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FELD DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft Bodenkanäle, insbesondere solche mit einem an einer oder beiden Längsseiten vorgesehenen Auslass für Kabel und Leitungen, welcher jeweils mit einer Bürste gegen das Eindringen von Schmutz und Staub geschützt ist.
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HINTERGRUND
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Bodenkanäle werden in vielen Installationen eingesetzt, bei denen an den Rändern oder auch in der Mitte von Räumen flexibel Anschlüsse bereitgestellt werden müssen. In der Regel bestehen Bodenkanäle aus einem wannenförmigen Unterteil, in welchem Kabel und Leitungen verlegt werden können, und in dem auch Anschlusselemente vorgesehen sein können, bspw. Steckdosen und dergleichen. Das Unterteil wird in der Regel von einem Deckel abgedeckt, der vorzugsweise höhengleich mit dem Fußboden abschließt. Das wannenförmige Unterteil ist dazu in den Fußboden eingelassen. An einer oder beiden Längsseiten kann zwischen dem Deckel und dem Rand des wannenförmigen Unterteils ein Spalt bestehen, der als Auslass für Kabel und Leitungen dient. Der Spalt kann mit einer Bürste oder einer Gummilippe abgedichtet sein, so dass Kabel und Leitungen aus dem Bodenkanal herausgeführt werden können, Stellen, an denen keine Kabel oder Leitungen herausgeführt werden, jedoch gegen das Eindringen von Staub und Schmutz geschützt sind. Solche Bodenkanäle werden bspw. von der Hager SE unter dem Markennamen Tehalit und anderen seit geraumer Zeit vertrieben.
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Die Bürste bietet einen Schutz gegen das Eindringen kleinerer und leichterer Partikel und Gegenstände, kann jedoch u.U. von schwereren Partikeln oder Gegenständen überwunden werden. Bei einer Verlegung quer durch einen Raum hindurch kann die Bürste zudem eine Gefahrenstelle bilden, an der Personen stolpern können. Außerdem ist die Bürste in der Regel nicht in der Farbgebung und Struktur des Deckels ausgeführt, so dass ein deutlich sichtbarer Unterschied erkennbar ist, der ästhetisch wenig ansprechend ist, insbesondere bei Verlegung quer durch einen Raum hindurch.
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Von der PUK Group GmbH & Co. KG ist unter dem Produktnamen CHALI ein Bürstenkanal bekannt, bei dem die Bürste mittels einem mit einem Stangenscharnier, umgangssprachlich auch als Klavierband bekannt, an dem Deckel befestigten Metallstreifen wahlweise freigelegt oder abgedeckt werden kann.
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Stangenscharniere stellen eine wechselseitige Aneinanderreihung von einfachen Scharnieren dar, die einfach und preisgünstig zu fertigen sind, jedoch eine Vielzahl von Spalten zwischen den wechselseitig angeordneten Scharnieren aufweisen, durch welche kleinere Staub- und Schmutzpartikel, aber auch Flüssigkeiten wie bspw. Wischwasser in den Bodenkanal dringen können. Außerdem sind Stangenscharniere nicht beliebig frei kürzbar, da ein gewisses Restmaß am gekürzten Ende verbleiben muss, um eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten. Darüber hinaus sind Stangenscharniere nicht auf einfache Weise zerlegbar und wieder zusammenfügbar.
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BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine ästhetisch ansprechende Abdeckung der Bürste eines Bodenkanals zu schaffen, welche einen oder mehrere der vorstehend genannten Nachteile beseitigt.
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Diese Aufgabe wird durch den in Anspruch 1 angegebenen Bodenkanal gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Ein erfindungsgemäßer Bodenkanal umfasst ein Kanalunterteil mit U-förmigem Querschnitt und einen Deckel. An oder in dem Kanalunterteil ist mindestens eine Deckelhalterung zur Abstützung des auf das Kanalunterteil aufgelegten oder darin eingesetzten Deckels vorgesehen. Die Deckelhalterung kann bspw. eine sich von dem Kanalboden aus erstreckende Stütze umfassen, eine an einer Seitenwand angeordnete Struktur, z.B. eine Kante, oder durch die Oberkante der Seitenwand gebildet sein. Der Deckel weist zwei mittels eines längs zu einer Längsachse des Deckels verlaufenden Scharniers verbundene Deckelteile auf. Das erste der Deckelteile ist dazu eingerichtet, auf der mindestens einen Deckelhalterung aufzuliegen. Das zweite der Deckelteile ist dazu eingerichtet, wahlweise auf einer an einer Seitenwand des Bodenkanals montierten Halterung für eine Bürste bzw. auf der Oberkante der Seitenwand aufzuliegen oder in den Bodenkanal hineingeschwenkt zu sein. Erfindungsgemäß endet ein Querschnittsprofil des ersten Scharnierteils in einem kreisbogenförmigen Abschnitt mit einem ersten Radius, und das zweite Scharnierteil ist in dem kreisbogenförmigen Abschnitt schwenkbar gelagert oder über ein darin gelagertes flexibles Bauteil damit schwenkbar verbunden.
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Das erste Scharnierteil kann ein mit dem ersten Deckelteil lösbar oder unlösbar verbundenes separates Bauteil sein, oder ein entsprechend ausgeformter Abschnitt des ersten Deckelteils. Entsprechend kann das zweite Scharnierteil ein mit dem zweiten Deckelteil lösbar oder unlösbar verbundenes separates Bauteil sein, oder ein entsprechend ausgeformter Abschnitt des zweiten Deckelteils.
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Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen weist ein Querschnittsprofil des zweiten Scharnierteils an einem Ende zwei zueinander konzentrische kreisbogenförmige Abschnitte auf. Dabei ist der Abschnitt mit dem kleineren Radius innerhalb des kreisbogenförmigen Abschnitts des ersten Scharnierteils positionierbar, und der Abschnitt mit dem größeren Radius ist außerhalb des kreisbogenförmigen Abschnitts des ersten Scharnierteils positionierbar.
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Die beiden konzentrischen Abschnitte können mit einem Steg verbunden sein, der einen Anschlag für ein Ende des kreisbogenförmigen Abschnitts des ersten Scharnierteils bildet. Der Steg kann außerdem einen Anschlag an einem an den kreisbogenförmigen Abschnitt des ersten Scharnierteils angrenzenden, im Wesentlichen geraden Abschnitt des ersten Scharnierteils bilden.
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Die beiden konzentrischen Abschnitte des zweiten Scharnierteils können so voneinander beabstandet sein, dass sie den kreisbogenförmigen Abschnitt des ersten Scharnierteils einklemmen. Dabei kann der Steg elastisch verformbar sein und eine gewisse Federkraft bereitstellen, welche die Klemmkraft bestimmt.
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Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen weist ein Querschnittsprofil des zweiten Scharnierteils an einem Ende einen Abschnitt mit einem verdickten Ende mit kreisförmigem Querschnitt aufweist, der in dem kreisbogenförmigen Abschnitt des ersten Scharnierteils positionierbar ist.
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Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen erstreckt sich der kreisbogenförmige Abschnitt des ersten Scharnierteils über einen Winkel von mehr als 180°, und ein Querschnittsprofil des zweiten Scharnierteils endet in einem sich über einen Winkel von mehr als 180° erstreckenden kreisbogenförmigen Abschnitt mit dem ersten oder einem zweiten Radius. In den beiden kreisbogenförmigen Abschnitten ist ein flexibles Bauteil mit jeweils einer Seite gelagert, so dass die Anordnung ein Filmscharnier bildet. Das flexible Bauteil ist dazu entlang der in den kreisbogenförmigen Abschnitten aufgenommenen Seiten verdickt.
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Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen ist in dem kreisbogenförmigen Abschnitt des ersten Scharnierteils und/oder an dem darin gelagerten Abschnitt des zweiten Scharnierteils ein Dichtmittel angeordnet. Das Dichtmittel kann bspw. eine flexible Dichtleiste umfassen, welche einen Spalt zwischen den beiden Scharnierteilen abdichtet.
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Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen ist an der dem Scharnier gegenüberliegenden Seite des zweiten Deckelteils ein Griffteil angeordnet, mittels welchem die Bürstenabdeckung und ggf. der Deckel als Ganzes angehoben werden kann, so dass das Kanalunterteil frei liegt und darin verlegte Kabel, Leitungen, Anschlüsse und/oder Installationselemente zugänglich sind.
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Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen ist mindestens eines der Teile des Scharniers aus einem Strangpressprofil oder einem umgeformten Metallblech gefertigt. Die Umformung kann insbesondere Biegen bzw. Rollen umfassen.
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Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen ist das erste Scharnierteil gegenüber dem ersten Deckelteil entlang von Langlöchern in der Höhe verstellbar befestigbar.
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Der erfindungsgemäße Bodenkanal bietet eine ästhetisch ansprechende Abdeckung der Bürste, wenn kein Kabel oder keine Leitung aus dem Bodenkanal herausgeführt ist. Die beiden Scharnierteile können ohne Werkzeug voneinander getrennt oder zusammengefügt werden, indem sie entlang der Längsachse des Deckels auseinander- bzw. ineinandergeschoben werden. Dadurch ist es möglich, die Bürstenabdeckung erst bei Bedarf nachträglich hinzuzufügen, oder die Bürstenabdeckung auszuwechseln, etwa um geänderten Designansprüchen gerecht zu werden. Zudem kann die Bürstenabdeckung an beliebiger Stelle getrennt bzw. unterbrochen werden. Dadurch kann z.B. ein kleinerer Abschnitt der Bürste dauerhaft frei bleiben, bspw. um eine fest installierte Leitung aus dem Bodenkanal herauszuführen, und die benachbarten Abschnitte der Bürste können dennoch abgedeckt werden. Sollte sich die Installation später ändern, kann die Lücke durch Einsetzen einer neuen Bürstenabdeckung oder sogar des zuvor entfernten Teils leicht wieder geschlossen werden.
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Figurenliste
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Im folgenden Abschnitt wird die Erfindung mit Bezugnahme auf das in der Zeichnung gezeigte Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- 1 eine Schnittdarstellung eines exemplarischen erfindungsgemäßen Bodenkanals,
- 2 eine Schnittdarstellung einer weiteren Ausführung des Deckels des exemplarischen erfindungsgemäßen Bodenkanals,
- 3 ein erstes Detail des zweiten Deckelteils einer Ausführung des Deckels des exemplarischen erfindungsgemäßen Bodenkanals,
- 4 ein zweites Detail des zweiten Deckelteils einer Ausführung des Deckels des exemplarischen erfindungsgemäßen Bodenkanals,
- 5 eine schematische Darstellung des Anhebens des Deckels,
- 6 eine schematische Darstellung des ein Stück weit von dem Kanalunterteil abgehobenen Deckels,
- 7 eine schematische Darstellung eines Teils des Kanalunterteils mit entferntem Deckel,
- 8 schematisch eine durch die Bürste in das Kanalunterteil hineingeführte Leitung,
- 9 eine schematische Darstellung einer in den Bodenkanal hineingeführten Leitung mit vollständig aufgelegtem Deckel und nach innen geschwenktem zweiten Deckelteil,
- 10 eine schematische Darstellung eines Details des erfindungsgemäßen Bodenkanals mit einem unterbrochenen zweiten Deckelteil,
- 11 eine schematische Darstellung einer alternativen Form des Scharniers, und
- 12 eine schematische Darstellung einer weiteren alternativen Form des Scharniers.
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Gleiche oder ähnliche Elemente können in den Figuren mit denselben Bezugszeichen referenziert sein.
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BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
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1 zeigt eine Schnittdarstellung eines exemplarischen erfindungsgemäßen Bodenkanals 100 mit einem Kanalunterteil 102 und einem Deckel in einer ersten, wannenartig gestalteten Ausführung. Ein erstes Deckelteil 110 des Deckels liegt zum einen auf einer Deckelhalterung 104 auf, welche an einer Seitenwand 114 des Kanalunterteils 102 angeordnet ist, zum anderen auf einer Deckelhalterung 104, welche an einem Boden des Kanalunterteils 102 angeordnet ist. An dem ersten Deckelteil 110 ist ein erstes Scharnierteil 118 eines Scharniers montiert. Ein Querschnittsprofil des ersten Scharnierteils 118 endet auf einer Seite in einem kreisbogenförmigen Abschnitt 120 mit einem ersten Radius, während die andere Seite, wie in der Figur gezeigt, gerade ausgeformt sein kann. Ein Abschnitt eines zweiten Scharnierteils 122 ist in dem kreisbogenförmigen Abschnitt 120 schwenkbar gelagert. Das zweite Scharnierteil 122 kann entlang der Schwenkachse verschiebbar sein. Bei dem in 1 gezeigten exemplarischen Bodenkanal 100 weist ein Querschnittsprofil des zweiten Scharnierteils 122 an dem in dem kreisbogenförmigen Abschnitt 120 gelagerten Ende zwei zueinander konzentrische kreisbogenförmige Abschnitte auf. Der Abschnitt mit dem kleineren Radius ist innerhalb des kreisbogenförmigen Abschnitts 120 des ersten Scharnierteils 118 positionierbar, und der Abschnitt mit dem größeren Radius ist außerhalb des kreisbogenförmigen Abschnitts 120 des ersten Scharnierteils 118 positionierbar. Die beiden konzentrischen Abschnitte sind mit einem Steg 126 verbunden, der einen Anschlag für ein Ende des kreisbogenförmigen Abschnitts des ersten Scharnierteils 118 bildet, wie bspw. in 6 erkennbar ist. Der Steg 126 kann außerdem einen Anschlag an einem an den kreisbogenförmigen Abschnitt des ersten Scharnierteils 118 angrenzenden, im Wesentlichen geraden Abschnitt des ersten Scharnierteils 118 bilden, wie bspw. in 9 erkennbar ist. Bei dem in der 1 gezeigten Bodenkanal 100 bildet das zweite Scharnierteil 122 zugleich das zweite Deckelteil 112 welches wahlweise auf einer an einer Seitenwand 114 des Bodenkanals 100 montierten Bürstenhalterung 116 aufliegt oder in den Bodenkanal 100 hineingeschwenkt sein kann. Eine in der Bürstenhalterung 116 angeordnete Bürste 128 ist so entweder abgedeckt oder freigelegt. In dem in 1 gezeigten exemplarischen Kanalunterteil 102 sind außerdem Halter 130 vorgesehen, an denen elektrische Installationen montiert werden können, und die zusätzlich als Auflager für den Deckel dienen können.
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2 zeigt eine Schnittdarstellung einer weiteren Ausführung des Deckels des exemplarischen erfindungsgemäßen Bodenkanals 100. In dieser Ausführung wird der Deckel durch ein flaches Teil gebildet, bspw. ein Metallblech. Im Vergleich der beiden Ausführungen des Deckels aus 1 und 2 ist gut erkennbar, wie die Oberkante des ersten Scharnierteils 118 durch die Montage mittels Schrauben 132 an einem von dem erste Deckelteil 110 angeordneten Profilteil, die eine Justierung der Position bspw. entlang von Langlöchern ermöglicht, stets bündig mit der Oberseite des Deckels abschließt.
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3 zeigt ein erstes Detail des zweiten Deckelteils 112 einer Ausführung des Deckels des exemplarischen erfindungsgemäßen Bodenkanals 100. In dieser Figur ist gut erkennbar, wie ein dem Scharnier gegenüberliegendes Ende des zweiten Deckelteils 122 zu einem Griffteil 124 geformt ist, hier als Rinne, in welche mit den Fingernägeln oder einem flachen Gegenstand eingegriffen werden kann, um das zweite Deckelteil 122 anzuheben. Das zweite Deckelteil 122 liegt in der Darstellung der 3 auf einer entsprechend ausgeformten Kante der Bürstenhalterung 116 auf.
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4 zeigt ein zweites Detail des zweiten Deckelteils 112 einer Ausführung des Deckels des exemplarischen erfindungsgemäßen Bodenkanals 100. In dieser Figur ist das zweite Deckelteil 112 angehoben, während das erste Deckelteil 110 noch auf dem Kanalunterteil aufliegt. Gut zu erkennen ist in dieser Figur, wie die zwei konzentrischen kreisbogenförmigen Abschnitte des zweiten Scharnierteils 122 den kreisbogenförmigen Abschnitt 120 des ersten Scharnierteils 118 umfassen, und wie der Steg 126 an dem Ende des kreisbogenförmigen Abschnitts 120 des ersten Scharnierteils 118 anliegt und eine weitere Schwenkbewegung blockiert.
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5 zeigt eine schematische Darstellung des Anhebens des Deckels des exemplarischen erfindungsgemäßen Bodenkanals 100. Wie in 4 ist in dieser Darstellung das zweite Deckelteil 112 angehoben, während das erste Deckelteil 110 noch auf dem Kanalunterteil 102 aufliegt. Das zweite Deckelteil 112 dient in dieser Position zugleich als Griff, an dem der gesamte Deckel angehoben und schließlich vom Kanalunterteil 102 abgenommen werden kann. Auch in dieser Darstellung ist gut erkennbar, wie der Steg 126 an dem Ende des kreisbogenförmigen Abschnitts 120 des ersten Deckelteils 110 anliegt und ein weiteres Schwenken des zweiten Deckelteils 112, das in dieser Ausführung von dem zweiten Scharnierteil 122 gebildet wird, verhindert. In der Darstellung der 5 ist außerdem ein Teil einer an dem Halter 130 des Kanalunterteils 102 montierten Geräteaufnahme 136 erkennbar.
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6 zeigt eine schematische Darstellung des ein Stück weit von dem Kanalunterteil 102 abgehobenen Deckels. Die übrigen Elemente, soweit dargestellt, entsprechen denen der 5.
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7 zeigt eine schematische Darstellung eines Teils des Kanalunterteils 102 mit entferntem Deckel. In dieser Darstellung ist leicht erkennbar, dass nun Leitungen einfach aus dem Kanalunterteil heraus- oder hineinführbar sind, da das gesamte Kanalunterteil 102 nun frei zugänglich ist.
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8 zeigt schematisch eine durch die Bürste 128 in das Kanalunterteil 102 hineingeführte Leitung 138. Der Deckel ist bereits wieder an einer in der Figur nicht sichtbaren Seite des Kanalunterteils 102 aufgelegt, und das zweite Deckelteil 112 ist nach unten geschwenkt, so dass es an der Bürste 128 vorbei in das Kanalunterteil 102 hineingeführt werden kann, ohne bei vollständig geschlossenem Deckel die Leitung 138 einzuklemmen.
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9 zeigt eine schematische Darstellung einer in den Bodenkanal 100 hineingeführten Leitung 138 mit vollständig aufgelegtem Deckel und nach innen geschwenktem zweiten Deckelteil 112. In dieser Darstellung ist gut erkennbar, dass der zweite Deckelteil 112 nicht mit der Leitung 138 in Kontakt steht, bzw. dass ausreichend Platz zur Verfügung steht, so dass die Leitung 138 nicht eingeklemmt wird. Außerdem ist erkennbar, wie der Steg 126 an der an den kreisbogenförmigen Abschnitt 120 des ersten Scharnierteils 118 angrenzenden Abschnitt anliegt und eine weitergehende Schwenkbewegung blockiert.
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10 zeigt eine schematische Darstellung eines Details des erfindungsgemäßen Bodenkanals 100 mit einem unterbrochenen zweiten Deckelteil 112. Die Lücke zwischen den beiden zweiten Deckelteilen 112a und 112b kann durch Einbringen einer Aussparung in das zweite Deckelteil 112 eingebracht werden, es ist jedoch auch möglich, das zweite Deckelteil 112 in zwei Teile zu trennen und eines der getrennten zweiten Deckelteile 112a oder 112b zu kürzen. Da das zweite Deckelteil 112 entlang der Scharnierachse verschiebbar ist, und das Scharnier so auch trennbar und wieder zusammensetzbar ist, kann diese Arbeit leicht ausgeführt werden.
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11 zeigt eine schematische Darstellung einer alternativen Form des Scharniers in drei unterschiedlichen Positionen. Bei dieser Alternative ist der kreisbogenförmige Abschnitt 120 des ersten Scharnierteils 118 zu mehr als 180° geschlossen, und ein kreisförmig verdicktes Ende des zweiten Scharnierteils 122 ist darin schwenkbar gelagert. Die Toleranzen zwischen dem ersten und dem zweiten Scharnierteil 118, 122 sind in der Darstellung übertrieben dargestellt, es kann über den gesamten kreisbogenförmigen Abschnitt 120 des ersten Scharnierteils 118 ein gleitender Kontakt zwischen den beiden Scharnierteilen bestehen. In der Figur ist ein Dichtmittel 140 dargestellt, bspw. ein Streifen aus einem flexiblen Material, welches in einer Nut in dem verdickten Ende angeordnet sein kann. In 11 a) ist das zweite Scharnierteil 122 in einer geschlossenen Position gezeigt, in der es auf der in der Figur nicht gezeigten Bürstenhalterung 116 oder der Oberkante der Seitenwand 114 aufliegt. In 11 b) ist das zweite Scharnierteil 122 in einer angehobenen Position gezeigt, in welcher der Deckel von dem in der Figur nicht gezeigten Kanalunterteil an- und schließlich abgehoben werden kann. In 11 c) ist das zweite Scharnierteil 122 in einer nach unten geschwenkten Position gezeigt, in der es bei geschlossenem Deckel in das Kanalunterteil 102 hineinragt und die in der Figur nicht gezeigte Bürste freigibt.
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12 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren alternativen Form des Scharniers. Bei dieser Alternative weisen das erste und das zweite Scharnierteil im Wesentlichen gleiche Querschnittsprofile mit kreisbogenförmigen Abschnitten 120 auf, in welchen jeweils eine Seite eines flexiblen Bauteils 142 gelagert ist. Das flexible Bauteil 142, welches das bewegliche Teil eines Filmscharniers bildet, kann dabei entlang der Längsachse des Scharniers verschiebbar sein. Die jeweils in den kreisbogenförmigen Abschnitten 120 gelagerten Seiten des flexiblen Bauteils 142 können jeweils eine Schwenkbewegung in den kreisbogenförmigen Abschnitten 120 zulassen, wobei dies nicht unbedingt nötig ist, um die Funktion des Scharniers sicherzustellen. Die Seiten des flexiblen Bauteils 142 können verdickt ausgeführt sein und mittels eines Streifens geringerer Dicke verbunden sein, welcher die gewünschte Flexibilität bereitstellt. In 12 a) ist das zweite Scharnierteil 122 in einer geschlossenen Position gezeigt, in der es auf der in der Figur nicht gezeigten Bürstenhalterung 116 oder der Oberkante der Seitenwand 114 aufliegt. In 12 b) ist das zweite Scharnierteil 122 in einer angehobenen Position gezeigt, in welcher der Deckel von dem in der Figur nicht gezeigten Kanalunterteil an- und schließlich abgehoben werden kann. In 12 c) ist das zweite Scharnierteil 122 in einer nach unten geschwenkten Position gezeigt, in der es bei geschlossenem Deckel in das Kanalunterteil 102 hineinragt und die in der Figur nicht gezeigte Bürste freigibt.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Bodenkanal
- 102
- Kanalunterteil
- 104
- Deckelhalterung
- 110
- erstes Deckelteil
- 112
- zweites Deckelteil
- 114
- Seitenwand
- 116
- Bürstenhalterung
- 118
- erstes Scharnierteil
- 120
- kreisbogenförmiger Abschnitt
- 122
- zweites Scharnierteil
- 124
- Griffteil
- 126
- Steg
- 128
- Bürste
- 130
- Halter
- 132
- Schraube
- 136
- Geräteaufnahme
- 138
- Leitung
- 140
- Dichtmittel
- 142
- flexibles Bauteil