DE102009060455A1 - Wasserarmatur mit zwei Zulaufkanälen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Wasserarmatur mit mindestens zwei unteren Zulaufkanälen und einem oberen Auslauf, wobei jeder Zulaufkanal über jeweils ein steuerbares Absperrorgan mit dem Auslauf verbunden ist, wobei der Auslauf zwei Auslaufkanäle nebeneinander aufweist, von denen ein erster mit dem ersten Absperrorgan und der zweite mit dem zweiten Absperrorgan verbunden ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Wasserarmatur mit mindestens zwei unteren Zulaufkanälen und einem oberen Auslauf, wobei jeder Zulaufkanal über jeweils ein steuerbares Absperrorgan mit dem Auslauf verbunden ist.
- Es sind Mischarmaturen für Bad und Küche bekannt mit zwei Zulaufkanälen für Warm- und Kaltwasser, wobei Warm- und Kaltwasser durch ein Mischventil gemischt und über den einzigen Auslaufkanal des Auslaufs ausgebracht werden. In vielen Fällen ist es erforderlich geworden, dass eine zweite Flüssigkeitsart ausgegeben werden muss. Es handelt sich hierbei entweder um Trinkwasser höherer Qualität, das zum Beispiel durch Filtern erstellt wurde, oder aber um Seife, Sirup oder Desinfektionsmittel. In all diesen Fällen ist es erforderlich, neben der bekannten Mischarmatur eine zweite Armatur am Becken zu befestigen.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Wasserarmatur der eingangs genannten Art zu schaffen, die neben dem üblichen Wasser eine zweite Flüssigkeit unvermischt ausgeben kann.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Auslauf zwei Auslaufkanäle nebeneinander aufweist, von denen ein erster mit dem ersten Absperrorgan und der zweite mit dem zweiten Absperrorgan verbunden ist.
- Durch eine solche Armatur wird die Flüssigkeit des zweiten Zulaufs getrennt von der des ersten Zulaufs durch die Armatur unvermischt abgegeben, so dass verschiedene Flüssigkeiten von derselben Armatur voneinander getrennt erhalten werden können. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn neben dem Wasser geringerer Qualität noch Wasser höherer Qualität abgegeben werden soll. So ist es an vielen Orten üblich, das von den Stadtwerken erhaltene Wasser nicht als Trinkwasser zu verwenden, da es von geringerer Qualität ist, und ein Teil des Wassers durch Filter zu führen, und/oder chemikalisch zu behandeln, so dass es als Trinkwasser verwendet werden kann. Hierbei ist von Bedeutung, dass das Wasser höherer Qualität nicht mit dem Wasser geringerer Qualität vermischt wird, sondern beide Wasserarten voneinander getrennt aus derselben Armatur erhalten werden können. Somit ist sichergestellt, dass das Wasser höherer Qualität nicht verunreinigt wird.
- Hierzu wird vorzugsweise vorgeschlagen, dass die zwei Auslaufkanäle im Material des Auslaufs insbesondere aus Metall oder Kunststoff nebeneinander eingeformt sind. Alternativ wird vorgeschlagen, dass innerhalb des Auslaufs zwei Schläuche nebeneinander angeordnet sind, die die zwei Auslaufkanäle bilden. Bei einer weiteren alternativen Ausführung wird vorzugsweise vorgeschlagen, dass der Auslauf einen Auslaufkanal bildet, innerhalb dem ein Schlauch liegt, dessen Außendurchmesser geringer ist als der Innendurchmesser des Auslaufkanals und der den anderen Auslaufkanal bildet.
- Der Auslauf kann insbesondere bei einer Küchenarmatur verschwenkbar sein und es ist von Vorteil, wenn die beiden Absperrorgane jeweils eine Ventilkartusche aufweisen, deren Ventilscheibe durch einen Handhebel verschieblich ist.
- Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass der erste Zulaufkanal an der Trinkwasserleitung oder Brauchwasserleitung direkt und der zweite Zulaufkanal an eine Quelle sauberen insbesondere gefilterten und/oder behandelten Trinkwassers angeschlossen ist.
- Weitere vorteilhafte Verwendungen sind dann gegeben, wenn der erste Zulaufkanal an der Trinkwasserleitung oder Brauchwasserleitung direkt und der zweite Zulaufkanal an eine Quelle einer Flüssigseife, eines Desinfektionsmittels, eines Wasserzusatzmittels wie Sirup oder mit Kohlensäure angeschlossen ist.
- Hierbei kann zwischen der Quelle und dem zweiten Zulaufkanal eine Pumpe insbesondere eine Dosierpumpe angeordnet sein.
- Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass mindestens eines der beiden Absperrorgane ein Mischventil mit zwei Zulaufkanälen ist, von denen ein Zulaufkanal Kaltwasser und ein Zulaufkanal Warmwasser führt. Damit kann die Armatur zusätzlich auch als Mischarmatur für Warm- und Kaltwasser verwendet werden.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in einem senkrechten Schnitt dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
- Die Wasserarmatur weist ein Gehäuse
1 auf, das auf einem Waschbecken oder einer Küchenplatte neben einem Becken befestigbar ist. Im Gehäuse sind zwei Zulaufkanäle2 ,3 angeordnet, an denen Zulaufschläuche befestigbar sind. Der erste Zulaufkanal2 führt zum Einlass eines ersten Absperrorgans4 und der zweite Zulaufkanal3 führt zum Einlass eines zweiten Absperrorgans5 . - In diesem Ausführungsbeispiel sind beide Absperrorgane
4 ,5 Einhebelventile mit Ventilscheiben6 ,7 insbesondere aus Keramik, wobei die Ventilscheiben vorzugsweise in Kartuschen angeordnet sind. Die Absperrorgane4 ,5 können aber auch von andersgearteten Ventilen insbesondere von Hähnen gebildet sein. - Der Ausgang
4a des ersten Absperrorgans4 ist über einen im Gehäuse1 angeordneten Kanal8 zum ersten Auslaufkanal9 des Auslaufs10 geführt. In gleicher Weise ist der Ausgang5a des zweiten Absperrorgans5 über einen Kanal11 im Gehäuse1 zum zweiten Auslaufkanal12 im Auslauf10 geführt. Hierbei liegen die beiden Auslaufkanäle9 ,12 parallel nebeneinander im Auslauf10 und enden im vorderen Ende des Auslaufs mit zwei voneinander getrennten Auslauföffnungen9a und12a . Das Ende des Auslaufs10 kann hierbei einen Auslaufkopf bilden oder aufweisen insbesondere in Form von zwei nicht dargestellten Perlatoren, so dass beide Auslaufkanäle9 ,12 mit einem eigenen Perlator voneinander getrennt das Wasser abgeben. - Im Ausführungsbeispiel ist der Auslauf
10 verschwenkbar am oberen Ende des Gehäuses1 befestigt, so dass an dieser Schnittstelle zwischen Auslauf und Gehäuse eine Verbindungskonstruktion13 angeordnet ist, die dafür sorgt, dass in allen Drehstellungen beide Auslaufkanäle stets mit dem jeweiligen Verbindungskanal8 ,11 verbunden sind, ohne miteinander vermischt zu werden. - Im Ausführungsbeispiel sind die beiden Auslaufkanäle
9 ,12 im Material insbesondere Metall oder Kunststoff des Auslaufs10 eingeformt. Stattdessen können die beiden Auslaufkanäle9 ,12 aber auch durch zwei Schläuche gebildet sein, die innerhalb eines einzigen Kanals im Auslauf nebeneinander angeordnet sind, bis sie das vordere Ende des Auslaufs erreicht haben. In einer weiteren alternativen Ausgestaltung weist der einzige Auslaufkanal des Auslaufs10 nur einen Schlauch auf, so dass der Schlauch einen Auslaufkanal und der darum befindliche Bereich des Kanals den zweiten Auslaufkanal bildet. - Im Ausführungsbeispiel wird über den ersten Zulaufkanal
2 das unbehandelte Wasser zum ersten Auslaufkanal9 und über den zweiten Zulaufkanal3 behandeltes insbesondere gefiltertes Wasser höherer Qualität zum zweiten Auslaufkanal12 geführt. Alternativ kann aber auch der erste Auslaufkanal9 Trinkwasser ausreichender Qualität führen und durch den zweiten Auslaufkanal12 wird über das zweite Absperrorgan5 eine völlig andere Flüssigkeitsart insbesondere Flüssigseife, Desinfektionsmittel oder Wasserzusatzmittel wie Sirup oder Kohlensäure zugeführt. Hierbei kann für diese zweite Flüssigkeit eine Dosierpumpe insbesondere unterhalb der Armatur angeordnet werden. - Die erfindungsgemäße Wasserarmatur bildet in einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform eine Mischarmatur für Warm- und Kaltwasser, so dass neben dem ersten und zweiten Zulaufkanal noch ein dritter Zulaufkanal vorgesehen ist, wobei einer der beiden bereits beschriebenen Zulaufkanäle
2 oder3 das Kalt- oder Warmwasser führt und der zusätzliche dritte Zulaufkanal das Warm- oder Kaltwasser. Damit bildet einer der beiden Absperrorgane4 ,5 ein Mischventil insbesondere einen Einhebelmischer mit Kartusche.
Claims (10)
- Wasserarmatur mit mindestens zwei unteren Zulaufkanälen (
2 ,3 ) und einem oberen Auslauf (10 ), wobei jeder Zulaufkanal über jeweils ein steuerbares Absperrorgan (4 ,5 ) mit dem Auslauf verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslauf (10 ) zwei Auslaufkanäle (9 ,12 ) nebeneinander aufweist, von denen ein erster (9 ) mit dem ersten Absperrorgan (4 ) und der zweite (12 ) mit dem zweiten Absperrorgan (5 ) verbunden ist. - Wasserarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Auslaufkanäle (
9 ,12 ) im Material des Auslaufs insbesondere aus Metall oder Kunststoff nebeneinander eingeformt sind. - Wasserarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Auslaufs (
10 ) zwei Schläuche nebeneinander angeordnet sind, die die zwei Auslaufkanäle (9 ,12 ) bilden. - Wasserarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslauf (
10 ) einen Auslaufkanal bildet, innerhalb dem ein Schlauch liegt, dessen Außendurchmesser geringer ist als der Innendurchmesser des Auslaufkanals und der den anderen Auslaufkanal bildet. - Wasserarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslauf (
10 ) verschwenkbar ist. - Wasserarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Absperrorgane (
4 ,5 ) jeweils eine Ventilkartusche aufweisen, deren Ventilscheibe durch einen Handhebel verschieblich ist. - Wasserarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zulaufkanal (
2 ) an der Trinkwasserleitung oder Brauchwasserleitung direkt und der zweite Zulaufkanal (3 ) an eine Quelle sauberen insbesondere gefilterten und/oder behandelten Trinkwassers angeschlossen ist. - Wasserarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zulaufkanal (
2 ) an der Trinkwasserleitung oder Brauchwasserleitung direkt und der zweite Zulaufkanal (3 ) an eine Quelle einer Flüssigseife, eines Desinfektionsmittels, eines Wasserzusatzmittels wie Sirup oder mit Kohlensäure angeschlossen ist. - Wasserarmatur nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Quelle und dem zweiten Zulaufkanal (
3 ) eine Pumpe insbesondere eine Dosierpumpe angeordnet ist. - Wasserarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der beiden Absperrorgane (
4 ,5 ) ein Mischventil mit zwei Zulaufkanälen ist, von denen ein Zulaufkanal Kaltwasser und ein Zulaufkanal Warmwasser führt.
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