DE1021016B - Schaltungsanordnung fuer Fernmelde- und Fernwirkanlagen zur Signaluebertragung nach einem Frequenzkodesystem - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernmelde- und Fernwirkanlagen zur Signaluebertragung nach einem FrequenzkodesystemInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Signalübertragungsverfahren nach dem Frequenzkodesystem für Fernmelde- und Fernwirkanlagen,
insbesondere zur Übertragung von Alarmsignalen. Signalübertragungseinrichtungen nach dem
Frequenzkodesystem finden Anwendung bei der Übertragung von Signalen oder Schaltaufträgen in Fernwahl-,
Signal- und Fernsteueranlagen und bezwecken gegenüber nach anderen Systemen arbeitenden Einrichtungen,
rotierende Teile, wie Wähler oder Synchronverteiler, zu vermeiden, die Übertragungsempfindlichkeit zu erhöhen,
Leitungen zu sparen, die Übertragungssicherheit gegenüber Störungen zu verbessern und die Übertragung auf
Leitungen mit Verstärkern in einfacher Weise zu ermöglichen.
Bei einer bekannten Anordnung zur Kennzeichnung des gewünschten Teilnehmers in Fernsprechanlagen
werden mittels Frequenzkombinationen Gruppen gebildet, die zeitlich nacheinander übertragen werden.
Die Gruppen sind den Kenngruppen des gewünschten Teilnehmers entsprechend aus verschiedenen Elementen
kombiniert. Dabei werden die Elemente für alle Kombinationen] eweils dem gleichen Elementevorrat entnommen.
Außerdem enthält jede der Gruppen noch zusätzlich zu ihrer Elementkombination noch ein weiteres Element,
das die Nummer der Gruppe kennzeichnet.
Bei sämtlichen Einrichtungen zur Signalübertragung besteht die Gefahr einer unerwünschten Betätigung
durch Störungen, so daß man besondere Sicherungseinrichtungen vorsieht. So werden bei der Tonwahl,
welche nur eine oder zwei Frequenzen benutzt, Sprachschutzeinrichtungen angewandt, durch die verhindert
wird, daß durch zufällig im Signalfrequenzbereich auftretende Sprachfrequenzkombinationen die Empfangsvorrichtung anspricht und unbeabsichtigte Signale auslöst.
Bekannte Sprachschutzeinrichtungen arbeiten in der Weise, daß vom Leitungs- bzw. Verstärkerausgang
die Signalempfangseinrichtung über einen auf die Signalfrequenz abgestimmten Bandpaß und die Sprachschutzeinrichtung
über eine entsprechend abgestimmte Bandsperre gespeist wird. Beim Empfang von Sprache
spricht die Sprachschutzeinrichtung an und läßt die eventuell ebenfalls ansprechende Signalempfangseinrichtung
nicht wirksam werden. Eine derartige Schutzeinrichtung hat den Nachteil, daß sie gegen eine falsche
Signalgabe durch absichtliche Störungen, wie sie etwa durch Pfeifen hervorgerufen werden können, keinen
Schutz bietet. Sie unterbricht ferner die Signalübertragung während des Vorhandenseins von Sprache.
Eine andere bekannte Einrichtung verwendet ein sprachgeschütztes Vorsignal, bei dessen Empfang für eine
gewisse Zeit lang durch Auftrennen von Leitungsanschlüssen ein Eindringen von Sprache in die Signalleitung
verhindert und gleichzeitig der Signalempfänger angeschaltet wird. Diese bekannte Einrichtung erreicht den
Schaltungsanordnung für Fernmelde-
und Fernwirkanlagen zur Signalübertragung nach einein Frequenzkodesystem
und Fernwirkanlagen zur Signalübertragung nach einein Frequenzkodesystem
Anmelder:
Standard Elektrik Aktiengesellschaft,
Stuttgart-Zuffenhausen,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Stuttgart-Zuffenhausen,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Dipl.-Ing. Valentin Epinatjeff, Stuttgart-Zuffenhausen,
und Johannes Matthieu, Stuttgart-Stammheim,
sind als Erfinder genannt worden
Sprachschutz dadurch, daß die Frequenz des Vorsignals außerhalb des übertragenen Sprachbandes gelegt wird.
Man verwendet beispielsweise Wechselstrom von 25 oder SO Hz, Gleichspannungs- oder Induktivstromstöße. Damit
tritt aber der Nachteil auf, daß das Vorsignal nicht in gleicher Weise wie die Sprachfrequenzen verstärkt
werden kann. Weiter werden die Leitungen über die
go Dauer der Signalübertragung hinaus aufgetrennt, so
daß die Verständigung länger als nötig unterbrochen wird.Darübei hinaus ist an den Trennstellen die Anpassung
der übrigen Leitungsabschnitte g .stört, was Maßnahmen zur Verhütung von Selbsterregung bedingt.
Es ist auch eine Anordnung für Fernsprechanlagen bekannt, bei der sämtlichen Signalen ein Vorsignal vorangeht.
Dabei bestehen beide Signale, d. h. das Vorsignal und das den eigentlichen Schaltauftrag kennzeichnende
zweite Signal, aus einer Kombination mehrerer im Sprachfrequenzband
liegender Frequenzen. Diese Ausbildung dient der Erhöhung der Sprachsicherheit. In einer anderen
bekannten Anordnung für Fernsprechanlagen mit Tonfrequenzwahl werden zu Anfang und Ende jeder Impulsreihe
Tonfrequenzimpulse anderer Art übertragen als die übrigen Impulse der Reihe. Hierzu werden Einzelfrequenzen
und verschiedene Frequenzkombinationen verwendet. Außerdem müssen für die Dauer der einzelnen
Impulse sowie der dazwischenliegenden Pausen bestimmte Werte eingehalten werden. Die bekannten Anordnungen
weisen aber Nachteile auf. Allein mit der Maßnahme, ein bestimmtes Impulsverhältnis, also eine bestimmte
Dauer von Impuls und Pause, anzustreben, läßt sich aber keine einwandfreie Signalübertragung gewährleisten.
Da bei den bekannten Anordnungen Tonfrequenzsignale
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der verschiedensten Art, z. B. nur aus einer Einzelfrequenz
oder aus einer eine beliebige Anzahl von Frequenzen enthaltenden Kombination, übertragen werden,
ist eine vollkommene Sicherheit gegen Fehlbeeinflussungen nicht gegeben. Es genügt nicht, die in den Signalen enthaltenen
einzelnen Frequenzen exakt aus dem Frequenzband herauszusieben. Eine Verbesserung erhält man
dadurch, daß bei den Frequenzkombinationen stets Kombinationen zu einer bestimmten Klasse gebildet
werden, d. h. daß aus den zur Verfügung stehenden Frequenzen stets ein und dieselbe Anzahl von Einzelfrequenzen
herausgezogen und zur Bildung der Kombination verwendet wird oder, mit anderen Worten, daß
jedes Signal aus der gleichen Anzahl von Einzelfrequenzen zusammengesetzt ist. Störsignale, die statt der vorbestimmten
Anzahl von Frequenzen eine Frequenz mehr oder weniger enthalten, müssen unter allen Umständen
ausgeschieden werden, denn solche Signale charakterisieren nicht mehr eindeutig den betreffenden Schaltbefehl.
Gegenüber den bekannten Einrichtungen hat die Erfindung den Vorteil, daß eine absichtliche oder zufällige
Störung der Übertragungseinrichtung ausgeschlossen ist, daß die verwendeten Signalfrequenzen im Sprachband
liegen und mit diesem verstärkt werden und daß die Signalgabe während eines Gespräches ohne wesentliche
Beeinträchtigung desselben erfolgen kann. Die Erfindung erreicht dies dadurch, daß die einzeln von schnell arbeitenden
Empfangsschaltmitteln aufgenommenen Signaleinzelfrequenzen auf verzögert arbeitende Speicherschaltmittel
übertragen werden, die infolge ihrer verzögerten Arbeitsweise eine Speicherung erst dann vornehmen,
wenn der Anreiz durch die zugehörigen Empfangsschaltmittel eine vorbestimmte Dauer überschreitet,
und die im Zusammenwirken mit einem ersten Prüfschaltmittel, das die vorbestimmte Anzahl der in den
Teilsignalen enthaltenen Einzelfrequenzen überprüft, und im Zusammenwirken mit zweiten und dritten Prüfschaltmitteln,
die die Dauer der zwischen den Teilsignalen liegenden Pausen überprüfen, einen Schaltauftrag nur
dann zur Ausführung kommen lassen, wenn die Dauer jedes der beiden Teilsignale sowie der zeitliche Abstand
zwischen den beiden Teilsignalen vorbestimmte Werte einhalten, ferner die beiden Teilsignale in vorbestimmter
Reihenfolge eintreffen und in jedem der beiden Teilsignale die vorbestimmte Anzahl von Einzelfrequenzen
enthalten.
Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung ist die Schaltungsanordnung dergestalt ausgebildet, daß empfangsseitig
die Ansprechverzögerung der Speicherschaltmittel und sendeseitig die Anreizdauer zur Betätigung
der Empfangs- und damit der Speicherschaltmittel derart festgelegt ist, daß sie mit Sicherheit größer sind als das
längste in der Sprache vorkommende Frequenzgemisch, auf das eines der Schaltmittel anspricht. Gemäß einer
weiteren Ausbildung der Erfindung besteht jedes der beiden Teilsignale aus einer gleichen Anzahl η von
insgesamt m Einzelfrequenzen, und das erste Prüfschaltmittel kommt nur dann zur Wirkung, wenn durch die
vorbestimmte Anzahl von η Einzelfrequenzen eine entsprechende
Anzahl von Speicherschaltmitteln eingestellt ist.
In der Fernwirktechnik sind Verfahren zur Fernsteuerung von mehreren Schaltern bekannt, bei denen
der Schaltvorgang in die Auswahl eines bestimmten Schalters und den eigentlichen Schaltbefehl aufgespalten
wird. Diese Maßnahme dient dort der Sicherstellung des Schaltvorganges und bedingt eine Rückmeldung sowohl
der erfolgten richtigen Auswahl als auch des erfolgten Schaltens. Es werden dabei also abwechselnd in beiden
Richtungen Meldungen übertragen und eine automatische Kontrolle der Übertragungsvorgänge vorgenommen, was
eine sehr aufwendige Einrichtung bedingt.
Die Erfindung wird nun an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Zuhilfenahme der Zeichnung näher erläutert.
Die Signalübertragungseinrichtung verwendet als Teilsignale Kombinationen von jeweils drei von insgesamt
fünf Einzelfrequenzen und überträgt bei jedem Schaltauftrag als zweites Teilsignal (Nachsignal) die Kombination
der Frequenzen /"2, /"4 und fS. Mit den restlichen
neun Teilsignalen können also neun Schaltaufträge gekennzeichnet werden.
Die nicht gezeigte abgehende Signalübertragung sendet
ein dem zu übermittelnden Schaltauftrag entsprechendes Auswahlsignal, z. B. die Kombination der Frequenzen f 1,
f2 und fS, und nach einer vorbestimmten Pause das
für alle Schaltaufträge gemeinsame Nachsignal f 2, fi
und fS.
Die in der Zeichnung teilweise dargestellte ankommende Signalübertragung nimmt beide Signale auf und gibt
einen entsprechenden Schaltauftrag, sofern die beiden Teilsignale und die dazwischenliegende Pause vorbestimmte
WTerte einhalten.
Im Eingang der ankommenden Signalübertragung liegen zum selektiven Empfang der Einzelfrequenzen fl
bis f5 die Übertrager Ül bis US, welche mittels verschiedener
Kondensatoren CX bis C5 auf die Frequenzen
fl bis fS abgestimmt und mit Zündelektroden
der Kaltkathodenröhren Röl bis Rö5 verbunden sind.
Im folgenden wird zunächst nur die zum Empfang der Einzelfrequenzen fl dienende Anordnung beschrieben.
Die Zündelektrode erhält von der Hilfsbatterie UhI eine geeignete Vorspannung, so daß die Röhre Röl beim Eintreffen
der Frequenz fl zündet. Der Anodenkreis der Röhre Röl enthält ein Empfangsrelais A und wird von
der Amtsbatterie sowie einer zusätzlichen Wechselstromquelle Uh2 gespeist. Während jeder Periode dieser zusätzlichen
Wechselspannung erlischt die Röhre und zündet wieder von neuem, sofern an der Zündelektrode
noch die Einzelfrequenzspannung fl liegt. Das Relais A
bringt bei seinem Ansprechen das ihm zugeordnete Speicherrelais Q1 durch Gegenerregung zum Abfall.
Dieses Relais führt normalerweise über folgenden Stromkreis Ruhestrom:
Erde, Batterie, WiI, QlI, ?|νίτ
> Erde.
Relais A schließt Relais QlI kurz:
Erde, A2I, al, QlI, ^^, Erde.
Y #111
Gleichzeitig erregt Relais .4 die Gegen wicklung Q1II
über folgenden Stromkreis:
Erde, Batterie, WiI, QlII, qll, all, al, Ä2I, Erde.
Mit WiI wird die Abfallzeit von Ql so eingestellt, daß
sie mit Sicherheit größer ist als das längste in der Sprache voikommende Frequenzgemisch, das die Röhre Röl über
den abgestimmten Übertrager Ül zum Ansprechen bringt. Kommt also durch solche Sprachanteile oder
durch Störgeräusche das Relais .4 kurzzeitig zum Ansprechen,
so fällt Relais Q1 nicht ab und wird beim Abfall von Relais A sofort wieder erregt. Es ist so die Gewähr
gegeben, daß das Spdeherrelab Ql selbst bei Anwesenheit
von Sprache nur vom Signal fl abgeworfen wird. Durch den Abfall des Relais Ql wird das zugeordnete
Hilfsrelais I betätigt. Kontakte des Relais I, z.B. Uli, dienen im Zusammenwirken mit Kontakten
anderer Speicherhilfsrelais, z. B. 2III und 5IV, zur Auswahl
der Signale, z. B. des Signals 1, 2, 5.
Geht ein vollständiges Auswahlsignal ein, so werden drei Speicherhilfsrelais, z. B. I, II und V, betätigt. Eine
geeignete Kontaktanordnung aus Kontakten dieser Hilfsrelais
läßt das erste Prüfrelais H nur dann ansprechen, wenn drei dieser Hilfsrelais betätigt sind, z. B. über
folgenden Stromkreis:
Erde, Batterie, H, 41, 211, 511, II, 31, Erde.
Dieses erste Prüfrelais H betätigt ein zweites Prüfrelais Hl über Kontakte der Empfangsrelais A und C,
welche beim späteren Nachsignal nicht betätigt werden und von denen demzufolge bei jedem Auswahlsignal
mindestens eines betätigt wird. Das zweite Prüfrelais spricht damit nur dann an, wenn als erstes Teilsignal
ein Auswahlsignal ankommt. Es besteht folgender Stromkreis :
Erde, Batterie, Hl, aiii, hVl, Erde. 1S
Danach hält sich Hl in folgendem Stromkreis, solange Empfangsrelais A bis E betätigt sind:
^ J _ . ,„ AlIII, 6III
Erde, Batterie, Hl, -τΤί
Erde, Batterie, Hl, -τΤί
aiii, AVI
Erde.
Hl spricht also nur an, wenn die drei Empfangsrelais
genügend lange betätigt werden, und fällt nicht ab, solange nicht alle Empfangsrelais ebenfalls abgefallen sind.
Es werden damit die Mindestdauer der Auswahlsignale sowie das Vorhandensein einer Pause kontrolliert. Nach
dem Ansprechen von Relais Hl wird das dritte Prüfrelais HH in folgendem Stromkreis erregt:
Erde, Batterie, HHl, AIII, AVI, Erde.
Parallel zu HHl wird dabei ein Kondensator geladen. Beim Abfall von Hl fällt HH infolge der Kondensatorentladung
stark verzögert ab. Die Verzögerungszeit wird am Widerstand Wi durch Gegenerregung der Zweitwicklung
des Relais HH in folgendem Stromkreis genau eingestellt:
Erde, Batterie, TFi,
Wi
, MII, AIII, AVI, Erde.
Das Ansprechen von HH bewirkt die Erregung des vierten Prüfrelais H2 über folgenden Stromkreis:
Eide, Batterie, H2, WiI, Erde.
Relais H2 verhindert mit seinen Kontakten A2I bis
A2V das Abwerfen weiterer Empfangsrelais, z. B. Q3 und Q 4.
Die Abfallzeit von HH bestimmt die maximal zulässige Pausenlänge zwischen dem Auswahlsignal und dem Nachsignal
dadurch, daß bei verspätetem Eintreffen des Nachsignals, d. h. nach Abfall des Relais HH und vor dem
eventuellen Ansprechen des Relais Y, das Relais H2 abfällt und damit mindestens eines der vom vorhergehenden
Auswahlsignal zum Abfall gebrachten Speicherrelais Q, im gewählten Beispiel das Speicherrelais Q1, wieder ansprechen
läßt. Dadurch fällt Relais H ab, so daß Relais Y nicht ansprechen kann.
Beim Eintreffen des zweiten Teilsignals (Nachsignal) sprechen die Empfangsrelais B, D und E an. Dadurch
spricht das erste Signalrelais Y in folgendem Stromkreis an:
Erde, Batterie, Y, δIV, dlV, elV, All, AVII, Erde.
Relais Y betätigt das zweite Signalrelais VH und schafft einen zweiten Haltestromkreis für das vierte Prüfrelais
H2 mit folgendem Stromkreis:
Erde, Batterie, H 2, yl, Erde.
Das Relais VH unterbricht den Ruhestromkreis des stark verzögert abfallenden Kontrollrelais K mit seinem
Kontakt »All, welches die maximal zulässige Dauer des
Nachsignals bestimmt. Am Ende des Nachsignals wird der Stromkreis des ersten Signalrelais Y unterbrochen,
welches abfällt und die Erregung des zweiten Signalrelais VH abschaltet. Dieses hat seine Wicklung FiJII
mit dem Kontakt vhl kurzgeschlossen, so daß es stark verzögert abfällt. War die Dauer des Nachsignals nicht
zu groß, so ist das Kontrollrelais K zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgefallen. Es besteht dann für das dritte
Signalrelais V folgender Ansprechstromkreis:
Erde, Batterie, VI, vhlll, ylll, kl, Erde.
Relais V spricht an und betätigt mit seinem Kontakt ν I
das vierte Signalrelais V2. Gleichzeitig schließt es mit seinem Kontakt ν III den Stromkreis des Relais K wieder.
Mit seinem Kontakt vll legt es schließlich Erde an die
von Kontakten der Speicherhilfsrelais I bis V gebildete Kontaktanordnung, z.B. 2III, Uli und 5IV, und löst
damit das durch das Auswahlsignal bezeichnete Signal aus, z. B. Signal 1, 2, 5. Das vierte Prüfrelais H2 wird
mit dem Abfall des ersten Signalrelais 1* vorübergehend stromlos. Es ist etwas abfall verzögert, so daß es bis zum
Ansprechen des Relais V2 nicht abfällt, durch welches seine Erregung wieder eingeschaltet wird. Durch den
Abfall des zweiten Signalrelais VH wird der Ansprechstromkreis des dritten Signalrelais V unterbrochen.
Dieses fällt verzögert ab, da seine Zweitwicklung FII von Kontakt v2ll des vierten Signalrelais kurzgeschlossen
ist. Durch den Abfall des dritten Signalrelais wird der Ansprechstromkreis des vierten Signalrelais F2 unterbrochen,
welches verzögert abfällt und damit das vierte Prüfrelais H2 verzögert abfallen läßt. Kontakte des
Relais H2 schließen die Ruhestromkreise der vom Auswahlsignal abgeworfenen Speicherrelais und lassen diese
wieder anziehen. Das Speicherrelais Q1 zieht z.B. in
folgendem Stromkreis wieder an:
Erde, Batterie, WiI, QU, A2VI, Erde.
Die Speicherrelais, z. B. Ql, lassen durch Öffnen ihrer Ruhekontakte, z. B. §1111, die zugehörigen Speicherhilfsrelais,
z. B. I, verzögert abfallen. Dadurch wird der Ansprechstromkreis des Relais H unterbrochen, das abfällt
und damit den Ruhezustand der Schaltung wiederherstellt.
Claims (16)
1. Schaltungsanordnung für Fernmelde- und Fernwirkanlagen
zur Signalübertragung über besprochene Fernsprechleitungen nach einem Frequenzkodesystem,
bei dem jeder Schaltauftrag durch zwei zeitlich getrennte Teilsignale übertragen wird und beide Teilsignale
aus einer Kombination zur bestimmten Klasse von mehreren im Sprachfrequenzband liegenden
Einzelfrequenzen bestehen und von denen ein Teilsignal die Kennzeichnung des Schaltauftrages enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß die einzeln von schnell arbeitenden Empfangsschaltmitteln (z. B. £71, Röl, A)
aufgenommenen Signaleinzelfrequenzen auf verzögert arbeitende Speicherschaltmittel (z. B. Ql, I) übertragen
werden, die infolge ihrer verzögerten Arbeitsweise eine Speicherung erst dann vornehmen, wenn
der Anreiz durch die zugehörigen Empfangsschaltmittel eine vorbestimmte Dauer überschreitet, und die
im Zusammenwirken mit einem ersten Prüfschaltmittel (H), das die vorbestimmte Anzahl der in den
Teilsignalen enthaltenen Einzelfrequenzen überprüft, und im Zusammenwirken mit zweiten und dritten
Prüfschaltmitteln (Hl, HH), die dieDauer der zwischen den Teilsignalen liegenden Pausen überprüfen, einen
Schaltauftrag nur dann zur Ausführung kommen lassen, wenn die Dauer jedes der beiden Teilsignale
sowie der zeitliche Abstand zwischen den beiden Teilsignalen vorbestimmte Werte einhalten ferner die
beiden Teilsignale in vorbestimmter Reihenfolge eintreffen und in jedem der beiden Teilsignale die vorbestimmte
Anzahl von Einzelfrequenzen enthalten.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß empfangsseitig die Ansprechverzögerung
der Speicherschaltrnittel und sendeseitig die Anreizdauer zur Betätigung der Empfangs- und
damit der Speicherschaltmittel so festgelegt sind, daß sie mit Sicherheit größer sind als das längste in der
Sprache vorkommende Frequenzgemisch, auf das eines der Schaltmittel anspricht.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der beiden Teilsignale
aus einer gleichen Anzahl η von insgesamt m
Einzelfrequenzen besteht und das erste Prüfschaltmittel (H) nur dann zur Wirkung kommt, wenn durch
die vorbestimmte Anzahl von η Einzelfrequenzen eine entsprechende Anzahl von Speicherschaltmitteln
(z. B. I) eingestellt ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine der möglichen
(m\ Kombinationen das eine allen Schaltaufträgen
gemeinsame Teilsignal bildet, während jeweils eine der restlichen f )—1 Kombinationen das andere Teil-
signal zur Kennzeichnung eines bestimmten Schaltauftrages bildet, und daß durch das zweite Prüfschaltmittel
(Hl) zusammen mit einem ersten Signalschaltmittel (Y) in Abhängigkeit vom ersten Prüfschaltmittel
die Reihenfolge des Einlaufens der Teilsignale überprüft wird.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Teilsignal zur Kennzeichnung
eines bestimmten Schaltauftrages vor dem allen Schaltaufträgen gemeinsamen Teilsignal übertragen
wird und daß von den auf die in diesem Teilsignal enthaltenen Einzelfrequenzen abgestimmten
Empfangsschaltmitteln (z. B-. Ül, Röl, A) und in
Abhängigkeit von der Betätigung des ersten Prüfschaltmittels (H) das zweite Prüfschaltmittel (Hl)
betätigt wird, das sich während seines Arbeitszustandes in der Weise in Abhängigkeit von den das
Nachsignal kennzeichnenden Auswahlschaltmitteln (δIII, dill, eil!) bringt, daß es nach den Empfangsschaltmitteln
als letztes in seinen Ruhezustand zurückkehrt.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das allen Schaltaufträgen
gemeinsame Teilsignal vor dem Teilsignal zur Kennzeichnung eines bestimmten Schaltauftrages
übertragen wird.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Betätigung des zweiten
Prüfschaltmitteis (AIII) das dritte Prüfschaltmittel
(HH) anspricht und daß das dritte Prüfschaltmittel durch das Zurückkehren des zweiten Prüfschaltmittels
in seinen Ruhezustand ebenfalls, jedoch mit großer und definierter Verzögerung, in seinen Ruhezustand
zurückkehrt.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Betätigung des dritten
Pi üfschaltmittels (MI) ein viertes Prüfschaltmittel
(H 2) anspricht und daß durch das Ansprechen des vierten Prüfschaltmittels die Betätigung weiterer
Speicherschaltmittel (Ql bis<25) verhindert wird (h2I
bis Ä2X).
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Rückkehr des vierten
Prüfschaltmittels in seinen Ruhezustand die Speicherschaltmittel (Ql bis Q5) in ihren Ruhezustand zurückgeführt
werden.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Ansprechen
der das Nachsignal kennzeichnenden Empfangsschaltmittel (δIV, dlV, elV) und in Abhängigkeit von dem
betätigten ersten (AVII) und dem nicht betätigten zweiten Prüfschaltmittel (All) das erste Signalschaltmittel
(Y) betätigt wird.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Betätigung des
ersten Signalschaltmittels ein zweites Signalschaltmittel (VH) anspricht und daß das zweite Signalschaltmittel
durch das Zurückkehren des ersten signalschaltmittels in seinen Ruhestand ebenfalls,
jedoch mit großer und definierter Verzögerung, in seinen Ruhezustand zurückkehrt.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Betätigung des
zweiten Signalschaltmittels ein normalerweise betätigtes und nur mit großer und definierter Verzögerung
in seinen Ruhezustand zurückkehrendes Kontrollschaltmittel (K) abgeschaltet wird.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein drittes Signalschaltmittel
(F) betätigt wird durch die Rückkehr des ersten Signalschaltmittels in seinen Ruhezustand und in Abhängigkeit
von dem noch in seiner Arbeitsstellung befindlichen Kontrollschaltmittel und dem noch in
seiner Arbeitsstellung befindlichen zweiten Signalschaltmittel.
14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Betätigung des
dritten Signalschaltmittels die Erregung des Kontrollschältmittels wieder eingeschaltet wird.
15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Betätigung des
dritten Signalschaltmittels ein viertes Signalschaltmittel (V2) anspricht und daß das vierte Signalschaltmittel
durch das Zurückkehren des dritten Signalschaltmittels in seinen Ruhezustand ebenfalls, jedoch
mit großer und definierter Verzögerung, in seinen Ruhezustand zurückkehrt.
16. Schaltungsanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das vierte Prüfschaltmittel
(H2) verzögert in seinen Ruhezustand zurückkehrt und daß es vom ersten (Y) und vom vierten
Signalschaltmittel (V2) betätigt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 936 879;
britische Patentschriften Nr. 560 794, 572 002.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 810/57 12.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST9817A DE1021016B (de) | 1955-04-29 | 1955-04-29 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde- und Fernwirkanlagen zur Signaluebertragung nach einem Frequenzkodesystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST9817A DE1021016B (de) | 1955-04-29 | 1955-04-29 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde- und Fernwirkanlagen zur Signaluebertragung nach einem Frequenzkodesystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1021016B true DE1021016B (de) | 1957-12-19 |
Family
ID=7454890
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST9817A Pending DE1021016B (de) | 1955-04-29 | 1955-04-29 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde- und Fernwirkanlagen zur Signaluebertragung nach einem Frequenzkodesystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1021016B (de) |
Cited By (3)
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- 1955-04-29 DE DEST9817A patent/DE1021016B/de active Pending
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