DE102019003199A1 - Verstellbare Gasfeder zur Abstützung einer Klappe oder einer Ausgangstür eines Omnibusses - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine verstellbare Gasfeder zur Abstützung einer Klappe oder einer Ausgangstür eines Omnibusses, umfassend ein Druckrohr (3), in welchem eine einen Kolben tragende Kolbenstange (5) axial beweglich gelagert ist, wobei die Kolbenstange (5) aus dem Druckrohr (3) herausragt und mit einem ersten Anschlusselement (11) gekoppelt ist, während die der Kolbenstange (5) entgegengesetzte Seite des Druckrohrs (3) mit einem zweiten Anschlusselement (7) verbunden ist. Bei einer Gasfeder, welche in ihrer Längserstreckung einfach verstellbar ist, sind das erste Anschlusselement als Kolbenstangenanschluss (11) und das zweite Anschlusselement als Druckrohranschluss (7) ausgebildet, wobei zwischen der Kolbenstange (5) und dem Kolbenstangenanschluss (11) und/oder dem Druckrohr (3) und dem Druckrohranschluss (7) ein Gewinde (9, 19) zur Einstellung einer Länge der Gasfeder (1, 15, 21) lösbar angebunden ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine verstellbare Gasfeder zur Abstützung einer Klappe oder einer Ausgangstür eines Omnibusses, umfassend ein Druckrohr, in welchem eine einen Kolben tragende Kolbenstange axial beweglich gelagert ist, wobei die Kolbenstange aus dem Druckrohr herausragt und mit einem ersten Anschlusselement gekoppelt ist, während die der Kolbenstange entgegengesetzte Seite des Druckrohrs mit einem zweiten Anschlusselement verbunden ist.
- Aus der
DE 195 48 139 C2 ist eine Gasfeder mit einstellbarer Endposition bekannt, die als Huborgan für einen Öffnungsbereich für eine zu öffnende Heckklappe eines Fahrzeuges dient. Die Gasfeder weist einen Zylinder auf, der eine unter Druck stehende Gasfüllung besitzt, wobei der Zylinder an seinem einen Ende einen Boden und an seinem anderen Ende eine einen Kolben tragende Kolbenstange aufweist, die axial verschiebbar in dem Zylinder gelagert ist. Die Gasfeder ist über ein erstes Anschlussorgan mit der Fahrzeugklappe und mit einem zweiten Anschlussorgan mit der Fahrzeugkarosserie verbunden. Damit die Gasfeder mindestens zwei Öffnungswinkelbereiche aufweist, erstreckt sich ausgehend vom Boden des Zylinders eine Bypassöffnung über eine definierte Weglänge des Kolbens. Die definierte Weglänge entspricht in ihrem Verschiebeweg dem ersten Öffnungswinkelbereich. Am Ende der Bypassöffnung ist ein weiterer Verschiebeweg und somit der zweite Öffnungswinkelbereich abhängig von einem beliebig ansteuerbaren Kolbenventil einstellbar. Eine solche Lösung ist konstruktiv sehr aufwendig und somit kostenintensiv. - Aufgabe der Erfindung ist es, eine verstellbare Gasfeder anzugeben, welche konstruktiv einfach herstellbar ist und deren Öffnungswinkel trotzdem beliebig variierbar ist.
- Die Erfindung ergibt sich aus den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, sowie der Erläuterung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren dargestellt sind.
- Die Aufgabe ist mit einer Gasfeder dadurch gelöst, dass das erste Anschlusselement als Kolbenstangenanschluss und das zweite Anschlusselement als Druckrohranschluss ausgebildet ist, wobei zwischen der Kolbenstange und dem Kolbenstangenanschluss und/oder dem Druckrohr und dem Druckrohranschluss ein Gewinde zur Einstellung einer Länge der Gasfeder lösbar angebunden ist. Dies hat den Vorteil, dass sich die Länge der Gasfeder durch das Gewinde beliebig verändern lässt, wodurch der Öffnungswinkel der Gasfeder präzise und flexibel einstellbar ist. Die Montage der Gasfeder im Omnibus wird vereinfacht und die Montagezeit verkürzt. Die Lösung lässt sich einfach bei standardisierten Gasfedern einsetzen.
- Vorteilhafterweise ist das Gewinde einerseits direkt mit dem Kolbenstangenanschluss und andererseits über eine Gewindemutter mit der Kolbenstange verbunden. Die Einstellung der Gesamtlänge der Gasfeder erfolgt dabei einfach durch Drehen des Kolbenstangenanschlusses, wodurch eine hohe Reproduzierbarkeit und Wirtschaftlichkeit bei der Montage im Omnibus erzielt wird. Gleichzeitig lassen sich Schäden an umgebenden Bauteilen des Omnibusses durch unerlaubte Öffnungswinkel vermeiden.
- In einer Alternative ist das Gewinde einerseits direkt mit dem Druckrohranschluss und andererseits über die Gewindemutter mit dem Druckrohr verbunden, wobei die Gewindemutter an dem Druckrohr anliegt. In diesem Fall erfolgt die Anpassung der Gesamtlänge der Gasfeder durch Drehen des Druckrohranschlusses.
- In einer Ausgestaltung ist als Klappe eine Schwenk- oder Hubklappe verwendbar. Die Gasfeder ist somit vielseitig einsetzbar.
- In einer Variante ist die Ausgangstür als Notausgangstür ausgebildet. Auch bei dieser Anwendung werden Montageprobleme einfach behoben.
- Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der - gegebenenfalls unter Bezug auf die Zeichnung - zumindest ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Beschriebene und/oder bildlich dargestellte Merkmale können für sich oder in beliebiger, sinnvoller Kombination den Gegenstand der Erfindung bilden, gegebenenfalls auch unabhängig von den Ansprüchen, und können insbesondere zusätzlich auch Gegenstand einer oder mehrerer separater Anmeldung/en sein. Gleiche, ähnliche und/oder funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
- Es zeigen:
-
1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Gasfeder, -
2 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Gasfeder, -
3 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Gasfeder. - In
1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Gasfeder dargestellt. Die Gasfeder1 umfasst ein mit Gas gefülltes Druckrohr3 , an dessen einer Schmalseite eine, einen nicht weiter dargestellten Kolben tragende Kolbenstange5 im Druckrohr3 axial gelagert ist. An der entgegengesetzten Schmalseite des Druckrohres3 ist ein Druckrohranschluss7 fest mit dem Druckrohr3 verbunden. Das freie Ende der Kolbenstange5 trägt ein Gewinde9 , welches an einem Kolbenstangenanschluss11 gekoppelt ist. Das Gewinde9 greift in eine Gewindemutter13 ein, die fest auf der Kolbenstange5 positioniert ist. Zur Veränderung einer Längsausdehnung der Gasfeder1 wird der Kolbenstangenanschluss11 gedreht (PfeilP1 ), wodurch das Gewinde9 in die Kolbenstange5 verschoben wird und mittels der Gewindemutter13 fixiert wird. - Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Gasfeder
1 ist in2 gezeigt. Bei dieser Gasfeder15 ist das Druckrohr3 über die Kolbenstange5 direkt mit dem Kolbenstangenanschluss11 verbunden. An der der Kolbenstange5 abgewandten Schmalseite des Druckrohres3 ist die Gewindemutter17 fest fixiert, in welche das Gewinde19 eingreift, das fest mit dem Druckrohranschluss7 verbunden ist. Durch Drehen des Druckrohranschlusses7 wird bei dieser Variante der Gasfeder15 das Gewinde19 in das Druckrohr3 verschoben (Pfeil2 ), wodurch die Längserstreckung der Gasfeder15 variiert werden kann. Die Gewindemutter17 fixiert das Gewinde19 in der gewünschten Position. -
3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Gasfeder. Diese Gasfeder21 bildet eine Kombination der in den1 und2 gezeigten Gasfedern1 ,15 . In diesem Fall ist sowohl der Kolbenstangenanschluss11 über das Gewinde9 und der Druckrohranschluss7 über das Gewinde19 verdrehbar, wodurch sich die Länge der Gasfeder21 beidseitig verändern lässt (PfeileP1 ,P2 ). Die Fixierung der Teillängen der Gasfeder21 erfolgt jeweils über die Gewindemutter13 bzw.19 . - Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert und erläutert wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Es ist daher klar, dass eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten existiert. Es ist ebenfalls klar, dass beispielhaft genannte Ausführungsformen wirklich nur Beispiele darstellen, die nicht in irgendeiner Weise als Begrenzung etwa des Schutzbereichs, der Anwendungsmöglichkeiten oder der Konfiguration der Erfindung aufzufassen sind. Vielmehr versetzen die vorhergehende Beschreibung und die Figurenbeschreibung den Fachmann in die Lage, die beispielhaften Ausführungsformen konkret umzusetzen, wobei der Fachmann in Kenntnis des offenbarten Erfindungsgedankens vielfältige Änderungen beispielsweise hinsichtlich der Funktion oder der Anordnung einzelner, in einer beispielhaften Ausführungsform genannter Elemente vornehmen kann, ohne den Schutzbereich zu verlassen, der durch die Ansprüche und deren rechtliche Entsprechungen, wie etwa weitergehenden Erläuterung in der Beschreibung, definiert wird.
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 19548139 C2 [0002]
Claims (5)
- Verstellbare Gasfeder zur Abstützung einer Klappe oder einer Ausgangstür eines Omnibusses, umfassend ein Druckrohr (3), in welchem eine einen Kolben tragende Kolbenstange (5) axial beweglich gelagert ist, wobei die Kolbenstange (5) aus dem Druckrohr (3) herausragt und mit einem ersten Anschlusselement (11) gekoppelt ist, während die der Kolbenstange (5) entgegengesetzte Seite des Druckrohrs (3) mit einem zweiten Anschlusselement (7) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Anschlusselement als Kolbenstangenanschluss (11) und das zweite Anschlusselement als Druckrohranschluss (7) ausgebildet sind, wobei zwischen der Kolbenstange (5) und dem Kolbenstangenanschluss (11) und/oder dem Druckrohr (3) und dem Druckrohranschluss (7) ein Gewinde (9, 19) zur Einstellung einer Länge der Gasfeder (1, 15, 21) lösbar angebunden ist.
- Gasfeder nach
Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde (9) einerseits direkt mit dem Kolbenstangenanschluss (11) und andererseits über eine Gewindemutter (13) mit der Kolbenstange (5) verbunden ist. - Gasfeder nach
Anspruch 1 oder2 dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde (19) einerseits direkt mit dem Druckrohranschluss (7) und andererseits über die Gewindemutter (17) mit dem Druckrohr (3) verbunden ist, wobei die Gewindemutter (17) an dem Druckrohr (3) anliegt. - Gasfeder nach
Anspruch 1 ,2 oder3 , dadurch gekennzeichnet, dass als Klappe eine Schwenk- oder Hubklappe verwendbar ist. - Gasfeder nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangstür als Notausgangstür ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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| DE102019003199A1 true DE102019003199A1 (de) | 2019-11-07 |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112160666A (zh) * | 2020-09-28 | 2021-01-01 | 辉瑞(山东)环境科技有限公司 | 一种可以任意调整门扇开启度数的闭门器 |
| EP4102096A4 (de) * | 2020-02-07 | 2024-03-20 | Junior Derqui, S.L. | Längenverstellbare gasfeder |
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2019
- 2019-05-07 DE DE102019003199.7A patent/DE102019003199A1/de not_active Withdrawn
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| EP4102096A4 (de) * | 2020-02-07 | 2024-03-20 | Junior Derqui, S.L. | Längenverstellbare gasfeder |
| CN112160666A (zh) * | 2020-09-28 | 2021-01-01 | 辉瑞(山东)环境科技有限公司 | 一种可以任意调整门扇开启度数的闭门器 |
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