[go: up one dir, main page]

DE1020135B - Vorrichtung und Verfahren zum Lichtbogenschweissen an einer Einphasenwechselstromquelle ueber zwei Gleichrichterstromkreise - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Lichtbogenschweissen an einer Einphasenwechselstromquelle ueber zwei Gleichrichterstromkreise

Info

Publication number
DE1020135B
DE1020135B DEA24491A DEA0024491A DE1020135B DE 1020135 B DE1020135 B DE 1020135B DE A24491 A DEA24491 A DE A24491A DE A0024491 A DEA0024491 A DE A0024491A DE 1020135 B DE1020135 B DE 1020135B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phase
rectifier
current
circuit
welding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA24491A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Bennington Steele
Rawlins Edison Purkhiser
Nelson Edward Anderson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Airco Inc
Original Assignee
Air Reduction Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Air Reduction Co Inc filed Critical Air Reduction Co Inc
Publication of DE1020135B publication Critical patent/DE1020135B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K9/00Arc welding or cutting
    • B23K9/10Other electric circuits therefor; Protective circuits; Remote controls
    • B23K9/1006Power supply
    • B23K9/1043Power supply characterised by the electric circuit
    • B23K9/1068Electric circuits for the supply of power to two or more arcs from a single source

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arc Welding Control (AREA)

Description

  • Vorrichtung und Verfahren zum Lichtbogenschweißen an einer Einphasenwechselstromquelle über zwei Gleichrichterstromkreise Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Gleichstromlichtbogenschweißen mit Stromversorgung aus einer Einphasen-Wechseistromquelle über einen Transformator und über Gleichrichter mit einem ersten: Gleichrichteirstromkreis, der pulsierenden Gleichstrom für den Schweißlichtbogen liefert, und einem zweiten Gleichrichterstromkreis, der weniger Strom liefert als der erste und für den Schweißlichtbogen einen pulsierenden Gleichstrom bereitstellt, der, bezogen auf den pulsierenden. Gleichstro:m aus dem ersten Gleichrichterstromkreis, außer Phase liegt, um dadurch den Lichtbogen kontinuierlich aufrechtzuerhalten.
  • Vorrichtungen bzw. Verfahren zum Lichtbogenschweißen. nach der genannten Art zum Betrieb. aus einer Einphasen-Wechselstromquelle sind bereits vorgeschlagen worden. Es sind dabei auch Mittel bekanntgeworden, die einen stabilen Betrieb des wegen der 180°-Welligkeit des gleichgerichteten Einphasenstromes an sich nicht stabilen Lichtbogens ermöglichen sollen. Diese Mittel verwenden außer einem Hauptstromkreis einen ebenfalls auf den. Lichtbogen arbeitenden Hilfsschweißkreis. Beide Kreise enthalten Gleichrichter und werden aus ein und derselben Einphasen-Wechselstromquelle, jedoch unter einer Phasenverschiebung zueinander, über einen Einpliasentransformato,r mit zwei Sekundärwicklungen gespeist. Die Phasenverschiebung bewirkt, daß der pulsierende Gleichstrom des Hilfsschweißkreises nicht Null ist, wenn sich der pulsierende Gleichstrom des Hauptschweißkreises im Nullpunkt befindet. Auf diese \Ve,ise kann der Lichtbogen aufrechterhalten, d. h. stabilisiert werden.
  • Von einer solchen bekannten Schweißvorrichtung geht die Erfindung aus. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptschweißkreis eine relativ niedrige Leerla.ufspannung aufweist gegenüber der Leerlaufspannung, die der Hilf'sschweißkreis besitzt. Das bedeutet, daß die den Hauptschweißkreis speisende Transformatorsekundärwicklung gegenüber der Primärseite stärker untersetzt ist. Dadurch kann der relativ große Hauptschweißstrom aufgebracht werden, ohne daß die Einphasen:-Wechselstromquelle auf der Primärseite überlastet wird. Die Transformatorsekundärwicklung, die den Hilfssch:weißkreis speist, braucht dagegen wegen der an sich geringen Stromstärke in diesem Hilfskreis nicht so, stark untersetzt zu sein; für sie ist vielmehr eine größere Leerlaufspannung wünschenswert.
  • Durch die genannter Wahl der Leerlaufspannungen wird ein zufriedenstellender Schweißbetrieb z. B. aus einem gewöhnlichen Lichtnetz (220 V, mit 30 A abgesichert) ermöglicht, wo@ sonst nur weit stärkere Netze in Frage kommen. Hierin liegt der große Vorteil der Erfindung. Er gewährleistet allseitige Verwendbarkeit und Anpassungsfähigkeit der erfindungsgemäßen Schweißvorrichtung. Trotzdem istgleichzeitig für eine ausgezeichnete Stabilität des Lichtbogens gesorgt. Schließlich werden auch die Verluste in einer Gleichstromschweißvo,rrichtung vom Gle-ichrichtertyp durch die Erfindung stark herabgesetzt.
  • Die Erfindung wird in: der nachfolgenden Beschreibung beispielsweise an Hand einer bevorzugten Ausführungsfo@rm erläutert und in den Zeichnungen veranschaulicht.
  • Fig. 1 ist die schematische, Darstellung einer Schweißmaschine nach der Erfindung in Verbindung mit einem Schweißstromkreis; Fig. 2 ist ein Spannungs-Zeit-Diagramm des Stromkreises von Fig. 1; Fig.3 ist ein Strom-Zeit-Diagramm des Stromkreises von Fig. 1; Fig. 4 ist die schematische Darstellung einer veränderten Form der Erfindung.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 1 schematisch dargestellt. In dieser Zeichnung ist der Schweißtransformator mit der Nummer 11 bezeichnet. Er besitzt eine Primärwicklung 12, eine Hauptsekundärwicklung 13 und eine Hilfssekundärwicklung 14. Die Primärwicklung 12 wird von einer Wechselstromquelle gespeist, beispielsweise mit 115- oder 230-V-Einphasenwechselstrom, wie er in Wohnungen und Werkstätten anzutreffen ist. Das Windungszahlverhältnis zwischen der Primärwicklung 12 und der Hauptsekundärw icklung 13 setzt die Spannung von der ausgewählten Primärspannung, beispielsweise 115 V, herab auf eine relativ niedrige Leerlau.fspannung, gewöhnlich auf größenordnungsmäßig etwa 50V. Der Ausgang dieser Sekundärwicklung wird einem Zweiweg-Graetz-Gleichrichter 16 zugeführt, der vorzugsweise aus Selen:gl,eichrichtern 17 oder anderen Trockengleichrichterelementen hergestellt ist. Der Ausgang des Gleichrichters ist pulsierender Gleichstrom und. wird an die Elektrode 18 und an das Werkstück 19 angelegt. Obgleich die Erfindung in keiner Hinsicht auf die Art der verwendeten Schweißelektroden beschränkt ist, ist sie besonders gut zum Schweißen mit durch inertes Gas geschützte Wolframelektroden geeignet. Hierbei wird die Elektrode 18 in einem Elektrodenhalter 21 gehalten, durch den ihr der Schweißstrom zugeleitet wird. Das dem Elektro,denhalter zugeführte Schutzgas tritt aus diesem so aus, daß es die Elektrode, den Lichtbogen und die Schweißschmelze mit einem Strom aus Schutzgas umgibt, um. die elektrischen Eigenschaften: des Lichtbogens zu bestimmen und die umgebende Luft von. der Elektrode, dem Lichtbogen und dem Schweißbad fernzuhalten. Eine Art Stromeinsteller, beispielsweise eine veränderliche Induktivität 22, wird vorzugsweise in den Kreis der Transformatorhauptsekundärwicklung 13 eingeschaltet. In einer bevorzugten der Erfindung befinden: sich beim Betrieb mit der 50-V-Leerlaufspannung der Sekundärwicklung 13 zwei Selengleichrichterplatten in jedem Zweig der Gleichrichterschaltung 16 in Serie. Diese Gleichrichter werden so ausgewählt, daß sie einen Schweißstrom von etwa 50 A ohne Überhitzung hindurchlassen. Bei höheren Stromanforderungen können selbstverständlich zwei oder mehr Gleichrichtersäu:len in jedem Zweig der Graetz-Schaltung parallel geschaltet werden.
  • Eine andere Zweiweggleichrichterschaltung 26 ist mit dem Ausgang der Hilfsseku.ndärwicklung 14 verbunden. Diese Hilfswicklung 14 besitzt zur Primärwicklung 12 ein solches Windungszahlv erhältnis, daß die Leerlaufspannung der Sekundärwicklung relativ hoch ist, etwa 80 V. Ein Phasenschieberkondensator 27 mit einer Kapazität von etwa 250 bis 500 Mikrofarad sowie ein Strombegrenzungsw iders:tand 28 sind in den Stromkreis der Hilfssekundärwicklung 14 und des Gleichrichters 26 eingeschaltet. Der Gleichrichter 26 ist wieder vorzugsweise ein Trockengleichrichter, der sich in Graetz-Schaltung befindet und dessen Ausgang über den, Lichtbogen parallel zum Ausgang des Hauptschweißgleichrichters 16 liegt. Die Gleichrichterelemente 29 des Hilfsgleichrichters 26 sind ebenfalls vorzugsweise Selengleich.richter, in üblicher Weise zu Säulen gestapelt. Für die an den Hilfskreis angelegte Leerlaufspannung von 80 V sind Säulen zu mindestens drei Platten erforderlich.
  • Der Ausgang des Hilfskreises ist pulsierender Gleichstrom, der nicht in Phase mit dem Hauptschweißstrom liegt. Der nutzbare Phasenunterschied zwischen den Ausgängen des Hilfskreises und des Hauptschweißkreises ist das Ergebnis der kombinierten Phasenschiebereffehte der Kapazität im Hilfskreis und der Induktivität im Hauptschweißkreis. In der Konstruktion dieser Kreise besteht offensichtlich ein beträchtlicher zulässiger Spielraum, um den erforderlichen Phasenunterschied zu erzielen. Wenn es auch das Ziel ist, den Phasenunterschied nahezu 90° groß zu machen, so kann die Maschine auch schon bei Phasenunterschieden von nur 15° zufriedenstellend arbeiten. Im beschriebenen Hilfskreis werden die Kapazität 27 und der Widerstand 28 so ausgewählt, daß sie eine Phasenverschiebung von nahezu. 90° gegenüber dem Ausgang des Hauptschweißkreises bewirken und den Stromausgang des Hilfskreises auf etwa. 5 A begrenzen. Der Hilfskreis erhält die Luftspaltfähigkeit des Lichtbogens aufrecht, wenn der Hauptschweißstrom nach jeder Halbperiode auf Null sinkt, und aus diesem Grunde wird der Hilfskreis auch »Aufrechterhaltungsstromkreis« genannt. Die geringst zulässige Phasenverschiebung zwischen: den .>'Ausgängen von Haupt- und Hilfskreis kann als diejenige definiert werden, die am Luftspalt des Lichtbogens zu jeder Zeit eine Spannung aufrechterhält, die genügend groß ist, den Lichtbogen nicht verlöschen zu lassen.
  • Die Spa,nnungs- und Strombeziehungen im oben beschriebenen Stromkreis werden entsprechend in den Fig. 2 und 3 dargestellt. In Fig. 2 stellt En die Spannungswelle dar, die an die Primärwicklung 12 des Schweißtransformators 11 angelegt wird. In den meisten Fällen wird diese Spannung eine Frequenz von 60 Hz besitzen. Unabhängig von der Frequenz ausgedrückt wird eine Periode durch 360°-Winkel des die Welle erzeugenden Elements verkörpert. Die Ausgangsspannung des Hauptschweißkreises allein wird in Fig. 2 durch die Kurve E. dargestellt. Der ausgezogen dargestellte Teil dieser Kurve ist der tatsächliche Spannungsverlauf vom Hauptschweißgleiehrichter 16 während- des Schweißens. Der flache Teil oben an dieser Kurve, ist die Lichtbogenspannung, über die der Gleichrichterausgang nicht ansteigen kann, wenn der Lichtbogenspalt leitend ist. Die gestrichelte Linie stellt die Weiterführung der Kurve Ein bis zur vollen Leerlaufspannung dar. Ähnlich stellt El. die Ausgangsspannung des Aufrechterhaltungsstromkreises allein dar. Auch hier wird die Maximalspannung auf die Lichtboge:uspannung begrenzt, wenn der Lichtbogenspalt leitend ist und die gestrichelte Linie stellt die Weiterführung der Kurve Ek zur vollen Leerlaufspannung dar. Die Aufrechterhaltungsspannung Ek eilt der Hauptschweißspannung Ein um nahezu 90° voraus infolge der sich addierenden Wirkungen der induktiven Nacheilung im Hauptschweißstrom.kreis und der kapazitiven Voreilung im Hilfskreis. Die beiden Wirkungen verschieben diese Kurven in entgegengesetzte Richtungen, und zwar von einer theoretischen Sekundärspannungskurve aus, die gegenüber der Primärspannungskurve um 180° phasenverschoben ist.
  • Fig.3 zeigt die Stromverhältnisse im Stromkreis. Sie besitzt die gleiche Zeitabszisse wie Fig. 2. Beim Betrachten der Figuren erkennt man, daß der Hauptschweißstrom, dargestellt durch die Kurve IR=, mit der Hauptschweißspannung Ein und der Aufrechterhaltungsstrom Ik mit der Aufrechterhaltungsspannung EI,, völlig in Phase liegt. Praktisch besteht der gesamte Schweißstrom aus dem Hauptschweißstro,m. Der Aufrechterhaltungsstrom 1k besitzt einen sehr niedrigen Maximalstrom und wird so ausgewählt, daß er wenig mehr als das bloße llinimum beträgt, das erforderlich ist, damit der Lichtbogenspalt bleibt, wenn der Hauptschweißstrom auf Null sinkt. Der Strom, der durch jede der Gleichrichterschaltungen geliefert wird, sinkt auf Null ab, wenn die Spannung seines Kreises unter die Lich.tbogenspannun:g sinkt. Die gleichrichtende Wirkung der Gleichrichterschaltungen verhindert das Rückströmen des Stromes durch den. anderen Gleichrichter, wenn die Spannung des einen die , des anderen übersteigt.
  • Der oben be'sch'riebene Kreis schafft einen stabilen Schweißlichtbogen und ergibt gute Schweißergebnisse. Für alle praktischen Zwecke ist seine Stabilität die gleiche, als wenn beide Gleichrichterkreise, die gleiche Leerlaufspannung wie die des Kreises mit der höheren Spannung besäßen. Diese Schweißvorrichtung besitzt viele Vorteile gegenüber üblichen Gleichstromschweißgeräten, einschließlich des Vorteils geringerer Herstellungskosten. Die Kosten. von Gleichrichtern eines jeden Typs hängen vom zulässigen Stromdurchgang ab. Die Kosten. steigen bei hohen Strömen erheb-lieh. Im Falle der Trockengleichrichter, beispielsweise Selengleich,richter, hängt die maximal tragbare Wechselspannung vom Material ab und ist vom zulässigen Stromdurchgang unabhängig. Bei handelsüblichen Selengleichrich.tern beträgt die tragbare Spannung beispielsweise 26 V pro- Platte, unabhängig vom zulässigen Stromdurchgang durch die einzelne Platte. Es wurde gefunden, daß der Hauptschweißkreis nach der Erfindung mit einer Leerlaufspannung von etwa 50 V betrieben werden kann. Das bedeutet, daß Säulen mit nur je zwei Platten in der Gleichrichtereinheit des Hauptsch.weißkreises verwendet werden können.
  • Erfindungsgemäß ist der Stromkreis mit der höheren Spannung der Aufrechterhaltungskreis, der einen sehr geringen Stromdurchgang besitzt. Obwohl in diesem Kreis eine Säule aus drei oder, vier Platten erforderlich ist, sind seine Kasten sehr gering, da, der zulässige Strormd:urchgang durch seine Platten. niedrig sein kann.
  • Ein weiterer Vorteil hinsichtlich der Herstellungs-und Betriebskosten einer erfindungsgemäßen Schweißmaschine entsteht dadurch, daß ein. erforderliches zusätzliches Phasenschieben, zusätzlich zu dem ohnehin im Haupt- und Hilfskreis vorhandenen, durch einen induktiven Widerstand in einem der Kreise erfolgen kann. Dieses geschieht gewöhnlich im Kreis mit geringem Strom, um Ausrüstungskosten einzusparen. Zusätzlich zum Phas,enschieben beider Kreise in entgegengesetzte Richtungen wie im vorangehenden Beispiel kann. der Leistungsfaktor in die Nähe von Eins gebracht werden.
  • Ein anderer Vorteil des oben beschriebenen Stromkreis,es liegt darin, daß er einen stabilen Gleich.stromschweißlichtbogen aus einem Einphasenwechselstrom aus dem üblichen Einphasennetz erzeugen kann., das normalerweise in jeder Wohnung, auf dem Lande oder in jeder Werkstatt vorhanden ist. Der Primärstrom übersteigt dabei nicht die Leistungsfähigkeit der normalen Haushalts- oder Werkstattstromleitungen. Ein Schweißgerät verbraucht beispielsweise primär etwa 30 A Einphasenwechselstrom. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist bei dem jeweiligen Schweißstrom der Primärstromverbrauch im Schweißtransformator nur ein Minimum. Das wird dadurch bewirkt, daß der Hauptschweißstromkreis nur auf die relativ niedrige Leerlaufspannung von etwa 50 V ausgelegt ist und daher das Transformation.sverhältnis des Schweißtransformators relativ groß sein kann. Je größer dieses Verhältnis., desto geringer ist der Primärstrom, der für einen gegebenen: Schweißstrom erforderlich ist. Der Aufrechterhaltungsstromkreis besitzt dagegen die höhere Leerla,u.fspannung von etwa, 80 V bei entsprechend kleinerem Transformationsverhältnis. In ihm fließt jedoch nur ein sehr kleiner Strom, der den gesamten Primärstrom nur wenig erhöht. Mit einer Schweißmaschine nach der Erfindung kann aus einem 30-A-Primärstrom eines 115-V-Einphasennetzes ein Schweißstrom von etwa 50 A erzeugt werden, wenn ein Niederstrom-Aufrechterhaltungskreis mit einer Leerlaufspannung- von etwa 80 V verwendet wird. Ähnlich, kann ohne Überschreitung der üblichen 30-A-Grenze ein Schweißlichtbogen von etwa 100A erzeugt werden, wenn die Maschine an ein 230-V-1\Tetz angeschlossen ist.
  • Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die verringerten Erwärmungsschwierigkeiten und die damit verbundenen, verringerten Leistungsverluste im Vergleich zu üblichen Gleichrichterschweißmaschinen. Die Hitze entsteht, und die Leistung geht verloren beim Schweißstromdurchgang durch die Gleichrichterelemente. Der Leistungsverlust durch Erwärmung wird' durch Verringerung der Anzahl der Gleichrichterplatten pro, Säule im Hauptschweißstromkreis auf' ein Minimum reduziert. Beim Durchtritt des geringen Aufrechterhaltungsstromes durch seine Gleichrichterelemente wird nur wenig Wärme! erzeugt. Zusätzlich zur Einsparung von Verlustleistung infolge Erwärmung entsteht eine weitere Leistungs- und Kostenersparnis dadurch, daß bei geringeren Stromwärmeverlusten die Leistungsaufnahme eines Bläsers od. dgl. zur Kühlung proportional abnimmt.
  • Offensichtlich sind unter Beibehaltung der Merkmale der Erfindung viele Variationen und Änderungen möglich. Einen solchen abgeänderten Stromkreis zeigt die schematische Darstellung von Fig.4. In dieser Vorrichtung werden an Stelle des einen Transfo,rmators mit zwei Sekundärwicklungen nach Fig. 1 zwei Transformatoren verwendet. Der Phasenschieber für den Aufrechterhaltungskreis befindet sich besser im Primär- als im Sekundärkreis. Die Gleichrichterschaltungen ergeben, Einphasen-Zweiweggleichrichter wie bei den im. Stromkreis von Fig. 1 dargestellten Graetz-Gleichrichtern. Nach Fig. 4 besteht der Hauptsch.weißstromkreis aus dem Hauptschweißtransformator 41 mit einer Primär- 42 und einer Sekundärwicklung 43. Die, Gleichrichter 44 sind mit je, einem Ende der Sekundärwicklung 43 und mit dem Werkstück 46 verbunden. Eine Leitung von der Mittelanzapfung der Sekundärspule 43 vervollständigt dien Stromkreis über einen Stromeinsteller, beispielsweise eine veränderliche Induktivität 47, zur Schweißelektrode 48, die vom Elektrodenhalter 49 gehalten wird. Dieser Zweiweggleichrichterkreis stellt den Ha,uptschweißkreis dar und ist für eine relativ niedrige Spannung des offenen Stromkreises ausgelegt. Der Aufrechterhaltungsstromkreis wird vom Aufrechterhaltungstransformator 51 mit einer Primärwicklung 52 und einer Sekundärwicklung 53 gespeist. Eine ähnliche Gleichrichterschaltung mit Gleichrichterele,menten 54 liegt parallel zum Hauptschweißkreis über dem Sch.weißlichtbogenspalt, der zwischen der Schweißelektrode 48 und dem Werkstück 46 besteht. Ein. Kondensator 56 im Primärkreis des Auf -rechterhaltungstransfo-rmators51 verschiebt die Phase des Ausgangs des Aufrechterhaltungs-Gleichrichterkreises, so, daß die Spannungsschwankungen des Aufrechterhaltungskreises tatsächlich um 90° versetzt gegenüber den entsprechenden Spannungsschwankungen des Hauptschweißstro-mkreises liegen. Ein Widerstand 57 begrenzt den Strom im Aufrechterhaltungsstromkreis. Man erkennt, daß diese in vieler Hinsicht gegenüber der vorigen veränderten Schaltung alle Vorzüge und Vorteile beibehält, die für die Ausführungsform der Erfindung nach Fig.1 herausgestellt worden sind.
  • Offensichtlich kann eine Schweißstromquelle der geschilderten Art für alle: Arten von Gleichstromlchtbogenschweißungen mit Erfolg angewandt werden ohne Rücksicht darauf, ob der Lichtbogen zwischen einer Elektrode und einem Werkstück oder zwischen zwei Elektroden. besteht.
  • Obwohl nur zwei typische Verkörperungen der Erfindung hier im einzelnen. gezeigt und beschrieben worden, sind, ist es selbstverständlich, daß die, Erfindung nicht auf die -"zeigten speziellen Ausführungsformen beschränkt ist, sondern daß innerhalb des Rahmens der Erfindung noch andere Ausführungsformen möglich sind.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Gleichstromlichtbogenschweißen mit Stromversorgung aus einer Einphas-en-ZVechselstromquelle über Transformator und über Gieichr ichter mit einem ersten Gleichrichterstromkreis, der pulsierenden Gleichstrom für den Schweißlichtbogen liefert, und einem zweiten Gleichrichterstromkreis, der weniger Strom liefert als der erste und für den Schweißlichtbogen einen pulsierenden Gleichstrom bereitstellt, der, bezogen auf den pulsierenden Gleichstrom aus dem ersten Gleichrichterstromkreis, außer Phase liegt, um dadurch den Lichtbogen kontinuierlich aufrechtzuerhalten, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gleichrichterstromkreis eine relativ niedrige Leerlaufspannung und der zweite Gleichrichterstromkreis eine relativ hohe Leerlaufspannung besitzt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichter Zweiweg-Bleichrichter sind, die von Transformatorsekundärwicklungen in magnetischen Kreisen gespeist werden, die von derselben Einphasen-Wechselstromque lle erregt werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Transforrnatorsekundärwicklungen in an sieh bekannter Weise eine gemeinsame Primärwicklung besitzen. d.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Phasenunterschied zwischen den Ausgängen der betreffenden Gleichrichterstromkreise in der Hauptsache durch einen Phasenschieberkon:densator iin z%vciten, Gleichrichterstromkreis bewirkt wird.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichterscha-ltungen in an sich bekannter Weise Zwei@veg-Graetz-Gleichrichterschaltuiigen sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichtereleinente in an sich bekannter Weise "i rocl;engl-eiclirichter sind.
  7. 7. Verfahren zum Gleichstromlichtbogenscliw-eißen mit Stromversorgung aus einer Einpliasenstromquelle über Transformator und Glcichrichtcr, bei dem ein erster pulsierender G1; ichstroin durch Zw.i-,veggleichrichtung eineserst-,-ii Einpha,senwechselstromes und ein zweiter pulsierender Gleichstrom durch Zweiweggleichrichtung eines zweiten, geringeren Einphasen-"vechselstromes erzeugt wird, der zum ersten Einphasenwechselstrom außer Phase liegt und von derselben Einphasenstromquelle wie der erste Einphasenweeliselstrom stammt, wobei Beide pulsierendcn Gleichströme dem Schweißlichtbogen zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Lrlaufspannung des zweiten pulsierenden Gleichstromes höher und die Stromstärke geringer ist als beim ersten pulsierenden Gleichstrom. In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift N r. 520971.
DEA24491A 1955-03-16 1956-03-15 Vorrichtung und Verfahren zum Lichtbogenschweissen an einer Einphasenwechselstromquelle ueber zwei Gleichrichterstromkreise Pending DE1020135B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1020135XA 1955-03-16 1955-03-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1020135B true DE1020135B (de) 1957-11-28

Family

ID=22287648

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA24491A Pending DE1020135B (de) 1955-03-16 1956-03-15 Vorrichtung und Verfahren zum Lichtbogenschweissen an einer Einphasenwechselstromquelle ueber zwei Gleichrichterstromkreise

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1020135B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1113770B (de) * 1959-04-09 1961-09-14 Siemens Ag Gleichrichteranordnung fuer Lichtbogenschweiss- und Abschmelzanlagen
DE1151887B (de) * 1961-06-22 1963-07-25 Walter Niepenberg Schweissgleichrichter
DE1300614B (de) * 1968-09-06 1969-08-07 Zentralinstitut Schweiss Kurzschlussstrombegrenzung fuer einen Schweissgleichrichter

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE520971A (de) * 1952-06-26

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE520971A (de) * 1952-06-26

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1113770B (de) * 1959-04-09 1961-09-14 Siemens Ag Gleichrichteranordnung fuer Lichtbogenschweiss- und Abschmelzanlagen
DE1151887B (de) * 1961-06-22 1963-07-25 Walter Niepenberg Schweissgleichrichter
DE1300614B (de) * 1968-09-06 1969-08-07 Zentralinstitut Schweiss Kurzschlussstrombegrenzung fuer einen Schweissgleichrichter

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0396126A2 (de) Vorrichtung zur Stromversorgung
DE1020135B (de) Vorrichtung und Verfahren zum Lichtbogenschweissen an einer Einphasenwechselstromquelle ueber zwei Gleichrichterstromkreise
DE729768C (de) Einrichtung zur Entnahme von Schweissstrom aus einem Mehrphasennetz, die fuer die Lieferung von Gleich- oder Wechselstrom umschaltbar ist
DE1904737C3 (de) Gleichstromquelle für das Lichtbogenschweißen mit einem mehrphasigen Einzeltransformator
EP0326681B1 (de) Lichtbogenschweissgerät für Gleich- und Wechselstromspeisung
AT409355B (de) Verfahren und anordnung zum erzeugen von schweissstrom für eine widerstandsschweissmaschine
DE1295080B (de) Schaltungsanordnung zum Impulsbetrieb von Gasentladungslampen
DE675519C (de) Anordnung zur Regelung der Blindleistung mit Hilfe gesaettigter Drosselspulen, insbesondere zur Regelung der Blindleistung langer Fernleitungen
DE2036893A1 (de) Bogensch weiß vorrichtung
DE677786C (de) Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden Umrichtern
CH646019A5 (en) Rectifier arrangement
DE956145C (de) Gleichrichter-Schaltungsanordnung zur Speisung von Gleichstromverbrauchern mit elektrischem Lichtbogenbetrieb
DE10249079A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Lichtbogenschweißen
DE640956C (de) Schaltanordnung zum Spannungsausgleich in Dreileiteranlagen mittels Gleichrichter
DE2034148A1 (de) Netzgerat
AT406029B (de) Stromquelle, insbesondere schweissstromquelle
DE716764C (de) Gruppenkompoundierung fuer mehrere an das gleiche Wechselstromnetz angeschlossene Stromrichter
DE2063286C3 (de) Schweißstromquelle
DE725545C (de) Anordnung zur Energieuebertragung zwischen zwei Gleichstromnetzen oder zwischen einem Gleichstrom- und einem Wechselstromnetz
DE718183C (de) Anordnung von zwei mit Steuerelektroden versehenen Gas- oder Dampfentladungsstrecken
AT158070B (de) Verfahren zur Übertragung hochgespannter elektrischer Energie, insbesondere über Kabel.
DE905183C (de) Anordnung zum Betrieb von elektrischen Lichtboegen
DE748761C (de) Anordnung zur Speisung von elektrischen Lampen geringer Traegheit, z.B. Bogenlampen
DE2830595A1 (de) Elektrische schaltungsanordnung zum widerstandsschweissen mittels wechselstrom
DE696691C (de) Einrichtung zum Speisen von Gleichstrom-Lichtbogenapparaten, insbesondere Bogenlampenscheinwerfern, aus einem Gleichstromnetz normaler Spannung