-
Gebiet der Erfindung
-
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Staubsauger mit einem Staubbehälter, der einen Handgriff zum Tragen des Staubbehälters aufweist, wobei der Handgriff ein erstes Verbindungselement zur Übertragung einer Kraft von dem Staubbehälter auf den Handgriff aufweist, und der Handgriff an der Stelle an der das erste Verbindungselement an den Staubbehälter angreift, den Staubbehälter untergreift.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Beispielsweise ist aus der Patentschrift
US 6,922,868 B1 eine Vorrichtung zur Befestigung eines Staubbehälters an einem Zyklonstaubsauger bekannt. Die Vorrichtung umfasst ein Aufnahmeteil mit einem Raum in einem Gehäuse des Zyklonstaubsaugers und einen Staubbehälter, der in dem Aufnahmeteil montiert ist. Sobald der Staubbehälter in den Aufnahmeteil eingesetzt ist, wird der Staubbehälter durch Benutzung eines Handgriffs, der an einer äußeren Oberfläche des Staubbehälters angeordnet ist, rotiert.
-
Weiter ist aus der
JP 2001 078 938 A ein Staubsauger mit einem Staubbehälter bekannt. An dem Staubbehälter ist ein Griffstück frei schwenkbar an einer äußeren Oberfläche des Staubbehälters angebracht. Weiter sind aus dem Stand der Technik Staubbehälter für Staubsauger bekannt, die einen Handgriff aufweisen, der an einer äußeren Oberfläche seitlich des Staubbehälters angeordnet sind.
-
Schließlich sei noch auf die
GB 2 454 051 A hingewiesen, welche einen Staubsauger mit Staubbehälter beschreibt, der einen Handgriff zum Tragen aufweist, wobei der Handgriff den Staubbehälter untergreift und dort auch am Staubbehälter befestigt ist.
-
Der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gegenüber dem Stand der Technik verbesserten Staubsauger bereitzustellen. Insbesondere soll ein Staubsauger mit einem Staubbehälter bereitgestellt werden, wobei der Staubbehälter über einen Handgriff sicher tragbar sein soll. Weiter soll eine zuverlässige Verbindung zwischen Handgriff und Staubbehälter erreicht werden.
-
Erfindungsgemäße Lösung
-
Die Bezugszeichen in sämtlichen Ansprüchen haben keine einschränkende Wirkung, sondern sollen lediglich deren Lesbarkeit verbessern.
-
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch einen Staubsauger mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
-
Unter einem Staubsauger sind mit elektrischer Energie betriebene Geräte zur Aufnahme von Staub zu verstehen, wobei sowohl netzbetriebene als auch Batterie- oder Akkugeräte eingeschlossen sind. Ein Staubsauger kann z. B. eine Motor-Gebläse-Einheit zur Erzeugung eines Saugluftstroms, eine Düse zur Staubaufnahme, eine Saugluftführung zur Führung des Saugluftstroms, eine Staubabscheideeinheit und einen Staubbehälter umfassen. Unter einer Staubabscheideeinheit ist eine Vorrichtung zu verstehen, in der die mit Schmutz beladene Saugluft von dem Schmutz befreit werden kann. Beispielsweise kann eine Staubabscheideeinheit einen Filter und/oder einen Fliehkraftabscheider aufweisen. Üblicherweise umfasst der Staubbehälter die Staubabscheideeinheit, so dass der von der Staubabscheideeinheit gefilterte Staub in dem Staubbehälter gesammelt werden kann. Staubbehälter und Staubabscheideeinheit können allerdings auch getrennt voneinander in einem Staubsauger angeordnet sein. Um den in dem Staubbehälter angesammelten Staubs entsorgen zu können, kann der Staubbehälter dem Staubsauger entnommen werden.
-
Zur Entleerung des Staubbehälters umgreift der Benutzer vorteilhafterweise den Handgriff des Staubbehälters und trägt den Staubbehälter zu einer Entleerungsstelle, z. B. einem Abfalleimer, an der er den Staubbehälter entleeren kann. Während des Tragens durch den Benutzer befindet sich der Staubbehälter in einer Trageposition. Hierbei wird der Staubbehälter vorteilhafterweise so gehalten, dass kein Staub oder Schmutz aus dem Staubbehälter gelangen kann.
-
Der den Staubbehälter untergreifende Handgriff greift den Staubbehälter mit dem ersten Verbindungselement an einer unteren Außenfläche, d. h. an einer Außenfläche auf der in Trageposition unteren Seite des Staubbehälters an. Hierbei steht der Handgriff vorteilhafterweise in Trageposition des Staubbehälters in Richtung der Schwerkraft über die Außenkontur des Staubbehälters hinaus ab. In Trageposition des Staubbehälters ist die Flächennormale der Außenfläche des Staubbehälters an der Stelle, an der das erste Verbindungselement an den Staubbehälter angreift, im Wesentlichen in Richtung der Schwerkraft gerichtet. Im Wesentlichen meint hier, dass die Flächennormale von der Richtung der Schwerkraft vorzugsweise höchstens um 20°, besonders vorzugsweise höchstens um 10° abweichen kann.
-
Es ist ein erreichbarer Vorteil der Erfindung, dass das Gewicht des Staubbehälters während des Tragens auf dem Handgriff lastet. Vorteilhafterweise können durch den untergreifenden Handgriff die auf die Verbindung zwischen dem Handgriff und dem Staubbehälter einwirkenden Scherkräfte minimiert werden. Hierdurch kann eine zuverlässige und/oder langlebige Verbindung zwischen dem Handgriff und dem Staubbehälter erreicht werden, da Scherkräfte zu einem frühzeitigen Lösen einer Verbindung führen können.
-
Durch die Erfindung kann ein sicheres Tragen und/oder eine einfache Handhabung des Staubbehälters erreichbar sein, da der Handgriff über das erste Verbindungselement fest an dem Staubbehälter fixiert ist. Vorteilhafterweise ist erreichbar, dass der Benutzer zur Handhabung des Staubbehälters, z. B. zu dessen Entleerung, nur die Hand benötigt, mit der er den Handgriff umfasst, und den Staubbehälter nicht mit der zweiten Hand zusätzlich stabilisieren muss. Die Erfinder haben insbesondere erkannt, dass ein fest fixierter Handgriff für den Benutzer angenehmer sein kann, da der Staubbehälter bei einem Abweichen von der Trageposition durch geringe Korrekturbewegungen an dem Handgriff wieder leicht zurück in die Trageposition gebracht werden kann. Weiter kann durch die Verhinderung einer Relativbewegung zwischen Handgriff und Staubbehälter eine langlebige, da verschleißfreie Verbindung zwischen Handgriff und Staubbehälter erreichbar sein.
-
Bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung
-
Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander eingesetzt werden können, sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
-
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist der Handgriff an der Stelle, an der das erste Verbindungselement an den Staubbehälter angreift, als ein erster Abstellfuß ausgebildet. Vorteilhafterweise ist erreichbar, dass der Handgriff zum Abstellen des Staubbehälters nutzbar ist. Weiter ist erreichbar, dass der Staubbehälter, z. B. in Vorbereitung einer Entleerung, sicher abgestellt werden kann und ein Umkippen des Staubbehälters vermieden werden kann. Vorteilhafterweise können durch die Ausbildung des Handgriffs als erster Abstellfuß Vorrichtungen zum Abstellen des Staubbehälters eingespart und/oder vereinfacht werden.
-
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Staubbehälter einen zweiten Abstellfuß auf, der mit dem Handgriff auf einem Niveau endet. Besonders vorzugsweise enden der Handgriff und der zweite Abstellfuß in Trageposition des Staubbehälters auf einer horizontal verlaufenden Ebene. Vorteilhafterweise kann der Staubbehälter auf dem Handgriff und dem zweiten Abstellfuß in Trageposition abgestellt werden.
-
Die Erfindung weiterbildend ist vorzugsweise vorgesehen, dass der zweite Abstellfuß in einer Trageposition des Staubbehälters an einer unteren Außenfläche des Staubbehälters angeordnet ist. In Trageposition des Staubbehälters ist die Flächennormale der Außenfläche des Staubbehälters an der Stelle, an der der zweite Abstellfuß an dem Staubbehälter angeordnet ist, im Wesentlichen in Richtung der Schwerkraft gerichtet. Im Wesentlichen meint hier, dass die Flächennormale von der Richtung der Schwerkraft vorzugsweise höchstens um 20°, besonders vorzugsweise höchstens um 10° abweichen kann. Vorteilhafterweise ist der zweite Abstellfuß an einer vergleichbaren Stelle wie das erste Verbindungselement an dem Staubbehälter angeordnet. Hierdurch kann ein symmetrischer Aufbau und somit eine leichte Herstellung des Staubbehälters erreichbar sein.
-
Besonders vorzugsweise weist der Staubbehälter einen dritten Abstellfuß auf. Besonders vorzugsweise ist der dritte Abstellfuß in der Trageposition des Staubbehälters an der unteren Außenfläche des Staubbehälters angeordnet, wobei die Flächennormale der Außenfläche des Staubbehälters an dieser Stelle im Wesentlichen in Richtung der Schwerkraft gerichtet ist. Im Wesentlichen meint hier, dass die Flächennormale von der Richtung der Schwerkraft vorzugsweise höchstens um 20°, besonders vorzugsweise höchstens um 10° abweichen kann. Der dritte Abstellfuß ist vorteilhafterweise an einer vergleichbaren Stelle wie der erste Abstellfuß und/oder das erste Verbindungselement an dem Staubbehälter angeordnet. Mit dem dritten Abstellfuß ist eine Dreibeinlagerung des Staubbehälters erreichbar, durch die ein Umkippen des Staubbehälters sicher verhindert werden kann. Vorteilhafterweise ist hierdurch eine hohe Standsicherheit des Staubbehälters erreichbar, wodurch ein Umfallen des Staubbehälters verhindert werden kann. Vorteilhafterweise kann der Benutzer den Staubbehälter nach Entnahme aus dem Staubsauger sicher abstellen. Natürlich kann ein erfindungsgemäßer Staubbehälter auch noch weitere Abstellfüße aufweisen.
-
In einer Ausführung der Erfindung weist der Handgriff ein zweites Verbindungselement zum Verbinden des Handgriffs mit dem Staubbehälter auf. Besonders vorzugsweise ist das zweite Verbindungselement an der Außenfläche des Staubbehälters angeordnet. Besonders vorzugsweise ist das zweite Verbindungselement in Trageposition seitlich des Staubbehälters angeordnet. Vorteilhafterweise ist der Handgriff über das erste und das zweite Verbindungselement mit dem Staubbehälter verbunden, so dass eine stabile Verbindung zwischen Staubbehälter und Handgriff erreichbar ist. Vorteilhafterweise ist hierdurch eine Verformung des Handgriffs bei Belastung z. B. während des Tragens des Staubbehälters minimierbar, so dass eine hohe Beanspruchbarkeit des Handgriffs erreichbar sein kann. Weiter kann eine materialsparende und somit gewichtssparende Auslegung des Handgriffs ermöglicht werden. Durch Verwendung eines ersten und eines zweiten Verbindungselements ist eine Trennung von Funktionen erreichbar, wobei das erste Verbindungselement zur Aufnahme der Schwerkraft des Staubbehälters und das zweite Verbindungselement zur Befestigung des Handgriffs an dem Staubbehälter dienen kann. Natürlich kann eine erfindungsgemäße Ausführung des Handgriffs noch weitere Verbindungselemente aufweisen.
-
In einer Ausführung der Erfindung weist das zweite Verbindungselement ein Fixiermittel zum Verbinden des zweiten Verbindungselements mit dem Staubbehälter auf. Das Fixiermittel kann z. B. als Schraube ausgeführt sein. Durch das Fixiermittel ist erreichbar, dass das zweite Verbindungselement nur mit einem Hilfsmittel, z. B. mit einem Schraubenzieher, von dem Staubbehälter gelöst werden kann. Hierdurch ist eine mechanisch besonders stabile und somit langlebige und zuverlässige Ausführung der Verbindung zwischen Staubbehälter und Handgriff erreichbar. Die Verbindung zwischen dem Staubbehälter und dem Handgriff über das zweite Verbindungselement kann auch als Festlager bezeichnet werden. Natürlich kann in einer erfindungsgemäßen Ausführung das zweite Verbindungselement unlösbar, z. B. durch eine Kleb- oder Schweißverbindung, mit dem Staubbehälter verbunden sein.
-
Erfindungsgemäß ist vorzugsweise vorgesehen, dass das erste Verbindungselement durch Formschluss mit dem Staubbehälter verbunden ist. Vorteilhafterweise ist hierdurch ein leichtes Anbringen des Handgriffs über das Verbindungselement an den Staubbehälter erreichbar. Die Verbindung über das erste Verbindungselement zwischen Staubbehälter und Handgriff ist hierbei vorteilhafterweise ohne weitere Mittel, wie z. B. Fixiermittel, möglich. Die Formschlussverbindung zwischen dem Handgriff bzw. dem ersten Verbindungselement und dem Staubbehälter kann auch als Loslager bezeichnet werden. Es sind aber auch Ausführungen der Erfindung denkbar, bei denen ein Trennen der formschlüssigen Verbindung zwischen Handgriff und Staubbehälter über das erste Verbindungselement nicht mehr möglich sein kann. Eine solche Verbindung kann z. B. durch eine Einrastverbindung mit einem Einrastelement, das in eine Rastnut eingreift, realisiert werden. Eine solche Einrastverbindung kann mit der eines Kabelbinders verglichen werden.
-
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung weist das erste Verbindungselement eine Nut auf, die mit einer Zunge an dem Staubbehälter korrespondiert. Vorteilhafterweise kann durch die mit der Zunge korrespondierende Nut das erste Verbindungselement nur in einer Richtung an dem Staubbehälter angeordnet oder von dem Staubbehälter getrennt werden. Vorteilhafterweise entspricht die Richtung, in der die Zunge in die Nut geführt wird, also die Einsetzrichtung, der Richtung, in der die Schwerkraft des Staubbehälters beim Tragen des Staubbehälters an dem Handgriff wirkt. Besonders vorzugsweise kann die Zunge des Staubbehälters nur in einer Richtung aus der Nut des ersten Verbindungselements gezogen werden, so dass das erste Verbindungselement nur in einer Trennrichtung von dem Staubbehälter entnommen werden kann. Durch die mit der Zunge korrespondierende Nut kann eine einfache und/oder stabile Ausführung der Verbindung zwischen Handgriff und Staubbehälter erreicht werden.
-
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Handgriff als separate Baugruppe an dem Staubbehälter angeordnet. Durch den separat an dem Staubbehälter angeordneten Handgriff kann ein leichtes Austauschen des Handgriffs, z. B. aufgrund von Beschädigungen, ermöglicht werden. Weiter können zusätzliche Funktionsteile leicht in den als separate Baugruppe ausgeführten Handgriff integriert werden. So kann z. B. die Verriegelung des Deckels des Staubbehälters oder die Verriegelung des Staubbehälters an dem Staubsauger an dem Handgriff angeordnet sein.
-
Die Erfindung weiterbildend ist vorzugsweise vorgesehen, dass der Handgriff eine durchgehende Hauptgrifffläche aufweist. Dabei ist unter der Hauptgrifffläche die Fläche des Handgriffs zu verstehen, die dem Staubbehälter zugewandt ist. Über die Hauptgrifffläche wird vorteilhafterweise ein Großteil des Gewichts des Staubbehälters während des Tragens in der Trageposition des Staubbehälters aufgenommen. Eine durchgehende Hauptgrifffläche kann z. B. glatt ausgeführt sein, und weist keine Werkzeugtrennkante auf. Vorteilhafterweise kann hierdurch ein angenehmes Tragen des Staubbehälters ermöglicht werden, da das Gewicht des Staubbehälters über die Hauptgrifffläche an die Hand des Benutzers übertragen werden kann. Erfindungsgemäß können die Werkzeugtrennkanten z. B. seitlich von der Hauptgrifffläche angeordnet sein.
-
Die vorliegende Erfindung ermöglicht mit einfachen konstruktiven und kostengünstigen Mitteln die Bereitstellung eines Staubsaugers mit einem Staubbehälter, wobei der Staubbehälter über einen Handgriff sicher getragen werden kann. Weiter kann eine zuverlässige und/oder stabile Verbindung zwischen dem Handgriff und dem Staubbehälter erreicht werden.
-
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
-
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden nachfolgend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels, auf welches die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist, näher beschrieben.
-
Es zeigen schematisch:
-
1 einen Staubsauger mit einem Staubbehälter in einer perspektivischen Schnittansicht;
-
2 einen Staubbehälter gem. 1 in einer perspektivischen Schnittansicht;
-
3 ein Detail des Staubbehälters nach Detail A aus 2;
-
4 ein Detail des Staubbehälters nach Detail B aus 2; und schließlich
-
5 einen Staubbehälter in einer perspektivischen Ansicht.
-
Ausführliche Beschreibung anhand von einem Ausführungsbeispiel
-
Bei der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Komponenten.
-
Das Ausführungsbeispiel wird im Folgenden anhand der 1 bis 5 erläutert. 1 zeigt einen Staubsauger 10 mit einem Staubbehälter 20 in einer perspektivischen Schnittansicht. In 2 dargestellt ist ein Staubbehälter 20 in einer perspektivischen Schnittansicht, wobei 3 und 4 ein Detail des Staubbehälters 20 nach Detail A bzw. Detail B aus 2 zeigen. Der Staubbehälter 20 ist in 5 in einer perspektivischen Ansicht gezeigt. Der Staubbehälter 20 weist einen Handgriff 30 zum Tragen des Staubbehälters 20 auf, wobei sich der Staubbehälter 20 während des Tragens in einer Trageposition befindet. In seiner Trageposition befindet sich der Staubbehälter 20 in einer wie in 2 dargestellten Position. Um den Staubbehälter 20 z. B. zu entleeren, umgreift der Benutzer den Handgriff 30 mit einer Hand und trägt den Staubbehälter 20 in seiner Trageposition. Hierdurch wird vermieden, dass der in dem Staubbehälter 20 gesammelte Staub ungewollt aus dem Staubbehälter 20 fallen kann. Der Handgriff 30 weist eine durchgehende Hauptgrifffläche 31 auf, und ist als separate Baugruppe an dem Staubbehälter 20 fest angeordnet. Die Hauptgrifffläche 31 ist die Fläche des Handgriffs 30, die dem Staubbehälter 20 zugewandt ist. Aufgrund der durchgehenden Hauptgrifffläche 31 wird ein angenehmes Tragen des Staubbehälters 20 erreicht. So befindet sich z. B. keine Werkzeugtrennkante an der Hauptgrifffläche 31, die beim Tragen des Staubbehälters 20 stören könnte.
-
Der Handgriff 30 weist ein erstes Verbindungselement 40 zur Übertragung einer Kraft von dem Staubbehälter 20 auf den Handgriff 30 auf. Der Handgriff 30 untergreift den Staubbehälter 20 an der Stelle, an der das erste Verbindungselement 40 an den Staubbehälter 20 angreift. Das erste Verbindungselement 40 greift den Staubbehälter an der unteren Außenfläche 21 an. Hierbei steht der Handgriff 30 in Trageposition des Staubbehälters 20 in Richtung der Schwerkraft über die Außenkontur des Staubbehälters 20 hinaus ab. Somit lastet das Gewicht des Staubbehälters 20 während des Tragens auf dem Handgriff 30. Die untere Außenfläche 21 ist in Trageposition des Staubbehälters 20 von unten berührbar. Die Flächennormale 41 der unteren Außenfläche 21 ist in Richtung der Schwerkraft gerichtet.
-
Über das erste Verbindungselement 40 ist der Handgriff 30 fest an dem Staubbehälter 20 fixiert, so dass ein sicheres Tragen und eine einfache Handhabung des Staubbehälters 20 erreicht wird. Zur Handhabung des Staubbehälters 20, z. B. zu dessen Entleerung, benötigt der Benutzer nur die Hand, mit der er den Handgriff 30 umfasst. Weiter ist der fest fixierte Handgriff 30 für den Benutzer besonders angenehm, da der Staubbehälter 20 bei einem Abweichen von der Trageposition durch geringe Korrekturbewegungen an dem Handgriff 30 wieder leicht zurück in die Trageposition gebracht werden kann.
-
Der Handgriff 30 ist an der Stelle, an der das erste Verbindungselement 40 an den Staubbehälter 20 angreift, als ein erster Abstellfuß 22 ausgebildet, wodurch der Staubbehälter 20 sicher auf dem Handgriff 30 abgestellt werden kann. Weiter weist der Staubbehälter 20 einen zweiten 23 sowie einen dritten Abstellfuß 24 auf, die mit dem Handgriff 30 auf einem Niveau enden. Der zweite 23 und der dritte Abstellfuß 24 sind an der unteren Außenfläche 21 des Staubbehälters 20 angeordnet. In Trageposition des Staubbehälters ist die Flächennormale 41 der unteren Außenfläche 21 des Staubbehälters 20 an der Stelle, an der der zweite 23 und der dritte Abstellfuß 24 an dem Staubbehälter 20 angeordnet ist, in Richtung der Schwerkraft gerichtet.
-
Weiter weist der Handgriff 30 ein zweites Verbindungselement 50 zum Verbinden des Handgriffs 30 mit dem Staubbehälter 20 auf. Das zweite Verbindungselement 50 ist seitlich an der Außenfläche des Staubbehälters angeordnet. Der Handgriff 30 ist über das erste 40 und das zweite Verbindungselement 50 mit dem Staubbehälter 20 verbunden, so dass eine stabile Verbindung zwischen Staubbehälter 20 und Handgriff 30 erreicht wird. Hierdurch wird eine Verformung des Handgriffs 30 bei einer Belastung während des Tragens des Staubbehälters 20 minimiert, so dass eine hohe Beanspruchbarkeit des Handgriffs 20 erreicht wird.
-
Zum Verbinden des zweiten Verbindungselements 50, und somit des Handgriffs 30, mit dem Staubbehälter 20 weist das zweite Verbindungselement 50 ein als Schraube ausgeführtes Fixiermittel 51 auf. Das Fixiermittel 51 kann nur mit einem Schraubenzieher als Hilfsmittel gelöst werden, so dass das zweite Verbindungselement 50, und somit der Handgriff 30, nur mit einem Hilfsmittel von dem Staubbehälter 20 gelöst werden kann. Hierdurch wird eine mechanisch besonders stabile, langlebige und zuverlässige Ausführung der Verbindung zwischen Staubbehälter 20 und Handgriff 30 erreicht. Das erste Verbindungselement 40 ist durch Formschluss mit dem Staubbehälter 20 verbunden. Das erste Verbindungselement 40 weist hierbei eine Nut 42 auf, die mit einer Zunge 43 an dem Staubbehälter 20 korrespondiert. Die Nut 42 kann nur in einer Richtung, die Richtung der Flächennormale 41 entspricht, von der Zunge 43 getrennt werden.
-
Die vorliegende Erfindung ermöglicht mit einfachen konstruktiven und kostengünstigen Mitteln die Bereitstellung eines Staubsaugers mit einem Staubbehälter, wobei der Staubbehälter über einen Handgriff sicher getragen werden kann. Weiter kann eine zuverlässige und/oder stabile Verbindung zwischen dem Handgriff und dem Staubbehälter erreicht werden.
-
Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und den Zeichnungen offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
-
Bezugszeichenliste
-
- 10
- Staubsauger
- 20
- Staubbehälter
- 21
- untere Außenfläche
- 22
- erster Abstellfuß
- 23
- zweiter Abstellfuß
- 24
- dritter Abstellfuß
- 30
- Handgriff
- 31
- Hauptgrifffläche
- 40
- erstes Verbindungselement
- 41
- Flächennormale
- 42
- Nut
- 43
- Zunge
- 50
- zweites Verbindungselement
- 51
- Fixiermittel