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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Waschgut-Behandlungsgeräte wie Waschautomaten oder Wäschetrockner führen an einer Waschgut-Charge in einer Behandlungskammer des Geräts einen Arbeitszyklus entsprechend den Setzwerten eines oder mehrerer Arbeitsparameter aus. Die Arbeitsparameter lassen sich vom Waschgut-Behandlungsgerät selbsttätig auf Grund von Ausgangssignalen eines oder mehrerer dem Waschgut-Behandlungsgerät zugeordneter Sensoren oder von Eingaben eines Benutzers setzen. In einigen Fällen kann es für den Benutzer jedoch schwierig sein, zu wissen, wie er was in das Waschgut-Behandlungsgerät eingeben soll, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen.
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Die
WO 2007/ 011 280 A1 offenbart eine Steuerung für eine Waschmaschine und/oder einen Trockner, wobei der Betrieb durch Werte von Betriebsparametern für die Maschine gesteuert wird und wobei eine Eingabeeinrichtung es dem Benutzer ermöglicht, aus Gewichtungen zwischen drei oder mehr der Betriebsparameter auszuwählen. Ein Prozessor bestimmt daraus Werte der Betriebsparameter, um den Wasch- und/oder Trockungsvorgang zu steuern.
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Die
GB 2 262 820 A offenbart ein Bedienfeld für eine Waschmaschine mit einer Anzeigeeinheit, die mittlere und Rand-Abschnitte zur Eingabe des Namens bzw. der Schritte eines zu wählenden Waschvorgangs umfasst, sodass der Benutzer den Waschgang wählen und die Dauer von dessen Einzelschritten ändern kann.
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Die
DE 10 2007 062 016 A1 offenbart ein Wäschepflegegerät mit einer Speichereinheit und einem Betriebsprogramm mit mehreren Betriebsprogrammparametern, umfassend ein Einstellelement zum benutzerseitigen Einstellen von Einstellgrößen und eine Steuereinheit zum darauf basierenden automatischen Verändern von Betriebsprogrammparametern.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Waschmaschine mit einem verbesserten Steuerungssystem vorzusehen, das es dem Benutzer erleichtert, geeignete Arbeitsparameter für den Waschgang zu wählen und einzustellen. Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 22. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Ein Steuerungssystem für ein Waschgut-Behandlungsgerät weist eine Vielzahl von Komponenten auf, die betrieblich auf eine Waschgut-Charge in einer Behandlungskammer des Geräts einen Behandlungszyklus ausführen, der mehrere Arbeitsparametern beinhaltet. Das Steuerungssystem kann Auswahlfelder, einen Grenzlinienjustierer und eine Steuereinheit aufweisen, die betrieblich mit dem Auswahlfeld und dem Grenzlinienjustierer verbunden ist. Das Auswahlfeld kann zu mehreren Auswahlzonen unterteilt sein, die jeweils eine Systemeingabe für das Steuerungssystem darstellen und deren Grenzen die Fläche der Auswahlzone umschließen und definieren. Der Grenzlinienjustierer kann betrieblich mit dem Auswahlfeld verkoppelt sein, um eine Grenze und damit die Fläche mindestens einer der mehreren Auswahlzonen zu ändern. Die Steuereinheit kann auf Grund der Fläche mindestens einer der Auswahlzonen relativ zur Gesamtfläche aller Auswahlzonen eine Gewichtung von Systemeingaben vornehmen und als Funktion der so ermittelten Systemeingabe-Gewichtung mindestens einen der mehreren Arbeitsparameter bestimmen. Der Benutzer kann das Abarbeiten des Behandlungszyklus durch Verschieben des Grenzlinienjustierers relativ zum Auswahlfeld steuern, um so die Gewichtung seiner Systemeingabe zu ändern.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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In den Zeichnungen:
- 1 ist eine Perspektivdarstellung eines beispielhaften Waschgut-Behandlungsgeräts in Form eines Waschautomaten mit einer beispielhaften Benutzerschnittstelle nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
- 2 zeigt schaubildlich das Waschgut-Behandlungsgerät der 1 nach der ersten Ausführungsform der Erfindung;
- 3 zeigt schaubildich ein beispielhaftes Steuerungssystem des Waschgut-Behandlungsgeräts der 1 nach der ersten Ausführungsform der Erfindung;
- 4 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit einem Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;
- 5 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit einem Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm nach der zweiten Ausführungsform der Erfindung;
- 6 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit der Darstellung eines Ausführungsziel-Auswahlbildschirms nach der zweiten Ausführungsform der Erfindung;
- 7 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit der Darstellung eines Ausführungsziel-Auswahlbildschirms nach der zweiten Ausführungsform der Erfindung;
- 8 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit einem Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm nach einer dritten Ausführungsform der Erfindung;
- 9 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit einem Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm nach der dritten Ausführungsform der Erfindung;
- 10 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit einem Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm nach einer vierten Ausführungsform der Erfindung;
- 11 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit einem Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm nach der vierten Ausführungsform der Erfindung;
- 12 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit einem Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm nach einer fünften Ausführungsform der Erfindung;
- 13 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit einem Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm nach der fünften Ausführungsform der Erfindung;
- 14 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit einem Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm nach einer sechsten Ausführungsform der Erfindung;
- 15 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit einem Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm nach der sechsten Ausführungsform der Erfindung; und
- 16 ist eine Frontansicht einer Benutzerschnittstelle mit einem Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm nach der sechsten Ausführungsform der Erfindung.
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BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
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Eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Waschgut-Behandlungsgeräts 10 ist in 1 gezeigt. Dabei kann es sich um ein beliebiges (Haushalts-) Gerät handeln, das einen Arbeitszyklus auf Waschgut ausführt, wie bspw. (ohne Einschränkung der Erfindung) ein Horizontal- oder Vertikalachs-Waschautomat, ein Horizontal- oder Vertikalachs-Wäschetrockner, eine Wasch-/Trockner-Kombination, eine Umwälz- oder Stand-Auffrisch-/Revitalisiermaschine, eine Wäscheschleuder, eine wasserfreie Waschmaschine und ein Revitalisierer. Das hier beschriebene Waschgut-Behandlungsgerät 10 hat zahlreiche Merkmale mit einer traditionellen Waschmaschine gemein, die daher hier nur beschrieben sind, wie dies zum vollständigen Verständnis der Erfindung erforderlich ist.
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Die 2 zeigt schaubildlich die Waschmaschine 10 mit einem (Schrank-) Gehäuse 12 mit einer Steuerungseinheit 14, die die Waschmaschine 10 zum Abarbeiten eines Arbeitszyklus steuert. Eine Behandlungskammer 16 kann von einer drehbaren Trommel 18 im Gehäuse 12 zur Aufnahme von im Arbeitszyklus zu reinigendem Waschgut umschließen. Die drehbare Trommel 18 kann in einem Bottich 20 gelagert sein und eine Vielzahl von Perforationslöchern 21 enthalten, durch die Flüssigkeit zwischen dem Bottich 20 und der Trommel 18 hin und her strömen kann.
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Die Trommel 18 kann weiterhin eine Vielzahl von Hubleisten 24 enthalten, die auf einer Innenfläche der Trommel 18 angeordnet sind, um bei drehender Trommel 18 die in der Behandlungskammer 16 befindliche Waschgut-Charge anzuheben. Ein Motor 26 kann direkt mit der Antriebswelle 30 gekoppelt sein, um die Trommel 18 zu drehen. Bei dem Motor 26 kannn es sich um einen bürstenlosen permanentmagnetischen Motor mit einem Stator 27 und einem Rotor 28 handeln. Alternativ kann der Motor 26 zum Drehen der Trommel 18 über einen Riemen und eine Antriebswelle mit dieser gekoppelt sein, wie aus dem Stand der Technik bekannt. Andere Motoren wie Induktions- oder Spaltpol- bzw. Kondensatormotore lassen sich ebenfalls einsetzen. Der Motor 26 kann die Trommel 18 in beiden Richtungen mit unterschiedlichen Drehzahl drehen.
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Sowohl der Bottich 20 als auch die Trommel 18 sind mittels einer Tür 34 wahlweise verschließbar. Ein Balgen 35 verbindet eine offene Vorderfläche des Bottichs 20 mit dem Gehäuse 12 und die Tür 34 liegt dicht abschließend auf dem Balgen 35 auf, wenn sie den Bottich 20 verschließt.
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Das Gehäuse 12 kann auch eine Benutzerschnittstelle 36 mit einem oder mehreren Knöpfen, Schaltern, Sichtfeldern u. dergl. zur Kommunikation mit dem Benutzer aufweisen - bspw. zur Aufnahme von Eingaben und zum Bereitstellen von Ausgaben. Bspw. kann die Benutzerschnittstelle 36 einen Netzschalttaster zum Einschalten der Waschmaschine 10 und einen Start/Pause-Taster 39 zum Einleiten bzw. Unterbrechen des Betriebs der Waschmaschine 10 - bspw. eines Arbeitszyklus - enthalten.
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Während die dargestellte Waschmaschine 10 sowohl den Bottich 20 als auch die Trommel 18 enthält und letztere die Waschgut-Behandlungskammer 16 umschließt, liegt es im Rahmen der Erfindung, dass die Waschmaschine 10 nur einen Behälter aufweist, der selbst die Behandlungskammer zur Aufnahme der zu behandelnden Waschgut-Charge bildet.
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Die Waschmaschine 10 der 2 kann weiterhin ein Flüssigkeit-Zu- und Rückführsystem enthalten. Eine Flüssigkeit wie Wasser kann der Waschmaschine 10 aus einer Versorgungsquelle 40 wie einem Haushaltsanschluss zugeführt werden. Eine Zufuhrleitung 42 kann den Wasseranschluss 40 mit dem Bottich 20 und einer Chemie-Ausgabeeinheit 44 verbinden. Ein Zulaufventil 46 in der Zufuhrleitung 42 kann die Strömung der Flüssigkeit vom Versorgungsanschluss 40 über die Zufuhrleitung 42 zum Bottich 20 oder der Ausgabeeinheit 44 steuern.
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Eine Flüssigkeitsleitung 48 kann die Chemie-Ausgabeeinheit 44 mit dem Bottich 20 verbinden. Die Leitung 48 kann an beliebiger Stelle am Bottich an diesen angeschlossen sein und ist in der 2 beispielhaft als an eine Vorderwand des Bottichs 20 gelegt gezeigt. Die Flüssigkeit, die aus der Ausgabeeinheit 44 über die Leitung 48 zum Bottich 20 strömt, tritt typischerweise in einen Raum zwischen dem Bottich 20 und der Trommel 18 ein und strömt dann unter der Schwerkraft in einen Sumpf 50, den teilweise ein Unterteil des Bottichs 20 bildet. Der Sumpf 50 kann weiterhin von einem Sumpfkanal 52 gebildet sein, der den Unterteil des Bottichs 20 mit einer Pumpe 54 verbindet. Die Pumpe 54 kann Flüssigkeit einer Ablassleitung 56 zuleiten, die an einem Rückführzulauf 60 endet. Der Rückführzulauf 60 kann die Flüssigkeit aus der Rücklaufleitung 58 zur Trommel 18 leiten. Der Rückführzulauf 60 kann die Flüssigkeit auf beliebige geeignete Weise in die Trommel 18 einleiten - bspw. durch Sprühen, Eintröpfeln oder als stetiger Strom.
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Das Flüssigkeits-Zu- und Rückführsystem kann weiterhin eine oder mehrere Einrichtungen zum Erwärmen der Flüssigkeit enthalten - bspw. einen Dampfgenerator 62 und/oder eine Sumpfheizung 64.
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Der Dampfgenerator 62 kann vorgesehen sein, um die Behandlungskammer 16 mit Dampf zu versorgen, und zwar entweder direkt in die Trommel 18 oder indirekt durch den Bottich 20, wie dargestellt. Das Ventil 46 kann auch zum Steuern der Wasserzufuhr zum Dampfgenerator 62 dienen. Der Dampfgenerator 62 ist als Durchflussgenerator dargestellt, kann aber auch anderer Art - bspw. ein Tank-Generator - sein. Alternativ kann an Stelle des Dampfgenerators 62 das Heizelement 64 zur Dampferzeugung dienen. Der Dampfgenerator 62 kann von der Steuereinheit 14 steuerbar sein und eingesetzt werden, um das Waschgut als Teil eines Arbeitszyklus ebenso zu erwärmen wie das Heizelement 64. Der Dampfgenerator 62 kann auch zur Dampfzufuhr zwecks Behandlung der Wäsche - im Gegensatz zum einfachen Erwärmen derselben - dienen.
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Weiterhin kann das Flüssigkeits-zu- und Rückführsystem von der Darstellung in 2 abweichen - bspw. durch die Aufnahme anderer Ventile, Leitungen, Ausgabeeinrichtungen für Waschhilfsmittel, Sensoren - wie bspw. Wasserstand- und Temperatursensoren - u. dergl., um die Flüssigkeitsströmung durch die Waschmaschine 110 zu steuern und mehr als eine Art eines detergens/Waschhilfsmittels einzuleiten. Schließlich braucht das Flüssigkeits-Zu- und Rückführsystem den Rückführteil des Systems nicht oder eine andere Art eines solchen enthalten.
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Wie in 3 gezeigt, kann die Steuereinheit 14 einen Speicher 70 und einen Zentralprozessor (CPU) 72 aufweisen. Der Speicher kann zum Speichern der Steuer-Software, die die CPU 72 ausführt, um einen Arbeitszyklus der Waschmaschine auszuführen, sowie weiterer Software dienen. Bspw. kann der Speicher 70 einen oder mehrere vorprogrammierte Arbeitszyklen aufnehmen, die vom Benutzer ausgewählt und von der Waschmaschine 10 abgearbeitet werden können. Der Speicher 70 kann auch Informationen (bspw. eine Datenbank oder Tabelle) sowie von einer oder mehreren Komponenten der Waschmaschine 10 empfangene Daten aufnehmen, die zur Datenübertragung an die Steuereinheit 14 angeschlossen sind.
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Die Steuereinheit 14 kann auch Eingaben aus einem oder mehreren Sensoren 78 empfangen, die aus dem Stand der Technik bekannt und daher zur Vereinfachung nicht gezeigt sind. (Die Erfindung nicht einschränkende) Beispiele von an die Steuereinheit 114 anschließbaren Sensoren 78 sind ein Temperatursensor für die Behandlungskammer, ein Feuchtigkeitssensor, ein Gewichtssensor, ein Ortssensor und ein Motordrehmoment-Sensor.
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Die Steuereinheit 14 kann betrieblich mit einem oder mehreren Systemteilen der Waschmaschine 10 verbunden sein, um diese Systemteile zum Abarbeiten eines Arbeitszyklus zu steuern. Bspw. kann die Steuereinheit 14 mit dem Motor 26, um dessen Drehzahl und -richtung zu steuern, und mit der Chemie-Ausgabeeinheit 44 verbunden sein, um während des Arbeitszyklus Behandlungschemie auszugeben. Die Steuereinheit 14 kann weiterhin mit der Benutzerschnittstelle 36 verbunden sein, um die vom Benutzer getätigte Eingabe aufzunehmen und Meldungen an ihn auszugeben.
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Die Steuereinheit 14 kann die Systembestandteile der Waschmaschine 10 zum Abarbeiten eines der vorprogrammierten Arbeitszyklen steuern, die im Speicher 70 der Steuereinheit abgelegt sind, und zwar auf Grund des Setzwerts eines oder mehrerer Arbeitsparameter. Die vorprogrammierten Arbeitszyklen können einer Stoffart, einem Verschmutzungsgrad, der Größe der Waschgut-Charge oder der Größe oder Menge eines oder mehrerer Artikel der Waschgut-Charge entsprechen. Die Arbeitsparameter lassen sich setzen, um die Systembestandteile der Waschmaschine 10 so zu steuern, dass der gewählte Arbeitszyklus die für den jeweiligen Stoff empfohlene Behandlung und Pflege durchführt. Mindestens einige der Arbeitsparameter lassen sich als quantitativ betrachten in dem Sinn, dass ein messbarer Eingabewert zur Funktionssteuereinheit der Systemkomponente eine messbare Ausgangsgröße ergibt.
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Die Arbeitsparameter können von der Steuereinheit 14 selbsttätig gesetzt werden, wenn der Benutzer einen der vorprogrammierten Arbeitszyklen auswählt, die im Speicher 70 der Steuereinheit abgelegt sind. Alternativ kann der Benutzer einen oder mehrere Arbeitsparameter setzen, um einen der vorprogrammierten Arbeitszyklen seinen Präferenzen entsprechend abzuändern. Bspw. kann der Benutzer einen Arbeitszyklus auswählen und dann die Waschtemperatur auf einen Wert setzen, der sich vom Default- bzw. Standardwert für den gewählten Zyklus unterscheidet. In einem anderen Beispiel lassen sich ein oder mehrere Arbeitsparameter selbsttätig auf Grund einer oder mehrerer Eigenschaften der Waschgut-Charge setzen, die der Benutzer an der Schnittstelle 36 eingibt, oder die die Steuereinheit 14 aus Eingangssignalen aus einem oder mehreren der Sensoren selbsttätig bestimmt. Bspw. kann die Steuereinheit 14 die während eines Spülgangs verwendete Wassermenge auf Grund der Größe der Waschgut-Charge - aus einer Benutzereingabe oder einem Chargengrößensensor - selbsttätig nachstellen.
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(Die Erfindung nicht einschränkende) Beispiele quantitativer Arbeitsparameter sind die Temperatur, die Trommeldrehzahl, die eingesetzte Wassermenge, die Dauer eines Zyklus oder einer Zyklusphase, die Menge und/oder Konzentration eines auszugebenden Behandlungsmittels, der Zeitpunkt einer Chemikalienausgabe, die Dauer einer Vor- oder Einweichphase, die Temperatur einer Vor- bzw. Einweichphase, eine Umwälzdauer und -drehzahl, eine Rotationsdauer und -drehzahl, eine Grenzunwucht, eine Zyklus- oder Zyklusphasenverzögerung sowie die Anzahl der Wiederholungen einer Zyklusphase (bspw. die Anzahl der Spülgänge). (Die Erfindung nicht einschränkende) Beispiele eines Behandlungsmittels, das ausgegeben werden kann, sind (Wasser-) Dampf, Wasser, ein Detergens, eine Sauerstoff- oder eine Chlorbleiche, ein Fleckentfernungs- oder -verhinderungsmittel, ein Duftstoff, ein Faltenglättungsmittel oder ein Antistatikum. (Die Erfindung nicht einschränkende) Beispiele qualitativer Arbeitsparameter sind die Ein/Aus- oder Ja/Nein-Auswahl eines Parameters wie bspw. (ohne Einschränken der Erfindung) die Anwendung von Wasserdampf, die Ausgabe einer Behandlungschemikalie, das Einfügen eines Extra-Spülgangs oder das Ausführen einer Vor- bzw. Einweichphase.
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Die Benutzerschnittselle 36 kann auch einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) 100 aufweisen, an dem ein Benutzer Eingaben tätigen und Meldungen entgegennehmen kann. Die Steuereinheit 14 kann Eingaben vom Benutzer über den Touchscreen 100 empfangen und Meldungen an ihn in Form sichtbarer Grafiken, Texte, Bildsymbole (Ikons), Videosequenzen einzeln oder in Kombination ausgeben. Der Touchscreen 100 kann Eingaben des Benutzers auf Grund einer taktilen Berührung aufnehmen, wie wenn ein Benutzer den Touchscreen 100 mit einem Gegenstand wie bspw. einem Finger berührt. Die Steuereinheit 14 kann die Berührung - einschl. einer Bewegung der Berührungsstelle - des Touchscreens 14 detektieren und die detektierte Berührung zu einer Interaktion mit den dargestellten Objekten (Grafiken, Texten, Ikons usw....) umwandeln. Die Steuereinheit 14 kann programmiert sein, die Berührung und deren Bewegung nach einer beliebigen bekannten Methode zu detektieren.
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Beim Touchscreen 100 kann es sich um eine beliebige Ausführung handeln - bspw. einen Flüssigkristall-Bildschirm (LCD-Bildschirm) oder einen Leuchtdioden-Bildschirm mit LPD-Elementen. (Die Erfindung nicht einschränkende) Beispiele geeigneter berührungsempfindlicher Technologien, die sich für den Touchscreen 100 einsetzen lassen, sind kapazitive, Widerstands-, Infrarot-, Druck- und Oberflächenschallwellen-Detektoren.
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Die Steuereinheit 14 kann mit Software im Speicher 70 ausgerüstet sein, die die CPU 72 ausführt, um auf Grund der Benutzereingaben vom Touchscreen 100 her auf diesem eine Vielzahl von Ein-/Ausgabe-Bildschirmen auszugeben und den Benutzer durch diese zu navigieren. Jeder Ein-/Ausgabe-Bildschirm kann dem Benutzer Gelegenheit bieten, Informationen zur Steuereinheit der Waschmaschine 10 einzugeben, mit seiner Bildausgabe dem Benutzer Informationen mitzuteilen.
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Bspw. kann beim Einschalten der Waschmaschine 10 dem Benutzer ein Ein-/Ausgabe-Bildschirm dargeboten und angezeigt werden, der ihn auffordert, aus verfügbaren Arbeitszyklen einen gewünschten auszuwählen. Auf Grund des vom Benutzer gewählten Arbeitszyklus lassen sich weitere Ein-/Ausgabe-Bildschirme anzeigen, in denen der Benutzer den gewählten Arbeitszyklus durch Justieren eines oder mehrerer Arbeitsparameter oder durch Eingaben modifizieren kann, mit denen die Steuereinheit 14 den gewählten Arbeitszyklus selbsttätig ändert. Jedem dem Benutzer auf dem Touchscreen 100 danach ausgegebenen Ein-/Ausgabe-Bildschirm können Benutzereingaben aus dem vorher ausgegebenen Ein-/ Ausgabe-Bildschirm zu Grunde liegen.
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Wie oben beschrieben, kann die Steuereinheit 14 mit einer beliebigen Anzahl von Arbeitszyklen vorprogrammiert werden, aus denen ein Benutzer einen für eine Waschgut-Charge auswählen kann. Der Benutzer kann jedoch wünschen, diese vorprogrammierten Arbeitszyklen nach seinen Präferenzen und/oder den Eigenschaften des Waschguts abzuändern, um ein bestimmtes Leistungsziel bzw. Behandlungsergebnis zu erreichen. In einigen Fällen weiß der Benutzer evtl. intuitiv, wie er einen Arbeitsparameter eines Arbeitszyklus zu justieren hat, um ein Soll-Behandlungsergebnis zu erreichen - bspw. wenn dieses quantitativ und direkt mit einem quantitativen Arbeitsparameter im Zusammenhang steht. Will bspw. der Benutzer das Waschgut bei höherer Temperatur waschen, kann er die Temperatur von Hand anheben. Auf diese Weise hängt das Soll-Ergebnis direkt von dem Arbeitsparameter ab, der für das Ergebnis verantwortlich ist.
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Evtl. weiß der Benutzer aber nicht, wie er die Arbeitsparameter eines Arbeitszyklus einstellen soll, um ein gewünschtes Ergebnis zu erreichen. Besteht zwischen dem Ergebnis und der Arbeitsverhalten des Zyklus und/oder der Maschine insgesamt ein Zusammenhang, weiß der Benutzer evtl. nicht und/oder ist er nicht in der Lage, mehrere Arbeitsparameter zu justieren, um das Wunschergebnis zu erzielen. (Die Erfindung nicht einschränkende) Beispiele von Leistungs- bzw. Ausführungszielen sind Arbeitszyklen, die sauberer, schneller, schonender, umweltfreundlicher (bspw. weniger Energie und/oder Wasser verbrauchen), energieeffizienter und - im Fall eines Wäschetrockners - trockner arbeiten.
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Die Leistungsziele lassen sich als qualitativ betrachten in dem Sinne, dass sie nicht unbedingt von der Abänderung eines Arbeitsparameters direkt beeinflusst werden. Bspw. kann der Benutzer einen Arbeitszyklus (bspw. einen Normalwaschgang) anwählen und diesen dann so abändern, dass er schonender arbeitet. Vielleicht weiß der Benutzer nicht (oder er hat keine Möglichkeit), die erforderlichen Arbeitsparameter so zu modifizieren, dass der gewählte Zyklus im Sinne einer schonenderen Ausführung des normalen Waschgangs abgearbeitet wird. Auch kann der Benutzer verschiedene Niveaus eines Leistungsziels erreichen wollen - bspw. das Niveau bzw. Ausmaß der schonenden Behandlung durch den gewählten Arbeitszyklus ändern.
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Weiterhin kann das Ändern eines oder mehrerer Arbeitsparameter zum Erreichen eines Leistungsziels andere Leistungsziele beeinträchtigen. Bspw. kann das Abändern eines oder mehrerer Arbeitsparameter zum Erreichen eines benutzergewählten Leistungsziels zu längeren Arbeitszyklen führen, was das Leistungsziel einer Verkürzung des Arbeitszyklus beeinträchtigt. Die Auswirkung eines bestimmten Leistungsziels auf das Ergebnis anderer ist für den Benutzer nicht notwendigerweise intuitiv einsichtig. Es kann daher nützlich sein, dem Benutzer die Auswirkung einer Änderung des Arbeitszyklus auf die Fähigkeit mitzuteilen, andere Leistungsziele zu erreichen.
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Wie in 4 dargestellt, lässt der Touchscreen 100 sich vom Benutzer einsetzen, um eine Gewichtung einer oder mehrerer Systemeingaben zu wählen, und die Steuereinheit 14 kann die Arbeitsweise der Waschmaschine 10 der vom Benutzer gewählten Gewichtung gemäß abändern. Die Steuereinheit kann vorprogrammiert sein, das Arbeiten der Waschmaschine 10 als Funktion der Gewichtung zu ändern, die der Benutzer auf Grund empirischer Daten oder einer oder mehrerer Funktionen den Systemeingaben zuweist.
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Bei den Systemeingaben kann es sich um einen qualitativen Parameter handeln wie bspw. (ohne Einschränkung der Erfindung) ein Leistungsziel für einen Arbeitszyklus und eine Eigenschaft der Waschgut-Charge (bspw. deren Menge, Farbe oder Stoffart). Die Systemeingabe kann auch ein quantitativer Arbeitsparameter sein wie (ohne Einschränkung der Erfindung) eine Temperatur, eine Trommeldrehzahl, die eingesetzte Wassermenge, die Dauer eines Zyklus oder einer Zyklusphase, die Menge, Konzentration und Ausgabedauer einer auszugebenden Behandlungschemikalie, die Dauer oder die Temperatur einer Vor- bzw. Einweichphase, die Umwälz- oder Umlaufdauer und -drehzahl, eine Grenzunwucht, eine Zyklus- oder Zyklusphasenverzögerung und die Anzahl der Zykluswiederholungen (bspw. der Spülgänge). Die Systemeingabe kann auch ein qualitativer Arbeitsparameter sein wie bspw. (ohne Einschränkung der Erfindung) die Ein/Aus- bzw. Ja/Nein-Auswahl eines Parameters wie die Anwendung von (Wasser-) Dampf, die Ausgabe einer Behandlungschemikalie und die Ausführung eines zusätzlichen Spülgangs oder einer Vor- bzw. Einweichphase. Während die Erfindung im Zusammenhang mit der Auswahl einer Gewichtung für ein Leistungsziel für einen Arbeitszyklus erläutert werden soll, ist einzusehen, dass sie auf beliebige Systemeingaben anwendbar ist, wie oben ausgeführt.
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Wie weiter in der 4 ersichtlich, kann der Benutzer ein Leistungsziel am Touchscreen 100 auswählen; die Steuereinheit 14 kann dann die Arbeitsparameter eines Arbeitszyklus so einstellen, dass sich das gewählte Leistungsziel ergibt. Die Auswahl des Leistungsziels kann eine Funktion der Gewichtung bzw. der Priorität sein, die der Benutzer einem oder mehreren der verfügbaren Leistungsziele zuweist, die auf dem Touchscreen 100 angezeigt werden.
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Der Touchscreen 100 zeigt einen Auswahl-Ein-/Ausgabe-Bildschirm 110 an, an dem der Benutzer ein gewünschtes Leistungsziel durch Gewichten der Priorität jedes Leistungsziels relativ zu den anderen auswählen kann. Der Auswahlbildschirm 110 kann ein Auswahlfeld 112 enthalten, das seinerseits zu mehreren Bereichen unterteilt ist, die jeweils einer Systemeingabe entsprechen. Das Auswahlfeld 112 kann in vier Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 unterteilt sein, die den vier vom Benutzer wählbaren Leistungszielen „Schneller“ , „Sauberer“, „Schonender“ und „Öko“ entsprechen.
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Das Auswahlfeld 112 kann in die vier Auswahlbereiche durch den Schnitt einer vertikalen mit einer horizontalen Grenzlinie 122 bzw. 124 unterteilt sein, die zwischen parallelen Segmenten einer Feldumgrenzung 125 verlaufen. Wie in 4 gezeigt, umschließt die Grenzlinie 125 des Auswahlfeldes ein Quadrat entsprechend der Fläche des Auswahlfeldes 112. Ebenfalls im Rahmen der Erfindung kann die Grenzlinie 125 des Auswahlfeldes ein Recht- oder beliebiges Vieleck umschreiben, und das Auswahlfeld 112 kann zu einer beliebigen Anzahl von Auswahlbereichen entsprechend einer beliebigen Anzahl von benutzerwählbaren Leistungszielen unterteilt sein.
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Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Touchscreen 100 eine beliebige Gestalt hat und zusätzlich zum Auswahlbildschirm 110 weitere Informationen im Zusammenhang mit dem Touchscreen 100 oder nicht darstellt - bspw. Bildsymbole (Ikons) oder Texte zum Hinwegnavigieren vom Auswahlbildschirm, Starten eines Arbeitszyklus, Nachstellen anderer Parameter des Arbeitszyklus oder Auswahl eines Arbeitszyklus, Zustandsanzeigen und eine Hilfe-Taste.
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Der Auswahlbildschirm 110 kann auch einen Grenzlinienjustierer 126 aufweisen, den der Benutzer wahlweise zur Wahl einer Leistungsziel-Gewichtung über das Leistungsauswahlfeld 112 verschieben kann. Der Grenzlinienjustierer 126 kann der vertikalen und der horizontalen Grenzlinie 122 bzw. 124 so zugeordnet sein, dass eine Bewegung des Grenzlinienjustierers 126 eine entsprechende Bewegung der vertikalen und/oder der vertikalen Grenzlinie 122, 124 ergibt. Der Grenzlinienjustierer 126 kann als reguläres oder irreguläres Vieleck vorliegen. Bspw. kann es sich um einen Indikator wie bspw. ein Ikon beliebiger Gestalt handeln - bspw. um ein Quadrat (vergl. 4) oder einen Kreis.
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Ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist der Schnitt der vertikalen mit der horizontalen Grenzlinie 122, 124 zur Bildung des Grenzlinienjustierers 126 so ausgeführt, dass der Schnitt nicht durch einen Indikator hervorgehoben wird. Ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist der Schnitt der vertikalen mit der horizontalen Grenzlinie 122, 124 auf geeignete Weise hervorgehoben - bspw. durch eine andere Farbe, eine größere Helligkeit und/oder Blinken, um den Benutzer anzuzeigen, wo der Bildschirm berührt werden muss, um die Auswahlbereiche 114, 116 , 118, 120 zu justieren. Alternativ braucht auch der Schnitt nicht hervorgehoben zu werden.
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Die Arbeitsparameter eines vom Benutzer gewählten Arbeitszyklus lassen sich als Funktion der Gewichtung jeder Auswahlzone 114, 116, 118, 120 je nach Lage des Grenzlinienjustierers 126 und der vertikalen und horizontalen Grenzlinie 122, 124 relativ zum Auswahlfeld 112 nachstellen. Wie in 4 gezeigt, liegt der Grenzlinienjustierer 126 mittig im Auswahlfeld 112, so dass die vertikale und die horizontale Grenzlinie 122, 124 das Leistungsziel-Auswahlfeld 112 zu gleich großen Auswahlbereichen unterteilen. Der Benutzer kann die relative Gewichtung der Leistungsziele ändern und einem oder mehreren von ihnen ein größeres Gewicht relativ zu allen anderen zuweisen, indem er mit dem Grenzlinienjustierer 126 die vertikale und/oder die horizontale Grenzlinie 122 bzw. 124 verschiebt.
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Liegt der Grenzlinienjustierer 126 zentriert um den Schnitt der vier Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120, können die Setzwerte der Arbeitsparameter für den jeweiligen Arbeitszyklus den jeweiligen Standardwerten für den gewählten Arbeitszyklus vor einem Nachstellen entsprechen. Die Arbeitsparameter können so gesetzt werden, dass der Arbeitszyklus den voreingestellten Setzwerten für den gewählten Arbeitszyklus entsprechend abgearbeitet wird, die im Speicher 70 des Controllers abgelegt sind. Die Arbeitsparameter für die vorprogrammierten Arbeitszyklen sind so setzbar, dass sich die nach dem gewählten Zyklus für das jeweilige Waschgut empfohlene Behandlung ergibt. Abhängig vom Arbeitszyklus können die Standard-Setzwerte der Arbeitsparameter schon so gesetzt sein, dass ein oder mehrere Leistungsziele höher gewichtet sind als andere.
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Bspw. ergeben die vorbestimmten Setzwerte für einen Feinwäsche-Waschzyklus typischerweise ein Umwälzen mit niedrigerer Drehzahl und eine Trommeldrehung mit mittlerer Drehzahl für einen „schonenderen“ Waschgang als für eine Normal- bzw. Gelegenheitswäsche. Diese Einstellungen ergeben jedoch nicht notwendigerweise einen Zyklus, der auch schnell abgearbeitet wird. Der Benutzer kann die Standard-Gewichtung der Leistungsziele ändern und dem einen oder mehreren ein höheres Gewicht zuteilen als den anderen, indem er mit dem Grenzlinienjustierer 126 den Flächeninhalt der Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 verändert. Bspw. im Falle eines „Feinwäsche“-Waschzyklus, bei dem die vorbestimmten Arbeitsparameter auf eine schonende Wäsche eingestellt sind, kann der Benutzer den Waschzyklus so modifizieren, dass er schneller abläuft.
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Liegt der Grenzlinienjustierer 126 in der Mitte des Auswahlfeldes 112, so dass die vier Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 gleichgroß sind, können die Arbeitsparameter auf die Standard-Werte für den gewählten Arbeitszyklus gesetzt sein, was - abhängig vom gewählten Zyklus - die vier Leistungsziele nicht unbedingt gleich zu gewichten braucht. Der Benutzer kann die Standard-Gewichtung der Leistungsziele für den gewählten Zyklus durch Verschieben des Grenzlinienjustierer 126 ändern, so dass die Lage der vertikalen und/oder horizontalen Grenzlinie 122, 124 einen ungleichen Flächeninhalt der Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 ergibt derart, dass eine oder mehrere Leistungsziele relativ zu den anderen stärker gewichtet werden.
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Liegt alternativ der Grenzlinienjustierer 126 so in der Mitte des Auswahlfeldes 112, dass die vier Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 gleich groß sind, können die Setzwerte der Arbeitsparameter für den Arbeitszyklus den Setzwerten entsprechen, die einen Ausgleich der vier Leistungsziele ergeben. Der Benutzer kann dann mit dem Grenzlinienjustierer 126 eine Gewichtung der Leistungsziele wählen, wobei die Setzwerte der Arbeitsparameter von den Anfangswerten für eine ausgeglichene Gewichtung weg auf Setzwerte verschoben werden, die der vom Benutzer gewählten Gewichtung der Leistungsziele entsprechen.
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Wählt der Benutzer einen Arbeitszyklus aus und navigiert er dann zum Auswahlbildschirm 110, kann der Grenzlinienjustierer 126 anfangs in der Mitte des Auswahlfeldes 112 liegen, so dass die vier Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 den gleichen Flächeninhalt haben und die Leistungsziele gleichgewichtet sind. Alternativ kann der Grenzlinienjustierer 126 anfangs so liegen, dass er der Gewichtung der Leistungsziele auf Grund der Standard-Arbeitsparmeter für den gewählten Arbeitszyklus entspricht. Falls erwünscht, kann dann der Benutzer den Grenzlinienjustierer 126 in die Mitte des Auswahlfeldes 112 ziehen, so dass die Flächeninhalte der vier Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 gleich sind, um die vier Leistungsziele gleich zu gewichten.
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Der Benutzer kann den Grenzlinienjustierer 126 relativ zum Auswahlfeld 112 durch Berühren des Touchscreen 100 in einem Bereich entsprechend dem oder angrenzend an den Grenzlinienjustierer 126 und durch Ziehen des Berührungspunkts relativ zum Auswahlfeld 112 an eine Soll-Stelle verschieben. Bspw. kann der Benutzer den Touchscreen 100 mit einem Finger an einer Stelle entsprechend dem Grenzlinienjustierer 126 berühren. Die Steuereinheit 14 kann dann programmiert sein, eine Berührung im oder am Grenzlinienjustierer 126 zu detektieren. Ist die Berührung detektiert, entspricht ein Ziehen des Berührungspunkts einer entsprechenden Verschiebung des Grenzlinienjustierers 126, wie aus dem Stand der Technik bekannt. Auf diese Weise kann der Benutzer den Grenzlinienjustierer 126 an eine Soll-Stelle relativ zum Auswahlfeld 112 bringen. Die Steuereinheit 14 kann auch programmiert sein, auf Grund der Bewegung des Grenzlinienjustierers 126 die vertikale und die horizontale Grenzlinie 122, 124 relativ zum Auswahfeld 112 zu verschieben.
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Während die Erfindung oben im Zusammenhang mit einem Touchscreen 100 beschrieben ist, mit dem der Benutzer direkt interagieren kann, liegt es auch im Rahmen der Erfindung, dass der Benutzer mit dem Auswahlfeld 110 indirekt mittels einer Eingabemechanik beliebiger Art interagiert; (die Erfindung nicht einschränkende) Beispiele hierfür sind eine Maus, ein Trackball, ein Joystick, eine Skala oder ein(e) bzw. mehrere Schaltflächen oder Taster.
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Wie in 5 mit dem Pfeil 140 dargestellt, lässt sich der Grenzlinienjustierer 140 aus der in 4 gezeigten mittigen Lage in die in 5 gezeigte verschieben, um ein Leistungsziel auszuwählen, dem der Benutzer eine höhere und den anderen Leistungszielen eine niedrigere Priorität erteilt. Bspw. kann (vergl. 5) der Benutzer das Leistungsziel „Schonender“ als höchstwertig anweisen, indem er mit dem Grenzlinienjustierer 126 die vertikale und die horizontale Grenzlinie 122, 124 relativ zum Auswahlfeld 112 so verschiebt, dass der dem Leistungsziel „Schonender“ entsprechende Auswahlbereich 116 den größten Flächeninhalt relativ zu den anderen Leistungszielen hat. Auf diese Weise kann der Benutzer dem Leistungsziel „Schonender“ ein höheres Gewicht zuweisen als den drei anderen. Die Steuereinheit 14 kann dann einen oder mehrere Arbeitsparameter des gewählten Arbeitszyklus als Funktion der Gewichtung umsetzen, die der Benutzer gewählt hat, um das angegebene Leistungsziel zu erreichen.
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Ebenso im Rahmen der Erfindung kann der Benutzer die Flächeninhalte der Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 so einstellen, dass das gesamte Gewicht einem einzigen Leistungsziel zugewiesen wird, allen anderen jedoch keines. Wie die 6 zeigt, kann der Benutzer den Grenzlinienjustierer 126 in der mit dem Pfeil 140 in 5 gezeigten Richtung weiterziehen, bis der dem Leistungsziel „Schonender“ entsprechende Auswahlbereich 116 die gesamte Fläche des Auswahlfelds 112 ausfüllt. Mit der Zunahme des Auswahlbereichs 116 kann auch der das Leistungsziel angebende Text größer werden, obgleich er im Rahmen der Erfindung seine Ausgangsgröße beibehalten kann.
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Wie die 7 zeigt, kann der Benutzer mit dem Grenzlinienjustierer 126 auch zwei Leistungsziele wählen und sie stärker gewichten, indem er den Grenzlinienjustierer 126 so verschiebt, dass die den gewünschten Leistungszielen entsprechenden Flächen größer werden, die für die weniger wichtigen Leistungsziele kleiner. Wie in 7 gezeigt, kann der Benutzer den Grenzlinienjustierer 126 verschieben, um den ausgewählten Arbeitszyklus so abzuändern, dass die Leistungsziele „Schneller“ und „Öko“ stärker gewichtet werden als die Ziele „Schonender“ und „Sauberer“. Der Nutzer kann seine Grenzlinienwahl 126 in der mit dem Pfeil 140 angegebenen Richtung bis zur Kante des Auswahlfelds 112 ziehen, so dass die Fläche des Auswahlfelds 112 zwischen den Auswahlbereichen 114 und 120 aufgeteilt wird und für die Auswahlbereiche 116, 118 keinerlei Fläche verbleibt. Auf diese Weise kann der Benutzer nur zwei Leistungszielen, nämlich „Öko“ und „Schneller“, Gewicht zuweisen, den anderen - „Schonender“ und „Sauberer“ - jedoch keines.
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Die 8 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung mit einem Auswahlfeld 212, das dem ersten Auswahlfeld 112 entspricht, aber eine andere Gestalt hat; daher sind Elemente des Auswahlfelds 212, die denen des Auswahlfelds 112 entsprechen, mit den gleichen, um 100 erhöhten Bezugszeichen gekennzeichnet. Das Auswahlfeld 212 lässt sich mit dem Auswahlbildschirm 110 auf die gleiche Weise benutzen wie das Auswahlfeld 112.
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Das Auswahlfeld 212 kann von einer Grenzlinie 225 in Form eines Kreises eingeschlossen und von einer vertikalen und einen horizontalen Grenzlinie 122 bzw. 124, die von einer ersten Seite zu einer gegenüberliegenden zweiten Seite der Grenzlinie 125 verlaufen und sich schneiden, zu vier Wahlbereichen 214, 216, 218, 220 unterteilt sein. Die Auswahlbereiche 214, 216, 218, 220 können jeweils einem Leistungsziel entsprechen, wie oben für das Auswahlfeld 112 beschrieben.
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Das Auswahlfeld 212 kann auch einen Grenzlinienjustierer 226 aufweisen, den der Benutzer zur Auswahl eines Leistungsziels wahlweise relativ zum Auswahlfeld 212 verschieben kann. Der Grenzlinienjustierer 226 kann der vertikalen und der horizontalen Grenzlinie 222, 224 so zugeordnet sein, dass eine Bewegung des Grenzlinienjustierers 226 eine entsprechende Bewegung der vertikalen und/oder der vertikalen Grenzlinie 222, 224 erzeugt. Wie die 8 zeigt, ist bei im Auswahlfeld 212 mittigem Grenzlinienjustierer 226 dieser zu vier kreissektor- bzw. keilförmigen Auswahlbereichen 214, 216, 218, 220 gleicher Größe unterteilt.
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Wie in 9 der Pfeil 240 zeigt, kann der Benutzer den Grenzlinienjustierer 226 und damit die vertikale und/oder die horizontale Grenzlinie 222, 224 so verschieben, dass der Flächeninhalt eines oder mehrerer der Auswahlbereiche 214, 21, 218, 220 sich ändert. Der Benutzer kann den Grenzlinienjustierer 226 verschieben, um den Flächeninhalt der Auswahlbereiche 214, 216, 218, 220 zur Gewichtung eines gewählten Leistungsziels so zu ändern, wie oben zum Auswahlfeld 112 diskutiert.
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Die 10 zeigt eine dritte Ausführungsform der Erfindung mit einem Auswahlfeld 312, das dem ersten Auswahlfeld 112 entspricht mit Ausnahme der Art und Weise eines Änderns des Flächeninhaltes eines Auswahlbereichs 314, 316, 318, 320. Denen des Auswahlfelds 212 entsprechende Elemente des Auswahlfelds 312 sind daher mit den gleichen, um 100 höheren Bezugszeichen gekennzeichnet. Das Auswahlfeld 312 lässt sich mit dem Auswahlbildschirm 110 auf die gleiche Weise anwenden wie die Auswahlfelder 112, 212.
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Das Auswahlfeld 312 ist zu mehreren Auswahlbereichen unterteilbar mittels mehrerer Grenzlinien 322, 324, 330 und 332, die von einem Mittelpunkt 334 des Auswahlfelds 312 jeweils zum Schnitt 336, 338, 340 bzw. 342 mit der Auswahlfeld-Umgrenzung 325 verlaufen. Dabei verlaufen die Grenzlinien 322, 324, 330, 332 vom Mittelpunkt 334 aus (vergl. 10) jeweils so, dass sie das Auswahlfeld 213 zu vier Auswahlbereichen 314, 316, 318, 320 unterteilen, die den vier Leistungszielen „Öko“, „Schonender“, „Sauberer“ und „Schneller“ entsprechen.
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Der Benutzer kann die Größe der Auswahlbereiche 314, 316, 318 und 320 verändern, indem er die entsprechenden Schnittpunkte 336, 338, 340, 342 auf dem Grenzkreis 325 des Auswahlfelds verschiebt (vergl. 11), so dass die Grenzlinien 322, 324, 330, 332 um den Mittelpunkt 334 drehen. Der Benutzer kann einen oder mehrere der Schnittpunkte 336, 338, 340, 342 verschieben, um den Flächeninhalt der Auswahlbereiche 314, 316, 318, 320 zur Wahl der Gewichtung eines Leistungsziels auf die gleiche Weise zu ändern, wie oben zum Auswahlfeld 112 diskutiert.
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Während das Auswahlfeld 312 als mittels der vier Grenzlinien 322, 324, 330, 332 zu vier Auswahlbereichen 214, 316, 318, 320 untereilt gezeigt ist, kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung das Auswahlfeld 312 mittels einer beliebigen Anzahl von Grenzlinien beliebig zu Auswahlbereichen unterteilt sein. Während weiterhin zur Erläuterung die Schnittpunkte der Grenzlinien 322, 324, 330, 332 mit dem Grenzkreis 325 des Auswahlfelds durch Kreise hervorgehoben sind, werden diese im Betrieb auf dem Touchscreen 100 nicht unbedingt dargestellt. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, den Benutzer auf dem Touchscreen 100 mit einem beliebigen Bildsymbol (Ikon) oder Indikator auf die Bewegbarkeit der Schnittpunkte 367, 338, 340, 342 hinzuweisen.
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Ebenfalls im Rahmen der Erfindung ist der Mittelpunkt 334 bewegbar so ausgeführt, dass der Benutzer ihn über das Auswahlfeld 312 ziehen kann, um die Gewichtung zu justieren, wie es zum Auswahlfeld 212 der 8-9 beschrieben ist. Die Grenzlinien 322, 324, 330, 332 können so mit dem Mittelpunkt 334 gekoppelt sein, dass der Benutzer den Mittelpunkt über das Auswahlfeld 312 ziehen kann, um die Länge der Grenzlinien 322, 324, 330, 332 und so den Flächeninhalt der jeweiligen Auswahlbereiche 314, 316, 318, 320 zu ändern. Der Mittelpunkt 334 lässt sich mit einem beliebigen Bildsymbol oder Indikator hervorheben, um dem Benutzer zu zeigen, dass er bewegbar ist. Der verschiebbare Mittelpunkt 334 lässt sich allein oder in Kombination mit den bewegbaren Schnittpunkten 336, 338, 340, 342 zum Ändern der Flächeninhalte der Auswahlbereiche 314, 316, 318, 320 benutzen.
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Während die in den 10 und 11 gezeigte Ausführungsform des Auswahlfelds 312 mit einer kreisförmigen Umgrenzungslinie 325 gezeigt ist, kann es sich bei dieser erfindungsgemäß um ein beliebiges regel- oder unregelmäßiges Vieleck handeln. Bspw. zeigt die 12 ein Auswahlfeld 412 ähnlich dem Auswahlfeld 312 mit der Ausnahme der Gestalt der Feldumgrenzung 425. Daher sind denen des Auswahlfelds 312 entsprechende Elemente des Auswahlfelds 412 mit den gleichen, aber um 100 höheren Bezugszeichen gekennzeichnet. Das Auswahlfeld 412 lässt sich mit dem Auswahlbildschirm 110 zusammen auf die gleiche Weise anwenden wie das Auswahlfeld 312.
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Das Auswahlfeld 412 kann zu mehreren Auswahlbereichen unterteilt sein, und zwar durch mehrere Grenzlinien 422, 424, 430, 432, die von einem Mittelpunkt 434 des Auswahlfelds 412 zu mehreren Schnittpunkten 436, 438, 440 bzw. 442 mit einer Umgrenzungslinie 425 verlaufen. Die Grenzlinien 422, 424, 430, 432 können vom Mittelpunkt 434 so verlaufen (vergl. 12), dass sie das Auswahlfeld 412 zu vier Auswahlbereichen 414, 416, 418, 420 entsprechend den vier Leistungszielen „Öko“, „Schonender“, „Sauberer“ und „Schneller“ unterteilen.
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Der Benutzer kann die Größe der Auswahlbereiche 414, 416, 418, 420 durch Verschieben der entsprechenden Schnittpunkte 436, 438, 440, 442 auf der Umgrenzung 325 ändern (vergl. 13), so dass die Grenzlinien 422, 424, 430, 432 um den Mittelpunkt 434 drehen. Der Benutzer kann einen oder mehr der Schnittpunkte 436, 438, 440, 442 verschieben, um den Flächeninhalt eines oder mehrerer der Auswahlbereiche 414, 416, 418, 420 im Sinne einer gewünschten Gewichtung von Leistungszielen auf die gleiche Weise zu ändern, wie oben zum Auswahlfeld 312 diskutiert.
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Die 14 zeigt ein Auswahlfeld 512 entsprechend dem Auswahlfeld 112 mit der Ausnahme, dass ein Paar vertikaler Grenzlinien 522, 530 und ein Paar horizontaler Grenzlinien 524, 532 relativ zum Auswahlfeld 512 bewegbar sind. Denen des Auswahlfelds 112 entsprechende Elemente des Auswahlfelds 512 sind daher mit den gleichen, aber um 400 höheren Bezugszeichen gekennzeichnet. Das Auswahlfeld 512 ist mit dem Auswahlbildschirm 110 auf die gleiche Weise wie das Auswahlfeld 112 anwendbar.
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Das Auswahlfeld 512 kann in mehrere Auswahlbereiche unterteilt sein, und zwar durch vertikale und horizontale Grenzlinien 522, 530 bzw. 524, 532, die von einer Auswahlfeld-Grenzlinie 525 vertikal und horizontal über das Auswahlfeld 512 verlaufen. Die Grenzlinien 522, 524, 530, 532 lassen sich jeweils relativ zu den anderen Grenzlinien verschieben, um den Flächeninhalt eines oder mehrerer der Auswahlbereiche 514, 516, 518, 520 zu verändern.
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Bspw. lassen, wie in 15 gezeigt, die Grenzlinien 524, 532 sich entlang einer von den vertikalen Grenzlinien 522, 530 definierten vertikalen Achse verschieben, um die Auswahlbereiche 514, 516, 518, 520 so zu verändern, dass die Leistungsziele „Schonender“ und „Schneller“ höher gewichtet werden als die Leistungsziele „Öko“ und „Sauberer“. Wie in 15 gezeigt, lassen sich die Grenzlinien 522, 530 entlang einer von den horizontalen Grenzlinien 524, 532 definierten horizontalen Achse verschieben, um den Flächeninhalt einer oder mehrerer der Auswahlzonen 514, 516, 518, 520 zu verändern. Auf diese Weise kann der Benutzer eine oder mehrere der vertikalen Grenzlinien 522, 530 und/oder der horizontalen Grenzlinien 524, 532 verschieben, um den Flächeninhalt einer oder mehrerer der Auswahlbereiche 514, 516, 518, 520 im Sinne eine gewünschten Gewichtung der Leistungsziele auf die gleiche Weise zu verändern, wie es oben zum Auswahlfeld 112 diskutiert ist.
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Die vertikalen Grenzlinien 522, 530 lassen sich als Einheit, wie dargestellt, oder unabhängig voneinander verschieben, wie von den horizontalen Grenzlinien 524, 532 in den 15 und 16 gezeigt. Entsprechend lassen die horizontalen Grenzlinien 524, 532 sich unabhängig voneinander, wie dargestellt, oder als Einheit verschieben, wie mit den vertikalen Grenzlinien 522, 530 gezeigt.
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Die Steuersoftware der Steuereinheit 14 kann ein Gewichtungsmodul enthalten, das betrieblich mit den Eingaben aus dem Touchscreen 100 gekoppelt ist, um die Arbeitsparameter des vom Benutzer gewählten Arbeitszyklus als Funktion der vom Benutzer am Auswahlbildschirm 110 gewählten Gewichtung der Leistungsziele zu setzen. Die Gewichtung der Leistungsziele kann als Funktion der Flächeninhalte der Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 erfolgen. Das Gewichten der Leistungsziele ist im Zusammenhang mit dem Auswahlfeld 112 beschrieben; es ist jedoch einzusehen, dass es entsprechend mit jedem der Auswahlfelder 212, 312 oder 412 erfolgen kann.
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Bspw. kann der Benutzer ein einzelnes Leistungsziel (vergl. 6) durch Einstellen des Flächeninhalts der vier Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 auswählen derart, dass der Auswahlbereich 116 das gesamte Auswahlfeld 112 ausfüllt, die Auswahlbereiche 114, 118, 120 jedoch keine Fläche erhalten. In diesem Beispiel kann das Gewichtungsmodul eine 100%-Gewichtung des Leistungsziels entsprechend dem Auswahlbereich 116 und eine 0%-Gewichtung für die anderen Leistungsziele festlegen. Das Gewichtungsmodul kann dann einen oder mehrere Arbeitsparameter auf Grund der Gewichtung 100 % für „Schonender“ und der Gewichtung 0 % für die anderen Leistungsziele „Schneller“, „Saubererer“ und „Öko“ setzen.
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Wählt der Benutzer mehrere Leistungsziele aus, wie in den 5 und 7 gezeigt, kann das Gewichtungsmodul die Setzwerte für einen oder mehrere Arbeitsparameter als Funktion der Gewichtung festsetzen, die den Leistungszielen jeweils auf Grund des Flächeninhalts der Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 zugewiesen wurde. Bspw. ist, wie in 5 gezeigt, die Fläche jedes Auswahlbereichs 114, 116, 118, 120 so einstellbar, dass jeder von ihnen einen Flächeninhalt entsprechend der ihm zugewiesenen Gewichtung seines Leistungsziels aufweist. Das Gewichtungsmodul kann die Setzwerte für mindestens einen Arbeitsparameter auf Grund der relativen Flächeninhalte der Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 bestimmen. Bspw. in der 5 beträgt der Flächeninhalt des Auswahlbereichs 116 etwa 52 % des Gesamtflächeninhalts des Auswahlfelds 112, der der übrigen Auswahlbereiche 114, 118, 120 Flächeninhalte von 16 %, 25 % bzw. 8 % der Gesamtfläche des Auswahlfelds 112. Das Gewichtungsmodul kann die Setzwerte für mindestens einen Arbeisparameter auf Grund des relativen Flächeninhalts jeder Auswahl bestimmen, wobei das höchste Gewicht dem Leistungsziel „Schonender“ entsprechend dem Auswahlbereich 116 und das geringste Gewicht dem Leistungsziel „Schneller“ entsprechend dem Auswahlbereich 120 zugewiesen wird. Mit zunehmendem Flächeninhalt eines Auswahlbereichs 114, 116, 118, 120 relativ zur Gesamtfläche des Auswahlfelds 112 steigt auch das diesem Auswahlbereich zugewiesene Gewicht.
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Die Bestimmung des Flächeninhalts jedes Auswahlbereichs 114, 116, 118, 120 kann eine absolute oder eine relative Bestimmung eines Flächeninhalts sein. Bspw. kann einer absoluten Bestimmung eines Flächeninhalts die Anzahl der Bildelemente bzw. Pixel zu Grunde liegen, die die Fläche bilden. Alternativ lässt sich der Flächeninhalt als Funktion des Flächeninhalts des Auswahlbereichs 114, 116, 118, 120 relativ zum Flächeninhalt des Auswahlfelds 112 oder relativ zum Flächeninhalt eines oder mehrerer der anderen Auswahlbereiche 114, 116, 118, 120 bestimmen.
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Die jeder Auswahlzone 114, 116, 118, 120 zugewiesene Gewichtung kann Teil einer diskreten oder stetigen Skala sein. Bspw. kann die einem Auswahlbereich 114, 116, 118, 120 zugewiesene Gewichtung auf eine vorbestimmte Abstufung wie bspw. 0 %, 25 %, 50 %, 75 % und 100 % beschränkt sein. Wählt der Benutzer mit der Lage des Grenzlinienjustierers 126 eine Gewichtung, lassen der Grenzlinienjustierer 126 sowie die vertikalen und horizontalen Grenzlinien 122, 124 sich so steuern, dass sie in einer Lage „einrasten“ derart, dass der Flächeninhalt jedes Auswahlbereichs 114, 116, 118, 120 die vorbestimmte Gewichtungsstufe darstellt, die der Benutzer gewählt hat. Alternativ können die Verschiebung der Grenzlinienjustierers 126 und die den Auswahlbereichen 114, 116, 118, 120 jeweils zugewiesenen Gewichtungen auf einer kontinuierlichen Skala von 0 bis 100 liegen.
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Das Gewichtungsmodul kann die Setzwerte für einen oder mehrere Arbeitsparameter als Funktion der ermittelten Gewichtung für jedes Leistungsziel aus einer Aufsuchtabelle von Gewichtungen und entsprechenden Werten im Speicher 70 der Steuereinheit 14 bestimmen. Der Arbeitsparameter kann auf einen Tabellenwert entsprechend einer Gewichtung in der Tabelle gesetzt werden, der der aus der Auswahl des Benutzers ermittelten Gewichtung am nächsten liegt. Alternativ kann die Aufsuchtabelle einen Bereich von Gewichtungen und entsprechenden Werten enthalten, und die Arbeitsparameter lassen sich jeweils auf einen Tabellenwert in dem Tabellenbereich setzen, der der ermittelten Gewichtung entspricht.
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Das Abändern eines oder mehrerer der Arbeitsparameter kann der relativen Gewichtung eines Leistungsziels direkt proportional sein oder nicht. Die relative Gewichtung kann dazu dienen, einen Wert bspw. mittels einer Aufsuchtabelle zu bestimmen, in der die Werte zur relativen Gewichtung nicht direkt proportional sind. In einem anderen Beispiel kann das Gewichtungsmodul einen oder mehrere Arbeitsparameter auf einen Wert setzen, der der ermittelten Gewichtung der Leistungsziele direkt proportional ist. Bspw. kann die Anzahl der Spülgänge für einen gegebenen Arbeitszyklus direkt proportional der Gewichtung sein, die der Benutzer dem Leistungsziel „Sauberer“ zuweist; mit zunehmender Gewichtung kann die Anzahl der Spülgänge zunehmen.
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Während die Gewichtungen der Leistungsziele an Hand prozentualer Anteile beschrieben sind, kann das Gewichtungsmodul den relativen Flächeninhalt jedes Auswahlbereichs 114, 116, 118, 120 auf beliebige geeignete Weise ermitteln. Bspw. lässt sich der relative Flächeninhalt jedes Auswahlbereichs 114, 116, 118, 120 als Funktion einer Anzahl von Pixeln entsprechend jedem Auswahlbereich 114, 116, 118, 120 bestimmen, wie die vertikalen und horizontalen Grenzlinien 122, 124 und die Umgrenzung 125 des Auswahlfelds ihn umreißen.
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Zusätzlich kann, wenn der Benutzer eine Gewichtung eines Leistungsziels auswählt, die ein Milieu ergibt, in dem das Waschgut und/oder die Maschine Schaden nimmt, die Steuer-Software programmiert sein, den Benutzer auf den potenziellen Schaden hinzuweisen und/oder einen oder mehr Arbeitsparameter so zu modifizieren, dass Schaden am Waschgut und/oder der Maschine vermieden wird.
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Die Erfindung ist oben an Hand einer Auswahl eines Arbeitszyklus und dem nachfolgenden Setzen der Gewichtung eines Leistungsziels für den gewählten Arbeitszyklus beschrieben; es liegt auch im Rahmen der Erfindung, dass der Benutzer erst eine gewünschte Gewichtung des Leistungsziels und dann einen Arbeitszyklus auswählt. Im letzteren Fall werden die Arbeitsparameter für vom Benutzer auswählbare Arbeitszyklen selbsttätig so modifiziert, dass sich das gewählte Leistungsziel ergibt; die dem Benutzer an den Sichtfeldern 130 ausgegebenen Informationen lassen sich selbsttätig entsprechend abändern.
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Die hier beschriebene Erfindung stellt dem Benutzer eine Möglichkeit bereit, einen Arbeitszyklus einem gewünschten Leistungsziel entsprechend abzuändern. Das Waschgut-Behandlungsgerät kann selbsttätig einen oder mehrere Arbeitsparameter eines Arbeitszyklus so ändern, dass das gewünschte Leistungsziel erreicht wird. Das Modifizieren eines Arbeitszyklus entsprechend einem vom Benutzer gewählten Leistungsziel kann den Arbeitszyklus effizienter machen, indem das Waschgut-Behandlungsgerät entsprechend dem speziellen Bedarf des Benutzers gesteuert wird, und so auch die Zufriedenheit des Benutzers erhöhen.
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Die Erfindung ist nicht auf Leistungsziele beschränkt und zum Gewichten beliebiger Systemeingaben einsetzbar. Das Gewichten der Systemeingabe kann zum Setzen eines oder mehrerer Arbeitsparameter für einen Arbeitszyklus auf Grund der Gewichtung der Systemeingabe dienen. Bspw. lässt das Auswahlfeld sich zu Auswahlbereichen entsprechend unterschiedlichen Farben oder Stoffarten unterteilen. Der Benutzer kann den relativen Flächeninhalt jedes der Auswahlbereiche so einstellen, dass er die relative Menge jeder Farbe oder Stoffart angibt, die die Waschgut-Charge ausmachen. In einem anderen Beispiel kann der Benutzer den relativen Flächeninhalt jedes Auswahlbereichs so einstellen, dass er die relative Menge jeder Farbe oder Stoffart in der Waschgut-Charge angibt. In einem weiteren Beispiel kann ein Auswahlfeld zu zwei Auswahlbereichen unterteilt sein, wobei der Flächeninhalt eines von ihnen der Waschgutmenge in der Charge entspricht. Ein oder mehrere Arbeitsparameter lassen sich dann entsprechend der Waschgutmenge in der Charge setzen, wie sie der Benutzer durch Einstellen des Flächeninhalts des zugehörigen Auswahlbereichs angibt.
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Das Bereitstellen einer interaktiven Graphik, mittels der der Benutzer eine oder mehrere Systemeingaben gewichten kann, kann den Auswahlprozess für den Benutzer intuitiver und informativer gestalten und dadurch seine Zufriedenheit sowie die Effizienz des Waschgut-Behandlungsgeräts steigern. Das hier beschriebene System gibt dem Benutzer Gelegenheit zur Eingabe von Daten über das Waschgut und/oder seine Präferenzen und bietet ihm während der Eingabe eine visuelle Rückkopplung.
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Während die Erfindung speziell in Verbindung mit bestimmten ihrer Ausführungsformen beschrieben ist, ist einzusehen, dass dies nur zur Erläuterung erfolgt, nicht zur Einschränkung; der Umfang der beigefügten Ansprüche ist daher bei dem gegebenen Stand der Technik so allgemein wie möglich auszulegen.
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TEILELISTE
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- 10
- Waschmaschine
- 12
- (Schrank-) Gehäuse
- 14
- Bottich
- 16
- Trommel
- 18
- Perforationslöcher
- 20
- Hubleisten
- 22
- Motor
- 24
- Riemen
- 26
- Tür
- 27
- Balgen
- 28
- Reinigungskammer
- 29
- Haushalts-Wasseranschluss
- 30
- erste Speiseleitung
- 32
- Detergentien-Ausgabeeinheit
- 34
- Zulaufventil
- 36
- Leitung
- 38
- Sumpf
- 40
- Bottich-Unterteil
- 42
- Sumpfleitung
- 44
- Pumpe
- 46
- Ablassleitung
- 48
- Rückführleitung
- 50
- Rückführzulauf
- 60
- Dampfgenerator
- 62
- zweite Speiseleitung
- 66
- Dampfleitung
- 68
- Dampfeinlass
- 70
- Controller
- 110
- Bedienfeld