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DE1020613B - Verfahren zur Herstellung von Kohlenoxyd-Hydrierkatalysatoren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kohlenoxyd-Hydrierkatalysatoren

Info

Publication number
DE1020613B
DE1020613B DER13880A DER0013880A DE1020613B DE 1020613 B DE1020613 B DE 1020613B DE R13880 A DER13880 A DE R13880A DE R0013880 A DER0013880 A DE R0013880A DE 1020613 B DE1020613 B DE 1020613B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalysts
grain
catalyst
production
iron
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER13880A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Rottig
Dr Paul Schaller
Dr Oskar Dorschner
Dr Willy Franke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruhrchemie AG
Original Assignee
Ruhrchemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruhrchemie AG filed Critical Ruhrchemie AG
Priority to DER13880A priority Critical patent/DE1020613B/de
Publication of DE1020613B publication Critical patent/DE1020613B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J37/00Processes, in general, for preparing catalysts; Processes, in general, for activation of catalysts
    • B01J37/0009Use of binding agents; Moulding; Pressing; Powdering; Granulating; Addition of materials ameliorating the mechanical properties of the product catalyst

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kohlenoxyd-Hydrierkatalys atoren Die Kohlenoxydhydnerung läßt sich bekanntlich sowohl bei gewöhnlichem Atmosphärendruck als auch bei erhöhtem Druck mit Hilfe von Eisen-, Kobalt- oder Nickelkatalysatoren durchführen. Bei Verwendung von Eisen- und Kobalikatalysatoren erhält man vorzugsweise normal flüssige Syntheseprodukte. Nickelkatalysatoren werden technisch meist nur dann verwendet, wenn der Kohlenoxyd- und/oder Kohlendioxydgehalt von Gasgemischen möglichst weitgehend in Methan übergeführt werden soll.
  • Die zur Kohlenoxydhydrierung verwendeten Kant als satoren hat man bisher in vielen Fällen durch Fällung aus entsprechenden Salzlösungen, Auswaschung der gefällten Masse, Verformung und Reduktion hergestellt.
  • Die ausgewaschene Katalysatormasse wurde hierbei sowohl in »Fadenkorn«, d. h. in Stückchen von 2 bis 3 mm Durchmesser und 6 bis 10 mm Länge, als auch in das sogenannte »Eirich-Korm<, d. h. in praktisch kugelförmige Katalysatorkörner, übergeführt. Für die letztgenannte Formgebung benutzt man moderne Gegenstrom-Schnellmischer, z. B. den sogenannten Eirich-Mischer, der mit rotierenden Tellern, Kollerwalze und Schabern arbeitet (vgl. Ullmann, Technische Chemie, 2. Auflage, Bd. 7, S. 622). Bei derartigen Katalysatorverformungen hat man bisher stets die insgesamt gefällte Katalysatormasse, d. h. die aktiven Metallverbindungen, Aktivatoren sowie ein gegebenenfalls zugesetztes Trägermaterial, gemeinsam weiterverarbeitet.
  • Es ist ferner bekannt, Kohlenoxyd-Hydrierkatalysa toren durch Zersetzung von Salzen herzustellen, die gegebenenfalls vorher auf Trägerstoffe aufgebracht werden. Man hat die Katalysatormetalle auch schon mit Aluminium zusammengeschmolzen und aus den dabei erhaltenen Schmelzprodukten das Aluminium durch Alkali wieder herausgelöst. Auf diese Weise erhält man sogenannte Skelett-Katalysatoren«, z. B. ndRàney-Nickel-Katalysatoren... Neben Schmelzkatalysatoren sind auch Sinterkatalysatoren bekannt, wie sie z. B. in Form von Eisenkatalysatoren für die Ammoniaksynthese verwendet werden, sich aber auch für die Kohlenoxydhydrierung eignen.
  • Zur Herstellung von Sinterkatalysatoren vermischt man, eventuell unter Zusatz von Wasser oder wäßrigen Lösungen, körnige oder pulverförmige Metalle oder Metalloxyde, wobei gegebenenfalls Aktivatoren und Trägerstoffe zugesetzt werden können. Als Aktivatoren dienen Metalle, Metalloxyde oder Metallsalze, während die Trägerstoffe beispielsweise aus Kieselgur, Aluminiumoxyd, aktivierten Bleicherden oder aus geeigneten Mineralien bestehen können. Die aus den genannten körnigen Stoffen hergestellte Mischung wird zunächst getrocknet und dann bei 600 bis 1400°, vorzugsweise bei ungefähr 900 bis 12000, gesintert. Die fertiggesinterte Masse wird zerkleinert, worauf man aus den Zerkleine- rungsprodubten die gewünschte Korngröße heraussiebt und die staubförmigen Anteile in die Fabrikation zurückführt. Die miteinander gemischten körnigen Bestandteile können auch bereits vor der Sinterung mit Hilfe geeigneter Mischvorrichtungen, beispielsweise mit dem bereits erwähnten Eirich-Mischer, verformt und dann erst gesintert werden. Nach der Verformung wird die gewünschte Korngröße durch Siebvorrichtungen ausgesondert und bei den angegebenen Temperaturen gesintert.
  • Das Unterkorn kann in der Mischvorrichtung auf größeres Korn verarbeitet werden, während das Überkorn nach vorheriger Zerkleinerung in den Herstellungsprozeß zurückkehrt.
  • Die Sinterung ist oft von erheblichem Nachteil. Dieser Arbeitsgang verursacht nicht nur eine erhebliche Verteuerung des katalytischen Materials, sondern verändert auch die Porenstruktur und das physikalische Gefüge des Katalysators in meist unerwünschter Weise. Oft hat die Sinterung der Katalysatoren sogar eine Verminderung der Katalysatorlebensdauer und -aktivität zur Folge.
  • Es wurde gefunden, daß sich besonders wertvolle Nickel-, Eisen- und Kobaltkatalysatoren ergeben, wenn man die genannten Metalle und/oder derenOxyde, Aktivatoren und gegebenenfalls Trägerstoffe staubförmig zerkleinert und nach inniger gegenseitiger Vermischung der für die gewünschte Katalysatorzusammensetzung erforderlichen Mengen unter Befeuchtung mit Wasser oder wäßrigen Lösungen und unter dauernder Bewegung in technisch üblichen Agglomerier- oder Granuliervorrichtungen, z. B. mit Hilfe des sogenannten Eirich-Mischers, insbesondere in Spezial-Mischvorrichtungen, z. B. auf Drehtellern, kugelartig verformt und aus dem verformten Gemisch, gegebenenfalls nach Zerkleinerung übergroßer Anteile, durch Absiebung, Klassierung, Sichtung oder ähnliche Maßnahmen untereinander annähernd gleich große Katalysatorkörner abtrennt. Auf diese Weise ergibt sich eine erhebliche Vereinfachung und Verbilligung der Katalysatorherstellung.
  • Die neue Katalysatorherstellungsmethode hat den Vorteil, daß trotz hoher Aktivitäten außerordentlich billig gearbeitet werden kann. Im Vergleich zu Fällungskatalysatoren werden sowohl umfangreiche und kostspielige Fabrikationseinrichtungen als auch teure Ausgangssalze erspart. Gegenüber Sinterkatalysatoren erspart man den technisch kostspieligen Sinterprozeß, der bei hohen Temperaturen durchgeführt werden muß und eine erhebliche Verteuerung der Katalysatorherstellung bedingt.
  • Die mechanische Festigkeit der erfindungsgemäß hergestellten Katalysatoren, die neben den aktiven Komponenten und gegebenenfalls zugemischten Trägerstoffen keine verfestigenden Zusätze enthalten, ist überraschenderweise erheblich besser als die Festigkeit von durch Fällung hergestellten Katalysatoren. Auch die Aktivität derartiger Katalysatoren erreicht günstige oder sogar hervorragende Werte.
  • Als Ausgangsmaterial für die erfindungsgemäß agglomerierten Katalysatoren verwendet man zweckmäßig pulverförmiges metallisches und/oder oxydiertes Nickel, Eisen oder Kobalt, vorzugsweise Nickel und/oder Nickeloxyd. Die alleinige Verwendung von Oxyden ist besonders vorteilhaft, weil bei der nachgeschalteten Katalysatorreduktion aus den Oxyden besonders aktive Metalle entstehen. Die Aktivität von nur aus Metalloxyden hergestellten Katalysatoren ist meist am besten. Aber auch Mischungen von Oxyden und Metallen bis zu etwa gleichem gegenseitigem Gewichtsverhältnis liefern noch Katalysatoren von befriedigender Aktivität.
  • Die zur erfindungsgemäßen Katalysatorherstellung verwendeten pulverförmigen Substanzen sollen eine Korngröße von ungefähr 0,0001 bis 0,050 mm, zweckmäßig von ungefähr 0,0001 bis 0,020 mm, insbesondere von ungefähr 0,001 bis 0,005 mm, besitzen. In diesem Fall werden sowohl hinsichtlich ihrer Kornfestigkeit als auch hinsichtlich ihrer Aktivität besonders gute Katalysatoren erhalten. Katalysatorpulver mit wesentlich gröberem Korn, z. B. von 0,1 mm und darüber, ergeben jedoch Katalysatoren von unzureichender Festigkeit. Mit den Metalloxyd- und/oder Metallpulvern können gegebenenfalls, und zwar zweckmäßig in der gleichen Korngröße, an sich technisch bekannte Aktivatoren, beispielsweise Kupfer, Silber oder Erdalkaliverbindungen, vermischt werden.
  • Diese Aktivatoren werden am besten in oxydischer Form verwendet, und zwar zweckmäßig in ihrer höchsten Wertigkeitsstufe. Für Nickelkatalysatoren sind als Aktivatoren insbesondere Magnesiumoxyd und Magnesiumcarbonat geeignet, für Eisenkatalysatoren werden vorzugsweise Kuppferoxyd und Alkalioxyde der Alkalicarbonate verwendet In manchen Fällen ist es günstig, wenn man den erfindungsgemäß zu verarbeitenden Pulvermischungen noch gewisse Mengen von Trägerstoffen zusetzt. Auf diese Weise läßt sich häufig eine erhebliche Steigerung der liatalysatoraktivität erreichen. Die Zumischung von Trägerstoffen scheint in überraschender Weise auch die mechanische Katalysatorfestigkeit zu erhöhen. Schon relativ kleine Mengen von Trägerstoffen, beispielsweise schon 10 bis 20 Gewichtsprozent Kieselgur, bezogen auf das aktive Katalysatormetall, können bereits eine wesentliche Verfestigung der Katalysatorkörner und eine erhebliche Steigerung der Katalysatoraktivität bewirken. Die optimale Menge der zugemischten Trägerstoffe ist von der Satalysatorart abhängig. Bei Nickelkatalysatoren kann man mit einem Zusatz von 25 bis 100 Gewichtsprozent Kieselgur, bezogen auf das aktive Metall, ausgezeichnete mechanische Festigkeiten und gute Aktivitäten erreichen. Bei Eisenkatalysatoren sind derart hohe Zusätze an Trägermaterial unzweckmäßig. Hier muß man sich im allgemeinen mit 5 bis 25 ob,, vorzugsweise mit etwa 5 bis 150!o Trägermaterial, bezogen auf das vorhandene Eisenmetall, begnügen, weil im Gegensatz zu Nickelkatalysatoren größere Trägerstoffmengen einen Abfall der Aktivität verursachen. Man kann diese Aktivitätsverminderung des Eisenkatalysators zwar durch höhere Synthesetemperaturen ausgleichen. Mit Rücksicht auf die Ausbeute an flüssigen Produkten, die wesentlich ansteigende Methanbildung und die eintretende Kohlenstoffabscheidung ist bei Eisenkatalysatoren eine derartige Erhöhung der Synthesetemperatur unvorteilhaft. Kobaltkatalysatoren besitzen hinsichtlich der zulässigen Trägerstoffmengen ungefähr eine Mittelstellung zwischen Nickel- und Eisenkatalysatoren.
  • Die erfindungsgemäße Herstellung der Katalysatoren kann sowohl durch vorherige Verformung des Pulvergemisches auf die gewünschte Korngröße als auch durch Zerkleinerung eines vorher stückig erzeugten Produktes bewirkt werden. Da die letztgenannte Arbeitsweise verhältnismäßig umständlich und kostspielig ist, arbeitet man zweckmäßig mit einer vorherigen Verformung des Pulvergemisches. Zu diesem Zweck werden die aus den in Frage kommenden Komponenten bestehenden trockenen Pulver der oben angegebenen Korngrößen mechanisch oder in anderer Weise zunächst so innig gemischt, daß Farbunterschiede der einzelnen Komponenten praktisch nicht mehr erkennbar sind.
  • Bei der Ausformung der Katalysatoren wird die Tatsache ausgenutzt, daß feine Pulvergemische sich nach Anfeuchtung durch Bewegung zu kugeligen Gebilden agglomerieren lassen. In Abhängigkeit von der Teilchengröße und der Zusammensetzung des Pulvergemisches erfolgt diese Zusammenballung nach Erreichung eines bestimmten Feuchtigkeitsgehaltes. Die Wasseraufnahmefähigkeit der verarbeiteten Pulvergemische ist dabei in gewissem Umfang von der Art der zur Agglomerierung verwendeten Vorrichtung abhängig. Die Wasseraufnahmefähigkeit und der Wassergehalt der feuchten Mischung kann in Abhängigkeit von der bei der Agglomerierung eintretenden Stauchung der einzelnen Körner in gewissen Grenzen schwanken. Je nach Konstruktur und Art der verwendeten Agglomeriervorrichtung werden auch das Schüttgewicht oder das sogenannte Klopfgewicht sowie die Kornfestigkeit der fertigen Katalysatoren mehr oder weniger weitgehend beeinflußt. Auch der Durchmesser der Agglomerierapparatur und die Drehzahl bzw. Umfangsgeschwindigkeit einer für die Katalysatorherstellung verwendeten Scheibe oder eines Behälters sind von Bedeutung.
  • Die Körnung der Pulvermischung kann mit Hilfe von technisch bekannten Apparaten und Verfahren erfolgen, z. B. auf Drehtellern, in Eirich-Mischern oder mit anderen geeigneten Agglomeriervorrichtungen. Als Beispiel wird nachstehend die Herstellung der Katalysatoren auf einer rotierenden Scheibe beschrieben, die mit einem Schaber für die fortlaufende Aufteilung der Staubmischung ausgestattet ist.
  • Die erste Charge des Staubgemisches wird auf der rotierenden Scheibe mit einem feinen Wasserstrahl bedüst.
  • Die aufgedüste Flüssigkeit kann auch Zusätze in gelöster und suspendierter Form enthalten. Aus der ersten Charge entstehen meist grobe Körner. Diese werden im feuchten Zustand zerkleinert und durch ein Sieb passiert, um sie auf Korngrößen zu bringen, die meist unterhalb der Korngröße des endgültig herzustellenden Katalysators liegen.
  • Das so erhaltene Unterkorn wird bei der laufenden Fabrikation auf dem rotierenden Teller mit neu zugegebenem Staubgemisch fortlaufend eingepudert und durch kontinuierliche oder absatzweise Aufdüsung von Wasser oder Lösungen abgerundet. Unter allmählichem Anwachsen erreicht man hierbei die gewünschte Korngröße. Während der Herstellung begünstigt die mechanische Beanspruchung und Stauchung des zusammengeballten Materials eine gleichmäßige Verteilung der Feuchtigkeit innerhalb des Kornes. Auf diese Weise ergeben sich Kornhärten, welche eine Trocknung des Katalysators im ruhenden Luftstrom zulassen, ohne daß die Katalysatorkörner zerfallen. Die Trocknung der feuchten Körner wird zwischen 80 und 200°, vorzugsweise zwischen 100 und 1500, bis zu einem Wassergehalt von annähernd 00/o durchgeführt.
  • Hierbei entsteht ein nur geringer Schwund.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Katalysatoren werden zwischen 150 und 450°, vorzugsweise zwischen ungefähr 250 und 400°, in bekannter Weise reduziert.
  • Als Reduktionsgase können Wasserstoff und/oder Kohlenoxyd verwendet werden. Bei Nickel- und Kobaltkatalysatoren ergibt eine Reduktion mit Wasserstoff die besten Ergebnisse. Bei Eisenkatalysatoren können zur Reduktion beide Gase getrennt oder in gegenseitiger Mischung verwendet werden.
  • Die Reduktion läßt sich kontinuierlich oder absatzweise durchführen, wobei die Strömungsgeschwindigkeit der Reduktionsgase in weiten Grenzen schwanken kann.
  • Am besten werden hohe Strömungsgeschwindigkeiten verwendet, die beispielsweise, linear und kalt gemessen, bei 1 m/Sekunde und höher liegen können. Die Reduktion kann sowohl bei atmosphärischem als auch bei unteratmosphärischem oder überatmosphärischem Druck, vorzugsweise bei Normaldruck oder Überdruck, erfolgen. Die Reduktion der Katalysatoren kann sowohl in geeigneten Reduktionsapparaturen als auch unmittelbar in den Katalysatoröfen durchgeführt werden.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Katalysatoren lassen sich bei beliebigen Drücken zur Synthese benutzen. Die Reaktionstemperaturen liegen zweckmäßig zwischen ungefähr 150 und 350°, vorzugsweise zwischen ungefähr 180 und 280". Die Rückführung eines Teiles der Restgase unter Zumischung von frischem Synthesegas, d. h. die sogenannte Kreislaufführung der Synthesegase, ist häufig vorteilhaft.
  • Beispiel 1 Herstellung eines Nickelkatalysators von 1,5 bis 3 mm Korngröße Für die Herstellung dieses Nickelkatalysators wurde ein Pulvergemisch verwendet, das 630/, Nickeloxyd, 7,4 0/o Magnesiumoxyd und 29,6 0/o Kieselgur enthielt.
  • Das Nickeloxyd war chemisch rein und von schwarzer Farbe. Es besaß eine aus dem Blaine-Test errechnete spezifische Oberfläche von ungefähr 5400 cm2/g (hinsichtlich Blaine-Test vgl. ASTM Standards [1949], Teil 3, S. 103 bis 109). Das Magnesiumoxyd war chemisch rein und hatte ein Litergewicht von 230 bis 300 g. Die Kieselgur war vorgeröstet und besaß ein Litergewicht von ungefähr 98 g.
  • Auf einem Drehteller von 300 mm Durchmesser wurde das Gemisch der vorstehend genannten Zusammensetzung bei 87 Umdrehungen je Minute innerhalb von 20 bis 40 Minuten, vorzugsweise innerhalb von 30 Minuten, bis zur beginnenden Klumpenbildung mit Wasser bedüst. Dieser Zustand trat ein, sobald im feuchten Gemisch ungefähr 38°/o Wasser vorhanden waren. Die dabei entstandenen meist groben Kugeln wurden durch ein Sieb von 3 mm Maschenweite gedrückt. Hierbei erhielt man ein Material, das meist aus unregelmäßig geformten Stückchen unter 3 mm Durchmesser und geringen Mengen von feuchtem Staub bestand. Es wurde auf dem Drehteller unter gleichzeitiger Zugabe von trockenem staubförmigem Gemisch und feinverteiltem Wasser abgerundet und vergrößert.
  • Während der Produktion ergab sich für die Herstellung von 1,5 bis 3 mm großen Katalysatorkörnern ungefähr folgender Gleichgewichtszustand.
  • Auf dem rotierenden Drehteller wurden 390 g Splitterkorn von bis zu 3 mm Korngröße mit ungefähr 33,70/0 Wassergehalt kontinuierlich mit Staub gepudert und innerhalb von 40 bis 60 Minuten, vorzugsweise innerhalb von ungefähr 47 Minuten, mit Wasser bedüst. Hierbei wurden 370 g Staubgemisch und 250 g Wasser zugegeben.
  • Beide Bestandteile ergaben eine 40,4 0/o Wasser enthaltende Mischung. Der gesamte Einsatz belief sich auf 1010 g. Bereits während der Katalysatorausformung erfolgte eine gewisse Abdunstung des vorhandenen Wassergehaltes.
  • Nach der Ausformung wurde das erhaltene feuchte Gemisch zunächst auf einem Sieb von 3 mm Maschenweite und dann auf einem Sieb von 1,5 mm Maschenweite behandelt. Hierbei erhielt man 557 g Kugelkorn von 1,5 bis 3 mm Durchmesser mit ungefähr 33,7 0/o Wasser. Daneben ergaben sich 202 g Überkorn, dessen Korngröße oberhalb von 3 mm lag und das durch ein Sieb von 3 mm Maschenweite passiert wurde, und 188 g Unterkorn, das eine unterhalb von 1,5 mm liegende Korngröße besaß. Das Überkorn wurde mit dem Unterkorn vereinigt, so daß insgesamt 390 g Splitterkorn in die Fabrikation zurückkehrten. Im ganzen wurden ungefähr 41 0/0 des feuchten Einsatzes als Umlauf zurückgeführt.
  • Der erfindungsgemäß ausgeformte Katalysator wurde 16 Stunden in ruhender Lage bei 1200 getrocknet.
  • Hierbei erhielt man ein nicht verklebtes Kugelkorn von 1,5 bis 3 mm Korngröße. Infolge der eintretenden Wasserverdunstung ergab sich während der Trocknung ein entsprechender Gewichtsverlust und eine Schrumpfung von ungefähr 50/o.
  • Auch die Reduktion erfolgte in ruhendem Zustand.
  • Zur Reduktion wurde Wasserstoff bei 390" benutzt.
  • Nach einer Reduktionszeit von 90 Minuten wurde ein Reduktionswert von 950/0 Nickel erreicht. Während der Reduktion ergab sich ein Volumenschwund von 50/0 und ein gewichtsmäßiger Schwund von 180/o. Vor der Reduktion belief sich das Klopfgewicht des Katalysators, d. h. die beim leichten Aufstoßen des Gefäßes eintretende Raumerfüllung, auf je 820 g/1000 cm3.
  • Nach der Reduktion wurde ein Klopfgewicht von je 710g/1000 cm3 erreicht. Auf 100 Gewichtsteile Nickel enthielt der fertigreduzierte Katalysator 15 Gewichtsteile Magnesiumoxyd (MgO) und 60 Gewichtsteile Kieselgur.
  • Von dem reduzierten Katalysator wurden 4 1 in ein Reaktionsrohr von 5 m Länge und 32 mm lichter Weite eingebracht. Das Rohr wurde auf seiner Außenfläche mit Wasser gekühlt. Über den Katalysator wurde ein Gas geleitet, das neben 33,80/, Methan und Stickstoff 2,50/o CO2, 5,40/o CO, 56,30/0 H2 und 20/0 schwere Kohlenwasserstoffe enthielt (Volumprozent). Die Raumgeschwindigkeit belief sich auf 1100, d. h., über 11 des Katalysators wurden stündlich 1100 N-Liter Gas geleitet.
  • Hierbei wurden sowohl das im übergeleiteten Gas vorhandene Kohlendioxyd als auch das liohlenoxyd quantitativ zu Methan hydriert.
  • Unter Verwendung des gleichen Katalysators und des gleichen Reaktionsrohres wurde mit einer Raumgeschwindigkeit von 1200 bei einem Druck von 7 kg/cm2 und einer Temperatur von 2040 ein neben Methan und Stickstoff 2,5°lo CO2, 5,1 0/o CO und 37,70/0 Wasserstoff (Volumprozent) enthaltendes Gas umgesetzt. Auch hierbei wurden das vorhandene Kohlendioxyd und Kohlenoxyd vollständig zu Methan hydriert.
  • Beispiel 2 Herstellung eines Eisenkatalysators von 2 bis 2,5 mm Korngröße Dieser Katalysator wurde aus einem Gemisch hergestellt, das 73,20/0 Eisenoxyd, 16,20/, Kupferoxyd, 5,70/0 Pottasche und 4,90/0 Zinkoxyd enthielt (Gewichtsprozent).
  • Das Eisenoxyd war ein gereinigtes Material, das 66,5°/o Fe und 2,60/o SiO2 enthielt. Es besaß eine aus dem Blaine-Test ermittelte spezifische Oberfläche von ungefähr 18 200 cm2/g bei einer durchschnittlichen Teilchengröße von ungefähr 0,0004 mm. Das Kupferoxyd war chemisch rein und besaß eine Teilchengröße von 0,0018 mm bzw. eine spezifische Oberfläche von 11 500 cm2/g. Das Zinkoxyd hatte eine Korngröße von 0,0004 bis 0,001 mm und eine spezifische Oberfläche von 11 500 cm2/g. Das Kaliumcarbonat wurde in chemisch reiner wasserfreier und pulverisierter Form verwendet.
  • Von dem vorstehend zusammengesetzten und trockenen Gemisch wurden 400 g in 10 bis 20 Minuten auf dem gemäß Beispiel 1 benutzten rotierenden Drehteller so weitgehend mit Wasser bedüst, daß gerade Klumpenbildung eintrat. Dieser Zustand wurde erreicht, sobald das Gemisch ungefähr 15,4 0/o Wasser aufgenommen hatte. Hierbei bildeten sich meist grobe Kugeln, die durch ein Sieb von 2,5 mm Maschenweite gedrückt und darauf auf dem Drehteller mit etwa der gleichen Menge Staub unter gleichzeitiger Aufdüsung von Wasser eingepudert wurden. Hierbei wurde das Korn abgerundet und vergrößert.
  • Bei der Herstellung einer 2 bis 2,5 mm großen Kornfraktion ergab sich während der Produktion ungefähr folgendes Gleichgewicht.
  • Auf dem rotierenden Drehteller wurden 460 g Splitterkorn von weniger als 2,5 mm Korngröße und mit ungefähr 12°/o Wassergehalt kontinuierlich eingepudert und ungefähr 13 Minuten mit Wasser bedüst. In dieser Zeit wurden 388 g trockenes Ausgangsgemisch und 70 g Wasser zugefügt. Diese Menge entsprach einer Staubmischung, die 15,40/0 Wasser enthielt. Insgesamt wurden dem Drehteller also 918 g zugeführt.
  • Nach der Behandlung auf einem Sieb von 2,5 mm Maschenweite und auf einem Sieb von 2 mm Maschenweite verblieben 322 g feuchtes Kugelkorn, das eine Korngröße von 2 bis 2,5 mm aufwies.
  • Durch Hinzufügung von Stückchenkorn, das sich beim Passieren des mehr als 2,5 mm großen Überkorns durch ein Sieb von 2,5 mm Maschenweite ergab, wurden die 332 g Kugelkorn um 100 g vermehrt, so daß insgesamt 442 g feuchtes Korn mit einem Wassergehalt von 120/0 erhalten wurden. An Trockensubstanz entsprach diese Menge ungefähr der Menge des eingesetzten Staubgemisches. Durch eine nach der Verformung vorgenommene Absiebung erhielt man als Umlaufstaub 346 g mit einer unterhalb von 2 mm liegenden Korngröße. Auch bei der dem Passiersieb nachgeschalteten Absiebung ergab sich eine Fraktion mit unterhalb von 2 mm liegender Korngröße. Insgesamt war an feuchtem Unterkorn eine umlaufende Menge vorhanden, die ungefähr 51 0wo der eingesetzten Trockensubstanz entsprach.
  • Durch die Zufügung des Stückchenkorns war der Katalysator nicht ganz so gleichmäßig wie b i der Herstellung nach Beispiel 1. Bei den verwendeten engen Siebgrenzen wurde aber auf diese Weise eine etwa 250/0ige Vermehrung der Kornausbeute erreicht.
  • Nach einer bei 12Q° in ruhender Lage 10 Stunden lang durchgeführten Trocknung hatte der Katalysator ein Klopfgewicht von 1670 g je 1000 cm9 Katalysator.
  • Bei der Trocknung ergab sich ein Gewichtsschwund von etwa 120/o, der ungefähr dem Wassergehalt des feuchten Korns entsprach. Gleichzeitig trat ein Volumenschwund von etwa 30/0 ein.
  • Der Katalysator wurde 9 Stunden lang mit strömendem Wasserstoff bei 320° reduziert. Hierbei erfolgte ein Volumenschwund von 0,8 0/o und ein Gewichtsschwund von 330/,. Das Klopfgewicht des Katalysators verminderte sich dabei auf 1310 g je 1000 cm3. Von dem im Katalysator vorhandenen Eisenoxyd wurden 91,50/0 zu metallischem Eisen reduziert. Der Katalysator enthielt dann auf 100 Gewichtsteile Eisen annähernd 25 Gewichtsteile Kupfer, 8 Gewichtsteile Ks O und 10 Gewichtsteile Zinkoxyd.
  • In ein 5 m langes Reaktionsrohr von ungefähr 10 mm Lichtweite wurden 400 cm3 des Katalysators eingefüllt.
  • Bei einem Druck von 20 atü und einer Temperatur von 228° wurde dann in geradem Durchgang Wassergas über den Katalysator geleitet, das neben Methan und Stickstoff ungefähr 40 °iO Kohlenoxyd, 4°lo Kohlendioxyd und 500/0 Wasserstoff enthielt (Volumprozent).
  • Die Raumgeschwindigkeit belief sich auf 400. Es wurde ein (CO + H2)-Umsatz von 61,50!o erreicht, was einem mehr als 800!0eigen CO-Umsatz entsprach. Die Methanbildung erreichte ungefähr 9 °/0. Von den flüssigen Produkten siedeten 32 Gewichtsprozent oberhalb von 320".
  • Beispiel 3 Herstellung eines Eisenkatalysators von 2 bis 2,5 mm Korngröße In gleicher Weise, wie aus Beispiel 2 ersichtlich, wurde ein trockenes Substanzgemisch verarbeitet, das 74,20/0 Eisenoxyd, 16,40/0 Kupferoxyd, 5,8°lo Kaliumcarbonat und 3,6 °j0 Zinkoxyd enthielt. Dieses Gemisch wurde auf dem rotierenden Drehteller mit einer Zinknitratlösung bedüst, die je Liter 175 g Zinknitrat, d. h. 75 g Zinkoxyd enthielt. Auf je 1000 g trockenes Substanzgemisch wurden 185 cm3 Zinknitratlösung aufgedüst. Der Zinkgehalt des Katalysators wurde dabei auf 10 Gewichtsteile ZnO je 100 Gewichtsteile Fe erhöht.
  • Bei seiner weiteren Aufarbeitung und Verwendung entsprach dieser Katalysator den im Beispiel 2 angegebenen Werten.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRSCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Kohlenoxyd-Hydrierkatalysatoren, die Nickel, Eisen oder Kobalt enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxyde der genannten Metalle undioder diese Metalle, gegebenenfalls Aktivatoren und gegebenenfalls Trägerstoffe, staubförmig auf eine Korngröße von 0,0001 bis 0,05 mm, zweckmäßig von 0,0001 bis 0,02 mm, zerkleinert und nach inniger gegenseitiger Vermischung der für die gewünschte Katalysatorzusammensetzung erforderlichen Mengen unter Befeuchtung mit Wasser oder wäßrigen Lösungen und unter dauernder Bewegung in technisch üblichen Agglomerier- oder Granuliervorrichtungen kugelartig verformt und aus dem verformten Gemisch, gegebenenfalls nach Zerkleinerung übergroßer Anteile, durch Absiebung, Klassierung, Sichtung oder ähnliche Maßnahmen untereinander annähernd gleich große Katalysatorkörner abtrennt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellung von Eisenkatalysatoren ein Pulvergemisch verwendet wird, das weniger als 250/o, vorzugsweise weniger als 100/o, Trägerstoffe enthält, berechnet auf das aktive Katalysatormetall.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Nickelkatalysatoren Pulvergemische verwendet werden, die 25 bis 100°/o, vorzugsweise 25 bis 50 0/o, Trägerstoffe enthalten, berechnet auf das aktive Katalysatormetall.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Eisenkatalysatoren bei der Agglomerierung des Pulvergemisches ein Wassergehalt von höchstens ungefähr 300/0 und mindestens von ungefähr 100/o eingestellt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Nickelkatalysatoren bei der Agglomerierung des Pulvergemisches ein Was- sergehalt von höchstens ungefähr 500/o und mindestens von ungefähr 300/0 eingestellt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Herstellung von Eisenkatalysatoren das bei der Agglomerierung anfallende Überkorn durch ein Sieb oder andere geeignete Vorrichtungen passiert, die dabei sich ergebende, der vorgesehenen Nutzkorngröße entsprechende Fraktion dem Nutzkorn beimischt und das darunterliegende Unterkorn in den Herstellungsgang zurückführt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Herstellung von Nickelkatalysatoren das bei der Agglomerierung anfallende Überkorn zerkleinert und das gesamte hierbei anfallende Material in den Herstellungsgang zurückführt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 720 575.
DER13880A 1954-03-27 1954-03-27 Verfahren zur Herstellung von Kohlenoxyd-Hydrierkatalysatoren Pending DE1020613B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3518208A (en) * 1966-04-26 1970-06-30 Girdler Suedchemie Katalysator Catalyst for the water gas shift reaction
EP0104672A1 (de) * 1982-08-02 1984-04-04 Shell Internationale Researchmaatschappij B.V. Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen

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