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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von Wäsche gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Trocknen von Wäsche gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 7.
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Wäsche wird insbesondere nach dem Waschen mit bedarfsweiser aufgeheizter Trocknungsluft getrocknet. Dazu dienen Trockner mit einer Trocknungskammer, die jeweils einen Posten der zu trocknenden Wäsche (Wäscheposten) aufnimmt.
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Es sind Trockner bekannt, bei denen von mindestens einem Ventilator die Trocknungsluft umgewälzt und/oder zugeführt wird. Die umgewälzte Trocknungsluft wird bedarfsweise von einer Heizeinrichtung aufgeheizt.
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Die anfänglich noch relativ kalte Trocknungsluft nimmt zu Beginn des Trocknungsprozesses von der nassen Wäsche Feuchtigkeit auf. Die Trocknungsluft wird mit fortschreitendem Trocknungsvorgang aufgrund der zunehmenden Aufheizung von der Heizeinrichtung wärmer und leichter. Beim noch weiter fortgeschrittenen Trocknungsprozess nimmt die aufgeheizte Trocknungsluft aufgrund der schon weitestgehend getrockneten Wäsche weniger Feuchtigkeit auf und verliert dadurch weiter an Dichte. Bisher wird der mindestens eine Ventilator so betrieben, dass er zu Beginn des Trocknungsprozesses, wenn die Wäsche noch ihre Anfangsfeuchtigkeit aufweist und die Trocknungsluft noch relativ kalt ist, mit seiner maximalen Leistung arbeitet. Wenn nun mit fortschreitendem Trocknungsprozess die Dichte der Trocknungsluft abnimmt, wird sie praktisch leichter. Dadurch sinkt die zum Antrieb des Ventilators erforderliche Antriebsleistung und es wird der Ventilator nicht mehr mit seiner maximal möglichen Leistung betrieben. Dadurch wird pro Zeiteinheit weniger Luftvolumen transportiert als möglich. Die Folge ist, dass der Trockner nicht mehr mit seiner maximal möglichen Trocknungsleistung arbeitet.
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Bei bekannten Trocknern ist ein Ventilatorrad des jeweiligen Ventilators mit horizontaler Drehachse in einem Strömungskanal angeordnet. Bei dieser Anordnung des Ventilators und seines Ventilatorrads kommt es strömungstechnisch zu einer Einengung des Strömungskanals der Trocknungsluft vor dem Ventilator. Das führt zu einer Verringerung des Durchsatzes der Trocknungsluft durch den jeweiligen Ventilator und/oder eines höheren Energiebedarfs des Ventilators. Das verringert ebenfalls die Trocknungsleistung.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen von Wäsche zu schaffen, die die Trocknungszeit des jeweiligen Wäschepostens verringern und eine wirtschaftlichere Trocknung der Wäsche ermöglichen.
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Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf. Demnach ist es vorgesehen, die Drehzahl des mindestens einen Ventilators in Abhängigkeit von der Schwere bzw. Dichte der Trocknungsluft, vorzugsweise der momentanen Dichte bzw. Schwere der Trocknungsluft, zu verändern. Vorzugsweise wird die Drehzahl des Ventilators an die sich während des Trocknungsprozesses allmählich verändernde Dichte und/oder Schwere der Trocknungsluft angepasst. Durch diese Anpassung kann der jeweilige Ventilator über den insbesondere gesamten Trocknungsprozess hinweg mit maximal möglicher Drehzahl betrieben werden. Dadurch kann der jeweilige Ventilator über den Trocknungsprozess hinweg stets das maximal mögliche Volumen an Trocknungsluft transportieren. Das führt zu einer Verkürzung der Trocknungsdauer.
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Bevorzugt ist es vorgesehen, die Drehzahl des mindestens einen Ventilators mit abnehmender Dichte und/oder Schwere der Trocknungsluft zu erhöhen. Die Drehzahl des jeweiligen Ventilators wird dadurch über den Trocknungsvorgang hinweg laufend an die Dichte bzw. Schwere der Trocknungsluft angepasst, vorzugsweise kontinuierlich.
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Bevorzugt kann es vorgesehen sein, die Anpassung der Drehzahl des jeweiligen Ventilators und die Dichte der Trocknungsluft während des Trocknungsvorgangs im Hinblick auf die Dauerleistung des Antriebsmotors des mindestens einen Ventilators vorzunehmen. Dadurch kann der Antriebsmotor über den Trocknungsvorgang hinweg mit seiner Maximalleistung und/oder Nennleistung betrieben werden. Zu diesem Zweck wird vorzugsweise der dem Antriebsmotor des jeweiligen Ventilators zuzuführende elektrische Strom bei sinkender Dichte der Trocknungsluft laufend angepasst und/oder soweit erhöht, dass der Antriebsmotor seine Maximal- bzw. Dauerleistung erreicht und diese über den ganzen Trocknungsprozess vorzugweise kontinuierlich beibehält.
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Eine vorteilhafte Weiterbildungsmöglichkeit des Verfahrens sieht es vor, die Drehzahl des mindestens einen Ventilators in Abhängigkeit von der Dichte oder Schwere der Trocknungsluft derart zu verändern und/oder an die Dichte oder Schwere der Trocknungsluft vorzugsweise stetig anzupassen, dass der Motorstrom des Antriebsmotors des mindestens einen Ventilators in einem Motorstrombereich liegt oder abgesehen von toleranzbedingten Schwankungen konstant bleibt. Vorzugsweise ist der konstant zu haltende Motorstrom oder der Motorstrombereich so gewählt, dass der Antriebsmotor im Bereich seiner Maximal bzw. Dauerleistung arbeitet. Bei der Dauerleistung handelt es sich bevorzugt um die Nennleistung des als Antriebsmotor für mindestens einen Ventilator dienenden Elektromotors.
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Bevorzugt erfolgt eine Regelung der Drehzahl des Antriebsmotors des mindestens einen Ventilators in Abhängigkeit vom sich mit der Änderung der Dichte der Trocknungsluft proportional ändernden Motorstrom oder Motorstrombereich. Dabei ist der Motorstrom bzw. Motorstrombereich die Sollgröße, die aufgrund der Regelung konstant gehalten werden soll oder in einem engen Motorstrombereich zu halten ist. Dieser Sollmotorstrom oder Motorstrombereich wird dann durch entsprechende Veränderung der Drehzahl des jeweiligen Ventilators durch die Regelung konstant gehalten oder zumindest nahezu konstant gehalten, und zwar mindestens nahe an der Leistungsgrenze des den Ventilator antreibenden Elektromotors. Dieser arbeitet dadurch über den Trocknungsvorgang hinweg stets mit maximal möglicher und/oder zulässiger Drehzahl.
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Bevorzugt kann das Verfahren so weitergebildet sein, dass die Drehzahl des mindestens einen Ventilators in Abhängigkeit von der Dichte bzw. Schwere der Trocknerluft gesteuert wird, indem die Stromaufnahme des mindestens einen vorzugsweise elektrischen Antriebsmotors des wenigstens einen Ventilators wiederholt und/oder kontinuierlich gemessen und durch entsprechende Anpassung der Motordrehzahl die Stromaufnahme des jeweiligen Antriebsmotors konstant gehalten und/oder im Motorstrombereich gehalten wird. Auf diese Weise kann zuverlässig die volle Leistungsfähigkeit des Elektromotors des jeweiligen Ventilators über den vorzugsweise ganzen Trocknungsvorgang hinweg voll ausgeschöpft werden. Ebenso ist es möglich, Überlastungen des Antriebs des jeweiligen Ventilators zuverlässig zu vermeiden.
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Es kann auch vorgesehen werden, zusätzlich zur Dichte der Trocknungsluft mindestens eine Störgröße des Trocknungsprozesses bei der Anpassung der Drehzahl des mindestens einen Ventilators an die Ventilatorleistung zu berücksichtigen. Als Störgröße kommt das Gewicht der Wäsche, insbesondere des sich jeweils im Trocknerraum befindlichen Gewichts des jeweiligen Wäschepostens, die Art der Wäsche, vorzugsweise seine Luftdurchlässigkeit, die Temperatur des Antriebsmotors, bevorzugt seiner Wicklung, und/oder der Flusenbefall des Trockners in Betracht. Wenn demzufolge mindestens eine dieser Störgrößen berücksichtigt wird, wird die Gefahr von Überlastungen des Elektromotors zum Antrieb des jeweiligen Ventilators mindestens reduziert, indem in Abhängigkeit von mindestens einer Störgröße der Motorstrom begrenzt oder der Motorstrombereich entsprechend herabgesetzt wird.
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Eine Vorrichtung zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 7 auf. Bei dieser Vorrichtung ist es vorgesehen, den mindestens einen Ventilator und/oder sein Ventilatorrad mit einer stehenden Drehachse und/oder am Trockner anzuordnen. Es hat sich gezeigt, dass es bei in konventioneller Weise um eine horizontale Drehachse angetriebenem Lüfterrad zu einer strömungstechnischen Einengung des Strömungswegs der Ventilatorluft kommt. Diese Einengung wird bei einer stehenden Anordnung des Lüfterrads, bei der seine Drehachse nicht horizontal verläuft, wirksam eliminiert.
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Die Vorrichtung kann bevorzugt dadurch weitergebildet sein, dass die stehende Drehachse des mindestens einen Ventilators, insbesondere seines Ventilatorrads, gegenüber einer Vertikalen geneigt ist. Es hat sich gezeigt, dass bei einer leicht gegenüber der Senkrechten geneigten und dadurch leicht schräggestellten Schrägachse das Strömungsverhalten der umgewälzten Trocknungsluft noch weiter verbessert wird.
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Eine bevorzugte Weiterbildungsmöglichkeit der Vorrichtung sieht es vor, dass das Ventilatorrad des mindestens einen Ventilators einen solchen Querschnitt aufweist, dass der Eintrittsquerschnitt der Trocknungsluft in das Ventilatorrad dem Austrittsquerschnitt der Trocknungsluft aus dem Ventilatorrad entspricht. Das begünstigt die Strömung der Trocknungsluft im Luftführungskanal und führt dazu, das Strömungsverhalten der Trocknungsluft im Luftführungskanal weiter zu optimieren. Das trägt dazu bei, die Wirksamkeit des Trocknungsvorgangs und Wirtschaftlichkeit des Trockners noch weiter zu verbessern.
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Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.
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Die einzige Figur der Zeichnung zeigt einen schematischen Querschnitt durch die Vorrichtung.
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Die in der Zeichnung schematisch dargestellte Vorrichtung betrifft einen Trockner zum hochwirksamen, energieeffizienten und wirtschaftlichen Trocknen von Wäsche. Eine solche Vorrichtung, die im Folgenden nur noch als „Trockner“ bezeichnet wird, findet vorwiegend vor allem in gewerblichen Wäschereien Verwendung.
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Der Trockner verfügt über einen Brenner 10, der dazu dient, die Trocknungsluft bedarfsgerecht zu erwärmen bzw. aufzuheizen, und zwar zumindest zeitweise.
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Der Trockner verfügt über ein äußeres Gehäuse 11, das vorzugsweise kastenartig ausgebildet ist. In dem Gehäuse 11 ist ein um eine im gezeigten Ausführungsbeispiel horizontale Drehachse 12 drehend antreibbare Trommel 13 angeordnet. Die drehend antreibbare Trommel 13 dient zur Aufnahme eines jeweils in einem Trocknungsvorgang zu trocknenden Postens feuchter bzw. nasser Wäsche. Zum Be- und Entladen verfügt die Trommel über eine in der Figur nicht gezeigte Be- und Entladeöffnung. Zumindest ein zylindrischer Mantel 14 der Trommel 13 ist luftdurchlässig ausgebildet, damit Trocknungsluft durch die Trommel 13 und die sich darin befindliche getrocknete Wäsche strömen kann. Die Trommel 13 ist von einem nicht gezeigten geeigneten Antrieb, beispielsweise einem Elektromotor, drehend in einem unteren Abteil 15 des Gehäuses 11 gelagert.
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Der zylindrische Mantel 14 der Trommel 13 ist mit geringem Abstand teilweise von luftundurchlässigen, bogenförmigen Wandungen 16 und 17 umgeben. Die Wandungen 16 und 17 liegen auf einer konzentrisch um die Drehachse 12 verlaufenden Kreisbahn, wodurch die luftundurchlässigen Wandungen 16 und 17 den zylindrischen Mantel 14 der Trommel 13 mit geringem Abstand umgeben zur Bildung eines schmalen Spalts 18 zwischen dem Mantel 14 der Trommel 13 und den ortsfesten Wandungen 16 und 17. Jede der vorzugsweise gleich großen Wandungen 16 und 17 erstreckt sich über etwa 120° bis 150° des Umfangs der Trommel 13. Dadurch entstehen von unterschiedlichen Wandungen 16 bzw. 17 freigelassene, vorzugsweise diametral gegenüberliegende Öffnungen, und zwar eine obere Lufteintrittsöffnung 19 und eine untere Luftaustrittsöffnung 20. Über der Lufteintrittsöffnung 19 ist das untere Abteil 15 gegenüber einem oberen Abteil 21 durch eine vorzugsweise horizontale Trennwand 22 abgetrennt. Querwände 23 und 24 sind im Bereich der Lufteintrittsöffnung 19 zur Trennwand 22 geführt. Außerdem ist ein unterer Querrand der in der Figur rechten Wandung 16 durch eine horizontale Wand 25 zur nächstliegenden (linken) Außenwand 26 des Gehäuses 11 abgetrennt zur Bildung der Luftaustrittöffnung 20. Alternativ ist es denkbar, die Lufteintrittsöffnung 19 und/oder die Luftaustrittsöffnung 20 woanders anzuordnen, insbesondere wenn die Trennwand 22 nicht horizontal, sondern schräg oder gegebenenfalls sogar vertikal verläuft.
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Im oberen Abteil 21 des Gehäuses 18 befindet sich zusätzlich zum Brenner 10 ein Ventilator 27. Dieser wälzt mindestens einen Teil der Trocknungsluft im Gehäuse 11 um und/oder transportiert mindestens einen Teil feuchter Trocknungsluft aus dem Gehäuse 11 heraus. Bevorzugt saugt der Brenner 10 bei Bedarf Frischluft in das Gehäuse 11. Zusätzlich oder alternativ kann der Brenner 10 auch mindestens einen Teil der zum Trocknen der Wäsche verwendeten Umluft aufheizen. Der Brenner 10 ist teilweise im oberen Abteil 21 des Gehäuses 11 eingehaust. Oberhalb und unterhalb des Brenners 10 befinden sich dann beabstandete Luftführungswandungen 28 und 29. Diese bilden zusammen eine vorzugsweise längliche Luftaustrittsöffnung 30 der teilweisen Einhausung des Brenners 10. Die Luftaustrittsöffnung 30 ist genauso wie die obere Luftführungswandung 29 von einer oberen Deckwand des Gehäuses 11 beabstandet.
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In einem abgeschrägten, oberen (in der Figur rechten) Eckbereich zwischen der oberen Deckwand 31 und der (rechten) Außenwand 32 des Gehäuses 11 befindet sich ein Abluftstutzen 33. Dem Abluftstutzen 33 ist eine im Inneren des oberen Abteils 21 liegende schwenkbare Umluftklappe 34 zugeordnet. Die Umluftklappe 34 ist durch einen nicht gezeigten Antrieb um eine seitliche Schwenkachse verschwenkbar. Die Umluftklappe 34 ist derart verschwenkbar, dass sie einerseits den Abluftstutzen 33 vollständig verschließt oder andererseits die obere Luftführungswandung 29 über dem Brenner 10 zur Außenwand 32 hin verlängert und dadurch abdichtet. Zwischen den beiden vorstehend genannten Extremstellungen sind beliebige Zwischenstellungen der Umluftklappe 34 möglich.
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Zwischen einem innenliegenden Rand der Trennwand 22 und der in der Figur linken Außenwand 26 des Gehäuses 11 befindet sich eine Durchtrittsöffnung 35, durch die das untere Abteil 15 verlassende Trocknungsluft in einen Rückströmkanal 36 im oberen Abteil 21 gelangen kann. Der Rückströmkanal 36 erstreckt sich größtenteils entlang der Deckwand 31 des oberen Abteils 21, wo er zum Teil von der oberen Luftführungswandung 29 begrenzt ist. Hinter der Durchtrittsöffnung 35 befindet sich im Rückströmkanal 36 ein Ventilatorrad 37 des Ventilators 27. Ein im gezeigten Ausführungsbeispiel als Elektromotor 38 ausgebildeteter Antrieb des Ventilatorrads 37 befindet sich außerhalb des oberen Abteils 21. Der das Ventilatorrad 37 nicht nur antreibende, sondern auch tragende Elektromotor 38 ist außerhalb des Gehäuses 11 angeordnet, indem er außen an der Deckwand 31 des Gehäuses 11 angeflanscht ist. Das Ventilatorrad 37 füllt den Querschnitt des Rückströmkanals 36 so weit aus, dass es dessen Querschnitt nahezu vollständig ausfüllt, ohne die Wandungen des Rückströmkanals 36 zu berühren.
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Der Querschnitt des Rückströmkanals 36 ist mindestens im Bereich des Ventilatorrads 37, nämlich kurz davor so wie kurz dahinter von gleicher Gestaltung und gleicher Größe. Dadurch entstehen vor und hinter dem Ventilatorrad 37 ein etwa gleich großer Eintrittsquerschnitt 40 und Austrittsquerschnitt 41 für die Trocknungsluft in und aus dem Ventilator 27, insbesondere sein Ventilatorrad 37. Gegebenenfalls kann es vorgesehen sein, den Austrittsquerschnitt 41 etwas größer als den Eintrittsquerschnitt 40 auszubilden.
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Eine Längsmittelachse des Ventilatorrads 37 und eine Antriebsachse des Elektromotors 38 liegen auf einer gemeinsamen Linie, nämlich einer Drehachse 42 des Ventilators 27. Der Ventilator 27 ist derart im Rückströmkanal 36 angeordnet, dass die Drehachse 42 stehend ausgerichtet ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel verläuft die Drehachse 42 gegenüber einer Vertikalen geneigt, und zwar um weniger als 45° gegenüber der Vertikalen, vorzugsweise unter 20° bis 40° geneigt zur Vertikalen. Aufgrund dessen entsteht keine oder zumindest eine verringerte hydrodynamische Einengung des Rückströmkanals 36 infolge des darin geneigt zur Vertikalen angeordneten Ventilatorrads 37.
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Analog zum Verlauf der Drehachse 42 des Ventilators 27, insbesondere seines Ventilatorrads 37, verläuft ein Abschnitt 43 des Rückströmkanals 36 zumindest im Bereich des Ventilatorrads 37, vorzugsweise auch ein Stück davor oder dahinter, geneigt. Die Neigung des schrägen Abschnitts 43 des Rückströmkanals 36 ist so gewählt, dass seine Längserstreckungsrichtung, in die die Ventilatorluft den Rückströmkanal 36 durchströmt, quer, und zwar vorzugsweise unter einem rechten Winkel, zur Drehachse 42 des Ventilatorrads 37 und des diesen antreibenden Elektormotors 38 verläuft. Der schräge Abschnitt 43 des Rückströmkanals 36 weist eine solche Länge auf, dass sowohl der Eintrittsquerschnitt 40 der Ventilatorluft vor dem Ventilator 27 und der Austrittsquerschnitt 41 der Trocknerluft hinter dem Ventilatorrad 37 sich auch bzw. noch in diesem schrägen Abschnitt 43 befinden.
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Der Rückströmkanal 36 endet in Strömungsrichtung hinter dem Ventilator 27 im Bereich der Umluftklappe 34. Je nach Stellung derselben kann so vom Ventilator 27 die aus der Trommel 13 und der zu trocknenden Wäsche stammende Trocknungsluft, nämlich feuchte Trocknungsluft, durch den Rückströmkanal 36 aus dem oberen Abteil 21 ins Freie geleitet oder als Umluft zurück ins untere Abteil 15 und von dort wieder in die Trommel 13 transportiert werden. Bei der in der Figur gezeigten Zwischenstellung der Umluftklappe 34 ist es möglich, einen Teil der durch die zu trocknende Wäsche hindurchgeströmten Trocknungsluft ins Freie zu leiten und einen anderen Teil als Umluft der zu trocknenden Wäsche in der Trommel 13 wieder zuzuführen.
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Dem Elektromotor 38 oder einem sonstigen Antriebsmotor des Ventilators 27 ist eine in der Figur nicht dargestellte Steuerung, insbesondere eine elektronische Steuerung, zugeordnet, die die Drehzahl des Ventilators 27 in Abhängigkeit von der momentanen Dichte der Trocknungsluft verändert und/oder an die Dichte der Trocknungsluft angepasst. Insbesondere wird bei mit zunehmender Trocknungsdauer sinkender Dichte der Trocknungsluft und die damit abnehmende Masse derselben die Drehzahl des Ventilators 27 erhöht. Das erfolgt unter dem Gesichtspunkt, dass bei abnehmender Dichte oder bei leichter werdender Trocknungsluft die vom Elektromotor 38 des Ventilators 27 benötigte Antriebsleistung geringer wird. Zu diesem Zweck wird der Motorstrom von einem vorzugsweise dem Elektromotor 38 des Ventilators 27 zugeordneten Strommessgerät, vorzugsweise einem Amperemessgerät, laufend gemessen und dieser Stromwert mit dem in der Steuerung hinterlegten maximal zulässigen Motorstrom, das heißt dem Maximalstrom, Dauerstromwert oder Nennstromwert, des Elektromotors 38 des Ventilators 27 verglichen. Die Steuerung regelt die Stromzufuhr zum Elektromotor 38 dann derart, dass der Elektromotor 38 über den vorzugsweise gesamten Trocknungsprozess hinweg mit seinem Dauer- bzw. Maximalstrom und/oder Nennstrom betrieben wird.
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Alternativ ist es auch denkbar, in der Steuerung einen Dauerstrombereich des Elektromotors 38 zu hinterlegen und die Steuerung bzw. Regelung des Elektromotors 38 zum Antrieb des Ventilators 27 so vorzunehmen, dass über den gesamten Trocknungsprozess hinweg der vom Elektromotor 38 aufgenommene elektrische Strom innerhalb dieses Dauerstrombereichs liegt.
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Es ist möglich, zusätzlich zur Dichte der Trocknungsluft mindestens eine Störgröße des Trocknungsprozesses bei der Anpassung und/oder Veränderung der Drehzahl des mindestens einen Ventilators 27 zu berücksichtigen.
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Bei der Störgröße kann es sich um das Gewicht der Wäsche der jeweils in einem Trocknungsvorgang in der Trommel 13 zu trocknenden Wäsche handeln. In diesem Fall ist die Trommel 13 auf einem Gewichtsaufnehmer gelagert. Der Gewichtsaufnehmer ist vorzugsweise auf das Gewicht der Trommel kalibriert, so dass nach dem Beladen des Wäschepostens nur das zum Taragewicht der Trommel 13 hinzugekommene Gewicht der reinen Wäsche ermittelt wird. In Abhängigkeit vom gemessenen Gewicht der sich jeweils in der Trommel 13 befindenden Wäsche wird dann von der Steuerung die jeweils einzustellende Drehzahl des Ventilators 27 angepasst. Das geschieht vorzugsweise derart, dass der Dauer- bzw. Maximalstrom oder ein Bereich desselben bei weniger Wäsche in der Trommel 13 erhöht und bei einem großen Wäscheposten reduziert wird. Das kann proportional zum Gewicht des Wäschepostens erfolgen.
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Möglich ist es auch, als Störgröße die Art der Wäsche zu berücksichtigen. Das beruht auf der Erkenntnis, dass die Luftdurchlässigkeit des Gewebes der Wäsche, auch nasse Wäsche, sich in Abhängigkeit von der Art derselben verändert. Bei Wäsche, die eine bessere Luftdurchlässigkeit aufweist, kann dann der maximale Motorstrom oder Motorstrombereich zur Bestimmung der Drehzahl des Ventilators 27 erhöht werden. Umgekehrt verhält es sich bei weniger luftdurchlässiger Wäsche.
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Eine weitere Störgröße kann der Flusenbefall des Trockners sein, insbesondere der Flusenbefall des gelochten bzw. perforierten Mantels 14 der Trommel 13. Dieser kann ermittelt werden aus Abweichungen des Stroms zum Betrieb des Ventilators bei vorangegangenen Prozessen, insbesondere vergleichbarem Wäschepostengewicht und vergleichbarer Wäscheart. Stellt sich heraus, dass der Leistungsbedarf des Ventilators 27 bei vergleichbaren anderen Randbedingungen größer wird, erfolgt von der Steuerung eine Anpassung des maximalen Motorstroms oder Motorstrombereichs durch Verringerung desselben.
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Schließlich kann als Störgröße auch die Temperatur des Elektromotors 38 oder eines sonstigen Antriebsmotors des Ventilators 27 herangezogen werden. Hier wird die Temperatur des Elektromotors 38 oder eines sonstigen Antriebs des Ventilators 27 herangezogen, um den maximalen Motorstrombereich oder den maximale Motorstrom entsprechend der gemessenen Motortemperatur zu verändern, indem bei zum Beispiel steigender Motortemperatur der maximale Motorstrom bzw. Motorstrombereich entsprechend reduziert wird.
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Die in Abhängigkeit von allen oder nur einzelnen vorstehend genannten Störgrößen erfolgende Anpassung des Motorstroms oder Motorstrombereichs erfolgt derart, dass der maximale Motorstrom oder der Motorstrombereich den Nennstrom oder die maximal zulässige Stromaufnahme des Elektromotors 38 oder eines sonstigen Antriebs des Ventilators 27 nicht überschreiten. Das erfolgt durch eine entsprechende automatische Anpassung der Drehzahl des Ventilators 27.
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Alternativ oder zusätzlich zu den vorstehend genannten Störgrößen können noch weitere Störgrößen berücksichtigt werden, um in Abhängigkeit hiervon durch die Steuerung eine Anpassung des maximalen Motorstroms oder des Motorstrombereichs individuell vorzunehmen und entsprechend die Drehzahl des Antriebs, insbesondere des Elektromotors 38, des Ventilators 27 zu steuern, vorzugsweise zu regeln.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Brenner
- 11
- Gehäuse
- 12
- Drehachse
- 13
- Trommel
- 14
- Mantel
- 15
- unteres Abteil
- 16
- Wandung (rechts)
- 17
- Wandung (links)
- 18
- Spalt
- 19
- Lufteintrittsöffnung
- 20
- Luftaustrittsöffnung
- 21
- oberes Abteil
- 22
- Trennwand
- 23
- Querwand
- 24
- Querwand
- 25
- Wand
- 26
- linke Außenwand
- 27
- Ventilator
- 28
- untere Luftführungswandung
- 29
- obere Luftführungswandung
- 30
- Luftaustrittsöffnung
- 31
- obere Deckwand
- 32
- rechte Außenwand
- 33
- Abluftstutzen
- 34
- Umluftklappe
- 35
- Durchtrittsöffnung
- 36
- Rückströmkanal
- 37
- Ventilatorrad
- 38
- Elektromotor
- 40
- Eintrittsquerschnitt
- 41
- Austrittsquerschnitt
- 42
- Drehachse
- 43
- schräger Abschnitt