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DE102009043852A1 - Starrdeichselanhänger, und damit gebildeter Fahrzeugzug - Google Patents

Starrdeichselanhänger, und damit gebildeter Fahrzeugzug Download PDF

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DE102009043852A1
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Abstract

Bei einem Starrdeichselanhänger, mit einem Rahmen, einer mit dem Rahmen verbundenen, Laufräder des Anhängers tragenden Laufachse, und einer starr mit dem Rahmen verbundenen Deichsel, schlägt die Erfindung vor, dass eine Aufnahme zum Anschluss eines zweiten, ebenfalls Laufräder tragenden Rahmenteils vorgesehen ist, wobei diese Aufnahme vor der Laufachse angeordnet ist, und um eine liegende, quer zur Fahrtrichtung verlaufende Kippachse kippbeweglich gelagert ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Starrdeichselanhänger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Gattungsgemäße Starrdeichselanhänger sind aus der Praxis bekannt, beispielsweise als PKW-Anhänger mit Wohnwagen-Aufbau, oder als Bootsanhänger, wobei diese Starrdeichselanhänger eine einzige Laufachse oder eine so genannte Tandemachse aufweisen können, also zwei nah beieinander angeordnete Laufachsen.
  • Problematisch bei den gattungsgemäßen Starrdeichselanhängern ist die Lastverteilung: Sowohl die Einzelachsen als auch die Tandemachsen sind üblicherweise etwa in der Mitte des Anhängers angeordnet, so dass bei entsprechend weit hinten liegendem Schwerpunkt der Last keine ausreichende Stützlast am Zugfahrzeug erreicht wird, so dass das Fahrverhalten nachteilig beeinflusst werden kann.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Starrdeichselanhänger dahingehend zu verbessern, dass dieser den Transport einer möglichst hohen Zugladung ermöglicht und ein zuverlässiges Fahrverhalten des Zugfahrzeugs unterstützt.
  • Diese Aufgabe wird durch einen Starrdeichselanhänger mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, den Starrdeichselanhänger mit zwei Rahmenteilen auszugestalten: ein vorderer Rahmen ist mit einer Laufräder tragenden Achse versehen und dient somit als vordere Abstützung eines zweiten Rahmenteils. Der zweite Rahmenteil weist die Ladungsaufnahme in Form einer Mulde oder dergleichen auf, welche mit der zu transportierenden Ladung beladen wird.
  • Dadurch, dass der Anschluss, der für diesen zweiten Rahmenteil am Starrdeichselanhänger vorgesehen ist, vorschlagsgemäß vor der Achse des vorderen Rahmens angeordnet ist, wird sichergestellt, dass ein Gewichtsanteil des zweiten Rahmenteils auf die Kupplungsstelle einwirkt, an welcher der Starrdeichselanhänger mit dem Zugfahrzeug verbunden ist. So kann an dieser Stelle eine ausreichende Stützlast sichergestellt werden, um beispielsweise eine hervorragende Traktion der hinteren Räder des Zugfahrzeuges sicherstellen zu können und das Fahrverhalten des insgesamt gebildeten Zuges positiv zu beeinflussen.
  • Um beim Überfahren von Bodenunebenheiten sicherzustellen, dass diese positive Beeinflussung des Fahrverhaltens auch erhalten bleibt und nicht etwa das Zugfahrzeug um die als Schwenkpunkt dienende vordere Laufachse des Starrdeichselanhängers gehebelt wird und beispielsweise vom Boden abgehoben wird, ist vorschlagsgemäß zudem eine Kippbeweglichkeit zwischen dem zweiten Rahmenteil und dem Starrdeichselanhänger gegeben, indem eine liegende, quer zur Fahrtrichtung verlaufende Kippachse vorgesehen ist, um welche diese beiden Rahmenteile gegeneinander schwenkbeweglich sind.
  • Vorteilhaft kann die Aufnahme am Starrdeichselanhänger einen Drehkranz aufweisen, der in an sich bekannter Weise um eine aufrechte Schwenkachse eine Relativbewegung zwischen dem vorderen Rahmen des Starrdeichselanhängers und dem zweiten Rahmenteil ermöglicht, so dass also die Starrdeichsel gegenüber dem zweiten Rahmenteil „abknicken” kann, so dass die Wendigkeit des insgesamt gebildeten Fahrzeuges verbessert wird.
  • Um die erwähnte Stützlast, die auf das Zugfahrzeug einwirkt, in Abhängigkeit von dem jeweils verwendeten zweiten Rahmenteil auf ein Optimum einstellen zu können, ist vorzugsweise die Stelle, an welcher das Gewicht des zweiten Rahmenteils auf den vorderen Rahmen einwirkt, verstellbar. Daher kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Aufnahme am Starrdeichselanhänger, die für den Anschluss des zweiten Rahmenteils vorgesehen ist, in Fahrtrichtung in unterschiedlichen Positionen am vorderen Rahmen montiert werden kann, also lösbar mit diesem Rahmen verbunden ist, so dass sie in vom Benutzer wählbaren, unterschiedlichen Abständen von der Laufachse festgelegt werden kann.
  • Vorteilhaft kann die Aufnahme derart ausgestaltet sein, dass sie einen Sattelauflieger aufnehmen kann. Sie weist also beispielsweise eine so genannte Sattelplatte oder Rutschplatte auf, die in Anpassung an den Königszapfen eines Sattelaufliegers ausgestaltet ist. Auf diese Weise kann statt des fest montierten zweiten Rahmenteils ein schnell lösbarer Sattelauflieger verwendet werden, so dass in einem derartigen Fall der gesamte Fahrzeuganhänger aus zwei getrennten bzw. trennbaren Einheiten besteht, von denen die vordere Einheit den vorderen Rahmen samt Deichsel sowie der Achse mit den vorderen Laufrädern aufweist.
  • Vorteilhaft können zwei Laufachsen am vorderen Rahmen des Starrdeichselanhängers vorgesehen sein, so dass einerseits die zulässige Gewichtslast und andererseits der auf den Untergrund einwirkende Bodendruck optimiert werden.
  • Ein insgesamt gebildeter Fahrzeugzug unter Verwendung des vorschlagsgemäßen Fahrzeuganhängers weist erstens das Zugfahrzeug auf, welches beispielsweise eine landwirtschaftliche Zugmaschine sein kann, sowie zweitens den an das Zugfahrzeug angeschlossenen Starrdeichselanhänger mit seinem vorderen Rahmen, sowie drittens den daran angeschlossenen zweiten Rahmenteil, der – wie vorbeschrieben – gegebenenfalls als eigener Anhänger wie z. B. ein Sattelauflieger ausgestaltet sein kann oder alternativ dazu fest mit dem vorderen Rahmen verbunden sein kann. Um die Wendigkeit dieses vergleichsweise langen Fahrzeugzuges zu verbessern, kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der zweite Rahmenteil eine gelenkte Laufachse, also eine Laufachse mit gelenkten Rädern aufweist.
  • Dazu kann in einer ersten Variante vorgesehen sein, dass die Laufräder automatisch mit lenken, indem diese Laufräder der gelenkten Laufachse als nachlaufende Räder ausgestaltet und dementsprechend am Rahmen gelagert sind. Zu Gunsten eines spurtreuen Fahrverhaltens bei Rückwärtsfahrt kann vorgesehen sein, dass diese automatisch mitlenkenden Laufräder in einer Geradeausstellung festgestellt werden können, so dass sie beim Rückwärtsfahren nicht unkontrolliert zur einen oder zur anderen Seite, oder beide gegensätzlich, einlenken.
  • Gemäß einer zweiten Variante einer lenkbaren Achse kann vorgesehen sein, dass der zweite Rahmenteil eine zwangsgelenkte Laufachse aufweist. Dabei kann in an sich bekannter Weise vorgesehen sein, eine Relativbewegung zwischen dem zweiten Rahmenteil und dem davor befindlichen Fahrzeug zu erfassen und diese Relativbewegung in eine Lenkbewegung für die Laufräder der gelenkten Achse umzusetzen. Im vorliegenden Fall, also bei einem vorschlagsgemäß ausgestalteten Fahrzeugzug ist also die Relativbewegung zwischen dem Starrdeichselanhänger und dem zweiten Rahmenteil maßgeblich für das Lenkverhalten der gelenkten Achse des zweiten Rahmenteils. Bei einer Ausgestaltung des Starrdeichselanhängers, bei welcher ein Drehkranz zwischen dem Starrdeichselanhänger und dem zweiten Rahmenteil vorgesehen ist oder wenn der zweite Rahmenteil als Sattelauflieger entsprechend relativbeweglich zum Starrdeichselanhänger ist, kann beispielsweise in an sich bekannter Weise eine hydraulische Zylindereinheit zwischen diesen beiden Anhängern vorgesehen sein, so dass Relativbewegungen dieser beiden Rahmenteile zueinander zu einer Längenänderung des Hydraulikzylinders führen und das dabei verdrängte Hydrauliköl zur Ansteuerung von entsprechenden Hydraulikzylindern vorgesehen ist, die an den lenkbaren Rädern der gelenkten Laufachse angeordnet sind, so dass auf diese Weise die Zwangslenkung dieser gelenkten Laufachse bewirkt wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der rein schematischen Darstellungen nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt
  • 1 einen Fahrzeugzug mit einem Starrdeichselanhänger und einem zweiten Rahmenteil, und
  • 2 in gegenüber 1 größerem Maßstab den Bereich der Aufnahme für den zweiten Rahmenteil am Starrdeichselanhänger.
  • In den Zeichnungen ist mit 1 insgesamt ein Starrdeichselanhänger bezeichnet, der an ein Zugfahrzeug 2 in Form einer landwirtschaftlichen Zugmaschine angeschlossen ist. Der Starrdeichselanhänger 1 weist einen vorderen Rahmen 6 auf, an den seinerseits ein zweiter Rahmenteil 3 angeschlossen ist. Unterschiedlich ausgestaltete Typen von zweiten Rahmenteilen 3 können vorgesehen sein. Der beispielhaft dargestellte zweite Rahmenteil 3 weist eine Mulde zum Transport von Schüttgut auf.
  • Weiterhin weist der zweite Rahmenteil 3 in seinem hinteren Bereich zwei Laufachsen 4 auf, von denen eine automatisch mitlenkend oder zwangsgelenkt lenkbar ausgestaltet sein kann, während er sich in seinem vorderen Bereich über einen Drehkranz 5 auf den vorderen Rahmen 6 des Starrdeichselanhängers 1 abstützt.
  • Der Drehkranz 5 weist an seiner Unterseite eine Kippplatte 7 auf, während am Rahmen 6 ein Lagerbock 8 mit Hilfe von Schrauben 9 befestigt ist und die Kippplatte 7 am Lagerbock 8 um eine Kippachse 10 kippbeweglich gelagert ist.
  • Der Drehkranz 5 kann durch Schnellverschlüsse – beispielsweise mittels der aus der Praxis bekannten so genannten Containerverschlüsse – mit der Kippplatte 7 lösbar verbunden sein. Dabei ist dann vorgesehen, dass der Drehkranz 5 einen Königszapfen aufweist oder mit einem Königszapfen versehen werden kann, beispielsweise ebenfalls mit Hilfe eines Schnellverschlusses. Somit kann dann der zweite Rahmenteil 3 als eigener Anhänger angesehen werden, nämlich als ein Sattelauflieger.
  • Durch die lösbare Verbindung des Lagerbocks 8 mittels der Schrauben 9 am Rahmen 6 kann der Lagerbock 8 gegenüber seiner dargestellten Stellung in Längsrichtung des Starrdeichselanhängers 1 versetzt werden, so dass der Abstand zwischen einer Laufachse 11 des Starrdeichselanhängers 1 verändert werden kann, um in Anpassung an das jeweils verwendete Modell eines zweiten Rahmenteils 3 die am Zugfahrzeug 1 wirksame Stützlast eingestellt werden kann, mit welcher der Starrdeichselanhänger 1 das Zugfahrzeug 2 belastet.

Claims (8)

  1. Starrdeichselanhänger, mit einem Rahmen, einer mit dem Rahmen verbundenen, Laufräder des Anhängers tragenden Laufachse, und einer starr mit dem Rahmen verbundenen Deichsel, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aufnahme zum Anschluss eines zweiten, ebenfalls Laufräder (4) tragenden Rahmenteils (3) vorgesehen ist, wobei diese Aufnahme vor der Laufachse (11) angeordnet ist, und um eine liegende, quer zur Fahrtrichtung verlaufende Kippachse (10) kippbeweglich gelagert ist.
  2. Starrdeichselanhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme einen Drehkranz (5) aufweist, der um eine aufrechte Schwenkachse eine Relativbewegung zwischen dem Starrdeichselanhänger (1) und dem zweiten Rahmenteil (3) ermöglicht.
  3. Starrdeichselanhänger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme in Fahrtrichtung verstellbar am Rahmen (6) des Starrdeichselanhängers (1) befestigt ist, derart, dass sie in wählbaren, unterschiedlichen Abständen von der Laufachse (11) festlegbar ist.
  4. Starrdeichselanhänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme eine Sattelkupplung zum Anschluss eines mit einem Königszapfen versehenen Sattelaufliegers aufweist, und dass der zweite Rahmenteil (3) als Sattelauflieger ausgestaltet und lösbar mit dem Rahmen (6) verbunden ist.
  5. Starrdeichselanhänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Laufachsen (11) an dem Rahmen (6) des Starrdeichselanhängers (1) vorgesehen sind.
  6. Starrdeichselanhänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Rahmenteil (3) eine automatisch gelenkte Laufachse (4) aufweist, derart, dass die Laufräder dieser Laufachse (4) als nachlaufende Räder gelagert sind.
  7. Starrdeichselanhänger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufräder der gelenkten Laufachse (4) in einer Geradeaus-Stellung feststellbar sind.
  8. Starrdeichselanhänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Rahmenteil (3) eine zwangsgelenkte Laufachse (4) aufweist, derart, dass die Laufräder dieser Laufachse (4) in Abhängigkeit von der Relativbewegung zwischen dem Starrdeichselanhänger (1) und dem zweiten Rahmenteil (3) lenkangetrieben sind.
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DE102020102592A1 (de) 2020-02-03 2021-08-05 Audi Aktiengesellschaft Verfahren zum Betrieb eines Gespanns und Fahrzeug
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