DE1021046B - Anordnung zur ueberschwemmungssicheren Unterbringung von elektrischen Geraeten, insbesondere Fernmeldekabel-Endverschluessen - Google Patents
Anordnung zur ueberschwemmungssicheren Unterbringung von elektrischen Geraeten, insbesondere Fernmeldekabel-EndverschluessenInfo
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Description
DEUTSCHES
In Kabelanlagen, insbesondere Fernmeldekabelanlagen, ist es vielfach, z. B. bei Notrufanlagen für
Autobahnen, erforderlich, die Endverschlüsse unter der Erde in Schächten anzuordnen. Da diese Schächte
bei starken Regenfällen, Überschwemmungen od. dgl. voll Wasser laufen können, besteht die Forderung
nach einer Anordnung zur überschwemmungssicheren Unterbringung der Endverschlüsse.
Es sind Endversehlüsse mit horizontal angeordneten Anschlußplatten bekannt, bei denen der Schaltraum
durch einen als Taucherglocke ausgebildeten Deckel abgeschlossen ist. Hierdurch ist zwar der
Schaltraum bei einer etwaigen Überschwemmung des Endverschlusses gegen ein Eindringen der Feuchtigkeit
geschützt, nicht aber der Kabelraum, in den das Wasser eindringen und damit das Kabel außer Betrieb
setzen kann, wenn der Kabelraum nicht an sich vollständig dicht ist. Dies ist aber praktisch meist
nicht der Fall, da die Vergußmassen im Laufe der Zeit rissig werden und somit Feuchtigkeit in das
Kabel gelangen kann.
Gegenstand der diesen Nachteil vermeidenden Erfindung ist eine Anordnung zur überschwemmungssicheren
Unterbringung von elektrischen Geräten, insbesondere Fernmeldekabel-Endverschlüssen, in unterirdischen
Schächten, die auf dem Prinzip der Taucherglocke beruht. Die Erfindung besteht darin, daß auf
einer im Schacht angebrachten Konsole, deren Boden eine Öffnung mit eingebautem Siebfilter aufweist,
unter Zwischenlegung einer Staubdichtung eine als Taucherglocke wirksame Haube befestigt ist, in der
mindestens ein Endverschluß derart hoch über dem Boden der Konsole angebracht ist, daß der gesamte
Endverschluß (Schaltraum und Kabelraum) einschließlich der Schmierplombe für das durch den Konsolboden
hindurchgeführte Kabel oberhalb des bei einer Überschwemmung praktisch zu erwartenden Höchststandes
des Spiegels des duixh das Siebfilter in die Haube eindringenden, die Luft in der Haube komprimierenden
Wassers liegt.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Anordnung nach der Erfindung mit zwei darin befindlichen Fernmeldekabel-Endverschlüssen
in Vorderansicht, wobei die rechte Hälfte senkrecht aufgeschnitten dargestellt ist;
Fig. 2 zeigt die Anordnung im Vertikalschnitt längs der Ebene I-II der Fig. 1.
Die Anordnung besteht im wesentlichen aus einer an der Wand des Schachtes in ausreichender Höhe
über dessen Boden angebrachten Konsole 1, einer glockenförmigen, im oberen Teil nach hinten abgeschrägten
Haube 2, einem zwischen beiden eingelegten Anordnung zur überschwemmungssicheren
Unterbringung von elektrischen Geräten, insbesondere Fernmeldekabel-Endverschlüssen
Anmelder:
Telefunken G. m. b. H., Berlin NW 87, Sickingenstr.71
Dipl.-Ing. Joseph Langer, Karl Riedel
und Willy Dietermann, Backnang (Württ.),
sind als Erfinder genannt worden
Dichtungsstreifen 3, ζ. B. einer Hanfschnur, und einem Klemmstück 4. In dem Boden 5 der Konsole sind zwei
Bohrungen 6 zur Durchführung je eines Kabels 7 vorgesehen. Diese Bohrungen sind konisch ausgeführt und
dienen gleichzeitig in bekannter Weise zusammen mit einem in die Bohrung eindringenden zylindrischen
Hohlkörper 8 mit entsprechender, nach den Enden zu sich konisch verjüngender Wandstärke, der über den
Mantel des Kabels 7 geschoben wird und gegen dessen Außenwandung die Bewehrungsdrähte 9 mittels eines
Schraubflansches 10 mit entsprechend konischer Bohrung gepreßt werden, zum zugfesten Abfangen des
Kabels. Der Boden 5 ist nicht eben, sondern V-förmig nach unten abgeschrägt ausgebildet. An der etwa in
der Mitte liegenden tiefsten Stelle des Bodens ist ein Siebfilter 11 eingebaut, das im Wasser gegebenenfalls
vorhandenen Verunreinigungen den Zutritt zum Haubeninneren verwehrt. Die V-förmig abgeschrägte
Ausbildung des Bodens dient dem Zweck, in der Haube 2 unter Umständen entstehendes Kondenswasser
dem Filter 11 zuzuleiten, durch das es aus dem Schutzgehäuse abfließen kann. Auf dem Boden der
Konsole ist ferner ein in die Haube hineinragender Ständer 12 von beispielsweise U-förmigem Querschnittsprofil
angeschraubt, an dem zwei Endverschlüsse 13 in schräger Lage derart befestigt, vorzugsweise
in der Höhe verstellbar angeklemmt sind, daß das Schaltfeld mit den Anschlußklemmenplatten 14
vorn und der Kabelraum 15 hinten liegt. Schmierplomben 16 aus Blei dichten in bekannter Weise die
Einführungsstellen der bleiummantelten Kabel 7 in die Endverschlüsse ab. Der untere Rand der Haube ist zur
Aufnahme des Dichtungsstreifens 3, z. B. einer Hanf-
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schnur, nach außen zu konisch verbreitert. Die Konsole
hat eine entsprechend konisch ausgebildete rückwärtige Klaue 17, die über den rückwärtigen Rand
der Haube greift. Das Klemmstück 4 ist auf der Innenseite am oberen und unteren Rand derart konisch profiliert,
daß es sich beim Anziehen der Schraube 18 auf den vorderen unteren Rand der Haube und den
konisch abgeschrägten vorderen unteren Rand der Konsole herauf schiebt und auf diese Weise die Haube
fest auf die Konsole preßt.
In dem Boden der Konsole sind ferner für die Durchführung und Abdichtung der von den Anschlußklemmenfeldern
14 nach unten abgehenden, gummiummantelten elektrischen Leitungen 19, die beispielsweise
zu Notrufsäulen von Autobahnen führen können, Bohrungen vorhanden, die mit entsprechenden hohlen
Gummistopfen 20 versehen sind.
Bei einer Überschwemmung des Schachtes dringt das Wasser von unten durch das Filter 11 in das
Innere der Haube 2 ein und steigt, die darin vornandene
Luft komprimierend, bis zu einer bestimmten, durch die Höhe der äußeren Wassersäule gegebenen
Höhe an. Es ergibt sich beispielsweise, daß bei einer äußeren Wassersäule von 1 m über dem unteren Rand
der Haube der Spiegel des in diese eingedrungenen Wassers etwa 20 mm über dem unteren Haubenrand
liegt. Bei einer äußeren Wassersäule von 3 m liegt der Wasserspiegel etwa 40 mm über dem unteren Haubenrand.
Durch genügend hohe Ausbildung der Haube und entsprechend hohe Anbringung der Endverschlüsse
13 in der Haube kann nun leicht erreicht werden, daß für die höchste praktisch zu erwartende äußere
Wassersäule der Wasserspiegel im Innern der Haube unterhalb der Schmierplombe 16 und damit unterhalb
des Kabelraumes 15 und des Schaltfeldes 14 bleibt. Das Filter 11 hält eventuelle Verunreinigungen des
Wassers sowohl wie Würmer, Insekten u. dgl. zurück, die die elektrischen Werte der Endverschlüsse gefährden
könnten. Die Endverschlüsse sind also gegen Feuchtigkeit und Verunreinigungen geschützt, so daß
sie ihre Aufgabe einwandfrei erfüllen können.
Beim Zurückfluten des Wassers infolge Absinkens der äußeren Wassersäule werden die Verunreinigungen
zwangläufig, vom Filter 11 wieder abgespült und fallen auf den Boden des Schachtes.
Ebenso kann auch das sich in der Haube durch
Witterungseinflüsse bildende Kondenswasser durch das Filter ablaufen.
Die Anordnung nach der Erfindung kann sinngemäß auch zur überschwemmungssicheren Unterbringung
beliebiger anderer elektrischer Geräte Anwendung finden.
Claims (8)
1. Anordnung zur überschwemmungssicheren Unterbringung von elektrischen Geräten, insbesondere
Fernmeldekabel-Endverschlüssen, in unterirdischen Schächten, die auf dem Prinzip der
Taucherglocke beruht, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer im Schacht angebrachten Konsole (1),
deren Boden (5) eine Öffnung mit eingebautem Siebfilter (11) aufweist, unter Zwischenlegung
einet. Dichtungsstreifens (3) eine als Taucherglocke
wirksame Haube (2) befestigt ist, in der mindestens ein Endverschluß (13) derart hoch
über dem Boden (5) der Konsole (1) angebracht ist, daß der gesamte Endverschluß (Schaltraum
und Kabelraum) einschließlich der Schmierplombe (16) für das durch den Konsolboden (5) hindurchgeführte
Kabel (7) oberhalb des bei einer Überschwemmung praktisch zu erwartenden Höchststandes
des Spiegels des durch das Siebfilter (11) in die Haube (2) eindringenden, die Luft in der
Haube komprimierenden Wassers liegt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (5) der Konsole (1)
V-förmig nach unten abgeschrägt und das Siebfilter (11) an der tiefsten Stelle des Bodens (5)
eingebaut ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der als Taucherglocke wirksamen
Haube (2) zwei Endverschlüsse (13) an einem Ständer (12) von beispielsweise U-förmigem
Ouerschnittsprofil angebracht sind, der auf dem Boden (5) der Konsole (1) angeschraubt ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Endverschlüsse (13) in
schräger Lage an dem Ständer (12) derart befestigt, vorzugsweise in der Höhe verstellbar angeklemmt
sind, daß das Schaltfeld mit den Anschlußklemmenplatten (14) vorn und der Kabelraum
(15) hinten liegt.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (2) entsprechend der
schrägen Lage der Endverschlüsse (13) im oberen Teil nach hinten zu abgeschrägt ausgebildet ist.
6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Rand der Haube (2)
nach außen zu konisch verbreitert ist, daß die Konsole (1) eine entsprechend konisch ausgebildete
rückwärtige Klaue (17) aufweist, die über den rückwärtigen Rand der Haube greift, und daß
das Klemmstück (4) an seinen Rändern derart konisch profiliert ist, daß es sich beim Anziehen
einer Klemmschraube (18) auf den \'orderen unteren Rand der Haube und den ebenfalls konisch
abgeschrägten vorderen unteren Rand der Konsole (1) heraufschiebt, wodurch die Haube (2) fest auf
Konsole gepreßt wird.
7. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Konsole (1) an den
Durchführungsstellen der einzuführenden Kabel (7) eine an sich bekannte Vorrichtung (6, 8, 10)
vorgesehen ist, mittels derer die Bewehrung der Kabel zugfest abgefangen ist.
8. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Boden (5) der Konsole
(1) für die Durchführung und Abdichtung der von den Anschlußklemmenfeldern (14) nach unten abgehenden,
gummiummantelten Leitungen (19) Bohrungen vorhanden sind, die mit hohlen Gummistopfen
(20) versehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 810/228 12.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DET12459A DE1021046B (de) | 1956-07-17 | 1956-07-17 | Anordnung zur ueberschwemmungssicheren Unterbringung von elektrischen Geraeten, insbesondere Fernmeldekabel-Endverschluessen |
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|---|---|
| DE1021046B true DE1021046B (de) | 1957-12-19 |
Family
ID=7547025
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DET12459A Pending DE1021046B (de) | 1956-07-17 | 1956-07-17 | Anordnung zur ueberschwemmungssicheren Unterbringung von elektrischen Geraeten, insbesondere Fernmeldekabel-Endverschluessen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1021046B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1123006B (de) * | 1958-05-14 | 1962-02-01 | Electrical Comm Entpr Pty Ltd | Hermetisch abgeschlossenes zylindrisches Kabelverzweigergehaeuse |
| DE1220249B (de) * | 1959-03-12 | 1966-06-30 | Rollei Werke Franke Heidecke | Photographische Spiegelreflex-Einstellsucherkamera mit Belichtungsmesser |
| DE10235869A1 (de) * | 2002-07-31 | 2004-02-12 | Gardena Kress + Kastner Gmbh | Versenkbarer Schacht für eine Bewässerungsanlage |
-
1956
- 1956-07-17 DE DET12459A patent/DE1021046B/de active Pending
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|---|---|---|---|---|
| DE1123006B (de) * | 1958-05-14 | 1962-02-01 | Electrical Comm Entpr Pty Ltd | Hermetisch abgeschlossenes zylindrisches Kabelverzweigergehaeuse |
| DE1220249B (de) * | 1959-03-12 | 1966-06-30 | Rollei Werke Franke Heidecke | Photographische Spiegelreflex-Einstellsucherkamera mit Belichtungsmesser |
| DE10235869A1 (de) * | 2002-07-31 | 2004-02-12 | Gardena Kress + Kastner Gmbh | Versenkbarer Schacht für eine Bewässerungsanlage |
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