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Die Erfindung betrifft einen Brenner für eine Turbine, und insbesondere einen mit einer Einrichtung zum Vormischen von Oxidationsmittel und Brennstoff versehenen Brenner für eine Turbine.
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Um niedrige Emissionswerte zu erreichen, werden in Turbinen wie z. B. Gasturbinen sogenannte „Vormisch-Brenner” bzw. „Premix Burner” eingesetzt. Durch den Einsatz der Vormisch-Technologie wird der Mischprozess von Brennstoff und Oxidationsmittel wie Luft vom eigentlichen Verbrennungsprozess entkoppelt, d. h. diesem vorangestellt. Dadurch können die Spitzentemperaturen bei der Verbrennung gesenkt werden. Gleichzeitig kann die Aufenthaltszeit des Brennstoff-Oxidationsmittel-Gemisches (z. B. Brennstoff-Luft-Gemisch) in der Reaktionszone verkürzt werden. Damit wird insbesondere die Bildung von NOx (besonders thermisches NOx) reduziert. Es sind verschiedene „Vormisch-Brenner” bei der atmosphärischen Verbrennung und bei der Verbrennung unter Druck im Einsatz. Auch auf dem Gebiet der Gasturbinen werden verschiedene Brenner eingesetzt. Bei einem optimalen Brenner sollte die Verbrennung in einem grollen Betriebsbereich stabil, kontrolliert, schadstoffarm und möglichst vollständig ablaufen. Hierbei steht immer wieder die Güte der Mischung von Brennstoff und Oxidationsmittel im Mittelpunkt des Interesses. Die Mischung ist ausschlaggebend für die lokale Verbrennungstemperatur und damit für die Reaktionsprodukte, d. h. die Emissionen. Deshalb müssen der Ort und die Aerodynamik der Brennstoffeindüsung sorgfältig gewählt werden.
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DE 10 2008 019 117 A1 beschreibt einen mit einer Einrichtung zum Vormischen von Luft und Brennstoff versehenen Brenner für eine Turbine. Gemäß diesem Dokument weist der Brenner eine zylindrische Brennkammer für gasförmigen oder flüssigen Brennstoff sowie eine Haupteindüsung auf. Die Brennkammer wird in einer Axialrichtung des Brenners einseitig von einem Brennerboden und radial von einem Flammrohr begrenzt. Die Haupteindüsung dient zum Eindüsen eines vorgemischten Brennstoff-Luft-Gemisches. Das Eindüsen erfolgt radial zu einer Brennerlängsachse über Hauptdüsen, die in einen radialen Drallerzeuger münden. Der radiale Drallerzeuger ist zwischen dem Brennerboden und dem Flammrohr angeordnet und bewirkt, dass das Brennstoff-Luft-Gemisch mit einem Drallimpuls beaufschlagt wird und verwirbelt in die Brennkammer eintritt.
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Weitere mit einer Einrichtung zum Vormischen von Oxidationsmittel und Brennstoff versehene Brenner sind in
DE 198 59 210 A1 und in
DE 38 19 898 A1 beschrieben.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Brenner für eine Turbine bereitzustellen, bei dem auf einfache und kostengünstige Weise eine äußerst homogene Vormischung eines in eine Brennkammer des Brenners einzubringenden Brennstoff-Oxidationsmittel-Gemisches, wie z. B. eines Brennstoff-Luft-Gemisches, erzielt wird.
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Dies wird mit einem Brenner gemäß Anspruch 1 erreicht. Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
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Gemäß der Erfindung weist ein Brenner für eine Turbine auf: ein Flammrohr, in dem ein Brennraum ausgebildet ist, einen Mantel, der das Flammrohr von radial außen mit einem vorbestimmten Abstand davon umschließt, so dass zwischen Flammrohr und Mantel ein Oxidationsmittel-Sammelraum gebildet ist, einen Brennerboden, der den Oxidationsmittel-Sammelraum und den Brennraum an einem Axialende des Brenners begrenzt, und einen Drallerzeuger, der axial an den Brennerboden und radial an den Oxidationsmittel-Sammelraum angrenzend axial zwischen Flammrohr und Brennerboden angeordnet ist, zum Zuführen eines Brennstoff-Oxidationsmittel-Gemisches in den Brennraum, wobei der Drallerzeuger eine entlang einer Umfangsrichtung des Brenners jeweils mit umfänglichem Abstand voneinander angeordnete Mehrzahl von Leitschaufeln aufweist, so dass die jeweiligen Abstände zwischen den Leitschaufeln eine Mehrzahl von in ihrem Verlauf jeweils eine Tangentialkomponente aufweisenden radialen Einlasspassagen zum Brennraum hin bilden, wobei in einem jeweiligen Einlasströmungsbereich wenigstens einiger der Mehrzahl von Einlasspassagen jeweils ein Brennstoffzuführrohr vorgesehen ist, welches sich bezüglich seiner Länge in einer Axialrichtung des Brenners und quer zu einer Oxidationsmittel-Strömungsrichtung durch die jeweilige Einlasspassage hindurch erstreckt, und wobei jedes Brennstoffzuführrohr in seiner Wandung wenigstens eine bezüglich des Brennstoffzuführrohrs radiale Brennstoffausgabeöffnung aufweist, über die Brennstoff mit einer quer zur Oxidationsmittel-Strömungsrichtung verlaufenden Richtungskomponente in die jeweilige Einlasspassage einmischbar ist.
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Bevorzugt ist als Oxidationsmittel Luft vorgesehen, welche mit atmosphärischem oder mit erhöhtem Druck in den Oxidationsmittel-Sammelraum eingespeist wird.
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Dadurch, dass bei dem erfindungsgemäßen Brenner die Brennstoffeindüsung innerhalb der Einlasspassagen bzw. Luftkanäle des Drallerzeugers durch einzelne Brennstoffzuführrohre mit einer quer zur Oxidationsmittel-Strömungsrichtung verlaufenden Richtungskomponente erfolgt, wird auf einfache und kostengünstige Weise eine äußerst homogene Vormischung des in die Brennkammer des Brenners einzubringenden Brennstoff-Oxidationsmittel-Gemisches, wie z. B. eines Brennstoff-Luft-Gemisches, erzielt.
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Durch die freie Gestaltungsmöglichkeit der Brennstoffausgabeöffnung(en), welche bevorzugt als Bohrung ausgebildet ist bzw. sind, und die frei wählbare Positionierung der Brennstoffzuführrohre und der Brennstoffausgabeöffnung(en) innerhalb der jeweiligen Einlasströmungsbereiche bzw. an den jeweiligen Brennstoffzuführrohren, kann eine optimale Vermischung von Brennstoff (z. B. Brenngas) und Oxydationsmittel (z. B. Luft) erreicht werden. Sofern sich die Brennstoffzusammensetzung ändert, können die Brennstoffausgabeöffnungen in Größe und Form angepasst werden.
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Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind alle Einlasspassagen jeweils mit einem Brennstoffzuführrohr versehen.
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Dies befördert auf vorteilhafte Weise eine besonders homogene Vermischung von Brennstoff und Oxidationsmittel vor der Einbringung in die Brennkammer.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist wenigstens eines der Brennstoffzuführrohre in der jeweiligen Einlasspassage angeordnet.
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Diese Ausgestaltung der Erfindung stellt eine vorteilhafte Variante für die Anordnung eines oder mehrerer oder aller Brennstoffzuführrohre dar, wobei die jeweilige Position in der Einlasspassage frei wählbar und damit die Vermischungslänge von Brennstoff und Oxidationsmittel frei veränderbar sind.
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Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist wenigstens eines der Brennstoffzuführrohre in Oxidationsmittel-Strömungsrichtung direkt vor der jeweiligen Einlasspassage, d. h. am Beginn des Einlasströmungsbereichs, angeordnet.
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Diese Ausgestaltung der Erfindung stellt eine weitere vorteilhafte Variante für die Anordnung eines oder mehrerer oder aller Brennstoffzuführrohre dar, wobei die die Vermischungslänge bzw. Mischstrecke von Brennstoff und Oxidationsmittel maximal ausgedehnt ist.
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Gemäß nach einer Ausführungsform der Erfindung ist wenigstens eines der Brennstoffzuführrohre bezüglich einer Längsmittelachse der jeweiligen Einlasspassage außermittig in der jeweiligen Einlasspassage angeordnet.
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Diese Ausgestaltung der Erfindung stellt noch eine weitere vorteilhafte Variante für die Anordnung eines oder mehrerer oder aller Brennstoffzuführrohre dar, wobei die jeweilige außermittige Position in der Einlasspassage quer zu deren Längsmittelachse frei wählbar und damit die Verwirbelungsstärke des Brennstoffs frei veränderbar ist. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist wenigstens eines der Brennstoffzuführrohre oder sind mehrere oder alle Brennstoffzuführrohre bezüglich der Längsmittelachse der jeweiligen Einlasspassage mittig in der jeweiligen Einlasspassage angeordnet.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist wenigstens eines der Brennstoffzuführrohre eine Mehrzahl von Brennstoffausgabeöffnungen auf, die entlang der Länge des Brennstoffzuführrohrs mit Abstand voneinander angeordnet sind.
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Mit dieser Ausgestaltung der Erfindung lässt sich die homogene Vermischung von Brennstoff und Oxidationsmittel noch weiter verbessern. Bevorzugt sind daher mehrere oder alle Brennstoffzuführrohre jeweils mit einer Mehrzahl von entlang der Länge der Brennstoffzuführrohre jeweils mit Abstand voneinander angeordneten Brennstoffausgabeöffnungen versehen.
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Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist wenigstens eines der Brennstoffzuführrohre zwei Brennstoffausgabeöffnungen auf, die bezüglich der Länge des Brennstoffzuführrohrs an gleicher Position angeordnet sind, so dass über diese beiden Brennstoffausgabeöffnungen Brennstoff mit zwei einander entgegengesetzten Richtungskomponenten aus dem Brennstoffzuführrohr ausgebbar ist.
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Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung wird durch die gegensinnige Ausgabe des Brennstoffs in die Einlasspassage die Oxidationsmittelströmung beidseitig des Brennstoffzuführrohrs zum Verwirbeln des Brennstoffs genutzt und damit die homogene Vermischung von Brennstoff und Oxidationsmittel weiter verbessert.
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Bevorzugt weisen mehrere oder alle Brennstoffzuführrohre jeweils zwei Brennstoffausgabeöffnungen auf, die bezüglich der Länge des Brennstoffzuführrohrs an gleicher Position angeordnet sind, so dass über diese beiden Brennstoffausgabeöffnungen Brennstoff mit zwei einander entgegengesetzten Richtungskomponenten aus dem Brennstoffzuführrohr ausgebbar ist.
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Noch bevorzugter weist jede Brennstoffausgabeöffnung eines jeweiligen Brennstoffzuführrohr eine solche bezüglich der Länge des Brennstoffzuführrohrs an gleicher Position angeordnete ihren Brennstoff mit einer entgegengesetzten Richtungskomponente ausgebende Brennstoffausgabeöffnung auf.
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Neben optimalen „Standard-Positionen” können natürlich auch individuelle Optimierungen bezüglich Emissionen und Rückzündverhalten – je nach Brennstoff – erfolgen.
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Gemäß weiteren Ausführungsformen der Erfindung liegen im Querschnitt des jeweiligen Brennstoffzuführrohrs gesehen die beiden Brennstoffausgabeöffnungen einander diametral gegenüber oder schließen jeweilige Längsmittelachsen der beiden Brennstoffausgabeöffnungen einen stumpfen Winkel miteinander ein.
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Auch mit dieser Ausgestaltung der Erfindung können auf einfache und effiziente Weise die Stärke der Verwirbelung und des Mitreißens des Brennstoffs im Oxidationsmittel beeinflusst und damit für die jeweilige Anwendung optimiert werden.
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Gemäß weiteren Ausführungsformen der Erfindung weisen die Brennstoffzuführrohre jeweils einen zylindrischen Querschnitt oder einen tragflügelförmigen Querschnitt oder andere für eine optimale Verwirbelung geeignete Querschnitte auf. Gemäß der Erfindung können alle Brennstoffzuführrohre die gleiche Querschnittsform aufweisen. Ausführungsformen, bei denen Gruppen von Brennstoffzuführrohren gebildet sind, wobei innerhalb einer Gruppe alle Brennstoffzuführrohre die gleiche Querschnittsform aufweisen, jedoch die Gruppen unterschiedliche Querschnittsformen aufweisen, sind ebenfalls möglich.
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Beispielsweise kann sich die Tragflügelform als zur Reduzierung einer direkten Mischung im Rohrnachlauf vorteilhaft erweisen, was besonders bei reaktiven Brennstoffen (wie z. B. Wasserstoff) notwendig sein kann.
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Gemäß noch einer Ausführungsform der Erfindung sind die Brennstoffzuführrohre jeweils lösbar montiert, so dass jedes gemäß einer vorbestimmten Brennstoffeinmisch-Konfiguration ausgebildete Brennstoffzuführrohr im Bedarfsfall einzeln gegen ein Brennstoffzuführrohr gemäß einer anderen vorbestimmten Brennstoffeinmisch-Konfiguration austauschbar ist.
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Durch die einfache Austauschbarkeit der Brennstoffzuführrohre kann eine einfache und schnelle Anpassung des Brenners bei einem Brennstoffwechsel durchgeführt werden. Typischerweise eignet sich der erfindungsgemäße Brenner für den Einsatz von Brenngas als Brennstoff. Der erfindungsgemäße Brenner kann jedoch auch mit flüssigem Brennstoff betrieben werden, wobei ggf. spezielle Düsen in die Brennstoffausgabeöffnungen eingesetzt werden sollten.
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Durch den Einsatz der zentralen Brennstoffzuführrohre in den Einlasspassagen des Drallerzeugers (Swirlers) sind optimale Mischungen von Brennstoff (z. B. Brenngas) und Oxidationsmittel (z. B. Luft) möglich. Damit können niedrige Emissionswerte erreicht werden. Gleichzeitig kann durch die individuelle Gestaltung der Brennstoffausgabeöffnungen und/oder Positionierung der Brennstoffzuführrohre auf lokal unterschiedliche Oxidationsmittelverteilungen, wie z. B. lokal unterschiedliche Luftverteilungen, reagiert werden. Durch die zentralen austauschbaren Brennstoffzuführrohre ist die erfindungsgemäße Lösung sehr kostengünstig.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen und unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren detaillierter beschrieben.
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1 zeigt in einer schematischen Längsschnittansicht den Aufbau eines Brenners einer Gasturbine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
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2 zeigt eine schematische Querschnittsansicht eines Teils des Brenners von 1, gesehen entlang einer Linie A-A in 1.
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3 zeigt in vergrößerten Teilansichten einer Einlasspassage des Brenners von 2 drei mögliche Konfigurationsvarianten eines Brennstoffzuführrohrs.
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4 zeigt zwei mögliche Konfigurationsvarianten eines Brennstoffzuführrohrs in einer Einlasspassage des erfindungsgemäßen Brenners, gesehen entlang einer Linie B-B in 2.
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1 zeigt den Aufbau eines Brenners 1 einer Gasturbine (nicht vollständig gezeigt) gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
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Der Brenner 1 weist ein Flammrohr 10, in dem ein Brennraum 11 ausgebildet ist, und einen rohrförmigen Mantel 20 auf, der das Flammrohr 10 von radial außen her mit einem vorbestimmten Abstand davon umschließt, so dass zwischen Flammrohr 10 und Mantel 20 ein Oxidationsmittel-Sammelraum 21 gebildet ist.
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Als Brennstoff für den Brenner 1 ist Brenngas vorgesehen, und als Oxidationsmittel für das Brenngas ist atmosphärische Luft vorgesehen, welche über einen Kompressor (nicht gezeigt) komprimiert wird und dann dem Oxidationsmittel-Sammelraum 21 zugeführt wird.
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Der Brenner 1 weist ferner einen Brennerboden 30, der den Oxidationsmittel-Sammelraum 21 und den Brennraum 11 an einem Axialende des Brenners 1 begrenzt, und einen Drallerzeuger 40 auf, der axial an den Brennerboden 30 und radial an den Oxidationsmittel-Sammelraum 21 angrenzend axial zwischen Flammrohr 10 und Brennerboden 30 angeordnet ist, zum Zuführen eines Brennstoff-Oxidationsmittel-Gemisches BOG in den Brennraum 11.
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Unter zusätzlicher Bezugnahme auf 2, welche eine entlang einer Linie A-A in 1 gesehene Schnittansicht eines Teils des Brenners von 1 zeigt, weist der Drallerzeuger 40 eine entlang einer Umfangsrichtung UR des Brenners 1 jeweils mit umfänglichem Abstand voneinander angeordnete Mehrzahl (hier acht) von Leitschaufeln 41 auf.
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Die Leitschaufeln 41 sind jeweils derart geformt und angeordnet, dass die jeweiligen Abstände zwischen den Leitschaufeln 41 eine Mehrzahl (hier acht) von in ihrem Verlauf jeweils eine Tangentialkomponente aufweisenden radialen Einlasspassagen 42 zum Brennraum 11 hin bilden.
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In einem jeweiligen Einlasströmungsbereich wenigstens einiger der Mehrzahl von Einlasspassagen 42 ist jeweils ein Brennstoffzuführrohr 43a, 43b, 43c, 43d vorgesehen, welches sich bezüglich seiner Länge in einer Axialrichtung AR (siehe 1) des Brenners 1 und quer zu einer Oxidationsmittel-Strömungsrichtung OR durch die jeweilige Einlasspassage 42 hindurch erstreckt.
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Obwohl in 2 nur in vier der acht Einlasspassagen 42 jeweils ein Brennstoffzuführrohr 43a, 43b, 43c, 43d gezeigt ist, können gemäß nicht dargestellten Ausführungsformen der Erfindung auch in mehr oder weniger oder in allen Einlasspassagen 42 jeweilige Brennstoffzuführrohre 43a, 43b, 43c, 43d vorgesehen sein.
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Wie in den 3 und 4 dargestellt, weist jedes Brennstoffzuführrohr 43a, 43b, 43c, 43d in seiner Wandung wenigstens eine bezüglich des Brennstoffzuführrohrs 43a, 43b, 43c, 43d radiale Brennstoffausgabeöffnung 44, 45 auf, über die Brennstoff BS mit einer quer zur Oxidationsmittel-Strömungsrichtung OS verlaufenden Richtungskomponente in die jeweilige Einlasspassage 42 einmischbar ist. Bevorzugt ist jede Brennstoffausgabeöffnung 44, 45 als Bohrung oder als Düseneinsatz ausgebildet.
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Wie aus 2 ersichtlich, kann bzw. können ein, mehrere oder alle Brennstoffzuführrohre 43a, 43b, 43d unmittelbar in den jeweiligen Einlasspassagen 42 angeordnet sein. Wie ebenfalls aus 2 ersichtlich, können die Brennstoffzuführrohre 43a, 43b, 43d innerhalb der jeweiligen Einlasspassagen 42 an unterschiedlichen Positionen entlang der Länge der jeweiligen Einlasspassagen 42 angeordnet sein.
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Andererseits kann bzw. können auch ein, mehrere oder alle Brennstoffzuführrohre 43c in Oxidationsmittel-Strömungsrichtung OS direkt vor den jeweiligen Einlasspassagen 42 (also am Eingang der jeweiligen Einlasspassagen 42 teilweise oder ganz im Oxidationsmittel-Sammelraum 21) angeordnet sein.
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Wie ebenfalls aus 2 ersichtlich, kann bzw. können ein, mehrere oder alle Brennstoffzuführrohre 43a, 43b, 43c bezüglich Längsmittelachsen L der jeweiligen Einlasspassagen 42 mittig in den jeweiligen Einlasspassagen 42 angeordnet sein. Andererseits kann bzw. können auch ein, mehrere oder alle Brennstoffzuführrohre 43d außermittig bezüglich der Längsmittelachsen L der jeweiligen Einlasspassagen 42 in diesen angeordnet sein.
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Wie aus 4 ersichtlich, kann bzw. können ein, mehrere oder alle Brennstoffzuführrohre 43a, 43b, 43c, 43d eine Mehrzahl von Brennstoffausgabeöffnungen 44, 45 aufweisen, die entlang der jeweiligen Länge der Brennstoffzuführrohre 43a, 43b, 43c, 43d mit Abstand voneinander angeordnet sind [Variante a) in 4]. Andererseits kann bzw. können auch ein, mehrere oder alle Brennstoffzuführrohre 43a, 43b, 43c, 43d bezüglich der jeweiligen Länge der Brennstoffzuführrohre 43a, 43b, 43c, 43d lediglich eine einzige Brennstoffausgabeöffnung 44, 45 aufweisen [Variante b) in 4].
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Wie aus 3 ersichtlich, kann bzw. können ein, mehrere oder alle mittigen Brennstoffzuführrohre 43a, 43b, 43c (in 3 mit 43a–c bezeichnet) und auch ein, mehrere oder alle außermittigen Brennstoffzuführrohre 43d (in 3 nicht dargestellt) zwei Brennstoffausgabeöffnungen 44, 45 aufweisen, die bezüglich der Länge des Brennstoffzuführrohrs an gleicher Position angeordnet sind, so dass über diese beiden Brennstoffausgabeöffnungen 44, 45 Brennstoff BS mit zwei einander entgegengesetzten Richtungskomponenten (wie durch die entgegengesetzt gerichteten Austrittspfeile für den brennstoff BS angedeutet) aus dem jeweiligen Brennstoffzuführrohr 43a, 43b, 43c, 43d ausgebbar ist.
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Wie aus 3 auch ersichtlich, können sich dabei die beiden Brennstoffausgabeöffnungen 44, 45 im Querschnitt des jeweiligen Brennstoffzuführrohrs 43a, 43b, 43c, 43d gesehen einander diametral gegenüberliegen [Variante a) in 3] oder können jeweilige Längsmittelachsen L1, L2 der beiden Brennstoffausgabeöffnungen 44, 45 einen stumpfen Winkel α (45° < α < 180°) miteinander einschließen [Varianten b) und c) in 3].
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Natürlich wäre es im Rahmen der Erfindung auch möglich, die sich jeweils diametral oder mit dem stumpfen Winkel α gegenüberliegenden Brennstoffausgabeöffnungen 44, 45 sich der Länge des Brennstoffzuführrohrs 43a, 43b, 43c, 43d nach abwechseln zu lassen, so dass an jeder Längenposition des Brennstoffzuführrohrs 43a, 43b, 43c, 43d nur eine einzige Brennstoffausgabeöffnungen 44, 45 angeordnet ist.
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Wie aus den
2–
4 ersichtlich weisen die Brennstoffzuführrohre
43a,
43b,
43c,
43d jeweils einen zylindrischen Querschnitt auf. Jedoch können gemäß nicht dargestellten Ausführungsformen der Erfindung die Brennstoffzuführrohre
43a,
43b,
43c,
43d auch einen tragflügelförmigen Querschnitt oder andere für eine homogene Vermischung von Oxidationsmittel und Brennstoff geeignete Querschnittsformen aufweisen. Eine Tragflügelform ist beispielsweise in
DE 38 19 898 A1 in
2 mit Bezug auf Leitschaufeln dargestellt.
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Obwohl in den 1 bis 4 nicht detailliert gezeigt, sind die Brennstoffzuführrohre 43a, 43b, 43c, 43d jeweils so lösbar im Brenner 1 montiert, dass jedes gemäß einer vorbestimmten Brennstoffeinmisch-Konfiguration (Lage des Brennstoffzuführrohrs in der Einlasspassage, Anzahl und Anordnung der Brennstoffausgabeöffnungen, Querschnittsform des Brennstoffzuführrohrs) ausgebildete Brennstoffzuführrohr 43a, 43b, 43c, 43d im Bedarfsfall einzeln gegen ein Brennstoffzuführrohr 43a, 43b, 43c, 43d gemäß einer anderen vorbestimmten Brennstoffeinmisch-Konfiguration austauschbar ist.
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Zu diesem Zweck sind die Brennstoffzuführrohre 43a, 43b, 43c, 43d (in 4 mit 43a–d bezeichnet) wie in 4 gezeigt lösbar in entsprechende Öffnungen im Brennerboden 30 eingesteckt, wobei jedes Brennstoffzuführrohr 43a, 43b, 43c, 43d an einem Längsende dessen einen Flansch- oder Kopfabschnitt 46, 47 aufweist, welcher auf der dem Drallerzeuger 40 abgewandten Seite des Brennerbodens 30 an diesem anliegt und z. B. mittels Schrauben (nicht dargestellt) mit dem Brennerboden 30 verschraubt ist.
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Abschließend ist zu bemerken, dass jedes Brennstoffzuführrohr 43a, 43b, 43c, 43d natürlich über entsprechende Leitungen und Steuerventile (beides nicht dargestellt) mit einer Brennstoffquelle (nicht dargestellt), wie z. B. einem Brenngastank, fluidverbunden ist.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Brenner
- 10
- Flammrohr
- 11
- Brennraum
- 20
- Mantel
- 21
- Oxidationsmittel-Sammelraum 21
- 30
- Brennerboden
- 40
- Drallerzeuger
- 41
- Leitschaufel
- 42
- Einlasspassage
- 43a
- Brennstoffzuführrohr
- 43b
- Brennstoffzuführrohr
- 43c
- Brennstoffzuführrohr
- 43d
- Brennstoffzuführrohr
- 44
- Brennstoffausgabeöffnung
- 45
- Brennstoffausgabeöffnung
- 46
- Kopfabschnitt
- 47
- Kopfabschnitt
- L
- Längsmittelachse
- L1
- Längsmittelachse
- L2
- Längsmittelachse
- α
- stumpfer Winkel
- UR
- Umfangsrichtung
- AR
- Axialrichtung
- OR
- Oxidationsmittel-Strömungsrichtung
- BS
- Brennstoff
- BOG
- Brennstoff-Oxidationsmittel-Gemisch
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102008019117 A1 [0003]
- DE 19859210 A1 [0004]
- DE 3819898 A1 [0004, 0054]