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Die Erfindung betrifft eine leicht handhabbare Schablone zur genauen und kostengünstigen Lagemarkierung einer Leerfläche eines Fliesenspiegels und eines in derselben angeordneten Bauteils als Vorlage zum Übertragen der Lagemarkierung des Bauteils auf mindestens eine zu verlegende Fliese sowie ein leicht handhabbares Verfahren zur Herstellung einer, vorzugsweise kreisbogenartigen, Fliesenausnehmung mindestens einer auf einer Leerfläche eines Fliesenspiegels einer Wand zu verlegenden Fliese, welche z. B. ein mit der Wand verbundenes Bauteil, insbesondere Kalt- und/oder Warmwasserleitung, umfasst.
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Bei dem Verlegen einer Fliese in dem Fliesenspiegel müssen Aussparungen für aus der Wand herausgeführte Rohre, z. B. Wasserrohre, Zuflussrohre, Abflussrohre, Abwasserrohre, elektrische Leitungen, und dergleichen auch berücksichtigt werden. Lage und Größe der Aussparungen können auf einer Fliese üblicherweise auch aufgezeichnet werden.
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Im Sinne der Erfindung werden auch unter Fliesen verstanden, Bad-, Küchen-, Decken-, Wand- und/oder Bodenfliesen oder dergleichen.
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Im Stand der Technik sind unter anderem mehrere Verfahrensmöglichkeiten bekannt, um Fliesen exakt auszuschneiden.
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Zum Einen kann ein Benutzer die Ausschnittgröße und die Ausschnittlage aufgrund seiner Erfahrung ermitteln und mit einem herkömmlichen Fliesenhämmer, die Ausnehmung aus der Fliese herausklopfen. Zudem kann sich der Benutzer einer speziellen Fliesenzange bedienen, mit der die Ausnehmung kreisförmig herausgebrochen wird.
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Zum Anderen betrifft eine weitere Möglichkeit der Markierung der aus der Fliese zu entfernenden Ausnehmung die genaue Vermessung der Ausnehmung und des Bauteils unter Zuhilfenahme eines Zollstocks oder Metermaßes sowie die Übertragung der Messdaten der Lage des Bauteils auf die Fliese und Abschätzung des Umfangs der Ausnehmung. Es zeigt sich, dass für das fachmännische Verlegen von Fliesen exakte Ausnehmungen erforderlich sind, wenn in dem Fliesenspiegel Bereiche für Kalt- und/oder Warmwasserleitungen, Abflüsse, Schalter, Steckdosen und sonstige Bauteile, Zu- oder Ableitungen oder Träger oder Befestigungselemente zu berücksichtigen sind. Diese Bauteile sind von einem Bereich umgeben, dessen Seiten einen vorbestimmten Abstand zu dem Bauteil einhalten können; der Bereich kann mit der aus der Fliese herauszubrechenden oder von derselben zu entfernenden Ausnehmung übereinstimmen. Die Fliese wird derart gegen die Leerfläche der Wand angelegt, dass die Ausnehmung der Fliese diese Bauteile in einem vorbestimmten Abstand der Seiten derselben zu den Bauteilen begrenzen kann.
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Für die Bereitstellung einer solchen Ausnehmung sind Fliesen bereitzustellen, die ein oder mehrere Durchbrüche oder Ausschnitte aufweisen, so dass einerseits die zu verfliesende Leerfläche mit der Fliese abgedeckt und andererseits die Bauteile, wie Zu- und die Ableitungen, quer durch die Fliese hindurchgeführt werden. Die genaue Vermessung des Ausschnitts unter Zuhilfenahme von Zollstock oder Metermaß und die Übertragung der Messdaten auf eine Fliese ist zeitraubend und aufgrund des hohen Zeitaufwandes kostspielig. Der Ausnehmung kann nach erfolgter Lagemarkierung auf der Fliese mit Hilfe eines Bohrers bereitgestellt werden.
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Die Werkzeuge, wie Fliesenschneider, Fliesensäge oder Fliesenpfeile, erleichtern zwar das Entfernen der Ausnehmung aus der Fliese, sie machen gleichwohl die genaue Lagemarkierung des Bauteils oder des das Bauteil umgebenden Bereichs auf der Fliese erforderlich. Mit dem Fliesenschneider werden beim Zuschneiden die Oberseiten der Fliesen angeritzt. Der Fliesenschneider kann wie ein schlanker Stift aussehen und eine nadelähnliche Schneidspitze haben oder wie ein Glasschneider aus einem gehärteten Schneidrädchen bestehen, das in einem Griff eingelassen ist. Mit der kombinierten Fliesenschneid- und Fliesenbrechzange, kann die Fliese nach dem Anritzen der Seiten der Ausnehmung durchgebrochen werden.
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Passgenau kann die Fliese zurechtgeschnitten werden, indem zuvor die Lagemarkierung per Hand auf die Fliese, wenn auch ungenau, mit dem Hartmetallrad des Fliesenschneiders die Glasur markiert und die Ausnehmung entlang der Markierung von Hand aus- oder durchbrochen werden. Mit einem Schneiddraht in der Bügelsäge oder einem verstellbaren Hartmetall-Lochschneider für die Bohrmaschine lassen sich auch solche runden Aussparungen auf einer relativ weichen Wandfliese sehr schnell herstellen. Auch mit dem spitzen Fliesenhammer lässt sich ein Loch in die Fliese schlagen. Mit vorsichtigem Pochen auf die Glasurseite wird dieses Loch so groß gemacht, dass die spitzen Backen der Fliesenzange hindurchpassen. Stückchen für Stückchen vergrößert man mit der Fliesenzange diesen Durchbruch, bis der Durchbruch als Ausnehmung genau den nötigen Durchmesser hat. Zur Kontrolle wird die Fliese stets gegen die Leerfläche gehalten.
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Diese herkömmlichen Verfahren weisen jedoch den Nachteil auf, dass die Lage der Ausnehmung, die von der Fliese entfernt werden muss, genau anzugeben ist.
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So können darüber hinaus bei der Verwendung des Fliesenhammers unerwünschte diagonale Risse, durch die ganze Fliese sich erstreckend, auftreten, die häufig durch die Oberflächenspannung der Glasur auf der Fliesenoberfläche hervorgerufen werden. Ebenso ergeben sich zwangsläufig für den ungeübten Benutzer starke Abweichungen zur der tatsächlich erforderlichen maßgenauen Ausnehmung, da es einerseits an einem oder mehreren Fixpunkten als auch an der Übertragung der genauen Messdaten über die Lage des Bauteils auf die Fliese fehlt.
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Das Verlegen der Fliese durch das Anlegen einer Richtlatte führt zu der Längsverschiebbarkeit der Ausnehmung innerhalb der Fliese, die Kontrolle der waagrechten und senkrechten Lage der Fliese mittels einer Wasserwaage und ggf. einem Senklot sind sehr umständlich und erfordern fachmännische Kenntnis, so dass ein ungeübter Benutzer überfordert ist.
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Eine weitere Möglichkeit des Schneidens von Fliesen ist, dass die Fliese gegen die Leerfläche im Abstand zu dem Bauteil gehalten und ebenso per Hand die Lage des Bauteils als markierte Fläche auf die Fliese übertragen wird. Die Glasur im Bereich der markierten Fläche wird mit dem Fliesenschneider angeritzt und die Fliesen wird nach hinten über die Kante des Schneiders gebrochen. Auch diese herkömmliche Methode führt zu keiner genauen Übertragung der Bauteilmarkierung und Entfernung der der Lage des Bauteils in der Leerfläche des Fliesenspiegels entsprechenden Ausnehmung der Fliese.
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Da die Bauteile nicht von der zu verfliesenden Wand regelmäßig abmontierbar sind, muss unter Umständen sogar die Fliese geteilt und deren Stücke oder Teilstücke gegen die Leerfläche der Wand und das Bauteil mosaikartig angesetzt werden, so dass das gefällige Aussehen der verfliesten Wand deutlich beeinträchtigt wird.
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Es zeigt sich daher, dass das exakte Übertragen der aus der Wand austretenden Bauteile, wie Leitungen, und deren Maße und Relativmaße im Verhältnis zu den die Bauteile umgebenden Fliesen des Fliesenspiegels auf die zu verlegende Fliese sehr erschwert wird. Diese umständliche Übertragung der Maße führt dazu, dass nicht nur die Ausnehmung der Fliese nur unpräzise mit der Lage des Bauteils übereinstimmt, sondern hinzukommend ein hoher Ausschuss an unzureichend angepassten Fliesen sich einstellt, ein Umstand, der die Kosten der Verfliesung sowohl bezogen auf die Arbeitskosten für den Verflieser als auch bezogen auf die Materialkosten in die Höhe treibt.
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So wird in der
DE 37 022 39 A1 zwar eine herkömmliche Vorrichtung zum Schneiden von spröd-harten plattenförmigen Bauteilen, insbesondere von keramischen Fliesen. mit einer Auflageplatte offenbart, wobei eine Führungsschiene für die Schneideinrichtung in an den gegenüberliegenden Querseiten der Auflageplatte vorgesehene Führungen über der Auflageplatten-Oberseite verschiebbar und festlegbar gehaltert wird, jedoch ermöglicht die herkömmliche Vorrichtung keine Übertragung der genauen Lage des Bauteils in der Leerfläche eines Fliesenspiegels und keine Übertragung der Relativmaße des Bauteils bezogen auf die dem Bauteil benachbarten Fliesen auf die zu verlegende Fliese.
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Überdies hilft die
DE 391 53 68 A1 offenbarte Vorrichtung zum Schneiden von Platten ebenso wenig weiter, weil die herkömmliche Vorrichtung lediglich einen beweglichen Tisch beschreibt, an welchem in der Arbeitsebene ein Ritzwerkzeug gekoppelt ist und an dem Tisch ein Messstab angeordnet ist, um die Fliese massgenau zu zerschneiden in Abhängigkeit von den anzugebenden Maßen. Der herkömmlichen Vorrichtung mangelt es gleichfalls an einem Mittel, die Übertragung von Lagemarkierungen des Bauteils bezogen auf die dem Bauteil benachbarten Fliesen des Fliesenspiegels auf die herkömmliche Vorrichtung und Einstellen des Messstabes derselben zuverlässig, wiederholbar und fehlerfrei bereitzustellen.
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Das in der
DE 79 08 055 offenbarte herkömmliche Fliesenschneidegerät erleichtert dem Benutzer das maßgenaue Schneiden und Zerlegen von Fliesen mit Hilfe eines an der Vorrichtung beweglich gekoppelten Messers, das durch ein Hebelsystem bewegt wird, welches fest mit einem Griff verbunden ist und eine Führung aufweist von einer je nach Abmessung der Fliese regulierbaren Länge. Aber dieses herkömmliche Fliesenschneidegerät ermöglicht keine maßstabsgetreue Übertragung der Lagemarkierungen des Bauteils innerhalb der Leerfläche des Fliesenspiegels auf die zu verlegende und zu bearbeitende Fliese in einer Weise, die die zu Fehlern neigende Ablesung der Werte vermeidet.
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Im Sinne der Erfindung wird unter Lagemarkierung im Sinne der Erfindung auch verstanden, die Angabe der Lage des Bauteils innerhalb der Leerfläche, die Lage desselben bezogen auf die Seiten, die Länge und/oder die Form der Seiten der Leerfläche und/oder bezogen auf die der Leerfläche benachbarten Fliesen und deren die Leerfläche begrenzenden Seiten.
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Die in der
DE 91 14 140 offenbarte handbetätigte Fliesenschneidvorrichtung umfasst einen Tisch, auf welchem die Fliese gelagert wird, eine Schneidvorrichtung und einen Anschlag, welcher zur Justierung der Fliese geeignet ist, gleichwohl werden mit der herkömmlichen handbetätigten Fliesenschneidvorrichtung nur diejenigen Teile der zu verlegenden Fliese von derselben entfernt, ohne dem Benutzer Hilfestellung für die Übertragung der Lagemarkierung des Bauteils auf die zu verlegende Fliese zu geben, vielmehr bleibt das fehlerträchtige Ablesen der Maßangaben und Übertragen derselben auf die herkömmliche Fliesenschneidvorrichtung dem Benutzer vorbehalten.
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Schließlich wird in der
DE 100 25 225 A1 eine bekannte Vorrichtung zum Schneiden von plattenförmigen Bauteilen, insbesondere von Fliesen, beschrieben, mit deren Hilfe das maßgerechte Zuschneiden von quadratischen oder rechteckigen Fliesen ermöglicht wird, jedoch die Übertragung der maßgerechten Abmessungen der das Bauteil aufweisenden Leerfläche auf die zu verlegende Fliese wird nicht gezeigt, so dass ebenso die herkömmliche Lehre die o. g. Druckschriften dem Fachmann lediglich beim Zerschneiden oder Zerteilen der Fliese Anleitung gibt.
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Im Stand der Technik ist auf eine herkömmliche Fliesen-Anreißlehre bekannt, mit deren Hilfe Fliesen diagonal oder gerade verlegt werden können. Auch erleichtert die herkömmliche Fliesen-Anreißlehre das Verlegen von Fliesen an Dachdeckenschrägen oder an Türstöcken, an Säulen oder an Wasserrohren, Steckdosen oder an Innendecken. Die herkömmliche Fliesen-Anreißlehre umfasst eine Winkelplatte, die an eine vorhandene Ecke oder Fliese angelegt werden kann. Die herkömmliche Fliesen-Anreißlehre wird in Position gebracht, um die Position des Bauteils festzustellen und die Relativmaße durch Ablesen zu übertragen. Das zu vermeidende fehlerträchtige Ablesen umgeht nicht die herkömmliche Fliesen-Anreißlehre. Die herkömmliche Fliesen-Anreißlehre bietet lediglich die herkömmliche Übertragung von Maßen, wie Absolut- und Relativmaße, eines Bauteils innerhalb einer Leerfläche durch Ablesen und Eintragen der Maße gleichfalls durch Ablesen und nachträglicher Markierung. Es zeigt sich jedoch, dass die Fliesen-Anreißlehre ein genaues Arbeiten des Benutzers erforderlich macht und den Benutzer zwingt zu einem maßstabsgetreuen Anlegen und Ablesen und Übertragen der Maßstabswerte.
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Auch die herkömmliche Präzisionswinkeleinrichtung ermöglicht lediglich das üblicherweise bekannte Abmessen der Lage des Bauteils innerhalb der Leerfläche und der Abstände des Bauteils zu den der Leerfläche benachbarten Fliesen, wobei auch im Falle des irrigen Ablesens und/oder irrigen Auftragens unrichtiger Maßangaben die Fehlerquote an unzutreffend angepassten Fliesen hoch ist.
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Es ist jedoch erwünscht, eine solche Schablone bereitzustellen, die einmal auf die Lagemarkierung des Bauteils eingestellt stets die Lagemarkierungen beibehält, ohne dass es erforderlich ist, dass der Benutzer Maßangaben fehlerfrei abzulesen und diese zu übertragen hat.
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Es ist darüber hinaus erwünscht, dass durch das einmalige Anpassen der Schablone an die Lage des Bauteils die Übertragung der Schablone mit der Aufnahme der Fliese in dieselbe stets eine wiederholbare und von Ablesefehler befreite Einstellung der Markierungen möglich macht.
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Aufgabe ist es, ein Verfahren bereitzustellen, mit welchem eine Fliese genau an die Maße des mit der Wand in Verbindung stehenden Bauteils angepasst werden kann.
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Das bereitzustellende Verfahren soll auch auf mehrere zusammengelegte Fliesen oder auf mindestens einen Teil derselben genau die Maße des mit der Wand in Verbindung stehenden Bauteils übertragen.
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Ebenso soll das Verfahren eine wenig zeitaufwendige Übertragung der Maße des Bauteils auf die Fliesen ermöglichen.
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Auch soll das Verfahren auch an den ungeübten Benutzer nur geringe Anforderungen stellen, so dass das Verfahren für jedermann anwendbar ist.
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Ebenso sollen in verlässlicher, also wiederholbarer, Weise die räumlichen Maße, die von dem Bauteil vorgegeben werden, auf die Fliese übertragen werden können, ohne dass ein hoher Ausschuss an unangepassten Fliesen zu verzeichnen ist.
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Auch soll die bereitzustellende Schablone die Lage des Bauteils innerhalb der Leerfläche zuverlässig anzeigen und zudem sollen die üblichen bei der Verwendung der herkömmlichen sich einstellenden Übertragungsfehler bez. der Maßangaben vermieden werden, so dass die Fehlerquote der unzutreffend an die Lage des Bauteils und an die Größe der Fliese angepassten Fliesen nahezu gegen Null zu gehen vermag.
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Die Aufgabe wird gelöst durch den Hauptanspruch und den Nebenanspruch. Die Unteransprüche betreffen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterentwicklungen der Erfindung.
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Die Erfindung betrifft eine leicht handhabbare Schablone zur genauen Lagemarkierung eines Bauteils in einer Leerfläche eines Fliesenspiegels als Vorlage zur Übertragung der Lagemarkierung des Bauteils auf mindestens eine Fliese oder mindestens einen Teil derselben, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass
die Schablone einen, vorzugsweise rechteckigen, Außenrahmen und einen, vorzugsweise rechteckigen, Begrenzungsrahmen umfasst,
der Außenrahmen Profilleisten und der Begrenzungsrahmen Begrenzungsleisten umfassen,
die, vorzugsweise vier, Profilleisten des Außenrahmens lösbar miteinander mittels Befestigungsmitteln verbunden sind,
die, vorzugsweise vier, Begrenzungsleisten des Begrenzungsrahmens mit dem Außenrahmen und/oder miteinander mittels Befestigungsmitteln lösbar verbunden sind,
insbesondere die Innenseiten der Begrenzungsleisten die Lage des Bauteils in der Leerfläche begrenzen und/oder den Seiten des das Bauteil umgebenden Bereichs entsprechen.
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Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist gerichtet auf ein leicht handhabbares Verfahren zum Herstellen einer, vorzugsweise kreisbogenartigen, Fliesenausnehmung mindestens einer auf einer Leerfläche eines Fliesenspiegels eines Gebäudeteils, z. B. einer Wand, einer Decke, eines Bodens, zu verlegenden Fliese oder mindestens eines Teils derselben, insbesondere die Leerfläche ein mit dem Gebäudeteil verbindbares Bauteil, insbesondere Kalt- und/oder Warmwasserleitung, umfasst, durch ein Bereitstellen einer Schablone,
welches dadurch gekennzeichnet ist, dass
die Schablone mit einem, vorzugsweise rechteckigen, Außenrahmen und einem, vorzugsweise rechteckigen, Begrenzungsrahmen als Vorlage zu einem Übertragen der Lagemarkierung des Bauteils auf mindestens eine Fliese oder auf mindestens einen Teil derselben, bereitgestellt wird durch die Verfahrensschritte
- a. der Außenrahmen gegen die Leerfläche des Fliesenspiegels angesetzt wird,
- b. die Begrenzungsleisten des Begrenzungsrahmens mit ihren Innenseiten gegen das Bauteil der Leerfläche angesetzt und oder an die Seiten eines das Bauteil begrenzenden vorbestimmten Bereichs angelegt und miteinander und/oder mit dem Außenrahmen verbunden werden,
- c. nach einem Entfernen der Schablone von dem Fliesenspiegel mindestens eine zu verlegende Fliese oder mindestens ein Teil derselben von dem Außenrahmen aufgenommen wird,
- d. der von dem Begrenzungsrahmen begrenzte Umriss auf mindestens eine Fliese oder mindestens einen Teil derselben übertragen wird.
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Unter Gebäudeteil wird auch im Sinne der Erfindung eine Wand, eine Decke, ein Boden oder dergleichen verstanden.
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Unter Bauteilen werden im Sinne der Erfindung auch jedwede aus einem Gebäudeteil herausgeführte und/oder in diesem angeordnete und/oder in dieses anzubringende Einrichtungen, zum Beispiel
Rohre, wie Kalt- und/oder Warmwasserleitungen, Abflüsse, Zuflussrohre, Trinkwasserrohre, Abflussrohre, Abwasserrohre,
Zu- oder sonstige Ableitungen,
Armaturen, Schalter,
elektrische Leitungen, Steckdosen,
Träger, sonstige Befestigungselemente
und/oder
mindestens ein Teil der Leerfläche zur weiteren Bearbeitung, wie Bereitstellung eines Durchbruchs und dergleichen mehr,
verstanden.
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Die Leerfläche des Fliesenspiegels kann im Sinne der Erfindung auch die Fläche mindestens einer Fliese des Fliesenspiegels, vorzugsweise die Flächen oder Teilflächen von mehr als einer Fliese, oder die Grundfläche des Bauteils umfassen. So kann die Leerfläche des Fliesenspiegels die zu verfliesende Fläche des Fliesenspiegels mit den Maßen, wie Breite und Länge, mindestens einer Fliese, vorzugsweise die Flächen von mehr als einer Fliese, oder die Umrisse von z. B. zwei oder mehr Fliesen umfassen, die Seite an Seite oder auch unterschiedlich zueinander, z. B. diagonal zueinander, angeordnet sein können.
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Die Innenseiten der Profilleisten können auch den Seiten von mindestens zwei benachbarten, in dem Abschnitt zu verlegenden Fliesen entsprechen, so kann das Maß der Länge einer Innenseite der Profilleiste mit dem Maß der Länge einer Seite der Fliese übereinstimmen.
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Unter Bauteil kann man im Sinne der Erfindung auch den das Bauteil umgebenden vorbestimmten Bereich verstehen, der je nach Erfordernis vor Ort und/oder nach Wunsch des Benutzers hinsichtlich seiner Maße, wie Länge und Breite, vorbestimmt sein kann. Unter dem Bereich des Bauteils wird im Sinne der Erfindung auch verstanden der zu bearbeitende Bereich einer Fliese, wie der für die Aufnahme des Bauteils in die Wand vorzubereitende Bereich, z. B. der mit einem Durchbruch für Zu- und Ableitungen, elektrische Leitungen, oder dergleichen mehr zu versehen ist.
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Unter Lagemarkierung des Bauteils kann man im Sinne der Erfindung auch den Umriss des Bauteils oder eines Teils desselben oder den das Bauteil aufweisende Bereich verstehen, dessen Maße bezogen werden können auf die mindestens eine zu verlegende Fliese und/oder auf die die Leerfläche des Fliesenspiegels begrenzenden Seiten der Fliesen. Die Seiten der zu einem Fliesenspiegel verlegten Fliesen sind vorzugsweise voneinander mittels Fugen beabstandet.
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Unter Umriss wird auch im Sinne der Erfindung verstanden die Fläche, die Eckpunkte, Diagonalen, der Schnittpunkt derselben, die Seiten von z. B. der Leerfläche, mindestens einer Fliese oder von einem Teil derselben oder deren Maße.
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Auch kann man das erfindungsgemäße leicht handhabbare Verfahren so verstehen, dass
die Begrenzungsleisten des Begrenzungsrahmens die Lage des Bauteils oder dessen Bereich, z. B. in der Leerfläche, festlegen
und
die mit den Begrenzungsleisten verbundenen Profilleisten des Außenrahmens die räumliche maßgenaue Zuordnung der Begrenzungsleisten zu den dem Bauteil und/oder zu den dessen Bereich benachbarten Fliesen im Fliesenspiegel
exakt festlegen.
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Wegen des hohen Ausmaßes der Variabilität des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Reihenfolge der Durchführung der beiden Verfahrensschritte, wie
einerseits des Anpassens des Außenrahmen an mindestens eine Fliese oder an mindestens einen Teil derselben oder
des Ansetzens des Außenrahmens, der zuvor nicht an die Maße mindestens einer Fliese oder mindestens eines Teils derselben angepasst wurde, gegen die Leerfläche oder gegen die die Leefläche begrenzenden Fliesen den Fliesenspiegel oder
des Ansetzens des zuvor an die Maße mindestens einer Fliese oder mindestens eines Teils derselben angepassten Außenrahmens gegen die Leerfläche oder gegen die die Leefläche begrenzenden Fliesen den Fliesenspiegel
andererseits des Anpassens des Begrenzungsrahmens an die Lage des Bauteils in der Leerfläche oder an Lage des das Bauteil aufnehmenden Bereichs in der Leerfläche des Fliesenspriegels
von den Erfordernissen vor Ort und//oder dem Wunsch des Benutzers abhängen.
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So kann das erfindungsgemäße leicht handhabbare Verfahren ebenso zwei Vorgehensweisen umfassen:
entweder
zuerst das Festlegen, sprich das Anpassen, des Außenrahmens an die Maße der Leerfläche, z. B. bezogen auf die die Leerfläche begrenzenden Fliesen, und/oder Maße mindestens einer Fliese
und
anschließend das Festlegen, sprich das Anpassen, des Begrenzungsrahmens an die Lage des Bauteils oder dessen Bereichs in der Leerfläche und Verbinden des Begrenzungsrahmens mit dem Außenrahmen
oder vice versa
zuerst das Festlegen, sprich das Anpassen, des Begrenzungsrahmens an die Lage des Bauteils oder dessen Bereichs in der Leerfläche
und
anschließend das Festlegen, sprich das Anpassen, des Außenrahmens an die Maße der Leerfläche, z. B. bezogen auf die die Leerfläche begrenzenden Fliesen, und/oder Maße mindestens einer Fliese und Verbinden des Außenrahmens mit dem Begrenzungsrahmen.
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Das erfindungsgemäße leicht handhabbare Verfahren zur Herstellung einer Fliesenausnehmung einer auf einer Leerfläche eines Fliesenspiegels einer Wand als Gebäudeteil zu verlegenden Fliese, welche Leerfläche ein mit der Wand verbundenes Bauteil, insbesondere Kalt- und/oder Warmwasserleitung, umfasst, kann zur Bereitstellung der Schablone als Vorlage zur Übertragung der Lagemarkierung des Bauteils auf die Fliege durchgeführt werden, indem
ein rechteckiger Außenrahmen mit, vorzugsweise vier, Profilleisten zusammengesetzt wird, wobei
die Innenseiten des Außenrahmens gegen die Seiten der zu verlegenden Fliese angelegt und an die Länge der Seiten angepasst werden,
der Außenrahmen gegen die die Leerfläche begrenzenden Fliesen des Fliesenspiegels der Wand angelegt wird,
die Innenseiten der Begrenzungsleisten gegen das Bauteil angesetzt und/oder an die Seiten eines das Bauteil begrenzenden Bereichs zur Darstellung der aus der Fliese zu entfernenden Fliesenausnehmung angelegt werden,
die, vorzugsweise vier, Begrenzungsleisten mit dem Außenrahmen und/oder miteinander verbunden werden.
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Die erfindungsgemäße leicht handhabbare Schablone dient zur genauen Lagemarkierung einer Leerfläche eines Fliesenspiegels und eines in der Leerfläche angeordneten Bauteils als Vorlage zur Übertragung der Lagemarkierung auf mindestens eine zu verlegende Fliese oder auf mindestens einen Teil derselben; die erfindungsgemäße Schablone umfasst einen, vorzugsweise rechteckigen, Außenrahmen und einen, vorzugsweise rechteckigen, Begrenzungsrahmen. Der Außenrahmen weist mehrere Profilleisten auf und der Begrenzungsrahmen umfasst mehrere Begrenzungsleisten. Die, vorzugsweise vier, Profilleisten des Außenrahmens können lösbar miteinander mittels Befestigungsmitteln verbunden sein, wobei die Innenseiten der Profilleisten den Seiten der Leerfläche des Fliesenspiegels in Länge und/oder Gestalt entsprechen können.
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In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen leicht handhabbaren Schablone werden die Innenseiten der Profilleisten dergestalt an die Fliese und deren Ausmaße, auch Maße genannt, angepasst, dass Profilleisten mit ihren Innenseiten gegen die Seiten der Fliese angesetzt und miteinander verbunden werden. Da diese Fliese mit der das Bauteil aufweisenden Leerfläche des Fliesenspiegel verbunden wird, kann bereits die Anpassung des Außenrahmens an die Ausmaße der Fliese ausreichend sein, um die Lage des Bauteils anschließend mit Hilfe des Begrenzungsrahmens festzulegen.
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In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen leicht handhabbaren Schablone können an den Innenseiten der Profilleisten Abstandshalter angeformt sein, die von den Innenseiten der Profilleisten um ein Maß vorstehen, welches Maß der Breite einer herkömmlichen Fuge zwischen zwei benachbarten Fliesen entsprechen kann. Durch diese Ausgestaltung wird passgenau der Außenrahmen der erfindungsgemäßen leicht handhabbaren Schablone sowohl an die Maße der Fliese als auch an die Breite der Fuge zwischen der zu verfliesenden Fliese und der an die Leerfläche angrenzenden Fliese vorteilhafterweise angepasst. Die Leerfläche des Fliesenspiegels kann sonach der Fläche mindestens einer zu verlegenden Fliese und/oder dem Umriss mindestens einer in der Leerfläche zu verlegenden Fliese entsprechen.
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Auch die Begrenzungsleisten können an ihrer Innenseite angeformte Abstandshalter aufweisen, so das solche Begrenzungsleisten bei deren Ansetzen gegen das Bauteil der Leerfläche um ein vorbestimmtes Maß von dem Bauteil beabstandet sind und dem ungeübten Benutzer durch die Übertragung der um dieses Maß versetzten Lagemarkierung auf die Fliese helfen, zum Beispiel eine Lochfräse mit einem mit dem lagemarkierten Durchmesser weitgehend übereinstimmenden Innendurchmesser auszuwählen, um dem ungeübten Benutzer das erwünschte verkantenfreie Hindurchführen des Bauteils durch ausgefrästen Durchbruch bei dem Ansetzen der bearbeiteten Fliese gegen die Leerfläche zu erleichtern.
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Zudem können die Begrenzungsleisten mit ihren Innenseiten in einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen leicht handhabbaren Schablone den Umriss, wie die Seiten, desjenigen Bereichs des Bauteils festlegen, dessen Eckpunkte mit Hilfe der die gegenüberliegenden Eckpunkte verbindenden Diagonalen und deren gemeinsamen Schnittpunktes gekennzeichnet und übertragen werden
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In einer ganz anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen leicht handhabbaren Schablone können die Innenseiten von mehr als vier Begrenzungsleisten des Begrenzungsrahmens auch an die Umrisse von mehreren Fliesen angepasst werden, die nicht Seite an Seite, sondern zum Beispiel längs einer die Eckpunkte derselben verbindenden Diagonalen ausgerichtet sind.
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Die, vorzgsweise vier, Begrenzungsleisten des Begrenzungsrahmens können mit dem Außenrahmen und/oder miteinander mittels Befestigungsmitteln lösbar verbunden sein, wobei die Innenseiten der Begrenzungsleisten die Lage des Bauteils in der Leerfläche begrenzen, d. h. festlegen, und zumindest den Seiten des Bauteils oder des ihn umgebenden Bereichs entsprechen können. Die Profilleisten und/oder die Begrenzungsleisten können kunststoffartige Materialien, holzartige Materialien und/oder metallene Werkstoffe enthalten.
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Überdies können die Profilleisten und/oder die Begrenzungsleisten Sollbruchstellen und/oder Markierungen aufweisen, um das Anpassen der Profilleisten und/oder der Begrenzungsleisten an die Maße der Leerfläche, der Maße der Lage des Bauteils und oder die Maße der zu verlegenden Fliese oder Fliesen für den Benutzer vor Ort deutlich zu erleichtern.
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Auch kann die Länge der Profilleisten und/oder der Begrenzungsleisten zum Beispiel durch das Ineinanderstecken derselben beträchtlich vergrößert werden, um auch Lagemarkierungen an Fliesen mit großen Maßen, deren Länge und Breiten 600 mm betragen können, zu ermöglichen.
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Auch kann die Länge der Profilleisten und oder der Begrenzungsleisten beispielsweise zum Ineinanderschieben oder Auseinanderziehen derselben verändert werden zwecks Anpassung an Fliesen mit solchen Maßen. So sind überdies Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen leicht handhabbaren Schablone mit teleskopartig ineinander schiebbaren oder auseinander ziehbaren Leistenelemente der Profilleistenteile und/oder der Begrenzungsleisten möglich, wobei die Leistenelemente jeweils einer Profil- oder Begrenzungsleiste miteinander nach vorbestimmten Maßgaben miteinander, z. B. mittels herkömmlicher in Durchbrüche eingreifende federbelastete oder federbeaufschlagte Zapfenarretierungen, festgelegt sein können.
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Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Außenrahmen bereitgestellt. Die Gestalt des Außenrahmens kann sich nach der Gestalt der zu verlegenden Fliese oder Fliesen richten, so dass auch ein in Draufsicht dreieckiger Außenrahmen für das Verlegen dreieckiger Fliesen von Vorteil sein kann.
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Der Außenrahmen ist aber vorzugsweise rechteckig ausgestaltet und umfasst z. B. vier Profilleisten. Die vier Profilleisten können mit herkömmlichen Befestigungsmitteln miteinander befestigt werden. Der Außenrahmen wird beispielsweise hergestellt, indem die vier Profilleisten jeweils mit ihren Innenseiten gegen die Seiten mindestens einer zu verlegenden Fliese angelegt und an die Länge der Seiten der Fliese solcherart angepasst werden.
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Auch ist es möglich, dass der Außenrahmen statt dieser Vorgehensweise seiner Anpassung an die Außenmaße der zu verlegenden Fliese dergestalt hergestellt wird, indem zuerst die vier Profilleisten nacheinander mit ihren Innenseiten gegen die die Leerfläche begrenzenden Seiten der Fliesen des Fliesenspiegels angesetzt und miteinander verbunden werden. Die Maße der von den Profilleisten des Außenrahmens begrenzten Fläche oder Raum kann anschließend durch die Aufnahme der in die Leerfläche aufnehmbaren Fliese in die von dem Außenrahmen begrenzte Fläche oder Raum überprüft werden.
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Die Profilleisten können, vorzugsweise quer zu der Längsachse der Profilleisten verlaufende, Sollbruchstellen aufweisen, welche das Verkürzen der Länge der Profilleisten auf die Länge der Seiten der Fliesen durch einfaches Abbrechen oder Abschneiden erleichtern. Die jeweils benachbarten Profilleisten können miteinander mit Hilfe der herkömmlichen Befestigungsmittel verbunden werden. Die von den Innenseiten des Außenrahmens begrenzte Fläche kann den Außenmaßen, wie den Randmaßen oder Rändern der zu verlegenden Fliese, entsprechen.
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In einem weiteren Verfahrensschnitt kann der zuvor an die Außenmaße der Fliese angepasste Außenrahmen gegen diejenigen Fliesen des Fliesenspiegels angelegt, die die keine Fliese aufweisende Leerfläche begrenzen, in welcher die zu verlegende Fliese gegen die Wand angelegt und mit dieser zu verbinden ist. Die Leerfläche des Fliesenspiegels kann mehrere aus der Wand austretende oder mit derselben verbundene Bauteile aufweisen. Mit Hilfe der Begrenzungsleisten kann die Lage, wie die räumlichen Maße, des Bauteils innerhalb der Leerfläche bezogen auf den Außenrahmen festgelegt werden. In einem Verfahrensschritt wird die erste seitliche Begrenzungsleiste mit ihrer Innenseite gegen das Bauteil oder gegen den eine Seite oder Seitenrand des Bauteils angelegt und anschließend mit dem Außenrahmen mittels Befestigungsmitteln verbunden. Ebenso kann in einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens die erste seitliche Begrenzungsleiste mit ihrer Innenseite seitlich gegen den das Bauteil begrenzenden Bereich oder seitlich gegen dessen von dem Bauteil beabstandeten Rand oder Seite angelegt und mit dem Außenrahmen mittels Befestigungsmittel verbunden werden.
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Die zweite Begrenzungsleiste, die parallel zu der ersten seitlichen Begrenzungsleiste ausgerichtet und/oder dieser gegenüberliegend angeordnet sein kann, wird gleichfalls mit ihrer Innenseite gegen das Bauteil oder gegen die andere Seite oder anderen Seitenrand des Bauteils angelegt, der der einen Seite bzw. Seitenrand des Bauteils gegenüberliegt. Ebenfalls kann in einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens die zweite seitliche Begrenzungsleiste mit ihrer Innenseite seitlich gegen den das Bauteil begrenzenden Bereich oder seitlich gegen dessen von dem Bauteil beabstandeten Rand oder Seite angelegt und mit dem Außenrahmen mittels Befestigungsmitteln verbunden werden. Durch die ersten und zweiten Begrenzungsleisten wird somit die von den Begrenzungsrahmen begrenzte Begrenzungsfläche seitlich begrenzt.
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Anschließend kann die obere Begrenzungsleiste mit ihrer Innenseite gegen das Bauteil oder gegen die obere Seite bzw. Seitenrand des Bauteils angelegt und anschließend mit dem Außenrahmen mittels Befestigungsmitteln verbunden werden.
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Gleichfalls kann in einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens die obere Begrenzungsleiste mit ihrer Innenseite gegen den oberen das Bauteil begrenzenden Bereich oder gegen dessen von dem Bauteil beabstandeten oberen Rand bzw. Seite angelegt und mit dem Außenrahmen mittels Befestigungsmittel verbunden werden.
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Die untere Begrenzungsleiste, die parallel zu der oberen seitlichen Begrenzungsleiste ausgerichtet und/oder dieser gegenüberliegend angeordnet sein kann, wird gleichfalls mit ihrer Innenseite gegen das Bauteil oder gegen die untere Seite bzw. Seitenrand des Bauteils angelegt, der der oberen Seite bzw. dem oberen Seitenrand des Ausschnitts gegenüberliegt, angelegt. Ebenfalls kann in einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens die zweite untere Begrenzungsleiste mit ihrer Innenseite gegen das Bauteil oder gegen den oberen das Bauteil begrenzenden Bereich oder gegen dessen von dem Bauteil beabstandeten unteren Rand bzw. Seite angelegt und mit dem Außenrahmen mittels Befestigungsmittel verbunden werden. Durch die oberen und unteren Begrenzungsleisten wird somit die von dem Begrenzungsrahmen begrenzte Begrenzungsfläche oben und unten begrenzt.
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Die Begrenzungsleisten begrenzen die Begrenzungsfläche der Leerfläche allseitig, die diejenige Fläche der Fliese festlegt, aus welcher zumindest ein Teil der Fliese zur Bereitstellung der Ausnehmung entfernt, wie herausgebrochen, herausgefräst und/oder herausgeschnitten, wird, so dass die Ausnehmung bei Anlegen der Fliese gegen die Wand das Bauteil aufnehmen kann. Im Sinne der Erfindung wird auch unter Verbindung auch eine lösbare Verbindung verstanden.
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Anschließend kann der Außenrahmen mit dem mit dem Außenrahmen verbundenen Begrenzungsrahmen von dem Fliesenspiegel abgenommen werden. Die zu verlegende Fliese wird von dem Außenrahmen aufgenommen, so dass die Innenseiten der Profilleisten gegen die Seiten der Fliese Fläche an Fläche angelegt sind. Die von den Begrenzungsleisten begrenzte Begrenzungsfläche wird anschließend auf die Fliese dergestalt übertragen, dass der Umriss des Bauteils, wie die Lage der Eckpunkte, der Verlauf, die Länge der Innenseiten der Begrenzungsleisten und/oder der Verlauf der die gegenüberliegenden Eckpunkte verbindenden Diagonalen auf die Oberfläche der Fliese 1 zu 1 übertragen, wie eingeritzt und/oder aufgezeichnet, wird.
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So kann die Übertragung der mittels Begrenzungsleisten festgelegten Markierung der Lage des Bauteils in der Leerfläche und dessen Abstand zu den die Leerfläche begrenzenden Fliesen auf die zu verlegende Fliese auf verschiedene Weise erfolgen. Zum Einen können die vier Eckpunkte der Begrenzungsfläche, die von den vier Begrenzungsleisten begrenzt wird, auf die Fliese durch Farbmarker übertragen werden und zum Anderem können die die gegenüberliegenden Eckpunkte verbindenden Diagonalen, welche mittig ein Diagonalkreuz bilden, gleichfalls auf die Fliese durch Farbmarker übertragen werden. Weiterhin ist es möglich, dass zusätzlich oder alternativ hierzu die von den vier Begrenzungsleisten begrenzte Begrenzungsfläche mit ihren Seiten auf die Fliese übertragen wird.
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In einem weiteren Verfahrensschritt wird mit einem Bohrer mit niedriger Drehzahl kranzförmig ein Loch aus dem auf der Fliese übertragenen Ausschnitt ausgebohrt und wird mit einem ggf. stärkeren Bohrer der kreisbogenförmige Ausschnitt vergrößert.
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Auch kann das erfindungsgemäße Verfahren, wie folgt, durchgeführt werden:
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Schritt 1: Herstellung des Außenrahmens
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Um eine genaue Bestimmung der Ausschnitte von Kalt- und Warmwasserzuleitungen, Abflüssen, Schaltern und Steckdosen sowie ähnlichen Öffnungen bzw. Zu- oder Ableitungen oder Bauteile wie Träger und Befestigungselemente aller Art herzustellen, wird zunächst aus vier Profilleisten der Außenrahmen in gleicher Abmessung wie die zu verlegende Fliese hergestellt. Hierzu werden jeweils zwei horizontale und zwei vertikale Profilleisten zu dem Außenrahmen zusammengefügt. Die Profilleisten verfügen im Zentimeterabstand über Sollbruchstellen, die sich einfach brechen lassen, um sie auf die gewünschte Länge entsprechend den Abmessungen der Fliese zu bringen.
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Es können Fliesen zum Beispiel mit einer maximalen Länge der Seite von 600 mm berücksichtigt werden. Zur Anpassung an Fliesen zum Beispiel mit der maximalen Seitenlänge von 600 mm können je zwei Profilleisten mit einer Länge von jeweils 300 mm miteinander verbunden werden, um diese für die erforderliche Seitenlänge der Fliesen von 600 mm zu verwenden.
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Schritt 2: Verlegung der vertikalen Begrenzungsleisten
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Der in Schritt 1 vorbereitete Außenrahmen wird nun auf die noch nicht verflieste Stelle der Wand als Leerfläche gelegt. Es werden nun zwei weitere Begrenzungsleisten passend auf die Länge der Fliese abgelängt, z. B. verkürzt (das heißt von maximal 600 mm herunter auf die gewünschte Länge) und jeweils rechts und links der Ausschnittstelle, zum Beispiel einem Abflussrohr, vertikal so verlegt, dass sie mit den Enden oben und unten auf den Außenrahmen gesteckt werden.
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Es können Fliesen zum Beispiel mit einer maximalen Seitenlänge von 600 mm berücksichtigt werden. Zur Anpassung an Fliesen zum Beispiel mit der maximalen Seitenlänge von 600 mm können je zwei Begrenzungsleisten mit einer Länge von jeweils 300 mm miteinander verbunden werden, um diese für die erforderliche Seitenlänge der Fliesen von 600 mm zu verwenden.
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Schritt 3: Verlegung der horizontalen Begrenzungsleisten
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Zur genauen Fixierung der Ausschnittstelle ist nun noch die Horizontale zu vermessen. Hierzu werden wiederum zwei Begrenzungsleisten passend der Breite der Fliese abgelängt, z. B. verkürzt (das heißt wiederum von maximal 600 mm herunter auf die gewünschte Länge) und oberhalb und unterhalb des Ausflussrohres (= Ausschnittstelle) horizontal so verlegt, dass sie mit den Enden rechts und links auf dem Außenrahmen festgesteckt werden können.
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Schritt 4: Übertragung auf eine Fliese
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Der Außenrahmen mit den zwei vertikal und zwei horizontal festgesteckten Profilleisten wird jetzt von der Wand genommen und auf die zu bearbeitende Fliese gelegt.
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Schritt 5: Einzeichnung des Ausschnitts
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Durch die zwei vertikal und die zwei horizontal festgesteckten Begrenzungsleisten wird ein Rechteck gebildet, das die Ausschnittstelle eingegrenzt. Mit einem Stift werden die vier Seiten des Rechtecks durch Entlangziehen an den Innenseiten derselben auf die Fliese übertragen und dadurch die äußere Umrandung der Ausschnittfläche auf der Fliese eingezeichnet. Um den Mittelpunkt des Rechtecks zu ermitteln, werden danach mit dem Stift ausgehend von den vier Ecken als Eckpunkte des Rechtecks zwei diagonale Linien auf der Fliese gezogenen und in deren Schnittpunkt der Mittelpunkt markiert.
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Schritt 6: Einschneiden des Ausschnitts
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Ein Lochbohrer, der entsprechend der Ausschnittgröße als Ausnehmung ausgewählt wird, wird nun auf den auf der Fliese eingezeichneten Mittelpunkt gesetzt und dann ein Loch durch die Fliese gebohrt.
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Schritt 7: Verklebung der vorbereiteten Fliese auf die Wand
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Die so bearbeitete Fliese kann nun über das aus der Wand ragende Abflussrohr geschoben und in üblicherweise auf die Wand geklebt werden. Die quadratische Ausschnittfläche als Ausnehmung wird zwar etwas grösser als der Durchmesser des Abflussrohres sein, aber dieser Abstand bewegt sich immer im Toleranzrahmen dessen, was im Handwerk bei der Verlegung von Fliesen üblich ist.
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Die Profilleisten sind – z. B. durch das Verbinden von je zwei Profilleisten einer Länge von je 300 mm – vorzugsweise 600 mm lang und 10 mm breit. Insbesondere können auch die Länge und die Breite der Profilleisten sich von der o. g. Ausführungsform derselben unterscheiden; so können zum Beispiel produktionstechnisch bedingt die Profilleisten eine größere oder geringere Breite als 10 mm aufweisen.
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Im Abstand von 10 mm Länge können Sollbruchstellen eingearbeitet sein, die sich einfach von Hand brechen lassen, aber andererseits widerstandkräftig genug sind, um normalen im Rahmen des Arbeitsganges üblichen Belastungen standzuhalten ohne zu brechen. Die Profilleisten sind so gearbeitet, dass sich die Ober- und Unterseiten durch einfaches Aufeinanderdrücken miteinander verbinden lassen. Hierzu sind die Oberseiten der Profilleisten mit kreisrunden „Federn” in einem Abstand von 10 mm besetzt, während sich an der Unterseite Nuten für die Aufnahme der Federn mit gleichem Durchmesser und erforderlicher Tiefe (entspricht der Höhe der Federn) und in gleichem Abstand wie die Federn befinden. Die Verbindung zweier Profilleisten oder Begrenzungsleisten erfolgt dadurch, dass eine Profilleiste bzw. Begrenzungsleiste mit einer beliebigen gewünschten Nut auf die Feder einer anderen Profilleiste bzw. Begrenzungsleiste gedrückt wird.
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Um gegebenenfalls größere Fliesen mit Außenmassen von mehr als 600 mm Kantenlänge bearbeiten zu können, sind außerdem Adapterstücke denkbar, mit deren Hilfe zwei Profilleisten so zusammengesteckt werden können, dass die erforderliche Länge erreicht wird.
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Als Befestigungsmittel können solche benutzt werden, die dem Fachmann bekannt sind. Als Befestigungsmittel eignen sich herkömmliche Schraubverbindungen für die lösbare Verbindungen von Profilleisten und Begrenzungsleisten; ebenso können Nietverbindungen und/oder Klebverbindungen für Verbindungen der unlösbaren Art verwendet werden. Auch eignen sich solche sich, die eine Schicht mit Verhakungselementen auf der einen Seite und eine auf der der einen Seite gegenüberliegenden anderen Seite aufgebrauchte flauschige Schicht umfassen, die durch Zusammendrücken in lösbaren Eingriff gelangen, so dass sich quasi formschlüssig die Verhakungselemente mit der flauschigen Schicht verbinden.
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Als weiteres Befestigungsmittel eignen sich solche, die auf einer Seite mehrere auf der Seite angeformte Noppen kreisbogenförmiger Art in der Draufsicht aufweisen und die andere Seite als rechteckiger Rahmen mit kreisbogenförmig gestalteten Hohlzylinder ausgebildet ist, wobei der Zwischenraum zwischen den Hohlzylindern und dem Außenrahmen durch Zusammendrücken der beiden Schichten die Noppen aufnimmt, so dass die Noppen mit dem Rahmen und Hohlzylindern kraft-, form- und/oder reibschlüssig lösbar miteinander verbunden sind.
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Als Befestigungsmittel kann des Weiteren ein solches benutzt werden, bei welchem die Profilleisten und Begrenzungsleisten als Kanalprofile oben offene von je zwei aufeinander zu weisenden Randflanschen gebildete schlitzförmige Mündungen aufweisen, dass ins Innere der Profilleisten und Begrenzungsleisten Schiebekörper längs verschieblich einsetzbar sind und dass auf der Oberseite der Profilleisten und Begrenzungsleisten Ausrichtorgane mit Ausrichtelementen für die Verbindung der Profilleisten miteinander und der Begrenzungsleisten mit den Profilleisten sorgen. Der Schiebekörper kann mit wenigstens einem die schlitzförmiger Mündung der Profilleisten und Begrenzungsleisten durchsetzenden Schaft versehen sein, welcher durch die Mündung hin durchgeführt ist und an dem freien Ende des jeweiligen Schaftes ein in dem Inneren der Profilleisten und Begrenzungsleisten geführte Klemmeinrichtung angreift, wie Klemmmutter, Rändelmutter, Schnellspanner oder dergleichen.
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Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird auf einfache Weise aber sehr genau mit Hilfe des Außenrahmens die Leerfläche in dem Fliesenspiegel bestimmt, die von den benachbarten Fliesen begrenzt wird.
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Aufgrund der präzisen Wiedergabe der Maße der Leerfläche und der Fliese durch die Innenseiten des Außenrahmens oder durch dessen Profilleisten kann der Benutzer auf ganz geschickte Weise die Größe der Fliese bestimmen.
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Durch den Begrenzungsrahmen kann der Benutzer
die Lage des Bauteils in der Leerfläche,
die Lage des von der Fliese aufzunehmenden Bauteils,
die Lage des Bauteils relativ zu den benachbarten Fliesen und
die Maße, wie Breite und Länge, des Bauteils
sehr genau und jederzeit wiederholbar und überprüfbar festlegen.
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Durch den Begrenzungsrahmen kann der Benutzer hinzukommend
die Anordnung des Bauteils in der Fliese,
den Abstand des Bauteils zu den Seiten der zu verlegenden Fliese oder Fliesen,
die Maße,
die Form
und
den Umfang der das Bauteil aufzunehmenden Ausnehmung der Fliese, usw. festlegen.
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Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden auch keine hohen Anforderungen an die Geschicklichkeit des Benutzers gestellt, weil lediglich die Profilleisten gegen die Fliesen auf der einen Seite und die Befestigungsleisten gegen das Bauteil auf der anderen Seite anzulegen sind.
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Auch behindert nicht das Bauteil das Anlegen des Außenrahmens und des Begrenzungsrahmens.
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Hinzukommend erweist sich das erfindungsgemäße Verfahren von Vorteil, weil mit dem Anlegen des Außenrahmens gegen die die Leerfläche begrenzenden Fliesen auch optisch der Benutzer durch das anschließenden Anlegen der Begrenzungsleisten eine Vorstellung erhält über
die Maße,
die Form
und
den Umfang des aus der Fliese zu entfernenden Fliesenbereich als Ausnehmung.
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Die Begrenzungsleisten
begrenzen wiederum auf sehr einfache Weise die Fläche der zu entfernenden Ausnehmung
oder
vergrößern durch eine von dem Benutzer erwünschte oder durch äußere Vorgaben vorbestimmte Beabstandung die Fläche der Ausnehmung,
innerhalb welchem das Bauteil sich befindet, welches an der Wand oder aus der Wand heraustritt.
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Hinzukommend ist es von Vorteil, dass mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens die Ausnehmung sehr präzise durch die vier Begrenzungsleisten
sowohl unten als auch oben,
als auch seitlich
maßgenau auf die erfindungsgemäße Schablone übertragen wird.
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Nach der Abnahme der erfindungsgemäßen Schablone, welche den Außenrahmen und den mit dem Außenrahmen verbundenen Begrenzungsrahmen umfasst, wird durch einfaches Nachzeichnen der von dem Begrenzungsrahmen begrenzten Begrenzungsfläche auf die Oberfläche der Fliese der Bereich 1 zu 1 fehlerfrei übertragen.
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Die erfindungsgemäße Schablone kann sogar mehrfach als Vorlage zur Übertragung der durch den Begrenzungsrahmen bestimmten Maße auf Fliesen verwendet werden ohne Verlust der erforderlichen Maßgenauigkeit.
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Die von den Innenseiten des Außenrahmens begrenzte Außenrahmenfläche führt hinzukommend zu einer lagesicheren Halterung der Fliese in derselben, so dass die Fliese ortsfest in der erfindungsgemäßen Schablone verbleibt und mit der Lagemarkierung versehen wird, ohne dass ein Verrutschen eintritt.
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Die Übertragung der Maße auf die Fliese kann auf verschiedene Weise erfolgen, die den Benutzer überlassen werden kann.
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Gleichwohl ist die Verbindung der diagonal gegenüberliegenden Eckpunkte unter Bildung eines Schnittpunktes der Diagonalen als Diagonalkreuz eine besondere Hilfestellung auch für den ungeübten Benutzer, um zentriert den Bohrer mit seiner Lochsäge gegen das Diagonalkreuz anzusetzen.
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Nach dem Entfernen beispielsweise des kreisbogenförmigen Ausnehmung aus der zu verlegenden Fliese kann diese Fliese leicht und zudem maßgenau in die Leerfläche eingesetzt und mit der Wand formschön verbunden werden.
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Ausführungsbeispiele
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Die Zeichnungen zeigen aufgrund einer zeichnerischen Vereinfachung in schematischer, stark vergrößerter Weise, ohne Anspruch auf eine maßstabsgetreue Wiedergabe in
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1 die Draufsicht auf den Fliesenspiegel mit der von benachbarten Fliesen begrenzten Leerfläche als Abschnitt und dem mit der Wand verbundenen Bauteil als Abflussrohr,
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2 die Draufsicht auf die gegen die Fliese angelegte linke seitliche Profilleiste im Abstand zu dem Abflussrohr,
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3 die Draufsicht auf die beiden seitlichen voneinander beabstandeten Profilleisten im Abstand zu dem Abflussrohr,
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4 die Draufsicht auf den Außenrahmen mit den beiden oberen und unteren Profilleisten im Abstand zu dem Abflussrohr,
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5 die Draufsicht auf den Außenrahmen und den beiden seitlichen Begrenzungsleisten, die gegen das Abflussrohr angesetzt sind,
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6 die Draufsicht auf den Außenrahmen und den Begrenzungsrahmen mit den gegenüberliegenden oberen und unteren Begrenzungsleisten, die gegen das Abflussrohr angesetzt sind,
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7 die Draufsicht auf die die zu bearbeitende Fliese aufgenommene erfindungsgemäße Schablone mit dem Außenrahmen und dem Begrenzungsrahmen,
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8 die Draufsicht auf die die zu bearbeitende Fliese aufgenommene erfindungsgemäße Schablone mit kreisbogenförmig ausgestalteter aus der Fliese entfernter Ausnehmung sowie
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9 die Draufsicht auf die gegen die Leerfläche angesetzte und mit der Wand verbundene Fliese mit dem von der Ausnehmung der Fliese aufgenommenen Abflussrohr.
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In 1 wird gezeigt, dass um die Leerfläche 3 Fliesen 4 verlegt sind; es gilt, die noch fehlende Fliese 14 mit einer Ausnehmung für das Abflussrohr 2 zu versehen.
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Nach 2 und 3 werden zuerst die seitlichen Profilleisten 5 des Außenrahmens 7, anschließend die oberen und unteren Profilleisten 6 gegen die zu verlegende Fliese 14 angesetzt; die umgekehrte Reihenfolge, nämlich Ansetzen der zuerst der oberen und unteren Profilleisten 6 und anschließend Ansetzen der seitlichen Profilleisten 5 des Außenrahmens 7 gegen die zu verlegende Fliese 14, kann in einem weiteren Ausführungsbeispiel erfolgen (nicht gezeigt).
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Gem. 4 werden nach dem Ansetzen der Profilleisten 5, 6 diese miteinander zur Bereitstellung des Außenrahmens 7 verbunden und der Außenrahmen 7 wird auf die Leerfläche 3 übertragen und gegen mindestens zwei Fliesen 4 des Fliesenspiegels angelegt.
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Die Bereitstellung des Begrenzungsrahmens 13 erfolgt durch das Anlegen von zwei vertikalen Begrenzungsleisten 9 an das Abflussrohr 2, das anschließende Anlegen der beiden horizontalen Begrenzungsprofile 16 an das Abflussrohr 2 und das Verbinden dieser mit dem Außenrahmen 7 (5).
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Danach wird der Außenrahmen 7 der erfindungsgemäßen Schablone auf die zu bearbeitende Fliese 14 übertragen, indem diese Fliese 14 in den von den Profilleisten 5, 6 begrenzten Raum 10 als Begrenzungsfläche aufgenommen wird sowie sodann der Umriss der von den Begrenzungsleisten 9, 16 begrenzten Begrenzungsfläche 10 oder der mittels der die gegenüberliegenden Eckpunkte der Begrenzungsfläche 10 verbindenden Diagonalen gebildete Schnittpunkt auf die Fliese 14 eingezeichnet wird (7).
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Mittels eines herkömmlichen Lockfräsers wird mit Hilfe des Schnittpunktes zentriert ein Loch 11 aus der Fliese 14 herausgefräst (8) und die sonach bearbeitete Fliese gegen die Leerfläche 3 des Fliesenspiegels 12 der Wand angesetzt und mit derselben verklebt (9).
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In einem Ausführungsbeispiel werden zuerst die beiden seitlich gegenüberliegenden Profilleisten 5 mit ihren Innenseiten 5a gegen die beiden gegenüberliegenden Seiten 21 der Fliese 14 angelegt, anschließend werden die obere und die untere Profilleiste 6 mit ihren Innenseiten 6a gegen die obere Seite 21 und die untere Seite 21 der Fliese 14 angelegt und die benachbarten Profilleisten 5, 6 miteinander verbunden. Als Verbindung können auch Schraubverbindungen oder Klemmverbindungen dienen. Die von den Innenseiten 5a der Profilleisten 5 begrenzte Begrenzungsfläche 10 entspricht maßgenau den Maßen, in Länge und Form, der zu verlegenden Fliese 14.
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Der Außenrahmen 7 mit den vier Profilleisten 5, 6 wird gegen die Fliesen 4 angelegt, die die Leerfläche 3 des Fliesenspiegels 12 mit einer Vielzahl von an einer Wand befestigten Fliesen 4 begrenzen, welche das Abflussrohr als Bauteil 2 umfasst, das aus der Wand heraustritt.
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Die erste seitliche Begrenzungsleiste 9 wird beispielsweise auf der linken Seite mit ihrer Innenseite 9a gegen das Abflussrohr 2 angelegt und auf die oberen und unteren Profilleisten 6 gelegt und mit diesen mit Hilfe einer herkömmlichen Klemmverbindung lösbar verbunden. Die zweite seitliche Begrenzungsleiste 9, die der ersten Begrenzungsleiste 9 gegenüberliegt und parallel zu dieser ausgerichtet ist, wird gleichfalls mit ihrer Innenseite 9a gegen das Abflussrohr 2 angelegt und auf die oberen und unteren Profilleisten 6 gelegt und mit diesen mit Hilfe einer herkömmlichen Klemmverbindung lösbar verbunden.
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Die obere Begrenzungsleiste 16 wird gleichfalls mit ihrer Innenseite 9a gegen das Abflussrohr 2 angelegt und auf die seitlichen Profilleisten 5 oder die seitlichen Begrenzungsleisten 9 gelegt und mit diesen mit Hilfe einer herkömmlichen Klemmverbindung lösbar verbunden. Die untere Begrenzungsleiste 16, die zur oberen Begrenzungsleiste 16 beabstandet und zu dieser parallel ausgerichtet ist, wird gleichfalls mit ihrer Innenseite 9a gegen das Abflussrohr 2 angelegt und auf die seitlichen Profilleisten 5 oder die seitlichen Begrenzungsleisten 9 gelegt und mit diesen mit Hilfe einer herkömmlichen Klemmverbindung lösbar verbunden.
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Durch das Anlegen der vier Begrenzungsleisten 9, 16 entspricht der Abstand deren Innenseiten 9a von den Profilleisten 5, 6 von deren Innenseiten 5a, 6a dem Abstand des Abflussrohres 2 von den Seiten der zu verlegenden Fliese 14, so dass die von den Begrenzungsleisten 9, 16 begrenzte Begrenzungsfläche 10 der aus der Fliese 14 zu entfernenden Ausnehmung 11 entsprechen kann. Durch Entfernen der Ausnehmung 11 zur Aufnahme des Abflussrohres 2 kann die Fliese 14 anschließend passgenau gegen die Leerfläche 3 des Fliesenspiegels angesetzt und mit dieser verbunden werden.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist es gleichfalls möglich, dass die Reihenfolge des Ansetzens oder Anlegens der ersten, zweiten, oberen und unteren Begrenzungsleisten 9, 16 verschieden sein kann und dem Benutzer vorbehalten bleibt.
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Die erfindungsgemäße Schablone und das erfindungsgemäße Verfahren weisen – verglichen mit dem Stand der Technik- erhebliche Vorteile auf, wie
Anpassung der zu verlegenden Fliese genau an die Maße des mit der Wand in Verbindung stehenden Bauteils,
wenig zeitaufwendige Übertragung der Maße des Bauteils auf die Fliesen,
keine Anforderung an die Geschicklichkeit des Benutzers,
kein Ablesen von Maßangaben, welches fehlerhafte Angaben nicht ausschließt,
kein Übertragen von Maßangaben auf dsie zu verlegenden Fliese, welches fehlerhafte Angaben nicht ausschließt,
verlässliche und wiederholbare Überprüfung der festgelegten Anordnung der Profilleisten bezogen auf die zu verlegende Fliese
verlässliche und wiederholbare Überprüfung der festgelegten Anordnung der Begrenzungsleisten bezogen auf die Lage des Bauteils innerhalb der Leerfläche und in Bezug auf die der Leerfläche und des Bauteils benachbarten Fliesen des Fliesenspiegels,
kein Auftreten von unzutreffend an die Lage des Bauteils angepassten Fliesen,
kostengünstige einmalige Anpassung der Fliese an Lagemarkierung des Bauteils,
einfache Verbindung der Profilleisten miteinander und der Begrenzungsleisten an Profilrahmen,
Verlängerung der Profilleisten und/oder der Begrenzungsleisten an übergroße Fliesen von z. B. 600 mm Länge der Seiten durch einfaches Ineinanderstecken der Profil- bzw. Begrenzungsleisten.
einfaches Anpassen der Profilleisten und/oder der Begrenzungsleisten an Fliesen mit von Länge derselben sich unterscheidender Breite,
ohne Weiteres Anpassen der Profilleisten und/oder der Begrenzungsleisten an Fliesen sowohl rechteckiger als auch rautenförmiger Gestalt,
Vermeiden der zu Fehlern neigenden Ablesung der Werte und Maßangaben
und
Vermeiden der zu Fehlern neigenden Eintragung der abgelesenen Werte und Maßangaben.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 3702239 A1 [0016]
- DE 3915368 A1 [0017]
- DE 7908055 [0018]
- DE 9114140 [0020]
- DE 10025225 A1 [0021]