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DE102011103027A1 - Verbundkrone/Verbundbrücke und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Verbundkrone/Verbundbrücke und Verfahren zu deren Herstellung Download PDF

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DE102011103027A1
DE102011103027A1 DE102011103027A DE102011103027A DE102011103027A1 DE 102011103027 A1 DE102011103027 A1 DE 102011103027A1 DE 102011103027 A DE102011103027 A DE 102011103027A DE 102011103027 A DE102011103027 A DE 102011103027A DE 102011103027 A1 DE102011103027 A1 DE 102011103027A1
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dental prosthesis
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crown
implant
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DE102011103027A
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine neuartige Zahnersatzkronen- und Zahnersatzbrückenart, die aus den Bauteilen Gerüst (3) und Verblendung (4) besteht, welche durch ein makroretentives Verbundsystem (5) miteinander reversibel verbunden sind und ein Verfahren zur Herstellung der Bauteile, wobei diese bevorzugt mittels computergestützter Konstruktion und computergestützter Fertigung erfolgt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine neuartige Zahnersatzkronen- und Zahnersatzbrückenart, die aus mehreren Bauteilen besteht, die durch ein makroretentives Verbundsystem miteinander reversibel verbunden werden, wobei die Herstellung der Bauteile bevorzugt mittels computergestützter Konstruktion und computergestützter Fertigung erfolgt.
  • Insbesondere betrifft die Erfindung Zahnersatzkronen und Zahnersatzbrücken, deren Bestandteile mittels computergestützter Konstruktion und computergestützter Fertigungsverfahren hergestellt werden und in einem anschließenden Verfügeschritt mittels einer reversiblen, makroretentiven Verbindungsgeometrie zusammengesetzt werden.
  • In der Zahnmedizin werden Zahnersatzmittel wie Brücken oder Vollprothesen mittels sogenannter „Attachments” mit Implantaten und/oder Wurzelkappen verbunden. Bekannt sind hierfür unter anderem Kugelpatrizen, auf welche Matrizen mit Retentionselementen aufgesetzt bzw. augeklinkt werden (siehe hierzu beispielsweise „Kugelverankerung mit frico retentivem Halt von Schütz Dental GmbH, Rosbach). Diese Verankerungselemente dienen zum Befestigen von herausnehmbarem Zahnersatz, was bedeutet, dass diese Verbindungen derart gestaltet sind, dass der Zahnersatz ständig aus- und eingegliedert wird. Die Patentschrift US 7,114,952 bezieht sich auf ein Abutment für ein zahnmedizinisches Implantat mit einer prothetischen Aufnahme in Form eines konisch geformten Stiels mit einer Verriegelungsstufe zum lösbaren Halten eines Hülsenelementes, das mit einem zweiten Hülsenelement mittels eines Schnapp-Mechanismus verbindbar ist. Die Patentschrift beschreibt nicht die Konstruktion und Herstellung von reversibel befestigten Verblendstrukturen auf Kronen- oder Brückengerüsten oder Implantaten.
  • In der Offenlegungsschrift US 2010/0055645 zeigen die 13 und 14 ein zahnmedizinisches Implantat zusammen mit einem Retentionselement und einer Kappe. Aus 24 geht ein Retentionselement hervor, das mittels eines Schnapp-Mechanismus über Retentionsmittel des Implantatkopfes lösbar gehalten wird und das durch einen Schnapp-Mechanismus eine Kappe lösbar hält. Es wird ein Ankersystem zur Befestigung von Zahnersatz beschrieben. Die Patentschrift beschreibt nicht die Konstruktion und Herstellung von reversibel befestigten Verblendstrukturen auf Kronen- oder Brückengerüsten oder Implantaten.
  • Aus DE 40 90 310 ist eine Teleskopkrone bekannt, bestehend aus einer auf einem Zahnstumpf befestigbaren Primärkrone und einer auf diese aufschiebbaren Sekundärkrone, wobei in der Innenwandung der Sekundärkrone ein federndes Retentionselement gehaltert ist, welches mit einer die Wandung zur Außenwandung der Primärkrone hin überragende Raste in eine formgleiche Rastausnehmung in der Außenwandung der Primärkrone in der Soll-Lage eingesetzt ist. Nach Anspruch 2 sind die Raste und die Rastausnehmung halbkugelförmig ausgebildet. Diese beschriebenen Retentionselemente sind nicht für festsitzende Kronen oder Brücken gedacht, sondern werden als Verbindungselemente für herausnehmbaren Zahnersatz in der Teleskoptechnik eingesetzt. Es werden Federelemente verwendet, welche eine immer wiederkehrendes Aus- und Eingliedern des herausnehmbaren Zahnersatzes ermöglichen. Das Retentionselement ist ein separates Teil, welches in die Sekundärstruktur der Teleskopkrone eingebaut wird. Die Patentschrift beschreibt nicht die Konstruktion und Herstellung von reversibel befestigten Verblendstrukturen auf Kronen- oder Brückengerüsten oder Implantaten.
  • Die Gebrauchsmusterschrift DE 298 22 452 offenbart ebenfalls eine gattungsgemäße Vorrichtung zum Festlegen eines Zahnersatzes mittels eines formschlüssigen, mit festsitzendem Zahnersatz oder bearbeiteten Restzähnen zusammenwirkenden Retentionselements. Diese beschriebenen Retentionselemente sind nicht für festsitzende Kronen oder Brücken gedacht, sondern werden als Verbindungselemente für herausnehmbaren Zahnersatz in der Teleskoptechnik eingesetzt. Es werden Federelemente verwendet, welche eine immer wiederkehrendes Aus- und Eingliedern des herausnehmbaren Zahnersatzes ermöglichen. Das Retentionselement ist ein separates Teil, welches in die Sekundärstruktur der Teleskopkrone eingebaut wird. Die Patentschrift beschreibt nicht die Konstruktion und Herstellung von reversibel befestigten Verblendstrukturen auf Kronen- oder Brückengerüsten oder Implantaten.
  • In der Gebrauchsmusterschrift DE 296 01 515 wird eine Doppelkrone angegeben, bestehend aus einer auf einem Zahnstumpf befestigbaren Primärkrone und einer auf diesen aufschiebbaren Sekundärkrone, wobei in der Innenwandung der Sekundärkrone ein federndes Retentionsteil gehaltert ist, welches mit einer zur Außenwandung der Primärkrone hin vorragenden Raste in eine Rastausnehmung in der Außenwandung der Primärkrone in Solllage einsetzbar ist. Die Gebrauchsmusterschrift beschreibt nicht die Konstruktion und Herstellung von reversibel befestigten Verblendstrukturen auf Kronen- oder Brückengerüsten oder Implantaten.
  • Die Gebrauchsmusterschrift DE 201 03 480 zeigt eine ähnliche Vorrichtung. Das beschriebene Zahnersatzteil ist eine Teleskopkrone mit einem federnden Retentionselement. Teleskopkronen sind Halteelemente für herausnehmbaren Zahnersatz. Die Gebrauchsmusterschrift beschreibt nicht die Konstruktion und Herstellung von reversibel befestigten Verblendstrukturen auf Kronen- oder Brückengerüsten oder Implantaten.
  • Die Gebrauchsmusterschrift DE 20 2005 020 953 lehrt ein metallisches Dentalrestaurationselement, dadurch gekennzeichnet, dass es nach einem Verfahren hergestellt wurde, bei dem anhand der Daten der zuvor erstellten Sollform der Zahnsituation auf der Grundlage der berechneten zur Fertigung nötigen Werkzeugbewegungen ein Kontrollprogramm erzeugt wird, welches eine numerisch gesteuerte Herstellungseinheit veranlasst, ein positives Abbild der Sollform der Zahnsituation aus einem ausbrennbaren und nicht aufquellenden Material herzustellen, wobei die numerisch gesteuerte Herstellungseinheit mindestens ein Herstellungswerkzeug umfasst. Nach Anspruch 2 umfasst die Herstellungseinheit eine Fräs- und Schleifeinheit. Nach Anspruch 4 wird die Herstellungseinheit direkt vom Computer gesteuert. Nach Anspruch 5 wird das Kontrollprogramm in ein CNC-Programm übersetzt. Nach Anspruch 7 erfolgt die Erfassung der Zahnsituation des Patienten dank eines Scanners. Nach Anspruch 11 wird ein virtuelles, dreidimensionales Bild der Zahnsituation anhand der erfassten Daten erstellt. Nach Anspruch 12 bzw. 13 erfolgt die Erstellung der Sollform der Zahnsituation durch einen Anwender bzw. durch eine Computersoftware automatisch oder weitgehend automatisch anhand der in einer Datenbank gespeicherten Daten. Die Patentschrift beschreibt nicht die Konstruktion und Herstellung von reversibel befestigten Verblendstrukturen auf Kronen- oder Brückengerüsten oder Implantaten.
  • Aus DE 10 2008 009 793 A1 ist eine Zahnkrone oder ein Zahnimplantat bekannt mit einer Primärkrone, die mit einem behandelten Zahn bzw. zur Implantation mit einem in einen Kiefer implantierbaren Basisträger oder Tragpfosten kraft- und/oder formschlüssig verbindbar ist, und weist eine Sekundärkrone auf, die die Primärkrone umgibt. Es wird eine Beweglichkeit der Sekundärkrone gegenüber der Primärkrone in einer Ebene parallel zur Kauebene beschrieben. Elastische Verformungen des Kieferknochens werden durch diese Beweglichkeit der Zahnprothese oder Zahnbrücke nicht behindert. Die Patentschrift beschreibt nicht die Konstruktion und Herstellung von reversibel befestigten Verblendstrukturen auf Kronen- oder Brückengerüsten oder Implantaten.
  • Bei den oben aufgeführten Anmeldungen werden entweder Elemente für herausnehmbaren Zahnersatz beschrieben (z. B. Teleskopkronen oder Doppelkronen) oder Ankersysteme für herausnehmbaren Zahnersatz auf Implantaten. Alle oben genannte Patentschriften beziehen sich nicht auf die reversible Befestigung von Verblendstrukturen auf Kronen- oder Brückengerüsten oder Implantaten.
  • Derzeit gibt es die Möglichkeit, mehrteilige Verbundkronen mittels computergestützter Verfahren herzustellen. In den Patentanmeldungen DE-10 2005 042 091 A1 und WO-0002007 028787 A1 wird diese Kronen- und Brückenart sowie das Verfahren zu deren Herstellung beschrieben. Die Herstellung der einzelnen Bestandteile, also des Gerüstes und der Verblendung, erfolgt dabei mittels CAD-Konstruktion und CNC-Fräsung. Die beiden Teile werden anschließend irreversibel zusammengefügt, wobei das Zusammenfügen entweder durch einen keramischen Sinterverbundbrand oder aber durch Verkleben mittels Kunststoff erfolgen kann. In EP 1992302 A1 ist eine zweitteilige Kronen-Brückenkonstruktion bekannt, die ebenfalls durch einen Sinterverfügeschritt irreversibel miteinander verbunden wird, wobei hier als Besonderheit die Verblendung aus einem vorgesinterten Silikatkeramikblock gefräst wird und erst beim Verfügeprozess dichtgesintert wird.
  • Diese Verbundkronen-Versorgungsarten haben gemeinsam, dass die beiden Einzelkomponenten irreversibel miteinander verbunden werden, das heißt, dass die Verblendung nicht mehr vom Gerüst ohne die Zerstörung der kompletten Restauration entfernt werden kann. Eine Wiederlösbarkeit der Verblendung würde diesen Nachteil beheben. Es gibt in der Zahnmedizinischen Kronen- und Brückentherapie oftmals die Situation, dass die Verblendungen (Keramik, Kunststoff) aufgrund der Kaubelastung eine Beschädigung zeigen, z. B. Sprünge oder Verblendungsabplatzungen. Eine Reparatur dieser Defekte ist nur im Mund möglich, wobei die ästhetischen Ergebnisse und die Dauerhaftigkeit dieser Ausbesserungen oftmals als ungenügend einzustufen sind.
  • Ein weiteres Problem liegt darin, dass keramische Verblendmaterialien oftmals eine weit höhere Härte als der natürliche Zahnschmelz aufweisen, während Verblendkunststoffe eine geringere Härte aufweisen. Um eine ungewollt schnelle Abnützung der Verblendung zu vermeiden, werden deshalb bevorzugt keramische Verblendungen verwendet. Diese neigen aufgrund der Sprödigkeit keramischer Werkstoffe oftmals zu Sprüngen und Abplatzungen. Dieser Effekt zeigt sich vor allem auch bei implantatgetragenen Keramikrestaurationen. Einen Sonderfall stellen Verblendkronen und -brücken auf Implantaten dar, die entweder verschraubt oder auf sogenannten „Abutments” zementiert werden. Sind diese Implantatrestaurationen mit dem Implantat verschraubt, so kann man die Krone oder Brücke zumindest aus dem Mund reversibel entfernen. Allerdings ist eine keramische Reparatur der Verblendkeramik meist nicht möglich, da es bei den hohen Temperaturen eines keramischen Brandes zur Ausgasungen von Eiweißeinlagerungen in den Keramikporen kommen kann, und so die Verblendung zerstört wird. Also wird auch meist nur eine Reparatur mit Kunststoff erfolgen können, welcher vor allem im Verbund zur Keramik immer wieder Probleme verursachen kann. Ist eine Restauration allerdings auf Implantatabutments aufzementiert, so gibt es nur der Möglichkeit der intraoralen Verblendungsreparatur mit den genannten Problemen. Besonders implantatgetragene, keramisch verblendete Restaurationen zeigen bei den bisher am Markt befindlichen Systemen eine erhöhte Fraktur- bzw. Abplatzungsneigung in den keramischen Verblendungen. Dies beruht vor allem auf der Tatsache, dass Implantate keinen Schutzmechanismus über einen Reflexbogen haben, es nehmen also keine Überlastungsrezeptoren, welche sich beim natürlichen Zahn im Zahnhalteapparat befinden, unphysiologische Kräfte auf und schützen deshalb auch die künstliche Zahnkrone vor Folgeschäden nicht. Es gibt mittlerweile auch die Möglichkeit, hochfeste vollanatomische Kronen aus Zirkoniumdioxid auf Implantaten einzusetzen, welche zahnfarben sind, aber keine keramische Verblendschicht aufweisen. Eine andere Möglichkeit zur Vermeidung von Verblendungsschäden sind Sinterverbundkronen und -brücken, welche aus den beiden im CAD/CAM-Verfahren gefertigten Einheiten des Gerüstes und der Verblendung bestehen und in einem Sinterverbundbrand zu einer sehr stabilen Restauration zusammenfügt werden. Sowohl die vollanatomischen Zirkoniumdioxid-Restaurationen als auch die Sinterverbundkronen und -brücken sind so stabil, dass eine Beschädigung der Kronen und Brücken durch extreme Belastungen bei Anwendung auf Implantaten zum größten Teil vermieden werden kann. Allerdings besteht dann die Gefahr, dass es zu schwerwiegenden Schäden am im Knochen befestigten Implantat kommen kann. Im schlimmsten Fall müssen derart geschädigte Implantate explantiert werden.
  • Zusammenfassend kann man sagen, dass vor allem auf Implantaten keramisch verblendete Kronen- und Brücken einer erhöhten Belastung ausgesetzt sind. Erhöht man die Stabilität dieser Versorgungen, so verschiebt man das schwächste Glied direkt in das Implantat, sodass als Folge Schädigungen derselben auftreten können.
  • Gegenüber diesen Nachteilen des Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Kronen- und/oder Brückenversorgung zu schaffen, die ein Entfernen der Verblendstruktur von der Gerüststruktur ohne eine Beschädigung oder Zerstörung des Gerüstes ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 29 gelöst, wobei zweckmäßige Weiterbildungen durch die jeweiligen Unteransprüche gekennzeichnet sind.
  • Die Probleme des Standes der Technik werden dadurch gelöst, dass computergestützt eine Krone oder Brücke konstruiert und hergestellt wird, die aus zwei Teilen, nämlich Gerüst und Verblendung besteht, die ohne Beschädigung des Gerüstes voneinander gelöst werden können. Die Verblendung dient dabei als Verschleiß- und Überlastungsteil und kann bei Bedarf ausgetauscht werden. Die Verbindung erfolgt über Makroretentionen, bei denen sich quer zur Kronenachse erstreckende Materialbereiche eine abzugsfeste Verbindung zwischen dem Gerüst und der Verblendung herstellen, wie es beispielsweise bei einem „Schnapp”-Mechanismus der Fall ist, sodass beispielsweise die Verblendung auf das Gerüst beim Aufsetzvorgang gegen einen kurzzeitig erhöhten Widerstand aufgedrückt wird, wobei die Verblendung in der Schlussposition spannungsfrei sitzt. Zur Abdichtung werden entweder Zement, Kompositmaterial, Kunststoffe oder Silikone verwendet. Als Material für das Gerüst können Metalle, Kunststoffe (insbesondere Hochleistungspolymere wie beispielsweise PEEK), Keramiken (beispielsweise Glaskeramiken, Lithium-Disilikat, Oxidische Hochleistungskeramiken) verwendet werden, als Material für die Verblendung können alle zahnfarbene Werkstoffe eingesetzt werden, wie beispielsweise Keramiken und Kunststoffe, wobei aufgrund der Sprödbruchverhaltens von Keramiken idealerweise Kunststoffe verwendet werden. In einer weiteren Ausgestaltung wird das makroretentive Element durch unterschnittige Bereiche, die sowohl in der Verblendung als auch im Gerüst gestaltet sind, erreicht, wobei die makroretentive Wirkung erst beim Verbinden der beiden Bestandteile Gerüst und Verblendung durch Auffüllen der unterschnittigen, makroretentiven Bereiche durch beispielsweise Kunststoffe, Komposite oder Zemente erzielt wird. Eine Verbindung von Gerüst mit makroretentiven Bereichen und Verblendung mit Makroretentiven Bereichen ist auch durch Sinterverbundtechnik mittels keramischer Massen möglich.
  • Arbeitsschritte:
  • 1. Datenerfassung
  • Zu Beginn der Patientenbehandlung wird eine Erfassung der vorhandenen Mundsituation vorgenommen. Dies kann entweder analog durch die konventionelle Abdrucknahme erfolgen oder andererseits durch digitale Abformung mittels eines Intraoralen 3D-Scanners. Bei den herkömmlichen Abdrucknahmen wird die Abformung mit zahntechnischem Gips ausgegossen, sodass daraus ein identisches Abbild des Kiefers und der Zähne resultiert. Diese Gipsmodelle werden anschließend mittels eines 3D-Laborscanners erfasst, sodass daraus ein 3D-Datensatz der Mundsituation resultiert. Zur Erfassung kommen mechanische Digitierscanner sowie lichtoptische Laser- und Streifenlichtscanner zum Einsatz. Eine Besonderheit bilden Mikro-CT-Scanner, mit denen es auch möglich ist, die Zahnärztliche Abformung direkt einzuscannen, ohne diese mit Gips auszugießen. Beim Intraoralen 3D Scanner wird dieser Datensatz ohne weitere Arbeitsschritte gleich direkt erzeugt.
  • 2. CAD-Konstruktion der Makroretentiven Verbundkronen/Makroretentiven Verbundbrücken
  • Auf der Basis des digitalisierten Kiefermodells wird auf dem/den zu versorgenden Zahn/Zähnen die ideale Ausformung eines Zahnersatzes (Krone, Brücke) mit Hilfe eines CAD-Programmes konstruiert. Die digitale Gestaltung der anatomischen Außenform kann unter Einbeziehung der statischen und dynamischen Okklusion (Artikulation) erfolgen. Von diesem vollanatomischen Datensatz ausgehend wird von der Software nun ein zweiteiliger Datensatz errechnet, der aus Gerüst und dazugehöriger Verblendung besteht. Das Gerüst muss dabei einen Konuswinkel von α/2 >= 0 Grad aufweisen, damit man die beiden Teile überhaupt zusammenfügen kann. Allerderdings zeigt die Konstruktion idealerweise definierte, untersichgehende Areale, die das „Einschnappen” der Verblendung auf dem Gerüst ermöglichen. Die Ausgestaltung dieser die makroretentiven Bereiche bildenden „Einrastungen” kann in verschiedensten Formen erfolgen, wobei sie vom Material und der Geometrie der Krone bestimmt wird. Dies bedeutet, dass die Tiefe der Makroretentiven Bereiche umso geringer sein sollte, je höher der Elastizitätsmodul des Verblendmaterials ist. Ebenso bestimmt die vertikale Länge der Verblendung die Tiefe der Rasten. Die Positionierung und geometrische Ausformung der Makroretentiven Bereiche kann in der Konstruktionssoftware durch Festlegung vom Anwender erfolgen oder vorn Konstruktionsprogramm automatisch vorgeschlagen werden und dann durch den Anwender bestätigt werden.
  • Die „Einrastungen” können entweder durchgehend zirkulär in der Umfangsrichtung des Kronen- oder Brückengerüstes gestaltet werden oder aber sie sind nur in definierten Sektoren der Gerüste vorhanden. Im Längsschnitt der Krone gibt es ebenfalls verschiedenste Ausgestaltungsmöglichkeiten der „Einrastungen”. So ist es beispielsweise möglich, die Raste in diesem Längsschnitt gesehen in der Form eines Kreissegmentes zu gestalten. Ebenso ist es möglich, nur lokale Retentionsstellen zu schaffen, welche die Form von Segmenten einer Halbkugel aufweisen, wobei diese Retentionsstellen zur besseren Feinadjustierung Zuführungsrillen aufweisen, die aber innerhalb der Zuführungsbahn einen zunehmenden Widerstand erzeugen um schließlich in der Einrastungsmulde spannungsfrei zu enden. Die genaue Ausgestaltungen sind den Zeichnungen Nr. 1 bis Nr. 9 zu entnehmen.
  • Die Außengeometrie des Gerüstes definiert die Innengeometrie der Verblendung, wobei für den Fall, dass ein Befestigungsmaterial verwendet werden soll, ein Verfügespalt für dieses Befestigungsmaterial berücksichtigt werden kann.
  • Eine weitere Ausgestaltung besteht darin, dass sowohl die Gerüststruktur auf der Gerüstaußenseite als auch die Verblendung auf der Verblendungsinnenseite eine negative, unterschnittige Aussparung aufweist. Diese kann, im Längsschnitt der Krone gesehen, in verschiedenen geometrischen Formen gestaltet sein, insbesondere halbkreisförmig, halboval, halbeliptisch, halbparabelförmig, quadratisch, rechteckig etc. Die makroretentiven Bereiche in Gerüst und Verblendung können gegenüberliegend oder gegeneinander versetzt gestaltet sein. Die negativen unterschnittigen makroretentiven Bereiche können sowohl im Gerüst als auch gleichzeitig in der Verblendung gestaltet sein, in einer weiteren Ausgestaltung kann der negative unterschnittige makroretentive Bereich entweder im Gerüst oder in der Verblendung gestaltet sein.
  • Die Verblendung kann bei diesen Gestaltungsformen auf das Gerüst aufgeschoben und wieder abgezogen werden. Dies bietet den Vorteil, dass die Verblendung bei Korrekturmaßnahmen bei der Einprobe am Modell oder am Patienten vom Zahntechniker bzw. Zahnarzt abgenommen werden kann. Dies ist insbesondere zur Anpassung von Versorgungen bei Implantaten wichtig, da hier der Aufbau auf dem Implantat verschraubt ist.
  • Erst wenn eine exakte Anpassung, insbesondere der approximalen und okklusalen Kontaktsituation erfolgt ist, wird der Zwischenraum zwischen Verblendung und Gerüst (unterschnittige Aussparungen) bei der definitiven Eingliederung mittels eines Füllmaterials geschlossen und es entsteht die Makroretention. Das Füllmaterial kann beispielsweise ein Kunststoffmaterial oder Silikonmaterial sein. Insbesondere selbstpolymerisierende Kunststoffe (Autopolymerisate, PMMA-Werkstoffe), lichthärtendes Kompositmaterial, Dualhärtende Komposite, Zemente usw. sind hier geeignet. Auch Silikonmaterialien können als Füllsubstanz des Zwischenraumes verwendet werden. Weiterhin kann der Zwischenraum bei gegenüberliegenden Aussparungen und zirkulärer Gestaltung mittels eines vorgefertigten Ringes aufgefüllt werden, wobei dieser Ring auf das Gerüst aufgedrückt wird, bis er in der unterschnittigen Aussparung einschnappt und anschließend die Verblendung aufgesetzt wird bis auch deren unterschnittige Aussparung in den auf das Gerüst aufgesetzten vorgefertigten Ring einschnappt.
  • Das Verbindungsmaterial hat auch die Aufgabe, den Randspalt zwischen Verblendung und Gerüst abzudichten. Zusätzlich können dem Verbindungsmaterial Wirkstoffe zugesetzt werden, wie beispielsweise Substanzen, die einer Anlagerung von Zahnbelägen entgegenwirken oder Substanzen, die eine Remineralisierung und Stärkung der Zahnhartsubstanz bewirken.
  • 3. Herstellung der Makroretentiven Verbundkronen/Makroretentiven Verbundbrücken mittels subtraktiver Verfahren (z. B. CNC-Fräsung) oder mittels additiver Verfahren (z. B. Rapid Prototyping wie 3D Drucken, Lasersintern, Stereolithographie etc.)
  • Die Herstellung der Makroretentiven Verbundkronen/Makroretentiven Verbundbrücken erfolgt auf der Basis der im CAD konstruierten Daten entweder mittels CNC-Fräsmaschinen und/oder durch additive Rapid Prototypingverfahren wie beispielsweise Lasersintern, Stereolithographie oder 3D Drucken. Auch die Kombination der Herstellung einer Kronen- oder Brückengeometrie mittels additiver Rapid Prototyping Verfahren oder subtraktiver Fräsverfahren in einem ausbrennbaren Material mit anschließender Guss- oder Presstechnik im „Lost-Wax”-Verfahren ist möglich.
  • Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, dass es erstmals möglich ist, bei verblendeten Kronen oder Brücken im Falle einer Beschädigung der Verblendung diese leicht zu entfernen und durch eine identisch gestaltete Ersatzverblendung zu ersetzen. Die Daten sind dazu durch die CAD-Konstruktion digital erstellt und abgespeichert. Ebenso ist es mittels der Erfindung möglich, erstmals definierte Sollbruchwerte in Form der Makroretentiven Verblendung in Implantatversorgungen einzubauen, sodass bei Überlastung lediglich die Verblendung zerstört wird, jedoch das Gerüst, das Implantatabutment und vor allem das Implantat sowie das knöcherne Fundament ohne Beschädigung bleiben. Ein definierter Sollbruchwert kann durch eine bestimmte Stärke/Dicke der Verblendung, oder aber durch eine geometrische Sollbruchstelle erreicht werden. Die Größe und der Ort der geometrischen Sollbruchstelle, bzw. die Stärke der Verblendung und die davon abhängige Belastungsgrenze vor Bruch, sollte idealerweise von einer geeigneten Software berechnet werden. Dafür wäre zum Beispiel eine Software, welche FEM Berechnungen durchführen kann, geeignet. Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei verschraubten Verblendkronen und -brücken auf Implantaten. Hier ist es erstmals möglich, das Implantatabutment bereits als Gerüst mit Einrastungen auszugestalten. Das Abutment kann einteilig gestaltet sein oder zweiteilig mit einer Basis, mit welcher das Abutment beispielsweise verklebt oder mittels Fusionskeramik oder Glaslot versintert wird. Als Material für das Abutment kommen Metalle, Kunststoffe oder Keramiken (beispielsweise Glaskeramiken, Lithium-Disilikat, Oxidkeramiken wie Zirkoniumdioxid oder Aluminiumoxid) in Frage. Idealerweise sollte das Abutment/Gerüst zahnfarben sein. Nachdem das Abutment auf das Implantat geschraubt wurde, kann man die Verblendung auf das Abutment „aufklicken”, wobei es sinnvoll ist, zur Abdichtung Kompositmaterial bzw. Zement zu verwenden. Ein Eindringen von Keimen aus dem Mundmilieu über den Schraubenkanal, wie dies bisher bei verschraubten Kronen und Brücken durchaus möglich ist, kann durch diese Vorgehensweise komplett verhindert werden, sodass die Prognose für die Implantate verbessert werden kann. Bei Gestaltung von unterschnittigen Makroretentionen in Gerüst und Verblendung mit anschließendem Auffüllen bei der Eingliederung der Restauration bietet den Vorteil, dass vor der Eingliederung die Verblendung abgenommen werden kann und Korrekturmaßnahmen vorgenommen werden können. Dieser Vorteil ist insbesondere bei verschraubten Aufbauten auf Implantaten wichtig, da ansonsten hier keine Korrekturmöglichkeit der approximalen Kontakte möglich ist. Außerdem ist die Feinausarbeitung und Politur von Kauflächen außerhalb des Mundes einfacher und effizienter. Bei Verwendung von keramischen Verblendstrukturen kann auch jederzeit nochmals ein keramischer Brand, wie beispielsweise ein Glanzbrand, durchgeführt werden. Eine Verbindung des Gerüstes mit makroretentiven Bereichen und der Verblendung mit Makroretentiven Bereichen ist auch durch Sinterverbundtechnik mittels keramischer Massen möglich.
  • Bei implantatgetragenem Zahnersatz besteht ebenso die Möglichkeit, eine Verblendung aus Kunststoff nach einer Probetragezeit vom Gerüst zu entfernen, das verschraubte Gerüst vom Implantat abzuschrauben und anschließend eine keramische Verblendung mittels manueller Schichtung, Überpresstechnik oder Sinterverbundbrand auf das Gerüst aufzubringen. Dadurch kann bei Implantaten zuerst eine Probephase mit verschraubten Kronen und Brücken mit Kunststoffverblendungen gemacht werden, die dann nach der Probephase durch keramische Verblendungen ersetzt werden.
  • Als wesentliche Vorteile gegenüber dem Stand der Technik sind zu nennen:
    • 1. Möglichkeit des problemlosen Austauschens einer beschädigten oder defekten Verblendung durch eine identische CAD/CAM-Verblendung
    • 2. Integration eines Überlastelementes in Kronen- und Brückenzahnersatz, sodass die natürlichen Pfeilerzähne bzw. Implantate sowie die Kronen- und Brückengerüste geschützt werden.
    • 3. Neuartige, verschraubte Implantatkrone/Implantatbrücke, die im Bereich der Verschraubung eine verbesserte Abdichtung aufweist. Zudem entfällt hier die eigentliche Gerüststruktur
  • 5. Zeichnungen:
  • In den Zeichnungen Nr. 1 bis Nr. 15 wird die Anwendung der Erfindung erläutert, es zeigt:
  • Zeichnung Nr. 1 den Schnitt durch einen natürlichen Seitenzahn mit Makroretentiver Verbundkrone in der Ansicht von interdental
  • Zeichnung Nr. 2 die gleichen Elemente wie Zeichnung Nr. 1, allerdings ist hierbei das Retentionselement als Positivgeometrie im Kronengerüst gestaltet
  • Zeichnung Nr. 3 die okklusale Draufsicht auf das Kronengerüst
  • Zeichnung Nr. 4 dasselbe Gerüst in der perspektivischen Darstellung
  • Zeichnung Nr. 5 ebenfalls die okklusale Draufsicht auf ein Kronengerüst
  • Zeichnung Nr. 6 dasselbe Gerüst in der perspektivischen Darstellung
  • Zeichnung Nr. 7 die interdentale Schnittdarstellung einer Ausgestaltung des Retentionselementes
  • Zeichnung Nr. 8 die bukkale/palatinale Ansicht des Gerüstes
  • Zeichnung Nr. 9 die Ausgestaltung einer verschraubten Makroretentiven Verbundkrone auf einem Implantat
  • Zeichnung Nr. 10 den Schnitt durch einen natürlichen Seitenzahn mit Makroretentiver Verbundkrone mit einem unterschnittigen Retentionselement sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung in der Ansicht von interdental
  • Zeichnung Nr. 11 die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt mit einem unterschnittigen Retentionselement sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung in der Ansicht von interdental
  • Zeichnung Nr. 12 die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt mit zwei übereinanderliegenden unterschnittigen Retentionselementen sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung in der Ansicht von interdental
  • Zeichnung Nr. 13 die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt mit einem unterschnittigen Retentionselement sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung und retentiver Ausgestaltung des Überganges vom Gerüst zur Verblendung in der Ansicht von interdental
  • Zeichnung Nr. 14 die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt mit zwei übereinanderliegenden unterschnittigen Retentionselementen sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung und retentiver Ausgestaltung des Überganges vom Gerüst zur Verblendung in der Ansicht von interdental
  • Zeichnung Nr. 15 die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt mit okklusaler Verblendung und mit einem unterschnittigen Retentionselement sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung und spezieller retentiver Ausgestaltung des Überganges vom Gerüst zur Verblendung in der Ansicht von interdental
  • Zeichnung Nr. 16 die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt mit einem unterschnittigen Retentionselement sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung und retentiver Ausgestaltung des Überganges vom Gerüst zur Verblendung und einem unterschnittigen Retentionselement im Schraubenkanal sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung in der Ansicht von interdental
  • Zeichnung Nr. 17 die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt mit okklusaler Verblendung und mit einem unterschnittigen Retentionselement sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung und spezieller retentiver Ausgestaltung des Überganges vom Gerüst zur Verblendung und einem unterschnittigen Retentionselement im Schraubenkanal sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung in der Ansicht von interdental
  • Zeichnung Nr. 18 den Arbeitsablauf zur Herstellung einer makroretentiven Verbundkrone/Makroretentiven Verbundbrücke auf Implantaten und Eingliederung am Patienten sowie den Austausch der Verblendung.
  • Die Zeichnung Nr. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Seitenzahn mit Makroretentiver Verbundkrone in der Ansicht von interdental, mit der Zahnwurzel (1), dem präparierten Zahnstumpf (2), dem Gerüst (3) und der dazugehörigen Verblendung (4). Das retentive Element (5) ist hier beispielhaft in diesem Längsschnitt als Kreissegment dargestellt. Andere geometrische Ausgestaltungen des Retentionselementes sind möglich, auch die Höhenposition dieses Elementes im Gerüst kann variiert werden, genauso die eigentliche Größe (Ausdehnung in X, Y und Z-Richtung, mit Z parallel zur Kronenachse), also z. B. Durchmesser und Tiefe des Retentionselementes. In der Zeichnung Nr. 1 ist das Retentionselement als Negativgeometrie im Kronengerüst gestaltet.
  • Die Zeichnung Nr. 2 zeigt prinzipiell die gleichen Elemente wie Zeichnung Nr. 1, allerdings ist hierbei das Retentionselement als Positivgeometrie im Kronengerüst gestaltet.
  • Die Zeichnung Nr. 3 zeigt okklusale Draufsicht auf das Kronengerüst, mit den Bestandteilen Gerüst (3), und zirkulärem retentiven Element (5)
  • Die Zeichnung Nr. 4 zeigt dasselbe Gerüst in der perspektivischen Darstellung mit Gerüst (3) und zirkulärem retentiven Element (5)
  • Die Zeichnung Nr. 5 zeigt ebenfalls die okklusale Draufsicht auf ein Kronengerüst, allerdings mit einer auf den bukkalen und palatinalen Bereich beschränkten kreisbogenförmigen Gestaltung des Retentionselementes (6).
  • Die Zeichnung Nr. 6 zeigt dasselbe Gerüst in der perspektivischen Darstellung mit dem Gerüst (3) und dem kreisbogenförmigen Retentionselement (6).
  • Die Zeichnung Nr. 7 zeigt die interdentale Schnittdarstellung einer Ausgestaltung des Retentionselementes mit einer speziellen Verriegelungskante (8). In der Zeichnung sind zu sehen die Zahnwurzel (1), der präparierte Zahnstumpf (2), das Gerüst (3) und der dazugehörigen Verblendung (4), das spezialisierte retentive Element (7) mit Verriegelungskante (8).
  • Die Zeichnung Nr. 8 zeigt die bukkale/palatinale Ansicht des Gerüstes (3), mit Retentionsmulde (5), Verriegelungskante (8) und Einführungsbahn (9).
  • Die Zeichnung Nr. 9 zeigt die Ausgestaltung eine Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt in der Ansicht von interdental in Schnittdarstellung, mit den Bestandteilen Implantat (10), Implantatschraube (11), Gerüst/Abutment (12), Retentionselement (5) und Verblendung (4) sowie Schraubenkanal (13).
  • Die Zeichnung Nr. 10 zeigt den zur Z-Richtung parallelen Längsschnitt durch einen Seitenzahn mit Makroretentiver Verbundkrone in der Ansicht von interdental, mit der Zahnwurzel (1), dem präparierten Zahnstumpf (2), dem Gerüst (3) und der dazugehörigen Verblendung (4). Das retentive Element (14) ist als unterschnittige Negativgeometrie sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung ausgebildet.
  • Das beidseitig unterschnittige retentive Element (14) ist hier beispielhaft in diesem Schnitt kreisförmig dargestellt. Andere geometrische Ausgestaltungen des Retentionselementes sind möglich, auch die Höhenposition dieses Elementes im Gerüst kann variiert werden, genauso die eigentliche Größe (Ausdehnung in X, Y und Z-Richtung), also z. B. Durchmesser und Tiefe des Retentionselementes sowie die Anzahl der Retentionselemente.
  • Die Zeichnung Nr. 11 zeigt die Ausgestaltung eine Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt in der Ansicht von interdental im zur Z-Richtung parallelen Längsschnitt, mit den Bestandteilen Implantat (10), Implantatschraube (11), Gerüst/Abutment (12), Verblendung (4) und Schraubenkanal (13) sowie das unterschnittige retentive Element (14) als Negativgeometrie sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung.
  • Die Zeichnung Nr. 12 zeigt die Ausgestaltung eine Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt in der Ansicht von interdental im zur Z-Richtung parallelen Längsschnitt, mit den Bestandteilen Implantat (10), Implantatschraube (11), Gerüst/Abutment (12), Verblendung (4) und Schraubenkanal (13) sowie übereinanderliegenden unterschnittigen retentiven Elementen (14) als Negativgeometrie sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung.
  • Die Zeichnung Nr. 13 zeigt die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt in der Ansicht von interdental im zur Z-Richtung parallelen Längsschnitt, mit den Bestandteilen Implantat (10), Implantatschraube (11), Gerüst/Abutment (12), Verblendung (4), Schraubenkanal (13) sowie das unterschnittige retentive Element (14) als Negativgeometrie sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung und die retentive Ausgestaltung des Überganges vom Gerüst zur Verblendung (15).
  • Die Zeichnung Nr. 14 zeigt die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt in der Ansicht von interdental im zur Z-Richtung parallelen Längsschnitt, mit den Bestandteilen Implantat (10), Implantatschraube (11), Gerüst/Abutment (12), Verblendung (4), Schraubenkanal (13) sowie übereinanderliegenden unterschnittigen retentiven Elementen (14) als Negativgeometrie sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung und die retentive Ausgestaltung des Überganges vom Gerüst zur Verblendung (15).
  • Die Zeichnung Nr. 15 zeigt die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone mit okklusaler Verblendung auf einem Implantat verschraubt in der Ansicht von interdental im zur Z-Richtung parallelen Längsschnitt, mit den Bestandteilen Implantat (10), Implantatschraube (11), Gerüst/Abutment (12), Verblendung (4), Schraubenkanal (13) sowie das unterschnittige retentive Element (14) als Negativgeometrie sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung und die spezielle retentive Ausgestaltung des Überganges vom Gerüst/Abutment zur okklusalen Verblendung (16).
  • Die Zeichnung Nr. 16 zeigt die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone auf einem Implantat verschraubt in der Ansicht von interdental im zur Z-Richtung parallelen Längsschnitt, mit den Bestandteilen Implantat (10), Implantatschraube (11), Gerüst/Abutment (12), Verblendung (4), Schraubenkanal (13), das unterschnittige retentive Element (14) als Negativgeometrie sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung, die retentive Ausgestaltung des Überganges vom Gerüst zur Verblendung (15), die Abbdichtscheibe auf dem Schraubenkopf (17) sowie das unterschnittige retentive Element im Schraubenkanal (18) als Negativgeometrie sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung.
  • Die Zeichnung Nr. 17 zeigt die Ausgestaltung einer Makroretentiver Verbundkrone mit okklusaler Verblendung auf einem Implantat verschraubt in der Ansicht von interdental im zur Z-Richtung parallelen Längsschnitt, mit den Bestandteilen Implantat (10), Implantatschraube (11), Gerüst/Abutment (12), Verblendung (4), Schraubenkanal (13), das unterschnittige retentive Element (14) als Negativgeometrie sowohl im Kronengerüst als auch in der Verblendung, die spezielle retentive Ausgestaltung des Überganges vom Gerüst/Abutment zur okklusalen Verblendung (16), die Abbdichtscheibe auf dem Schraubenkopf (17) sowie das unterschnittige retentive Element im Schraubenkanal (18) als Negativgeometrie sowohl im Kronengerüst als auch in der okklusalen Verblendung.
  • Die Zeichnung Nr. 18 zeigt den Arbeitsablauf zur Herstellung einer makroretentiven Verbundkrone/Makroretentiven Verbundbrücke auf Implantaten und Eingliederung am Patienten sowie den Austausch der Verblendung bei einem Defekt der Verblendung oder bei einem Austausch der Verblendung gegen ein andere Material, insbesondere Keramische Materialien.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Claims (32)

  1. Zahnersatzteil, das aus den beiden Einzelbestandteilen des Gerüstes und der Verblendung besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Verblendung von dem Gerüst ohne eine Beschädigung des Gerüstes entfernbar ist.
  2. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Konstruktion und Herstellung der beiden Bestandteil Gerüst und Verblendung mittels computergestützter Verfahren erfolgt.
  3. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Material für die Verblendung zahnfarbene Werkstoffe eingesetzt werden, insbesondere Glaskeramiken, Oxidische Hochleistungskeramiken und Kunststoff.
  4. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Material für das Gerüst die Werkstoffgruppen Metalle, Keramiken und Kunststoffe verwendet werden.
  5. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abdichtung zwischen Gerüst und Verblendung Zement, Kompositmaterial, Kunststoffe oder Silikone verwendet wird.
  6. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verblendung als Verschleiß- und Überlastungsteil dient und bei Bedarf ausgetauscht werden kann.
  7. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnersatzteil einen definierten Sollbruchwert aufweist, welcher durch die geometrische Gestaltung der Verblendung und/oder die Dicke der Verblendung definiert wird.
  8. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Basis des Sollbruchwertes die geometrische Gestaltung der Verblendung durch ein Computerprogramm berechnet wird.
  9. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dreidimensionale Außengeometrie des Gerüstes formkongruent zur dreidimensionalen Innengeometrie der Verblendung ist.
  10. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verfügespalt für das Befestigungsmaterial zwischen Gerüst und Verblendung berücksichtigt wird.
  11. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Konstruktion definierte, untersichgehende Areale aufweist, die ein Einrasten der Verblendung auf dem Gerüst ermöglichen.
  12. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgestaltung der Retentionselemente in verschiedenen geometrischen Formen erfolgt.
  13. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dreidimensionale Berechnung und Gestaltung der Geometrie der Retentionselemente unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften von Gerüst und Verblendung und unter Einbeziehung der Gesamtgeometrie der Krone erfolgt.
  14. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Retentionselement zirkulär um das Kronen- oder Brückengerüst gestaltet ist.
  15. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Retentionselement auf definierte Sektoren des Gerüstes und der Verblendung beschränkt ist.
  16. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Retentionselement von der Kaufläche aus im Querschnitt gesehen in der Form eines Kreissegmentes gestaltet ist.
  17. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Retentionselemente punktuell und kreisförmig sind, wobei diese Retentionspunkte zur besseren Feinadjustierung der Verblendung Zuführungsrillen aufweisen.
  18. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Retentionselemente eine nach okklusal gerichtete Verriegelungskante aufweisen.
  19. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verblendstruktur in seiner räumlichen Ausdehnung als okklusale Kaufläche gestaltet ist.
  20. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die retentiven Elemente in der Gerüststruktur und/oder in der Verblendstruktur als unterschnittige Negativgeometrien gestaltet sind.
  21. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mit unterschnittigen retentiven Elementen versehene Verblendstruktur von der mit unterschnittigen retentiven Elementen versehenen Gerüststruktur ohne Beschädigung getrennt werden kann, insbesondere bei der Einprobe am Modell und Patienten.
  22. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die unterschnittigen retentiven Elemente in der Gerüststruktur und/oder in der Verblendstruktur durch lichthärtende und/oder selbstaushärtende Materialien gefüllt werden.
  23. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllmaterialien für die unterschnittigen retentiven Elemente Kunststoffe, Zemente oder Silikone verwendet werden.
  24. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verblendung als Sollbruchstelle und/oder Überlastungsschutz bei Zahnersatzversorgungen, insbesondere auf Implantaten, dienen soll.
  25. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Implantatabutment als Kronengerüst mit Einrastungen für die Verblendstruktur ausgestaltet ist.
  26. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Abdichtung des Schraubenkanals bei Implantatabutments mittels einer Abdichtscheibe und/oder Kompositmaterial und/oder Zement ein Eindringen von Keimen aus dem Mundmilieu über den Schraubenkanal in das Implantat verhindert wird.
  27. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei verschraubten Implantatkronen und Implantatbrücken die retentiven Elemente in der Gerüststruktur und/oder in der Verblendstruktur als unterschnittige retentive Geometrien zusätzlich im Schraubenkanal gestaltet sind
  28. Zahnersatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Austausch einer Verblendung, insbesondere einer beschädigten oder defekten Verblendung, durch eine identische, im computergestützten Verfahren hergestellte Verblendung erfolgt.
  29. Verfahren zur Herstellung eines Zahnersatzteiles, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Einzelbestandteile Gerüst und reversibel entfernbare Verblendung mittels computergestützter Konstruktionsverfahren und mittels computergestützter Fertigungsverfahren hergestellt werden.
  30. Verfahren zur Herstellung eines Zahnersatzteiles nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dreidimensionale Berechnung und Gestaltung der Geometrie der Retentionselemente unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften von Gerüst und Verblendung und unter Einbeziehung der Gesamtgeometrie der Krone erfolgt.
  31. Verfahren zur Herstellung eines Zahnersatzteiles nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Austausch einer Verblendung, insbesondere einer beschädigten oder defekten Verblendung, durch eine identische, im computergestützten Verfahren hergestellte Verblendung erfolgt.
  32. Verfahren zur Herstellung eines Zahnersatzteiles nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Austausch der Verblendung, insbesondere bei auf Implantaten verschraubtem Zahnersatz, nach dem Abschrauben des Zahnersatzes vom Implantat durch manuelles Aufschichten von Kunststoffmassen oder keramischen Verblendmassen, durch Überpresstechnik mit keramischen Massen oder Kunststoffmassen oder durch Aufsintern einer im rechnergestützten Verfahren hergestellten Verblendung mittels Sinterverbundtechnik erfolgt.
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