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Die Erfindung bezieht sich auf ein Mittel zur Mund- und Zahnpflege nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Die Mundhöhle ist ein sehr komplexes immunologisches Organ. Forschungen haben gezeigt, dass sich darin etwa 500 unterschiedliche Keime befinden. Etwa fünf dieser Keime können Krankheiten verursachen. Durch Fehlverhalten in Ernährung und Mundhygiene kann das oft überlastete Immunsystem zusammenbrechen. Die Folge sind beispielsweise Zahnfleischbluten, Zahnfleischdegeneration, in manchen Fällen sogar Knochenabbau. Die Abwehrzellen unseres Immunsystems überwachen alle Keime und Schadstoffe in der Mundhöhle. Wenn diese überlastet sind, kann sich beispielsweise die Zahnfleischdegeneration entwickeln.
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Ein Mittel der eingangs erwähnten Art ist beispielsweise aus der
DE 10 2014 221 670 A1 oder der
EP 2 614 812 B1 bekannt. Das ebenfalls gattungsgemäße Dokument
WO 2007/144613 A1 betrifft die Verwendung einer Zusammensetzung, die Hyaluronsäure oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz davon umfasst, bei der Herstellung eines topischen Medikaments zur antimikrobiellen Behandlung von Haut oder Schleimhaut. Diese Zusammensetzung kann auch in Form einer Zahncreme vorliegen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Mittel der eingangs erwähnten Art schaffen, das eine verbesserte Wirkung, insbesondere antibakterielle Wirkung, aufweist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Mittel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Hyaluronsäure, insbesondere Natriumhyaluronat, stellt einen körpereigenen Stoff dar, welcher dadurch besonders gut verträglich ist. Hyaluronsäure ist ein besonders guter Wasserbinder. So kann 1 g Hyaluronsäure etwa 6 Liter Wasser binden. Insofern ist Hyaluronsäure ein sehr wichtiges Molekül und kann für eine besonders gute Feuchtigkeitsversorgung der Haut und durch seine Quellwirkung auch für ein Aufpolstern der Haut sorgen. Hyaluronsäure ist beispielsweise ein langkettiges Molekül, welches je nach Kettenlänge unterschiedlich tief in die Haut eindringen und dadurch an unterschiedlichen Stellen der Haut wirken kann.
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Aktuelle Forschungen haben ergeben, dass die vorerwähnten Abwehrzellen des Immunsystems für ihre Aktivierung Elektrolyte und Spurenelemente, wie zum Beispiel Calcium, Magnesium, benötigen. Das bedeutet, dass die Abwehrzellen ohne wenigstens eine Substanz zur Zellaktivierung, wie beispielsweise Calcium und/oder Magnesium, ungenügend aktiviert werden und insofern Keime und Schadstoffe in der Mundhöhle weniger beseitigt werden.
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Hyaluronsäure ist nicht nur ein direkter Immunstimulator; vielmehr wirkt sie, wie zuvor erwähnt, hygroskopisch, d.h. sie bindet Feuchtigkeit bzw. Wassermoleküle an sich. Dadurch ermöglicht die Hyaluronsäure einerseits das Eindringen wenigstens einer Substanz zur Zellaktivierung beispielsweise in Form einer elektrolytreichen Flüssigkeit in das Zahnfleisch. Andererseits ermöglicht sie dadurch die Anreicherung von der wenigstens einen Substanz zur Zellaktivierung, wie beispielsweise Magnesium und/oder Calcium, in Zellen der Mundhöhle.
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Dadurch ist die Anreicherung wenigstens einer Substanz zur Zellaktivierung in der Mundhöhle gewährleistet, und die effizientere Aktivierung der Abwehrzellen kann beginnen. Die Zellaktivierung ermöglicht ein Beseitigen von Keimen und Schadstoffen. Die Information darüber geht auch an die Immunzelle. Regeneration und eine stabile Gesundheit sind die Folge.
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Insofern ermöglicht und verstärkt die wenigstens eine Substanz zur Zellaktivierung die entzündungshemmende Funktion der Hyaluronsäure. Ein verbesserter Zahnfleischschutz ist die Folge.
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Erfindungsgemäß enthält das Mittel zur Mund- und Zahnpflege neben Hyaluronsäure und der wenigstens einen Substanz zur Zellaktivierung ferner wenigstens ein Enzym. Letzteres besitzt die Fähigkeit, bestimmte Proteine aufzubrechen und dadurch nicht nur eine antibakterielle Wirkung zu entfachen, sondern mit zu einer Wundheilung, Fleckentfernung, Ablösung verfärbter Zahnbeläge beizutragen.
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Insofern trägt die Kombination aus Hyaluronsäure, wenigstens einer Substanz zur Zellaktivierung und wenigstens einem Enzym mit zu einer verbesserten Mund- und Zahnpflege, insbesondere zu einer antibakteriellen Wirkung des erfindungsgemäßen Mittels, beispielsweise in Form einer Zahncreme, und damit zu einer vorbeugenden Wirkung gegen Mund-, Hals- und Rachenkrankheiten bei.
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Gemäß einer Weiterbildung ist die Hyaluronsäure Natriumhyaluronat. Dieses Natriumsalz der Hyaluronsäure ist besonders geeignet, die zuvor erwähnten Funktionen zu erfüllen und damit zu verbesserten Mund- und Zahnpflege insbesondere über eine entzündungshemmende bzw. antibakterielle Wirkung beizutragen.
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Gemäß einer anderen Weiterbildung ist die wenigstens eine Substanz zur Zellaktivierung ausgewählt aus Calciumglycerophosphat und/oder Magnesiumcitrat. Diese Verbindungen sind besonders gut in der Lage, im Zusammenwirken mit der vorerwähnten Hyaluronsäure und dem wenigstens einen Enzym die Abwehrzellen des Immunsystems über Elektrolyte und Spurenelemente, nämlich Calcium und Magnesium, zu aktivieren und im Mund- und Rachenraum zu einem Abbau von Keimen und Schadstoffen beizutragen.
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Vorteilhafterweise ist das wenigstens eine Enzym ein pflanzliches Enzym ausgewählt aus Bromelain und/oder Papain. Bromelain, ein natürliches Enzym aus der Ananas, besitzt die Fähigkeit, bestimmte Proteine aufzubrechen und dadurch zur Wundheilung beizutragen. Es kann mit dazu beitragen, aufzuhellen und Flecken zu entfernen, wodurch dieses Enzym auch zur schonenden Lösung verfärbter Zahnbeläge geeignet ist. Darüber hinaus kann Bromelain abschwellend wirken, da dieses Enzym wirksam beispielsweise aus verletztem Gewebe austretende Eiweiße, welche eine typische Schwellung mit verursachen, spalten kann. Derart zerkleinerte Eiweißteilchen können dann leichter und schneller abtransportiert werden, wodurch sich die abschwellende und meist auch schmerzlindernde Wirkung einstellt. Papain, ein natürliches Enzym aus der Papaya, besitzt ebenfalls die Fähigkeit, bestimmte Proteine aufzubrechen und zur Wundheilung, Aufhellung und Fleckentfernung durch schonende Lösung verfärbter Zahnbeläge beizutragen. Papain soll sich positiv auf die Wundheilung auswirken und Entzündungen im Mund- sowie Rachenraum bzw. Halsschmerzen entgegenwirken. Insbesondere die Kombination aus beiden vorgenannten Enzymen ermöglicht, ein verbessertes Mittel zur Mund- und Zahnpflege bereitzustellen, in dem die Eigenabwehr angeregt und entzündungshemmende bzw. antibakterielle Wirkungen hervorgerufen werden.
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Gemäß einer anderen Weiterbildung enthält das Mittel ferner eine Substanz zur Kariesprophylaxe, vorzugsweise Aluminiumfluorid, und wenigstens ein Konservierungsmittel, vorzugsweise Chlorhexidindigluconat. In Kombination mit den vorgenannten Substanzen bzw. Verbindungen trägt Aluminiumfluorid mit dazu bei, Fluoride schneller in den Zahnschmelz einzubauen und die Bildung von fluorhaltigem Hydroxylapatit zu beschleunigen. Hydroxylapatit ist gegenüber den aus Nahrungsmittelresten gebildeten Säuren deutlich widerstandsfähiger als der übliche Zahnschmelz ohne diese Substanz. Die Wirkung als Kariesprophylaxe dieses Fluoridgemisches wird ferner durch die gleichzeitig vorhandenen Aluminiumionen gefördert. Diese Wirkung wird zusätzlich durch den Einsatz des nachfolgend noch erläuterten Aluminiumhydroxids unterstützt, welches unter anderem zur Viskositätskontrolle eingesetzt. Chlorhexidindigluconat kommt zusätzlich zur Anwendung. Diese Substanz wirkt antimikrobiell und vermag, die in der Mundhöhle befindlichen Keime im Wachstum nicht unerheblich zu hemmen und so die Säurebildung der Bakterien beispielsweise aus Nahrungsmittelresten zu verringern. Diese Substanz kann somit ferner aktiv dazu beitragen, die Plaquebildung bzw. Ablagerung auf den Zähnen zu reduzieren.
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Die vorgenannten Inhaltsstoffe bilden in erster Linie die hauptsächlichen Wirkstoffe im erfindungsgemäßen Mittel zur Mund- und Zahnpflege.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung enthält das Mittel ferner ein Lösungsmittel, vorzugsweise Wasser, wenigstens einen Viskositätsregler, wenigstens einen Putzkörper, einen Emulgator, ein Tensid, ein Verdickungsmittel, eine adstringierende Substanz und/oder einen Stoff zur pH-Regulation, wobei der wenigstens eine Viskositätsregler ausgewählt ist aus Aluminiumhydroxid und/oder Disodium EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure), der wenigstens eine Putzkörper ausgewählt ist aus Hydrated Silica (amorphe Kieselsäure) und/oder Silica (Siliciumdioxid), der Emulgator Poloxamer 188 ist, das Tensid Cocamidopropyl Betaine ist, das Verdickungsmittel Xanthan Gum ist, die adstringierende Substanz Aluminiumlactat ist und der Stoff zur pH-Regulation Natriumhydroxid ist. Aluminiumhydroxid kann in dem erfindungsgemäßen Mittel auch als Polier- und Reinigungsmittel dienen. Disodium EDTA wirkt zusätzlich stabilitätserhöhend und kann dazu verwendet werden, unterschiedliche Inhaltsstoffe miteinander zu vermischen. Dadurch kann das Mittel, beispielsweise in Form einer Zahncreme, länger haltbar und stabil sein, ohne dass sich bestimmte beispielsweise ölige Stoffe absetzen. Ferner kann diese Substanz als Feuchthaltemittel oder Enthärter wirken. Durch die Zugabe von Hydrated Silica (amorphe Kieselsäure) und/oder Silica (Siliciumdioxid) ist das erfindungsgemäße Mittel besonders auch als verbesserte Zahncreme bzw. -pasta mit insbesondere antibakterieller Wirkung geeignet. Poloxamer 188 ist ein schaumdämpfendes, nichtionisches Tensid, welches primär als Emulgator wirkt. Xanthan Gum dient dazu, die Konsistenz und damit auch die Fließfähigkeit des erfindungsgemäßen Mittels einstellen und damit beeinflussen zu können. Aluminiumlactat trägt mit zu einer entzündungshemmenden Wirkung und eines verbesserten Zahnfleischschutzes des Mittels zur Mund- und Zahnpflege bei. Aluminiumlactat gehört zur Gruppe der Adstringentien. Diese wirken durch Kontraktion der oberflächlichen Blutkapillaren und durch Eiweißausfällung aus dem Speichel. Zahnfleischbluten kann so zumindest vorübergehend gemindert werden. Die adstringierende Wirkung von Aluminiumverbindungen erklärt sich aus dem amphoteren Verhalten von Aluminiumhydroxid, das sowohl mit Säuren durch Bildung von Aluminiumsalzen als auch mit Basen durch Bildung von Aluminaten reagieren kann. In wässriger Lösung sind die Salze des Aluminiumhydroxides mit schwachen Säuren z.B. Lactat unbeständig und unterliegen einer Hydrolyse. Diese Substanz kann daher das Zahnfleisch straffen, Zahnfleischbluten mindern bzw. verzögern und ist deshalb auch als prophylaktisches Mittel zur Verhütung von Zahnfleischerkrankungen einsetzbar. Natriumhydroxid kann bei dem erfindungsgemäßen Mittel als wässrige Natronlauge zur Anwendung kommen und ist auch fett- sowie eiweißlösend. Mit Natriumhydroxid kann der pH-Wert des erfindungsgemäßen Mittels in der gewünschten Weise eingestellt und reguliert werden.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung enthält das Mittel zur Mund- und Zahnpflege
| INCI-Bezeichnung | Gew.-% |
| Wasser | 50 bis 100 |
| Aluminiumhydroxid | 5 bis 10 |
| Hydrated Silica | 5 bis 10 |
| Silica | 5 bis 10 |
| Poloxamer 188 | 1 bis 5 |
| Cocamidopropyl Betaine | 1 bis 5 |
| Xanthan Gum | 0,1 bis 1 |
| Aluminiumlactat | 0,1 bis 1 |
| Disodium EDTA | 0,1 bis 1 |
| Natriumhydroxid | 0,1 bis 1 |
| Natriumhyaluronat | 0,1 bis 1 |
| Aluminiumfluorid | 0,1 bis 1 |
| Calciumglycerophosphat | 0,1 bis 1 |
| Magnesiumcitrat | 0,1 bis 1 |
| Bromelain | 0,01 bis 0,1 |
| Papain | 0,01 bis 0,1 |
| Chlorhexidindigluconat | 0 bis 0,1. |
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Durch diese Wirkstoff-Kombination wird ein Mittel zur Mund- und Zahnpflege bereitgestellt, dessen pflegende und reinigende Funktion, insbesondere dessen bakterielle Wirkung, verbessert ist.
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Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält das Mittel ferner ein Feuchthaltemittel, vorzugsweise Hydrogenated Starch Hydrolysate (hydriertes Stärkehydrolysat); Aroma; einen Farbstoff, vorzugsweise Titandioxid; wenigstens einen Mundpflegestoff, vorzugsweise Allantoin und/oder Bisabolol; und/oder ein Süßungsmittel, vorzugsweise Natriumsaccharin. Hydrogenated Starch Hydrolysate (hydriertes Stärkehydrolysat) bewahrt die Hautfeuchtigkeit bzw. bindet die Feuchtigkeit in dem Mittel. Das Aroma, vorzugsweise Minzaroma bzw. ein Aroma mit Minznote, ist ein den Geschmackssinn anregender Stoff und damit in der Lage, unerwünschte Körpergerüche bei dem erfindungsgemäßen Mittel, beispielsweise unangenehmen Mundgeruch, zu unterbinden bzw. den eigenen Geruch im Mund- und Rachenraum in der gewünschten Weise anzupassen. Es kann daher zu einer geschmacklichen Verbesserung und auch zu einem frischeren Atem beitragen. Titandioxid dient dazu, die farbliche Gestaltung des erfindungsgemäßen Mittels beeinflussen und einstellen zu können. Allantoin ist ein Produkt des Eiweißstoffwechsels und wirkt keratolytisch, epithelisierend und daher wundheilungsfördernd. Bisabolol wirkt entzündungshemmend und feuchtigkeitsspendend. Natriumsaccharin wird als Süßungsmittel in Form des Natrium-Salzes des Saccharins wegen dessen besserer Löslichkeit eingesetzt.
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Gemäß einer ferner besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält das Mittel
| INCI-Bezeichnung | Gew.-% |
| Wasser | 50 bis 100, vorzugsweise 56,77845 |
| Hydrogenated Starch Hydrolysate | 10 bis 25, vorzugsweise 14 |
| Aluminiumhydroxid | 5 bis 10, vorzugsweise 8 |
| Hydrated Silica | 5 bis 10, vorzugsweise 7 |
| Silica | 5 bis 10, vorzugsweise 6 |
| Poloxamer 188 | 1 bis 5, vorzugsweise 2 |
| Cocamidopropyl Betaine | 1 bis 5, vorzugsweise 1,38 |
| Aroma | 0,1 bis 1, vorzugsweise 1 |
| Xanthan Gum | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,9 |
| Aluminiumlactat | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,8 |
| Disodium EDTA | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,39 |
| Titandioxid | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,25 |
| Natriumhydroxid | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,20655 |
| Natriumhyaluronat | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,2 |
| Aluminiumfluorid | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,2 |
| Allantoin | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,2 |
| Calciumglycerophosphat | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,15 |
| Magnesiumcitrat | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,15 |
| Natriumsaccharin | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,12 |
| Bromelain | 0,01 bis 0,1, vorzugsweise 0,1 |
| Papain | 0,01 bis 0,1, vorzugsweise 0,1 |
| Chlorhexidindigluconat | 0 bis 0,1, vorzugsweise 0,05 |
| Bisabolol | 0 bis 0,1, vorzugsweise 0,025. |
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Ein solches Mittel vereinigt insbesondere antibakteriell wirkende Stoffe, die besonders bevorzugt in der Mund- und Zahnpflege zum Einsatz kommen können. Insofern ermöglicht das erfindungsgemäße Mittel eine verbesserte Mund- und Zahnpflege.
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Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden nachfolgend näher erläutert, wobei alle beschriebenen Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung bilden.
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Das erfindungsgemäße Mittel dient zur Mund- und Zahnpflege, wobei nach- und vorstehend unter den Begriffen „Mund- und Zahnpflege“ auch eine Mund- und Zahnreinigung sowie eine Verbesserung des optischen Erscheinungsbildes des Zahnfleisches verstanden wird. Eine verbesserte Mund- und Zahnpflege kann auch einen verbesserten Schutz des Zahnfleisches mit umfassen. Vorzugsweise sämtliche vor- und nachgenannten Inhaltsstoffe liegen soweit möglich in pharmazeutischer Qualität vor. Das erfindungsgemäße Mittel liegt als orale Zusammensetzung vor. Es kann zur Verbesserung der Mundhygiene dienen und beispielsweise in Form einer Mundspülung, eines Gels, einer Paste, eines Sprays, eines Mundwassers, eines Pulvers, einer Creme, besonders bevorzugt einer Zahncreme, oder auch in fester Form beispielsweise als Lutschtablette vorliegen. Das erfindungsgemäße Mittel hat eine verbesserte antibakterielle Wirkung und ist insofern in der Lage, das Wachstum von Bakterien im Mund- und Rachenraum sowie auf den Zähnen zu vermindern.
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Dazu enthält das erfindungsgemäße Mund- und Zahnpflegemittel Hyaluronsäure, wenigstens eine Substanz zur Zellaktivierung und wenigstens ein Enzym, wobei die Hyaluronsäure Natriumhyaluronat ist, die wenigstens eine Substanz zur Zellaktivierung ausgewählt ist aus Calciumglycerophosphat und/oder Magnesiumcitrat und das wenigstens eine Enzym ein pflanzliches Enzym ausgewählt ist aus Bromelain und/oder Papain. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Mittel sämtliche der vorgenannten Substanzen.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform enthält das Mittel ferner eine Substanz zur Kariesprophylaxe, vorzugsweise Aluminiumfluorid, und wenigstens ein Konservierungsmittel, vorzugsweise Chlorhexidindigluconat.
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Gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform enthält das Mittel ferner ein Lösungsmittel, vorzugsweise Wasser, wenigstens einen Viskositätsregler, wenigstens einen Putzkörper, einen Emulgator, ein Tensid, ein Verdickungsmittel, eine adstringierende Substanz und/oder einen Stoff zur pH-Regulation, wobei der wenigstens eine Viskositätsregler ausgewählt ist aus Aluminiumhydroxid und/oder Disodium EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure), der wenigstens eine Putzkörper ausgewählt ist aus Hydrated Silica (amorphe Kieselsäure) und/oder Silica (Siliciumdioxid), der Emulgator Poloxamer 188 ist, das Tensid Cocamidopropyl Betaine ist, das Verdickungsmittel Xanthan Gum ist, die adstringierende Substanz Aluminiumlactat ist und der Stoff zur pH-Regulation Natriumhydroxid ist.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthält das erfindungsgemäße Mittel zur Mund- und Zahnpflege folgende Inhaltsstoffe, die mit ihren jeweiligen Bereichsangaben in Gew.-% angegeben sind.
| INCI-Bezeichnung | Gew.-% |
| Wasser | 50 bis 100 |
| Aluminiumhydroxid | 5 bis 10 |
| Hydrated Silica | 5 bis 10 |
| Silica | 5 bis 10 |
| Poloxamer 188 | 1 bis 5 |
| Cocamidopropyl Betaine | 1 bis 5 |
| Xanthan Gum | 0,1 bis 1 |
| Aluminiumlactat | 0,1 bis 1 |
| Disodium EDTA | 0,1 bis 1 |
| Natriumhydroxid | 0,1 bis 1 |
| Natriumhyaluronat | 0,1 bis 1 |
| Aluminiumfluorid | 0,1 bis 1 |
| Calciumglycerophosphat | 0,1 bis 1 |
| Magnesiumcitrat | 0,1 bis 1 |
| Bromelain | 0,01 bis 0,1 |
| Papain | 0,01 bis 0,1 |
| Chlorhexidindigluconat | 0 bis 0,1 |
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Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält das Mittel ferner ein Feuchthaltemittel, vorzugsweise Hydrogenated Starch Hydrolysate (hydriertes Stärkehydrolysat); Aroma; einen Farbstoff, vorzugsweise Titandioxid; wenigstens einen Mundpflegestoff, vorzugsweise Allantoin und/oder Bisabolol; und/oder ein Süßungsmittel, vorzugsweise Natriumsaccharin.
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Gemäß der letzterwähnten, besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält das Mittel die nachfolgend genannten Inhaltsstoffe, die sowohl mit ihren jeweiligen Bereichsangaben in Gew.-% als auch mit jeweils spezifizierten Anteilen in Gew.-% angegeben sind.
| INCI-Bezeichnung | Gew.-% |
| Wasser | 50 bis 100, vorzugsweise 56,77845 |
| Hydrogenated Starch Hydrolysate | 10 bis 25, vorzugsweise 14 |
| Aluminiumhydroxid | 5 bis 10, vorzugsweise 8 |
| Hydrated Silica | 5 bis 10, vorzugsweise 7 |
| Silica | 5 bis 10, vorzugsweise 6 |
| Poloxamer 188 | 1 bis 5, vorzugsweise 2 |
| Cocamidopropyl Betaine | 1 bis 5, vorzugsweise 1,38 |
| Aroma | 0,1 bis 1, vorzugsweise 1 |
| Xanthan Gum | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,9 |
| Aluminiumlactat | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,8 |
| Disodium EDTA | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,39 |
| Titandioxid | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,25 |
| Natriumhydroxid | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,20655 |
| Natriumhyaluronat | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,2 |
| Aluminiumfluorid | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,2 |
| Allantoin | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,2 |
| Calciumglycerophosphat | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,15 |
| Magnesiumcitrat | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,15 |
| Natriumsaccharin | 0,1 bis 1, vorzugsweise 0,12 |
| Bromelain | 0,01 bis 0,1, vorzugsweise 0,1 |
| Papain | 0,01 bis 0,1, vorzugsweise 0,1 |
| Chlorhexidindigluconat | 0 bis 0,1, vorzugsweise 0,05 |
| Bisabolol | 0 bis 0,1, vorzugsweise 0,025. |
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Wie bereits erwähnt werden die Inhaltsstoffe soweit möglich in pharmazeutischer Qualität eingesetzt, was mit zu einer effizienten antibakteriellen Wirkung des erfindungsgemäßen Mittels im Mund- und Rachenraum und damit auch im Bereich der Zähne beiträgt. Diese Wirkung unterstützt auch eine Anregung der Eigenabwehr durch Zellaktivierung und damit eine Entzündungshemmung im Bereich der Mundhöhle.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102014221670 A1 [0003]
- EP 2614812 B1 [0003]
- WO 2007/144613 A1 [0003]