DE102009040169A1 - Bremssystem für ein Kraftfahrzeug, zugehöriges Betriebsverfahren und Kraftfahrzeug - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein Bremssystem für ein Kraftfahrzeug, insbesondere einen Roller oder ein Motorrad, mit wenigstens einem Vorderrad, einem Hinterrad, mit wenigstens einer Vorderradbremse und einer Hinterradbremse, einer Regeleinheit zur Regelung der Bremsdrücke an der jeweiligen Vorderradbremse und der Hinterradbremse, und einer Primärbetätigungseinrichtung, die über die Regeleinheit sowohl die jeweilige Vorderradbremse als auch die Hinterradbremse ansteuert.
- Im Straßenverkehr bildet der Individualverkehr einen wichtigen Bestandteil. Die Benutzung eines Kraftfahrzeuges bietet seinem Fahrer ein Höchstmaß an Mobilität, Flexibilität und Unabhängigkeit. Als Kraftfahrzeuge werden Pkws, aber auch einspurige Krafträder eingesetzt. Dazu gehören beispielsweise Motorräder und Roller. Desweiteren gibt es auch motorisierte Dreiräder. Beim so genannten Trike dient ein Vorderrad zur Lenkung, während die Hinterachse mit zwei, in relativ breitem Abstand voneinander montierten Rädern bestückt ist. In einer alternativen Variante hat ein motorisiertes Dreirad ein Hinterrad und zwei Vorderräder, über die gelenkt wird. Je nach Abstand der beiden Vorderräder wird ein derartiges Dreirad als ein- oder zweispuriges Fahrzeug bzw. Roller klassifiziert.
- Moderne Entwicklungen im Kraftfahrzeugbereich umfassen neue und alternative Antriebstechniken. Aus umwelttechnischen Gründen und aufgrund des begrenzten Vorkommens fossiler Brenn- bzw. Rohstoffe werden verstärkt statt reinen Verbrennungsmotoren Hybridsysteme eingesetzt, die aus einer Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor bestehen. Aber auch der Elektromotor als solcher kann zum Antrieb von Kraftfahrzeugen verwendet werden. Neben seiner guten Umweltverträglichkeit und seinem hohen Wirkungsgrad besitzt der Elektromotor im Vergleich zum Verbrennungsmotor insbesondere den Vorteil, dass er bereits bei niedrigen Drehzahlen das maximale Drehmoment liefert.
- Aus sicherheitstechnischen Gründen sind vom Gesetzgeber für Kraftfahrzeuge zwei unabhängige Bremskreise vorgeschrieben. Dadurch wird sichergestellt, dass bei Ausfall eines der beiden Bremskreise, beispielsweise durch ein Leck in einer Bremsleitung, der andere Bremskreis noch zum Bremsen zur Verfügung steht. Diese gesetzliche Maßgabe wird bei modernen Pkws gewöhnlich mit Hilfe eines Tandemhauptzylinders realisiert. In dem Tandemhauptzylinder sind zwei bewegungsmäßig miteinander gekoppelte Kolben hintereinander angeordnet, die jeweils Bremsdruck auf die Vorderradbremsen und die Hinterradbremsen ausüben. Fällt einer der Bremskreise aus, beispielsweise durch eine Leckage, kann in dem anderen Bremskreis noch genügend Bremsdruck aufgebaut werden, um zumindest eine verminderte Bremsung vorzunehmen. Zur Stabilisierung des Kraftfahrzeuges während eines Bremsvorgangs dient das Antiblockiersystem (ABS), bei dem die einzelnen Räder vor dem Blockieren geschützt werden. ABS-Systeme sind sowohl bei Pkws als auch bei Krafträdern bekannt.
- Motorräder sind gewöhnlich mit zwei separaten Bremskreisen, zugehörigen Bremsen und zugehörigen Betätigungseinrichtungen ausgestattet. Gewöhnlich wird durch einen Handbremshebel die Vorderbremse betätigt, während durch ein Fußpedal die Hinterradbremse betätigt wird. Im einfachsten Fall wirken diese Betätigungseinrichtungen ausschließlich auf die jeweilige Bremse, so dass es in der Verantwortung des Fahrers liegt, während eines Bremsvorgangs die gesamte benötigte Bremskraft in möglichst optimierter Weise auf die beiden Bremsen zu verteilen.
- Deutlich mehr Sicherheit und Komfort wird dem Fahrer durch eine Integralbremse zur Verfügung gestellt. Bei einer Integralbremse steuert zumindest eine der Betätigungseinrichtungen beide Bremsen gleichzeitig an. Trifft dies auf beide Betätigungseinrichtungen zu, so spricht man von einer Vollintegralbremse, führt nur eine der beiden Betätigungseinrichtungen zu einer Ansteuerung beider Bremsen, so wird von einer Teilintegralbremse gesprochen.
- Integralbremsen können auf unterschiedliche Weise realisiert sein. Im einfachsten Fall eines hydraulischen Bremssystems wird bei einer Bremsbetätigung die Bremsflüssigkeit in fest gewähltem Verhältnis auf die beiden Bremsen verteilt. Alternativ dazu kann beispielsweise eine Bremse hydraulisch betätigt werden, während die andere Bremse aktiv, also „by wire” bzw. elektrohydraulisch angesteuert wird. Eine solche Integralbremse ist beispielsweise aus der
DE 10 2007 025 273 A1 bekannt. - Bei bekannten Integralbremssystemen werden gewöhnlich Standardkomponenten als Bauteile verbaut. Dabei finden gewöhnlich Trommel- oder Scheibenbremsen Verwendung, bei denen bei der Verzögerung des Kraftfahrzeuges Bewegungsenergie durch Reibung in Wärmeenergie umgewandelt wird. Die bei einem durch bekannte Integralbremssysteme durchgeführten Bremsvorgang entstehende Wärmeenergie wird an die Umgebung abgegeben und kann nicht weiter genutzt werden.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein als Integralsystem realisiertes Bremssystem für ein Kraftfahrzeug anzugeben, das sich durch eine hohe Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Schonung von energetischen Ressourcen auszeichnet und gleichzeitig moderne Sicherheitsstandards erfüllt.
- In Bezug auf das Bremssystem wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein das Kraftfahrzeug antreibender Elektromotor vorgesehen ist, dessen Antriebswelle mit der Hinterachse des Kraftfahrzeugs verbunden ist, wobei die Regeleinheit derart konfiguriert ist, dass sie bei Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung den Elektromotor als Generator zur Erzeugung von rekuperativem Bremsmoment auf die Hinterachse betreibt.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass sich bei Kraftfahrzeugen, die über ein Integralbremssystem verfügen, in besonders günstigem Maße durch den Bremsvorgang Energie zurückgewinnen lässt, wobei zur Energieerzeugung ein während des Bremsvorganges als Generator betriebener Elektromotor Verwendung finden soll. Fahrzeugbremsanlagen für Pkws, bei denen Bremsmoment rekuperativ durch einen Elektromotor erzeugt wird, wodurch Energie gewonnen wird, sind bekannt. Eine solche Fahrzeugbremsanlage wird beispielsweise in der
DE 10 2008 017 480 beschrieben. Aufgrund des in Pkws gewöhnlich verbauten Tandemhauptzylinders wird aber bei einem Bremsvorgang hydraulisch von beiden Bremsen ein Bremsmoment erzeugt. Der als Generator betriebene Elektromotor kann in diesem Fall nur zur Erzeugung von zusätzlichem, rekuperativem Bremsmoment eingesetzt werden, wobei ein Überbremsen an der Hinterachse vermieden werden muss. - Da in einer Integralbremsanlage die beiden Bremskreise nicht durch einen Tandemhauptzylinder gekoppelt sind sondern vielmehr unabhängig voneinander ihre Funktion ausüben, ist, wie nunmehr erkannt wurde, in einer solchen Bremsanlage die Möglichkeit gegeben, das Bremsmoment auf der Hinterachse primär durch Rekuperation zu erzeugen. Falls das auf diese Weise rekuperativ erzeugte Bremsmoment nicht ausreicht, kann zur Erzeugung von zusätzlichem Bremsmoment die Hinterradbremse aktiv angesteuert werden.
- Eine derartige Integralbremsanlage bietet darüber hinaus die Möglichkeit, bei Äußerung eines Verzögerungswunsches durch den Fahrer die anfängliche Bremsung vollständig rekuperativ durchzuführen. In diesem Fall ist die größtmögliche Energierückgewinnung möglich. Nur wenn stärkere Verzögerung gewünscht wird oder wenn Rekuperation aus anderen Gründen nicht erwünscht ist, müssen die Bremsen angesteuert bzw. betätigt werden.
- Die erfindungsgemäße Bremsanlage kann besonders vorteilhaft in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden, die primär durch den Elektromotor angetrieben werden. Dazu eignen sich bedingt durch die verfügbare Reichweite gängiger Elektromotor- und Energiespeicherinstallationen besonders zwei- bzw. dreirädrige Roller und Motorräder.
- Eine in der jeweiligen Fahrsituation maximale Rückgewinnung von Bremsenergie kann erreicht werden, wenn die Regeleinheit derart konfiguriert ist, dass das verfügbare rekuperative Bremsmoment, sofern das dadurch hervorgerufene Bremsmoment nicht zur Überschreitung eines von der Regeleinheit ermittelten Verzögerungssollwertes des Hinterrades führt, vollständig genutzt wird. Nur in dem Fall, dass die rekuperative Verzögerung nicht ausreicht, wird von der Regeleinheit die Hinterradbremse angesteuert, um das zusätzlich benötigte Verzögerungsmoment zu liefern.
- Vorteilhafterweise ist der Elektromotor zur Einspeisung von Energie im Rekuperationsbetrieb mit dem Bordnetz des Kraftfahrzeugs verbunden. Die zurückgewonnene Energie kann so direkt im Kraftfahrzeug, beispielsweise in wiederaufladbaren Batterien oder Akkumulatoren, gespeichert werden. Die so gewonnene Energie steht dann unmittelbar wieder für den Antrieb des Kraftfahrzeugs durch den Elektromotor zur Verfügung.
- Die Regeleinheit, die die beiden Bremsen ansteuert, bzw. das gesamte Bremssystem kann auf unterschiedliche Weise realisiert sein. Es kann beispielsweise als brake-by-wire-System ausgestaltet sein. Die Bremsen können auch elektrohydraulisch oder elektromechanisch angesteuert werden. In vorteilhafter Ausgestaltung umfasst die Regeleinheit eine den Bremsen zugeordnete kombiniert hydraulisch-elektronische Regeleinheit, die bei Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung die jeweilige Vorderradbremse in einem zugeordneten hydraulischen Primärbremskreis hydraulisch und die Hinterradbremse elektrohydraulisch ansteuert, sowie eine dem Elektromotor zugeordnete elektronische Kontrolleinheit. Diese elektronische Kontrolleinheit soll signalein- und ausgangsseitig mit der hydraulisch-elektronischen Regeleinheit verbunden sein. Bei einem Verzögerungswunsch des Fahrers übermittelt die hydraulisch-elektronische Regeleinheit der dem Elektromotor zugeordneten elektronischen Kontrolleinheit den Befehl, Bremsmoment durch Rekuperation aufzubauen.
- Vorteilhafterweise ist die Regeleinheit signaleingangsseitig mit einem Primärdrucksensor, der den Druck in dem hydraulischen Primärbremskreis misst, verbunden und derart konfiguriert, dass sie einen Verzögerungssollwert des Hinterrades in Abhängigkeit von dem von dem Primärdrucksensor gemessenen Druck ermittelt. Der Verzögerungswunsch des Fahrers äußert sich dabei im Wesentlichen durch die Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung, wobei Druck in dem hydraulischen Primärkreis aufgebaut wird. Der dazu passende und optimierte Verzögerungssollwert des Hinterrades wird dementsprechend von der Regeleinheit berechnet. Durch die alleinige Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung kann der Fahrer so beide Bremsen mit optimierter Bremskraftverteilung ansteuern.
- Ist die Integralbremsanlage nach dem brake-by-wire-Konzept aufgebaut, bei dem die Primärbetätigungseinrichtung von den hydraulischen Bremskreisen entkoppelt ist, kann statt einem Primärdrucksensor, beispielsweise ein Wegelängensensor eingesetzt werden, der elektronisch übermittelt, wie stark die Primärbetätigungseinrichtung betätigt bzw. wie weit sie bewegt wurde.
- In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Bremssystems ist in dem der jeweiligen Vorderradbremse zugeordneten Primärbremskreis ein Druckspeicher mit einem zugeordneten Speicherventil vorgesehen, welcher derart ausgelegt ist, dass er bei anfänglicher Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung bei geschlossenem Speicherventil unter Druckaufbau im Primärbremskreis Bremsflüssigkeit aufnimmt, wobei bei weiterer Betätigung unter Öffnung des Speicherventils die jeweilige Vorderradbremse mit Druck beaufschlagt wird.
- Eine derartige Ausgestaltung der Bremsanlage ermöglicht es, die Bremsung ausschließlich auf rekuperative Weise durchzuführen bzw. das rekuperative Bremsmoment größtmöglich zu nutzen. Obwohl der Fahrer die Primärbetätigungseinrichtung betätigt, wird dieser Verzögerungswunsch nicht direkt, beispielsweise hydraulisch, an die Vorderradbremse weitergegeben. Durch ein Speicherventil, das in diesem Fall geschlossen ist, wird die Weiterleitung der Bremsflüssigkeit zur Vorderradbremse verhindert. Die Bremsflüssigkeit wird vielmehr von einem Druckspeicher aufgenommen. Dabei baut sich im Primärbremskreis Druck auf, wodurch dem Fahrer das gewohnte Rückkupplungsverhalten eines Bremshebels bzw. eines Bremspedals präsentiert wird. Erst bei weiterer Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung werden durch Öffnung des Speicherventils die Vorderradbremsen mit Druck beaufschlagt.
- Es können bei dieser Ausgestaltung des Bremssystems auch weitere Ventile und eine Pumpe vorgesehen sein, die von der Regeleinheit angesteuert werden. Bei Bedarf kann noch zusätzlich die Hinterradbremse aktiv angesteuert werden, um zusätzliches Bremsmoment auf der Hinterachse zu realisieren.
- Vorteilhafterweise ist eine Sekundärbetätigungseinrichtung vorgesehen, über die die Hinterradbremse angesteuert wird. Im Bedarfsfall kann über diese Sekundärbetätigungseinrichtung die Hinterradbremse ausschließlich, oder bei Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung, in Kombination mit der elektrohydraulischen Betätigung, betätigt werden.
- Das Bremssystem umfasst zweckmäßigerweise zwei getrennte Bremskreise, wobei der Vorderradbremskreis von der Primärbetätigungseinrichtung und der Hinterradbremskreis von der Sekundärbetätigungseinrichtung direkt (beispielsweise hydraulisch) angesteuert wird. Im Hinterradbremskreis kann auch durch die Regeleinheit aktiv (beispielsweise elektrohydraulisch) Druck aufgebaut werden.
- Je nach Art des Fahrzeuges können die Primär- und die Sekundärbetätigungseinrichtung unterschiedlich ausgestaltet sein. Bei einem dreirädrigen, zweispurigen Fahrzeug beispielsweise kann die Primärbetätigungseinrichtung als Fußpedal und die Sekundärbetätigungseinrichtung als Handbremshebel realisiert sein. Mit einem Fußpedal wird dem Fahrer eine vom Pkw vertraute Bedienung der Primärbremse zur Verfügung gestellt. Alternativ dazu kann beispielsweise bei einem Motorrad die Primärbetätigungseinrichtung als Handbremshebel und die Sekundärbetätigungseinrichtung als Fußbremse realisiert werden. Weiterhin ist denkbar, beide Betätigungseinrichtungen als Handbremshebel zu realisieren.
- Vorzugsweise ist die Regeleinheit signaleingangsseitig mit den jeweiligen Vorder- und Hinterrädern zugeordneten Raddrehzahlsensoren verbunden. Auf diese Weise stehen der Regeleinheit die momentane Radgeschwindigkeit und durch Differenzbildung der Radgeschwindigkeiten zu verschiedenen Zeiten die Verzögerungen der Räder zur Verfügung. Diese Größen, die sowohl bei den Vorderrädern als auch bei den Hinterrädern gemessen werden, können dann zur Ermittlung der optimalen Bremskraftverteilung auf die jeweiligen Räder benutzt werden.
- In Bezug auf das Kraftfahrzeug wird die eingangs genannte Aufgabe erfindungsgemäß gelöst, indem das Kraftfahrzeug mit genau zwei Vorderrädern, genau einem Hinterrad und einem Bremssystem der oben beschriebenen Art ausgestattet wird. Je nach Abstand der beiden Vorderräder handelt es sich dabei um ein ein- oder zweispuriges Fahrzeug. Alternativ dazu kann das Kraftfahrzeug als Kraftrad ausgestaltet sein mit genau einem Vorderrad, genau einem Hinterrad und einem Bremssystem der oben beschriebenen Art. Hierbei kann es sich insbesondere um ein Motorrad oder einen (einspurigen) Roller handeln. Das Kraftfahrzeug wird dabei von dem Elektromotor, der Teil des Bremssystems ist, angetrieben. Der Elektromotor kann die alleinige Antriebseinheit des Kraftfahrzeugs sein, alternativ dazu kann er auch Teil eines Hybridantriebs sein, das den Elektromotor und einen Verbrennungsmotor umfasst. Auch in diesem Fall kann der Elektromotor zur rekuperativen Gewinnung von Bremsenergie verwendet werden sowie im Bedarfsfall zum Antrieb des Fahrzeuges eingesetzt werden.
- In Bezug auf das Verfahren wird die oben genannte Aufgabe erfindungsgemäß gelöst, indem bei Äußerung eines Verzögerungswunsches des Fahrers durch Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung die jeweilige Vorderradbremse mit Bremsdruck beaufschlagt wird und in Abhängigkeit vom Verzögerungswunsch ein Verzögerungssollwert des Hinterrades von der Regeleinheit ermittelt wird und wobei ein Anteil des Verzögerungssollwertes als rekuperatives Bremsmoment von dem Elektromotor auf die Hinterachse und der andere Anteil durch aktiven Bremsdruckaufbau von der Regeleinheit auf die Hinterradbremse übertragen wird.
- Wie viel Verzögerung über den Elektromotor während eines Bremsvorganges aufgebaut werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Je nach Situation des Bordnetzes bzw. seines Ladezustandes kann mehr oder weniger Energie in das Bordnetz eingespeist werden. Auf der anderen Seite hängt die maximal gewinnbare Energiemenge von der Geschwindigkeit des Fahrzeuges ab, da der als Generator betriebene Elektromotor abhängig von der Geschwindigkeit des Fahrzeuges unterschiedlich viel Energie durch Rekuperation gewinnen kann. Reicht die rekuperativ erzeugte Verzögerung nicht aus, wird von der Regeleinheit aktiv durch die Hinterradbremse das Hinterrad gebremst.
- Bei einer bevorzugten Variante des Bremssystem mit einem Druckspeicher soll bei der Äußerung eines Verzögerungswunsches des Fahrers durch Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung in dem der jeweiligen Vorderradbremse zugeordneten Primärbremskreis bei geschlossenem Speicherventil Bremsflüssigkeit in den Druckspeicher geleitet werden und damit Druck aufgebaut werden und in Abhängigkeit vom Verzögerungswunsch ein Verzögerungssollwert des Hinterrades von der Regeleinheit ermittelt werden.
- Ein Anteil des Verzögerungssollwertes soll demnach als rekuperatives Bremsmoment von dem Elektromotor auf die Hinterachse und der andere Anteil durch aktiven Bremsdruckaufbau von der Regeleinheit auf die jeweilige Hinterradbremse übertragen werden, wobei bei weiterer Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung durch Öffnung des Speicherventils die jeweilige Vorderradbremse hydraulisch mit Bremsdruck beaufschlagt werden soll. In diesem Fall wird bei anfänglicher Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung zuerst ausschließlich an der Hinterachse bzw. am Hinterrad gebremst. Durch die Befüllung des Druckspeichers mit Bremsmittel wird gleichzeitig sichergestellt, dass im Primärbremskreis Druck aufgebaut wird und dass der Fahrer eine spürbare Rückkopplung von der Primärbetätigungseinrichtung bekommt. Bei stärkerer Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung kann durch Öffnung des Speicherventils auch die Vorderradbremse zur Verzögerung des Fahrzeuges eingesetzt werden.
- Vorteilhafterweise wird dabei das verfügbare rekuperative Bremsmoment, sofern das dadurch hervorgerufene Bremsmoment nicht zu einer Überschreitung des Verzögerungssollwertes führt, vollständig genutzt. Somit wird die zu dem jeweiligen Zeitpunkt maximal verfügbare Menge an Energie dem Fahrzeug, beispielsweise zur Aufladung von Batterien, zur Verfügung gestellt.
- Vorteilhafterweise wählt die Regeleinheit bei Äußerung eines Verzögerungswunsches durch den Fahrer eine der jeweiligen Fahrsituation entsprechende optimierte Bremskraftverteilung zwischen Vorderachse und Hinterachse. Die Berechnung bzw. Bestimmung des optimierten Verzögerungssollwerts des Hinterrades kann von mehreren die Fahrdynamik bzw. aktuelle Fahrsituation des Fahrzeugs betreffenden Größen abhängen. Diese Größen umfassen beispielsweise den Verzögerungswunsch des Fahrers, den Bremsdruck an der jeweiligen Vorderradbremse, die Geschwindigkeit des Fahrzeuges, gemessen durch die Drehzahlsensoren an den Rädern, die Verzögerung des Fahrzeuges bzw. seine negative Beschleunigung und/oder auch die positive Beschleunigung sowie die Radgeschwindigkeiten. Der Verzögerungswunsch des Fahrers kann beispielsweise über die Messung des Druckes an einer oder mehreren Stellen im Primärdruckkreis ermittelt werden.
- Je nach Ladezustand des Bordnetzes des Fahrzeuges kann mehr oder weniger Energie vom Bordnetz aufgenommen werden. Vorteilhafterweise wird deshalb die Größe des rekuperativ erzeugten Anteils des Verzögerungssollwertes in Abhängigkeit von dem Ladezustand des Bordnetzes gewählt.
- Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, dass sich durch einen als Generator betriebenen Elektromotor in einem Integralbremssystem während des Bremsvorganges Energie rückgewinnen lässt, die dem Kraftfahrzeug zur Verfügung steht und beispielsweise ins Bordnetz eingespeist werden und zu einem späteren Zeitpunkt zum Antrieb des Kraftfahrzeuges verwendet werden kann.
- Durch den Einsatz von rekuperativem Bremsmoment werden die Bremsen geschont und deren Verschleiß gesenkt. Zudem lassen sich sicherheitstechnische Systeme wie beispielsweise ABS nahtlos in das erfindungsgemäße Bremssystem integrieren.
- Ist die Regeleinheit derart konfiguriert, dass das mit dem Verzögerungssollwert maximal verträgliche und verfügbare rekuperative Bremsmoment genutzt wird, kann die zu diesem Zeitpunkt größtmögliche Menge an Energie gewonnen werden.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen in stark schematisierter Darstellung:
-
1 ein Bockschaltbild eines Bremssystems für einen elektrisch angetriebenen Roller, -
2 einen dreirädrigen elektrisch angetriebenen Roller mit einem Bremssystem, und -
3 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben eines Bremssystems in einer bevorzugten Ausführungsform. - Gleiche Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
- Das in
1 dargestellte Bremssystem2 ist als Integralbremssystem ausgelegt. Es umfasst einen Vorderradbremskreis6 mit zwei zugeordneten Vorderradbremsen10 und einen Hinterradbremskreis14 mit einer zugeordneten Hinterradbremse18 . Über ein Fußpedal22 werden von dem Fahrer die Vorderradbremsen10 direkt hydraulisch angesteuert. Die Hinterradbremse18 wird von dem Fahrer durch einen Handbremshebel26 betätigt. Beide Betätigungseinrichtungen, also das Fußpedal22 sowie der Handbremshebel26 , sind jeweils mit einem Hauptbremszylinder30 verbunden, an den jeweils ein Vorratsbehälter für Bremsflüssigkeit34 angeschlossen ist. Der Druck in dem jeweiligen Bremskreis6 ,14 wird an mehreren Stellen von Drucksensoren38 gemessen. - Im vorliegenden Beispiel werden durch einen Vorderradbremskreis
6 beide Vorderradbremsen10 angesteuert. Alternativ dazu kann bei einem Kraftfahrzeug mit zwei Vorderrädern jedem Rad eine separate Bremse mit separatem Bremskreis zugeordnet werden. Dadurch ist es möglich, durch gezieltes und separates Ansteuern der beiden Bremsen die Stabilität des Fahrzeuges zu gewährleisten, selbst dann, wenn die beiden Räder auf unterschiedlichem Untergrund fahren. - Das Bremssystem
2 umfasst ein Antiblockiersystem (ABS). Dazu sind in den beiden Bremskreisen6 ,14 jeweils Einlassventile42 und Auslassventile46 angeordnet. Im Hinterradbremskreis14 sind zusätzlich ein Trennventil48 sowie ein Umschaltventil52 angeordnet. - In Grundstellung, wenn das Fußpedal
22 bzw. der Handbremshebel26 nicht betätigt werden, sind die Auslassventile46 jeweils geschlossen. Die Auslassventile sind jeweils in eine Rücklaufleitung56 eingesetzt. Diese Rücklaufleitung verbindet die jeweilige Vorderradbremse10 bzw. Hinterradbremse18 mit einem Niederdruckspeicher60 sowie einem Saugpfad64 einer Pumpe68 . Beide Pumpen werden von einem Pumpenelektromotor72 angetrieben. Die beiden hydraulischen Bremskreise6 ,14 sind voneinander getrennt und jeweils von dem Fußpedal22 bzw. dem Handbremshebel26 aktivierbar. - Das Bremssystem
2 ist als Teilintegralbremssystem ausgelegt. Bei einer Betätigung des Handbremshebels26 wird nur die Hinterradbremse18 betätigt. Bei einer Betätigung des Fußpedals22 kann neben dem direkten Bremsdruckaufbau im Vorderradbremskreis6 und damit der Beaufschlagung der Vorderradbremse10 mit Bremsdruck auch die Hinterradbremse18 aktiv, in diesem Falle elektrohydraulisch, angesteuert werden. Dazu setzt der Pumpenelektromotor72 die zum Hinterradbremskreis14 korrespondierende Pumpe68 in Betrieb. Sie entnimmt dabei dem Hauptbremszylinder30 Druckmittel und fördert es zur Hinterradbremse18 . Dabei trennt das Trennventil48 die Pumpendruckseite vom Hauptbremszylinder30 . Auf diese Weise kann durch Betätigen nur einer Betätigungseinrichtung, in diesem Falle des Fußpedales22 , durch beide Bremsen Bremsmoment erzeugt werden. Die Verteilung von Bremsmoment auf die Vorderradbremsen bzw. die Hinterradbremse wird dabei in optimierter Weise so gewählt, dass die Stabilität des Fahrzeuges während des Bremsvorganges gewährleistet ist. - Durch die Pumpen
68 sowie die Ventile42 ,46 ,48 ,52 ist in dem Bremssystem2 eine Bremsschlupfregelung implementiert, die als ABS-System fungiert. Zusätzlich dazu sind in das Bremssystem2 Routinen implementiert, die das Abheben des Hinterrades bei einem starken Bremsvorgang verhindern (Rear Wheel Lift-off Protection, RLP). Die Umdrehungszahlen der einzelnen Räder (nicht eingezeichnet) werden durch Drehzahlsensoren80 gemessen. - Das Bremssystem
2 ist dazu ausgelegt, rekuperatives Bremsmoment aufzubauen und zu nutzen, um elektrische Energie zu gewinnen, die beispielsweise in das Bordnetz des Fahrzeuges eingespeist werden kann. Dazu ist ein Elektromotor84 vorgesehen, dessen Antriebswelle (nicht eingezeichnet) mit der Hinterachse88 des Fahrzeuges verbunden ist. Dem Elektromotor84 ist eine Motorkontrolleinheit92 zugeordnet, wobei die Zuordnung durch einen ersten Doppelpfeil94 gekennzeichnet ist. - Je nach Verzögerungswunsch des Fahrers und fahrdynamischer Situation des Fahrzeuges soll mehr oder weniger Bremsmoment rekuperativ aufgebaut werden. Das Bremssystem
2 umfasst daher eine hydraulisch-elektrische Regeleinheit HECU (Hydraulic Electric Control Unit)96 , die für die elektrohydraulische Ansteuerung der Bremsen zuständig ist. Die HECU96 wiederum kommuniziert beidseitig mit einer dem Elektromotor84 zugeordneten elektronischen Kontrolleinheit ECU (Electronic Control Unit)100 . Die in beide Richtungen gehende Kommunikation wird durch den zweiten Doppelpfeil104 verdeutlicht. Bei einer Betätigung des Fußpedals22 baut die HECU96 hydraulisch Bremsdruck in den Vorderradbremsen10 auf. Die ABS- und RLP-Routinen können den zur rekuperativen Bremsmomenterzeugung benötigten Vorgängen überlagert sein. Die HECU96 gibt nun der ECU100 den Befehl, rekuperativ Bremsmoment aufzubauen. Die ECU100 wiederum kommuniziert mit der elektronischen Motorkontrolleinheit92 , über die sie Informationen zur in der aktuellen Fahrsituation möglichen rekuperativen Energiegewinnung erhält. Die Motorkontrolleinheit92 kann als eine zusätzliche ECU ausgestaltet und konfiguriert sein. - Die ECU
100 steuert über die Motorkontrolleinheit92 den Elektromotor84 derart an, dass das größtmöglich verfügbare Rekuperationsmoment genutzt wird, sofern es mit dem gesamten Verzögerungssollwert des Hinterrades verträglich ist. Besteht kein Bedarf an Energie, beispielsweise wenn das Bordnetz und/oder Batterien voll geladen sind, kann auf eine rekuperative Bremsmomentgewinnung auch komplett verzichtet werden. In jedem Fall wird die Differenz zwischen dem durch Rekuperation aufgebauten Verzögerungsmoment des Hinterrades und dem von der HECU96 ermittelten optimalen Verzögerungsmoment elektrohydraulisch aktiv durch Druckaufbau auf die Hinterradbremse18 geleistet. Die Drücke in den Bremskreisen6 ,14 bzw. an den Bremsen10 ,18 unterliegen einem Regelungsvorgang. Die HECU96 kann dazu die durch die Drucksensoren38 gemessenen Drücke und die durch die Drehzahlsensoren80 gemessenen Umdrehungszahlen der Räder benutzen. - Im allgemeinen Fall ergibt sich die Gesamtbremskraft des Kraftfahrzeuges als Summe der hydraulisch betätigten und der elektrohydraulisch angesteuerten Bremsen sowie der Bremskraft des als Generator wirkenden Elektromotors.
- Der in
2 dargestellte Elektroroller120 mit zwei Vorderrädern122 und einem Hinterrad123 ist in einer ersten, hier nicht noch einmal in allen Einzelheiten dargestellten Variante mit dem Bremssystem gemäß1 ausgestattet. In einer zweiten Ausführungsform ist das Bremssystem in weiter unten beschriebener Weise modifiziert. Es ist auch vorstellbar, ein vierrädriges Kraftfahrzeug mit dem Bremssystem auszustatten, wobei dann zu den zwei Hinterrädern123 zwei Hinterradbremsen18 korrespondieren. - Der Elektroroller
120 wird alleine durch den Elektromotor84 angetrieben. Dieser Elektromotor84 kann beim Bremsvorgang im Generatorbetrieb zur Rückgewinnung von Energie benutzt werden. Die Vorderradbremsen10 werden in diesem Fall durch das Fußpedal22 betätigt, während die Hinterradbremse18 durch den Handbremshebel26 betätigt wird. Wie weiter oben bereits beschrieben wurde, ist das Bremssystem des Elektrorollers120 als Teilintegral-Bremssystem ausgelegt, so dass bei einer Betätigung des Fußpedals22 neben den Vorderradbremsen10 zugleich auch die Hinterradbremse18 und der im Rekuperationsbetrieb als Generator wirksame Elektromotor84 angesteuert werden. - In einer gegenüber der Basisversion gemäß
1 modifizierten Ausführungsform ist in den Vorderradbremskreis6 ein Druckspeicher124 mit einem zugeordneten Speicherventil128 eingesetzt. Das Speicherventil128 ist dabei in dem Bremsleitungsabschnitt zwischen dem Druckspeicher124 und den Vorderradbremsen10 angeordnet. In1 sind diese zusätzlichen Komponenten gestrichelt eingezeichnet. - Bei einer Betätigung des Fußpedals
22 wird Bremsflüssigkeit in den Niederdruckspeicher124 geleitet, wodurch sich Druck im Vorderradbremskreis6 aufbaut. Zu diesem Zeitpunkt wird die Vorderradbremse bzw. werden die Vorderradbremsen10 nicht mit Bremsdruck beaufschlagt, da das Speicherventil128 geschlossen ist. Die HECU96 kommuniziert nun mit der ECU100 und versucht, rein rekuperativ die Verzögerung des Fahrzeuges zu erreichen. Erst bei weiterer Betätigung des Fußpedals22 wird das Speicherventil128 umgeschaltet, so dass nun die Vorderradbremsen10 mit Bremsdruck beaufschlagt werden. Auch in diesem Falle kann bei Bedarf zusätzlich zum rekuperativen Bremsmoment von der HECU96 elektrohydraulisch Druck auf die Hinterradbremse18 aufgebaut werden. - Der Wirkzusammenhang der HECU
96 mit den Vorderradbremsen10 ist durch einen ersten gestrichelten Pfeil170 und der Wirkzusammenhang der HECU96 mit der Hinterradbremse18 durch einen zweiten gestrichelten Pfeil174 veranschaulicht. Die Kommunikation zwischen der ECU100 und dem Elektromotor84 (unter Einbeziehung der Motorkontrolleinheit92 ) ist durch einen vierten Doppelpfeil178 angedeutet. - In
3 ist eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens zum Betreiben des Bremssystems in einem Ablaufdiagramm veranschaulicht. Das Verfahren beginnt zum Startzeitpunkt START140 , wenn der Fahrer durch Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung einen Verzögerungswunsch äußert. In Block144 wird von der HECU96 hydraulisch Druck im Vorderradbremskreis6 aufgebaut. In Block148 wird von der HECU96 in Abhängigkeit von dem im Vorderbremskreis6 gemessenen Druck sowie von den mit Hilfe der Drehzahlsensoren gemessenen Raddrehgeschwindigkeiten ein Verzögerungssollwert für das Hinterrad123 ermittelt. Die zu den Blöcken144 und148 zugeordneten Vorgänge bzw. Prozesse können auch im Wesentlichen zeitgleich ablaufen. Sobald dieser Verzögerungssollwert ermittelt ist, gibt die HECU96 in Block152 der ECU100 den Befehl, rekuperativ Bremsmoment aufzubauen. Die ECU100 macht eine Anfrage an die Motorkontrolleinheit92 , in welchem Maße Bremsmoment rekuperativ aufgebaut werden kann. Dies kann von dem Ladezustand des Bordnetzes oder der Geschwindigkeit des Fahrzeuges abhängen. In Block156 übermittelt die ECU100 der HECU96 die Größe des verfügbaren rekuperativen Bremsmomentes. - In der Verzweigung
158 wird nun überprüft, ob das zur Verfügung stehende rekuperative Bremsmoment ausreicht, den Verzögerungssollwert zu erfüllen. Um ein Überbremsen zu verhindern, wird das rekuperative Bremsmoment nur in dem Maße genutzt, dass der Verzögerungssollwert nicht überschritten wird. Reicht das rekuperative Bremsmoment aus, den Verzögerungssollwert zu erfüllen, wird hinten rein rekuperativ gebremst, die Verzweigung folgt der Ja-Entscheidung160 zum STOP162 des Verfahrens. - Reicht andererseits das rekuperative Bremsmoment nicht aus, so folgt das Verfahren der Nein-Entscheidung
164 zu Block166 . In Block166 wird von der HECU96 aktiv, in diesem Falle elektrohydraulisch, die Hinterradbremse18 mit Bremsdruck beaufschlagt. Dabei wird gerade soviel Bremsdruck erzeugt, dass die Summe aus elektrohydraulisch und rekuperativ erzeugtem Bremsmoment zur gewünschten Verzögerung des Hinterrades führt. Alternativ oder zusätzlich wird die Vorderradbremse10 mit Bremsdruck beaufschlagt. Das Verfahren wird damit beendet und geht weiter zu STOP162 . - Die einzelnen Teile bzw. Schritte des Verfahrens können während eines Bremsvorganges vielfach und gegebenenfalls auch in unterschiedlicher Reihenfolge ablaufen. Insbesondere wird im Wesentlichen während des gesamten Bremsvorganges der nötige Bremsdruck von der HECU
96 geregelt, wobei die HECU96 mit der ECU100 kommuniziert und über die Drucksensoren38 und die Drehzahlsensoren80 den fahrdynamischen Zustand des Fahrzeuges überwacht. - Bezugszeichenliste
-
- 2
- Bremssystem
- 6
- Vorderradbremskreis
- 10
- Vorderradbremse
- 14
- Hinterradbremskreis
- 18
- Hinterradbremse
- 22
- Fußpedal
- 26
- Handbremshebel
- 30
- Hauptbremszylinder
- 34
- Vorratsbehälter
- 38
- Drucksensor
- 42
- Einlassventil
- 46
- Auslassventil
- 48
- Trennventil
- 52
- Umschaltventil
- 56
- Rücklaufleitung
- 60
- Niederdruckspeicher
- 64
- Saugpfad
- 68
- Pumpe
- 72
- Pumpenelektromotor
- 76
- Bremsleitung
- 80
- Drehzahlsensor
- 84
- Elektromotor
- 88
- Hinterachse
- 92
- Motorkontrolleinheit
- 94
- erster Doppelpfeil
- 96
- HECU
- 100
- ECU
- 104
- zweiter Doppelpfeil
- 108
- dritter Doppelpfeil
- 120
- Elektroroller
- 122
- Vorderrad
- 123
- Hinterrad
- 124
- Druckspeicher
- 128
- Speicherventil
- 140
- START
- 144, 148
- Block
- 152, 156
- Block
- 158
- Verzweigung
- 160
- Ja-Entscheidung
- 162
- STOP
- 164
- Nein-Entscheidung
- 166
- Block
- 170
- erster gestrichelter Pfeil
- 174
- zweiter gestrichelter Pfeil
- 178
- vierter Doppelpfeil
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102007025273 A1 [0007]
- DE 102008017480 [0012]
Claims (16)
- Bremssystem (
2 ) für ein Kraftfahrzeug, insbesondere einen Roller oder ein Motorrad, mit wenigstens einem Vorderrad (122 ), einem Hinterrad (123 ), mit wenigstens einer Vorderradbremse (10 ) und einer Hinterradbremse (18 ), einer Regeleinheit zur Regelung der Bremsdrücke an der jeweiligen Vorderradbremse (10 ) und der Hinterradbremse (18 ), und einer Primärbetätigungseinrichtung, die über die Regeleinheit sowohl die jeweilige Vorderradbremse (10 ) als auch die Hinterradbremse (18 ) ansteuert, dadurch gekennzeichnet, dass ein das Kraftfahrzeug antreibender Elektromotor (84 ) vorgesehen ist, dessen Antriebswelle mit der Hinterachse (88 ) des Kraftfahrzeugs verbunden ist, wobei die Regeleinheit derart konfiguriert ist, dass sie bei Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung den Elektromotor (84 ) als Generator zur Erzeugung von rekuperativem Bremsmoment auf die Hinterachse (88 ) betreibt. - Bremssystem (
2 ) nach Anspruch 1, wobei die Regeleinheit derart konfiguriert ist, dass das verfügbare rekuperative Bremsmoment, sofern das dadurch hervorgerufene Bremsmoment nicht zur Überschreitung eines von der Regeleinheit ermittelten Verzögerungssollwertes des Hinterrades (123 ) führt, vollständig genutzt wird. - Bremssystem (
2 ) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Elektromotor (84 ) zur Einspeisung von Energie im Rekuperationsbetrieb mit dem Bordnetz des Kraftfahrzeugs verbunden ist. - Bremssystem (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Regeleinheit eine den Bremsen (10 ,18 ) zugeordnete kombiniert hydraulisch-elektronische Regeleinheit umfasst, die bei Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung die jeweilige Vorderradbremse (10 ) in einem zugeordneten hydraulischen Primärbremskreis hydraulisch und die Hinterradbremse (18 ) elektrohydraulisch ansteuert, sowie eine dem Elektromotor (84 ) zugeordnete elektronische Kontrolleinheit. - Bremssystem (
2 ) nach Anspruch 4, wobei die Regeleinheit signaleingangsseitig mit einem Primärdrucksensor, der den Druck in dem hydraulischen Primärbremskreis misst, verbunden ist und derart konfiguriert ist, dass sie einen Verzögerungssollwert des Hinterrades (123 ) in Abhängigkeit von dem von dem Primärdrucksensor gemessenen Druck ermittelt. - Bremssystem (
2 ) nach Anspruch 4 oder 5, wobei in dem der jeweiligen Vorderradbremse (10 ) zugeordneten Primärbremskreis ein Druckspeicher mit einem zugeordneten Speicherventil vorgesehen ist, welcher derart ausgelegt ist, dass er bei anfänglicher Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung bei geschlossenem Speicherventil (128 ) unter Druckaufbau im Primärbremskreis Bremsflüssigkeit aufnimmt, wobei bei weiterer Betätigung unter Öffnung des Speicherventils (128 ) die jeweilige Vorderradbremse (10 ) mit Druck beaufschlagt wird. - Bremssystem (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei eine Sekundärbetätigungseinrichtung vorgesehen ist, über die die Hinterradbremse (18 ) angesteuert wird. - Bremssystem (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Regeleinheit signaleingangsseitig mit den jeweiligen Vorder- und Hinterrädern (122 ,123 ) zugeordneten Raddrehzahlsensoren (80 ) verbunden ist. - Kraftfahrzeug (
2 ) mit genau zwei Vorderrädern (122 ), genau einem Hinterrad (123 ) und einem Bremssystem (2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8. - Kraftfahrzeug, insbesondere Kraftrad, mit genau einem Vorderrad (
122 ), genau einem Hinterrad (123 ) und einem Bremssystem (2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 9 oder 10, wobei der Elektromotor (
84 ) Teil eines Hybridantriebsystems ist, das den Elektromotor (84 ) und einen Verbrennungsmotor umfasst. - Verfahren zum Betreiben eines Bremssystem (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei bei Äußerung eines Verzögerungswunsches des Fahrers durch Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung die jeweilige Vorderradbremse (10 ) mit Bremsdruck beaufschlagt wird und in Abhängigkeit vom Verzögerungswunsch ein Verzögerungssollwert des Hinterrades (123 ) von der Regeleinheit ermittelt wird, und wobei ein Anteil des Verzögerungssollwertes als rekuperatives Bremsmoment von dem Elektromotor (84 ) auf die Hinterachse (88 ) und der andere Anteil durch aktiven Bremsdruckaufbau von der Regeleinheit auf die Hinterradbremse (18 ) übertragen wird. - Verfahren zum Betreiben eines Bremssystem (
2 ) nach Anspruch 6, wobei bei Äußerung eines Verzögerungswunsches des Fahrers durch Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung in dem der jeweiligen Vorderradbremse (10 ) zugeordneten Primärbremskreis bei geschlossenem Speicherventil (128 ) Bremsflüssigkeit in den Druckspeicher geleitet wird und damit Druck aufgebaut wird und in Abhängigkeit vom Verzögerungswunsch ein Verzögerungssollwert des Hinterrades (123 ) von der Regeleinheit ermittelt wird, und wobei ein Anteil des Verzögerungssollwertes als rekuperatives Bremsmoment von dem Elektromotor (84 ) auf die Hinterachse (88 ) und der andere Anteil durch aktiven Bremsdruckaufbau von der Regeleinheit auf die jeweilige Hinterradbremse (18 ) übertragen wird, wobei bei weiterer Betätigung der Primärbetätigungseinrichtung durch Öffnung des Speicherventils (128 ) die jeweilige Vorderradbremse (10 ) hydraulisch mit Bremsdruck beaufschlagt wird. - Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei das verfügbare rekuperative Bremsmoment, sofern das dadurch hervorgerufene Bremsmoment nicht zu einer Überschreitung des Verzögerungssollwertes führt, vollständig genutzt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei der Verzögerungssollwert des Hinterrads in Abhängigkeit von einer oder mehreren der folgenden Größen berechnet oder anhand von in der Regeleinheit hinterlegten Daten ermittelt wird: Verzögerungswunsch des Fahrers, Bremsdruck an der jeweiligen Vorderradbremse (
10 ), Geschwindigkeit des Fahrzeuges, Verzögerung des Fahrzeuges, Radgeschwindigkeiten. - Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, wobei die Größe des rekuperativ erzeugten Anteils des Verzögerungssollwertes in Abhängigkeit von dem Ladezustand des Bordnetzes gewählt wird.
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-
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