-
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Trainingsvorrichtung mit mindestens zwei Standfüßen und mindestens einer auf den Standfüßen liegenden Griffeinrichtung und mindestens einem flexiblen Strang, der mit der Griffeinrichtung verbunden ist.
-
Allgemein werden Trainingsvorrichtungen zur körperlichen Ertüchtigung dazu eingesetzt, um die Körpermuskulatur zu stärken. Liegestützübungen dienen insbesondere zur Stärkung der Brustmuskulatur und Armmuskulatur und werden mit eigenem Körpergewicht durchgeführt, indem der Trainierende sich mit gestrecktem Körper und durchgestreckten Armen auf den Händen und Füßen, mit dem Gesicht zum Boden, stützt. Durch ein Beugen des Ellenbogengelenks gelangt der Trainierende in eine Position, in der die Muskeln gedehnt werden. Streckt er nun wieder die Arme, so kontrahiert die Brustmuskulatur und die Oberarmmuskulatur. Bei dieser Übung ist die Intensität abhängig von dem Körpergewicht des Trainierenden und kann nicht ohne Weiteres gesteigert werden. Wird diese Übung auf dem Boden ausgeführt und stützt sich der Trainierende mit der Handfläche auf dem Boden ab, so entsteht ein 90 Grad Winkel zwischen der Handfläche und den Unterarmen. Dadurch werden die Handgelenke während der gesamten Übung abgeknickt. Dies stellt ein Problem dar und kann zu Schmerzen und langfristig zu Handgelenksschäden führen.
-
DE 200 10 414 U1 offenbart eine ergonomische Liegestützhilfe bestehend aus zwei Holmen.
-
In US 2017 / 0 304 678 A1 ist eine bilaterale Liegestützvorrichtung, mit zwei Führungen mit beweglich gelagerten Handgriffen, die in der Mitte an einem Befestigungselement höhenverstellbar angebracht sind, beschrieben.
-
US 5,752,903 A zeigt eine Stange, die an jedem Ende einen U-förmigen Griff aufweist, wodurch dem Trainierenden eine Variation von verschiedenen Liegestützen ermöglicht wird.
-
US 2014 / 0 357 459 A1 offenbart ein Paar identischer Trainingsvorrichtungen für Liegestützen, bei dem der Griff auf einer Führung zwischen zwei Standfüßen in eine Richtung beweglich gelagert ist und ein, dem Griff entgegenwirkendes, Widerstandselement, wodurch die Schwierigkeit für den Trainierenden in geringem Maße erhöht werden kann.
-
Bei den aufgeführten Trainingsvorrichtungen ist nachteilig, dass diese teilweise sehr aufwendig und nicht transportabel sind. Ferner ist es möglich ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht vielmehr dem Anteil des eigenen Körpergewichts, welcher auf beide Arme verteilt wird, trainiert werden kann. Eine Variation und Erhöhung der Intensität ist nicht oder nur in begrenztem Umfang möglich.
-
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine verbesserte Trainingsvorrichtung zu schaffen, welche die Nachteile der bekannten Trainingsvorrichtungen nicht aufweist und die eine Variation und Erhöhung der Intensität ermöglicht und darüber hinaus handgelenkschonend und ergonomisch ausgestaltet ist, um eine starke Belastung der Handgelenke zu vermeiden.
-
Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst.
-
Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Trainingsvorrichtung mit mindestens einer Griffeinrichtung und mindestens zwei auf einem Boden abstellbare Standfüße und mindestens einem, mit einer Befestigungseinrichtung der Griffeinrichtung verbundenem flexiblen Strang, gelöst.
-
Ein Benutzer führt seinen Oberkörper durch eine Öffnung, welche sich durch die Griffeinrichtung und den mit der Griffeinrichtung verbundenen flexiblen Strang ergibt. Dabei platziert dieser den flexiblen Strang an seinem oberen Rücken, umgreift mit beiden Händen die Griffvorrichtung und begibt sich in die Ausgangsposition der Liegestütze. Bei der Ausübung der Liegestützübung sind die Handgelenke entlastet, da diese nicht um 90 Grad abgeknickt sind. Sie werden in Verlängerung des Unterarms in neutraler Position gehalten, sodass die Liegestützübung wesentlich gelenkschonender ausgeübt werden kann. Überdies führt der zusätzliche Widerstand des flexiblen Strangs, beispielsweise ein Expander, zu einer wesentlichen Steigerung der Intensität der Übung. Dies führt wiederum zu einem stärkeren Muskelzuwachs. Die Intensität kann über die Stärke des flexiblen Strangs variiert werden und individuell an das Kraftniveau des Benutzers beliebig eingestellt werden.
-
Die Griffeinrichtung kann mit Standfüßen fest oder reversibel verbunden sein. Die Standfüße sind so gestaltet, dass mindestens eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme der Griffeinrichtung enthalten ist. Wobei die Aufnahme so gestaltet ist, dass die Griffeinrichtung radial und/oder axial gesichert ist und die Griffeinrichtung teilweise oder komplett umschließt. Die Position der Standfüße kann frei gewählt und variiert werden, um auch bei schwerem Gewicht die Stabilität der Trainingsvorrichtung zu verbessern und ein Durchbiegen der Griffeinrichtung zu vermeiden. Dadurch kann der Benutzer die Griffbreite variieren und die Position der Standfüße individuell an seine Griffbreite anpassen.
-
Die Standfüße können beispielhaft so gestaltet sein, dass diese die Griffeinrichtung komplett umschließen und teilweise oder komplett konvex ausgestaltet sind, um die Schwierigkeit für den Benutzer durch das Ausbalancieren zu erhöhen. Die Standfüße sind so gestaltet, dass die Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme der Griffeinrichtung einen Abstand zum Boden aufweist, wodurch sich ein Abstand zwischen dem Boden und der Griffeinrichtung ergibt und ein Umgreifen des Benutzers, insbesondere dessen Hände um die Griffeinrichtung ermöglicht wird.
-
Die Standfüße können beispielsweise U-förmig, rechteckig oder in einer beliebigen geometrischen Figur ausgestaltet und insbesondere aus Metall, Holz, Kunststoff oder einer Kombination daraus hergestellt sein. Um einen sicheren und stabilen Stand zu gewährleisten, kann es vorteilhaft sein, dass die Standfüße mit einem Haftelement versehen sind.
-
Die Griffeinrichtung kann so ausgestaltet sein, dass diese fest oder reversibel mit dem elastischen Strang verbunden ist und zwei Befestigungseinrichtungen für den flexiblen Strang aufweist. Die Befestigungseinrichtungen für den flexiblen Strang können als Ring ausgeführt sein, sodass eine Hakeneinrichtung am jeweiligen Ende des flexiblen Strangs mit der Griffeinrichtung verbunden werden kann. Die Befestigungseinrichtungen können beispielhaft mit Ring-Bolzen realisiert sein, die in einer Buchse, an dem jeweiligen Enden der Griffeinrichtung, drehbar gelagert und radial und axial gesichert sind, sodass sich der flexible Strang an die Bewegung des Benutzers anpassen kann.
-
Es hat sich herausgestellt, dass eine rohrförmige Griffeinrichtung bezüglich der Haptik von Vorteil ist und von den Händen eines Benutzers der Trainingsvorrichtung sicher und fest umschlossen werden kann. Die Griffeinrichtung kann zumindest zweiteilig ausgestaltet sein, um die Trainingsvorrichtung transportabel zu gestalten. Die einzelnen Teile der Griffeinrichtung können beispielhaft gesteckt, verschraubt oder durch ein weiteres Verbindungselement miteinander verbunden werden. Die Griffeinrichtung kann insbesondere aus Metall, Holz, Kunststoff oder einer Kombination daraus hergestellt sein.
-
Der flexible Strang kann beispielhaft aus Schläuchen, Bändern oder Seilen aus Gummi oder anderen elastischen Materialien bestehen. Typische elastische Stränge sind Expander. Ferner können Hakeneinrichtungen oder andere Befestigungseinrichtungen an den Enden des oder der flexiblen Stränge vorgesehen sein. Dadurch wird ein Austauschen und Variieren des elastischen Stranges ermöglicht, wodurch die Intensität mittels unterschiedlich starker elastischer Stränge individuell eingestellt werden kann.
-
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele anhand der beigefügten Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- 1 eine Seitenansicht einer Trainingsvorrichtung mit nahe der Enden der Griffeinrichtung angeordneten Standfüßen,
- 2 eine Seitenansicht einer Trainingsvorrichtung mit im mittleren Bereich der Griffeinrichtung angeordneten Standfüßen,
- 3 eine perspektivische Ansicht einer Trainingsvorrichtung mit nahe der Enden der Griffeinrichtung angeordneten Standfüßen und einem Benutzer,
- 4 eine perspektivische Ansicht eines teilweise um die Griffeinrichtung umgreifenden Standfußes,
- 5 eine perspektivische Ansicht eines vollständig um die Griffeinrichtung umgreifenden und konvex geformten Standfußes,
- 6 eine perspektivische Ansicht eines vollständig um die Griffeinrichtung umgreifenden und U-förmig ausgestaltetem Standfußes.
-
1 zeigt eine Seitenansicht einer beispielhaften Trainingsvorrichtung 1 mit einem flexiblen Strang 2, welcher an einer Befestigungseinrichtung 6 an den Beiden Enden einer Griffeinrichtung 3 befestigt ist. Die Trainingsvorrichtung 1 umfasst eine Griffeinrichtung 3 mit zwei Standfüßen 4, die die Griffeinrichtung 3 komplett umschließen. Die Standfüße 4 sind jeweils in dem äußeren Viertel der Griffeinrichtung 3 angeordnet, sodass der Benutzer innerhalb der Standfüße 4 die Griffeinrichtung 3 greifen und eine breite Variation der Liegestützübungen durchführen kann.
-
Die Trainingsvorrichtung 1 umfasst einen flexiblen Strang 2 an dessen Enden jeweils eine Hakeneinrichtung 5 angeordnet ist. Der flexible Strang 2 kann beispielhaft aus einem Schlauch, Band oder Seil aus Gummi oder einem anderen elastischen Material bestehen. Eine Griffeinrichtung 3 mit an jedem Ende angeordneten Befestigungseinrichtungen 6, an denen die Hakeneinrichtungen 5 des flexiblen Strangs 2 befestigt sind. Die Griffeinrichtung 3 kann aus beispielsweise Holz, Kunststoff oder Metall oder einer Kombination hieraus hergestellt sein und beispielsweise eine runde Form aufweisen. Die Griffeinrichtung 3 kann als Hohl- oder Vollkörper ausgestaltet sein. Für die Größe der Griffeinrichtung 3 ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Griffeinrichtung 3 von einem Benutzer, insbesondere dessen Händen umschlossen werden kann und einen sicheren Halt dabei bietet. Die Befestigungseinrichtung 6 kann beispielhaft als drehbar gelagerter und in axiale Richtung gesicherter Ring-Bolzen ausgestaltet sein, der eine Öffnung aufweist. Die Befestigungseinrichtung 6 kann beispielhaft aus Holz, (Kunst-) Stoff, Metall oder einer Kombination hieraus hergestellt sein. In den Standfüßen 4 sind Bohrungen eingebracht, die als Aufnahmeeinrichtung für die Griffeinrichtung 3 dienen. Hierbei kann die Aufnahmeeinrichtung beispielhaft als Durchgangsbohrungen, Sacklochbohrungen, gewölbte Vertiefungen oder mindestens zwei Flächen, die in einem Winkel kleiner als 180 Grad zueinander stehen, ausgebildet sein, die sich längs oder quer durch die Standfüße 4 erstrecken. Wodurch zumindest eine radiale Sicherung der Griffeinrichtung 3 in Richtung Boden 8 sichergestellt werden kann. Um eine feste Verbindung zwischen den Standfüßen 4 und der Griffeinrichtung 3 herzustellen sind die Standfüße 4 so ausgestaltet, dass diese die Griffeinrichtung 3 komplett umschließen. Um eine axiale Sicherung zu gewährleisten, können beispielhaft Sicherungselemente wie Sicherungsstifte verwendet werden. Die Standfüße 4 sind so ausgestaltet, dass diese eine Standfläche aufweisen, die mit einem Boden dargestellt ist. Die Standfläche kann aufgeraut oder beispielhaft mit einem Haftelement versehen sein, um einen sicheren und stabilen Stand zu gewährleisten.
-
Die Griffeinrichtung 3 mit dem an den Befestigungseinrichtungen 6 befestigte flexible Strang 2 bildet eine Öffnung 7, durch die der Benutzer seinen Oberkörper hindurchführt und den flexiblen Strang 2 auf seinem oberen Rücken platziert.
-
2 zeigt eine Seitenansicht einer beispielhaften Trainingsvorrichtung 1 mit einem elastischen Strang 2, wobei deren Aufbau gemäß dem der 1 entspricht. Jedoch sind im Gegensatz zu der in 1 dargestellten Trainingsvorrichtung 1 die Standfüße 4 im mittleren Bereich der Griffeinrichtung 3 angeordnet, sodass der Benutzer Liegestützübungen mit einem engen Griff durchführen kann und außerhalb der Standfüße 4 die Griffeinrichtung 3 greift.
-
3 zeigt eine perspektivische Darstellung einer beispielhaften Trainingsvorrichtung 1, wie diese in 1 beschrieben ist und einen Benutzer. Vor der Durchführung einer Liegestützübung führt der Benutzer seinen Oberkörper durch die Öffnung 7 zwischen der Griffeinrichtung 3 und dem flexiblen Strang 2. Dabei platziert dieser den flexiblen Strang 2 auf seinem oberen Rücken und umgreift mit beiden Händen die Griffeinrichtung 3 und stützt sich mit gestrecktem Körper und durchgestreckten Armen und Gesicht zum Boden auf seinen Händen und Füßen ab. In der Ausgangsposition stehen die Oberarme und Unterarme in einen Winkel von 180 Grad zueinander. Die Bewegung erfolgt durch das Beugen des Ellenbogengelenkes, sodass sich der Oberkörper zu der Griffeinrichtung 3 bewegt und sich der Winkel zwischen Oberarm und Unterarm von 180 Grad bis unter 90 Grad vermindert. Bei dieser Übung zur körperlichen Ertüchtigung werden insbesondere die Brustmuskulatur und die Oberarmmuskulatur trainiert, wobei der Widerstand des flexiblen Stranges 2 individuell vom Benutzer durch unterschiedlich starke flexible Stränge 2 an sein individuelles Leistungsniveau angepasst werden kann.
-
4, 5 und 6 zeigen jeweils eine perspektivische Ansicht eines Standfußes 4 einer geeigneten Trainingsvorrichtung 1.
-
In 4 ist beispielhaft ein Standfuß 4 dargestellt, der die Griffeinrichtung 3 teilweise umschließt, wobei die Aufnahmeeinrichtung des Standfußes 4 als eine Vertiefung, beispielhaft als eine gewölbte Form, insbesondere konkav, ausgestaltet ist. Wobei die Griffvorrichtung 3 in radialer Richtung zum Boden 8 gesichert ist. Die Standfläche ist als eine ebene Fläche ausgestaltet, die auf dem Boden 8 aufliegt.
-
5 zeigt beispielhaft einen Standfuß 4, der die Griffeinrichtung 3 komplett umschließt, wobei der Standfuß 4 radial und axial gesichert ist und sowohl fest als auch reversibel mit der Griffeinrichtung 3 verbunden sein kann. Die Aufnahmeeinrichtung des Standfußes 4 ist beispielhaft als Durchgangsbohrung und die Standfläche als eine gewölbte Form ausgestaltet, wodurch die Schwierigkeitsstufe der Liegestützübungen erhöht wird.
-
Ein U-förmiger Standfuß 4 kann sich als vorteilhaft hinsichtlich der Stabilität und der Standsicherheit erweisen und ist in 6 dargestellt.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Trainingsvorrichtung
- 2
- flexibler Strang
- 3
- Griffeinrichtung
- 4
- Standfuß/Standfüße
- 5
- Hakeneinrichtung
- 6
- Befestigungseinrichtung
- 7
- Öffnung der Trainingsvorrichtung
- 8
- Boden
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- DE 20010414 U1 [0003]
- US 5752903 A [0005]