseldaten,
die auf ein viertes Ausführungsbeispiel
angewandt werden sollen.
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Eine
Raff- oder Kräuselnähmaschine
gemäß dem Ausführungsbeispiel
kann einen Raff- oder Kräuselvorgang über ein
Nähgut
hinweg dadurch ausführen,
daß sie
veranlaßt,
daß ein
oberes Vorschubausmaß gegenüber einem
unteren Vorschubausmaß verschieden
ist, und umfaßt
einen Nähmaschinensteuerteil 10 zur
Durchführung
verschiedener Vorgänge
und einer Steuerung, einen Nähmaschinenkörper 12 zur
Ausführung
eines Nähvorgangs und
eine Betriebstafel 14 zur Veranlassung einer Bedienungsperson
verschiedene Operationen während der
Vernähung
auszuführen,
wie in 2 dargestellt.
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Der
Nähmaschinensteuerteil 10 schließt eine CPU 100 zur
Ausführung
verschiedener Operationen ein, beispielsweise Datengewinnung, was
unten beschrieben werden wird, ein ROM 102 zum Speichern verschiedener
Programme, ein RAM 104 zum Speichern verschiedener Prozeßdaten,
eine Eingangssignalsteuerschaltung 106 zur Steuerung des
Eingangs verschiedener Signale aus dem Nähmaschinenkörper 12 in den Nähmaschinensteuerteil 10 und eine
Ausgangssignalsteuerschaltung 108 zur Steuerung des Ausgangs
verschiedener Signale aus dem Nähmaschinensteuerteil 10 in
den Nähmaschinenkörper 12.
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Weiterhin
schließt
der Nähmaschinenkörper 12 ein:
Einen Feststellsensor 120 für eine obere Nadelposition,
einen Schrittumschalter 122, ein Nähmaschinenstartpedal 124,
einen Feststellsensor 126 für eine Nähmaschinendrehzahl, einen Nähmaschinenmotor 128 zur
Verdrehung einer Hauptwelle der Nähmaschine, einen oberen Vorschubmotor 130 zum
Zuführen
eines oberen Nähguts,
einen unteren Vorschubmotor 132 zum Zuführen eines unteren Nähguts und
einen Nähmaschinendrehzahleinstellteil 134.
Weiterhin schließt
die Betriebstafel 14 einen Anzeigeteil 14a ein
mit einem Berührungsfeld,
und der Anzeigeteil 14a kann einen Schirm schalten in Abhängigkeit
von der Auswahl eines Datenerzeugungsmodus, Einstellung einer Startposition,
Dateneditierung und einer Auswahl erster und zweiter Daten, und
kann durch Berührung
des Schirms betätigt
werden.
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Wie
in 1 dargestellt, umfaßt die Kräuselnähmaschine gemäß dem Ausführungsbeispiel
im Hinblick auf den Aufbau der Hauptteile: Erste Datenerzeugungsmittel 20 zur
Gewinnung erster Kräuseldaten
mit einer solchen Struktur, daß sowohl
vorbestimmte Kräusel-
als auch Vorschubausmaße
für jeden
Nähabschnitt
zugeordnet sind, der durch Teilung eines Nähbereiches, ausgehend von einem
Startpunkt bis zu einem Endpunkt, in eine Mehrzahl von Teilen erhalten
wird, welche ersten Kräuseldaten
jeweils auf den Kräuselnähvorgang
für ein
erstes Nähgut
angewandt werden, erste Speichermittel 22 zum Speichern
der so erzeugten Daten, zweite Datenerzeugungsmittel 24,
die als Invertiermittel funktionieren sollen, zum Lesen der gespeicherten
ersten Kräuseldaten
und Invertieren einer Datenanordnungsreihenfolge ausgehend von dem
Startpunkt zum Endpunkt, wodurch invertierte Kräuseldaten gewonnen werden,
und als Startpunkteinstellmittel zum Einstellen eines wahlweisen
Anordnungsteils der so invertierten und angeordneten, invertierten
Kräuseldaten
auf einen Startpunkt, wodurch zweite Kräuseldaten geschaffen werden,
und zweite Speichermittel 26 zur folgerichtigen Ausgabe
der zweiten Kräuseldaten
vom Startpunkt zu Kräuselsteuermitteln 28,
die von der CPU 100 des Nähmaschinensteuerteils 10 gebildet
werden, um den Antriebsvorgang der Nähmaschine zu steuern, wenn
der Kräuselnähvorgang über ein
zweites Werkstück
hinweg durchgeführt wird,
das zum ersten Werkstück
symmetrisch ist. Die ersten Datenerzeugungsmittel 20 und
die zweiten Datenerzeugungsmittel 24 werden der von der
CPU 100 in der gleichen Weise wie die Kräuselsteuermittel 28 gebildet,
und die Datenspeichermittel mit den ersten und zweiten Speichermitteln 22 und 26 werden vom
RAM 104 gebildet.
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An
der Kräuselnähmaschine
ist weiterhin die Betriebstafel 14 vorgesehen mit Startpositionseinstellmitteln 30,
die zur Einstellung (Änderung)
einer Startposition (Startpunkt) benutzt werden, um die zweiten
Kräuseldaten
zu gewinnen, und mit Programmdaten Editiermitteln 32, die
benutzt werden sollen, um eine Instruktion zur Editierung zu geben, beispielsweise
Feineinstellungen der Kräuseldaten. Mehr
im einzelnen werden im Ausführungsbeispiel Invertiermittel,
Startpunkteinstellmittel, Editiermittel und Schaltmittel gemäß den Ansprüchen gebildet von
der CPU 100, den Startpositionseinstellmitteln 30 und
der CPU 100, den Programmdateneditiermitteln 32 und
der CPU 100, beziehungsweise den Schrittumschalter 122 und
der CPU 100, wobei sich einige Teile überlappen.
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Als
nächstes
werden Funktionen gemäß dem Ausführungsbeispiel
in Übereinstimmung
mit einem Flußdiagramm
aus 5 beschrieben, in den als ein Beispiel von Programmdaten
zur Ausführung einer
Kräuselnähoperation
für einen
rechtem Ärmel der
Fall angenommen wird, in welchem einer Graphik aus 3 und
die ersten Kräuseldaten
mit einem in einer Tabelle in 4 angegebenen
Bild benutzt werden sollen.
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Bei
den ersten Kräuseldaten
wird ein Nähbereich
ausgehend von einem Nähstartpunkt
zu einem Endpunkt, der einer Runde eines rechten Ärmelstoffes
entspricht, in sechs Nähabschnitte
von A bis F eingeteilt, und zwar durch Verwendung der Stichzahl (ein
Vorschubausmaß)
in einer Vorschubeinheit, wie in 3 dargestellt,
und wird auf jeden Abschnitt mit der Niveauzahl in einer Einheit
von beispielsweise 0,2 mm eingestellt, basierend auf dem Abschnitt
F mit einem Kräuselausmaß von 0
(sowohl die oberen wie auch die unteren Vorschubausmaße sind
beispielsweise mit 2,0 mm einander gleich). In diesem Falle gibt
eine Niveau 7 im Nähabschnitt
A für die
in 4 dargestellte Stichzahl 6 ein Kräuselausmaß von 1,4
mm an. Somit haben die im Ausführungsbeispiel
verwendeten Kräuseldaten
eine solche Struktur, daß das
Kräuselausmaß und die
Stichzahl jeweils einer Mehrzahl von Nähabschnitten zugewiesen sind.
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Zuallererst
geben die ersten Kräuseldatenerzeugungsmittel 20 Kräuselausmaßdaten und
Stichzahldaten in der Reihenfolge von Abschnitten ein, die nacheinander
genäht
werden sollen, ausgehend von einem ersten Stich (einem Anordnungsteil)
des Abschnitts A, welcher der Nähstartpunkt
sein soll, ein, und zwar durch Kräuselausmaßdatenerzeugungsmittel und
Nahtnummer (Stichzahl) Datenerzeugungsmittel, erzeugen erste Kräuseldaten
mit der oben beschriebenen Struktur und speichern die ersten Kräuseldaten
in den ersten Speichermitteln 22 (Schritt 1).
Zu dieser Zeit wird wenigstens einer der in 3 und 4 dargestellten
Datenwerte auf einem linken Schirm 14aL eines Schirmes
in einem Anzeigeteil 14a von 6 angezeigt.
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Die
ersten Kräuseldaten
werden aus dem ersten Kräuseldatenerzeugungsmittel 20 in
die ersten Speichermittel 22 eingegeben und werden gelesen
und dann durch die zweiten Datenerzeugungsmittel 24 (Schritt 2)
invertiert, und invertierte Kräuseldaten
mit einem in 7 dargestellten Bild werden somit
gewonnen und werden in den zweiten Speichermitteln 26 gespeichert
(Schritt 3). Die invertierten Kräuseldaten werden in umgekehrter
Reihenfolge bezüglich
der ersten Kräuseldaten
gewonnen. Die 7, welche eine Graphik sein
soll und die invertierten Kräuseldaten
darstellt, wird an einem rechten Schirm 14aR auf dem Schirm
von 6 in der gleichen Weise angezeigt, was nicht dargestellt
ist. Die ersten Kräuseldaten
und die invertierten Kräuseldaten
können
jeweils für
eine Mehrzahl von Nähgütern erzeugt
und in der gleichen Weise in den ersten und zweiten Speichermitteln
gespeichert werden.
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Anschließend kann
in dem Falle, in welchem der Kräuselnähvorgang über einen
linken Ärmelstoff (ein
zweites Nähgut)
hinweg ausgeführt
werden soll, ausgewählt
werden, ob eine Nähstartposition
durch die Betriebstafel 14 geändert werden soll (Schritt 4). Wenn
die Startposition nicht geändert
wird, (N im Schritt 4), werden die invertierten Kräuseldaten,
die im zweiten Speichermittel 26 gespeichert sind, exakt als
die zweiten Kräuseldaten
für die
Vernähung
des linken Ärmels
in die Kräuselsteuermittel 28 eingegeben,
und das Kräuselausmaß und die
Stichzahl werden von den Kräuselausmaßsteuermitteln 28A und einem
Stichzahlsteuermittel 28B gesteuert, so daß der Kräuselnähvorgang
in Übereinstimmung
mit den Kräuseldaten,
die einfach invertiert sind, durchgeführt werden kann.
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Wenn
andererseits die Nähstartposition
geändert
werden soll (Y im Schritt 4), spezifiziert eine Bedienungsperson
und gibt einen Schritt ein (einen Nähabschnitt), der auf die Startposition
mit Hilfe eines Schrittpositionsspezifizierschalters 30B eingestellt
werden soll und zwar unter Benutzung der Startpositionseinstellmittel 30,
die an der Betriebstafel 14 vorgesehen sind (Schritt 5).
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Mehr
im einzelnen wird die Spezifizierung ausgeführt durch Berührung eines
Schrittes, der so eingestellt ist, daß er die Startposition in der
Graphik von 7 sein soll, die im Anzeigeteil 14a angezeigt ist,
und der spezifizierte Teil wird beispielsweise invertiert und so
angezeigt, daß er
von den anderen Schritten unterschieden wird. Die Invertierungsanzeige
wird durch Berührung
des invertierten und angezeigten Schritts beseitigt, um die Spezifizierung
zu streichen, und weiterhin wird die Invertierung und Anzeige eines
ursprünglichen
Schrittes durch Berührung
anderer Schritte eliminiert, und ein neu spezifizierter Schritt
wird invertiert und angezeigt, um eine Änderung zu den anderen Schritten
hin durchzuführen.
Wenn die Spezifizierung bis zur dann erfolgenden Berührung eines
Startpositionseinstellknopfes, der in 5 dargestellt
ist, abgeschlossen ist, lesen die zweiten Datenerzeugungsmittel 24 die
invertierten Kräuseldaten
aus den zweiten Speichermitteln 26 aus und eine Anordnung
wird geändert,
um einen letzten Schritt einzustellen, der eine endgültige Anordnung
sein soll derart, daß der
spezifizierte Schritt eine erste (Kopf-) Anordnung ist (Schritt 6).
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Die
invertierten Kräuseldaten
mit der so geänderten
Anordnung werden als zweite Kräuseldaten für die Vernähung eines
linken Ärmels
in den zweiten Speichermitteln 26 wieder abgespeichert
(Schritt 7). 8 zeigt die zweiten Kräuseldaten
in dem Falle, in welchem zwei Schritte RF (erster Stich) eingestellt und
zu einer Startposition (Startpunkt) auf den Daten aus dem ersten
Schritt (Nähabschnitt)
RF der invertierten, in 7 dargestellten Kräuseldaten
in Übereinstimmung
mit einer solchen Prozedur geändert werden.
Wenn die zweiten Kräuseldaten
auf diese Weise gewonnen werden, wird ein Bild entsprechend 8 wieder
anstelle der Daten in 7 angezeigt, die auf der rechten
Seite des Schirmes in 6 dargestellt sind.
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Im
Ausführungsbeispiel
kann weiterhin für die
Kräuseldaten
eine Dateneditierung für
jeden Schritt ausgewählt
und durchgeführt
werden, und zwar durch die Editiermittel 32 in Abhängigkeit
von einem von der Betriebstafel 14 gegebenen Befehl. Mehr
im einzelnen wird eine Programmnummer entsprechend den Kräuseldaten
eines gewünschten Nähgutes,
welche bereits erzeugt und in den ersten und zweiten Speichermitteln 22 und 26 gespeichert sind,
durch Programmnummerauswahlmittel 32A der Editiermittel 32 ausgewählt, die
ersten oder zweiten Kräuseldaten
werden ausgewählt,
um ein Objekt für die
Datenauswahlmittel 32B zu sein, und weiterhin wird eine
Schrittnummer der Kräuseldaten,
die ein Editierobjekt sein soll, durch die Schrittnummerauswahlmittel 32C ausgewählt. Wenn
die Schrittnummer auf diese Weise ausgewählt ist, können Kräuselausmaßdaten und Stichzahldaten,
welche dem selben Schritt zugeordnet sind, wahlweise geändert werden, und
die so editierten Kräuseldaten
können
wieder in den ersten Speichermitteln 22 oder den zweiten Speichermitteln 26 festgehalten
werden.
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Wie
oben beschrieben, werden die zweiten Kräuseldaten, falls erforderlich,
durch Editierung erzeugt und festgehalten, und die Bedienungsperson wählt dann
Nähprogrammdaten
entsprechend einem Nähgut über die
Betriebstafel 14 aus und drückt anschließend den
Nähmaschinenstartschalter
(Pedal) 124. Infolgedessen startet der Nähmaschinenkörper 12 einen
Nähvorgang
und liest folgerichtig die zweiten, so gewonnenen Kräuseldaten
aus, wodurch er einen Kräuselnähvorgang
ausübt.
Dementsprechend wird eine Startposition auf den Daten in einem Schritt,
der durch die Startpositionseinstellmittel 30 zu dieser
Zeit eingestellt ist, und der Kräuselnähvorgang
kann in Positionen auf einem Nähgut
gestartet werden, die auf den linken und rechten Seiten voneinander
verschieden sind.
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Im
allgemeinen ist es in manchen Fällen
vorzuziehen, daß der
Nähvorgang
an den linken und rechten Ärmeln
nicht immer in der selben Position gestartet wird. Da beispielsweise
eine "Webrichtung" des Nähguts schräg eingestellt
ist, wird der Kräuselungsgrad
in Abhängigkeit
von einer Richtung des Nähfortschritts
variiert. Um einen Kräuselungszustand
mit dem gleichen Finish einzustellen, wird daher vorgezogen, daß die Kräuseldaten,
die transversal invertiert werden sollen, nicht so verwendet werden,
wie sie sind. In manchen Fällen
ist es daher erforderlich, Nähdaten
(gewöhnlich
ein Kräuselausmaß oder eine
Nählänge) so
einzustellen, daß sie
auf den linken und rechten Seiten verschieden sind, und hierdurch
den Nähvorgang
auszuführen.
Herkömmlicherweise
können
diese Forderungen nicht erfüllt werden.
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Gemäß dem oben
im einzelnen beschriebenen Ausführungsbeispiel
kann jedoch die Startposition des Kräuselnähvorgangs eingestellt und sowohl für den linken
als auch den rechten Ärmelbefestigungsvorgang
geändert
werden. Dementsprechend ist es möglich,
den Ärmelbefestigungsnähvorgang mit
höherer
Qualität
auszuführen
als diejenige im herkömmlichen
Stand der Technik. Entsprechend dem Ausführungsbeispiel können weiterhin
durch die Editiermittel 32 unterschiedliche Daten erzeugt
und für
die linken und rechten Ärmel eingestellt
werden. Daher ist es auch ein Vorteil, daß ein Ärmelbefestigungsnähvorgang
von viel höherer
Qualität
ausgeführt
werden kann.
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Im
Ausführungsbeispiel
haben weiterhin die Kräuseldaten
eine solche Struktur, daß die
Stichzahl (das Vorschubausmaß)
zusammen mit dem Kräuselausmaß für jeden
Nähabschnitt
zugeordnet ist. Daher kann das Kräuselausmaß in Abhängigkeit von der Stichzahl
gesteuert werden, so daß der
Kräuselnähvorgang
automatisiert werden kann.
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9 zeigt
erste Kräuseldaten
entsprechend 3 und 4, und 10 zeigt
zweite Kräuseldaten
entsprechend 8, die auf ein zweites Ausführungsbeispiel
der Erfindung angewandt werden können.
Für die
ersten und zweiten Kräuseldaten,
wird das Kräuselausmaß durch
Ein-Byte-Daten beschrieben, die als Folgedaten für einen Stich jeder Länge in jedem
Nähabschnitt
gespeichert werden sollen. Daher ist es möglich, die gleichen Effekte wie
diejenigen im ersten Ausführungsbeispiel
zu erhalten.
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Mit
einer solchen Datenstruktur kann bei der ersten Ausführungsform
weiterhin lediglich ein Teil eines Grenzpunktes so eingestellt werden,
daß er
eine Startposition in einer Einheit eines geteilten Abschnittes
(Nähabschnittes)
ist. Andererseits ist es möglich, einen
anderen wahlweisen Anordnungsteil als den Grenzpunkt als Startposition
(Startpunkt) auf Daten einzustellen, und zwar durch Verwendung beispielsweise
eines bestimmten Spezialcodenamens für die Startposition gemäß dem Ausführungsbeispiel. 11 zeigt
ein Beispiel des Falles, in welchem 80 als Startpositionscode bei
den invertierten Kräuseldaten
eingestellt ist, und der Nähvorgang
kann in einer Position 80 gestartet werden.
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Als
Verfahren zur Spezifizierung der Position des Codes 80 kann
ein Verfahren zur Berührung
einer vorbestimmten Position der invertierten Kräuseldaten vorgeschlagen werden,
die durch eine Graphik in 7 repräsentiert
sind, und zwar durch Benutzung eines Startpositionsspezifierschalters 30A der Startpositionseinstellmittel 30,
wodurch eine Startposition in der gleichen Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel
eingestellt wird. Während
der spezifizierte Nähabschnitt
im ersten Ausführungsbeispiel invertiert
und angezeigt wird, wird beim zweiten Ausführungsbeispiel ein Index an
einem spezifizierten Startpunkt dargestellt. Die selben Lösch- und Änderungsmethoden
wie diejenigen im ersten Ausführungsbeispiel
werden durchgeführt.
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Während das
Beispiel, bei dem Kräuseldaten
eine solche Struktur haben, daß die
vorbestimmten Kräuselausmaßdaten und
Stichzahlen (Vorschubausmaßdaten)
für eine
Mehrzahl von Nähabschnitten
jeweils zugeordnet (eingestellt) werden, im ersten oder zweiten
Ausführungsbeispiel
beschrieben wurden, erfolgt nun die Beschreibung eines dritten Ausführungsbeispiels,
bei dem Kräuseldaten
mit den früheren,
das heißt
lediglich das Kräuselausmaß, zugeordnet
für jeden
Nähabschnitt,
benutzt werden sollen.
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Eine
Kräuselnähmaschine
gemäß dem Ausführungsbeispiel
umfaßt
einen Schrittumschalter 122, der ein Schaltmittel, wie
ebenfalls in 2 gezeigt, sein soll, und im
wesentlichen mit demjenigen im ersten Ausführungsbeispiel identisch ist,
mit der Ausnahme, daß eine
Bedienungsperson den Schalter 122 drückt in Übereinstimmung mit einer (nicht dargestellten)
Marke, beispielsweise einer V-Kerbe, die an einem Nähgut vorgesehen
ist, während
sie die gleiche Marke während
des Nähens
sieht, und ein Schritt wird auf diese Weise folgerichtig geschaltet, so
daß der
Nähvorgang
im Kräuselausmaß entsprechend
jedem Schritt ausgeführt
werden kann.
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Gemäß dem Ausführungsbeispiel
ist es auch möglich,
eine Länge
jedes Nähabschnittes
im Ermessen der Bedienungsperson einzustellen. Daher kann der Kräuselnähvorgang
spezieller in Übereinstimmung
mit den Merkmalen des Nähgutes
ausgeführt werden.
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Als
nächstes
wird ein viertes Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben. Eine Kräuselnähmaschine gemäß dem Ausführungsbeispiel
ist im wesentlichen identisch mit der Nähmaschine gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel,
ausgenommen, daß erste
Kräuseldaten
mit einer solchen Struktur, in den ersten Speichermitteln 22 gespeichert
werden, daß ein
vorbestimmtes Kräuselausmaß jeder
Stichzahl (Vorschubausmaß)
zugeordnet wird, die innerhalb eines Nähbereiches von einem Nähstartpunkt zu
einem Endpunkt angeordnet ist, welche ersten Kräuseldaten auf den Kräuselnähvorgang
für ein
erstes Werkstück
angewandt werden.
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Gemäß dem Ausführungsbeispiel
gibt es kein Konzept des oben beschriebenen Nähabschnitts, wie in 12(A) entsprechend 3 und in 12(B) entsprechend 9 dargestellt.
Auch in dem Fall, in welchem die ersten Kräuseldaten mit einem solchen
Aufbau, daß ein
vorbestimmtes Kräuselausmaß für jeden
Stich eingestellt ist, benutzt werden sollen, ist es möglich, leicht
zweite Kräuseldaten zu
erzeugen, in welchen ein wahlweiser Anordnungsteil so eingestellt
wird, daß er
ein Startpunkt ist.
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Während die
Erfindung oben im einzelnen beschrieben wurde, ist sie nicht auf
die Ausführungsbeispiele
beschränkt
sondern kann in verschiedener Weise abgewandelt werden, ohne vom
Erfindungsumfang abzuweichen.
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Während beispielsweise
die besondere Struktur der Kräuselnähmaschine
im Ausführungsbeispiel
beschrieben wurde, ist die Kräuselnähmaschine
gemäß der Erfindung
nicht auf diejenige in jedem der Ausführungsbeispiele beschränkt.
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Während weiterhin
der Fall, in welchem das Vorschubausmaß durch die Stichzahl (Zahl
der Nähte)
dargestellt ist, in den Ausführungsbeispielen
beschrieben wurde, ist sie nicht beschränkt, sondern das Vorschubausmaß kann durch
eine Länge
(mm) dargestellt werden.
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Ferner
können
die invertierten Kräuseldaten dadurch
erzeugt werden, daß zuallererst
die ersten Kräuseldaten
eingegeben werden und sie dann kollektiv invertiert werden, oder
sie können
sequentiell bei jeder Eingabe eines Nähabschnittes gewonnen werden.
Das Letztere wird im einzelnen beschrieben. Unmittelbar nachdem
Daten in einem ersten Nähabschnitt
der ersten Kräuselungsdaten
komplett eingegeben sind, werden dieselben Daten gespeichert, so daß sie Daten
in einem endgültigen
Nähabschnitt
der invertierten Kräuseldaten
sind. Durch Wiederholung dieser Operation, bis der endgültige Nähabschnitt eingegeben
ist, werden die invertierten Kräuseldaten erzeugt.
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Während ferner
in den Ausführungsbeispielen
der Fall beschrieben wurde, bei dem die zweiten Kräuseldaten
in den zweiten Speichermitteln gespeichert und hieraus abgelesen
werden, um den Nähvorgang
auszuführen,
werden sie nicht gespeichert sondern können während des Nähens direkt aus den invertierten
Kräuseldaten
abgelesen werden, und weiterhin können die ersten Nähdaten sequentiell
mit einer Invertierung gelesen werden.
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Im
Falle eines Nähgutes,
auf dem eine Startposition bestimmt ist, ist es auch möglich, die
Startposition vorher einzustellen, wodurch automatisch die zweiten
Kräuseldaten
erzeugt werden, wenn die ersten Kräuseldaten invertiert werden.
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[Effekt der Erfindung]
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Wie
oben beschrieben ist es gemäß der Erfindung
möglich,
den Nähvorgang
leicht in einer Position zu starten, die von derenigen des ersten
Nähgutes
verschieden ist, wenn eine Kräuselnähoperation über das
zweite Nähgut,
das zum ersten Nähgut symmetrisch
ist, hinweg ausgeführt
wird, unter Verwendung der Kräuseldaten,
die durch Invertierung der ersten Kräuseldaten erzeugt sind, welche
dazu benutzt werden sollen, den Kräuselnähvorgang über das erste Nähgut hinweg
auszuführen.