DE102009048686A1 - Instrumententafel-Abdeckung mit einer Airbagklappe für ein Fahrzeug - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Instrumententafel-Abdeckung mit einer Airbagklappe (2) für ein Fahrzeug mit einem in der Abdeckung (1) im Scharnierbereich der Airbagklappe (2) durchgehenden und das Klappenscharnier (6) bildenden Gewebeband (7), welches im Scharnierbereich eine Faltung mit einer Überlänge aufweist. Erfindungsgemäß ist die Faltung mit der Überlänge als z-förmig in der Gewebebandebene aneinanderliegende Doppelfaltung (10) ausgeführt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Instrumententafel-Abdeckung mit einer Airbagklappe für ein Fahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- In einer allgemein bekannten gattungsgemäßen Anordnung ist ein Airbagmodul, insbesondere ein Beifahrerairbagmodul hinter einer Instrumententafel-Abdeckung mit einer Airbagklappe montiert. Bei einer Airbagaktivierung drängt der sich entfaltende Airbag von hinten gegen die Airbagklappe und öffnet diese für einen vollständigen Austritts des Airbags in seine Schutzfunktion. Die stoßartig öffnende Airbagklappe soll dabei zum Schutz der Insassen weiter mit der Instrumententafel-Abdeckung verbunden bleiben und zudem sollen auch möglichst wenige Bestandteile aus dem Material der Abdeckung und der Airbagklappe abgelöst und/oder herausgebrochen werden.
- Dazu ist es bei einer Instrumententafel-Abdeckung in der Art eines Schaumflächenteils mit oberseitiger Deckhaut und einem unterseitigen, das Klappenscharnier bildenden Gewebeband bereits bekannt (VW-Passat), im Gewebeband eine Faltung mit einer Überlänge bei der Ausbildung des Klappenscharniers vorzusehen. Diese Überlänge wird hier durch eine zweilagige, buchtartige und nach unten aus dem Schaumflächenteil der Abdeckung abragende Falte des Gewebebands vorgehalten. Die Überlänge dient dazu, dass die Airbagklappe beim Öffnen aus der Abdeckung abheben und umschlagen kann. Fehlt eine solche Überlänge, kann das aufgrund der Schaumteildicke das Öffnen, insbesondere ein Umschlagen der Airbagklappe behindern und zudem zu einer ungünstigen Ablösung von Schaummaterial und Deckhautmaterial führen.
- Nachteilig ist diese Ausführung und Anordnung mit einer abragenden Überlängenfalte des Gewebebands bei der Herstellung der Instrumententafel-Abdeckung aufwändig, da die aus dem Schaumteil abragende Überlängenfalte aus den verwendeten Spritzgusswerkzeug beim Einlegen des Gewebebands herausgeführt und für den Spritzvorgang abgedichtet werden muss. Diese an sich funktionsfähige Gewebescharnierausbildung ist daher mit einem hohen Aufwand am Spritzgusswerkzeug bei der Fertigung verbunden.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine alternative Ausbildung einer Instrumententafel-Abdeckung mit einer Airbagklappe und einem das Klappenscharnier bildenden Gewebeband vorzuschlagen, bei der bei guter Funktion der Fertigungsaufwand reduziert ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Faltung mit der Überlänge als z-förmig in der Gewebebandebene aneinanderliegende Doppelfaltung ausgeführt ist. Dadurch muss die Überlänge im Vergleich zum Stand der Technik nicht aus dem Abdeckungsteil abstehend herausgeführt werden sondern kann als Doppelfalte bei der Herstellung im Werkzeug mit eingelegt und eingespritzt werden. Beim Öffnen der Airbagklappe löst und entfaltet sich die Überlänge dann aus dem Abdeckungsteil. Da hier zusätzliche Maßnahmen zum Klemmen und Abdichten der Faltung im Werkzeug wie beim Stand der Technik entfallen, ist der Herstellungsaufwand insgesamt erheblich reduziert.
- Als weitere Maßnahme, die das Einlegen des Gewebescharniers in das Werkzeug vereinfacht, wird vorgeschlagen, die Doppelfaltung in einem Vormontageschritt zu falten und mit einer Sollreißverbindung für eine Freigabe der Doppelfaltung unter Belastung zu verbinden. Die Doppelfaltung ist somit von vorneherein festgelegt, wobei beim Öffnen der Airbagklappe das Gewebe im Scharnierbereich vom Abdeckungsteil abgelöst und durch Lösen der Faltungsverbindung die Überlänge freigegeben wird.
- Das verwendete Gewebeband kann, wie üblich, einen Kunststoffanteil aufweisen, so dass die lösbare Verbindung der Doppelfaltung einfach durch Schweißen hergestellt werden kann. Die Doppelfalte könnte alternativ auch vernäht sein.
- In einer bevorzugten konkreten Ausführung ist die Abdeckung als Schaumflächenteil mit vorgegebener Schaumdicke, mit einer oberseitigen Deckhaut und gegebenenfalls mit einem eingeschäumten stabilen Klappendeckelteil ausgebildet, wobei das Gewebeband mit der Doppelfaltung einen Teilbereich der Unterseite des Schaumflächenteils bildet und/oder im unteren Schaumbereich zumindest teilweise mit eingeschäumt ist.
- Zur Abgrenzung der Airbagklappe und für einen unbehinderten Öffnungsvorgang soll zudem um den Rand der Airbagklappe eine nutförmige Materialverdünnung im Trägerteil vorgesehen werden. In einer bevorzugten konkreten Ausführung ist das Trägerteil auf der Scharnierseite ausgedünnt. Am umlaufenden Rand der Klappe wird das Trägerteil durch Fräsen geschwächt. Alternativ ist auch eine Laserschwächung durchfürbar.
- Die erfindungsgemäße Airbagklappenausführung ist insbesondere in Verbindung mit einem Beifahrerairbag vorgesehen, wobei die Airbagklappe im montierten Zustand der Instrumententafel vor dem Beifahrersitz liegt und dahinter ein Beifahrer-Airbagmodul montiert ist.
- Das Klappenscharnier an der Airbagklappe ist dabei gegenüberliegend zur Beifahrerposition angebracht und die Airbagklappe öffnet bei einer Airbagaktivierung nach oben. Die Airbagklappe wird dann durch die aufreißende und freigegebene Doppelfaltung mit der Gewebeüberlänge ungehindert nach hinten umgeklappt.
- Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung weiter erläutert.
- Es zeigen:
-
1 einen Schnitt durch eine Instrumententafel-Abdeckung im Bereich einer Airbagklappe, -
2 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs A aus1 mit einem Klappenscharnier aus Gewebeband, und -
3 eine Ausführungsform des Bereichs nach2 nach dem Stand der Technik. - In
1 ist schematisch ein Schnitt durch einen Teilbereich einer Instrumententafel-Abdeckung1 mit einer Airbagklappe2 dargestellt. Hinter der Airbagklappe2 ist ein Beifahrerairbagmodul3 montiert. Bei einer Airbagaktivierung drängt der in Richtung Beifahrer austretende Airbag gegen die Airbagklappe2 , schwenkt diese auf (Pfeil4 , strichlierte Darstellung5 ), bis sie in eine Endposition völlig umklappt. Das Klappenscharnier6 ist hier durch ein eingespritztes Gewebeband7 gebildet, wobei zudem im Trägerteil8 der Abdeckung1 bzw. der Airbagklappe2 entlang der Scharnierachse eine nutartige Materialverdünnung9 eingebracht ist. Der Bereich A in1 mit dem Klappenscharnier aus dem Gewebeband7 ist in2 vergrößert dargestellt: auch hier ist ein Teilbereich des Schaumflächenteils8 mit der Materialverdünnung9 und einer (nicht im Detail gezeigten) Deckhaut dargestellt, wobei das Klappenscharnier6 durch eine z-förmig etwa in der Gewebebandebene aneinanderliegende Doppelfaltung10 ausgeführt ist und diese Doppelfaltung durch eine Schweißverbindung aufreißbar bzw. vernäht aneinander gehaftet ist. Das Gewebeband7 und die Doppelfaltung10 sind an der Unterseite des Trägerteils8 angehaftet und/oder eingespritzt. - Bei einer Klappenöffnung durch einen aus dem Beifahrerairbagmodul
3 herausdrängenden aktivierten Airbag wird die Doppelfaltung10 am Schaumflächenteil8 gelöst und unter Ausbildung einer Gewebebandüberlänge am Klappenscharnier6 gestreckt und freigegeben. - Ersichtlich ist in der erfindungsgemäßen Anordnung nach
1 und2 die Doppelfaltung10 mit der Gewebebandüberlänge in das Schaumflächenteil8 integriert, so dass nach dem Einlegen des Gewebebands7 in ein Spritzgusswerkzeug zur weiteren Herstellung des Schaumflächenteils8 keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich sind. In3 ist dagegen die Ausbildung eines Gewebeband-Klappenscharniers mit einer Faltung zur Bereitstellung einer Überlänge gezeigt, wobei die Faltung als Gewebebandbucht11 aus dem zugehörigen Schaumflächenteil8 frei absteht. Ersichtlich ist für eine solche Gewebebandbucht11 eine Öffnung im Spritzgusswerkzeug erforderlich, ebenso wie eine Abdichtung vor dem Spritzvorgang, wodurch diese Ausführung vergleichsweise aufwendig ist.
Claims (7)
- Instrumententafel-Abdeckung mit einer Airbagklappe (
2 ) für ein Fahrzeug, mit einem in der Abdeckung (1 ) im Scharnierbereich der Airbagklappe (2 ) durchgehenden und das Klappenscharnier (6 ) bildenden Gewebeband (7 ), welches im Scharnierbereich eine Faltung mit einer Überlänge aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltung mit der Überlänge als z-förmig in der Gewebebandebene aneinanderliegende Doppelfaltung (10 ) ausgeführt ist. - Instrumententafel-Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelfaltung (
10 ), insbesondere in einem Vormontageschritt vor der Herstellung der Abdeckung (1 ), gefaltet und mit einer Sollreißverbindung für eine Freigabe der Doppelfaltung (10 ) unter Belastung verbunden ist. - Instrumententafel-Abdeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollreißverbindung der Doppelfaltung (
10 ) durch eine Schweißverbindung hergestellt und/oder vernäht ist. - Instrumententafel-Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (
1 ) als Trägerteil und als Schaumflächenteil (8 ) mit vorgegebener Schaumdicke, mit einer oberseitigen Deckhaut und gegebenenfalls mit einem eingeschäumten stabilen Klappendeckelteil ausgebildet ist, wobei das Gewebeband (7 ) mit der Doppelfaltung (10 ) einen Teilbereich der Unterseite des Trägerteils (8 ) bildet und/oder im unteren Schaumdickenbereich zumindest teilweise mit eingespritzt ist. - Instrumententafel-Abdeckung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass um den Rand der Airbagklappe (
2 ), insbesondere entlang der Scharnierachse eine nutförmige Materialverdünnung (9 ) im Trägerteil (8 ) vorgesehen ist. - Instrumententafel-Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Airbagklappe (
2 ) im montierten Zustand der Instrumententafel vor einem Beifahrersitz liegt und dahinter ein Beifahrer-Airbagmodul (3 ) montiert ist. - Instrumententafel-Abdeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Klappenscharnier (
6 ) an der Airbagklappe (2 ) gegenüberliegend zur Beifahrerposition angebracht ist, wobei die Airbagklappe (2 ) bei einer Airbagaktivierung nach oben öffnet und durch die aufreißende und frei gegebene Doppelfaltung (10 ) unbehindert nach hinten umklappt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE200910048686 DE102009048686A1 (de) | 2009-10-07 | 2009-10-07 | Instrumententafel-Abdeckung mit einer Airbagklappe für ein Fahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE102009048686A1 true DE102009048686A1 (de) | 2011-04-14 |
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Family Applications (1)
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