DE19581695B4 - Lendenstützen-Einstellvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Lendenstützenanordnung,
die ein Stützband
(2), mindestens an einem Ende (7) des Bandes (2) eine Lagerung (4,
6) und einen Antriebsmechanismus (9) aufweist, der die Lagerung
(4, 6) und das eine Ende (7) miteinander verbindet und der so betätigbar ist,
dass er das Band (2) zwischen entspannten und gespannten Zuständen einstellt,
wenn die Anordnung benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der
Mechanismus (9) ein erstes Teil (11), welches mit dem Band (2) verbunden
ist, und ein zweites Teil (10), welches mit der Lagerung (4, 6)
verbunden ist, aufweist, und erstes und zweites Teil eine kombinierte
axiale Erstreckung aufweisen, die den Zug im Band (2) verringert
oder verstärkt,
je nachdem, ob der Mechanismus (9) so betätigt wird, dass er diesen verstärkt bzw.
verringert, dass jedes Teil (11, 10) für die Einstellung des Bandzugs
relativ zum anderen und auch relativ zur Lagerung (4, 6) axial beweglich
ist, dass das erste Teil (11) zur Bewegung...
Description
- Diese Erfindung bezieht sich auf verstellbare Lendenstützen für Sitze und Stühle und betrifft insbesondere, wenn auch nicht ausschließlich, derartige Stützen, wie sie in Verbindung mit Kraftfahrzeugsitzen verwendet werden. Die Erfindung wird nachfolgend der Einfachheit halber unter besonderer Bezugnahme auf Kraftfahrzeugsitze beschrieben, aber es versteht sich, daß die Erfindung breitere Anwendung findet. Die Erfindung kann beispielsweise bei Luftfahrzeugsitzen, Zugsitzen, Sitzen an Bord eines Schiffes und Stühlen, wie sie für Büro- oder Freizeitzwecke verwendet werden, eingesetzt werden.
- Verstellbare Lendenstützen sind in der Regel kompliziert und weisen eine relativ teure Bauweise auf. Die Betätigungsvorrichtung, durch die die Verstellung bewirkt wird, stellt aufgrund ihrer Größe und der sich ergebenden Einschränkungen dessen, wo sie innerhalb der Sitzanordnung angeordnet werden kann, ein besonderes Problem dar. Einige Betätigungsvorrichtungen weisen eine solche Größe auf, daß sie entfernt von der Lendenstütze angeordnet werden müssen, und dies erfordert das Vorsehen einer komplizierten und teuren Vorrichtung, um die Betätigungsvorrichtung mit der Lendenstütze in Antriebsverbindung zu bringen.
- Aus der US-PS 4,462,635 ist ein Sitz mit einer einstellbaren Rückenlehne bekannt, die in ihrem unteren Bereich mit einem sich quer über die Rückenlehne erstreckenden Gurt versehen ist, dessen einem Ende eine Spannvorrichtung zugeordnet ist. Letztere weist eine mittels eines Handrades rotierbare Gewindespindel auf, die in eine Gewindemutter eingreift derart, dass eine Rotation der Gewindespindel eine Linearverschiebung der Gewindemutter zur Folge hat. Der eine Endbereich des Gurtes ist derart von der mit der Gewindespindel in Eingriff befindlichen Mutter geführt, dass eine durch Rotation der Spindel bewirkte Linearverschiebung der Mutter in der einen Richtung eine Straffung des Gurtes bewirkt und in der anderen Richtung eine Lockerung des Gurtes zur Folge hat mit entsprechender Einstellung des Gurtes über seine gesamte wirksame Länge. Ein Nachteil dieser Ausführung besteht darin, dass der Gurt mit zunehmender Spannung einer zunehmenden Reibungsbeanspruchung ausgesetzt ist, da der Gurt während des Verstellens der Mutter über dies gleitet und dabei einer mehr oder weniger starken Zugbeanspruchung unterliegt.
- Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine relativ einfache und kostengünstige Lendenstützenanordnung zu schaffen. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine solche Anordnung zu schaffen, die schnell und bequem an einem Sitz angebracht oder von diesem entfernt werden kann. Noch eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Betäti gungsvorrichtung zur Lendenstützeneinstellung zu schaffen, die eine relativ kompakte Bauweise aufweist und die zur Bedienung relativ wenig Anstrengung bedarf.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Eine erfindungsgemäße Lendenstützen-Einstellvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß sich der Antriebsmechanismus, der so betätigt werden kann, daß er die Verstellung der Lendenstütze bewirkt, zwischen zwei Zuständen, die den Zuständen der völlig entspannten Lendenstütze (ganz aus) bzw. der völlig gespannten Lendenstütze (ganz ein) entsprechen, ausdehnt und zusammenzieht. Wenn sich der Antriebsmechanismus auf den völlig kontrahierten Zustand zu bewegt, bewegt sich ein erstes Teil dieses Mechanismus' relativ zu einem zweiten Teil, um die Gesamtgröße des Mechanismus' zu verringern, und jedes Teil bewegt sich auch relativ zu einer Anbringung, an der der Antriebsmechanismus angebracht ist. Das erste Teil kann sich beispielsweise in das zweite Teil hinein und aus diesem heraus bewegen, um die Größe des Mechanismus' auf dieselbe Weise zu ändern, wie es ungefähr bei einem zusammenschiebbaren Teleskop der Fall ist. Bei einer bestimmten Anordnung weist der Antriebsmechanismus eine Antriebsspindel mit zwei koaxialen Teilen auf, von denen sich eines axial in das andere hineinbewegt, wenn sich der Antriebsmechanismus zusammenzieht. Es ist bevorzugt, daß der Mechanismus mechanischer Natur ist, und es ist weiterhin bevorzugt, daß der Mechanismus im wesentlichen ein Schraubenmechanismus ist.
- Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung weist der Schraubenmechanismus ein äußeres Spindelteil und ein koaxiales inneres Spindelteil auf, die relativ zueinander drehbar und die auch relativ zueinander axial beweglich sind. Das äußere Spindelteil ist rohrförmig und weist sowohl ein Außengewinde als auch ein Innengewinde auf, und diese Gewinde haben einen unterschiedlichen Gang. Das innere Spindelteil weist ein Außengewinde auf, das zum Innengewinde des äußeren Teils paßt und mit diesem zusammenwirkt. Das Innengewinde des äußeren Teils wirkt mit einem Innengewinde einer Mutter oder dgl. zusammen, die gegen eine Drehung mit dem äußeren Spindelteil festgehalten wird und die Teil der oben erwähnten Anbringung oder an dieser angebracht sein kann. Im montierten Zustand des Mechanismus' wird das innere Spindelteil auch gegen eine Drehung mit dem äußeren Spindelteil festgehalten.
- Die Anordnung ist so, daß eine Drehung des äußeren Spindelteils in eine Richtung relativ zur zusammenwirkenden Mutter dieses Teil dazu veranlaßt, sich axial in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Zugleich bewirkt ein Zusammenwirken zwischen den in Eingriff stehenden Gewinden der äußeren und inneren Teile, daß das sich nicht drehende innere Teil relativ zum äußeren Teil in derselben Richtung, in der sich das äußere Teil bewegt, axial bewegt wird. Das Ergebnis ist, daß die gesamte Axiallänge der Antriebsspindel gemäß der Drehrichtung des äußeren Teils der Spindel entweder verlängert oder verkürzt wird. Weiterhin ergibt sich eine solche Verlängerung oder Verkürzung aus zwei Bestandteilen der Bewegung. Einer ist die axiale Bewegung des äußeren Spindelteils und der andere ist die gleichzeitige axiale Bewegung des inneren Teils relativ zum äußeren Teil, die in derselben Richtung auftritt, wie diejenige, in die sich das äußere Teil bewegt.
- Bei der Benutzung kann der völlig gestreckte Zustand der Antriebsspindel dem "ganz aus"-Zustand der Lendenstütze entsprechen, bei dem die Stütze eine maximale rückwärtige Krümmung aufweist. Der völlig kontrahierte Zustand der Antriebsspindel entspricht dann dem "ganz ein"-Zustand der Lendenstütze, bei dem die Stütze eine minimale rückwärtige Krümmung aufweist.
- Eine Lendenstützenanordnung, die die verbesserte Betätigungs anordnung, wie sie im unmittelbar vorangehenden Abschnitt beschrieben ist, aufweist, kann eine äußerst einfache Bauweise aufweisen. Das Lendenstützen-Element, das ein Riemen, Band oder dgl. sein kann, kann direkt mit dem Antriebsmechanismus verbunden sein, wodurch Kabel oder andere komplizierten Formen der Antriebsverbindung unnötig werden. Insbesondere kann sich die Antriebsspindel der Betätigungsvorrichtung im allgemeinden in derselben axialen Richtung erstrecken wie das Lendenstützen-Element.
- Es ist bevorzugt, daß eine solche Anordnung an jedem Ende der Stütze einen Anbringungsabschnitt aufweist und daß jeder dieser Anbringungsabschnitte dazu geeignet ist, an einem Sitzrahmen angeklipst oder anderweitig auf eine solche Weise mit dem Rahmen verbunden zu werden, daß eine bequeme Anbringung und Entfernung der Anordnung ermöglicht wird. Die Betätigungsvorrichtung kann durch einen dieser Anbringungsabschnitte getragen werden. Gemäß einer Anordnung kann jeder Anbringungsabschnitt mit dem Draht- oder Stabteil des Sitz-Rückenlehnenrahmens, der den Kern des Seitenflügels oder Polsters der Sitz-Rückenlehne bildet, zusammenwirken.
- Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung sind in der folgenden Beschreibung von Ausführungsformen der Erfindung, die sich auf die beigefügten Zeichnungen bezieht, näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen jedoch nur, wie die Erfindung realisiert werden könnte, so daß die besondere Form und Anordnung der verschiedenen Merkmale, wie sie gezeigt sind, nicht als Einschränkung der Erfindung zu verstehen sind.
- Es zeigt:
-
1 eine halb-schematische perspektivische Ansicht einer beispielhaften Lendenstützenanordnung, die eine Ausführungsform der Erfindung aufweist; -
2 eine vergrößerte Teil-Schnittansicht des Antriebsmechanismus', wie er in der Anordnung aus1 enthalten ist, und die den Antriebsmechanismus in einem Zustand zeigt, der dem völlig gespannten Zustand der Lendenstütze entspricht; -
3 eine2 ähnliche Ansicht, die aber den Antriebsmechanismus in einem Zustand zeigt, der einem entspannten Zustand der Lendenstütze entspricht; -
4 eine rückwärtige perspektivische Ansicht eines Sitz-Rückenlehnenrahmens, an dem eine Lendenstützenanordnung, wie sie in1 gezeigt ist, angebracht ist; und -
5 eine4 ähnliche Ansicht, die aber den Sitz-Rückenlehnenrahmen von vorne zeigt. -
1 der Zeichnungen zeigt eine beispielhafte Lendenstützenanordnung1 mit zwei bandartigen Stützelementen2 und einer separaten Betätigungsvorrichtung3 zum Einstellen jedes dieser Elemente2 . Es versteht sich jedoch, daß die Erfindung auch für Anordnungen verwendet werden kann, die eine größere oder kleinere Anzahl an Stützelementen2 aufweisen. Insbesondere kann es ein einziges Stützelement2 und eine einzige zu dem Element gehörige Betätigungsvorrichtung3 geben. - Bei dem bestimmten gezeigten Beispiel ist jedes Stützelement
2 ein flexibles bandartiges Element, das aus einem geeigneten Material, wie z.B. einem Kunststoffmaterial, hergestellt ist. Vorzugsweise ist das Element2 aus einem Stück hergestellt, aber es könnte auch aus zwei oder mehr miteinander verbundenen Teilen hergestellt sein. Ein Lagerungsarm4 ist mit einem Ende5 jedes der Bänder2 verbunden, und ein anderer Lagerungsarme6 ist mit dem anderen Ende7 jedes der Bänder2 verbunden. Bei der gezeigten Anordnung sind die Bandenden5 passive oder in aktive Enden, da sich nicht relativ zum Arm4 bewegen, während die Bandenden7 relativ zum Arm6 beweglich und deshalb aktive Enden sind. Jedes aktive Ende7 ist mit einer jeweiligen Betätigungsvorrichtung3 verbunden, die bei der gezeigten Anordnung durch Betätigung eines Handrads8 betrieben werden kann. Eine Drehung des Handrads8 in eine Richtung bewirkt, daß das zugehörige Bandende7 vom anderen Ende5 weg bewegt wird, um dadurch die rückwärtige Krümmung des Bandes2 zu verringern. Eine Drehung des Handrads8 in die entgegengesetzte Richtung hat die umgekehrte Wirkung. - Die in
1 gezeigte Anordnung1 ist nur eine beispielhafte Anwendung der Erfindung und könnte auf viele verschiedene Arten abgewandelt werden. Wie es oben erwähnt ist, kann die Anordnung1 beispielsweise ein einziges Band2 anstatt von zwei Bändern, wie es gezeigt ist, aufweisen. Zusätzlich kann eine einstellende Betätigungsvorrichtung3 , anstatt an einem Ende, wie es gezeigt ist, an beiden Enden des Bandes2 vorgesehen sein. Weiterhin könnte eine Abdeckung aus geeignetem Material zwischen dem oder jedem Band2 und dem Polstermaterial einer Sitz-Rückenlehne vorgesehen sein, um einen Reibungswiderstand gegenüber einer Längsbewegung des Bandes zwischen völlig gespannten und völlig entspannten Zuständen zu verringern. Wenn eine solche Abdeckung in einer Anordnung mit mehreren Bändern, wie sie in1 gezeigt ist, aufgenommen wird, könnte sie sich über den Raum zwischen den beiden Bändern2 erstrecken und könnte in eine Richtung quer zu den Bändern2 profiliert sein. Mit einer derartigen Anordnung kann eine relative Einstellung des Zugs in den beiden Bändern2 bewirken, daß der Bereich der Primärabstützung von einem Band zum anderen oder zu einer Stelle zwischen den Bändern verschoben wird. - Eine erfindungsgemäße beispielhafte Betätigungsvorrichtung
3 ist durch den2 und3 gezeigt.2 zeigt die Betätigungsvorrichtung3 beim Ganz-ein-Zustand, bei dem das zugehörige Band2 relativ straff über die Sitz-Rückenlehne gehal ten wird.3 zeigt die Betätigungsvorrichtung3 beim Ganz-aus-Zustand, bei dem dem zugehörigen Band2 eine maximale Entspannung gewährt wird, so daß sich die Tiefe der rückwärtigen Krümmung über die Rückenlehne auf einem Maximum befindet. - Bei dem Beispiel aus
2 und3 weist die Betätigungsvorrichtung3 eine Antriebsspindel9 mit einem äußeren rohrförmigen Teil10 und einem inneren Teil11 auf, das mit dem äußeren Teil10 koaxial und teilweise in diesem äußeren Teil enthalten ist. Das äußere Teil10 weist ein Außengewinde12 mit einem Gang (z.B. rechtsgängig) und ein Innengewinde13 mit dem entgegengesetzten Gang (z.B. linksgängig) auf, und das innere Teil11 weist ein Außengewinde14 auf, das mit dem Innengewinde13 des äußeren Teils10 in gegenseitigem Eingriff steht. Das Außengewinde12 des äußeren Teils10 steht mit dem Innengewinde einer Mutter15 in gegenseitigem Eingriff, die vorzugsweise an dem zugehörigen Lagerungsarm6 befestigt oder einstückig mit diesem ausgebildet ist. Die Anordnung ist so, daß die Mutter15 gegen eine Drehung mit dem äußeren Teil10 der Spindel9 festgehalten wird. - Das Handrad
8 ist so mit dem äußeren Spindelteil10 verbunden, daß das Handrad8 so betrieben werden kann, daß es eine Drehung dieses Teils10 bewirkt, während es eine relative axiale Bewegung des Teils10 und des Handrads8 ermöglicht. Bei der bestimmten gezeigten Anordnung weist diese Verbindung eine axiale zylinderartige Erstreckung16 des Handrads8 auf, das sich innerhalb eines Endabschnitts17 des äußeren Spindelteils10 befindet und mit diesem Endabschnitt so in gegenseitigem Eingriff steht, daß sie eine relative axiale Bewegung des Teils10 ermöglicht, aber eine relative Drehung verhindert. Zu diesem Zweck können die Zylinder-Erstreckung16 und der Spindel-Endabschnitt17 zusammenwirkende Keilwellennuten oder dgl. aufweisen. Alternativ können die Zylinder-Erstreckung16 und der Spindel-Endabschnitt17 geeignete komplementäre nicht-kreisförmige Querschnittsformen aufweisen. - Es kann jede geeignete Vorrichtung verwendet werden, um das Zusammenwirken des Handrads
8 mit der Spindel9 zu erhalten. Bei der gezeigten Anordnung wird dies durch Versehen des Handrads8 mit einer sich axial erstreckenden zylindrischen Muffe18 erreicht, die drehbar auf einer rohrförmigen zylindrischen Nabe19 des Lagerungsarms6 angeordnet ist. Der Anschluß-Endabschnitt20 der Muffe18 schnappt über eine oder mehrere radiale Vorsprünge21 der Nabe19 , die dadurch innerhalb Innenumfangs-Nut22 der Muffe18 angeordnet sind. Die Anordnung ist so, daß eine Drehung des Handrads8 relativ zur Nabe19 nicht durch den oder jeden Vorsprung21 behindert wird, während der oder jeder solcher Vorsprung einer Entfernung des Handrads8 von der Nabe19 entgegensteht. Es ist offensichtlich, daß andere Anordnungen aufgenommen werden könnten, um dasselbe oder ein ähnliches Ergebnis zu erzielen. - Damit die Betätigungsvorrichtung
3 auf die beabsichtigte Weise arbeitet, muß das innere Spindelteil11 gegen eine Drehung relativ zum äußeren Teil10 festgehalten werden. Dies kann auf jede geeignete Weise erreicht werden. Bei der gezeigten Anordnung ist eine axiale Erstreckung23 des inneren Spindelteils11 innerhalb eines Teils24 , das am Lagerungsarm6 befestigt oder einstückig mit diesem ausgebildet ist, axial beweglich. Ein seitlicher Vorsprung, der auf dieser Erstreckung23 vorgesehen ist, kann gleitbeweglich in einem (nicht gezeigten) Schlitz oder einer Nut, der/die im Teil24 vorgesehen ist, angeordnet sein, um eine axiale Bewegung des Spindelteils11 relativ zum Armteil24 zu ermöglichen, aber eine relative Drehung zwischen diesen Teilen zu verhindern. Bei der bestimmten gezeigten Anordnung ist der oben erwähnte seitliche Vorsprung durch die Verbindung zwischen dem Band2 und der Spindel9 ausgebildet, wie es nachfolgend beschrieben wird. Bei einer alternativen Anordnung kann die Spindelerstreckung23 eine nicht-kreisförmige Querschnittsform aufweisen und gleitbeweglich innerhalb einer Bohrung mit komplementärer Form, die innerhalb des Armteils24 vorgesehen ist, angeordnet sein. - Das aktive Bandende
7 kann auf jede geeignete Weise mit der Betätigungsspindel9 verbunden sein. Wie es in den beigefügten Zeichnungen gezeigt ist, kann diese Verbindung einen Stift25 , der seitlich von jeder der beiden gegenüberliegenden Seiten der Spindelerstreckung23 vorragt, und zwei schleifenförmige Bügel26 am Bandende7 aufweisen, die über einen jeweiligen der Stifte25 angeordnet sind. Jeder Stift25 und der zugehörige Bügel26 können den oben erwähnten seitlichen Vorsprung bilden. - Eine beschriebene Betätigungsvorrichtung
3 arbeitet auf die folgende Weise. - Wenn das Handrad
8 , wie es in2 gezeigt ist, entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird, wird das äußere Spindelteil10 dementsprechend gedreht, und das Zusammenwirken zwischen dem Gewinde12 und der Mutter15 bewirkt, daß das Spindelteil10 axial auf die linke Seite von2 bewegt wird. Gleichzeitig bewirkt das Zusammenwirken zwischen den Gewinden13 und14 (deren Gang demjenigen des Gewindes12 entgegengesetzt ist), daß das innere Spindelteil11 axial in dieselbe Richtung relativ zum äußeren Teil10 bewegt wird. Diese doppelte axiale Bewegung bewirkt eine Erhöhung des Ansprechens auf eine Drehung des Handrads8 . Insbesondere die Strecke, die sich das Bandende7 für einen bestimmten Drehungsgrad des Handrads auf das gegenüberliegenden Bandende5 zu bewegt, ist größer als diejenige, die sich ergeben würde, wenn das Band2 direkt mit dem äußeren Spindelteil10 verbunden wäre. Also wird dieser relativ große Bewegungsgrad des Bandendes mit geringer Anstrengung erreicht, da der Steigungswinkel der unterschiedlichen Gewinde relativ klein gehalten werden kann. - Bei der Ganz-aus-Stellung der Betätigungsvorrichtung
3 , wie sie in3 gezeigt ist, steht eine Schulter27 des äußeren Spindelteils10 mit einer gegenüberliegenden Oberfläche des Lagerungsarms6 in Eingriff, aber es könnten auch andere An schlaganordnungen aufgenommen werden. Ähnlich könnte jede geeignete Anschlaganordnung aufgenommen werden, um zu verhindern, dass die Betätigungsvorrichtung3 über die Ganz-ein-Stellung, wie sie in2 gezeigt ist, hinaus bewegt wird. - Jeder der Lagerungsarme
4 und6 kann so aufgebaut sein, dass er besonderen Anforderungen genügt. Bei der gezeigten Anordnung sind diese Arme so aufgebaut, dass sie eine bequeme Anbringung am und Entfernung vom Rahmen28 (4 und5 ) der Sitz-Rückenlehne ermöglichen. Es ist auch bevorzugt, dass die Arme4 und6 so aufgebaut sind, dass sie mit bestehenden Teilen des Rahmens28 zusammenwirken. - Der in
4 und5 gezeigte Rückenlehnenrahmen28 weist einen U-förmigen Abschnitt29 aus einem Stab oder Draht auf, der an jedem Seitenelement30 des Rahmens befestigt ist. Ein solcher Abschnitt29 ist typischerweise vorgesehen, um den Kern der Seitenteile oder Polster der Sitz-Rückenlehne zu bilden. Bei einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist jeder Lagerungsarm4 und6 der Lendenstützenanordnung geeignet, mit einem jeweiligen Stab- oder Drahtabschnitt29 zusammenzuwirken. Insbesondere ist es bevorzugt, dass jeder Arm4 und6 so angeordnet ist, dass gegenüberliegende Kantenabschnitte des Arms gegen den Abschnitt29 bzw. das zugehörige Rahmenelement30 drücken. Zu diesem Zweck kann jeder Kantenabschnitt eine gebogene Ausnehmung aufweisen, um, je nachdem, gegen den Abschnitt29 oder das Element30 zu passen. -
2 und3 zeigen eine beispielhafte Armausnehmung31 zur Anordnung über der Querstange32 eines Stab- oder Drahtabschnitts29 , und eine beispielhafte Ausnehmung33 , um mit dem Rahmen-Seitenelement30 in Eingriff zu stehen. Eine Sperrvorrichtung kann vorgesehen sein, um einer Trennung eines Arms4 oder6 von seiner montierten Position auf einem Sitzrahmen28 standzuhalten, und eine solche Sperrvorrichtung ist aus4 und5 ersichtlich. Diese Sperrvorrichtung weist eine flexible zungenartige Feststellvorrichtung34 auf, die in mindestens einer Ausnehmung31 jedes Arms4 und6 vorgesehen ist. Die Feststellvorrichtung34 wird während der Einbringung der Querstange32 in die relevante Ausnehmung31 nach einer Seite ausgelenkt und schnappt dann darüber, um eine Entfernung der Stange32 aus der Ausnehmung31 zu verhindern. Die Anordnung ist so, daß die Rückhaltwirkung der Feststellvorrichtung34 nötigenfalls überwunden werden kann. - Es ist offensichtlich, daß jeder Arm
4 und6 auf eine andere Weise auf dem Rahmen28 angebracht werden kann, als diejenige, die unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben ist. Zum Beispiel können die Arme, anstatt mit den Stab- oder Drahtabschnitten29 zusammenzuwirken, mit Metallplatten-Abschnitten, die am Sitz-Rückenlehnenrahmen befestigt sind, zusammenwirken. - Eine erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung für eine Lendenstützen-Einstellvorrichtung weist aus Gründen, die aus der vorangehenden Beschreibung einer Ausführungsform offensichtlich sind, die Vorteile der Kompaktheit und leichten Bedienbarkeit auf. Eine Lendenstützenanordnung, die eine solche Betätigungsvorrichtung aufweist, weist die Vorteile der Einfachheit und leichten Montage auf.
- Es können verschiedene Abänderungen und/oder Ergänzungen an der Bauweise und Anordnung von oben beschriebenen Teilen vorgenommen werden, ohne vom Geist oder Umfang der Erfindung, wie er durch die beigefügten Ansprüche definiert ist, abzuweichen.
Claims (7)
- Lendenstützenanordnung, die ein Stützband (
2 ), mindestens an einem Ende (7 ) des Bandes (2 ) eine Lagerung (4 ,6 ) und einen Antriebsmechanismus (9 ) aufweist, der die Lagerung (4 ,6 ) und das eine Ende (7 ) miteinander verbindet und der so betätigbar ist, dass er das Band (2 ) zwischen entspannten und gespannten Zuständen einstellt, wenn die Anordnung benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanismus (9 ) ein erstes Teil (11 ), welches mit dem Band (2 ) verbunden ist, und ein zweites Teil (10 ), welches mit der Lagerung (4 ,6 ) verbunden ist, aufweist, und erstes und zweites Teil eine kombinierte axiale Erstreckung aufweisen, die den Zug im Band (2 ) verringert oder verstärkt, je nachdem, ob der Mechanismus (9 ) so betätigt wird, dass er diesen verstärkt bzw. verringert, dass jedes Teil (11 ,10 ) für die Einstellung des Bandzugs relativ zum anderen und auch relativ zur Lagerung (4 ,6 ) axial beweglich ist, dass das erste Teil (11 ) zur Bewegung mit dem einen Bandende (7 ) während der Einstellung des Bandzugs mit diesem verbunden ist, und dass eine Betätigungsvorrichtung (3 ) mit dem Mechanismus (9 ) verbunden ist und so betätigbar ist, dass sie diese relative axiale Bewegung bewirkt, und die Teile (11 ,10 ) so in gegenseitigem Eingriff stehen, dass die relative axiale Bewegung der Teile (11 ,10 ) ansprechend auf eine relative Drehung der Teile (11 ,10 ) um ihre Achse auftritt, und das erste Teil (11 ) gegen eine Drehung um die Achse festgehalten ist, und dass das zweite Teil (10 ) um die Achse relativ zur Lagerung (4 ,6 ) drehbar ist und mit der Lagerung (4 ,6 ) oder einem daran befestigten Element (15 ) so in gegenseitigem Eingriff steht, dass die axiale Bewegung der Teile (11 ,19 ) relativ zur Lagerung (4 ,6 ) ansprechend auf eine Drehung des zweiten Teils (10 ) relativ zur Lagerung (4 ,6 ) auftritt, und weiterhin das erste Teil eine Gewindespindel (11 ) auf weist, und das zweite Teil einen rohrförmigen Abschnitt (10 ) aufweist, der sowohl ein Innengewinde (13 ) als auch ein Außengewinde (12 ) aufweist, dass das Innengewinde (13 ) mit der Gewindespindel (11 ) in gegenseitigem Eingriff steht, und dass das Außengewinde (12 ) mit einem Gewinde-Mutternabschnitt (15 ) der Lagerung (4 ,6 ) in gegenseitigem Eingriff steht. - Lendenstützenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Bewegung in Richtung der Längsachse der Spindel (
11 ) auftritt, dass das erste Teil (11 ) und der Mutternabschnitt (15 ) beide gegen eine Drehung um die Achse festgehalten werden und dass das zweite Teil (10 ) um die Achse gedreht werden kann. - Lendenstützenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (
3 ) mit dem zweiten Teil (10 ) durch eine Kupplung (16 ,17 ) verbunden ist, die eine relative Drehung zwischen dem zweigen Teil (10 ) und der Betätigungsvorrichtung (3 ) verhindert, aber es dem zweiten Teil (10 ) ermöglicht, sich in dar axialen Richtung relativ zu der Betätigungsvorrichtung (3 ) zu bewegen. - Lendenstützenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (
3 ) ein Handrad (8 ) aufweist, das drehbar auf der Lagerung (4 ,6 ) gelagert ist und gegen eine axiale Bewegung relativ zur Lagerung (4 ,6 ) festgehalten wird. - Lendenstützenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (
2 ) für eine Bewegung relativ zum ersten Teil (11 ) um eine Achse, die sich quer zur Richtung der axialen Bewegung erstreckt, mit diesem verbunden ist. - Sitz, der eine Lendenstützenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung (
4 ,6 ) an einem Seitenrahmen-Element (30 ) der Sitz-Rückenlehne (28 ) angebracht ist. - Lendenstützen-Einstellvorrichtung zum Einstellen eines Lendenstützenbandes (
2 ) zwischen entspannten und gespannten Zuständen, die eine Lagerung (4 ,6 ) und einen Antriebsmechanismus (9 ) aufweist, der an der Lagerung (4 ,6 ) angebracht ist und so betätigbar ist, dass er die Einstellung bewirkt, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanismus erste und zweite Teile (11 ,10 ), die eine kombinierte axiale Erstreckung aufweisen, die den Zug im Band (2 ) verringert oder verstärkt, je nachdem, ob der Mechanismus (9 ) so betätigt wird, dass er diesen verstärkt bzw. verringert, dass jedes Teil (11 ,10 ) für die Einstellung des Bandzugs relativ zum anderen und auch relativ zur Lagerung (4 ,6 ) axial beweglich ist, dass das erste Teil (11 ) zur Bewegung mit dem einen Ende (7 ) des Bandes (2 ) während der Einstellung des Bandzugs mit diesem verbindbar ist, und eine Betätigungsvorrichtung (3 ) aufweist, die mit dem Mechanismus (9 ) verbunden ist und so betätigbar ist, dass sie die relative axiale Bewegung bewirkt, und weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass das erste Teil (11 ) eine Gewindespindel (11 ) aufweist, dass das zweite Teil (10 ) einen rohrförmigen Abschnitt (10 ) aufweist, der sowohl ein Innengewinde (13 ) als auch ein Außengewinde (12 ) aufweist, dass das Innengewinde (13 ) mit der Gewindespindel (11 ) in gegenseitigem Eingriff steht, und dass das Außengewinde (12 ) mit einem Gewinde-Mutternabschnitt (15 ) der Lagerung (4 ,6 ) in gegenseitigem Eingriff steht.
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