[go: up one dir, main page]

DE102011105066A1 - Verfahren und Mittel zur Outdoor-Navigation sowie Gerät hierzu - Google Patents

Verfahren und Mittel zur Outdoor-Navigation sowie Gerät hierzu Download PDF

Info

Publication number
DE102011105066A1
DE102011105066A1 DE201110105066 DE102011105066A DE102011105066A1 DE 102011105066 A1 DE102011105066 A1 DE 102011105066A1 DE 201110105066 DE201110105066 DE 201110105066 DE 102011105066 A DE102011105066 A DE 102011105066A DE 102011105066 A1 DE102011105066 A1 DE 102011105066A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
navigation module
navigation
map
data
user
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE201110105066
Other languages
English (en)
Inventor
wird später genannt werden Erfinder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE201110105066 priority Critical patent/DE102011105066A1/de
Publication of DE102011105066A1 publication Critical patent/DE102011105066A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Images

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C21/00Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00
    • G01C21/20Instruments for performing navigational calculations

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Navigation (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Outdoor-Navigation.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Mittel zur Outdoor-Navigation sowie ein Gerät hierzu insbesondere für Fußgänger und Radfahrer mit einer Recheneinheit, einer Anzeigeeinheit, einer Bedieneinheit, zumindest einem aus zumindest einem Massenspeicherteil gebildeten Massenspeicher und einer Empfangs- und Verarbeitungseinheit für Navigationssignale sowie einem auf der Recheneinheit ausgeführten Betriebssystem zur Steuerung dieser.
  • Mobile Geräte zur Navigation sind beispielsweise aus Anwendungen im Kraftfahrzeugbereich bekannt. Hierbei wird mittels einer Verarbeitungseinheit für Navigationssignale, beispielsweise GPS-Daten zur satellitengestützten Positionsbestimmung eine aktuelle Position bestimmt und in einer Graphik dargestellt. Durch Eingabe weiterer Positionen können geeignete Fahrrouten ermittelt und Fahrzeiten vorausberechnet werden. Derartige Geräte sind an diese Funktion angepasst, so dass deren Betriebssystem, Bedienungseinheit und Anzeigeeinheit bei Inbetriebnahme voreingestellt sind.
  • Bereits auf dem Markt erhältliche mobilen Geräte wie Smartphones oder PDAs beispielsweise der Herstellerfirmen Nokia®, SonyEricsson®, Motorola®, Samsung®, HTC®, Apple®, Blackberry® etc. weisen GPS-Empfänger und große, zur Anzeige einer Landkarte geeignete Bildschirme auf. Parallel dazu gibt es mittlerweile ein breites Softwareangebot zur mobilen Navigation auf diesen Geräten. Der Einsatzbereich reicht von der Outdoor- bis zur Kfz-Navigation, das Angebot von proprietären Hardware + Software-Kombinationen bis zur kostenlosen Software, die im Internet verfügbar ist.
  • Bei den zugrunde liegenden Kartendaten unterscheidet man zwischen Raster- und Vektorkarten. Rasterkarten sind nur zur Anzeige geeignet, und auch dies nur in bestimmten, im Vorausfeststehenden Maßstäben. Es ist nicht möglich, mit den Daten einer Rasterkarte eine Route zwischen zwei Punkten zu berechnen. Auf Rasterkarten basierende Produkte bringen üblicherweise Werkzeuge für den PC mit, mit denen man im Vorfeld Routen abstecken kann. Auf dem mobilen Gerät können diese Routen dann angezeigt, aber nicht weiter verändert werden.
  • Im Gegensatz dazu bringen Vektorkarten alles Nötige mit, um auch auf dem mobilen Gerät Routen zu berechnen. Darüber hinaus erlauben Vektorkarten stufenlose Maßstabsänderungen und freie Drehungen ohne Qualitätseinbußen.
  • Egal ob Raster- oder Vektorkarte, jeder Anbieter bietet die Kartendaten in einem eigenen, auf die jeweilige Software abgestimmten Format an. Diese Daten speisen sich im Wesentlichen aus drei Quellen. Zum einen basieren die Daten auf topografischen Karten, wie sie zum Beispiel von den Landesvermessungsämtern herausgegeben werden. Topografische Karten werden als Raster- und als Vektorkarten angeboten; sie werden nur in bestimmten Abständen aktualisiert.
  • Zum Anderen können die Daten von den Kartenlieferanten der Kfz-Navigation stammen. Hierbei handelt es sich um Vektorkarten. Auch diese Karten werden nur in bestimmten Abständen aktualisiert; da der Hauptfokus der Kartenlieferanten noch auf der Kfz-Navigation liegt, sind Fuß- und Radwege nur unzureichend im Kartenmaterial berücksichtigt.
  • Schließlich können die Daten auch aus freien Quellen wie dem OpenStreetMap-Projekt stammen. Diese Daten werden täglich von Freiwilligen ergänzt und verbessert. Aus diesen Daten können Raster- und Vektorkarten abgeleitet werden. Da diese Daten von Freiwilligen erhoben werden, kann der Grad der Abdeckung sich von Region zu Region stark unterscheiden. Dafür weisen die Daten aber einen Detailgrad auf, der über alle anderen Quellen hinausgeht.
  • Die Daten können entweder auf dem Endgerät wie Smartphone oder PDA abgelegt sein, oder sie befinden sich zentral auf einem Server des Navigationsanbieters. In diesem Fall ist zur Benutzung der Navigation eine ständige Onlineverbindung notwendig, was ohne Datenflatrate oder (selbst mit Flatrate) im Ausland sehr teuer werden kann. Wenn die Daten auf dem Endgerät selbst abgelegt sind, entfällt die Notwendigkeit einer Onlineverbindung. Die Navigationssoftware kann damit auch auf Geräten eingesetzt werden, mit denen nicht telefoniert werden kann (z. B. PDAs).
  • Wird die Navigationssoftware auf dedizierter Hardware als Teil eines Komplettpakets vertrieben, fällt für den Benutzer kein weiterer Konfigurationsaufwand an. Wird die Software dagegen nachträglich installiert, muss in der Regel zumindest der GPS-Empfänger explizit konfiguriert werden.
  • Einige Hersteller, beispielsweise Nokia® mit Ovi Maps® und Dienstleister, beispielsweise „Das Örtliche”® mit O-Navi® bieten eine kostenlose Navigation für Smartphones an. Die Software muss explizit auf dem Telefon installiert werden. Die Vektorkarte wird via Onlineverbindung zur Anzeige gebracht. Die Navigation richtet sich in der Regel hauptsächlich an Autofahrer und basiert auch auf den Daten der Kfz-Datenlieferanten.
  • Für den Einsatz im Outdoor-Bereich bestehen zwei gravierende Nachteile. Zum Einen sind in dem zugrunde liegenden Kartenmaterial Rad- und Fußwege nur unzureichend berücksichtigt, und das Kartenmaterial wird von den Anbietern nur halbjährlich aktualisiert. Zum Anderen funktioniert die Navigation durch die Notwendigkeit einer Onlineverbindung nicht in Gebieten mit unzureichender Mobilfunkabdeckung. Zudem fallen durch die Onlineverbindung beim Einsatz im Ausland hohe Roaminggebühren an.
  • Der Hersteller Garmin® bietet sowohl Smartphones mit Navigationsfunktionalität als auch explizite Outdoor-Geräte, die neben einem GPS-Empfänger auch über weitere Sensoren zur Ortung verfügen. Die Darstellung erfolgt über eine topographische Vektorkarte. Die Kartendaten sind im Gerät abgelegt. Über ein von Garmin® unabhängiges Projekt ist auch die Einbindung vom OpenStreetMap-Daten möglich. Da Garmin® sein Kartenformat allerdings nicht vollständig offen legt, sind dabei nicht alle Eigenschaften dieses Kartenmaterials verfügbar. Weiterhin ist Navigationssoftware an die Geräte dieses Herstellers gebunden und kann nicht auf anderen Endgeräten eingesetzt werden.
  • Der Hersteller MagicMaps® liefert mit MagicMaps2Go® ein Produkt, das auf Smartphones und PDAs topografische Rasterkarten anzeigen kann. Die Kartenzuschnitte dafür müssen am PC erstellt und auf das Endgerät übertragen werden. Auch Routen können nur am PC erstellt werden. Dort ist auch eine Routenberechnung möglich, dies jedoch ausschließlich auf dem Streckennetz des ADFC®. Alles in allem ist dieses Produkt eher zur Anzeige vorab geplanter Gebiete und Wege gedacht. Sobald man in freier Natur unterwegs ist, ist man auf das vom PC überspielte Material angewiesen und hat, insbesondere bei den Routen, keine Möglichkeit, kurzfristig neue oder alternative Routen berechnen zu können.
  • Der Hersteller Navit® ist eine vollwertige OpenSource-Navigationssoftware für mobile Geräte, die auf OpenStreetMap-Daten basiert. Allerdings ist diese Ausbildung noch nicht abgeschlossen. Dadurch setzen Installation, Konfiguration und Inbetriebnahme noch technisches Expertenwissen voraus.
  • Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Verfahren, ein Mittel und ein mobiles Gerät hierzu zur einfachen Durchführung einer Outdoor-Navigation mit einfach und schnell zu aktualisierenden Datensätzen zur Erstellung von Kartenmaterial vorzuschlagen.
  • Die Aufgabe wird durch ein Verfahren und ein Mittel für ein mobiles Gerät zur Outdoor-Navigation insbesondere für Fußgänger und Radfahrer mit einer Recheneinheit, einer Anzeigeeinheit, einer Bedieneinheit, zumindest einem aus zumindest einem Massenspeicherteil gebildeten Massespeicher und einer Empfangs- und Verarbeitungseinheit für Navigationssignale sowie einem auf der Recheneinheit ausgeführten Betriebssystem zur Steuerung dieser gelöst, wobei ein Mittel wie Navigationsmodul mit zumindest einem Datensatz zur Erstellung von Vektordarstellungen vorgebbarer Kartenausschnitte auf einem von der Recheneinheit benutzen Massenspeicherteil unabhängigen Massenspeicherteil gespeichert und von dem Betriebssystem auf Anforderung eines Benutzers ohne vorherige Installation betrieben wird.
  • Das Gerät in Verbindung mit dem Navigationsmodul eignet sich insbesondere für Wanderer, Biker und weitere Kunden mit anderen Outdoor-Aktivitäten. Es unterstützt diese bei der Positions- und Wegfindung im Gelände und ersetzt die klassische Wanderkarte. Darüber hinaus bietet das mobile Gerät durch eine detailreiche Digitalisierung der Karten, eine gute Orientierungshilfe in großen Städten als Fußgänger oder Radfahrer.
  • Unter Gerät ist hierbei ein mobiles Gerät wie beispielsweise ein Mobiltelefon wie Smartphone, ein Kleinrechner wie PDA oder dergleichen zu verstehen. Unter Recheneinheit ist beispielsweise ein Mikroprozessor gegebenenfalls mit entsprechenden Chips wie Graphik- und Kommunikationschips und dergleichen zu verstehen. Unter Anzeigeeinheit ist beispielsweise ein Monitor, beispielsweise ein LCD-Monitor zu verstehen. Unter Bedieneinheit sind Bedienelemente wie Schalter, Tasten und/oder ein in die Anzeigeeinrichtung integrierter Touchscreen zu verstehen. Der Massenspeicher kann als einziger elektromagnetischer, optischer oder ähnlicher Speicher und/oder als aus mehreren Massenspeicherteilen enthaltend beispielsweise wechselbare Speicher wie Flash-Speicher und/oder einer Festplatte gebildet sein. Diese können mittels üblicher Schnittstellen wie USB, SD oder dergleichen mit dem Gerät verbunden werden. Dabei kann ein Teil des Massenspeichers von dem Betriebssystem belegt sein. Das Betriebssystem konfiguriert dabei die Software des Geräts, legt Schnittstellen fest und enthält notwendige Treiber für die Peripherieeinheiten wie Anzeigeeinheit, Bedieneinheit und dergleichen. Erfindungsgemäß wird das Navigationsmodul so ausgelegt, dass dieses separat auf einem anderen Massenspeicherteil gespeichert und von dem Betriebssystem weder konfiguriert werden muss noch eine Installation durchzuführen ist. Vielmehr ist das Navigationsmodul bereits bei Schaffung einer Verbindung mit dem Gerät betriebsbereit.
  • Gemäß dem erfinderischen Gedanken kann das Gerät eine drahtlose Kommunikationseinheit zur Verbindung mit einem externen Datennetz, beispielsweise dem Internet aufweisen, so dass Aktualisierungen des Datensatzes zur Darstellung von Kartenausschnitten und/oder Programmaktualisierungen des Navigationsmoduls von einem Server geladen und in dem dem Navigationsmodul zugeordneten Massenspeicherteil gespeichert werden können. Eine Aktualisierung des Datensatzes kann mittels der Kommunikationseinrichtung automatisiert oder auf Anforderung des Benutzers erfolgen. Beispielsweise kann das Navigationsmodul bei einer möglichen Verbindung mit dem Datennetz automatisiert oder auf Anforderung des Benutzers, beispielsweise durch Betätigung entsprechender Bedienelemente des Geräts einen Datensatz aktualisieren, erstmalig laden und/oder eine Aktualisierung der Software des Navigationsmoduls laden und automatisiert installieren.
  • Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel wird die Verarbeitungseinheit für Navigationssignale, beispielsweise in Form eines GPS-Empfängers von dem Navigationsmodul konfiguriert.
  • Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel wird für Outdoor-Aktivisten ein Orientierungs- und Navigationssystem bereitgestellt, welches auf bereits vorhandenen Endgeräten ohne unnötigen Installations- und Konfigurationsaufwand ausgeführt werden kann und sich auf Kartenmaterial stützt, welches neben dem normalen Straßennetz auch Rad- und Fußwege enthält, sich zur Routenberechnung im Endgerät eignet und darüber hinaus auch noch laufend aktualisiert wird. Dabei wird eine Kombination aus einer Software und einem Datensatz gebildet, die zusammen auf einem Datenträger ausgeliefert werden. Wird der Datenträger mit dem GPS-fähigen Gerät wie Endgerät (z. B. Smartphone) des Benutzers verbunden, kann dieser die auf dem Datenträger befindliche Software direkt und ohne Installationsprozess ausführen.
  • Die Software zeigt dabei basierend auf GPS-Daten und dem auf dem Datenträger vorhandenen Kartenmaterial, eine zoombare Vektorkarte an, die der aktuellen Position folgt. Neben Wegen und Flächen werden in dieser Karte auch Benennungen dieser sowie besondere Punkte (Points of Interest, POI) angezeigt. Nach Anwählen einer Position in der Karte kann die Software eine Route zu dieser Position berechnen. Dabei kann vorgewählt werden, ob die Route für Fußgänger oder für Radfahrer optimiert werden soll.
  • Als Grundlage für das Kartenmaterial haben sich Daten des OpenStreetMap-Projektes als vorteilhaft erwiesen. Diese Daten erfüllen die Anforderungen nach hoher Aktualisierungsrate, Einbeziehung von Rad- und Fußwegen sowie der Routingfähigkeit. Aus den Rohdaten von OpenStreetMap wird ein Datensatz abgeleitet, der für die Darstellung und die Routenberechnung des Navigationsmoduls optimiert ist.
  • Ein vorteilhaftes Verfahren zur Durchführung von Navigationsvorgängen mit dem erfindungsgemäß ausgebildeten mobilen Gerät kann folgende Verfahrensschritte enthalten:
    • – durch Einlegen eines Datenträgers und Starten der darauf enthaltenen Software wird das Gerät in Verbindung mit dem Navigationsmodul ohne Installationsprozess zum Outdoor-Guide,
    • – das Navigationsmodul leitet eine automatische Konfiguration der Verarbeitungseinheit für Navigationssignale wie GPS-Empfängers ein,
    • – gegebenenfalls wird auf dem mobilem Gerät eine Online-Verbindung geschaltet und der Datensatz des Kartenmaterials und/oder des Programms des Navigationsmoduls geladen und aktualisiert,
    • – aus Rohdaten des OpenStreetMap-Projekts wird ein Datensatz für die Darstellung einer Vektorkarte ermittelt,
    • – optional können vom Benutzer eingegebene Routenwünsche ermittelt und gegebenenfalls mit eigenen textuellen Zusatzinformationen verknüpft werden,
    • – weiterhin können vom Benutzer Marken wie „Points of Interest” in der Kartendarstellung eingegeben, ausgewählt und gegebenenfalls gespeichert werden,
    • – zu den Marken können optional multimediale Informationen, beispielsweise in Form von Text und/oder Bildern eingegeben, über die Kommunikationseinrichtung geladen, über Schnittstellen auf das Gerät beziehungsweise das Navigationsmodul übertragen und gegebenenfalls anschließend gespeichert werden,
    • – optional kann die Darstellung der Karten, beispielsweise die Farbgebung, ein Tag- und Nachtmodus und dergleichen vom Benutzer eingestellt werden.
  • Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist das mobile Gerät ein Mobiltelefon, ein Organizer (PDA) oder dergleichen mit integriertem GPS-Empfänger und Touchscreen. Bei fehlendem GPS-Empfänger kann eine marktübliche Verarbeitungskomponente für Navigationssignale beispielsweise in Form eines über USB oder Bluetooth mit dem Gerät verbundenen GPS-Empfängers vorgesehen werden. Die Bedieneinheit des Geräts unterstützt Eingaben für das Navigationsmodul neben den üblicherweise vorhandenen Bedienelementen vorteilhafterweise durch weitere Bedienelemente wie Softkeys oder eine QWERTZ-Tastatur. Weiterhin kann das Navigationsmodul für Hardwareplattformen mobiler Navigationsgeräte (PND, Portable Navigation Device) vorgesehen sein. Für ein Gerät mit einem Kartenschacht, beispielsweise für eine SD-Karte (Secure Digital Memory Card), kann das Navigationsmodul auf einer entsprechenden Speicherkarte wie SD-Karte gespeichert sein. Alternativ können auch andere Speichermedien verwendet werden, beispielsweise kann das Navigationsmodul auf dem internen Massenspeicher, der hierzu beschreibbar vorgesehen ist, gespeichert werden.
  • Das Navigationsmodul greift in vorteilhafter Weise auf die im Gerät bereits vorhandenen hardwareseitigen Einrichtungen und Systemfunktionen des Betriebssystems zu. Dazu gehören beispielsweise die Schnittstellenfunktionen zur Zielhardware, sowie die durch das System bereitgestellten Eingabedialoge wie beispielsweise Anzeige- und Eingabefenster, Textboxen, Dateiauswahldialoge und dergleichen. Das Navigationsmodul ist dabei so ausgelegt, dass das in diesem enthaltene Programm in Form einer implementierten Software nicht extra installiert werden muss. Sie kann direkt von der Speicherkarte aus gestartet werden, ohne dass Daten innerhalb des Geräts manipuliert werden. Alle Konfigurationsdaten werden von der Software des Navigationsmoduls auf die Speicherkarte beziehungsweise den von diesem belegten Massenspeicherteil geschrieben wie gespeichert. Dabei ist das Navigationsmodul so ausgelegt, dass nach Beenden dessen Software und gegebenenfalls Entfernen eines herausnehmbaren Massenspeicherteils wie Speicherkarte sich das Gerät im gleichen Zustand wie vor dem Verbinden des Navigationsmoduls mit dem Gerät befindet.
  • Gemäß dem erfinderischen Gedanken stammen Kartendaten aus dem Open Source Projekt „openstreetmap.org” und werden durch eine entsprechende Bearbeitung speziell für die Verwendung in dem Navigationsmodul aufbereitet und in Form eines Datenträgers oder als Download über eine Kommunikationseinrichtung des Geräts oder einem stationären Rechner wie PC zur Verfügung gestellt. Dabei können beispielsweise verschiedene Länderzuschnitte sowie Kartendaten von Tourismusregionen und dergleichen einzeln oder paketweise erworben werden. Bei den Länderzuschnitten kann es sich um ein originalgetreues Abbild der OpenStreetMap Daten handeln. Die Kartenausschnitte einer Tourismusregion können beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem vor Ort ansässigen Tourismusverband oder anderen zuständigen Institutionen erstellt werden. Zusätzliche, diesem Kartenausschnitt beigefügte Informationen können beispielsweise Inhalte über touristische Attraktionen, Wanderwege und/oder Radwege enthalten. Alternativ oder zusätzlich können Marken, sogenannte POI (Points of interest), wie sie durch OpenStreetMap bereitgestellt werden, Kartenausschnitten bereits beigefügt sein, so dass diese neben den gegebenenfalls vom Benutzer zugefügten POI angezeigt werden können. Dabei können die POI und andere Informationen insbesondere von Spezialkarten von Tourismusregionen parallel zu den von OpenStreetMap eingefügten POI getrennt von diesen verwaltet und verarbeitet werden.
  • Durch Starten des Programms des Navigationsmoduls wird vorteilhafterweise die maximal mögliche Bildschirmfläche auf der Anzeigevorrichtung des Geräts belegt. Im Sinne einer einfachen Bedienung und einer Vermeidung von Konfigurationen durch die Software des Geräts kann ein Verändern der Hauptfenstergröße oder Minimieren der Anzeige der Kartenausschnitte unterbunden werden. Dabei wird vorteilhafterweise auf der gesamten Anzeigefläche der Anzeigevorrichtung ein Kartenausschnitt um den aktuellen Standort angezeigt. Hat das Navigationsmodul noch keinen aktuellen Standort ermittelt, wird ein vorgegebener, beispielsweise der zuletzt gespeicherte Standort angezeigt. Die Kennzeichnung des aktuellen Standortes erfolgt in dem angezeigten Kartenausschnitt beispielsweise mittels eines Positionszeigers wie Cursor. Dabei können wesentliche, bevorzugt alle zur Konfiguration und Steuerung des Navigationsmoduls erforderlichen Bedienelemente auf dem angezeigten Kartenausschnitt eingeblendet sein. Bei Betätigung dieser Bedienelemente, bevorzugt über die bevorzugt als Touchscreen ausgebildete Anzeigeeinheit werden dem Kartenausschnitt gegebenenfalls Dialogfenster überlagert, in denen weitere Unterfunktionen angeboten werden.
  • Zusätzlich kann dem Kartenausschnitt ein Informationsfenster überlagert sein, in welchem Informationen über die aktuellen Daten der Verarbeitungseinrichtung für Navigationssignale wie GPS-Empfängers angezeigt werden. Das Navigationsmodul kann im Weiteren bereits zurückgelegte und/oder noch zurückzulegende Strecken ermitteln, die beispielsweise in dem Informationsfenster laufend aktualisiert dargestellt werden können. Weiterhin können der aktuell gewählte Maßstab des angezeigten Kartenausschnitts und ähnliche Informationen angezeigt werden.
  • Der Kartenausschnitt kann durch das Streifen mit einem Finger, Stylus oder dergleichen über den Touchscreen verschoben werden. Dabei kann vom Navigationsmodul in eine Nordausrichtung der Karte gewechselt und am Endpunkt der Verschiebeposition ein spezieller Ziel-Cursor gesetzt werden.
  • Eine Farbgebung der Kartenausschnitte kann sich an Darstellung bekannter Papierkarten, beispielsweise der Deutschen Generalkarte orientieren und an diese angelehnt sein. Beschriftungen und Bezeichnungen von Objekten in Kartenausschnitten können vorteilhafterweise von den Objekten losgelöst und bezüglich der Ausrichtung dieser losgelöst sein und können je nach Auflösung des Kartenausschnitts insbesondere zur besseren Lesbarkeit mit einem weißen Hintergrund versehen sein. Der Benutzer hat die Möglichkeit, die Farbgebung der Kartenausschnitte seinen Wünschen entsprechend anzupassen und beispielsweise favorisierte Kartenausschnitte gegenüber anderen farblich zu kennzeichnen.
  • Wenn in dem Gerät beispielsweise aufgrund eines Lagesensors eine Umschaltung des Anzeigeformates (Hoch-/Querformat) vorgesehen ist, kann die Darstellung eines Kartenausschnitts automatisch auf das aktuelle Format umgestellt werden. Hierzu wird über eine Schnittstelle ein Wechsel des Formats zwischen Betriebssystem und Navigationsmodul ausgetauscht.
  • In dem Navigationsmodul über eine Position enthaltene Informationen, beispielsweise Textinformationen, Bilder und dergleichen, und/oder als Marken angezeigte POI und dergleichen können mittels eines Drucks auf den Touchscreen an der entsprechenden Position des angezeigten Kartenausschnitts angezeigt werden, indem beispielsweise ein zusätzliches Informationsfenster auf- beziehungsweise eingeblendet wird. In diesem Informationsfenster kann zusätzlich die Entfernung, beispielsweise Luftlinienentfernung der angewählten Position zum aktuellen Standort angezeigt werden. Wird eine Marke beispielsweise eines Point of Interest (POI) angewählt, so können – falls vorhanden – neben der Entfernung beispielsweise Art und Name (falls vorhanden) angezeigt werden. Liegen zu dem POI weitergehende, multimediale Informationen vor, können diese ebenfalls angezeigt werden.
  • Eine beispielsweise per Fingerdruck angewählte Position lässt sich zur Heimatposition oder zu einer Zielposition erklären. Eine gesetzte Heimatposition kann gegenüber einem Neustart des Navigationsmoduls als resistent eingestellt werden oder sein. Nacheinander auf diese Weise angewählte Positionen können in einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel mit einer Routenplanung als Ausgangspositionen zur direkten Routenberechnung vorgesehen werden.
  • In dem Navigationsmodul kann nach dem erfinderischen Gedanken ein serielle Schnittstelle mit der gegebenen Übertragungsrate für einen Datenstrom der Navigationssignale, beispielsweise ein GPS Datenstrom festgelegt werden. Weiterhin kann diese Schnittstelle mittels einer Suchfunktion gesucht werden. Bei Aktivierung der Suchfunktion tastet das Programm des Navigationsmoduls alle verfügbaren Schnittstellen mit verschiedenen Übertragungsraten ab und erfasst für eine definierte Zeit an der zu testenden Schnittstelle auf einen möglichen Navigationssignalstrom wie GPS-Datenstrom. Wird ein derartiger Datenstrom detektiert, rastet das Navigationsmodul auf dieser Schnittstelle ein und merkt sich die erfolgreiche Einstellung in einer Konfigurationsdatei. Diese automatische Suche findet ohne Zutun des Benutzers auch bei erstmaligem Start der Software auf einem neuen Gerät statt. Im Normalfall muss der Benutzer sich also nicht um die GPS-Einstellung kümmern.
  • Bei erstmaligem Start des Navigationsmoduls sucht dessen Programm selbstständig nach dem Datensatz von Kartenausschnitten, so dass auch ohne Benutzerinteraktion eine Karte angezeigt werden kann. Darüber hinaus kann der Benutzer auch explizit einen Datensatz mit einem vorgegebenen beziehungsweise vorgebbaren Kartenausschnitt auswählen. Das Programm merkt sich den (automatisch oder explizit) ausgewählten Datensatz, so dass nach eifern Neustart dieser Datensatz weiter verwendet wird.
  • Die Ausrichtung eines Kartenausschnitts kann in unterschiedlichen Richtungen, beispielsweise nach Norden oder in Bewegungsrichtung konfiguriert werden. Wechsel zwischen diesen Ausrichtungen können benutzerdefiniert vorgenommen werden. Im Weiteren kann ein Autozoom vorgesehen sein, bei dem ein Kartenmaßstab an eine Fortbewegungsgeschwindigkeit des Benutzers angepasst wird. Beispielsweise wird bei kleinen Geschwindigkeiten weiter in die Karte hinein gezoomt. Der Maßstabswert wird daher entsprechend kleiner ausgebildet als bei höheren Geschwindigkeiten. Somit erhält der Benutzer bei höheren Geschwindigkeiten einen besseren Gesamtüberblick um die aktuelle Position und bei Entscheidungspunkten, bei denen die Geschwindigkeit üblicherweise vermindert wird, eine detailliertere Darstellung der angezeigten Position, beispielsweise eine Wegkreuzung.
  • Weiterhin hat sich als vorteilhaft gezeigt, wenn abhängig vom Maßstab eines angezeigten Kartenausschnitts die Dichte der angezeigten Straßen und Wege variiert wird, wobei bei großen Kartenmaßstäben der Übersichtlichkeit halber beispielsweise mit geringerer Priorität versehene Straßen oder Wege ausgeblendet werden.
  • In dem Navigationsmodul kann ein Fußgänger- und ein Radfahrermodus unterschieden werden. Beispielsweise kann festgelegt werden, ob eine Route für Fußgänger oder für Radfahrer optimiert wird. Diese Optimierung kann beispielsweise anhand unterschiedlicher Durchschnittsgeschwindigkeiten vorgesehen sein, die für die einzelnen Straßenklassen angesetzt werden und/oder durch eine Sonderbehandlung der Fußgänger beispielsweise in Fußgängerzonen und Einbahnstraßen.
  • In dem Navigationsmodul können Rohdatenstrom von Navigationssignalen bevorzugt aufgezeichnet und in einer Datei abgelegt werden. Beispielsweise können nach einem Start dessen Programms die von einem GPS-Empfänger empfangenen Daten regelmäßig in eine Datei geschrieben werden. Die Aufzeichnung kann explizit vom Benutzer beendet werden und wird automatisch beim Beenden des Programms abgeschlossen. Es können nacheinander mehrere Aufzeichnungen durchgeführt werden. Für jede Aufzeichnung kann eine eigene Datei erzeugt werden. Mit einer Suchfunktion lassen sich beispielsweise in den gespeicherten Dateien oder in der von dem Datensatz beispielsweise der OpenStreetMap Daten enthaltene Daten finden. Darüber hinaus können bestimmten Koordinaten angewählt werden, um eine gewünschte Position in einem Kartenausschnitt darzustellen. Weiterhin kann eine Position mittels einer Ortssuche gefunden werden. Hierzu können Teilzeichenketten von Orten, Marken, Straßen und dergleichen wahlweise unter Berücksichtigung der Groß- und Kleinschreibung gesucht werden. Wird beispielsweise der Text „sprin” eingegeben, erhält man alle Namen in denen die Zeichenkette „sprin” vorkommt, bei einer Ortssuche zum Beispiel „Hamelspringe”, „Ispringen” usw. Sucht man dagegen nach „Sprin” mit führendem Großbuchstaben taucht auch der gewünschte Ort „Springe” auf. Die Treffer der Suche können in einer Liste angezeigt werden, aus der ein gewünschter Eintrag ausgewählt werden kann. Nach der Auswahl springt in einem entsprechend angezeigten Kartenausschnitt ein Zeiger an die entsprechende Position. Gegebenenfalls kann bei einer Fehlauswahl in die Trefferliste zurückgesprungen werden. Bei einer Koordinatensuche können Längen- und Breitengrad der gewünschten Position eingegeben werden. Anschließend springt ein Zeiger an dem entsprechend angezeigten Kartenausschnitt an die gewünschte Position. Weiterhin kann eine Heimat- oder eine Zielposition gesetzt werden, mittels der ein Kartenausschnitt ausgewählt und der Zeiger auf den auf die Heimat- oder Zielposition zentrierten Kartenausschnitt geführt wird. Um nach einer Suchoperation oder dem Verschieben eines Kartenausschnitts wieder zur aktuellen Position beziehungsweise zum richtigen Kartenausschnitt springen zu können, kann ein Bedienelement in der Anzeigeeinrichtung mit Touchscreen vorgesehen sein, das bei Betätigung den Zeiger auf eine vorgegebene Position und angezeigten Kartenausschnitt verlagert. Zur Durchführung einer Ortssuche kann der komplette Datensatz eines Speichers des Geräts und/oder Navigationsmoduls oder ein um einen aktuellen Standort begrenzter vorgegebener oder vorgebbarer Umkreis durchsucht werden. Darüber hinaus kann nach Objekten wie Namen (z. B. von Straßen oder Geschäften) oder POI-Kategorien in einem gewissen Umkreis um eine vorgegebene Position wie den aktuellen Standort oder eine andere vorgebbare Position herum gesucht werden.
  • Um eine Fehlbedienung des Navigationsmoduls zu verhindern, können die Bedienelemente wie Touchscreen gesperrt werden. In diesem Zustand können einige oder alle Funktionen gesperrt sein, beispielsweise kann ein Zoomen des Kartenausschnitts freigeschaltet bleiben.
  • In dem Navigationsmodul sind Steuerbefehle vorgesehen, um mehrere feste Kartenmaßstäbe auf der Anzeigeeinrichtung des Geräts anzuzeigen. Dabei kann mittels beispielsweise zweier Bedienelemente der Maßstab eines angezeigten Kartenausschnitts erhöht und verringert werden. Optional kann der Kartenmaßstab auch in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit automatisch angepasst werden. Während eines derartigen Zoomvorgangs werden Zwischenstufen visualisiert, die fest vorgegeben sein können. Die Kartenausschnitte, die zwischenzeitlich zwischen zwei umzuschaltenden Kartenausschnitten unterschiedlicher Masßstäbe angezeigt werden, dienen dabei lediglich der Darstellung eines flüssigen Eindrucks bis zur Erreichung des Kartenausschnitts im Zielmaßstab.
  • Zur Darstellung von Touren mit vorgegeben Routen kann das Navigationsmodul Datenformate wie beispielsweise GPX und CSV unterstützen. Hierbei kann eine Tour anhand der Koordinaten, aus denen sie sich zusammensetzt, als Linienzug in einem eigenen Layer über dem angezeigten Kartenausschnitt dargestellt werden, indem die Dateien des genannten Formats über den Kartenausschnitt gelegt werden. In einer separaten Datei können zusätzliche Informationen zu einer Tour abgelegt und gegebenenfalls angezeigt werden. Vorgefertigte Touren können beispielsweise von einem Provider als Teil des Datensatzes für die Kartenausschnitte geliefert werden, beispielsweise in Form von Spezialkarten für bestimmte Tourismusregionen. Alternativ oder zusätzlich kann der Benutzer selbst beschaffte oder hergestellte Touren auswählen. Beispielsweise können eigene GPX-Dateien angelegt werden, um diese zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Anzeige zu bringen oder sie mit anderen interessierten auszutauschen. Nach dem Start einer Aufzeichnung zur Herstellung derartiger Dateien werden die Navigationssignale wie die vom GPS-Empfänger empfangenen Daten regelmäßig in eine Datei geschrieben. im Unterschied zur GPS-Aufzeichnung wird hier nicht jede neue GPS-Position gespeichert. Neue Positionen werden vorteilhafterweise bei hinreichend großer Abweichung von der vorherigen Position erfasst und gespeichert. Eine vorgegebene oder vorgebbare Abweichung kann abhängig von einer aktuellen Geschwindigkeit des Benutzers oder einem zeitlichen Abstand zwischen zwei Positionen eingestellt werden. Eine derartige Aufzeichnung kann explizit vom Benutzer beendet werden. Sie wird automatisch beim Beenden des Programms abgeschlossen. Es können nacheinander mehrere Aufzeichnungen durchgeführt werden. Für jede Aufzeichnung wird eine eigene Datei erzeugt. Das Aufzeichnen von Touren und GPS-Tracks kann zeitgleich ermöglicht werden.
  • Eine vorgegebene Route kann im Rahmen des vorhandenen Straßen- und Wegenetzes berechnet werden. Befinden sich beispielsweise eine Start- und/oder Zielkoordinate außerhalb dieses Straßen- und Wegenetzes, kann ein geeigneter Aufsetzpunkt innerhalb des Straßennetzes gesucht werden. Als geeignete Aufsetzpunkte können dabei Kreuzungspunkte von Straßen oder Wegen sowie ausgewählte Punkte innerhalb eines Straßenzugs ausgewählt werden. Sollte sich kein geeigneter Aufsetzpunkt in der Nähe der aktuellen Position finden, wird der Benutzer auf diesen Umstand hingewiesen und keine Routenberechnung gestartet. Falls Start- und Zielpunkt nicht über das Straßennetz miteinander verbunden sind, beispielsweise beim Versuch, eine Route von einer Insel zum Festland zu berechnen, bricht die Routenberechnung ab und der Benutzer wird informiert.
  • Bei großer Entfernung zwischen Start- und Zielpunkt kann die Routenberechnung zur Vermeidung großer Rechenzeiten in mehrere, beispielsweise zwei Teilschritte unterteilt werden. Hierbei kann zunächst ein kurzes Teilstück der Route in Richtung des endgültigen Zielpunktes berechnet werden. Sobald dieses Teilstück berechnet ist, wird es angezeigt und kann vom Benutzer verwendet werden. Im Hintergrund läuft derweil die Berechnung der kompletten Route. Sobald die komplette Route fertig ist, wird diese zur Anzeige gebracht. Sobald die Route berechnet ist, kann sie in dem angezeigten Kartenausschnitt dargestellt werden. Bereits zurückgelegte Teile der Route werden aus der Darstellung entfernt oder verändert dargestellt, so dass der noch zurückzulegende Teil gut erkennbar angezeigt wird. Solange die Zielführung aktiv ist, kann die Route im Hintergrund kontinuierlich neu berechnet und aktualisiert werden. Entfernt man sich zu sehr von der berechneten Route, kann diese automatisch an den aktuellen Standort angepasst werden. Die Erfindung wird anhand der 1 bis 9 näher erläutert. Dabei zeigen:
  • 1 eine Kartendarstellung eines Touchscreens mit Bedienelementen,
  • 2 ein Auswahlfenster zur GPS-Konfiguration,
  • 3 ein Auswahlfenster eines Suchdialogs einer Ortssuche,
  • 4 ein Auswahlfenster zur Positionssuche mittels Koordinateneingabe,
  • 5 ein Auswahlfenster zur Auswahl anzuzeigender Points-of-Interests (POI),
  • 6 ein Informationsfenster zur Anzeige gespeicherter Daten eines POI,
  • 7 ein Informationsfenster zur Textdarstellung und/oder grafischen Darstellung erweiterter Daten eines POI,
  • 8 eine Kartendarstellung einer ausgewählten und berechneten Route und
  • 9 ein Informationsfenster zur Darstellung von Daten einer ausgewählten Route
  • Die in den 1 bis 9 in Form von nicht einschränkenden und nicht ausschließlichen Darstellungen eines Tochscreen-Displays dargestellte Funktion des vorgeschlagenen Produkt richtet sich an Wanderer, Biker und weitere Kunden mit weiteren Outdoor-Aktivitäten. Es unterstützt den Kunden bei der Positions- und Wegfindung im Gelände. Hierbei ersetzten beispielsweise die 1 und 8 beispielsweise eine klassische Wanderkarte. Darüber hinaus bietet das System, durch die detailreiche Digitalisierung der Karten, eine gute Orientierungshilfe in großen Städten als Fußgänger oder Radfahrer.
  • Die vorgeschlagenen Funktionen in Form von Navigationsmodulen können beispielsweise in Geräten wie Mobiltelefonen und Organizer (PDA) mit integriertem GPS-Empfänger und Touchscreen eingesetzt werden. Sollten diese über keinen GPS-Empfänger verfügen, kann diese erforderliche Funktionalität durch eine externe marktübliche Komponente, welche über USB oder Bluetooth verbunden wird, nachgerüstet werden. Soweit am Gerät vorhanden, werden auch Eingaben durch weitere Bedienelemente wie Softkeys oder eine QWERTZ-Tastatur unterstützt. Weiterhin können die Funktionen auf zahlreichen Hardwareplattformen der Hersteller mobiler Navigationsgeräte (PND, Portable Navigation Device) ausgeführt werden. Das Navigationsmodul kann beispielsweise in Form einer SD-Karte (Secure Digital Memory Card) gespeichert sein, die in einen entsprechenden Kartenschacht des Geräts eingelegt wird. Andere Formen der Übertragung des Naviagationsmodul können vorgesehen sein, beispielsweise durch Datendownload und dergleichen. Hierbei erden entsprechende Konfigurationsdaten auf ein Speichermedium des Geräts geschrieben.
  • Die Funktionen in Form der beispielweise in den 1 bis 9 dargestellten Funktionsbeispiele werden mittels der vorhandenen Bordmittel und Systemfunktionen des Betriebssystems des Geräts dargestellt. Hierzu gehören beispielsweise die Schnittstellenfunktionen zur Zielhardware, sowie die durch das System bereitgestellten Eingabedialoge (Fenster, Textboxen und Dateiauswahldialoge). Weiterhin kann – soweit vom Gerät unterstützt – eine Installation des Naviagtionsmoduls in Form von Software entfallen und direkt von der Speicherkarte gestartet werden, ohne Daten und/oder Einstellungen innerhalb des Geräts zu verändern. Alle Konfigurationsdaten werden von der Software ebenfalls auf die Speicherkarte geschrieben. Nach Beenden der Software und Entfernen der Speicherkarte befindet sich das Gerät somit im gleichen Zustand wie vor dem Einlegen der Speicherkarte.
  • Die beispielsweise in den 1 und 8 dargestellten Kartendaten stammen aus dem Open Source Projekt „openstreetmap.org” und werden durch das Navigationsmodul für die Verwendung aufbereitet und in Form eines Datenträgers oder als Download im Online-Shop zur Verfügung gestellt. Hierbei können verschiedene Länderzuschnitte sowie Kartendaten von Tourismusregionen hinzugeladen werden. Bei den Länderzuschnitten handelt es sich um ein originalgetreues Abbild der OpenStreetMap Daten. Weiterhin können beispielsweise in den 1 und 8 dargestellte Karten einer Region wie Tourismusregion in Zusammenarbeit mit vor Ort ansässigen Verbänden wie Tourismusverband oder anderen zuständigen Institutionen überarbeitet oder erstellt werden. Derart überarbeitet Karten enthalten zusätzliche Informationen über touristische Attraktionen, Wanderwege und/oder Fahrradstrecken (1).
  • Weiterhin können die beispielsweise in den 7 und 9 dargestellten Daten sogenannter POI (Points of Interest), wie sie beispielsweisemdurch OpenStreetMap bereitgestellt werden, dargestellt werden Bezüglich der von Tourismusregionen bereitgestellten Karten können möglich zusätzliche POI in den Daten aufgenommen werden, die seitens des Tourismusverbandes zugeliefert werden.
  • Durch Starten des Navigationsmoduls wird vorteilhafterweise die maximal mögliche Bildschirmfläche auf dem Gerät belegt. Auf der gesamten Anzeigefläche wird die Karte (1, 8) um den aktuellen Standort angezeigt. Hat das Gerät noch keine GPS Position, wird dieser Standort willkürlich festgelegt. Die Kennzeichnung des aktuellen Standortes erfolgt in der Karte der 1, 8 durch einen Positions-Cursor.
  • Alle zur Konfiguration und Steuerung des Programms erforderlichen Bedienelemente sind über der Karte eingeblendet. Bei Betätigung dieser Bedienelemente werden ggf. Dialogfenster aufgeschaltet, in denen weitere Unterfunktionen angeboten werden. Beispielsweise wird der Karte der 1, 8 das Auswahlfenster der 2 überlagert, in welchem Informationen über die aktuellen Daten des GPS-Empfängers angezeigt und gegebenenfalls korrigiert werden können. Wurde das Mitschreiben der aktuellen Tour aktiviert, wird zusätzlich die bereits zurückgelegte Wegstrecke in km ausgegeben. Schließlich kann in der Karte der 1, 8 aktuell gewählte Maßstab angezeigt.
  • Die Karte der 1, 8 kann durch das Streifen mit dem Finger oder Stylus über den Touchscreen verschoben werden. Dabei wird automatisch in die Nordausrichtung der Karte gewechselt und am Endpunkt der Verschiebeposition ein spezieller Ziel-Cursor gesetzt. Die Farbgebung der Kartenobjekte ist an die einer Deutschen Generalkarte angelehnt. Beschriftungen sind nicht an den Objekten ausgerichtet und werden je nach Auflösung der Kantendarstellung zur besseren Lesbarkeit mit einem weißen Hintergrund versehen. Der Benutzer hat die Möglichkeit, die Farbgebung der Karte seinen Wünschen entsprechend anzupassen.
  • Wenn die Zielhardware über eine Schnittstelle zur Umschaltung des Anzeigeformates (Hoch-/Querformat) verfügt, wird die Anzeige automatisch auf das aktuelle Format umgestellt. Dies erfolgt z. B. bei Smart Phones oder PDAs mit verdeckter QWERTZ-Tastatur durch das Aufschieben. Durch einen Druck in die Karte erscheint ein Informationsfenster zu der angewählten Position, beispielsweise in Form der 6 und 7. Im in der 6 gezeigten Informationsfenster erscheint beispielsweise die Luftlinienentfernung der angewählten Stelle von der aktuellen Position. Der gewählte Punkt lässt sich zur Heimatposition oder zu einer Zielposition erklären. Eine gesetzte Heimatposition bleibt über den Neustart der Software hinaus erhalten. Weiterhin kann das Berechnen von Routen unterstützt werden, indem direkt eine Routenberechnung zu dem angewählten Punkt angestoßen werden. Wurde das Icon eines Point of Interest (POI) angewählt, so werden neben der Entfernung auch Art und Name (falls vorhanden) angezeigt. Liegen zu dem POI weitergehende, multimediale Informationen vor, können diese ebenfalls angezeigt werden.
  • Der Benutzer kann entsprechend 2 die serielle Schnittstelle mit der gegebenen Übertragungsrate für den GPS Datenstrom festlegen. Sollte diese Schnittstelle nicht bekannt sein, steht die Funktion „AutoSuchen” zur Verfügung. Bei ihrer Aktivierung geht das Programm alle verfügbaren Schnittstellen mit verschiedenen Übertragungsraten durch und lauscht für eine definierte Zeit an der zu testenden Schnittstelle auf einen möglichen GPS-Datenstrom. Wurde der GPS-Datenstrom detektiert, rastet das Navigationsmodul auf dieser Schnittstelle ein und merkt sich die erfolgreiche Einstellung in einer entsprechenden Konfigurationsdatei. Diese automatische Suche findet ohne Zutun des Benutzers auch bei erstmaligem Start der Software auf einem neuen Gerät statt. Im Normalfall muss der Benutzer sich also nicht um die GPS-Einstellung kümmern.
  • Bei erstmaligem Start sucht das Navigationsmodul selbstständig nach Kartendaten, so dass auch ohne Benutzerinteraktion eine Karte angezeigt werden kann. Darüber hinaus kann der Benutzer auch explizit einen Datensatz auswählen. Das Navigationsmodul speichert automatisch oder explizit einen ausgewählten Datensatz, so dass nach einem Neustart dieser Datensatz weiter verwendet wird. Die Karte kann zwischen zwischen der Ausrichtung nach Norden und der Ausrichtung in Bewegungsrichtung konfiguriert werden. Bei eingeschaltetem Autozoom wird der Kartenmaßstab beispielsweise zwischen den Karten der 1 und 8 der Fortbewegungsgeschwindigkeit angepasst. Bei kleinen Geschwindigkeiten wird weiter in die Karte hinein gezoomt, der Maßstabswert ist entsprechend kleiner als bei höheren Geschwindigkeiten. Somit erhält der Benutzer bei höheren Geschwindigkeiten einen besseren Gesamtüberblick um die aktuelle Position und bei Entscheidungspunkten, wo die Geschwindigkeit üblicherweise vermindert wird, eine detailliertere Darstellung der Wegkreuzung. Es kann eingestellt werden, ob die Karte in allen Maßstäben sämtliche Straßen und Wege darstellt, oder ob das Wegenetz in höheren Kartenmaßstäben ausgedünnt werden soll.
  • Für jeden unterstützten POI-Typ kann separat eingestellt werden, ob er in der Karte angezeigt werden soll oder nicht. Zusätzlich kann eingestellt werden, ob auch der Name eines POI in der Karte angezeigt wird. Weiterhin kann festgelegt werden, ob eine Route für Fußgänger oder für Radfahrer optimiert wird. Diese Optimierung findet anhand unterschiedlicher Durchschnittsgeschwindigkeiten statt, die für die einzelnen Straßenklassen angesetzt werden, sowie durch die Sonderbehandlung von Fußgängerzonen und Einbahnstraßen.
  • Im Navigationsmodul kann vorgesehen sein, den GPS-Rohdatenstrom aufzuzeichnen und in einer Datei abzulegen. Diese Funktion richtet sich an Anwender, die selbst zum Ausbau und zur Verbesserung der OpenstreetMap Karte beitragen und GPS-Daten aufzeichnen wollen. Nach dem Start der Aufzeichnung werden hierzu die vom GPS-Empfänger gemeldeten Daten regelmäßig in eine Datei geschrieben. Die Aufzeichnung kann explizit vom Anwender beendet werden. Sie wird automatisch beim Beenden des Programms abgeschlossen. Es können nacheinander mehrere Aufzeichnungen durchgeführt werden. Für jede Aufzeichnung wird bevorzugt eine eigene Datei erzeugt.
  • Mit der Suchfunktion entsprechend 3 lassen sich Ortsnamen finden, sofern diese in den OpenStreetMap Daten vorliegen. Darüber hinaus können vorgegebene Koordinaten anhand Figur des Eingabefensters der 5 angewählt werden. Die Suche unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung und arbeitet mit Teilzeichenketten. Wird der Text „sprin” eingegeben, erhält man alle Namen in denen die Zeichenkette „sprin” vorkommt, bei einer Ortssuche zum Beispiel „Hamelspringe”, „Ispringen” usw. Sucht man dagegen nach „Sprin” mit führendem Großbuchstaben taucht auch der gewünschte Ort „Springe” auf. Die Treffer der Suche werden in einer Liste angezeigt, aus der man einen Eintrag auswählen kann. Nach der Auswahl springt die Karte an die entsprechende Position. Hierbei kann ausgewählt werden, ob die Suche sofort enden soll oder nicht; im letzteren Fall bleibt die Liste mit den Suchergebnissen weiter verfügbar. Damit kann sich der Anwender bei mehreren ähnlichen Treffern orientieren, welcher Treffer der tatsächlich gesuchte ist, ohne die Suche komplett wiederholen zu müssen. Die Suche kann alternativ oder zusätzlich wie folgt durchgeführt werden: enthält der Suchbegriff mindestens einen Großbuchstaben, wird wie oben beschrieben unter Berücksichtigung von Groß- und Kleinschreibung gesucht. Besteht der Suchbegriff dagegen ausschließlich aus Kleinbuchstaben, so wird bei der Suche nicht nach Groß- und Kleinschreibung unterschieden. In diesem Fall wird auch bei der Suche nach „sprin” der Ort „Springe” (neben „Hamelspringe” und „Ispringen”) gefunden. Die Ortssuche durchsucht immer den kompletten Datensatz. Darüber hinaus kann man auch nach Namen (z. B. von Straßen oder Geschäften) oder POI-Kategorien in einem gewissen Umkreis um eine Position herum suchen.
  • Bei der Koordinatensuche gemäß 4 können Längen- und Breitengrad der gewünschten Zielkoordinate eingegeben werden. Anschließend springt die Karte an diese Koordinate. Wurde eine Heimat- oder eine Zielposition gesetzt, kann die Karte auf diese Position zentriert werden. Um eine Fehlbedienung des Navigationsmoduls zu verhindern, besteht die Möglichkeit den Touchscreen zu sperren. In diesem Zustand sind nur das Zoomen sowie das Aufheben der Sperre möglich. Um nach einer Suchoperation oder dem Verschieben der Karte wieder zur aktuellen Position zu springen, wird ein eigenes Bedienelement in die Karte eingeblendet.
  • Das Navigationsmodul unterstützt die Anzeige mehrerer fester Kartenmaßstäbe. Über zwei Bedienelemente in der Karte kann der Maßstab erhöht und verringert werden. Optional kann der Kartenmaßstab auch in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit automatisch angepasst werden. Beim Zoomvorgang werden Zwischenstufen visualisiert, die durch den Anwender nicht direkt einstellbar sind. Die Zwischenwerte sollen lediglich einen flüssigeren Eindruck bis zur Erreichung der Zielzoomstufe vermitteln.
  • Zur Darstellung von Touren unterstützt das Programm die Formate GPX und CSV. Eine gewünschte Tour wird anhand der Koordinaten, aus denen sie sich zusammensetzt, als Linienzug in einem eigenen Layer über der Karte dargestellt. In einer separaten Datei können zusätzliche Informationen zu einer Tour abgelegt werden. Diese können von dem Navigationsmodul soweit gewünscht zur Anzeige gebracht werden. Vorgefertigte Touren können von Dienstleistern wie FootMap bereits als Teil des Datensatzes des Navigationsmoduls ausgeliefert werden (z. B. bei Spezialkarten für bestimmte Tourismusregionen). Der Anwender kann aber auch selbst beschaffte Touren auswählen. Hierzu hat der Anwender mit dem Navigationsmodul die Möglichkeit, eigene GPX-Dateien anzulegen, um diese zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Anzeige zu bringen oder sie mit anderen Interessierten auszutauschen.
  • Nach dem Start der Aufzeichnung werden die vom GPS-Empfänger gemeldeten Daten regelmäßig in eine Datei geschrieben. Im Unterschied zur GPS-Aufzeichnung wird hier nicht jede neue GPS-Position gespeichert. Neue Punkte werden nur bei hinreichend großer Abweichung vom vorherigen Punkt aufgenommen; die nötige Abweichung ist dabei abhängig von der aktuellen Bewegungsgeschwindigkeit. Die Aufzeichnung kann explizit vom Anwender beendet werden. Sie wird automatisch beim Beenden des Programms abgeschlossen. Es können nacheinander mehrere Aufzeichnungen durchgeführt werden. Für jede Aufzeichnung wird eine eigene Datei erzeugt. Das Aufzeichnen von Touren und GPS-Tracks ist zeitgleich möglich. 9 zeigt Zusatzinformationen zu einer selbst erstellten Tour.
  • Es können Routen von der aktuellen Position zu einer vom Anwender ausgewählter Zielposition berechnet werden. Die Route wird im Rahmen des vorhandenen Straßennetzes berechnet. Befinden sich Start- oder Zielkoordinate außerhalb des Straßennetzes, wird ein geeigneter Aufsetzpunkt innerhalb des Straßennetzes gesucht. Als geeignete Aufsetzpunkte kommen dabei Kreuzungspunkt von Straßen sowie ausgewählte Punkte innerhalb eines Straßenzugs in Betracht. Sollte sich kein geeigneter Aufsetzpunkt in der Nähe der aktuellen Position finden, wird der Anwender auf diesen Umstand hingewiesen und keine Routenberechnung gestartet. Falls Start- und Zielpunkt nicht über das Straßennetz miteinander verbunden sind (z. B. beim Versuch, eine Route von einer Insel zum Festland zu berechnen), bricht die Routenberechnung ab, der Anwender wird hierüber informiert. Bei großer Entfernung zwischen Start- und Zielpunkt kann die Routenberechnung relativ lange dauern. Deshalb wird in diesem Fall die Berechnung der Gesamtroute in zwei Teilschritten vorgenommen. Zunächst wird ein kurzes Teilstück der Route in Richtung des endgültigen Zielpunktes berechnet. Sobald dieses Teilstück berechnet ist, wird es angezeigt und kann vom Anwender verwendet werden. Im Hintergrund läuft derweil die Berechnung der kompletten Route. Sobald die komplette Route fertig ist, wird diese zur Anzeige gebracht.
  • Sobald die Route berechnet ist, wird sie in der Karte angezeigt. Bereits zurückgelegte Teile der Route werden aus der Darstellung entfernt, so dass nur der noch zurückzulegende Teil angezeigt wird. Solange die Zielführung aktiv ist, wird die Route im Hintergrund kontinuierlich neu berechnet. Entfernt man sich zu sehr von der berechneten Route, wird diese somit automatisch an den aktuellen Standort angepasst.

Claims (10)

  1. Gerät zur Outdoor-Navigation insbesondere für Füßgänger und Radfahrer mit einer Recheneinheit, einer Anzeigeeinheit, einer Bedieneinheit, zumindest einem aus zumindest einem Massenspeicherteil gebildeten Massenspeicher und einer Empfangs- und Verarbeitungseinheit für Navigationssignale sowie einem auf der Recheneinheit ausgeführten Betriebssystem zur Steuerung dieser, dadurch gekennzeichnet, dass ein Navigationsmodul mit zumindest einem Datensatz zur Erstellung von Vektordarstellungen vorgebbarer Kartenausschnitte auf einem von der Recheneinheit benutzen Massenspeicherteil unabhängigen Massenspeicherteil gespeichert und von dem Betriebssystem auf Anforderung eines Benutzers ohne vorherige Installation betrieben wird.
  2. Gerät insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät eine drahtlose Kommunikationseinheit zur Verbindung mit einem externen Datennetz aufweist.
  3. Gerät insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Navigationsmodul auf einem mit dem Betriebssystem verbindbaren, separaten Massenspeicherteil gespeichert ist.
  4. Gerät insbesondere nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Navigationsmodul mittels der Kommunikationseinheit auf das Gerät geladen und auf einem separaten Massenspeicherteil gespeichert wird.
  5. Gerät insbesondere nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Datensatz mittels der Kommunikationseinrichtung automatisiert oder auf Anforderung des Benutzers aktualisiert wird.
  6. Gerät insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinheit für Navigationssignale von dem Navigationsmodul konfiguriert wird.
  7. Navigationsmodul insbesondere zur Verwendung in einem Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6.
  8. Verfahren zur Durchführung von Navigationsvorgängen mit dem Gerät und dem mit diesem in Verbindung stehenden Navigationsmodul insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7 mit zumindest einem der folgenden Verfahrensschritte: – durch Einlegen eines Datenträgers und Starten der darauf enthaltenen Software wird das Gerät in Verbindung mit dem Navigationsmodul ohne Installationsprozess zum Outdoor-Guide, – das Navigationsmodul leitet eine automatische Konfiguration der Verarbeitungseinheit für Navigationssignale wie GPS-Empfängers ein, – gegebenenfalls wird auf dem mobilen Gerät eine Online-Verbindung geschaltet und der Datensatz des Kartenmaterials und/oder des Programms des Navigationsmoduls geladen und aktualisiert, – aus Rohdaten des OpenStreetMap-Projekts wird ein Datensatz für die Darstellung einer Vektorkarte ermittelt.
  9. Verfahren insbesondere nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ortssuche in einem Datenspeicher auf einen vorgegebenen Umkreis um eine aktuelle oder anderweitig vorgebbare Position begrenzbar ist.
  10. Verfahren insbesondere nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Objektsuche in einem Datenspeicher auf einen vorgegebenen Umkreis um eine aktuelle oder anderweitig vorgebbare Position begrenzbar ist.
DE201110105066 2010-06-22 2011-06-21 Verfahren und Mittel zur Outdoor-Navigation sowie Gerät hierzu Withdrawn DE102011105066A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE201110105066 DE102011105066A1 (de) 2010-06-22 2011-06-21 Verfahren und Mittel zur Outdoor-Navigation sowie Gerät hierzu

Applications Claiming Priority (7)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102010024629.8 2010-06-22
DE102010024629 2010-06-22
DE102010024811 2010-06-23
DE102010024799 2010-06-23
DE102010024811.8 2010-06-23
DE102010024799.5 2010-06-23
DE201110105066 DE102011105066A1 (de) 2010-06-22 2011-06-21 Verfahren und Mittel zur Outdoor-Navigation sowie Gerät hierzu

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102011105066A1 true DE102011105066A1 (de) 2011-12-22

Family

ID=45091430

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE201110105066 Withdrawn DE102011105066A1 (de) 2010-06-22 2011-06-21 Verfahren und Mittel zur Outdoor-Navigation sowie Gerät hierzu

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102011105066A1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102014017217A1 (de) 2014-11-20 2015-06-18 Daimler Ag Verfahren zur Einstellung eines Modus einer Navigationseinrichtung und eine Navigationseinrichtung
DE102014200658A1 (de) * 2014-01-16 2015-06-18 Robert Bosch Gmbh Verfahren zur Navigation und Navigationssystem
DE102014214327A1 (de) * 2014-07-23 2016-01-28 Continental Teves Ag & Co. Ohg Steuervorrichtung, Fahrzeug, Datenbereitstellungsvorrichtung und Verfahren
US9600326B2 (en) 2012-10-19 2017-03-21 Denso Corporation Information processing terminal

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US9600326B2 (en) 2012-10-19 2017-03-21 Denso Corporation Information processing terminal
DE112013005076B4 (de) 2012-10-19 2021-08-26 Denso Corporation Informationsverarbeitungsterminal
DE102014200658A1 (de) * 2014-01-16 2015-06-18 Robert Bosch Gmbh Verfahren zur Navigation und Navigationssystem
DE102014214327A1 (de) * 2014-07-23 2016-01-28 Continental Teves Ag & Co. Ohg Steuervorrichtung, Fahrzeug, Datenbereitstellungsvorrichtung und Verfahren
DE102014017217A1 (de) 2014-11-20 2015-06-18 Daimler Ag Verfahren zur Einstellung eines Modus einer Navigationseinrichtung und eine Navigationseinrichtung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69726662T2 (de) Landfahrzeugsnavigationsgerät mit lokaler Routenführungsselektivität und Speichermedium dafür
DE112010001396T9 (de) Navigationssystem
DE69731860T2 (de) Navigationsgerät für Landfahrzeuge mit beschränkter Anzeige für die Zielführung zur Verbesserung der Lesbarkeit
DE112012005665B4 (de) Kartenanzeigevorrichtung und Kartenanzeigeverfahren
DE102012221305A1 (de) Navigationssystem und Navigationsverfahren
DE10230479A1 (de) Fahrerinformationsvorrichtung
DE102008052460A1 (de) Fahrzeugnavigationssystem mit Echtzeit-Verkehrsabbildungsanzeige
DE202014103884U1 (de) Navigationsvorrichtung mit verbesserten Widgets und Anwendungen
DE202007018605U1 (de) Verbesserte Navigationsvorrichtung
DE102010023944A1 (de) Darstellung von Navigationsanweisungen unter Verwendung von variablen Detailebenen
DE112009000732T5 (de) Fahrzeug-Navigationsvorrichtung, tragbares Informationsterminal und Fahrzeug-Navigationssystem
DE102004015880A1 (de) Reisezeit-Berechnungsverfahren und Verkehrsinformationen-Anzeigenverfahren für eine Navigationsvorrichtung
DE102007055208A1 (de) Fahrzeugnavigationsvorrichtung
DE102010023946A1 (de) Darstellung von Navigationsanweisungen unter Verwendung von variablem Inhalt, variablem Kontext und/oder variabler Formatierung
DE112005001300T5 (de) Verfahren zur Bereitstellung von Kartendaten
DE202015009170U1 (de) Intuitive Vorschau anstehender Navigationsanweisungen
DE102008024498A1 (de) Vorrichtung und Programm zur Navigation
DE102013006026A1 (de) Orientierungszoom in Navigationskarten bei Darstellung auf kleinen Bildschirmen
DE112007002999T5 (de) Kartenanzeigevorrichtung
EP1789755B1 (de) Informationspunkt
DE102011105066A1 (de) Verfahren und Mittel zur Outdoor-Navigation sowie Gerät hierzu
EP2156142B1 (de) Verfahren und anordnung zur ausgabe von zielführungshinweisen
DE112012005660B4 (de) Kartenanzeigevorrichtung und Kartenanzeigeverfahren
DE69726512T2 (de) Fahrzeugsnavigationssystem mit Beschleunigung von Stadtnamenselektion und Programmspeichermedium
DE102013003266A1 (de) Informationswiedergabesystem für ein Fahrzeug und Verfahren zum Bereitstellen von Informationen für einen Benutzer eines Fahrzeugs

Legal Events

Date Code Title Description
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee