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GEBIET
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Die vorliegende Offenbarung bezieht sich auf eine Fahrzeugzierstabanordnung für ein Fahrzeug.
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HINTERGRUND
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Die Aussagen in diesem Abschnitt liefern lediglich Hintergrundinformationen im Zusammenhang mit der vorliegenden Offenbarung und stellen keinen Stand der Technik dar.
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Moderne Fahrzeuge verfügen über einen Bereich auf der Oberseite oder dem Dach des Fahrzeugs, an dem eine Schiene befestigt werden kann, um den nutzbaren Raum des Fahrzeugs für den Transport von Gegenständen zu vergrößern. Fahrzeugnutzer verwenden diese Schienen in der Regel, um den Transport von Gegenständen, wie Gepäck oder Fahrrädern als nicht einschränkende Beispiele, zu erleichtern. Üblicherweise werden diese Schienen über ein Verbindungselement, häufig eine Schraube, das in das Fahrzeugdach integriert ist, am Fahrzeug befestigt. Dachträgerabdeckungen umschließen das Verbindungselement, wenn die Schienen nicht auf dem Fahrzeugdach montiert sind. Diese Dachträgerabdeckungen tragen dazu bei, die Gesamtästhetik des Fahrzeugs zu verbessern, das Eindringen von Einschlüssen wie Wasser zu begrenzen und die Bildung von Rost um das Verbindungselement herum zu verhindern.
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Derzeitige Dachträgerkonstruktionen enthalten einen Arm, der aus dem Rahmen des Dachträgers herausragt. Dieser Arm dient dazu, den Dachträger in einer x-Richtung am Fahrzeug zu anzuordnen und zu befestigen. Dieser Arm wirft eine Reihe von Herstellungs- und Montageproblemen auf. Bei der Montage der Dachträgerabdeckung kann die Toleranzstapelung innerhalb der Dachträgerabdeckung zu einer Fehlausrichtung führen, wenn die Dachträgerabdeckung auf der Dachhaut eines Fahrzeugs montiert wird. Diese Fehlausrichtung führt zu Problemen mit der Funktionalität der Dachträgerabdeckung. Bei bestimmten Ausrichtungsfehlern kann die Abdeckung nicht geöffnet werden, da sie durch das Zusammenspiel mit anderen Fahrzeugkomponenten behindert wird. Im Ergebnis führt dies zu einem Anstieg der Herstellungskosten. Die Dachträgerabdeckung und andere Fahrzeugteile müssen häufig ausrangiert, ersetzt oder umgestaltet werden, um den Sitz auf der Dachhaut eines Fahrzeugs anzunehmen. Außerdem erhöht der Arm die Komplexität des Bauteils und verursacht höhere Kosten beim Spritzguss- und Montageprozess.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Dachträgerabdeckungsbefestigung bereitzustellen, die zumindest einige der oben genannten Probleme überwindet. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Fahrzeugzierstabanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dementsprechend ist vorgesehen:
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Fahrzeugzierstabanordnung für ein Fahrzeug, umfassend: ein Zierstabprofil, wobei das Zierstabprofil eine innere Begrenzung umfasst, die eine Öffnung definiert; einen Rahmen, der lösbar mit dem Zierstabprofil gekoppelt ist, wobei der Rahmen mindestens ein Halteelement aufweist, wobei das mindestens eine Halteelement an das Zierstabprofil innerhalb der inneren Begrenzung der Öffnung gekoppelt ist, um den Rahmen in einem eigesetzten Zustand an dem Zierstabprofil zu halten; und eine Abdeckung, die mit dem Rahmen gekoppelt ist und derart ausgebbildet und angeordnet ist, um die Öffnung abzudecken und bei Bedarf Zugang zu der Öffnung zu ermöglichen.
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Fahrzeugzierstabanordnung sind vergleichsweise schmale, im Verhältnis zu ihrer Breite und Höhe meist längliche Bauteile aus Kunststoff und/oder Metall, die häufig in erster Linie eine dekorative Funktion haben. Mitunter weisen diese Fahrzeugzierstabanordnung eine meist rechteckige Aussparung innerhalb des Zierstabanordnung auf, die durch eine Klappe oder einen Schiebemechanismus verschlossen werden kann. Aufgrund der geringen Steifigkeit des Zierstabprofils, aber auch aufgrund der sehr unterschiedlichen Größen dieser Teile und aufgrund von Materialtoleranzen kann es vorkommen, dass sich die Klappe oder der Schieber im eingebauten Zustand nicht mehr öffnen oder schließen lässt. Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass diese mögliche Fehlfunktion im Wesentlichen auf die direkte Kopplung von Zierstabprofil und Klappe bzw. Schiebemechanismus zurückzuführen ist. Im schlimmsten Fall kann die Klappe oder der Schiebemechanismus brechen, wenn ein Benutzer versucht, sie gewaltsam zu schließen.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher das Konzept zugrunde, das Zierstabprofil und die Klappe bzw. den Schiebemechanismus voneinander zu entkoppeln, indem ein separater Rahmen vorgesehen wird, der in die Ausnehmung des Zierstabprofils einfügbar ist. Dabei wird die Klappe bzw. der Schiebemechanismus, die bzw. der eine Abdeckung zum Abdecken einer durch die Ausnehmung definierten Öffnung bildet, mit dem Rahmen verbunden bzw. gekoppelt, so dass die Klappe bzw. der Schiebemechanismus nicht mehr direkt mit dem Zierstabprofil verbunden bzw. an diesem befestigt ist. Durch das Entkoppeln der Klappe bzw. des Schiebemechanismus des Abdeckungsteils vom Zierstabprofil wird ein Verklemmen dieser Teile beim Öffnen oder Schließen der Abdeckung, insbesondere nach längerer Zeit und/oder bei wechselnden Umgebungsbedingungen, weitestgehend verhindert bzw. vermieden.
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Darüber hinaus sind speziell vorgesehene Ausstanzungen auf dem Profil des Zierstabprofils nicht mehr erforderlich, was den Herstellungsprozess weiter vereinfacht. Stattdessen genügt es, nur eine Referenzstanzung zur Festlegung einer Orientierung vorzusehen. Dies spart bei der Montage eines Fahrzeugverkleidungsteils mindestens vier hydraulische Werkzeuge oder Stanzeinheiten zum Ausschneiden der Konturen. Auf diese Weise kann eine deutliche Reduktion von Taktzeiten und Fertigungskosten erreicht werden.
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Die vorliegende Erfindung ermöglicht auch eine einfache, selbstanpassende Montage der Fahrzeugzierstabanordnung, so dass eine Standard-Fahrzeugzierstabanordnung für eine Vielzahl von Fahrzeugkarosseriestrukturen und Kanalgeometrien, d.h. Abmessungen, verwendet werden kann. Ein weiterer Vorteil ist daher die Vereinfachung der Montage im Allgemeinen und die Verringerung des Spielraums für mögliche Montagefehler.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen und Entwicklungen ergeben sich aus den weiteren abhängigen Ansprüchen und aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnungen.
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In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das mindestens eine Halteelement mindestens ein erstes Halteelement, wobei das mindestens eine erste Halteelement derart angeordnet und ausgebildet ist, um den Rahmen an dem Zierstabprofil innerhalb der Öffnung zumindest kreuzweise oder travers zur longitudinalen Ausrichtung der Fahrzeugzierstabanordnung zu halten. Die longitudinale Ausrichtung, die auch als X-Richtung bezeichnet wird, gibt die longitudinale Anordnung der Zierstabanordnung an. Bei einer Dachzieranordnung beispielsweise wird diese longitudinale Anordnung durch die Länge des Fahrzeugs bestimmt. Die Kreuzweise- oder Traversenrichtung wird oft als Y-Richtung bezeichnet.
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Vorzugsweise befindet sich das erste Rückhalteelement im eingesetzten Zustand entlang einer ersten Begrenzungsseite der Öffnung. Typischerweise wird die erste Begrenzungsseite durch die längliche Seite oder Kante der Öffnung definiert.
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In einer weiteren bevorzugten Konfiguration umfasst das mindestens eine Halteelement mindestens ein zweites Halteelement, wobei das mindestens eine zweite Halteelement so angeordnet und ausgebildet ist, um den Rahmen an dem Zierstabprofil innerhalb der Öffnung zumindest entlang der longitudinalen Ausrichtung der Zierstabanordnung zu halten.
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Vorzugsweise ist das zweite Halteelement in einem eingesetzten Zustand entlang einer zweiten Begrenzungsseite und/oder einer dritten Begrenzungsseite der Öffnung angeordnet. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die zweite Begrenzungsseite und die dritte Begrenzungsseite in Bezug auf die Öffnung einander gegenüberliegend angeordnet, vorzugsweise an Vorderkanten oder Wänden der Öffnung.
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Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die zweite Begrenzungsseite und/oder die dritte Begrenzungsseite in Bezug auf die Öffnung angrenzend zur ersten Begrenzungsseite angeordnet. Auf diese Weise ist es möglich, den Rahmen in die Öffnung des Zierstabprofils einzufügen, so dass er in beide Richtungen fixiert ist, d.h. sowohl in der X-Richtung als auch in der der Y-Richtung. Dies ermöglicht es den Rahmen in der Öffnung des Zierstabprofils in einer vordefinierten Weisesicher zu positionieren und auszurichten, was die gesamten Montageschritte vereinfacht.
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In einer bevorzugten Ausführungsform ist das mindestens eine Halteelement integral innerhalb des Rahmens geformt. Fahrzeugzierstabanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein Profil der Fahrzeugzierstabanordnung als Extrusionsteil und/oder als extrudiertes Teil hergestellt ist.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform kann ein Profil der Fahrzeugzierstabanordnung als Extrusionsteil hergestellt werden. Gemäß einer anderen Ausführungsform kann das Profil der Fahrzeugzierstabanordnung als extrudiertes Teil hergestellt werden. Alternativ oder zusätzlich können auch andere Herstellungsverfahren wie Spritzgießen oder ähnliches angewandt werden. In beispielhaften Ausführungsformen kann das Profil der Fahrzeugzierstabanordnung aus einem Metallwerkstoff, einer Metalllegierung oder einer metallischen Werkstoffkombination hergestellt werden. Beispielsweise kann das Profil der Fahrzeugzierstabanordnung insbesondere vollständig aus Aluminium gefertigt sein. Ebenso kann das Profil der Fahrzeugzierstabanordnung, insbesondere im fertigen Zustand, aus einem Kunststoff hergestellt sein. In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Abstützsteg auch auf das stranggepresste Zierstabprofil aufextrudiert oder in einem einzigen Prozessschritt mittels eines Mehrkomponentenextrusionsverfahrens kombiniert hergestellt werden. Das Zierstabprofil und/oder der Abstützsteg können z.B. aus einem Thermoplasten, z.B. PVC, oder einem anderen geeigneten Kunststoffmaterial hergestellt werden. Das Zierstabprofil kann z. B. durch Monoextrusion hergestellt werden. Der Abstützsteg kann nachträglich mit ihr verbunden oder z. B. extrudiert werden. Das Zierstabprofil kann auch zusammen mit dem Abstützsteg mittels Coextrusion hergestellt werden. Alternativ kann das Zierstabprofil aber auch aus einem Verbundwerkstoff wie einem faserverstärkten Kunststoff oder dergleichen, beispielsweise einem kohlefaserverstärkten Kunststoff, hergestellt werden.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann ein Profil des Zierstabprofils der Fahrzeugzierstabanordnung C-förmig sein. Jeder der Schenkel der „C“-Form kann als Befestigungsschenkel ausgebildet sein, während der entsprechende andere Schenkel als Stützschenkel fungiert. Eine nahezu C-förmige Gestaltung des Zierstabprofils ist besonders einfach zu montieren. Zu diesem Zweck kann der Fahrzeugzierstab beispielsweise in den Kanal eingeschoben und/oder eingefügt und mit Verwendung des Befestigungsschenkels an der Fahrzeugstruktur fixiert werden, z.B. mittels dafür vorgesehener Befestigungsöffnungen und/oder Montagehalterung oder dergleichen. Wurde die Länge des Abstützstegs zuvor an die Tiefe des Kanals angepasst, z.B. durch Ablängen, sitzt der Fahrzeugzierstab automatisch auf dem Kanalboden und deckt den Kanal in akkurat passgenauer Weise mit der Fahrzeugstruktur ab.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform kann ein Profil des Zierstabprofils der Fahrzeugzierstabanordnung mit einem Zierstabkern und einer Zierstabbeschichtung angepasst sein. Der Zierstabkern kann, zumindest teilweise, in die Zierstabbeschichtung eingebettet sein. Insbesondere kann der Zierstabkern vollständig in die Zierstabbeschichtung eingebettet sein. In alternativen Ausführungsformen kann der Zierstabkern aber auch nur teilweise beschichtet sein. So kann beispielsweise ein einseitig offenes Zierstabprofil vorgesehen sein, bei dem der Zierstabkern auf einer Seite des Zierstabprofils nach außen hin offen bleibt. In einer bevorzugten beispielhaften Ausführungsform kann das Zierstabprofil an einem vom Fahrzeug abgewandten Sichtbereich einen offenen Zierstabkern aufweisen. In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel kann das Zierstabprofil auf einer dem Fahrzeug zugewandten Innenfläche gegenüber dem Sichtbereich einen offenen Zierstabkern aufweisen. Die Zierstabbeschichtung kann als struktureller Kern des Zierstabprofils fungieren und für Stabilität und Festigkeit sorgen. Die Zierstabbeschichtung wiederum kann aus einem möglichst leichten und dennoch verschleiß- und abnutzungsfesten Material gefertigt sein. Darüber hinaus kann die Zierstabbeschichtung selbst mit einem Lack, einer Farbe, einer Schutzschicht usw. beschichtet werden, um Temperaturbeständigkeit, Flüssigkeitsabweisung und Haltbarkeit zu gewährleisten. In alternativen Ausführungsformen kann das Zierstabprofil aber auch vollständig oder im Wesentlichen vollständig aus einem Material bestehen, z. B. aus einem metallischen Werkstoff, z. B. Aluminium, oder aus einem Kunststoffmaterial.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform ist die Fahrzeugzierstabanordnung als Dachzierstab zum Abdecken eines Dachkanals der Struktur oder Karosserie des Fahrzeugs ausgelegt.
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In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Abdeckung schwenkbar mit dem Rahmen verbunden. Insbesondere ist die Abdeckung schwenkbar mit den Halteelementen verbunden. Alternativ kann das Öffnen der Abdeckung auch durch einen Schiebemechanismus, einen Clipmechanismus oder dergleichen ausgeführt werden.
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In einer bevorzugten Konfiguration umfasst der Rahmen einen ersten Führungsmechanismus, der so ausgebildet ist, dass er einen Öffnungs- und/oder Schließprozess definiert und führt, wie z. B. eine Drehbewegung, eine Klatschbewegung, eine Gleitbewegung oder ähnliches.
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Gemäß einer besonders bevorzugten Konfiguration umfasst mindestens eines der Halteelemente des Rahmens eine erste gekrümmte Oberfläche, die der Öffnung zugewandt ist. Die erste gekrümmte Oberfläche ist vorzugsweise Teil des ersten Führungsmechanismus und ist so angeordnet und ausgebildet, um zu ermöglichen, dass sich eine Kantenfläche der Abdeckung während eines Öffnungs- und/oder Schließprozesses entlang der ersten gekrümmten Oberfläche bewegen kann. Den Halteelementen kommt somit neben ihrer Funktion, den Rahmen in der Öffnung des Zierstabprofils zu halten, die zusätzliche Funktion zu, ein vordefiniertes Öffnen und Schließen der Abdeckung zu ermöglichen.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Rahmen einen zweiten Führungsmechanismus, der so konfiguriert ist, dass er während eines Einfügeprozess zum Einführen des Rahmens in eine Öffnung des Zierstabprofils geführt wird. Dies ermöglicht ein einfaches, selbstjustierendes Einfügen des Zierstabprofils und vermeidet die Gefahr des Verklemmens der Abdeckung.
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Gemäß einer bevorzugten Konfiguration umfasst das mindestens eine der Halteelemente des Rahmens eine zweite gekrümmte Oberfläche, die der anderen Seite der Öffnung zugewandt ist. Die zweite gekrümmte Oberfläche ist Teil des zweiten Führungsmechanismus und ist so angeordnet und ausgebildet, dass sich eine Kantenfläche des Zierstabprofils während eines Einfügeprozesses entlang der gekrümmte Oberfläche bewegen kann. Neben ihrer Funktion, den Rahmen in der Öffnung des Zierstabprofils zu halten und/oder einen Öffnungs-/Schließprozess zu definieren, haben die Halteelemente also noch die zusätzliche Funktion, ein Einfügen des Rahmens in die Öffnung des Zierstabprofils zu ermöglichen.
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Gemäß einer besonders bevorzugten Konfiguration umfasst das mindestens eine der Halteelemente einen konisch geformten Abschnitt, der auch den ersten und zweiten Führungsmechanismus umfasst. Ihre ersten und zweiten gekrümmten Oberflächen sind auf gegenüberliegenden Seiten des konisch geformten Abschnitts angeordnet. Die Verwendung von nur einem Teil, das zwei unterschiedliche Funktionen aufweist, nämlich die Führung eines definierten Einfügens und zusätzlich die Führung eines Öffnungsprozesses der Abdeckung, ist effizient und kostensparend.
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Vorzugsweise ist mindestens einer der ersten oder zweiten Führungsmechanismen in seinem oberen Abschnitt abgerundet. Der obere Abschnitt ist der Teil des Führungsmechanismus oder des Halteelements, der der Oberseite der Zierstabanordnung zugewandt ist. Auf diese Weise wird der Einfügeprozess und/oder der Öffnungs- und Schließprozess gleichmäßiger und einfacher.
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Es wird darauf hingewiesen, dass die in der folgenden Beschreibung einzeln dargestellten Merkmale in jeder technisch vorteilhaften Weise miteinander kombiniert werden können und andere Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung darstellen. Die Beschreibung charakterisiert und spezifiziert die vorliegende Offenbarung weiter, insbesondere in Verbindung mit den Figuren.
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Figurenliste
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Zum besseren Verständnis der Offenbarung werden nun verschiedene Ausführungsformen beispielhaft beschrieben, wobei auf die beigefügten Zeichnungen verwiesen wird, in denen:
- zeigt eine isometrische Ansicht eines Fahrzeugs mit einem Zierstabprofil.
- zeigt das Zierstabprofil mit einer Abdeckungsanordnung.
- zeigt eine Draufsicht der Abdeckungsanordnung.
- zeigt eine Untersicht der Abdeckungsanordnung.
- zeigt eine isometrische Ansicht der Abdeckungsanordnung mit abgenommener Abdeckung, um ein Haltesystem zu zeigen.
- zeigt eine Draufsicht auf die Abdeckungsanordnung, bei der die Abdeckung entfernt wurde, um das Haltesystem zu zeigen.
- zeigt eine isometrische Ansicht des Rahmens der Abdeckungsanordnung.
- zeigt eine Schnittansicht der Abdeckungsanordnung.
- zeigt eine Explosionsdarstellung der Abdeckungsanordnung.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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Die folgende Beschreibung ist lediglich beispielhaft und soll die vorliegende Offenbarung, Anwendung oder Verwendung nicht einschränken. Es sollt verstanden werden, dass in den Zeichnungen entsprechende Referenznummern gleiche oder entsprechende Teile und Merkmale kennzeichnen.
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In 1 ist eine isometrische Ansicht eines Fahrzeugs 100 mit einem Zierstabprofil 102 dargestellt. In dieser Variante definiert das Zierstabprofil 102 den Bereich, in dem ein nicht dargestellter Dachträger angebracht werden soll. In anderen Varianten kann sich das Zierstabprofil 102 an anderen Bereichen des Fahrzeugs 100 befinden, z. B. an der Motorhaube, am Kotflügel, an der Tür, am Stoßfänger oder an einem anderen Fahrzeugteil. Das Zierstabprofil 102 ist in 2 näher dargestellt. Wie in 2 dargestellt, umfasst das Zierstabprofil 102 mindestens eine Abdeckungsanordnung 104. In dieser Form gibt es vier Abdeckungsanordnungen 104, zwei auf gegenüberliegenden Seiten des Fahrzeugs 100. Andere Varianten können mehr oder weniger Abdeckungsanordnungen 104 enthalten, um sich an die Designbeschränkungen anzupassen. In dieser Form assistiert die Abdeckungsanordnung 104 beim Schützen der Verbindungskomponente für die Befestigung einer Dachreling (nicht dargestellt) an dem Fahrzeug 100.
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3 zeigt eine Draufsicht auf die Abdeckungsanordnung 104. Wie gesehen und bereits erwähnt, kooperiert die Abdeckungsanordnung 104 mit dem Formteil 102 zusammen, um das nicht dargestellte Verbindungselement des Fahrzeugs 100 zu schützen. Die Abdeckungsanordnung 104 umfasst eine Abdeckung 106. Die Abdeckung 106 ist schwenkbar mit einem Rahmen 108 verbunden, wie in 4 dargestellt. Das Formteil 102 befindet sich zwischen der Abdeckung 106 und dem Rahmen 108. Der Abschnitt A-A ist in 3 dargestellt und wird in 8 näher erläutert. 4 zeigt eine Untersicht von der Abdeckungsanordnung 104. Die Abdeckung 106 weist mindestens eine Abdeckungsschwenkverbindung 110 auf, die mit mindestens einem entlang einer ersten Begrenzungsseite 120 angeordneten Rahmenaufnahmeelement 112 zusammenwirkt. In dieser Form umfasst die Abdeckung 106 zwei Abdeckungsschwenkverbindungen 110. Für jede Abdeckungsschwenkverbindung 110 gibt es zwei Rahmenempfangselemente 112. In anderen Varianten können mehr oder weniger Abdeckungsschwenkverbindung 110 und Rahmenempfangselemente 112 vorhanden sein, um sich an die Designbeschränkungen anzupassen.
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5 und 6 zeigen eine isometrische Ansicht bzw. eine Draufsicht auf die Abdeckungsanordnung 104 bei abgenommener Abdeckung 106, um die Verbindung zwischen dem Rahmen 108 und dem Formteil 102 zu veranschaulichen. Der Rahmen 108 umfasst mindestens ein erstes Halteelement 114 und/oder mindestens ein zweites Halteelement 116. Das mindestens eine erste Halteelement 114 und das mindestens eine zweite Halteelement 116 sind mit dem Zierstabprofil 102 entlang einer inneren Begrenzung 119 einer Öffnung 118 innerhalb des Zierstabprofils 102 gekoppelt. Das mindestens eine von den ersten Halteelementen 114 fixiert und hält das Zierstabprofil 102 am Rahmen 108 in y-Richtung. Das mindestens eine zweite Halteelement 116 fixiert und hält das Formteil 102 am Rahmen 108 in einer x-Richtung. Sowohl das erste Halteelement 114 als auch das zweite Halteelement 116 dienen auch als Führungen zum Ausrichten des Rahmens 108 innerhalb des Formteils 102. In dieser Form wirken das erste und das zweite Halteelement 114, 116 als Stopper, die das Formteil 102 in y- und x-Richtung am Rahmen 108 zu halten. In anderen Varianten können die ersten und/oder zweiten Halteelemente 114, 116 einen Clip oder eine Schnappfunktion enthalten, um das Zierstabprofil 102 am Rahmen 108 zu befestigen. In dieser Form gibt es zwei erste Halteelemente 114, die mit der ersten Begrenzungsseite 120 der Öffnung 118 zusammenwirken. In einer anderen Variante kann das Halteelement 114 ein einzelnes längliches Halteelement sein. In dieser Form gibt es auch zwei zweite Halteelemente 116. Eines der zweiten Halteelemente 116 befindet sich entlang einer zweiten Begrenzungsseite 121 der inneren Begrenzung 119 der Öffnung 118. Ein weiteres der zweiten Rückhalteelemente 116 befindet sich entlang einer dritten Begrenzungsseite 122 der inneren Begrenzung 119 der Öffnung 118. Die zweite und dritte Begrenzungsseite 121, 122 sind angrenzend an der ersten Begrenzungsseite 120. In anderen Formen können mehr oder weniger erste Halteelemente 114 und/oder zweite Halteelemente 116 in unterschiedlichen Abmessungen vorhanden sein, um sich an die Designbeschränkungen anzupassen.
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In 7 ist eine isometrische Ansicht des Rahmens 108 dargestellt. 7 zeigt die Lage des ersten Halteelements 114 und des zweiten Halteelements 116 innerhalb des Rahmens 108. In dieser Form sind die ersten und zweiten Halteelemente 114, 116 integral innerhalb des Rahmens 108 geformt. In anderen Varianten können die ersten und zweiten Halteelemente 114, 116 getrennt mit dem Rahmen 108 gekoppelt sein. In dieser Form hat das zweite Halteelement 116 eine L-förmige Geometrie. Dies ermöglicht es dem zweiten Halteelement 116, das Zierstabprofil 102 effizient am Rahmen 108 zu halten. In anderen Varianten kann das zweite Halteelement 116 andere Geometrien annehmen, um sich an die Designbeschränkungen anzupassen.
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8 zeigt eine Schnittansicht A-A, wie in 3 zu sehen, der Abdeckungsanordnung 104. Die Schnittdarstellung zeigt die Beziehung zwischen dem Zierstabprofil 102, der Abdeckung 106, dem Rahmen 108 und dem ersten Rückhalteelement 114. Wie in dieser Form zu sehen ist, hat das erste Rückhalteelement 114 eine trapezförmige Form, die mit der Geometrie der Abdeckung 106 übereinstimmt. Die Geometrie des ersten Rückhalteelements 114 wirkt mit der Geometrie der Abdeckung 106 zusammen, um eine effiziente Drehung der Abdeckung 106 beim Öffnen und/oder Schließen zu gewährleisten. In anderen Varianten kann das erste Rückhalteelement 114 andere geometrische Formen annehmen, die einen ausreichenden Zwischenraum für das Schwenken der Abdeckung 106 beim Öffnen oder Schließen ermöglichen. Das Zierstabprofil 102 umfasst ein Profil, das eine Zierstabbeschichtung 102b enthält. Die Zierstabbeschichtung 102b umgibt einen Zierstabkern 103, der teilweise in die Zierstabbeschichtung 102c eingebettet sein kann.
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Nachfolgend wird die Funktionsweise der Elemente der Abdeckungsanordnung 104 im Hinblick auf die in den und dargestellten Ausführungsformen beschrieben:
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Die Abdeckung 106 ist schwenkbar mit den Halteelementen 114 des Rahmens 108 verbunden, wobei das Bezugszeichen 128 die Drehrichtung der schwenkbaren Abdeckung 106 angibt. Der Rahmen 108 ist vorzugsweise herausnehmbar und in das Zierstabprofil 102 einfügbar. Dazu wird der Rahmen 108 in einer Richtung 130 in eine Ausnehmung des Zierstabprofils 102 eingefügt, die die Öffnung 118 bildet.
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Die ersten Rückhalteelemente 114 des Rahmens 108 umfassen eine erste gekrümmte Oberfläche 114a, die als erster Führungsmechanismus 114 fungiert, und eine gekrümmte Oberfläche 114b, die als zweiter Führungsmechanismus 114 fungiert.
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Der erste Führungsmechanismus 114 ist für die Führung eines Öffnungsprozesses und/oder eines Schließprozesses konfiguriert. Zu diesem Zweck umfasst der erste Führungsmechanismus 114 eine erste gekrümmte Oberfläche 114a. Der erste Führungsmechanismus 114 ist derart ausgebildet und angeordnet, dass die erste gekrümmte Oberfläche 114a der Öffnung 118 zugewandt ist. Die erste gekrümmte Oberfläche 114a ist derart angeordnet und ausgebildet, dass sich eine Kantenfläche 106a der Abdeckung 106 während eines Öffnungs- und/oder Schließprozesses entlang der ersten gekrümmte Oberfläche 114a bewegen kann.
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Der zweite Führungsmechanismus 114 ist für die Führung während eines Einfügeprozesses zum Einfügen des Rahmens 108 in die Öffnung 118 des Zierstabprofils 102 ausgelegt. Zu diesem Zweck umfasst der zweite Führungsmechanismus 114 eine zweite gekrümmte Oberfläche 114b. Der zweite Führungsmechanismus 114 ist so ausgebildet und angeordnet, dass die zweite gekrümmte Oberfläche 114b der anderen Seite der Öffnung 118 zugewandt ist. Die zweite gekrümmte Oberfläche 114b ist derart angeordnet und ausgebildet, dass sich eine Kantenfläche 102a des Zierstabprofils 102 während eines Einfügeprozesses entlang der zweiten gekrümmten Oberfläche 114b bewegen kann. Die ersten und zweiten Führungsmechanismen 114 sind in ihrem oberen Abschnitt 114c abgerundet, so dass ihre ersten und zweiten Oberflächen 114a bzw. 114b eine gekrümmte Oberfläche im oberen Abschnitt aufweisen. Dies ermöglicht die Öffnungsbewegung der Abdeckung 106 in der Richtung 128 und die Einfügebewegung des Rahmens 108 in der Richtung 130.
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Bei der in den 7 und 8 gezeigten Ausführungsform sind der erste und der zweite Führungsmechanismus 114 Teil desselben Abschnitts des Halteelements 114, der eine konische Form aufweist. Die ersten und zweiten gekrümmten Oberflächen 114a, 114b sind auf gegenüberliegenden Seiten des konisch geformten Abschnitts des Halteelements 114 angeordnet.
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zeigt eine Explosionsdarstellung der Abdeckungsanordnung 104. Wie zu sehen ist, deckt die Abdeckung 106 die Öffnung 118 im Zierstabprofil 102 ab. Durch die Öffnung 118 ist die Abdeckung 106 schwenkbar mit dem Rahmen 108 an den Abdeckungsschwenkverbindung 110 und den Rahmenempfangselementen 112 verbunden, wie in zu sehen. Das Zierstabprofil 102 umschließt den Zierstabkern 103, der dem Zierstabprofil 102 zusätzliche strukturelle Unterstützung bietet. Der Zierstabkern 103 besteht aus einem harten Material wie Stahl, Aluminium usw., um das Zierstabprofil 102 zu verstärken. Ein Toleranzkompensator 124 wird mit dem Zierstabprofil 102 verbunden, um etwaige Lücken zwischen dem Zierstabprofil 102 und dem Fahrzeug 100, die durch Toleranzabweichungen verursacht werden, abzudecken. Der Toleranzkompensator 124 ist typischerweise aus einem weichen Material, das sich den Spalten zwischen den Komponenten des Fahrzeugs 100 anpasst und einen spaltfreien Eindruck vermittelt, wenn das Zierstabprofil 102 am Fahrzeug 100 befestigt wird. Das Zierstabprofil 102 ist über zusätzliche Clips (nicht dargestellt) mit dem Fahrzeug 100 verbunden.
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Die vorstehende Beschreibung verschiedener bevorzugter Ausführungsformen wurde zur Veranschaulichung und Beschreibung vorgelegt. Es ist nicht beabsichtigt, erschöpfend zu sein oder die Offenbarung auf die präzisen Formen zu beschränken, die offenbart wurden, und natürlich sind viele Modifikationen und Variationen im Lichte der obigen Lehre möglich. Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele wurden ausgewählt und beschrieben, um die Grundsätze der Offenbarung und ihre praktische Anwendung bestmöglich zu erläutern und dadurch andere Fachleute in die Lage zu versetzen, die Offenbarung in verschiedenen Ausführungsformen und mit verschiedenen Modifikationen, die für die jeweilige Verwendung geeignet sind, bestmöglich zu nutzen. Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen und in den Ansprüchen offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Umsetzung der Offenbarung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Fahrzeug
- 102
- Zierstabprofil
- 102a
- Kantenfläche
- 102b
- Zierstabbeschichtung
- 103
- Zierstabkem
- 104
- Abdeckungsanordnung, Fahrzeugzierstabanordnung
- 106
- Abdeckung, Klappe oder Schiebemechanismus
- 106a
- Kantenfläche
- 108
- Rahmen
- 110
- Abdeckungsschwenkverbindung
- 112
- Rahmenempfangselement
- 114
- erstes Halteelement, erster und zweiter Führungsmechanismus
- 114a
- erste gekrümmte Oberfläche
- 114b
- zweite gekrümmte Oberfläche
- 114c
- oberer Abschnitt
- 116
- zweites Halteelement
- 118
- Öffnung, Aussparung
- 119
- innere Begrenzung
- 120
- erste Begrenzungsseite
- 121
- zweite Begrenzungsseite
- 122
- dritte Begrenzungsseite
- 124
- Toleranzkompensator
- 126
- Rotationsrichtung
- 128
- Einfügebewegungsrichtung