DE102014106116A1 - Klappdeckelverschluss für eine Tube - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Klappdeckelverschluss für eine Tube (1), mit einem an der Tube (1) zu befestigenden, von oben betrachtet im Wesentlichen runden, Verschlussgrundkörper (2) und einem randseitig daran klappbar angelenkten Verschlussdeckel (3), wobei der Verschlussdeckel (3) ein in den Verschlussgrundkörper (2) einsteckbares Einrastelement (4) aufweist. Bekannte derartige Klappdeckelverschlüsse weisen im Bereich der Verbindung zwischen Verschlussdeckel und Verschlussgrundkörper nur unzureichende Stabilität auf. Die Aufgabe, einen Klappdeckelverschluss für eine Tube so weiterzubilden, dass eine sichere Verbindung zwischen Verschlussgrundkörper und Verschlussdeckel gewährleistet ist, wird dadurch gelöst, dass die auf den von oben betrachteten Verschlussgrundkörper (2) bezogene radiale Tiefe (T) des Einrastelements (4) mindestens 30% der tangentialen Breite B des Einrastelements beträgt.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Klappdeckelverschluss für eine Tube nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von Kunststofftuben und zugehörigen Klappdeckelverschlüssen bekannt, wobei die Tuben beispielsweise zur Bevorratung von Kosmetika, Zahnpasten, Haarwaschmitteln, Seifen, etc. verwendet werden. Diese bekannten Kunststofftuben bestehen aus einem Tubenkörper, der an einem Ende verschlossen ist, und an seinem anderen Ende eine Tubenschulter aufweist, an welcher ein Verschluss, beispielsweise ein erfindungsgemäßer Klappdeckelverschluss angeordnet ist.
- In der
DE 197 43 924 A1 ist ein Klappdeckelverschluss für eine Tube beschrieben. Dieser weist einen Verschlussgrundkörper und einen daran über ein Scharnier angelenkten Verschlussdeckel auf. Zur Verbindung mit einer Tuben weist der Verschlussgrundkörper ein Innengewinde auf, welches mit einem entsprechenden Außengewinde an der Schulter der Tube korrespondiert. Alternativ ist der Verschlussgrundkörper so ausgebildet, dass er auf die Tubenschulter aufsteckbar ist. - Gegenstand der
DE 203 11 719 U1 ist eine Kunststofftube mit einem Tubenkörper, einer Tubenschulter und einem Klappdeckelverschluss, welcher einen Verschlussgrundkörper und einen daran klappbar angelenkten Verschlussdeckel umfasst, wobei die Tubenschulter und der Verschlusskörper einstückig ausgebildet sind. - Schließlich zeigt die
einen ebenfalls aus einem Verschlussgrundkörper und einem Verschlussdeckel bestehenden Tubenverschluss, wobei ein Einrastelement mit einem daran angeordneten Filmscharnier an dem Verschlussdeckel angeordnet und in eine Ausnehmung am Rande des Verschlussgrundkörpers einsteckbar ist, wodurch eine zweiteilige Anordnung gebildet wird.WO2008/050264 A1 - Zwar ist es aus Gründen der Montageerleichterung grundsätzlich wünschenswert, den Verschlussgrundkörper und den Verschlussdeckel in ihrer Produktion zu trennen und anschließend zusammen zu stecken, jedoch hat es sich als nachteilig erwiesen, dass in diesen Fällen die Verbindung zwischen Verschlussdeckel und Verschlussgrundkörper nur unzureichend stabil ist. Der Verschlussdeckel kann sich unabsichtlich von dem Verschlussgrundkörper lösen oder verwinden, was zu einem unsauberen Schließen des Deckels führt.
- Es besteht daher die Aufgabe, einen Klappdeckelverschluss für eine Tube so weiter zu bilden, dass eine sichere Verbindung zwischen Verschlussgrundkörper und Verschlussdeckel und damit eine zuverlässige Funktion beim Schließen und Öffnen gewährleistet werden.
- Gelöst wird diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben. Diese zeigen:
-
1 : einen Längsschnitt durch eine Tube mit aufgesetztem, geöffnetem, erfindungsgemäßem Klappdeckelverschluss; -
2 : einen Schnitt durch den Verschlussdeckel des in1 dargestellten Klappdeckelverschlusses; -
3 : eine perspektivische Ansicht des im2 dargestellten Verschlussdeckels; und -
4 : eine Ansicht des in den2 und3 dargestellten Verschlussdeckels im geöffneten Zustand. -
5 : eine Darstellung des in1 gezeigten Verschlussgrundkörpers von unten, also vor dem Aufsetzen auf die Tube; und -
6 : eine Darstellung der in5 gezeigten Verschlussgrundköpers mit geschlossenem Verschlussdeckel von vorn. - Die in
1 dargestellte Tube1 dient lediglich der Veranschaulichung der Positionierung des erfindungsgemäßen Klappdeckelverschlusses. Die Tube1 ist daher nur schematisch gezeigt. An der Oberseite der in1 dargestellten Tube1 befindet sich ein erfindungsgemäßer Klappdeckelverschluss, der im Wesentlichen aus einem Verschlussgrundkörper2 und einem Verschlussdeckel3 besteht. Der Verschlussgrundkörper2 ist in an sich bekannter Weise mit der Oberseite der Tube1 verbunden, beispielsweise durch Verschweißen, Verschrauben, Aufprellen oder Verrasten. Die Verbindung zwischen Tube1 und Verschlussgrundkörper2 kann entweder lösbar, z.B. durch ein Gewinde, oder für den Endverbraucher unlösbar, beispielsweise durch Verprellen oder Verschweißen, ausgebildet sein. Der Verschlussgrundkörper2 weist eine Öffnung6 auf, durch welche der Inhalt der Tube1 ausdrückbar ist, wenn der Verschlussdeckel3 geöffnet ist. Die Öffnung6 befindet sich im dargestellten Ausführungsbeispiel außerhalb der – von oben betrachteten – Mitte des im Wesentlichen runden Verschlussgrundkörpers2 . - In der Beschreibung und den Ansprüchen beziehen sich die Worte radial und tangential auf die von oben betrachtete im Wesentlichen runde Form des Verschlussgrundkörpers
2 . - In
1 ist in den Verschlussgrundkörper2 ein Verschlussdeckel3 eingesetzt und im geöffneten Zustand gezeigt. Die Verbindung zwischen Verschlussdeckel3 und Verschlussgrundkörper2 erfolgt über ein Einrastelement4 , welches über ein Filmscharnier5 mit dem eigentlichen Verschlussdeckel3 verbunden ist. Dieses Einrastelement4 befindet sich in einer genau passenden Ausnehmung des Verschlussgrundkörpers2 . Darin ist das Einrastelement4 entweder eingeklemmt, verrastet oder eingeprellt, so dass es bei normalen Beanspruchungen sicher und lösbar in dieser Ausnehmung sitzt. - Die genaue Ausgestaltung des Verschlussdeckels
3 zeigt2 . Dargestellt ist das Einrastelement4 zur Verbindung mit dem Verschlussgrundkörper2 sowie der über das Filmscharnier5 damit verbundene eigentliche Verschlussdeckel3 , welcher an seiner (im geschlossenen Zustand der Tube zugewandten) Innenseite einen Stopfen7 aufweist, der nach Verschwenken des eigentlichen Verschlussdeckels2 um das Filmscharnier5 um einen Winkel von 180° in die Öffnung6 des Verschlussgrundkörpers2 eingreift und die Tube verschließt. - Eine Ansicht der Innenseite des Verschlussdeckels
3 mit daran angesetztem Einrastelement4 zeigt3 in perspektivischer Darstellung. Dieser Figur ist auch eine Wandung9 innerhalb des Verschlussdeckels3 zu entnehmen, deren Form etwa der äußeren Kontur des Einrastelements4 entspricht, so dass die Wandung9 im geschlossenen Zustand die entsprechende Aufnahme innerhalb des Verschlussgrundkörpers2 übergreift.3 ist außerdem eine Ausnehmung an der Außenseite des Verschlussdeckels3 zu entnehmen, welche diagonal gegenüber dem Filmscharnier5 bzw. dem Einrastelement4 angeordnet ist und ein leichteres Öffnen des Verschlussdeckels3 durch Eingreifen mit einem Finger ermöglicht. - Die genaue geometrische Ausgestaltung des Verschlussdeckels
3 mit Einrastelement4 ist besonders gut aus4 ersichtlich, welche einen Blick auf die der Tube1 im geschlossenen Zustand zugewandten Innenseite des Verschlussdeckels3 zeigt. Neben den bereits unter Bezugnahme auf die2 und3 erörterten Elementen Stopfen7 , Ausnehmung8 , Wandung9 und Filmscharnier5 zeigt4 besonders deutlich die geometrische Ausgestaltung des Einrastelements4 , dessen maximale radiale Tiefe T im dargestellten Ausführungsbeispiel bei etwa 50% der tangentialen Breite (B) liegt. Im Gegensatz zu vorbekannten Ausführungsformen ist das Einrastelement4 somit voluminös ausgestaltet, weist also eine erhebliche radiale Erstreckung (Tiefe T), verglichen mit dessen tangentialer Ausdehnung (Breite B), auf. - Dies ermöglicht ein verwindungssteifes und sicheres Einrasten in die entsprechende Ausnehmung des Verschlussgrundkörpers
2 , verhindert ein Herausrutschen und gewährleistet ein in jeder Raumrichtung stabiles Öffnen und Schließen des Verschlussdeckels3 gegenüber dem Verschlussgrundkörper2 . Bezogen auf die Fläche des Verschlussdeckels3 nimmt die Fläche des Einrastelements4 in der Draufsicht gemäß4 mindestens 5% ein, weist also eine gegenüber einem schlitzförmigen Einrastelement voluminöse Ausgestaltung auf. - Die genaue Ausgestaltung des Verschlussgrundkörpers zeigt
5 . Im oberen Bereich ist die Ausnehmung zur Aufnahme des Einrastelements4 des Verschlussdeckels3 gezeigt und im unteren Bereich die Öffnung7 zum Austreten des Tubeninhalts bei Gebrauch der Tube1 . - Ferner zeigt
5 die an der Unterseite des Verschlussgrundkörpers2 , welche nach der Montage der Oberseite der Tube1 zugewendet ist, angeordneten Verstärkungsrippen15 ,15` und15`` . Diese verlaufen nicht radial, bezogen auf die Mitte14 des runden Verschlussgrundkörpers2 . Zwar sind zwei Verstärkungsrippen dargestellt, welche in Richtung auf die Mitte14 verlaufen und horizontal sind, daneben sind jedoch zahlreiche Verstärkungsrippen15 ,15` und15`` vorhanden, welche nicht durch diese Mitte14 des Verschlussgrundkörpers2 verlaufen, also bezogen auf den runden Verschlussgrundkörper2 nichtradial verlaufen, so die parallel zu der mittigen, horizontal verlaufenden Verstärkungsrippe verlaufenden beiden Verstärkungsrippen15 , die hierzu orthogonal verlaufende Verstärkungsrippe15` und die zu beiden Verstärkungsrippen15 und 15`in einem Winkel von etwa 45° verlaufenden Verstärkungsrippen15`` . - Diese nichtradial verlaufenden Verstärkungsrippen
15 ,15` und15`` gewährleisten eine Verwindungssteifigkeit des Verschlussgrundkörpers2 auch bei Belastung, also während des Öffnens und Schließens. Damit ergibt sich ein sauberer Öffnungs- und Schließvorgang, ein zuverlässiges Schließen des Verschlussdeckels3 und ein zuverlässiges Öffnen sowie eine hohe Stabilität des Verschlussgrundkörpers2 gegenüber Bruch. -
6 zeigt den in2 dargestellten Verschlussgrundkörper2 von vorn bei geschlossenem Verschlussdeckel3 . Deutlich zu sehen ist hier eine vorn an dem Verschlussgrundkörper2 und dem Verschlussdeckel3 angeordnete Ausnehmung10 , durch welche der Eingriff mit dem Daumen erleichtert und damit das Öffnen des Verschlussdeckels3 gegenüber dem Verschlussgrundkörper2 erleichtert wird. Durch die Kombination des voluminösen Einrastelements mit dem Verstärkungsrippen wird eine besonders hohe Stabilität des Klappdeckelverschlusses erzielt. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 19743924 A1 [0003]
- DE 20311719 U1 [0004]
- WO 2008/050264 A1 [0005]
Claims (12)
- Klappdeckelverschluss für eine Tube (
1 ), mit einem an der Tube (1 ) zu befestigenden, von oben betrachtet im Wesentlichen runden, Verschlussgrundkörper (2 ) und einem randseitig daran klappbar angelenkten Verschlussdeckel (3 ), wobei der Verschlussdeckel (3 ) ein in den Verschlussgrundkörper (2 ) einsteckbares Einrastelement (4 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den von oben betrachteten Verschlussgrundkörper (2 ) bezogene radiale Tiefe (T) des Einrastelements (4 ) mindestens 30% der tangentialen Breite B des Einrastelements beträgt. - Klappdeckelverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einrastelement (
4 ) einheitlich mit dem Verschlussdeckel (3 ) ausgebildet und gegenüber diesem über ein Filmscharnier (5 ) klappbar ausgebildet sowie in eine Ausnehmung des Verschlussgrundkörpers (2 ) einrastbar ist. - Klappdeckelverschluss nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussgrundkörper (
2 ) einen geschlossenen Bereich zur Aufnahme des Einrastelements (4 ) aufweist. - Klappdeckelverschluss nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussdeckel (
3 ) einen im geschlossen Zustand eine Öffnung (6 ) des Verschlussgrundkörpers (2 ) verschließenden Stopfen (7 ) aufweist. - Klappdeckelverschluss nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussdeckel (
3 ) diametral gegenüber des Einrastelements (4 ) eine Ausnehmung (8 ) zum leichteren Eingriff und Aufklappen des Verschlussdeckels (3 ) gegenüber dem Verschlussgrundkörper (2 ) aufweist. - Klappdeckelverschluss für eine Tube (
1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dass der Verschlussgrundkörper (7 ) mindestens eine, bezogen auf seine von oben betrachtete Mitte (14 ), nicht radial verlaufende Verstärkungsrippe (15 ) aufweist. - Klappdeckelverschluss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die oder jede Verstärkungsrippe (
15 ,15` ,15`` ) an der der Tube (1 ) zugewandten Unterseite (16 ) des Verschlussgrundkörpers (7 ) befindet. - Klappdeckelverschluss nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auch der Verschlussdeckel (
8 ) mindestens eine, bezogen auf seine von oben betrachtete Mitte, nicht radial verlaufende Verstärkungsrippe aufweist. - Klappdeckelverschluss nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussgrundkörper (
7 ) und/oder der Verschlussdeckel (8 ), bezogen auf ihre von oben betrachtete Mitte (4 ), mehrere, nicht radial verlaufende Verstärkungsrippen (15 ,15` ,15`` ) aufweisen. - Klappdeckelverschluss nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Verstärkungsrippen (
15 ) parallel zueinander verlaufen. - Klappdeckelverschluss nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Verstärkungsrippen (
15 ,15` ) orthogonal zueinander verlaufen. - Klappdeckelverschluss nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei Verstärkungsrippen (
15 ,15` ,15`` ) in verschiedene Richtungen verlaufen.
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