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Die Erfindung betrifft eine Anordnung eines Zierteiles an einer Instrumententafel eines Fahrzeug-Cockpits, bei welcher im Bereich eines Mantelrohres die Zierleiste unterbrochen ist, wobei eine Abdeckung von einem Grundträger der Zierleiste gebildet ist.
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Aus der
DE 197 24 600 A1 ist eine Kraftfahrzeug-Instrumententafel mit einer horizontal über diese verlaufende Zierleiste bekannt. Diese Zierleiste weist einen Grundträger auf, an welcher diese horizontal vom Fahrgastraum aus sichtbar befestigt ist. Die Zierleiste ist als Versteifungsträger ausgebildet und erfasst die gesamte Breite des Grundträgers der Instrumententafel.
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Des Weiteren existieren Varianten, bei denen im Bereich eines Mantelrohres die Zierleiste für die Montage aus Stabilitätsgründen unterbrochen ist und die Abdeckung vom Grundträger der Zierleiste gebildet wird. Dies bedeutet zum einen eine Verschlechterung der wertigen Anmutung und zum anderen eine Reduzierung der Versteifung, da der Grundträger nur eine einfache Wandstärke erbringt und somit aus einem Material geringer Steifigkeit ausgebildet ist.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung eines Zierteiles an einer Instrumententafel eines Fahrzeug-Cockpits anzugeben, welche durchgehend eine hohe Wertanmutung zeigt und gleichzeitig eine hohe Steifigkeit aufweist.
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Die Erfindung ergibt sich aus den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, sowie der Erläuterung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren dargestellt sind.
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Die Aufgabe ist mit einer Anordnung eines Zierteiles dadurch gelöst, dass sich zwei zusätzliche biegesteife Zierteile mit hoher Wertanmutung links und rechts eines Mantelrohrschachtes an die seitlich zur jeweiligen Fahrzeugtür hin verlaufenden Zierleistenhauptabschnitte anschließen, den Mantelrohrschacht umschließen und im Umgebungsbereich unter Ausbildung eines Spaltes voneinander beabstandet sind, wobei die zusätzlichen biegesteifen Zierteile zumindest im Umgebungsbereich mit einem mit dem Armaturenbrett verbundenen Schachtrahmen fest verbunden sind. Dies hat den Vorteil, dass neben einer erhöhten Wertanmutung durch die eingesetzten zusätzlichen Zierteile die Anbindung der Teile höherer Steifigkeit nicht am Zierteil selbst, sondern über dem Grundträger des Zierleistenhauptabschnittes an der Abdeckung des Mantelrohres erfolgt. Dadurch wird die geforderte Flexibilität für den Mantelrohrfreiraum gegeben. Diese Flexibilität entsteht durch eine Aufteilung der zusätzlichen Zierteile mittig über dem Mantelrohr und der vereinzelten Anbindung an den Zierteilen und der Abdeckung des Mantelrohres.
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Vorteilhafterweise weisen die Grundträger der Zierleistenhauptabschnitte mantelrohrseitig eine Einhängevorrichtung mit einem in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden nach hinten offenen Schlitz auf, der mit einer unterseitig am zusätzlichen Zierteil angeordneten Einführnase zusammenwirkt. Dadurch wird die Flexibilität für den Mantelrohrfreiraum erhöht.
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In einer Ausgestaltung weist die Einführnase seitlich jeweils längs verlaufende horizontal liegende Stege auf, die untereinander ein unterschiedliches Niveau aufweisen und mit Nuten zusammenwirken. Dadurch wird eine entsprechende Elastizität bereitgestellt, die die geforderte Flexibilität für den Mantelrohrfreiraum unterstützt.
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In einer Variante ist eine Befestigung der zusätzlichen Zierteile als Clipsverbindung ausgebildet. Dies stellt eine sehr montagefreundliche und gleichzeitig kostengünstige Ausgestaltung dar.
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In einer Ausführungsform weist der das Mantelrohr abdeckende Schachtrahmen mindestens ein Verrastungselement zur Verankerung des zusätzlichen Zierteiles aufweist. Dadurch werden Fugenmaße auf ein Minimum reduziert und es ist trotz stehender Einzelteile eine Formintegration möglich.
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In einer Ausgestaltung weist das mindestens eine Verrastungselement eine Auflagefläche in Z-Richtung auf, an welchem Stege der Einführnase anliegen. Auch diese Maßnahme unterstützt einen einfachen Montagevorgang.
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In einer weiteren Variante sind die Stege rampenförmig nach oben verlaufend ausgebildet. Dadurch wird die Bündigkeit in Höhenrichtung mit den angrenzenden Zierleistenhauptabschnitten gewährleistet. Somit wird die z-Ausrichtung der zusätzlichen Zierleiste über deren gesamten Länge gewährleistet.
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In einer weiteren Ausführungsform weist das zusätzliche Zierteil unterseitig eine Verclipsung mit einer Rastnase auf, die an der Ober- und Unterseite Rippen aufweist. Dies ermöglicht eine eindeutige Positionierung des zusätzlichen Zierteiles zu den Hauptzierteilabschnitten.
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In einer weiteren Ausgestaltung ist in einem gabelförmigen Schlitz und/oder an weiteren Anschlagstellen der zusätzlichen Zierleiste am Schachtrahmen und/oder am Grundkörper ein Schalldämmmaterial, insbesondere ein Textilstoff oder ein Elastomer, angeordnet. Durch dieses Schalldämmmaterial wird ein Klappergeräusch im Fahrzeug zuverlässig unterbunden, da eine geräuschliche Entkopplung an den Ausrichtpunkten geschaffen ist.
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In einer weiteren Variante ist der Schachtrahmen aus Kunststoff als Spritzgussteil ausgebildet. Dies ermöglicht eine kostengünstige Herstellung des Schachtrahmens.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der - gegebenenfalls unter Bezug auf die Zeichnung - zumindest ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Beschriebene und/oder bildlich dargestellte Merkmale können für sich oder in beliebiger, sinnvoller Kombination den Gegenstand der Erfindung bilden, gegebenenfalls auch unabhängig von den Ansprüchen, und können insbesondere zusätzlich auch Gegenstand einer oder mehrerer separater Anmeldung/en sein. Gleiche, ähnliche und/oder funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Es zeigen:
- 1 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung an einem Cockpit eines Fahrzeuges,
- 2 ein Ausführungsbeispiel der Anordnung gemäß 1 ohne zusätzliche Zierteile,
- 3 ein Ausführungsbeispiel einer Einhängevorrichtung,
- 4 ein Ausführungsbeispiel einer Einhängung des Zierteiles in den Grundträger,
- 5 einen Schnitt A-A der Einhängevorrichtung,
- 6 einen Schnitt B-B der Einhängevorrichtung,
- 7 ein Z-Schnitt der Einhängevorrichtung,
- 8 ein Ausführungsbeispiel einer zusätzlichen Zierleiste.
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In 1 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung eines Zierteiles an einer Instrumententafel eines Fahrzeug-Cockpits dargestellt. Die Anordnung 1 weist dabei zwei Zierleistenhauptabschnitte 3, 5 auf, die eine niedrige Steifigkeit aufweisen. Diese beiden Zierleistenhauptabschnitte 3, 5 erstrecken sich einmal auf der Fahrerseite und zum anderen auf der Beifahrerseite in Richtung der jeweiligen Fahrzeugtür. Die Zierleistenhauptabschnitte 3, 5 werden von einem Grundträger 7 getragen. Im Bereich eines Mantelrohres 9 sind zwischen den Zierleistenhauptabschnitten 3, 5 zwei zusätzliche Zierteile 11, 13 mit hoher Steifigkeit angeordnet und im Umgebungsbereich unter Ausbildung eines Spaltes 15 voneinander beabstandet. Diese zusätzlichen Zierteile 11, 13 sind im Umgebungsbereich über einem Schachtrahmen 17 fest mit dem Armaturenbrett 19 verbunden. Der Schachtrahmen 17 bildet eine Abdeckung des Mantelrohrs 9. Fertigungstoleranzen in y-Richtung werden durch den Spalt 15 der zusätzlichen Zierleisten 11, 13, der durch den Abstand zueinander gegeben ist, aufgefangen. Vorteilhaft sollte der Spalt 15 mittig zum Mantelrohr 9 angeordnet sein und ist infolgedessen verdeckt, um optischen Anforderungen zu genügen.
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Wie in 2 ersichtlich, weist der Grundträger 7 der Zierleistenhauptabschnitte 3, 5 mantelrohrseitig eine Einhängevorrichtung 21 auf, wobei die Einhängevorrichtung 21 mit einem in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden nach hinten offenen Schlitz 23 ausgebildet ist, der mit einer unterseitig am zusätzlichen Zierteil 11, 13 angeordneten Einführnase 25 (3) zusammenwirkt. Hierdurch wird in x- und y-Richtung die Position des zusätzlichen Zierteils 11, 13 relativ zum angrenzenden Zierleistenhauptabschnitt 3, 5 festgelegt, so dass eine möglichst minimale Anschlussfugenbreite erzielt wird. Die zusätzlichen Zierteile 11, 13 sind dabei verchromt, aluminiert oder mit einer Holz- oder Steinoptik versehen. Die zusätzlichen Zierteile 11, 13 weisen als Grundmaterial einen biegesteifen Kunststoff auf und sind als Spritzgußteil ausgebildet. Bei den an dem Grundkörper 7 befestigten Einhängevorrichtungen 21 wird der offene Schlitz 23 von zwei Einführphasen 39 des Armaturenbrettes 19 umfasst, die schlitzseitig mit dem Schalldämmmaterial 41 ausgekleidet sind. An der dem Zierteil 11, 13 abgewandten Seite der Einführphasen 39 ist eine Gleitkante 53 zur Aufnahme einer Positionsfinne 35 ausgebildet (3).
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In 4 ist die Einhängevorrichtung 21 des Grundträgers 7 dargestellt, wie sie in das Armaturenbrett 19 eingeclipst ist. Es ist zu erkennen, wie das Zierteil 11, 13 in den Grundkörper 7 in die Einhängevorrichtung 21 in den offenen Schlitz 23 eingeschoben ist. Der Kontakt entsteht zwischen dem offenen Schlitz 23 mit der unterseitig am zusätzlichen Zierteil 11, 13 angeordneten Einführnase 25. Die Einführnase 25 weist, wie in 8 dargestellt, Stege 27, 29 auf, wobei der Steg 27 für eine Verklemmung und eine Referenzierung in Y-Richtung vorgesehen ist. Der Steg 29 ermöglicht eine Positionierung in Z-Richtung mit Hilfe einer Auflagefläche Z 45. Dabei wird ein X-Maß über eine Z-Pressung zwischen Steg 29 und einer Innenfläche der zusätzlichen Zierleisten 11, 13 gesichert (Restluft 31).
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Es sind flache Verrastungselemente 33 vorhanden, in die das zusätzliche Zierteil 11, 13 an dem Schachtrahmen 17 verankern ist (2). Die Verrastungselemente 33 weisen Auflageflächen 45 in z-Richtung auf, die an den Stegen 27, 29 anliegen. Dazu sind an den Verrastelementen 33 stirnseitig weitere Einführphasen 39 ausgebildet.
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Wie aus 5 erkennbar, in welcher ein Schnitt A-A der Einhängevorrichtung 21 dargestellt ist, besteht eine Überpressung der der Einhängevorrichtung 21 zur als Chromleiste ausgebildeten Zierleistenhauptabschnitten 3, 5. Die Stege 27, 29 sind rampenförmig nach oben verlaufend ausgebildet (7). Hierdurch wird die z-Ausrichtung der zusätzlichen Zierleiste 11, 13 über deren gesamte Länge gewährleistet. Die Abmessungen der Verrastungselemente 33 sind derart dimensioniert, dass beim Einschieben eine Presspassung zustande kommt. Die Einführnase 25 weist längs verlaufende horizontal liegende Stege 27, 29 auf, die ein untereinander unterschiedliches Niveau aufweisen und mit nicht weiter dargestellten Nuten zusammenwirken. Die Befestigung der zusätzlichen Zierteile 11, 13 ist somit als Clipsverbindung ausgeführt.
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In 6 zeigt einen Schnitt B-B der Einhängevorrichtung 21 zeigt. Um Geräuschbelästigungen zu unterbinden, ist im gabelförmigen Schlitz 23 und/oder an weiteren Anschlagstellen der zusätzlichen Zierleiste 11, 13 im Schachtrahmen 17 ein Schalldämmmaterial 41, welches vorteilhafterweise aus einem Textilstoff oder ein Elastomer besteht, angeordnet, welches zur Einpressung von der Einführnase verwendet wird. Der Schachtrahmen 17 selbst besteht aus einem Kunststoff-Spritzgussteil. Am Schachtrahmen 17 ist ein Textilbalg 43, insbesondere aus Leder oder Lederoptik befestigt, der einen inneren Rahmen, der aus Kunststoff besteht, umschließt, welcher am Mantelrohr 9 einer Fahrzeuglenkung befestigt ist (1).
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In 8 ist ein Ausführungsbeispiel einer zusätzlichen Zierleiste 13 gezeigt. Das zusätzliche Zierteil 13 weist an der Unterseite eine vorgelagerte Positionierungsfinne 35 auf, die das Zierteil 13 bei der Montage an der mit einer entsprechenden Restluft 31 versehenen Außenseite der gabelartigen Einhängevorrichtung 21 an dem Schachtrahmen 17 entlang führt. Ebenfalls Unterseitig ist eine Verclipsung 37 mit einer Rastnase ausgebildet, die an der Ober- und Unterseite Rippen 49 aufweist. An der Innenseite der zusätzlichen Zierleiste 13 ist ein Filz für die Entkopplung der beiden zusätzlichen Zierleisten 11, 13 angeordnet.
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Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert und erläutert wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Es ist daher klar, dass eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten existiert. Es ist ebenfalls klar, dass beispielhaft genannte Ausführungsformen wirklich nur Beispiele darstellen, die nicht in irgendeiner Weise als Begrenzung etwa des Schutzbereichs, der Anwendungsmöglichkeiten oder der Konfiguration der Erfindung aufzufassen sind. Vielmehr versetzen die vorhergehende Beschreibung und die Figurenbeschreibung den Fachmann in die Lage, die beispielhaften Ausführungsformen konkret umzusetzen, wobei der Fachmann in Kenntnis des offenbarten Erfindungsgedankens vielfältige Änderungen beispielsweise hinsichtlich der Funktion oder der Anordnung einzelner, in einer beispielhaften Ausführungsform genannter Elemente vornehmen kann, ohne den Schutzbereich zu verlassen, der durch die Ansprüche und deren rechtliche Entsprechungen, wie etwa weitergehenden Erläuterungen in der Beschreibung, definiert wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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