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QUERVERWEIS AUF VERWANDTE ANMELDUNG
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Diese Anmeldung beansprucht die Priorität der am 11. Mai 2016 eingereichten
japanischen Patentanmeldung Nr. 2016-095384 , deren gesamte Offenbarung hiermit durch Querverweis einbezogen ist.
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HINTERGRUND
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Die vorliegende Offenbarung betrifft eine Sohlenstruktur für Schuhe sowie einen Schuh mit dieser Sohlenstruktur.
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Eine Sohlenstruktur für Sportschuhe, welche als Hauptbestandteile eine Zwischensohle aus einem weichen, elastischen Material und eine mit der Unterseite der Zwischensohle verklebte Laufsohle umfasst, ist hinlänglich bekannt und dient der Dämpfung. Als Verbesserung dieser Sohlenstruktur schlägt zum Beispiel die
japanische Offenlegungsschrift Nr. 11-332606 eine Sohlenstruktur für Sportschuhe vor, die eine übermäßige Verformung der Schuhe in einer Fußquerrichtung (d. h. eine Querverformung) beim Aufsetzen der Schuhe auf dem Boden verringert.
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Die in der
japanischen Offenlegungsschrift Nr. 11-332606 offenbarte Sohlenstruktur umfasst eine Zwischensohle, eine gewellte Schicht und eine Laufsohle. Die Zwischensohle dämpft den auf die Unterseite des auf dem Boden aufsetzenden Schuhs wirkenden Stoß. Die gewellte Schicht ist an einer der Ferse entsprechenden Stelle in der Zwischensohle angeordnet. Die Laufsohle ist mit der Unterseite der Zwischensohle verklebt und weist eine Bodenfläche auf, welche mit dem Boden in Berührung kommt.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Setzt ein Schuh auf dem Boden auf, während der Träger geht oder läuft, tritt im Allgemeinen ein Lastverlauf auf, welcher die Verlagerung des Körpergewichts des Trägers von der Außenseite des Rückfußes (d. h. einem Fersenbereich) des Trägers durch einen in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs, einen mittleren Bereich des Mittelfußes und die Innenseite des Vorderfußes zu den Zehenspitzen abbildet.
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Die Sohlenstruktur der
japanischen Offenlegungsschrift Nr. 11-332606 sieht nicht nur eine Dämpfung über die Zwischensohle und die Laufsohle vor, sondern auch Fersenstabilität über die gewellte Schicht. Bei der gewellten Schicht der Sohlenstruktur sind Erhöhungen und Vertiefungen, welche auf- und absteigende Wellen bilden, jedoch in der Längsrichtung abwechselnd und zusammenhängend in der gesamten Ferse angeordnet. Somit ist die Dämpfungswirkung der Zwischensohle beispielsweise an der Rückseite der Ferse trotz der erhöhten Steifigkeit der gewellten Schicht nur unzureichend gesteigert. Insbesondere ein anfänglicher Stoß beim Aufsetzen des Fußes auf dem Boden mit der Rückseite der Ferse an der Außenseite kann nicht ausreichend gedämpft werden. In dem in Fußquerrichtung mittleren Bereich der Ferse zwischen der Innen- und Außenseite verhindert die durch die gewellte Schicht erhöhte Steifigkeit eine optimale Verteilung des Stoßes in der Sohlenstruktur beim Aufsetzen des Schuhs auf dem Boden, während der Träger geht oder läuft. Dies führt zu einer unzureichenden Dämpfung des Stoßes in der Sohlenstruktur.
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Kurzum ist die Sohlenstruktur der
japanischen Offenlegungsschrift Nr. 11-332606 nicht dazu ausgebildet, dem gehenden oder laufenden Schuhträger die Verlagerung seines Körpergewichts auf einem Fuß entlang eines optimalen Lastverlaufs zu ermöglichen.
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Die vorliegende Offenbarung erfolgt mit Blick auf diese Probleme; dementsprechend besteht eine Aufgabe der vorliegenden Offenbarung darin, dem gehenden oder laufenden Schuhträger eine Verlagerung seines Körpergewichts auf einem Fuß entlang eines optimalen Lastverlaufs zu ermöglichen und dabei die gesamte Ferse stabil zu stützen.
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Zur Lösung dieser Aufgabe sieht ein erster Aspekt der vorliegenden Offenbarung eine Sohlenstruktur für Schuhe vor. Die Sohlenstruktur umfasst eine Laufsohle mit einer als Bodenfläche ausgebildeten Unterseite; eine auf eine Oberseite der Laufsohle geschichtete Zwischensohle aus einem elastischen Material; und eine in einer Hochrichtung um eine Mitte der Zwischensohle herum vorgesehene Stützeinrichtung, welche sich einen einer Ferse eines Fußes entsprechenden Fersenbereich umfassend in Längsrichtung erstreckt und als dünne Schicht ausgebildet ist, die härter ist als die Zwischensohle. Die Stützeinrichtung umfasst eine in einem in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs angeordnete Basis und eine gewellte Seite, welche in Fußquerrichtung betrachtet mit beiden Seiten der Basis zusammenhängend vorgesehen ist und eine gekrümmte und nach oben hervorstehende Erhöhung, deren Scheitel sich oberhalb der Basis befindet, und eine mit einer Rückseite der Erhöhung zusammenhängend vorgesehene, gekrümmte und nach unten hervorstehende Vertiefung, deren Grund sich unterhalb der Basis befindet, umfasst. Der Grund der Vertiefung befindet sich an einer Rückseite des Fersenbereichs. In einem sich von der Vertiefung an einer Innenseite zu der Vertiefung an einer Außenseite erstreckenden Bereich weist die Zwischensohle auf der Oberseite der Stützeinrichtung an der Innenseite und der Außenseite des Fersenbereichs eine größere Dicke auf als in einem in Fußquerrichtung mittleren Abschnitt des Fersenbereichs.
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Bei dem ersten Aspekt ist an der Rückseite des Fersenbereichs die Dicke der Zwischensohle auf der Oberseite der Stützeinrichtung in dem sich von der Vertiefung an der Innenseite zu der Vertiefung an der Außenseite erstreckenden Bereich abweichend ausgebildet. Diese Abweichung erhöht die von der Zwischensohle auf der Stützeinrichtung bereitgestellte Dämpfungswirkung auf der Innenseite und der Außenseite effektiver als in dem in Fußquerrichtung mittleren Bereich. Hierdurch wird insbesondere der anfängliche Stoß gedämpft, der entsteht, wenn ein Schuh an der Rückseite des Fersenbereichs an der Außenseite auf dem Boden aufsetzt. In dem in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs krümmt sich die Basis der Stützeinrichtung nicht wie die gewellten Seiten. Diese Struktur der Basis verteilt den Stoß ohne Weiteres in der ganzen Basis, wenn der Schuh auf dem Boden aufsetzt, wodurch der Stoß auf den in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs effektiver verteilt wird als in einem Fall, in dem die Stoßdämpfung nur durch die Zwischensohle erfolgt. Außerdem sind die Erhöhungen und Vertiefungen der gewellten Seiten der Stützeinrichtung steif genug, um eine starke Verformung der Sohlenstruktur im Fersenbereich zu verhindern und selbst bei Einwirkung eines vertikalen Stoßes auf die Sohlenstützfläche der Zwischensohle einem übermäßigen Kippen des Fußes (insbesondere des Knöchels) zur Innen- oder Außenseite vorzubeugen. Hierdurch wird der Fersenbereich so stabilisiert, dass der gehende oder laufende Träger sein Körpergewicht entlang eines optimalen Lastverlaufs verlagern kann. Auf diese Weise ermöglicht die Sohlenstruktur dem gehenden oder laufenden Träger die Verlagerung seines Körpergewichts auf dem Fuß entlang des optimalen Lastverlaufs und stützt dabei den Fersenbereich auf stabile Weise über die Stützeinrichtung.
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Ein zweiter Aspekt der vorliegenden Offenbarung betrifft eine Ausführungsform des ersten Aspekts. Bei diesem Aspekt kann die Basis eine flache Oberfläche aufweisen.
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Bei diesem zweiten Aspekt kann die Basis der Stützeinrichtung eine flache Oberfläche sein. Somit wird der bei dem Aufsetzen des Schuhs auf dem Boden auftretende Stoß in dem in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs in der ganzen Basis verteilt, so dass es nur zu einer geringen lokalen Verformung der Basis kommt. Die gesamte Basis ist also leicht genug biegbar und verformbar, um den auf den in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs wirkenden Stoß zu absorbieren.
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Ein dritter Aspekt der vorliegenden Offenbarung betrifft eine Ausführungsform des ersten oder zweiten Aspekts. Bei diesem Aspekt kann sich die Basis in Längsrichtung durch den ganzen Fersenbereich erstrecken.
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Da sich die Basis der Stützeinrichtung bei diesem dritten Aspekt in Längsrichtung durch den ganzen Fersenbereich erstreckt, dämpft die Basis den beim Aufsetzen des Schuhs auf dem Boden auftretenden Stoß im ganzen Fersenbereich in der Längsrichtung in dem in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs.
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Ein vierter Aspekt der vorliegenden Offenbarung betrifft eine Ausführungsform eines der Aspekte eins bis drei. Bei diesem Aspekt kann die Erhöhung eine Vielzahl von Erhöhungen umfassen, welche in Längsrichtung miteinander zusammenhängend an der Innenseite angeordnet sind. Die Vertiefung kann mit einer Rückseite der hintersten Erhöhung zusammenhängend vorgesehen sein.
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Bei diesem vierten Aspekt ist die Steifigkeit der gewellten Seite an der Innenseite durch die Erhöhungen an der Innenseite weiter gesteigert. Hierdurch wird ein übermäßiges Kippen des Fußes zur Innenseite verhindert, wodurch der Fersenbereich so stabilisiert ist, dass der beispielsweise gehende oder laufende Träger sein Körpergewicht entlang eines optimalen Lastverlaufs verlagern kann.
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Ein fünfter Aspekt der vorliegenden Offenbarung betrifft eine Ausführungsform nach einem der Aspekte eins bis vier. Bei diesem Aspekt kann die Erhöhung eine Vielzahl von Erhöhungen umfassen, welche in Längsrichtung miteinander zusammenhängend an der Außenseite angeordnet sind. Die Vertiefung kann mit einer hintersten Erhöhung zusammenhängend vorgesehen sein.
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Bei diesem fünften Aspekt ist die Steifigkeit der gewellten Seite an der Außenseite des Fersenbereichs weiter gesteigert, um dem Träger eine gleichmäßige Verlagerung seines Körpergewichts bei seitlichen Schrittbewegungen an der Außenseite des Fersenbereichs zu ermöglichen, wenn der Träger Sport, wie zum Beispiel Baseball, Fußball, Volleyball oder Basketball treibt.
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Ein sechster Aspekt der vorliegenden Offenbarung betrifft eine Ausführungsform des vierten oder fünften Aspekts. Bei diesem Aspekt kann sich ein Scheitel der Erhöhungen jeweils in einem Bereich befinden, welcher sich von einer Vorderseite des Fersenbereichs zu einer Längsmitte desselben erstreckt.
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Da sich der Scheitel der Erhöhungen bei diesem sechsten Aspekt jeweils in dem sich von der Vorderseite des Fersenbereichs zu der Längsmitte desselben erstreckenden Bereich befindet, ist die Steifigkeit der gewellten Seite insbesondere von der Vorderseite des Fersenbereichs zu der Längsmitte erhöht.
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Ein siebter Aspekt der vorliegenden Offenbarung sieht einen Schuh mit der Sohlenstruktur nach einem der Aspekte eins bis sechs vor.
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Der Schuh nach diesem siebten Aspekt erzielt die gleichen oder ähnliche Wirkungen und Vorteile wie die Aspekte eins bis sechs.
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Wie aus dem Vorstehenden ersichtlich wird, ermöglicht die vorliegende Offenbarung dem gehenden oder laufenden Träger eine Verlagerung seines Körpergewichts auf einem Fuß entlang eines optimalen Lastverlaufs und stabilisiert dabei den gesamten Fersenbereich auf stabile Weise über die Stützeinrichtung.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
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1 zeigt eine Unteransicht einer Sohlenstruktur für Schuhe nach einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung.
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2 zeigt eine Innenseitenansicht der Strukturen eines menschlichen Fußes und der Sohlenstruktur, die einander überlagern.
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3 zeigt eine Außenseitenansicht der Strukturen eines menschlichen Fußes und der Sohlenstruktur, die einander überlagern.
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4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Stützeinrichtung.
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5 zeigt eine Draufsicht der Stützeinrichtung.
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6 zeigt eine Innenseitenansicht der Stützeinrichtung.
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7 zeigt eine Außenseitenansicht der Stützeinrichtung.
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8 zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie VIII-VIII nach 1.
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9 zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie IX-IX nach 1.
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10 zeigt eine zweite Ausführungsform entsprechend 2.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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Im Folgenden werden Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung mit Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben. Die nachfolgende Beschreibung der Ausführungsformen stellt naturgemäß lediglich Beispiele dar und soll den Geltungsbereich, die Anwendungsmöglichkeiten oder die Verwendung der vorliegenden Offenbarung nicht einschränken.
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Erste Ausführungsform
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1 bis 3 stellen eine gesamte Sohlenstruktur 1 für Schuhe nach einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung dar. Ein Paar Schuhe mit einer nicht näher dargestellten Schaftstruktur auf dieser Sohlenstruktur 1 kann beispielsweise als Sportschuhe zum Laufen und für verschiedenste Sportarten, als Turnschuhe für die tägliche Verwendung oder als Therapieschuhe verwendet werden. 1 bis 3 zeigen nur die Sohlenstruktur 1 für einen linken Schuh. Eine Sohlenstruktur 1 für einen rechten Schuh ist symmetrisch zu der Sohlenstruktur 1 für den linken Schuh ausgebildet. In der die Ausführungsformen und Ausgestaltungen umfassenden folgenden Beschreibung wird nur die Sohlenstruktur 1 für den linken Schuh beschrieben; auf eine Beschreibung der Sohlenstruktur 1 für den rechten Schuh wird verzichtet. In der folgenden Beschreibung beziehen sich Ausdrücke wie „oberhalb”, „nach oben”, „auf einer/der Oberseite von”, „unterhalb”, „nach unten” und „unter” auf das vertikale Positionsverhältnis zwischen entsprechenden Teilen der Sohlenstruktur 1, und „Vorder-” und „Rück-„ beziehen sich auf das in Längsrichtung betrachtete Positionsverhältnis der Sohlenstruktur 1. Die Begriffe „Innenseite” und „Außenseite” beziehen sich auf das Positionsverhältnis zwischen entsprechenden Teilen der Sohlenstruktur 1 in Fußquerrichtung.
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Laufsohle
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Die Sohlenstruktur 1 umfasst eine Laufsohle 2, welche sich von den Zehenspitzen des Vorderfußes F eines Trägers zu der Rückseite eines Rückfußes (d. h. der Ferse) H desselben erstreckt. Die Laufsohle 2 ist aus einem harten elastischen Material ausgebildet, das härter ist als eine Zwischensohle 3, die an späterer Stelle beschrieben wird. Beispiele für geeignete Materialien umfassen Thermoplaste, wie z. B. Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVA), Duroplaste, wie z. B. Polyurethan (PU), und Gummimaterialien, wie z. B. Butadiengummi und Chloroprengummi.
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Wie in 1 bis 3 gezeigt, ist die Laufsohle 2 aus einer vorderen Laufsohle 2a und einer hinteren Laufsohle 2b gebildet. Die vordere Laufsohle 2a stützt einen vorderen Bereich, der sich von dem Vorderfuß F zu der Vorderseite eines Mittelfußes M erstreckt. Die hintere Laufsohle 2b ist von dieser vorderen Laufsohle 2a getrennt und stützt einen hinteren Bereich, der sich von der Rückseite des Mittelfußes M zu dem Rückfuß H erstreckt. Eine mit dem Boden in Berührung kommende Bodenfläche 2c ist jeweils an der Unterseite der vorderen und der hinteren Laufsohle 2a bzw. 2b ausgebildet. Die hintere Laufsohle 2b ist von unten gesehen im Wesentlichen C-formig gekrümmt. Innerhalb der C-Form liegt ein Teil einer Basis 11 einer Stützeinrichtung 10 frei, welche an späterer Stelle beschrieben wird. Die Basis 11 befindet sich in einem in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs H.
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Zwischensohle
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Wie in 2 und 3 gezeigt, umfasst die Sohlenstruktur 1 die Zwischensohle 3, welche die Sohlenfläche von dem Vorderfuß F bis zu dem Rückfuß H des Trägers stützt. Die Zwischensohle 3 ist aus einem weichen elastischen Material gebildet. Beispiele für geeignete Materialien umfassen thermoplastische Kunstharze, wie z. B. Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVA), und deren Schaumstoffe, Duroplaste, wie z. B. Polyurethan (PU), und deren Schaumstoffe sowie Gummimaterialien, wie z. B. Butadiengummi und Chloroprengummi, und deren Schaumstoffe. Die Unterseite der Zwischensohle 3 ist mittels eines Klebstoffs mit der Oberseite der Laufsohle 2 (d. h. mit der vorderen und der hinteren Laufsohle 2a bzw. 2b) derart verklebt, dass die Zwischensohle 3 auf die Oberseite der Laufsohle 2 geschichtet ist. An dem Umfangsrand der Zwischensohle 3 ist eine Schaftstruktur zur Bedeckung des Fußes des Trägers vorgesehen.
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Wie 8 und 9 zeigen, erstreckt sich in Längsrichtung auf der Oberseite der Zwischensohle 3 eine Sohlenstützfläche 3c zur Stützung der Sohlenfläche von den Zehenspitzen des Vorderfußes F zu der Rückseite des Rückfußes H des Trägers. Diese Sohlenstützfläche 3c ist zur Laufsohle 2 nach unten gekrümmt. Der Umfangsrand der Sohlenstützfläche 3c, welcher der Innenseite und der Außenseite entspricht, befindet sich oberhalb des in Fußquerrichtung mittleren Abschnitts der Sohlenstützfläche 3c.
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Die Zwischensohle 3 ist an ihrer Rückseite, die im Wesentlichen der hinteren Laufsohle 2b entspricht, vertikal geteilt. Die Zwischensohle 3 umfasst also eine obere Zwischensohle 3a und eine untere Zwischensohle 3b. Die obere Zwischensohle 3a weist die Sohlenstützfläche 3c auf. Die untere Zwischensohle 3b ist in dem sich von der Rückseite des Mittelfußes M zu dem Rückfuß H des Trägers erstreckenden Bereich unter die obere Zwischensohle 3a geschichtet. Die obere und die untere Zwischensohle 3a bzw. 3b erhöhen die Dämpfungswirkung der Sohlenstruktur 1 insbesondere in dem sich von der Rückseite des Mittelfußes M zu dem Rückfuß H erstreckenden Bereich.
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Stützeinrichtung
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Als eines der Merkmale der vorliegenden Offenbarung umfasst die Sohlenstruktur 1 die Stützeinrichtung 10, die in der Hochrichtung zwischen der oberen und der unteren Zwischensohle 3a bzw. 3b um eine Mitte der Zwischensohle 3 herum angeordnet ist und den der Ferse eines Fußes entsprechenden Fersenbereich H umfasst. Diese Stützeinrichtung 10 ist als dünne Schicht ausgebildet, welche härter ist als die Zwischensohle 3, und kann aus einem harten elastischen Material bestehen. Beispiele für konkrete harte elastische Materialien umfassen Thermoplaste, wie z. B. thermoplastisches Polyurethan (TPU), Polyamid-Elastomer (PAE) und ABS-Harz, sowie Duroplaste, wie z. B. Epoxidharz und ungesättigtes Polyesterharz. Wahlweise kann die Stützeinrichtung 10 auch aus einem faserverstärkten Kunststoff (FVK) bestehen, der aus einer verstärkenden Faser, wie z. B. Kohlenstofffaser, Aramidfaser oder Glasfaser, und einem Matrixharz, wie z. B. duroplastischem Harz oder thermoplastischem Harz, gebildet ist.
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Wie 1 bis 3 zeigen, erstreckt sich die Stützeinrichtung 10 in der Längsrichtung von dem Mittelfuß M des Trägers zur Rückseite des Rückfußes (d. h. zum Fersenbereich) H und ist zwischen der oberen und der unteren Zwischensohle 3a bzw. 3b angeordnet. Wie 8 und 9 zeigen, ist die Breite (d. h. die in Fußquerrichtung gemessene Länge) der Stützeinrichtung 10 im Wesentlichen gleich der Breite (d. h. der in Fußquerrichtung gemessenen Länge) der oberen Zwischensohle 3a. Die Unterseite der Stützeinrichtung 10 ist beispielsweise mittels eines Klebstoffs mit der Oberseite der unteren Zwischensohle 3b verklebt. Die Oberseite der Stützeinrichtung 10 ist beispielsweise mittels eines Klebstoffs mit der Unterseite der oberen Zwischensohle 3a verklebt. In 1 bis 3 ist die Stützeinrichtung 10 durch eine gepunktete Schraffierung hervorgehoben.
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Wie 4 und 7 zeigen, umfasst die Stützeinrichtung 10 in dem in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs H zwischen der Innen- und Außenseite die Basis 11. Diese Basis 11 erstreckt sich (wie durch die unterbrochenen Linien in 2 bis 7 angedeutet) in Längsrichtung durch den gesamten Fersenbereich H und stützt die Sohlenfläche, die dem in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs H entspricht. Die Oberseite der Basis 11 ist als ebene Fläche ausgebildet. Die ebene Fläche muss keine vollständig ebene Fläche sein, sondern kann auch als glatte Fläche mit einer gewissen Unebenheit ausgebildet sein.
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Wie 2 und 3 zeigen, weist die Stützeinrichtung 10 gewellte Seiten 12 und 12 auf, die der Innenseite und der Außenseite des Fersenbereichs H entsprechen. Die gewellten Seiten 12 und 12 sind in Fußquerrichtung mit den Seiten der Basis 11 zusammenhängend vorgesehen.
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Wie 4 und 7 zeigen, weisen die gewellten Seiten 12 jeweils eine gekrümmte, nach oben vorstehende Erhöhung 13 auf. Diese Erhöhung 13 weist oberhalb der Basis 11 einen Scheitel 13a auf. Dieser Scheitel 13a befindet sich innerhalb eines Bereichs, welcher sich von der Vorderseite des Fersenbereichs H zu der Längsmitte desselben erstreckt (siehe 2 und 3). Der Scheitel 13a der Erhöhung 13 an der Innenseite ist spitzer als der Scheitel 13a der Erhöhung 13 an der Außenseite.
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Die gewellten Seiten 12 weißen außerdem jeweils eine Vertiefung 14 auf, welche mit der Rückseite der Erhöhung 13 zusammenhängend vorgesehen ist. Die Vertiefung 14 ist gekrümmt und steht in der Erhöhung 13 entgegengesetzter Richtung nach unten vor, um so gleichmäßig mit der Rückseite der Erhöhung 13 zusammenhängend vorgesehen zu sein. Der Grund 14a der Vertiefung 14 befindet sich unterhalb der Basis 11. Der Grund 14a der Vertiefung 14 befindet sich an der Rückseite des Fersenbereichs H. Insbesondere entspricht der Grund 14a der unteren Rückseite des Fersenbeins h des in 2 und 3 gezeigten Fußes, welches nach unten vorsteht.
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Wie 8 zeigt, ist der Querschnitt der Stützeinrichtung 10 in Fußquerrichtung betrachtet zwischen den Erhöhungen 13 und 13 an der Innen- bzw. Außenseite schalenartig vertieft, wobei die Basis 11 den Grund bildet. Die Dicke der oberen Zwischensohle 3a an der Stützeinrichtung 10 ist in Fußquerrichtung im Wesentlichen einheitlich. Im Bereich zwischen der Erhöhung 13 an der Innenseite und der Erhöhung 13 an der Außenseite weist die obere Zwischensohle 3a also von der Innenseite zur Außenseite eine einheitliche Dämpfungswirkung auf.
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Die Sohlenstruktur 1 weist zwischen der unteren Zwischensohle 3b und den Erhöhungen 13 und 13 an der Innen- bzw. Außenseite jeweils einen Hohlraum 4 auf (siehe 2 und 3). Diese Hohlräume 4 und 4 erstrecken sich in Fußquerrichtung. Durch diese Hohlräume 4 und 4 ist die Stützeinrichtung 10 an den die Erhöhungen 13 und 13 an der Innen- bzw. Außenseite aufweisenden Stellen leicht in Richtung der unteren Zwischensohle 3b nach unten biegbar, wodurch die von der Stützeinrichtung 10 bereitgestellte Stoßabsorption erhöht wird.
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Wie 9 zeigt, steigt andererseits der Querschnitt der Stützeinrichtung 10 in Fußquerrichtung betrachtet zwischen den Vertiefungen 14 und 14 an der Innen- bzw. Außenseite kuppelartig an, wobei die Basis 11 den höchsten Punkt bildet. Die obere Zwischensohle 3a auf der Stützeinrichtung 10 weist an der Innen- und Außenseite des Fersenbereichs H eine größere Dicke auf als in dem in Fußquerrichtung mittleren Abschnitt des Fersenbereichs H. In dem Bereich zwischen der Vertiefung 14 an der Innenseite und der Vertiefung 14 an der Außenseite weist die obere Zwischensohle 3a an der Innen- und Außenseite des Fersenbereichs H also eine effektivere Dämpfungswirkung auf als in dem in Fußquerrichtung mittleren Abschnitt des Fersenbereichs H.
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Wie 1 bis 3 zeigen, weist die Stützeinrichtung 10 ein Paar von Nebenbereichen (iF) 15 und 15 auf, die sich von der Basis 11 aus in zwei Richtungen entlang der gewellten Seiten 12 erstrecken, um sich an den Mittelfuß M (insbesondere das Fußgewölbe) anzulegen. Wie 4 bis 7 zeigen, sind die Äste 15 jeweils mit den entsprechenden vorderen Enden der Basis 11 und einer der gewellten Seiten 12 zusammenhängend vorgesehen. Einer der Äste 15 erstreckt sich von der Basis 11 zur Innenseite. Der andere Ast 15 erstreckt sich von einer der gewellten Seiten 12 zur Außenseite. Die Spitzen der Äste 15 sind jeweils zwischen der vorderen Laufsohle 2a und der oberen Zwischensohle 3a aufgenommen. Das Paar von Ästen 15 und 15 stützt den Mittelfuß M (insbesondere das Fußgewölbe) an der Innen- und Außenseite.
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Wirkungen und Vorteile der Ausführungsform
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Die folgende Beschreibung geht davon aus, dass beim Aufsetzen eines Schuhs auf dem Boden, während der Träger geht oder läuft, ein Lastverlauf L (siehe gedachte Linie in 1) auftritt, welcher die Verlagerung des Körpergewichts von der Außenseite des Rückfußes (d. h. des Fersenbereichs) H des Trägers durch den in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs H, den mittleren Abschnitt des Mittelfußes M und die Innenseite des Vorderfußes F zu den Zehenspitzen abbildet. Bei der Sohlenstruktur 1 nach dieser Ausführungsform variiert die Dicke der oberen Zwischensohle 3a im Bereich der Stützeinrichtung 10 an der Rückseite des Fersenbereichs H zwischen den Vertiefungen 14 und 14. Diese Variation erhöht die Dämpfungswirkung der oberen Zwischensohle 3a an der Innen- und Außenseite auf effektivere Weise als in dem in Fußquerrichtung mittleren Abschnitt. Auf diese Weise wird der anfängliche Stoß insbesondere beim Aufsetzen des Schuhs auf dem Boden an der Rückseite des Fersenbereichs H an der Außenseite gedämpft. In dem in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs H ist die Basis 11 der Stützeinrichtung 10 nicht wie die gewellten Seiten 12 gekrümmt. Durch diese Struktur der Basis 11 wird der bei, Aufsetzen des Schuhs auf dem Boden auftretende Stoß ohne Weiteres durch die ganze Basis 11 verteilt, so dass der Stoß in dem in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs H deutlicher gedämpft wird als in einem Fall, in dem die Stoßdämpfung nur durch die Zwischensohle 3 erfolgt. Außerdem sind die Erhöhungen und Vertiefungen 13 bzw. 14 der gekrümmten gewellten Seiten 12 der Stützeinrichtung 10 ausreichend steif, um eine starke Verformung der Sohlenstruktur 1 in dem Fersenbereich H zu verhindern und selbst bei Einwirkung eines vertikalen Stoßes auf die Sohlenstützfläche 3c der Zwischensohle 3 einem übermäßigen Kippen des Fußes (insbesondere des Knöchels) zur Innen- oder Außenseite vorzubeugen. Hierdurch wird der Fersenbereich H so stabilisiert, dass der gehende oder laufende Träger sein Körpergewicht entlang des optimalen Lastverlaufs L verlagern kann. Auf diese Weise stützt die Sohlenstruktur 1 den Fersenbereich H auf stabile Weise über die Stützeinrichtung 10 und ermöglicht dem gehenden oder laufenden Träger eine Verlagerung seines Körpergewichts auf dem Fuß entlang des optimalen Lastverlaufs L.
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Die Basis 11 der Stützeinrichtung 10 weist eine ebene Fläche auf. Somit wird der beim Aufsetzen des Schuhs auf dem Boden in dem in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs auftretende Stoß durch die ganze Basis 11 verteilt, so dass es kaum zu einer örtlichen Verformung der Basis 11 kommt. Die gesamte Basis 11 ist also leicht biegbar und verformbar, um den Stoß auf den in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs H stabil zu absorbieren.
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Die Basis 11 der Stützeinrichtung 10 erstreckt sich längs durch den gesamten Fersenbereich H. Somit dämpft die Basis 11 den beim Aufsetzen des Schuhs auf dem Boden auftretenden Stoß im gesamten Fersenbereich H in der Längsrichtung in dem in Fußquerrichtung mittleren Bereich des Fersenbereichs.
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Der Scheitel 13a der Erhöhung 13 der gewellten Seiten 12 befindet sich jeweils innerhalb eines Bereichs, der sich von der Vorderseite des Fersenbereichs H zu der Längsmitte desselben erstreckt. Dadurch wird die Steifigkeit der gewellten Seiten 12 insbesondere von der Vorderseite des Fersenbereichs H zu der Längsmitte desselben erhöht.
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Zweite Ausführungsform
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10 stellt eine Sohlenstruktur 1 nach einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung dar. Bei dieser Ausführungsform unterscheidet sich die Form der gewellten Seite 12 an der Innenseite von der ersten Ausführungsform. Im Übrigen ist die Ausgestaltung der Sohlenstruktur 1 bei dieser Ausführungsform identisch mit oder ähnlich zu der ersten Ausführungsform. In der folgenden Beschreibung beziehen sich gleiche Bezugszeichen wie die in 1 bis 9 verwendeten auf einander entsprechende Elemente und es wird auf eine Erläuterung dieser Elemente verzichtet.
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Wie 10 zeigt, ist bei dieser Ausführungsform eine Vielzahl von (in der Figur z. B. zwei) Erhöhungen 13 und 13 derart vorgesehen, dass sie miteinander zusammenhängend an der Innenseite des Fersenbereichs H angeordnet sind. Ein vertiefter Zwischenabschnitt 16, welcher wie die Vertiefung 14 gekrümmt ist, erstreckt sich gleichmäßig zusammenhängend zwischen den Erhöhungen 13 und 13. Die Vertiefung 14 ist zusammenhängend mit der Rückseite der am Ende angeordneten Erhöhung 13 vorgesehen. Der vertiefte Zwischenabschnitt 16 ist nicht notwendigerweise wie die Vertiefung 14 gekrümmt.
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Durch die an der Innenseite vorgesehene Vielzahl von Erhöhungen 13 und 13 wird die Steifigkeit der gewellten Seite 12 an der Innenseite weiter gesteigert. Dies verhindert ein übermäßiges Kippen des Fußes zur Innenseite, wodurch der Fersenbereich H so stabilisiert wird, dass der beispielsweise gehende oder laufende Träger sein Körpergewicht entlang eines optimalen Lastverlaufs verlagern kann.
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Weitere Ausführungsformen
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Bei der zweiten Ausführungsform ist eine Vielzahl von Erhöhungen 13 und 13 an der Innenseite des Fersenbereichs H vorgesehen. Die Ausführungsform ist jedoch nicht hierauf beschränkt. Konkret kann eine Vielzahl von Erhöhungen 13 und 13 miteinander zusammenhängend in Längsrichtung angeordnet an der Außenseite des Fersenbereichs H vorgesehen sein. Durch diese Struktur wird die Steifigkeit der gewellten Seite 12 an der Außenseite des Fersenbereichs H weiter gesteigert. Dies ermöglicht dem Träger die gleichmäßige Verlagerung seines Körpergewichts bei seitlichen Schrittbewegungen an der Außenseite des Fersenbereichs H beim Sport, wie zum Beispiel beim Baseball, Fußball, Volleyball oder Basketball. Ebenso kann eine Vielzahl von Erhöhungen 13 und 13 sowohl an der Innen- als auch der Außenseite des Fersenbereichs H vorgesehen sein.
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Obgleich die Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung vorstehend beschrieben wurden, ist die vorliegende Offenbarung nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt. Im Geltungsbereich der vorliegenden Offenbarung sind Veränderungen und Modifikationen an diesen Ausführungsformen ohne Weiteres möglich.
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Die vorliegende Offenbarung weist gewerblichen Nutzen als Sohlenstruktur zum Beispiel für Sportschuhe zum Gehen, Laufen oder verschiedenste Sportarten und für Therapieschuhe sowie als eine beliebige Art von Schuh auf, welcher diese Sohlenstruktur aufweist.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Sohlenstruktur
- 2
- Laufsohle
- 2a
- vordere Laufsohle
- 2b
- hintere Laufsohle
- 2c
- Bodenfläche
- 3
- Zwischensohle
- 3a
- obere Zwischensohle
- 3b
- untere Zwischensohle
- 3c
- Sohlenstützfläche
- 4
- Hohlraum
- 10
- Stützeinrichtung
- 11
- Basis
- 12
- gewellte Seite
- 13
- Erhöhung
- 13a
- Scheitel
- 14
- Vertiefung
- 14a
- Grund
- 15
- Ast
- 16
- vertiefter Zwischenabschnitt
- F
- Vorderfuß
- M
- Mittelfuß
- H
- Rückfuß (Fersenbereich)
- L
- Lastverlauf
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Patentliteratur
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- JP 2016-095384 [0001]
- JP 11-332606 [0003, 0004, 0006, 0007]