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Die Erfindung betrifft einen Mehrfachdüseneinsatz und eine Airless-Sprühpistole gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 9.
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Aus der
DE 203 20 747 U1 ist die Ausrüstung einer Airless-Spritzpistole mit einer Doppeldüse bekannt, wobei die Doppeldüse in Form von zwei nebeneinander, bevorzugt in Reihe, angeordneten schlitzartigen Düsenöffnungen ausgebildet ist, welche derart angeordnet und ausgestaltet sind, dass sich die Spritzstrahlen in Längsrichtung überschneiden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mehrfachdüseneinsatz bzw. eine Airless-Sprühpistole zu entwickeln, durch welche das Sprühbild optimiert ist.
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Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bzw. 9 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 9 gelöst. In den jeweiligen Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.
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Der Mehrfachdüseneinsatz zum Einstecken in einen Aufnahmeraum eines Sprühkopfs einer Airless-Sprühpistole umfasst einen zylinderartigen Grundkörper und einen an dem Grundkörper angeordneten Handgriff, wobei der Grundkörper zur Ausbildung einer Mehrfachdüse wenigstens einen ersten Aufnahmeraum und einen zweiten Aufnahmeraum umfasst, wobei der Mehrfachdüseneinsatz wenigstens eine erste Düse und eine zweite Düse umfasst und wobei die erste Düse in dem ersten Aufnahmeraum aufgenommen ist und wobei die zweite Düse in dem zweiten Aufnahmeraum aufgenommen ist, wobei jede der Düsen einen Auslasskörper mit einer als Schlitz ausgebildeten Sprühöffnung umfasst, wobei die erste Düse in dem Grundkörper derart angeordnet ist, dass der Schlitz der ersten Düse bei waagrechter Sprührichtung mit seiner Längsachse gegenüber einer quer zu der Sprührichtung verlaufenden Horizontalen um einige Grad verdreht ist und wobei die zweite Düse in dem Grundkörper derart angeordnet ist, dass der Schlitz der zweiten Düse bei waagrechter Sprührichtung mit seiner Längsachse gegenüber einer quer zu der Sprührichtung verlaufenden Horizontalen um einige Grad verdreht ist. Versuche haben gezeigt, dass durch eine derartige Ausrichtung des Schlitzes der ersten Düse und des Schlitzes der zweiten Düse im Vergleich mit einem mit entsprechend dem Stand der Technik ausgerichteten Schlitzen ausgebildeten Mehrfachdüseneinsatz ein verbessertes Sprühbild erzielt werden kann, wobei sich die Verbesserung insbesondere in den Randbereichen des Sprühbilds derart zeigt, dass bei nebeneinander mit leichter Überlappung gesprühten Streifen in den Randbereichen ein ungewünscht hoher Farbauftrag vermieden ist, so dass die besprühte Fläche ein ebenmäßiges Erscheinungsbild einheitlicher Farbtiefe erhält, welches streifenfrei ist. Entsprechend lässt sich mit dem erfindungsgemäßen Mehrfachdüseneinsatz ein ungewünschtes, sogenanntes „tailing“ besonders zuverlässig vermeiden.
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Es kann auch vorgesehen sein, den Schlitz der ersten Düse und den Schlitz der zweiten Düse in dieselbe Richtung um die jeweilige Sprührichtung zu verdrehen. Auch die Verwendung eines derartigen Mehrfachdüseneinsatzes hat bei Versuchen im Vergleich mit einem mit herkömmlich ausgerichteten Schlitzen ausgebildeten Mehrfachdüseneinsatz ein verbessertes Sprühbild gezeigt.
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Weiterhin kann es vorgesehen sein, die Längsachse des Schlitzes der ersten Düse und die Längsachse des Schlitzes der zweiten Düse parallel zueinander auszurichten. Auch die Verwendung eines derartigen Mehrfachdüseneinsatzes hat bei Versuchen im Vergleich mit einem mit entsprechend dem Stand der Technik ausgerichteten Schlitzen ausgebildeten Mehrfachdüseneinsatz ein verbessertes Sprühbild gezeigt.
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Es kann auch vorgesehen sein, die Längsachse des Schlitzes der ersten Düse um 7° bis 9° und insbesondere um 8° gegenüber der quer zu der Sprührichtung verlaufenden Horizontalen zu verdrehen und/oder die Längsachse des Schlitzes der zweiten Düse um 7° bis 9° und insbesondere um 8°gegenüber der quer zu der Sprührichtung verlaufenden Horizontalen zu verdrehen. Auch die Verwendung derartiger Mehrfachdüseneinsätze hat bei Versuchen im Vergleich mit einem mit entsprechend dem Stand der Technik ausgerichteten Schlitzen ausgebildeten Mehrfachdüseneinsatz jeweils ein verbessertes Sprühbild gezeigt.
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Weiterhin kann es vorgesehen sein, die erste Düse und die zweite Düse in die jeweilige Sprührichtung betrachtet nach rechts zu verdrehen oder die erste Düse und die zweite Düse in die jeweilige Sprührichtung betrachtet nach links zu verdrehen. Auch die Verwendung derartiger Mehrfachdüseneinsätze hat bei Versuchen im Vergleich mit einem mit entsprechend dem Stand der Technik ausgerichteten Schlitzen ausgebildeten Mehrfachdüseneinsatz jeweils ein verbessertes Sprühbild gezeigt.
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Es kann auch vorgesehen sein, die Mehrfachdüse als Doppeldüse auszubilden, welche ausschließlich die erste Düse und die zweite Düse umfasst, wobei es insbesondere vorgesehen ist, die Doppeldüse im Sprühbetrieb bei einem Druck von 14 MPa für einen Durchfluss von 0,7 Liter pro Minute bis 1,5 Liter pro Minute und bevorzugt etwa 1,2 Liter pro Minute zu dimensionieren. Eine derartige Ausbildung und ggf. Dimensionierung führte bei Versuchen im Vergleich mit einem mit entsprechend dem Stand der Technik ausgerichteten Schlitzen ausgebildeten Mehrfachdüseneinsatz zu einem jeweils verbesserten Sprühbild.
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Die Airless-Sprühpistole umfasst einen Sprühkopf mit in einem Aufnahmeraum und einen darin eingesteckten Mehrfachdüseneinsatz, welcher entsprechend wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildet ist. Mit einer derart ausgebildeten Airless-Sprühpistole lassen sich jeweils verbesserte Sprühbilder erzeugen.
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Es kann auch vorgesehen sein, den Mehrfachdüseneinsatz der Airless-Sprühpistole mit einem Spritzdruck von 9 MPa bis 11 MPa in jeder Düse zu betrieben oder den Mehrfachdüseneinsatz zur Verwendung in der Airless-Sprühpistole bei einem Spritzdruck von bis zu 25 MPa vorzusehen. Mit derartig betriebenen Airless-Sprühpistolen lassen sich entsprechend den durchgeführten Versuchen im Vergleich mit Airless-Sprühpistolen mit einem Mehrfachdüseneinsatz mit entsprechend dem Stand der Technik ausgerichteten Schlitzen jeweils verbesserte Sprühbilder erzeugen.
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Weiterhin kann es vorgesehen sein, die dem Mehrfachdüseneinsatz der Airless-Sprühpistole zugeführte Farbe in die Düsen mit einer Temperatur von 30°C bis 50°C und insbesondere 40°C eintreten zu lassen, wobei es insbesondere vorgesehen ist, die Farbe in einem Farbschlauch, an welchen die Airless-Sprühpistole angeschlossen ist, zu erwärmen. Auch mit derartig betriebenen Airless-Sprühpistolen lassen sich entsprechend den durchgeführten Versuchen im Vergleich mit Airless-Sprühpistolen mit einem Mehrfachdüseneinsatz mit entsprechend dem Stand der Technik ausgerichteten Schlitzen jeweils verbesserte Sprühbilder erzeugen.
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Schließlich kann es vorgesehen sein, bei Ausbildung des Mehrfachdüseneinsatzes als Doppeldüse eine erste Sprühachse der ersten Düse und eine zweite Sprühachse der zweiten Düse derart in einem Winkel von 3° zueinander anzuordnen, dass ein von der ersten Düse erzeugter erster Sprühstrahl und ein von der zweiten Düse erzeugter zweiter Sprühstrahl vor der Doppeldüse aufeinandertreffen. Auch mit derartig betriebenen Airless-Sprühpistolen lassen sich entsprechend den durchgeführten Versuchen im Vergleich mit Airless-Sprühpistolen mit einem Mehrfachdüseneinsatz mit entsprechend dem Stand der Technik ausgerichteten Schlitzen jeweils verbesserte Sprühbilder erzeugen.
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Im Sinne der Erfindung ist unter einem Handgriff ein an dem Grundkörper in beliebiger Form ausgebildeter Fortsatz zu verstehen, welcher es ermöglicht, dem Mehrfachdüseneinsatz händisch oder mit Hilfe eines Werkzeugs zu handhaben.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben.
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Hierbei zeigt:
- 1a: eine schematische Darstellung einer Airless-Sprühpistole mit einem in diese eingesetzten schematisch dargestellten Mehrfachdüseneinsatz;
- 1b: den in der 1a gezeigten, schematisch dargestellten Mehrfachdüseneinsatz in Alleinstellung;
- 2: eine konkrete Ausführungsvariante des in den 1a und 1b schematisch dargestellten Mehrfachdüseneinsatzes;
- 3: eine Detailansicht der in der 2 gezeigten konkreten Ausführungsvariante des Mehrfachdüseneinsatzes;
- 4: die Detailansicht der 3 mit zur Erläuterung von Details veränderten Abmessungen;
- 5: eine Detailansicht der 4 und
- 6: den in der 2 gezeigten Mehrfachdüseneinsatz in einer Ansicht von links.
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In der 1a ist eine Airless-Sprühpistole 101 mit einem in einen Sprühkopf 102 der Airless-Sprühpistole 101 eingesetzten Mehrfachdüseneinsatz 1 schematisch dargestellt. Weiterhin ist in der 1b der Mehrfachdüseneinsatz 1 in Alleinstellung und ebenfalls schematisch gezeigt.
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Der Mehrfachdüseneinsatz 1 ist als Wechseleinsatz ausgebildet und kann z.B. zur Reinigung aus einem Aufnahmeraum 103 des Sprühkopfs 102 der Airless-Sprühpistole 101 entnommen werden. Hierzu muss der Mehrfachdüseneinsatz 1 um 90° um seine Hochachse H1 gedreht werden und dann nach oben aus dem Aufnahmeraum 103 herausgezogen werden. Ein Einsetzen des Mehrfachdüseneinsatzes 1 in den Sprühkopf 102 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Der Sprühkopf 102 und der Mehrfachdüseneinsatz 1 sind bei sprühbereiter Airless-Sprühpistole 101 somit durch eine Art Bajonettverschluss miteinander verriegelt.
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Der Mehrfachdüseneinsatz 1 zum Einstecken in den Aufnahmeraum 103 des Sprühkopfs 102 der Airless-Sprühpistole 101 umfasst einen zylinderartigen Grundkörper 2 und einen an dem Grundkörper 2 angeordneten Handgriff 3. Zur Ausbildung einer Mehrfachdüse 4 umfasst der Grundkörper 3 einen ersten Aufnahmeraum 5 und einen zweiten Aufnahmeraum 6.
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Eine weitere Beschreibung des Mehrfachdüseneinsatzes 1 erfolgt anhand der in der 2 gezeigten, detaillierten Darstellung des Mehrfachdüseneinsatzes 1 sowie anhand der in den 3 bis 5 gezeigten Detaildarstellungen zu dem in der 2 gezeigten Mehrfachdüseneinsatz 1. Die Darstellungen der 3 bis 5 sind jeweils teilweise geschnitten ausgeführt, wobei zur Erhaltung der Übersichtlichkeit der Darstellungen auf eine Schraffur geschnittener Flächen verzichtet wurde.
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Wie bereits erwähnt umfasst der Mehrfachdüseneinsatz 1 den zylinderartigen Grundkörper 2 und den an dem Grundkörper 2 angeordneten Handgriff 3, wobei der Grundkörper 2 zur Ausbildung der Mehrfachdüse 4 den ersten Aufnahmeraum 5 und den zweiten Aufnahmeraum 6 umfasst. Weiterhin umfasst der Mehrfachdüseneinsatz 1 eine erste Düse 7 und eine zweite Düse 8, wobei die erste Düse 7 in dem ersten Aufnahmeraum 5 aufgenommen ist und wobei die zweite Düse 8 in dem zweiten Aufnahmeraum 6 aufgenommen ist.
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Jede der Düsen 7, 8 ist mehrteilig ausgebildet ist und umfasst jeweils einen Einlasskörper 9, 13 mit einer Einlassöffnung 9a, 13a und einen Auslasskörper 10, 14 mit einer Sprühöffnung 10a, 14a (siehe 3). Weiterhin umfasst jede der Düsen 7, 8 auch eine ringartige Dichtung 11, 15. Zur Bildung der jeweiligen Düse 7, 8 ist die jeweilige Dichtung 11, 15 zwischen dem jeweiligen Einlasskörper 9, 13 und dem jeweiligen Auslasskörper 10, 14 unter elastischer Verformung derart zusammengepresst gehalten, dass der jeweilige Einlasskörper 9, 13 und der jeweilige Auslasskörper 10, 14 zur Ausbildung eines Düseninnenraums 12, 16 gegeneinander abgedichtet sind. Der Einlasskörper 9, 13 wird auch als Vorzerstäuber bezeichnet und der Auslasskörper 10, 14 wird auch als Endzerstäuber bezeichnet. Über die Einlassöffnungen 9a, 13a werden die Düsen 7, 8 mit unter Druck stehender Farbe versorgt, wenn der Mehrfachdüseneinsatz 1 in die Airless-Sprühpistole 101 eingesetzt ist und deren Abzug betätigt ist.
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An dem Handgriff 3 ist ein Kragen 3a ausgebildet, mittel welchem eine Verriegelung in dem Aufnahmeraum 103 des Sprühkopfes 102 (siehe 1b, 2, 1a) erfolgt, wobei der Aufnahmeraum 103 hierzu einen nicht sichtbaren Hinterschnitt aufweist.
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Der Einlasskörper 9 und der Auslasskörper 10 sind jeweils so ausgebildet, dass der Düseninnenraum 12, 16 jeweils als sich in Sprührichtung S7, S8 der Düse 7, 8 in seinem Durchmesser sprungartig erweiternder Düseninnenraum 12, 16 ausgebildet ist (siehe 4). Um die Übersichtlichkeit zu erhalten sind nicht in allen Figuren alle Bezugszeichen eingezeichnet, obwohl die 1a bis 6 denselben Mehrfachdüseneinsatzes 1 zeigen. Ggf. ist eine Zusammenschau mehrerer Figuren vorzunehmen.
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Jeder der Düseninnenräume 12, 16 ist durch die Dichtung 11, 15 jeweils derart abgedichtet, dass der Mehrfachdüseneinsatz 1 zur Verwendung in der Airless-Sprühpistole 101 bei einem Spritzdruck von bis zu 25 MPa geeignet ist.
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Nachdem sich in den detaillierten Darstellungen der 2 und 3 vorhandene Besonderheiten auf Grund der geringen Abmessungsunterschiede nicht hinreichend deutlich zeigen und bezeichnen lassen, liegt mit der 4 eine Darstellung bei, welche der 3 mit dem Unterschied entspricht, dass in der 4 die Abmessungen der Einlasskörper 9, 13 modifiziert sind, um das Einzeichnen von weiteren Bezugszeichen zu ermöglichen. In der 5 ist die Darstellung der 4 dann in einem zentralen Ausschnitt mit noch stärkerer Vergrößerung exemplarisch anhand der ersten Düse 7 gezeigt, wobei die Ausführungen zu der ersten Düse 7 analog auch zu der zweiten Düse 8 zutreffen.
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Anhand der 4 und 5 ist es im Bereich der Düsen 7, 8 erkennbar, wie der jeweilige Einlasskörper 9, 13 und der jeweilige Auslasskörper 10, 14 unter Ausbildung einer Spielpassung derart ineinander ragen, dass der Einlasskörper 9, 13 entlang einer Sprühachse SA7, SA8 der jeweiligen Düse 7, 8 derart in unterschiedlichen Positionen zum Einlasskörper 9, 13 positionierbar ist, dass sich je nach Position - nämlich Ausrichtung des Einlasskörper zu dem Auslasskörper - unterschiedliche Volumen für den Düseninnerraum 12, 16 ergeben.
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Wie es insbesondere aus den 4 und 5 ersichtlich ist, umfasst der Einlasskörper 9, 13 zu dem Auslasskörper 10, 14 hin einen rohrartigen Fortsatz 9b, 13b und ragt mit diesem Fortsatz 9b, 13b durch die Dichtung 11, 15 hindurch unter Ausbildung der Spielpassung in einen becherartigen Aufnahmeraum 10b, 14b des Auslasskörpers 10, 14.
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Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es vorgesehen, den Auslasskörper zu dem Einlasskörper hin mit einem rohrartigen Fortsatz auszubilden, wobei der Auslasskörper mit diesem Fortsatz durch die Dichtung hindurch unter Ausbildung der Spielpassung in einen becherartigen Aufnahmeraum des Einlasskörpers ragt.
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Bei den Düsen 7, 8 steht eine Querschnittsfläche A10a, A14a der Sprühöffnung 10a, 14a und eine Querschnittsfläche A9a, A13a der Einlassöffnung 9a, 13a in einem Verhältnis von etwa 2:3 (siehe 4).
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Bei den Düsen 7, 8 führt eine Division eines Volumens V12, V16 des Düseninnenraums 12, 16 durch die Querschnittsfläche A10a, A14a der Sprühöffnung 10a, 14a zu einem Wert von 175 mm (siehe 4).
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Bei den Düsen 7, 8 führt eine Division eines Abstands a10a-9a, a14a-13a der Sprühöffnung 10a, 14a von der Einlassöffnung 9a, 13a durch die Querschnittsfläche A10a, A14a der Sprühöffnung 10a, 14a zu einem Wert von 84 1/mm (siehe 3, 4).
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Bei den Düsen 7, 8 ist die Querschnittsfläche A10a, A14a der Sprühöffnung 10a, 14a schlitzartig ausgebildet ist und ist die Querschnittsfläche A9a, A13a der Einlassöffnung 9a, 13a kreisrund ausgebildet.
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Die Mehrfachdüse 4 ist als Doppeldüse 17 ausgebildet ist, wobei die Doppeldüse 17 im Sprühbetrieb bei 14 MPa für einen Durchfluss von 0,7 Liter pro Minute bis 1,5 Liter pro Minute und insbesondere etwa 1,2 Liter pro Minute dimensioniert ist.
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Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante kann die Mehrfachdüse auch als Dreifachdüse ausgebildet sein, wobei deren einzelne Düsen mit ihren Sprühachsen dann entweder untereinander liegend ausgerichtet sind oder mit ihren Sprühachsen um je 120° versetzt auf einem Kreis angeordnet sind. Entsprechend können als Ausführungsvarianten auch eine Vierfachdüse oder eine n-fach-Düse ausgebildet sein.
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Durch die erwähnte Spielpassung zwischen dem Einlasskörper 9, 13 und dem Auslasskörper 10, 14 ist jeweils ein Ringspalt R9-10, R13-14 ausgebildet. Jeder Ringspalt R9-10, R13-14 weist jeweils eine radial gemessene Dicke DR9-10 von etwa 0,04 mm auf. Hierbei weisen die rohrartigen Fortsätze 9b, 13b jeweils einen Durchmesser D9b von 2,5 mm auf und hierbei weisen die becherartigen Aufnahmeräume 10b, 14b der Auslasskörper 10, 14 jeweils einen Durchmesser D10b von 2,54 mm auf (siehe 4 und 5). Die genannten Abmessungen sind in der 5 exemplarisch an der ersten Düse 7 bezeichnet. Der rohrartige Fortsatz 9b ist zu dem Auslasskörper 10 hin mit einer Fase F9b ausgebildet. Diese Fase F9b ist abgerundet ausgebildet. Hierdurch ist ein Einschieben des Einlasskörpers 9 in den Auslasskörper 10 erleichtert. Der Einlasskörper 13 ist entsprechend ausgebildet.
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Wie es z.B. aus der 3 ersichtlich ist, verjüngt sich jeder der den Grundkörper durchlaufenden Aufnahmeräume 5, 6 in die jeweilige Sprührichtung S7, S8 jeweils derart, dass der jeweilige Auslasskörper 10, 14 in Sprührichtung S7, S8 auf Anschlag an dem Grundkörper 2 anliegt und dass der jeweilige Einlasskörper 9, 13 durch eine Presspassung in dem jeweiligen Aufnahmeraum 5, 6 gehalten ist. Bei entsprechend tief eingepresstem Einlasskörper 9, 13 wird hierdurch über die jeweils zwischenliegende Dichtung 11, 15 derart Druck auf den jeweiligen Auslasskörper 10, 14 ausübt, dass dieser in seiner Ausrichtung so fixiert ist, dass die Sprühachse SA7, SA8 der jeweiligen Düse 7, 8 in ihrer Ausrichtung dauerhaft festgelegt ist. Entsprechend behält die Doppeldüse 17 ein bei der Montage eingestelltes Sprühbild dauerhaft bei.
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Bei dem Mehrfachdüseneinsatz 1 ist ein Abstand a10a-9a, a14a-13a der jeweiligen Sprühöffnung 10a, 14a von der jeweiligen Einlassöffnung 9a, 13a durch eine Einpressposition EP9, EP13 des jeweiligen Einlasskörpers 9, 13 in dem jeweiligen Aufnahmeraum 5, 6 bestimmt (siehe 3 und 4). Sofern die Einlasskörper 9, 13 in Sprührichtung S7, S8 tiefer in die Auslasskörper 10, 14 eingeschoben werden und die Dichtung 11, 15 stärker komprimiert wird oder eine dünnere Dichtung verwendet ist, verkürzt sich der genannte Abstand und wird damit auch eine Charakteristik der jeweiligen Düse 7, 8 verändert.
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Der Mehrfachdüseneinsatz 1 umfasst auch eine Hülse 18. Die Hülse 18 ummantelt den Grundkörper 2. Benachbart zu den beiden Einlasskörpern 9, 13 umfasst die Hülse 18 eine erste Zulauföffnung 19 und eine zweite Zulauföffnung 20 und benachbart zu den beiden Auslasskörpern 10, 14 umfasst die Hülse 18 eine Auslassöffnung 21. Die beiden Zulauföffnungen 19, 20 sind derart klein ausgebildet, dass die Einlasskörper 9, 13 in den Aufnahmeräumen 5, 6 zwischen den Dichtungen 11, 15 und der Hülse 18 eingeschlossen sind und dass die Hülse 18 die Aufnahmeräume 5, 6 zu den Einlasskörpern 9, 13 hin teilweise verschließt (siehe insbesondere 2 und 4). Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante können die beiden Zulauföffnungen auch durch eine einzelne Zulauföffnung gebildet sein, durch welche die Einlassöffnungen der Einlasskörper mit unter Druck stehender Farbe versorgt werden können.
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Der Mehrfachdüseneinsatz 1 umfasst auch einen Sicherungsstift 22, wobei der Sicherungsstift 22 die Hülse 18 und den Grundkörper 2 derart verbindet, dass die Hülse 18 drehfest und verschiebefest mit dem Grundkörper 2 verbunden ist.
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Zum Beispiel aus der 4 ist es ersichtlich, wie die Dichtung 11, 15 zwischen einer kreisringähnlichen Bodenfläche BF10, BF14 des Auslasskörpers 10, 14 und einer kreisringähnlichen Deckfläche DF9, DF13 eines Kragens K9, K13 des Einlasskörpers 9, 13 angeordnet ist.
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Für alle Figuren wird darauf hingewiesen, dass die Dichtungen 11, 15 immer schematisch dargestellt sind und die in der Praxis gegebene Verformung der Dichtungen 11, 15 nicht gezeigt ist. In der Praxis sind die Dichtungen 11, 15 derart zu dem erwähnten Ringspalt R9-1, R13-14 hin verformt, dass dieser abgedichtet ist.
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Wie oben bereits erwähnt, zeigt die 1 die Airless-Sprühpistole 101, welche den Sprühkopf 102 mit dem Aufnahmeraum 103 und den in diesen eingesteckten Mehrfachdüseneinsatz 1 umfasst, wobei der Mehrfachdüseneinsatz 1 nur schematisch gezeigt ist, im Detail aber entsprechend den 2 bis 6 ausgebildet ist.
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Es ist vorgesehen, den Mehrfachdüseneinsatz 1 der Airless-Sprühpistole 101 mit einem Spritzdruck von 9 MPa bis 11 MPa in jeder Düse 7, 8 zu betreiben. Alterativ oder kumulativ ist es vorgesehen, der Airless-Sprühpistole 101 eine nicht dargestellte Farbheizung vorzuschalten, welche in einem Farbschlauch ausgebildet sein kann. Durch die Farbheizung wird die dem Mehrfachdüseneinsatz 1 zugeführte Farbe derart erwärmt, dass diese in die Düsen 7, 8 mit einer Temperatur von 30°C bis 50°C und insbesondere 40°C eintritt. Alternativ oder kumulativ ist es weiterhin vorgesehen, bei der Ausbildung des Mehrfachdüseneinsatzes 1 als Doppeldüse 17 eine erste Sprühachse S7 der ersten Düse 7 und eine zweite Sprühachse S8 der zweiten Düse 8 derart in einem Winkel von 3° zueinander anzuordnen, dass ein von der ersten Düse 7 erzeugten erster Sprühstrahl SPS7 und ein von der zweiten Düse 8 erzeugter zweiter Sprühstrahl SPS8 vor der Doppeldüse 17 aufeinandertreffen.
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In der 6 ist ein unterer Bereich des in der 2 gezeigten Mehrfachdüseneinsatzes 1 in einer Ansicht von links gezeigt, so dass der Blick auf den Auslasskörper 10 der ersten Düse 7 und den Auslasskörper 14 der zweiten Düse 8 gerichtet ist. Entsprechend ist aus dieser Ansicht eine Ausrichtung des Schlitzes 107 der ersten Düse 7 zu der aus der Zeichnungsebene heraus verlaufenden Sprührichtung S7 und eine Ausrichtung des Schlitzes 108 der zweiten Düse 8 zu der aus der Zeichnungsebene heraus verlaufenden Sprührichtung S8 ersichtlich ist.
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Der Schlitz 107 der ersten Düse 7 ist bei waagrechter Ausrichtung der Sprührichtung S7 mit seiner Längsachse LA107 gegenüber einer quer zu der Sprührichtung S7 verlaufenden Horizontalen H7 - in die Sprührichtung S7 betrachtet - um einen Winkel α von 8° nach rechts verdreht.
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Der Schlitz 108 der zweiten Düse 8 ist bei waagrechter Ausrichtung der Sprührichtung S8 mit seiner Längsachse LA108 gegenüber einer quer zu der Sprührichtung S8 verlaufenden Horizontalen H8 - in die Sprührichtung S8 betrachtet - um einen Winkel β von 8° nach rechts verdreht.
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Entsprechend sind die beiden Schlitze 107, 108 in dieselbe Richtung um gleiche Winkel verdreht und somit derart parallel zueinander ausgerichtet, dass deren Längsachsen LA107 und LA 108 parallel zueinander verlaufen.
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Wie aus den 3 und 4 ersichtlich ist und wie oben bereits beschrieben sind die Sprühachsen SA7 und SA8 der Düsen 7 und 8 derart - in die Sprührichtungen S7 bzw. S8 betrachtet - zueinander verkippt, dass sich diese vor dem Mehrfachdüseneinsatz 1 in einem Winkel von 3° schneiden.
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Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es vorgesehen, dass die Sprühachsen SA7 und SA8 parallel zueinander verlaufen.
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Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es vorgesehen, dass die Düsen jeweils einteilig ausgebildet sind.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Mehrfachdüseneinsatz
- 2
- Grundkörper von 1
- 3
- Handgriff an 2
- 3a
- Kragen an 3
- 4
- Mehrfachdüse
- 5
- erster Aufnahmeraum
- 6
- zweiter Aufnahmeraum
- 7
- erste Düse
- 8
- zweite Düse
- 9
- Einlasskörper von 7
- 9a
- Einlassöffnung
- 9b
- rohrartiger Fortsatz von 9
- 10
- Auslasskörper von 7
- 10a
- Sprühöffnung
- 10b
- becherartiger Aufnahmeraum von 10
- 11
- ringartige Dichtung von 7
- 12
- Düseninnenraum von 7
- 13
- Einlasskörper von 8
- 13a
- Einlassöffnung
- 13b
- rohrartiger Fortsatz von 13
- 14
- Auslasskörper von 8
- 14a
- Sprühöffnung
- 14b
- becherartiger Aufnahmeraum von 14
- 15
- ringartige Dichtung von 8
- 16
- Düseninnenraum von 8
- 17
- Doppeldüse
- 18
- Hülse
- 19, 20
- Zulauföffnung
- 21
- Auslassöffnung
- 22
- Sicherungsstift
- 101
- Airless-Sprühpistole
- 102
- Sprühkopf von 101
- 103
- Aufnahmeraum in 102
- 107
- Schlitz von 7
- 108
- Schlitz von 8
- LA107
- Längsachse von 107
- LA108
- Längsachse von 108
- H7
- Horizontale quer zu S7
- H8
- Horizontale quer zu S8
- A10a, A14a
- Querschnittsfläche von 10a, 14a
- A9a, A13a
- Querschnittsfläche von 9a, 13a
- a10a-9a
- Abstand zwischen 10a und 9a
- a14a-13a
- Abstand zwischen 14a und 13a
- BF10, BF14
- Bodenfläche von 10, 14
- D9b
- Durchmesser von 9b
- D10b
- Durchmesser von 10b
- DF9, DF13
- Deckfläche von 9, 13
- DR9-10
- Dicke von R9-10
- EP9
- Einpressposition von 9
- EP13
- Einpressposition von 13
- F9b
- Fase an 9b
- H1
- Hochachse von 1
- K9, K13
- Kragen von 9, 13
- R9-10, R13-14
- Ringspalt zwischen 9 und 10 bzw. 13 und 14
- S7
- Sprührichtung von 7
- S8
- Sprührichtung von 8
- SA7
- Sprühachse von 7
- SA8
- Sprühachse von 8
- SPS7
- Sprühstrahl von 7
- SPS8
- Sprühstrahl von 8
- V12,V16
- Volumen des Düseninnenraums 12, 16
- α
- Winkel zwischen LA107 und H7
- β
- Winkel zwischen LA108 und H8
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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