DE10210506A1 - Kohlebürstenhalteranordnung - Google Patents
KohlebürstenhalteranordnungInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kohlebürstenhalteranordnung (10) für zumindest eine Kohlebürste (18, 20) mit Schleiffläche (50, 52) und gegenüberliegender Rückseitenfläche (34, 36), umfassend einen aus elektrisch isolierendem Material bestehenden Träger (11) mit zumindest einer Kohlebürstenführung (14, 16) sowie ein auf die Kohlebürste einwirkendes Federelement (54, 56). Um über die gesamte Kohlebürstenverschleißlänge einen nahezu konstanten Druck zu erzeugen, wird vorgeschlagen, dass das Federelement (56, 58) kohlebürstenrückseitenflächig außerhalb der Kohlebürstenführung (14, 16) derart gelagert ist, dass auf die Rückseitenfläche (34, 36) der Kohlebürste (18, 20) eine nahezu konstante Kraft über die gesamte oder nahezu gesamte Kohlebürstenverschleißlänge einwirkt.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Kohlebürstenhalteranordnung für zumindest eine Kohlebürste mit Schleiffläche und gegenüberliegender Rückseitenfläche umfassend einen aus elektrisch isolierendem Material bestehenden oder zumindest kohlebürstenseitig dieses aufweisenden Träger mit zumindest einer von diesem ausgehenden oder diese enthaltenden stirnseitig offenen Bürstenführung mit der Außengeometrie der Kohlebürste angepasster vorzugsweise quaderförmiger Aussparung sowie ein auf die in der Bürstenführung axial verschiebbare Kohlebürste wirkendes Federelement, das außerhalb der Bürstenführung gelagert ist.
- Eine entsprechende Kohlebürstenhalteranordnung ist der EP 0 235 443 A1 zu entnehmen. Dabei geht eine Schenkelfeder von einem seitlich von dem Kohlebürstenhalter angeordneten Trägerzapfen aus, um mit einem Schenkel auf die Rückseitenfläche der Kohlebürste einzuwirken. Eine diesbezügliche Bauart ist platzgreifend und zeigt zudem den Nachteil, dass die von dem Federelement hervorgerufenen Kräfte einen konstanten Bürstendruck auf einen Kommutator eines Elektromotors nicht hervorrufen können.
- Eine Trägerplatte einer Kohlebürstenhalteranordnung nach der EP 0 928 051 A2 besteht wie die der EP 0 235 443 A1 ebenfalls aus elektrisch isolierendem Material. Um eine Kohlebürste in einer köcherförmigen Kohlebürstenführung axial verschieben zu können, ist eine Schraubenfeder vorgesehen, die in der Kohlebürstenführung selbst integriert ist. Hierdurch ergibt sich eine relativ lange Bauweise der Kohlebürstenführung bzw. bei kürzeren Kohlebürstenführungen muss entsprechend die Länge der Kohlebürste reduziert werden. Auch kann über die Schraubenfedern grundsätzlich kein konstanter Bürstendruck auf einen Kommutator bzw. auf einen Schleifring ausgeübt werden.
- Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zu Grunde, eine Kohlebürstenhalteranordnung der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass diese bei kompakter Bauweise konstengünstig hergestellt werden kann. Auch soll ein konstanter Bürstendruck erzeugt werden können. Ferner soll eine hinreichende elektrische Isolierung zwischen Kohlebürstenführungen sichergestellt sein.
- Zur Lösung des Problems sieht die Erfindung im Wesentlichen vor, dass das Federelement kohlebürstenrückseitenflächig außerhalb der Kohlebürstenführung derart gelagert ist, dass auf die Rückseitenfläche eine nahezu konstante Kraft über die gesamte oder nahezu gesamte Kohlebürstenverschleißlänge einwirkt.
- Abweichend vom vorbekannten Stand der Technik wird das Federelement quasi hinter der Kohlebürste angeordnet, wie dies auch bei Schraubendruckfedern der Fall ist, ohne dass jedoch das Federelement in der Kohlebürstenführung integriert ist. Somit ergibt sich eine kompakte Bauweise, da die Länge der Kohlebürstenführung allein auf die Länge der Kohlebürste auszulegen ist. Da das Federelement hinter der Kohlebürste gelagert ist, ergibt sich eine kompakte Bauweise insbesondere dann, wenn eine entsprechende Kohlebürstenhalteranordnung für Schleifringe bestimmt ist, bei der die Kohlebürstenhalteranordnung eine flächige Erstreckung aufweist, die im Wesentlichen durch die Kohlebürstenführungen selbst vorgegeben wird. Insbesondere sind die entsprechenden Anordnungen relativ schmal.
- In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Federelement vorzugsweise in Form einer Schenkelfeder von einem Lager ausgeht, das auf kohlebürstenrückseitenflächenabgewandter Seite einer Ebene verläuft, die von der Rückseitenfläche unverbrauchter und in der Kohlebürstenführung angeordneter Kohlebürste aufgespannt ist. Die Lagerung verläuft demzufolge im Bereich der Rückseite der Kohlebürstenführung, ohne jedoch deren Baulänge zu beeinflussen.
- In eigenerfinderischer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Kohlebürstenhalteranordnung der eingangs genannten Art zumindest zwei zueinander über ein Trennelement beabstandete Kohlebürstenführungen aufweist, wobei die Kohlebürstenhalteranordnung insbesondere für eine Schleifringanordnung bestimmt ist, und zeichnet sich dadurch aus, dass das jeweilige jeweils eine Kohlebürste druckbeaufschlagende Federelement von einer gemeinsamen Lagerung ausgeht, die kohlebürstenrückseitenflächig außerhalb der Kohlebürstenführung und im Bereich des Trennelementes oder in gedachter Verlängerung dieses verläuft.
- Abweichend von vorbekannten Anordnungen ist das Federelement nicht nur im Bereich der Rückseite der Kohlebürstenführung angeordnet, ohne deren für die Kohlebürste erforderliche funktionelle Länge zu beeinflussen, sondern es bedarf auch nur einer einzigen Lagerung für die Federelemente, die auf zwei nebeneinanderliegenden Kohlebürsten einwirken, so dass sich eine kostengünstige und kompakte Konstruktion ergibt. Dabei ist die Lagerung insbesondere als Zapfen oder Welle ausgebildet, der gegenüber den Federelementen elektrisch isoliert ist und diese zueinander beabstandet. Hierzu kann die Welle eine umlaufende Verstärkung bzw. eine Wulst oder durch eine die Welle zumindest bereichsweise umgebende Trennwand in Abschnitte unterteilt sein, von denen die Federelemente ausgehen. Die Trennwand selbst kann dabei in das die Kohlebürstenführung beabstandende Trennelement übergehen oder Teil dieses sein.
- Das jeweilige von der Welle oder einem gleichwirkenden Element ausgehende Federelement sollte eine Schenkelfeder sein, deren Windungen die Welle umgeben. Des Weiteren sollte ein freier Schenkel des Federelementes hakenförmig ausgebildet sein und dieser auf die Rückseitenfläche der Kohlebürsten einwirken.
- Durch die Lagerung des Federelementes im Bereich der Rückseite der Kohlebürstenführung, also "hinter" der Kohlebürste, die Verwendung einer Schenkelfeder als Federelement sowie das Einwirken eines freien insbesondere endseitig hakenförmig ausgebildeten Schenkels der Schenkelfeder ergibt sich der Vorteil, dass die von dem Federelement übertragene Kraft im Wesentlichen und unabhängig von der Verschleißlänge der Kohlebürste in Richtung der Längsachse der Kohlebürste eingeleitet wird, ohne dass Querkräfte auftreten.
- Erfindungsgemäß wird demzufolge ein einfaches, preiswertes, platzsparendes Drucksystem mit in Richtung der Kohlebürstenlängsachse wirkenden Schenkelfeder zur Verfügung gestellt.
- Dabei ist die Isolierung so gewählt, dass die Federelemente spannungsfest gegeneinander elektrisch isoliert sind. Insbesondere ist vorgesehen, dass die zwischen den Federelementen verlaufende Isolierung eine Spannungsfestigkeit von zumindest 300 V, vorzugsweise 2000 V im Neuzustand der Kohlebürstenhalteranordnung aufweist.
- Der Träger weist einen die Kohlebürstenführungen enthaltenden Basisabschnitt, senkrecht zu diesem verlaufenden Halterungen wie Haltenuten aufweisenden Befestigungsabschnitt und von diesem zu dem Basisabschnitt sich erstreckende zueinander beabstandete dreieckförmige Seitenwandungen auf, deren Basisschenkel kohlebürstenfernliegend verlaufen. Ein entsprechender Träger zeichnet sich in eigenerfinderischer Ausgestaltung dadurch aus, dass in jeweiligem Basisschenkel und von dessen Rand ausgehend zumindest ein Ausschnitt zum Fixieren eines Anschlusskabels vorgesehen ist, das mit Litze der Kohlebürste verbunden oder Abschnitt dieser ist. Wird das entsprechende Anschlusskabel, das erwähntermaßen auch ein Abschnitt der z. B. durch Einstampfen mit der Kohlebürste verbundenen Litze sein kann, in einen entsprechenden Ausschnitt eingebracht und fixiert, also quasi festgeklemmt, ergibt sich eine Zugentlastung des Anschlusskabels. Hierdurch ergibt sich eine konstruktive Vereinfachung; denn nach dem Stand der Technik führen die Litzen zu Flachsteckern, um sodann mit Anschlusskabel-Steckverbindungen verbunden zu werden, wodurch die gewünschte Zugentlastung realisiert wird. All diese Nachteile werden durch die erfindungsgemäße Lehre vermieden.
- Um ein einfaches Einbringen der Anschlusskabel in die Ausschnitte zu ermöglichen, sieht ein ebenfalls hervorzuhebender Vorschlag der Erfindung vor, dass die die Seitenwandung schneidende Achse des Ausschnitts, entlang der sich das fixierte Anschlusskabel erstreckt, die Seitenwandung schräg schneidet, also unter einem von 90° abweichenden Winkel. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass sich die Richtung der Achse in Verlaufsrichtung der von der Kohlebürste ausgehenden Litze erstreckt. Somit ist ein einfaches Einbringen des Anschlusskabels bzw. der Litze möglich.
- Durch die durch den Ausschnitt realisierte Zugentlastung des Anschlusskabels ergibt sich des Weiteren der Vorteil, dass die Litze der Kohlebürste relativ kurz sein kann, um mit dem Anschlusskabel z. B. mittels Ultraschallschweißens innig verbunden zu werden. Da das Anschlusskabel eine Außenisolierung aufweist, ist somit die Gefahr von Kurzschlüssen zwischen unisolierten Abschnitten nahezu ausgeschlossen, da erwähntermaßen die jeweilige von der Kohlebürste ausgehende Litze sehr kurz sein kann.
- Des Weiteren sollten von jeweiliger Innenfläche der Seitenwandung ein Gegenlager für das die Welle umgebenden Federelementes ausgehen.
- Die mit Kohlebürsten bestückte Kohlebürstenhalteranordnung einschließlich der Anschlusskabel sowie Federn stellt eine vormontierte Einheit dar, die unmittelbar in einem elektrischen Gerät eingesetzt werden kann, insbesondere in einem solchen, bei dem die von der Kohlebürstenhalteranordnung ausgehenden Kohlebürsten auf Schleifringe abgestützt sind.
- Anstelle einer Schenkelfeder kann selbstverständlich auch ein anderes Federelement zum Einsatz gelangen, mit dem die Vorteile der erfindungsgemäßen Lehre realisierbar sind. Als Möglichkeit käme eine Spiralbandfeder in Frage.
- Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination -, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung zu entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispiels.
- Es zeigen:
- Fig. 1 eine Seitenansicht und im Schnitt eine erfindungsgemäße Kohlebürstenhalteranordnung,
- Fig. 2 die Kohlebürstenhalteranordnung gemäß Fig. 1 in Draufsicht und
- Fig. 3 ein Detail der Kohlebürstenhalteranordnung nach den Fig. 1 und 2 im Ausschnitt und vergrößert.
- In den Figuren ist eine Kohlebürstenhalteranordnung 10 dargestellt, die insbesondere zum Einsatz für Schleifringe bestimmt ist, ohne dass jedoch hierdurch eine Einschränkung der erfindungsgemäßen Lehre erfolgen soll. Die Kohlebürstenhalteranordnung 10 umfasst einen Träger 11 bestehend aus einem quaderförmigen Basisabschnitt 12, der durchgehende quaderförmige Aussparungen 14, 16 aufweist, in denen axial verschiebbar Kohlebürsten 18, 20 angeordnet sind. Die quaderförmigen Aussparungen 14, 16 und die diese umgebenden Wandabschnitte des Basisabschnitts 12 bilden demzufolge Kohlebürstenführungen.
- Rechtwinklig zum Basisabschnitt 12 erstreckt sich ein Befestigungsabschnitt 22, der Längsnuten 24, 26 aufweist, um in einem Geräteteil in Art einer Schwalbenschwanzverbindung befestigt zu werden. Andere Möglichkeiten zum Sichern sind selbstverständlich gleichfalls möglich, ohne dass hiervon die Erfindung berührt wird.
- Der Träger 11 weist des Weiteren dreieckförmige Seitenwandungen 28, 30 auf, deren Basisschenkel 32 kohlebürstenabgewandt verlaufen. Die Seitenwandungen 28, 30 begrenzen den Träger 11 seitlich, wie die Draufsicht gemäß Fig. 2 zeigt, so dass demzufolge zwischen den Seitenwandungen 28, 30 die Kohlebürsten 18, 20 in den quaderförmigen Aussparungen 14, 16 verschiebbar angeordnet sind. Von den Kohlebürsten 18, 20 und zwar von deren Rückseitenflächen 34, 36 gehen Litzen 38, 40 aus, die vorzugsweise mittels Ultraschallschweißens mit außenseitig isolierten Anschlusskabeln 42, 44 verbunden sind, die endseitig Flachsteckhülsen 46, 48 aufweisen können.
- Um die Kohlebürsten 18, 20 mit ihren Schleifflächen 50, 52 auf insbesondere Schleifringen abzustützen, wobei über die gesamte oder nahezu gesamte Verschleißlänge ein gleichmäßiger Bürstendruck erzeugt werden soll, wirken auf die Rückseitenflächen 34, 36 Federelemente 54, 56 ein, die bevorzugt als Schenkelfedern ausgebildet sind. Dabei gehen die Schenkelfedern bzw. deren Windungen von einer gemeinsamen Welle 58 aus, die in der zeichnerischen Darstellung oberhalb der Rückseitenflächen 34, 36 und oberhalb eines die Kohlebürsten 18, 20 und damit die quaderförmigen Aussparungen 14, 16 gegeneinander elektrisch isolierenden Abschnitts 60 des Basisabschnitts 12 des Trägers 11 verläuft. Der Abschnitt 60 kann auch als Trennelement bezeichnet werden. Dabei erstreckt sich die Welle 58 des Weiteren grundsätzlich kohlebürstenrückseitenflächig, insbesondere dann, wenn die Kohlebürstenhalteranordnung 10 in einem elektrischen Gerät oder einer Anlage montiert ist.
- Um die Federn 54, 56 und insbesondere deren von der Welle 58 durchsetzten Windungen gegeneinander elektrisch zu isolieren, kann die Welle 58 eine diese in Abschnitte 62, 64 unterteilenden umlaufende Wulst 66 aufweisen. Bevorzugterweise durchsetzt die Welle 58 jedoch eine nicht dargestellte Trennwand, die von dem Abschnitt 60 des Basisabschnitts 12 des Trägers 11 ausgeht. Durch diese Maßnahmen ist eine hinreichende Spannungsfestigkeit zwischen den Federelementen 54, 56 gewährleistet. Dabei erfolgt insgesamt eine Auslegung der elektrisch isolierenden Elemente derart, dass die zwischen den Federelementen 54, 56 verlaufende Isolierung eine Spannungsfestigkeit von zumindest 300 V, vorzugsweise 2000 V im Neuzustand der Kohlebürstenhalteranordnung 10 aufweist.
- Die Federelemente 56, 58 liegen mit ihren freien Schenkeln 68, 70, die endseitig hakenförmig ausgebildet sein können, auf den Rückseitenflächen 34, 36 der Kohlebürsten 18, 20 an, wobei durch das Anordnen der Lagerung der Federelemente 54, 56 oberhalb der Rückseitenflächen 34, 36 und der Anordnung zwischen den Kohlebürsten 18, 20 eine Krafteinleitung hervorgerufen wird, die im Wesentlichen in axialer Richtung der Kohlebürsten 18, 20 verläuft. Durch diese Maßnahmen ist sichergestellt, dass sich im Wesentlichen unabhängig von der Verschleißlänge der Kohlebürsten 18, 20 ein im Wesentlichen konstanter Bürstendruck auf den nicht dargestellten Schleifringen oder einen Kommutator einstellt.
- Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung geht vom jeweiligen Rand der Basisschenkel 32 der Seitenwandungen 28, 30 zumindest eine, vorzugsweise zwei schlitzförmige Aussparungen 72 aus, in denen die Anschlusskabel 42 bzw. 44 festklemmbar sind. Dies wird rein beispielhaft anhand der Fig. 3 verdeutlicht. So ist im Ausschnitt die Seitenwandung 28 mit dem Schlitz 72 dargestellt, der mit seiner in Richtung des Anschlusskabels 42 bzw. 44 verlaufender Längsachse 74 die Seitenwandung 28 schräg schneidet. Dabei erstreckt sich die Achse 74 in Verlaufsrichtung des festzuklemmenden Kabels 42, 44, die durch den Verlauf der jeweiligen Litze 38, 40 vorgegeben ist, die von der Kohlebürste 18, 20 ausgeht. Durch das Festklemmen des Anschlusskabels 42, 44 ist eine Zugentlastung gegeben.
- Ferner gehen von den Seitenwandungen 28, 30, und zwar von deren Innenflächen nicht dargestellte Widerlager für die Federelemente 56, 58 aus.
Claims (15)
1. Kohlebürstenhalteranordnung (10) für zumindest eine Kohlebürste (18, 20) mit
Schleiffläche (50, 52) und gegenüberliegender Rückseitenfläche (34, 36), umfassend
einen aus elektrisch isolierendem Material bestehenden oder zumindest
kohlebürstenseitig dieses aufweisenden Träger (11) mit zumindest einer von diesem
ausgehenden oder diese enthaltenden stirnseitig offenen Kohlebürstenführung (14, 16)
mit der Außengeometrie der Kohlebürste angepasster vorzugsweise quaderförmiger
Aussparung sowie ein auf die in der Kohlebürstenführung axial verschiebbare
Kohlebürste einwirkendes Federelement (54, 56), das außerhalb der
Kohlebürstenführung gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Federelement (56, 58) kohlebürstenrückseitenflächig außerhalb der
Kohlebürstenführung (14, 16) derart gelagert ist, dass auf die Rückseitenfläche (34, 36) der
Kohlebürste (18, 20) eine nahezu konstante Kraft über die gesamte oder nahezu
gesamte Kohlebürstenverschleißlänge einwirkt.
2. Kohlebürstenhalteranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Federelement (54, 56) vorzugsweise in Form einer Schenkelfeder oder
Spiralbandfeder von einem Lager (58) ausgeht, das auf
kohlebürstenrückseitenflächenabgewandter Seite einer Ebene verläuft, die von der Rückseitenfläche (34, 36)
unverbrauchter und in der Kohlebürstenführung (14, 16) angeordneter Kohlebürste (18,
20) aufgespannt ist.
3. Kohlebürstenhalteranordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit zwei
zueinander über ein Trennelement (60) beabstandeten Kohlebürstenführungen (14, 16),
insbesondere bestimmt für eine Schleifringanordnung,
dadurch gekennzeichnet,
dass das jeweilige jeweils eine Kohlebürste (18, 20) druckbeaufschlagende
Federelement (54, 56) von einer gemeinsamen Lagerung (58) ausgeht, die
kohlebürstenrückseitenflächig außerhalb der Kohlebürstenführungen (14, 16) und im
Bereich des Trennelementes (60) oder gedachter Verlängerung dieses verläuft.
4. Kohlebürstenhalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerung in Form vorzugsweise einer Welle (58) oder eines gleichwirkenden
Elements gegenüber den Federelementen (54, 56) elektrisch isoliert ist und diese
zueinander beabstandet.
5. Kohlebürstenhalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Welle (58) über eine umlaufende Verstärkung (66) oder eine die Welle
zumindest bereichsweise umgebende Trennwand in Abschnitte (62, 64) unterteilt ist,
von denen die Federelemente (56, 58) ausgehen.
6. Kohlebürstenhalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Federelement (54, 56) eine Schenkelfeder oder Spiralbandfeder ist, dessen
Windungen die Welle (58) umgeben.
7. Kohlebürstenhalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Federelement (54, 56) mit einem endseitig vorzugsweise hakenförmig
ausgebildeten Schenkel (68, 70) auf der Rückseitenfläche (34, 36) der Kohlebürste (18,
20) aufliegt.
8. Kohlebürstenhalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zwischen den Abschnitten (62, 64) der Welle (48) verlaufende Trennwand von
dem die Kohlebürstenführungen (14, 16) beabstandenden Trennelement (60) ausgeht
oder dieses ist.
9. Kohlebürstenhalteranordnung (14, 16), mit einem Träger (11) mit zumindest einem den
Kohlebürstenhalter (14, 16) aufweisenden Basisabschnitt (12), einem senkrecht oder
im Wesentlichen senkrecht zu dem Basisabschnitt verlaufenden Befestigungsabschnitt
(22) sowie dreieckförmigen Seitenwandungen (28, 30), deren Basisschenkel (32)
kohlebürstenfernliegend verlaufen, nach vorzugsweise zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass von jeweiligem Basisschenkel (32) zumindest ein Ausschnitt (72) zum Fixieren
eines Anschlusskabels (42, 44) ausgeht, das mit Litze (38, 40) der Kohlebürste (18, 20)
verbunden oder Abschnitt dieser ist.
10. Kohlebürstenhalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenwandungen (28, 30) schneidende Achse (74) des Ausschnitts (72),
entlang der sich das fixierte Anschlusskabel (42, 44) erstreckt, die Seitenwandung
unter einem vorzugsweise von 90° abweichenden Winkel schneidet.
11. Kohlebürstenhalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Richtung der Achse (74) des Ausschnitts (72) in Verlaufsrichtung der von
der Kohlebürste (18, 20) ausgehenden Litze (38, 40) erstreckt.
12. Kohlebürstenhalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass von jedem Basisschenkel (32) der jeweiligen Seitenwandung (28, 30)
vorzugsweise jeweils zwei Ausschnitte (72) ausgehen, von denen vorzugsweise einer
die Seitenwandung senkrecht durchsetzt.
13. Kohlebürstenhalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass von der Innenfläche der Seitenwandung (28, 30) ein Gegenlager für das die Welle
(58) umgebende Federelement (54, 56) ausgeht.
14. Kohlebürstenhalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federelemente (56, 58) spannungsfest gegeneinander elektrisch isoliert sind.
15. Kohlebürstenhalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Federelementen (54, 56) verlaufende Isolierung eine
Spannungsfestigkeit von zumindest 300 V, vorzugsweise 2000 V im Neuzustand der
Kohlebürstenhalteranordnung (10) aufweist.
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| DE10210506A DE10210506B4 (de) | 2002-03-11 | 2002-03-11 | Kohlebürstenhalteranordnung |
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- 2002-03-11 DE DE10210506A patent/DE10210506B4/de not_active Expired - Fee Related
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