DE102011079868A1 - Ausklinkvorrichtung mit beiden, Schiebe- und Zugbetriebsfunktionsfähigkeit zur Verwendung mit einem optischen Transceivermodul und Verfahren - Google Patents
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Abstract
Description
- Technisches Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft optische Transceivermodule. Genauer betrifft die Erfindung eine Ausklinkvorrichtung, die beide, Schiebe- und Zug-Einklink- und Ausklinkfunktionsfähigkeit hat, zur Verwendung mit einem optischen Transceivermodul.
- Hintergrund der Erfindung
- Bekannte digitale Kommunikationsswitches, Server und Router verwenden gegenwärtig mehrere Reihen von Duplex LC-Verbinderoptiktransceivern, um Informationsbandbreiten- und physikalischen Dichteanforderungen zu genügen. Um ein wirtschaftlich vertretbares Produkt zu sein, müssen die optischen Transceiver Grundabmessungen und mechanische Funktionalität aufweisen, die im Einklang ist mit einem Industriestandard-Mehrfachquellenübereinkommen (Multi Source Agreement, MSA) wie beispielsweise dargelegt in dem Kleinformfaktor(Small Form Factor, SFF)-Komitee-INF-8074i ”SPF-Transceiver”-Dokument. Viele mechanische Designs von Optiktransceivern, die der mechanischen Grundfunktionalität, die in dem MSA dargelegt ist, genügen und darüber hinaus Wert hinzufügen, sind möglich.
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1 veranschaulicht eine Standardkonfiguration für ein System100 enthaltend ein optisches Transceivermodul110 mit einem konventionellen Ausklinkmechanismus und einem Käfig120 . Das optische Transceivermodul110 enthält einen Transceiver, welcher optische Datensignale, die über eine optische Faser (nicht dargestellt) empfangen werden, in elektrische Signale für einen elektrischen Switch (nicht dargestellt) konvertiert, und elektrische Datensignale von dem Switch in optische Datensignale zur Übertragung konvertiert. Der Käfig120 würde typischerweise Teil des Switches sein und kann in eng beabstandeten Reihen über und unter einer Platine montiert sein. - Beim Einstecken des Moduls
110 in einen Switch schiebt eine Bedienperson das Modul110 in den Käfig120 , bis ein Pfosten114 auf dem Modul110 mit einer Klinkenzunge122 auf den Käfig120 in Eingriff gelangt und diese anhebt. Das Modul110 fährt dann fort, in den Käfig120 zu gleiten, bis der Pfosten114 auf gleicher Höhe ist mit einem Loch124 in der Klinkenzunge122 , an welchem Punkt die Klinkenzunge122 nach unten federt, um das Modul110 an Ort und Stelle einzuklinken, wobei der Pfosten114 sich in dem Loch124 befindet. Der Pfosten114 ist geformt, so dass eine Auswärtskraft auf das Modul110 das Modul110 nicht leicht von dem Käfig120 entfernt. Das Modul110 hat einen Ausklinkmechanismus130 , welcher sich in einem Kanal befindet, der sich von dem Pfosten114 weg erstreckt. In einer eingeklinkten Position ist der Ausklinkmechanismus130 außerhalb des Käfigs120 und der Pfosten114 ist in dem Loch124 . Um das Modul110 zu entfernen, wird der Ausklinkmechanismus130 zu dem Käfig120 hin geschoben, bis Keile132 auf dem Ausklinkmechanismus130 unter die Klinkenzunge122 gleiten und diese auf ein Niveau über dem Pfosten114 anheben. Das Modul110 kann dann aus dem Käfig120 herausgezogen und entfernt werden. - Der Betrieb eines Ausklinkmechanismus
130 kann ungünstig sein, da ein Entfernen des Moduls110 ein Eindrücken auf den Ausklinkmechanismus130 erfordert, während das Modul110 herausgezogen wird. Zusätzlich werden, wenn das Modul110 in einem Array von Modulen in einem optischen Switch ist, Module über dem Modul110 häufig den leichten Zugriff auf den Ausklinkmechanismus130 blockieren, was das Entfernen des Moduls110 schwieriger macht. Umgebende Module machen auch jedes Modul schwieriger greifbar. - Andere Modulausklinkmechanismen wurden entwickelt in Versuchen, die Entfernungsprozedur zu vereinfachen. Ein solches Modul hat einen flexiblen Streifen, der an dem Modul befestigt ist und sich in der eingeklinkten Position unter der Klinkenzunge befindet. Um das Modul auszuklinken, zieht eine Bedienperson den flexiblen Streifen nach oben und außen und der flexible Streifen hebt die Klinkenzunge über den Pfosten auf dem Modul. Ein Freigeben der Klinkenzunge und Entfernen des Moduls auf diese Weise erfordert eine erhebliche Aufwärtskraft. Für viele Bedienpersonen ist das Bedienen dieses Ausklinkmechanismus nicht intuitiv, da ein direktes Herausziehen der flexiblen Lasche das Modul nicht freigibt. Zusätzlich können in einer Hochdichtekonfiguration umgebende Module die flexible Lasche schwer greifbar machen.
- Ein anderer „Ziehe-zum-Trennen”-Mechanismus liefert das Modul mit einem Pfosten auf einem Hebelarm und einem flexiblen Griff, der auf einem Stab montiert ist. Wenn an dem flexiblen Griff gezogen wird, zwingt der Stab den Hebelarm zu rotieren und den Pfosten abzusenken von dem Käfig weg, das Modul von der Klinke auf den Käfig freigebend. Die Zugkraft auf den flexiblen Stab lässt dann das Modul aus dem Käfig herausgleiten. Rückstellfedern, die den Hebelarm und den Pfosten in Position halten, sind Merkmale, die in das Plastikgehäuse geformt sind. Dieses System erfordert, dass eine Bedienperson eine erhebliche Kraft zum Entfernen des Moduls aufwendet.
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2A und2B veranschaulichen von unten eine weggeschnittene perspektivische Ansicht eines bekannten optischen Transceivermoduls210 mit einem Ausklinkmechanismus230 , der keine exzessive Kraft zum Entnehmen von einem Käfig erfordert und der in Hochdichtemodulanordnungen leicht zugänglich ist. Das Modul210 und der Ausklinkmechanismus230 sind in demUS-Patent Nr. 6,746,158 durch den Rechtsnachfolger der vorliegenden Anmeldung offenbart und dieses ist hierin in seiner Gesamtheit durch Bezugnahme eingeschlossen. - In
2A ist der Ausklinkmechanismus230 in einer eingeklinkten Konfiguration. In2B ist der Ausklinkmechanismus230 in einer ausgeklinkten Konfiguration. Die Hälfte des Käfigs220 ist in2A und2B weggeschnitten, um das Modul210 und den Ausklinkmechanismus230 besser zu zeigen, und ein Teil des Moduls210 ist ebenfalls weggeschnitten, um den Ausklinkmechanismus230 besser zu zeigen. Der Käfig120 enthält eine Klinkenzunge122 (wobei die Hälfte davon in2A dargestellt ist), welche ein Loch124 aufweist, das einen Pfosten214 aufnehmen kann. Obwohl2A den Käfig120 als isoliert darstellt, würde der Käfig120 typischerweise einer von mehreren im Wesentlichen identischen Käfigen sein, die in einem dichten Array von Käfigen angeordnet sind. Der Ausklinkmechanismus230 umfasst eine integrierte Struktur240 und einen Bügel250 . Die integrierte Struktur240 umfasst Merkmale wie beispielsweise Rippen242 und244 , Federarme246 und Keile248 . Der Bügel250 ist reibungseingepasst durch ein Loch in der integrierten Struktur240 und kann nach unten umgelegt werden, wie in2A dargestellt, um den Bügel aus dem Weg zu halten oder nach oben umgelegt werden, wie in2B dargestellt, um sich nach außen zu erstrecken und ein Ziehen an dem Ausklinkmechanismus230 während des Entfernens des Moduls210 zu erleichtern. Die Rippen242 und244 liefern auch Greifpunkte zum Ziehen des Ausklinkmechanismus230 , wenn der Bügel250 unten ist oder in sonstiger Weise unbequem zum Greifen ist. Ein LC-Faserverbinder (nicht dargestellt) kann an dem Modul210 durch das Zentrum des Bügels250 anhängen. - Die Federarme
246 haben Enden in Kerben216 in dem Modul210 . (Die weggeschnittene Ansicht von2A zeigt nur eine der Kerben216 , die andere Kerbe wurde weggelassen, um die integrierte Struktur240 besser zu veranschaulichen.) Die Federarme246 biegen sich in Reaktion auf eine Zugkraft auf den Ausklinkmechanismus230 und erlauben einen begrenzten Bereich an Bewegung für den Ausklinkmechanismus230 relativ zu dem Modul210 . In der eingeklinkten Konfiguration, die in2A dargestellt ist, können die Federarme246 unkomprimiert sein oder etwas Federlast haben, und die Keile248 befinden sich in Taschen212 in dem Modul210 . Über den Keilen248 ist eine Klinkenzunge122 , von der die Hälfte in2A dargestellt ist. Durch die Klinkenzunge122 befindet sich ein Loch124 , in welchem sich der Pfosten214 befindet, wenn das Modul210 in dem Käfig120 eingeklinkt ist. - Zum Entfernen des Moduls
210 von dem Käfig120 zieht eine Bedienperson an dem Ausklinkmechanismus230 mittels des Bügels250 oder der Rippen242 und/oder244 nach außen. Anfängliches Ziehen biegt/beugt die Federarme246 und lässt die Keile248 aus ihren entsprechenden Taschen212 herausgleiten. Da die Keile248 sich aus den Taschen212 herausheben, drücken die Keile248 nach oben auf die Klinkenzunge122 . In2B haben die Federarme246 eine Grenze ihrer Kompression erreicht und die Keile248 haben die Klinkenzunge122 über den Pfosten214 gehoben. Die Federarme246 sind gewinkelt, so dass ein Ziehen an der integrierten Struktur240 die Federarme246 um ihre entsprechenden Basen biegt und die Enden der Federarme ferner in die Kerben216 in dem Modul210 ausfährt. Entsprechend bringt festeres Ziehen die Federarme246 mit den Kerben216 in Eingriff. In der dargestellten Konfiguration von2B kontaktieren die Federarme246 feste Teile247 des Ausklinkmechanismus230 und können sich nicht weiter biegen. Die Zugkraft wirkt folglich auf das Modul210 , um das Modul210 aus dem Käfig120 herausgleiten zu lassen. - Obwohl der Ausklinkmechanismus
230 gut bezüglich des Ausklinkens und Entfernens des Moduls210 von dem Käfig120 funktioniert, funktioniert der Ausklinkmechanismus230 nicht gut zum Einfügen des Moduls210 in den Käfig120 zum Platzieren des Moduls in die eingeklinkte Konfiguration. Zum Einfügen des Moduls210 in den Käfig120 verwendet ein Benutzer typischerweise einen Finger, um entweder auf den Rippen242 /244 oder auf den ausgedehnten Bügel250 zu drücken, bis das Modul210 innerhalb des Käfigs120 in der Konfiguration, die in2A dargestellt ist, eingeklinkt ist. Das Modul110 , das in1 dargestellt ist, wird in den Käfig120 in einer ähnlichen Weise eingeführt, außer dass es keinen Bügel hat, der für diesen Zweck verwendet werden kann. Stattdessen drückt ein Benutzer auf die Frontfläche des Moduls110 , um das Modul110 in den Käfig120 zu drücken. Wie oben mit Bezugnahme auf2A und2B angegeben, gibt es typischerweise viele solcher Käfige120 und Module210 , die in einem dicht gepackten Array angeordnet sind. In solchen Anordnungen kann es für einen Benutzer schwierig sein, mit einem Finger auf diese Einrichtungen des Moduls zu drücken, aufgrund der Nähe der Module innerhalb des Arrays, welche verhindern kann, dass der Benutzer direkten manuellen Zugriff auf die Module hat, der benötigt wird, um sie in die Käfige zu drücken. Obwohl der ausgefahrene Bügel250 des Moduls210 , das in den2A und2B dargestellt ist, verwendet werden kann, um die Module210 in den Käfig120 zu drücken, hat der Bügel250 nicht die Steifheit, die für diesen Zweck benötigt wird, aufgrund der Tatsache, dass er einen Rotationsfreiheitsgrad der Bewegung hat. Auch ist der Bügel250 zu kurz, um sehr effektiv für diesen Zweck verwendet zu werden. - Entsprechend gibt es ein Bedürfnis für eine Ausklinkvorrichtung, die eine Konfiguration hat, die einen Benutzer in die Lage versetzt, ein optisches Transceivermodul leicht in einen Käfig zu drücken und dadurch zu bewirken, dass das Modul in der eingeklinkten Konfiguration platziert wird. Ein Bedürfnis existiert auch für solch eine Ausklinkvorrichtung, die einen Benutzer auch in die Lage versetzt, das Modul leicht in die ausgeklinkte Konfiguration zu versetzen und das Modul von dem Käfig zu entfernen.
- Zusammenfassung der Erfindung
- Die Erfindung ist gerichtet auf eine Ausklinkvorrichtung und ein Verfahren, das einen Benutzer in die Lage versetzt, ein optisches Transceivermodul leicht in einen Käfig zu drücken, ohne dass der Nutzer direkten manuellen Zugriff auf die Frontfläche des Moduls haben muss, um das Modul in den Käfig zu drücken. Die Ausklinkvorrichtung umfasst einen Langgriff mit einem nahen Ende und einem fernen Ende, einem Kopplungsmechanismus, welcher auf einer oberen Oberfläche des fernen Endes des Griffes angeordnet ist, und einen Ausklinkmechanismus, welcher auf einer unteren Oberfläche des fernen Endes des Langgriffs angeordnet ist. Der Langgriff hat eine im Wesentlichen starre Struktur und ist von ausreichender Steifheit, um den Langgriff vor einem Knicken oder Biegen zu bewahren, wenn ein Benutzer das nahe Ende des Griffes verwendet zum Drücken eines optischen Transceivermoduls, welches an das ferne Ende des Griffes gekoppelt ist, in einen Käfig, um das Modul innerhalb des Käfigs einzuklinken. Der Kopplungsmechanismus des Moduls ist konfiguriert, um ein optisches Transceivermodul an das ferne Ende des Langgriffs mechanisch zu koppeln. Der Ausklinkmechanismus ist konfiguriert, um mit einem Einklinkmerkmal eines Käfigs in eine eingeklinkte Position einzuklinken und um von dem Einklinkmerkmal des Käfigs in eine ausgeklinkte Position auszuklinken.
- Das Verfahren umfasst ein Bereitstellen einer Ausklinkvorrichtung enthaltend einen Langgriff, Positionieren des fernen Endes des Langgriffs, welches das optische Transceivermodul damit gekoppelt hat, in eine Öffnung eines Käfigs, und Ausüben einer Kraft auf das nahe Ende des Langgriffs in einer Richtung im Wesentlichen zu der Käfigöffnung hin, um zu bewirken, dass das ferne Ende des Griffs, welches das Modul damit gekoppelt hat, in die Käfigöffnung eingeschoben wird. Der Langgriff hat eine im Wesentlichen starre Struktur und ist von ausreichender Steifheit, um den Griff an einem Knicken oder Biegen zu hindern, wenn die Kraft an das nahe Ende des Griffes angelegt wird, um das Modul, welches an das ferne Ende des Griffes gekoppelt ist, in den Käfig zu drücken. Wenn das Modul eine bestimmte Distanz in die Käfigöffnung gedrückt wurde, klinkt der Ausklinkmechanismus mit einem Einklinkmerkmal auf dem Käfig in eine eingeklinkte Position ein.
- Diese und andere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden offenkundig von der folgenden Beschreibung, den Zeichnungen und Patentansprüchen.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines bekannten optischen Transceivermoduls mit einem konventionellen Ausklinkmechanismus. -
2A und2B veranschaulichen weggeschnittene, perspektivische Ansichten von Teilen eines bekannten optischen Transceivermoduls mit einem bekannten Ausklinkmechanismus in einer eingeklinkten bzw. ausgeklinkten Position. -
3A zeigt von oben eine perspektivische Ansicht der Ausklinkvorrichtung gemäß einer anschaulichen Ausführungsform. -
3B zeigt von unten eine perspektivische Ansicht der Ausklinkvorrichtung, die in3A dargestellt ist. -
3C zeigt eine Seitenansicht der Ausklinkvorrichtung, die in den3A und3B dargestellt ist. -
4A zeigt von oben eine perspektivische Ansicht der Ausklinkvorrichtung, die in3A bis3C dargestellt ist, mit einem optischen Transceivermodul, das an das ferne Ende davon gekoppelt ist. -
4B zeigt eine Draufsicht von einem nahen Ende der Ausklinkvorrichtung, die in4A gezeigt ist und die das optische Transceivermodul an das ferne Ende davon gekoppelt hat. - Detaillierte Beschreibung einer anschaulichen Ausführungsform
- Gemäß der Erfindung wird ein optisches Transceivermodul bereitgestellt mit einer Ausklinkvorrichtung, die konfiguriert ist zum Schieben und Ziehen eines optischen Transceivermoduls in einen Käfig hinein und daraus heraus. Die Ausklinkvorrichtung umfasst einen Langgriff mit mindestens einem Festigkeitselement, welches integral darin geformt ist oder daran befestigt ist, welches den Griff mit einem ausreichenden Trägheitsmoment ausstattet, um den Griff vor einem Knicken oder Biegen zu bewahren, wenn der Langgriff verwendet wird, um ein optisches Transceivermodul in einen Käfig zu drücken. Der Langgriff erlaubt, dass ein Modul leicht in einen Käfig durch einen Benutzer eingefügt wird, ohne dass der Benutzer direkten Zugriff auf die Frontfläche des Moduls haben muss. Die Ausklinkvorrichtung wird nun mit Bezug auf einige wenige anschauliche Ausführungsformen beschrieben, um die Prinzipien und Konzepte der Erfindung zu demonstrieren.
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3A bis3C zeigen perspektivische Deck-, perspektivische Boden- bzw. Seitenansichten der Ausklinkvorrichtung300 gemäß einer anschaulichen Ausführungsform. Die Ausklinkvorrichtung300 umfasst einen Langgriff310 , einen Modulkopplungsmechanismus320 und einen Ausklinkmechanismus330 . Der Langgriff310 hat ein nahes Ende310a und ein fernes Ende310b . Das ferne Ende310b hat den Modulkopplungsmechanismus320 und den Ausklinkmechanismus330 daran angeordnet. Gemäß dieser anschaulichen Ausführungsform umfasst der Modulkopplungsmechanismus320 zwei I-Träger320a und320b , die voneinander beabstandet sind und sich parallel zueinander auf der oberen Oberfläche des fernen Endes310b erstrecken. Wie nun mit Bezug auf4A und4B beschrieben werden wird, sind die I-Träger konfiguriert, um gleitend mit entsprechenden Schlitzen in Eingriff zu gelangen, die in einem optischen Transceivermodulgehäuse gebildet sind. Die I-Träger320a und320b arbeiten als Festigkeitselemente, welche dem fernen Ende310b des Langgriffs310 Steifheit hinzufügen an der Stelle, wo ein optisches Transceivermodul mit dem fernen Ende310b koppelt, wie unten mit Bezug auf die4A und4B beschrieben werden wird. - Der Ausklinkmechanismus
330 ist auf der unteren Oberfläche des fernen Endes310b des Langgriffs310 angeordnet, entgegengesetzt der oberen Oberfläche des fernen Endes310b , auf welchem die I-Träger320a und320b angeordnet sind. Der Ausklinkmechanismus330 ist identisch zu dem Ausklinkmechanismus230 , der oben mit Bezug auf die2A und2B beschrieben wurde und ähnliche Bezugszahlen in2A bis3C repräsentieren ähnliche Elemente oder Merkmale. Der Ausklinkmechanismus330 arbeitet in derselben Weise, in welcher der Ausklinkmechanismus230 arbeitet, wie oben mit Bezug auf2A und2B beschrieben. Folglich wird im Interesse der Kürze hierin eine detaillierte Diskussion der Betriebsweisen des Ausklinkmechanismus330 nicht geliefert. - Der Langgriff
310 liefert einem Benutzer einen einfachen manuellen Zugriff, um zu erlauben, dass die Ausklinkvorrichtung300 verwendet wird zum Drücken oder Ziehen eines optischen Transceivermoduls in einen Käfig hinein oder daraus heraus. Der Langgriff310 vermeidet das Bedürfnis für einen Benutzer, direkten Zugriff auf die Frontfläche oder den Bügel eines optischen Transceivermoduls zu haben, um das Modul in den Käfig einzufügen oder hieraus zu entnehmen. Der Langgriff310 hat eine Länge, L, die wesentlich länger ist als die Länge des ausgefahrenen Bügels250 , der in2B dargestellt ist. Typischerweise ist die Länge L des Langgriffs310 in einem Bereich von ungefähr 15 Millimeter (mm) bis ungefähr 300 mm. Abweichend von dem Bügel, der in2B dargestellt ist, rotiert der Langgriff310 nicht, sondern hat die im Wesentlichen steife gestreckte Konfiguration, wie in3A bis3C dargestellt ist. - Gemäß dieser anschaulichen Ausführungsform erstreckt sich ein T-Träger
340 allgemein von dem nahen Ende310a des Langgriffs310 zu dem fernen Ende310b des Langgriffs310 . Der T-Träger340 arbeitet als ein Festigkeitselement, welches das Trägheitsmoment der Ausklinkvorrichtung300 während des Vorgangs des Drückens eines optischen Transceivermoduls in einen Käfig erhöht. Mit anderen Worten fügt der T-Träger340 dem Griff310 Steifheit hinzu, um den Griff310 vor einem Knicken oder Biegen zu bewahren, wenn eine Schiebekraft auf das ferne Ende310a des Griffes310 ausgeübt wird, um ein optisches Transceivermodul in einen Käfig zu drücken. - Die Ausklinkvorrichtung
300 kann eine Einkörperkonstruktion haben, das heißt aus einem einzigen Stückteil gefertigt sein. Das Herstellen der Ausklinkvorrichtung300 als ein einziges Stückteil wird typischerweise die Herstellkosten reduzieren. Es kann jedoch gewünscht sein, die Ausklinkvorrichtung300 für bestimmte Anwendungen aus mehreren Stückteilen herzustellen, wie beispielsweise, zum Beispiel in Anwendungen, die eine längere Länge für den Langgriff310 erfordern. Die Ausklinkvorrichtung300 ist nicht limitiert bezüglich des Typs von Material, aus welchem sie gefertigt ist. Die Ausklinkvorrichtung300 kann zum Beispiel aus Polycarbonat, Blech und einem breiten Bereich von verschiedenen Plastikmaterialien hergestellt sein. -
4A und4B zeigen perspektivische Deck- bzw. Aufsichten der Ausklinkvorrichtung300 , welche ein optisches Transceivermodul370 mit dem Modulkopplungsmechanismus320 der Ausklinkvorrichtung300 gekoppelt hat. Das Gehäuse370a des optischen Transceivermoduls370 hat Schlitze375a und375b darin gebildet, die geformt und von einer Größe sind, um mit den I-Trägern320a bzw.320b des Modulkopplungsmechanismus320 zusammenzupassen. Sobald sie ineinandergreifen, sind die I-Träger320a und320b in Gleiteingriff mit den Schlitzen375a bzw.375b . Die I-Träger320a und320b liefern dem fernen Ende310b des Griffes310 zusätzliche Steifheit an der Stelle, an welcher das Modul370 mit dem Griff310 koppelt. Zusammen liefern die I-Träger320a und320b und der T-Träger340 der Ausklinkvorrichtung300 ausreichende Steifheit und Stabilität, um ihr zu ermöglichen, verwendet zu werden, um das optische Transceivermodul370 in den Käfig zu drücken, zum Platzieren des Moduls370 in der eingeklinkten Konfiguration, die oben mit Bezug auf2A beschrieben wurde. - Es sollte jedoch angemerkt werden, dass Modifikationen an der Ausklinkvorrichtung
300 durchgeführt werden können, ohne von dem Umfang der Erfindung abzuweichen. Jede längliche Konfiguration der Ausklinkvorrichtung300 , die diese mit ausreichender Steifheit ausstattet, um ein Knicken oder Biegen zu verhindern, während sie es einem Benutzer auch erleichtert, ein optisches Transceivermodul in einen Käfig und aus diesem heraus zu drücken und zu ziehen, ist eine geeignete Konfiguration. Zum Beispiel kann die Ausklinkvorrichtung300 geeignet arbeiten, selbst wenn der T-Träger340 von dem Griff310 eliminiert ist, da die I-Träger320a und320b die Ausklinkvorrichtung300 mit ausreichender Steifheit ausstatten können. Alternativ kann die Ausklinkvorrichtung300 ohne die I-Träger320a und320b geeignet arbeiten, da der T-Träger340 die Ausklinkvorrichtung300 mit ausreichender Steifheit ausstatten kann. Als eine nochmals andere Alternative könnte ein einziger I-Träger, der sich von dem nahen Ende310a zu dem fernen Ende310b des Griffes310 erstreckt, verwendet werden, um ein optisches Transceivermodul an das ferne Ende310b des Griffes310 zu koppeln, und um die Ausklinkvorrichtung300 mit der Steifheit auszustatten, die benötigt wird, um zu verhindern, dass sich der Griff310 während einer Drückaktion knickt oder biegt. Fachleute werden die Art und Weise verstehen, in welcher diese und andere Modifikationen an der Ausklinkvorrichtung300 durchgeführt werden können, und dass all solche Modifikationen innerhalb des Umfangs der Erfindung sind. - Es sollte angemerkt werden, dass der Begriff „optisches Transceivermodul” hierin verwendet wird, um irgendeines der folgenden zu beschreiben: (1) Ein Modul, das beides, Sende- und Empfangsfähigkeiten, hat, zum Senden und Empfangen von optischen Signalen über einen optischen Wellenleiter; (2) ein Modul, das Sende-, aber keine Empfangsfähigkeiten hat zum Senden von optischen Signalen über einen optischen Wellenleiter; und (3) ein Modul, das Empfangs-, aber keine Sendefähigkeiten zum Empfangen von optischen Signalen über einen optischen Wellenleiter hat.
- Es sollte angemerkt werden, dass die Erfindung beschrieben wurde mit Bezug auf wenige anschauliche Ausführungsformen zum Zwecke des Demonstrierens der Prinzipien und Konzepte der Erfindung. Zum Beispiel können andere Ausklinkmechanismen als der Ausklinkmechanismus
330 verwendet werden zum Einklinken und Ausklinken eines optischen Transceivermoduls in und von einem Käfig. Eine Vielzahl von Ausklinkmechanismen sind bekannt und sind für diesen Zweck geeignet. Zusätzlich können auch Ausklinkmechanismen, die in Zukunft entwickelt werden, für diesen Zweck verwendet werden. Die Ausklinkvorrichtung300 ist nicht beschränkt auf das Einbauen irgendeines bestimmten Ausklinkmechanismus für diesen Zweck. Wie oben angegeben, können viele Modifikationen an den hierin beschriebenen Ausführungsformen durchgeführt werden, ohne von dem Umfang der Erfindung abzuweichen. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
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- US 6746158 [0008]
Claims (10)
- Eine Ausklinkvorrichtung zur Verwendung in einem optischen Transceivermodul, die Ausklinkvorrichtung enthaltend: einen Langgriff mit einem nahen Ende und einem fernen Ende, wobei der Langgriff eine im Wesentlichen starre Struktur aufweist und von ausreichender Steifheit ist, um den Griff an einem Knicken oder Biegen zu hindern, wenn ein Benutzer das nahe Ende des Griffes verwendet, um ein optisches Transceivermodul, welches an das ferne Ende des Griffes gekoppelt ist, in einen Käfig zu drücken, um das Modul innerhalb des Käfigs einzuklinken; einen Modulkopplungsmechanismus, welcher auf einer oberen Oberfläche des fernen Endes des Griffes angeordnet ist, wobei der Modulkopplungsmechanismus konfiguriert ist zum mechanisch Koppeln eines optischen Transceivermoduls an das ferne Ende des Langgriffs; und einen Ausklinkmechanismus, welcher auf der unteren Oberfläche des fernen Endes des Langgriffs angeordnet ist, wobei der Ausklinkmechanismus konfiguriert ist zum Einklinken mit einem Einklinkmerkmal eines Käfigs in eine eingeklinkte Position und zum Ausklinken von dem Einklinkmerkmal des Käfigs in eine ausgeklinkte Position.
- Verfahren zum Einklinken eines optischen Transceivermoduls in einen Käfig, das Verfahren enthaltend: Bereitstellen einer Ausklinkvorrichtung enthaltend einen Langgriff, einen Modulkopplungsmechanismus und einen Ausklinkmechanismus, wobei der Langgriff eine im Wesentlichen starre Struktur aufweist und von ausreichender Steifheit ist, um den Griff an einem Knicken oder Biegen zu hindern, wenn ein Benutzer das nahe Ende des Griffs verwendet, um ein optisches Transceivermodul, welches an das ferne Ende des Griffes gekoppelt ist, in einen Käfig zu drücken, um das Modul innerhalb des Käfigs einzuklinken, wobei der Modulkopplungsmechanismus auf einer oberen Oberfläche des fernen Endes des Griffes angeordnet ist und ein optisches Transceivermodul damit gekoppelt hat, wobei der Ausklinkmechanismus auf einer unteren Oberfläche des fernen Endes des Langgriffs angeordnet ist; Positionieren des fernen Endes des Langgriffs, welches das optische Transceivermodul damit gekoppelt hat, in einer Öffnung eines Käfigs, wobei die Käfigöffnung konfiguriert ist zum Empfangen des optischen Transceivermoduls; und Anwenden einer Kraft auf das nahe Ende des Langgriffs in eine Richtung im Wesentlichen zu der Käfigöffnung hin, um zu bewirken, dass das distale Ende des Griffes, welches das Modul damit gekoppelt hat, in die Käfigöffnung gedrückt wird, wobei, wenn das Modul eine bestimmte Distanz in die Käfigöffnung gedrückt wird, der Ausklinkmechanismus mit einem Einklinkmerkmal des Käfigs in eine eingeklinkte Position einklinkt.
- Ausklinkvorrichtung nach Anspruch 1 oder Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Langgriff mindestens ein Festigkeitselement aufweist, welches den Langgriff mit der ausreichenden Steifheit ausstattet, um den Griff an einem Knicken oder Biegen zu hindern.
- Ausklinkvorrichtung oder Verfahren nach Anspruch 3, wobei das mindestens eine Festigkeitselement mindestens einen I-Träger umfasst, wobei der mindestens eine I-Träger Teil des Modulkopplungsmechanismus ist, und wobei der mindestens eine I-Träger konfiguriert ist, um mit einem Schlitz zusammenzupassen, der in einem Gehäuse eines optischen Transceivermoduls gebildet ist, so dass der I-Träger in Gleiteingriff mit dem Schlitz ist, um dadurch das optische Transceivermodul an das ferne Ende des Langgriffs mechanisch zu koppeln.
- Ausklinkvorrichtung oder Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, wobei das mindestens eine Festigkeitselement einen Träger aufweist, welcher sich von dem nahen Ende zu dem fernen Ende des Langgriffs erstreckt.
- Ausklinkvorrichtung oder Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei das mindestens eine Festigkeitselement ferner mindestens einen ersten I-Träger aufweist, wobei der erste I-Träger Teil des Modulkopplungsmechanismus ist, und wobei der erste I-Träger konfiguriert ist, um mit einem ersten Schlitz zusammenzupassen, der in einem Gehäuse eines optischen Transceivermoduls gebildet ist, so dass der erste I-Träger in Gleiteingriff mit dem ersten Schlitz ist, um dadurch das optische Transceivermodul an das ferne Ende des Langgriffs mechanisch zu koppeln.
- Ausklinkvorrichtung oder Verfahren nach Anspruch 6, wobei das mindestens eine Festigkeitselement ferner mindestens einen zweiten I-Träger aufweist, wobei der zweite I-Träger Teil des Modulkopplungsmechanismus ist, und wobei der zweite I-Träger konfiguriert ist, um mit einem zweiten Schlitz, der in dem Gehäuse des optischen Transceivermoduls gebildet ist, zusammenzupassen, so dass der zweite I-Träger in Gleiteingriff mit dem zweiten Schlitz ist, um dadurch das optische Transceivermodul an das ferne Ende des Langgriffs mechanisch zu koppeln.
- Ausklinkvorrichtung zur Verwendung in einem optischen Transceivermodul, die Ausklinkvorrichtung enthaltend: einen Langgriff mit einem nahen Ende und einem fernen Ende, wobei der Langgriff eine im Wesentlichen starre Struktur aufweist und von ausreichender Steifheit ist, um den Griff an einem Knicken oder Biegen zu hindern, wenn ein Benutzer das nahe Ende des Griffes verwendet, um ein optisches Transceivermodul, welches an das ferne Ende des Griffes gekoppelt ist, in einen Käfig zu drücken, um das Modul innerhalb des Käfigs einzuklinken; einen Modulkopplungsmechanismus, welcher auf einer oberen Oberfläche des fernen Endes des Griffes angeordnet ist, wobei der Modulkopplungsmechanismus mindestens erste und zweite I-Träger aufweist, und wobei der erste und zweite I-Träger konfiguriert ist, um mit ersten bzw. zweiten Schlitzen zusammenzupassen, die in einem Gehäuse eines optischen Transceivermoduls gebildet sind, so dass der erste und zweite I-Träger in Gleiteingriff mit dem ersten bzw. zweiten Schlitz ist, um dadurch das optische Transceivermodul an das ferne Ende des Langgriffs mechanisch zu koppeln; und einen Ausklinkmechanismus, welcher auf einer unteren Oberfläche des fernen Endes des Langgriffs angeordnet ist, wobei der Ausklinkmechanismus konfiguriert ist, um mit einem Einklinkmerkmal eines Käfigs in eine eingeklinkte Position einzuklinken und um von dem Einklinkmerkmal des Käfigs in eine ausgeklinkte Position auszuklinken.
- Ausklinkvorrichtung nach Anspruch 8, wobei die I-Träger auch als Festigkeitselemente fungieren, um die Ausklinkvorrichtung mit zusätzlicher Steifheit auszustatten.
- Ausklinkvorrichtung nach Anspruch 9, ferner enthaltend einen Träger, der sich von dem nahen Ende zu dem fernen Ende des Langgriffs erstreckt, wobei der Träger, der sich von dem nahen Ende zu dem fernen Ende erstreckt, den Langgriff mit Steifheit ausstattet, die ein Knicken oder Biegen des Langgriffs verhindert.
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