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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Verbinder mit einer Kontaktbrücke sowie auf ein Verfahren zum Montieren einer derartigen Kontaktbrücke. Der elektrische Verbinder weist einen ersten elektrisch isolierenden Kontaktträger mit mindestens einem elektrisch leitenden ersten Kontaktelement auf, das in dem ersten Kontaktträger gehalten ist. Weiterhin weist der elektrische Verbinder einen zweiten elektrisch isolierenden Kontaktträger auf, in welchem mindestens ein zweites, zu dem ersten Kontaktelement komplementäres Kontaktelement gehalten ist, wobei der erste und der zweite Kontaktträger zum elektrischen Verbinden des ersten und zweiten Kontaktelementes zusammensteckbar sind. Darüber hinaus weist der elektrische Verbinder mindestens eine Kontaktbrücke auf, die mindestens einen Kontaktbereich zum elektrischen Kontaktieren des zweiten Kontaktelementes in einem endmontierten Zustand nach einem ersten Zusammenstecken des ersten und zweiten Kontaktträgers besitzt.
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Derartige elektrische Verbinder werden beispielsweise für den Anschluss von Kraftstofftanksensoren, die auf eine gemeinsame Masse gelegt werden sollen, benötigt. Für einen Fachmann ist aber klar, dass die Prinzipien der vorliegenden Erfindung überall dort eingesetzt werden können, wo Kontaktelemente entweder miteinander oder mit einem leitfähigen Gehäuseteil im Wesentlichen permanent verbunden werden sollen.
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Zum Verbinden eines Kontaktstiftes mit einem Gehäuse oder einem Massepin sind insbesondere im Bereich pyrotechnischer Gasgeneratoren federnde Kontaktbrücken bekannt, die in einem vormontierten Zustand an einem zu kontaktierenden Pin anliegen und diesen mit Masse kurzschließen und in einem endmontierten Zustand durch das Zusammenstecken mit einem komplementären Steckverbinder von dem kurzgeschlossenen Pin weggebogen werden, so dass im endmontierten Zustand dieser Pin nicht mehr von der Kontaktbrücke berührt ist. Durch den Zusammensteckvorgang werden solche Kurzschlussbrücken also entsichert. Beispiele für diese art von Kontaktbrücken sind in der
US 4,170,939 , der
US 5,334,025 und der
US 6,663,421 B1 beschrieben.
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Weiterhin ist beispielsweise aus der
US 6,139,345 bekannt, metallische Montagebrücken, die Bauteile wie Widerstände oder Kondensatoren tragen, vor dem Zusammenstecken einer Steckverbindung auf zwei Pins aufzuschieben, zwischen die das entsprechende Bauelement geschaltet werden soll. Dabei wird als separater Montageschritt das Aufschieben der mit dem Bauteil versehenen Brücke vorgesehen. Der Stecker ist ebenso wenig wie sein Gegenstecker an diese zusätzlich eingefügte Brücke angepasst.
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Aus der
DE 19844603 B4 ist ein flüssigkeitsdichter Stecker bekannt, der ein erstes Gehäuse zur Festlegung in einer Steckerhalterungsdurchgangsbohrung eines weiteren Gehäuses bestimmt, welches eine Flüssigkeit enthält, wobei das erste Gehäuse Stecker verbindet, welche sich entsprechend innerhalb und außerhalb des zweiten Gehäuses befinden und die mit Endabschnitten von elektrischen Kabeln verbunden sind. Ein Stecker mit einem Dichtungselement aus Silikongummi, das von Kontakten durchdrungen wird, befindet sich innerhalb einer Trennwand, die innerhalb eines rohrförmigen Gehäuses ausgeformt ist, und einen einzigen Körper mit den Kontakten bildet. Die Trennwand teilt den Innenraum des rohrförmigen Gehäuses in zwei Abschnitte auf.
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Gemäß der
DE 10 2005 013 512 A1 ist ein elektrischer Anschlusskasten so konstruiert, dass er das unrichtige Einsetzen eines Kurzschluss-herstellenden Anschlusses in Kontakte einer internen Schaltung verhindert. Ein Kurzschlussstecker enthält eine Leiterplatte mit mehreren Kontaktzungen, die von einem Verbindungsabschnitt abstehen, wobei der Verbindungsabschnitt von einer Abdeckung abgedeckt ist, und ein Säulenelement, das sich in der gleichen Richtung wie die Kontaktzungen erstreckt. Eine Anschlussbuchse enthält eine Säulenöffnung, in die ein Säulenelement der Abdeckung eingesetzt wird, um hierdurch zu erlauben, dass die Kontaktzungen in spezifizierte Anschlussschlitze der Anschlussbuchse eintreten.
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Im Bereich der Automobilindustrie ist bekannt, Füllstandssensoren in einem Kraftstofftank anzuordnen, um den Füllstand des Kraftstoffs elektronisch zu überwachen. Meist werden dabei mehr als ein Sensor, z. B. zwei Sensoren eingesetzt. Zum Weiterleiten des elektrischen Ausgangssignals der Sensoren an eine auswertende Steuerelektronik müssen die Signale durch eine Kraftstofftankwandung hindurch nach außen an die Steuerung geführt werden. Hierzu ist bekannt, einen Kraftstofftankflansch mit einem Durchgangsstecker zu versehen, der von innen über Steckverbinder mit den Signalleitungen der Sensoren verbunden wird und von außen über eine Steckverbindung an die Steuerelektronik angeschlossen wird. Insbesondere wenn zwei Füllstandssensoren mit jeweils einer Signalleitung und einer Masseleitung verwendet werden, besteht das Bedürfnis, die beiden Masseleitungen kurzzuschließen.
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Die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, besteht darin, einen elektrischen Steckverbinder der gattungsgemäßen Art dahingehend zu verbessern, dass die Kontaktbrücke leichter montierbar ist und dabei im endmontierten Zustand eine robuste und rüttelfeste elektrische Kontaktierung sicherstellt.
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Die vorliegende Erfindung basiert auf der Idee, dass an dem ersten Kontaktträger eine Haltevorrichtung angeordnet ist, in welcher die Kontaktbrücke in einem vormontierten Zustand vor dem ersten Zusammenstecken des ersten und zweiten Kontaktträgers gehalten ist. Durch das Zusammenstecken der beiden Steckverbinder wird die Kontaktbrücke erfindungsgemäß übergeben und kontaktiert in diesem endmontierten Zustand das zweite Kontaktelement elektrisch.
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Auf diese Weise ist im vormontierten Zustand die Kontaktbrücke unverlierbar an dem ersten Kontaktträger gehalten und die Montage ist vollautomatisierbar und deutlich vereinfacht, da für das Montieren der Kontaktbrücke an dem zweiten Kontaktelement kein zusätzlicher Arbeitsschritt notwendig ist. Es wird ein im endmontierten Zustand dauerhafter elektrischer Kurzschluss von zwei oder mehreren Einzelkomponenten beim Steckvorgang eines Steckverbinders hergestellt. Der Montagevorgang zur Herstellung des elektrischen Kurzschlusses ist dadurch deutlich vereinfacht.
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Die vorliegende Erfindung kann überall dort eingesetzt werden, wo elektrische Komponenten auf ein gemeinsames elektrisches Potential gelegt werden sollen. So kann beispielsweise die Masse von zwei Füllstandsgebern eines Kraftstofftanks in einem Steckverbinder an einem Tankflansch kurzgeschlossen werden.
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Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden Erfindung umfasst die Haltevorrichtung an dem ersten Kontaktträger mindestens einen Rastvorsprung, der im vormontierten Zustand mit einer Rastöffnung an der Kontaktbrücke zum Halten der Kontaktbrücke zusammenwirkt. Diese Art der Halterung ist einerseits sicher und effektiv, aber andererseits auch leicht genug lösbar, um die Kontaktbrücke in den endmontierten Zustand zu übergeben.
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Der Kontaktbereich der Kontaktbrücke kann mindestens eine freigeschnittene Federzunge umfassen, die mit dem zweiten Kontaktelement in Eingriff bringbar ist. Diese Ausführungsform stellt eine besonders effektive Möglichkeit der rüttelsicheren elektrischen Kontaktierung mit vergleichsweise hoher Normalkraft dar. So können beispielsweise drei Federzungen umlaufend an einem im Wesentlichen runden Querschnitt des Kontaktbereiches angeordnet sein, um einen Kontaktstift mit im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt sicher zu kontaktieren.
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Damit die Kontaktbrücke auch nach dem Abnehmen des ersten Kontaktträgers, z. B. in einem Servicefall, sicher an dem zweiten Kontaktelement fixiert bleibt, kann das zweite Kontaktelement gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung einen Kontaktstift mit einem umlaufenden Kragen, mit dem die Federzunge im endmontierten Zustand zum Halten der Kontaktbrücke an dem Kontaktstift zusammenwirkt, aufweisen. Eine solche Verankerung der Kontaktbrücke an dem Kontaktelement ermöglicht ausreichend hohe Haltekräfte, um beim Zusammenstecken der beiden Kontaktträger die Verbindung zwischen Kontaktbrücke und erstem Kontaktträger zu lösen und die Kontaktbrücke an das zweite Kontaktelement zu übergeben. Dann kann die Kontaktbrücke eine dauerhafte Verbindung zwischen dem mindestens einen zweiten Kontaktelement und entweder einem Gehäuseteil oder einem bzw. mehreren zweiten Kontaktelementen herstellen. Die elektrische Verbindung bleibt nach dem Öffnen des Steckverbinders erhalten.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der erste Kontaktträger geteilt mit mindestens zwei separaten Kontaktträgereinheiten ausgeführt, und die separaten Kontaktträgereinheiten werden vor dem Zusammenstecken von erstem und zweiten Kontaktträger zusammengefügt. Diese Zweiteilung ist insbesondere für Anwendungsfälle vorteilhaft, bei denen Leitungen aus verschiedenen Signalquellen zusammengeführt werden sollen. Ein Beispiel hierfür ist der Anschluss von mehreren Signalleitungen von Füllstandssensoren in einem Kraftstofftank.
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Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Kontaktbrücke so ausgebildet, dass sie zwei gleichartige Kontaktstifte kurzschließt. Dies ist beispielsweise dann vorteilhaft, wenn die elektrische Verbindung aus zwei Minuspolen, die auf die gleiche Masse gelegt werden sollen, hergestellt werden soll.
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Beispielsweise kann die Kontaktbrücke zwei Kontaktstifte kurzschließen, die jeweils einer anderen der oben genannten separaten Kontaktträgereinheiten zugeordnet ist.
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Eine besonders kostengünstige und etablierte Art und Weise, die elektrisch leitende und federnde Kontaktbrücke herzustellen, ist das Stanzen und Biegen aus einem Metallblech. Selbstverständlich kann die Kontaktbrücke auch geeignet mit weiteren Metallisierungen beschichtet werden.
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Die Prinzipien der vorliegenden Erfindung lassen sich besonders vorteilhaft bei Anwendungsfällen einsetzen, in denen der zweite Kontaktträger als ein Durchgangsstecker ausgeführt ist, beispielsweise an einem Gehäuseelement eines Kraftstofftanks.
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Um eine sichere Verbindung zwischen ersten und zweitem Kontaktträger im zusammengesteckten Zustand zu gewährleisten, kann auf einfache Art und Weise eine Verrastung zwischen diesen beiden Elementen vorgesehen sein.
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Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird diese anhand der in den nachfolgenden Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei werden gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen und gleichen Bauteilbezeichnungen versehen. Weiterhin können auch einige Merkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen für sich eigenständige erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen. Es zeigen:
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1 eine perspektivische teilweise explodierte Darstellung eines Kraftstofftankflansches mit einem Durchgangsstecker gemäß der Prinzipien der vorliegenden Erfindung;
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2 eine teilweise explodierte um 180° gedrehte Ansicht des Tankflansches beim Montieren der Kontaktelemente;
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3 eine perspektivische Darstellung des ersten Kontaktträgers vor dem Montieren der Kontaktbrücke;
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4 eine perspektivische Darstellung eines Teils des ersten Kontaktträgers mit vormontierter Kontaktbrücke;
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5 eine schematische Darstellung des Zusammensteckvorganges von zwei Kontaktträgereinheiten;
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6 eine schematische Darstellung des Zusammensteckvorganges des vormontierten ersten Kontaktträgers in den zweiten Kontaktträger an dem Kraftstofftank;
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7 eine perspektivische teilweise geschnittene Darstellung des Tankflansches nach der Montage des ersten Kontaktträgers und nach Übergabe der Kontaktbrücke;
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8 eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Steckverbinders nach einem Lösen der Verbindung;
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9 eine perspektivische Ansicht des Steckergesichts auf einer dem ersten Kontaktträger abgewandten Seite des Tankflansches; und
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10 eine perspektivische Darstellung des Steckergesichts des dem ersten Kontaktträger zugewandten Teils des zweiten Kontaktträgers vor Montage der Kontaktbrücke.
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1 zeigt in perspektivischer und teilweise explodierter Form einen Tankflansch 100 mit einem Durchgangssteckersystem zum Kontaktieren zweier Füllstandsgeber. Der Bereich 102 stellt dabei den Bereich dar, der den Füllstandsgebern zugeordnet ist, während der Bereich 104 eine Außenseite darstellt, in welcher die Steuerelektronik angeordnet ist.
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Der erfindungsgemäße elektrische Verbinder umfasst einen ersten Kontaktträger 106, der über hier nicht dargestellte Anschlussleitungen mit den Füllstandsgebern verbindbar ist. Dabei ist der erste Kontaktträger 106 in eine erste Kontaktträgereinheit 108 und eine zweite Kontaktträgereinheit 110 unterteilt. Jeder der beiden Einheiten 108, 110 ist ein Füllstandsgeber zugeordnet. Vor dem Zusammenfügen des ersten Kontaktträgers 106 mit einem zweiten Kontaktträger 112, der an dem Tankflansch 100 angeordnet ist, und als Durchgangsstecker nach außen in den Bereich 104 ausgebildet ist, werden die beiden Kontaktträgereinheiten 108, 110 durch Ineinanderschieben zusammengefügt.
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Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist nur der zweite Kontaktträger 112 auf der dem Bereich 104 zugewandten Seite in Bezug auf einen Gegensteckverbinder 114 abgedichtet ausgeführt. Die Verbindung zwischen dem zweiten Kontaktträger 112 und dem ersten Kontaktträger 106 ist bei der hier gezeigten Ausführungsform nicht abgedichtet.
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Der Gegensteckverbinder 114 ist ein vierpoliger gedichteter Buchsenstecker, bei dem eine der Kammern erfindungsgemäß mit einem Blindstopfen verschlossen werden kann, da nur eine gemeinsame Masseleitung nach außen zur Steuerung führen muss.
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Gemäß der hier gezeigten Ausführungsform sind sowohl der erste Kontaktträger 106 wie auch der Gegensteckverbinder 114 jeweils als Buchsenstecker ausgebildet und der zweite Kontaktträger 112 ist als ein Durchgangsstecker mit Steckerstiften ausgeformt. Die vorliegende Erfindung ist aber auch übertragbar auf komplementäre Systeme solange sich die nachfolgend gezeigte Kontaktbrücke an den Kontaktelementen des zweiten Kontaktträgers 112 fixieren lässt.
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Der erfindungsgemäße erste Kontaktträger 106 kann beispielsweise aus Polyoxymethylen (POM) hergestellt werden. Dieser thermoplastische Kunststoff ist ein Acetalharz, das durch Kopolymerisation hergestellt wird und bietet die Vorteile, dass spritzgegossene Teile sehr gute Gleiteigenschaften, eine ausgezeichnete Zähigkeit und hohe Formbeständigkeit bei verschiedenen Temperaturen aufweisen. Für den vorliegenden Anwendungsfall ist außerdem von Vorteil, dass der chemische Aufbau eine hohe Medienbeständigkeit und nur geringste Wasseraufnahme bedingt. Selbstverständlich können aber auch andere Kunststoffe, die den gestellten Anforderungen genügen, nach Belieben eingesetzt werden.
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In 2 ist der Tankflansch 100 vor der Montage der zweiten Kontaktelemente 116, um 180° gegenüber der Anordnung aus 1 gedreht, gezeigt.
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Bei der vorliegenden Ausführungsform handelt es sich um Einpresssteckerstifte mit im Wesentlichen kreisförmigem Querschnitt. Jeder der Steckerstifte weist zum einen Haltemittel 118 zum Verankern der Stifte in dem Tankflansch 100 auf. Ein umlaufender Anschlag 120 sorgt für die exakte axiale Positionierung der Steckerstifte 116 beim Einbau in den Tankflansch. Erfindungsgemäß weisen die Steckerstifte 116 weiterhin umlaufende Haltevorsprünge zum Fixieren der Kontaktbrücke auf, die mit Bezug auf die nachfolgenden Figuren noch im Detail erläutert wird.
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Zum Aufnehmen des ersten Kontaktträgers ist außerdem ein Gehäuseelement 124 an dem Tankflansch 100 angeformt.
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Mit Bezug auf die 3 und 4 wird der erste Steckverbinder, der zu der in 2 gezeigten Stiftsteckeranordnung komplementär ist und die erfindungsgemäße Kontaktbrücke 126 trägt, im Detail erläutert. Der erste Kontaktträger 106 ist erfindungsgemäß aus zwei Kontaktträgereinheiten 108, 110 zusammengesetzt, die jeweils die beiden Pole eines Füllstandsgebers in Form eines Buchsenkontakts führen. Erfindungsgemäß soll die Masse der jeweils zweipoligen Steckverbinder kurzgeschlossen sein. Hierfür wird an dem ersten Kontaktträger 106 eine Haltevorrichtung vorgesehen, in welcher die Kontaktbrücke 126 in einem vormontierten Zustand sicher verrastet ist.
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Um die Position der Kontaktbrücke 126 präzise einstellen zu können, besitzt die Haltevorrichtung einen Positionierrahmen 128, der durch erhaben ausgeführte, an die Außenkontur der Kontaktbrücke angepasste Vorsprünge gebildet ist. Rasthaken 130 wirken mit einer zugehörigen Rastöffnung 132, die an der Kontaktbrücke vorgesehen ist, zusammen, um die Kontaktbrücke 126 lösbar an dem ersten Kontaktträger 106 zu fixieren.
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Die Kontaktbrücke weist zwei Kontaktbereiche 134 auf, die im endmontierten Zustand mit den Steckerstiften 116 zusammenwirken. Insbesondere sind in jedem Kontaktbereich 134 umlaufend drei federnde Zungen 136 angebracht, die mit den Steckerstiften 116 verbunden werden können, hinter die Haltevorsprünge 122 (siehe 2) eingreifen und die Kontaktbrücke 126 auf diese Weise fixieren können. Nachdem die Kontaktbrücke 126, wie in 4 gezeigt, an der ersten Kontaktträgereinheit 108 fixiert ist, wird, wie in 5 gezeigt, die zweite Kontaktträgereinheit 110 in die zugehörige Ausnehmung 138 eingeschoben, wobei die Einschubrichtung 140 im Wesentlichen quer zu der Richtung des Zusammensteckens von erstem und zweitem Kontaktträger verläuft.
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Wie in 6 gezeigt, wird der mit der Kontaktbrücke versehene erste Kontaktträger 106 bei der Montage in Richtung 142 zum ersten Mal mit dem zweiten Kontaktträger 112 zusammengesteckt. Dabei wird erfindungsgemäß die Kontaktbrücke 126 an die zweiten Steckerstifte 116 übergeben, indem die Federzungen 136 der Kontaktbrücke 116 jeweils hinter die Haltevorsprünge 122 eingreifen. Gleichzeitig verrastet das Rastelement 144 des ersten Kontaktträgers mit einer entsprechenden Rastöffnung 146 an dem zweiten Kontaktträger.
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Nun sind die jeweils dem Minuspol des Füllstandssensors zugeordneten Kontaktpins über die Kontaktbrücke 126 kurzgeschlossen.
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Muss nun aus Servicegründen die Steckverbindung wieder gelöst werden, so überwinden die Haltekräfte der Kontaktbrücke 126 an den Kontaktstiften 116 die Haltekräfte an den Rasthaken 130, so dass, wie in 8 gezeigt ist, die Kontaktbrücke an den Steckerstiften 116 fixiert bleibt. Die Kontaktbrücke 126 ist also durch das erste Zusammenstecken von erstem und zweitem Kontaktträger übergeben worden und hat so den endmontierten Zustand erreicht.
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Die 9 und 10 zeigen die beiden Steckergesichter an dem Tankflansch nach der Montage der Steckerstifte 116, aber vor dem ersten Zusammenstecken und somit ohne die Kontaktbrücke 126.
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Mit Bezug auf die 1 bis 10 soll schrittweise die Vorgehensweise beim Zusammenbau der erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinderanordnung im Detail erläutert werden.
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Zunächst werden in dem Tankflansch die Steckerstifte 116, die als Einpresspins ausgeführt sind, durch Einpressen montiert.
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Weiterhin wird an dem ersten Kontaktträger 106, und zwar insbesondere an der ersten Kontaktträgereinheit 108, die Kontaktbrücke 126, die aus Blech durch Stanzen und Biegen hergestellt ist, vormontiert, indem sie in dem Positionsrahmen 128 ausgerichtet und mit Hilfe der Rasthaken 130 fixiert wird. Die erste Kontaktträgereinheit 108 ist mit den beiden Anschlüssen eines ersten Füllstandsgebers (hier nicht dargestellt) verbunden.
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Im nächsten Montageschritt wird die zweite Kontaktträgereinheit 110, die dem zweiten Füllstandsgeber zugeordnet ist, in die erste Kontaktträgereinheit 108 eingefügt. Dabei helfen Nuten und Führungskulissen bei der Positionierung und sicheren Fixierung der beiden Einheiten aneinander.
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Im nächsten Arbeitsgang wird der erste aus zwei separaten Teilen 108, 110 zusammengesetzte Kontaktträger 106 bis zum Einrasten in das Gehäuseelement 124 an dem Tankflansch 100 eingesteckt.
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Bei diesem ersten Steckvorgang wird erfindungsgemäß die Kontaktbrücke 126 auf die Stifte 116 gepresst. Die Haltekräfte, die zwischen den Pins und der Kontaktbrücke wirken, sind größer als die Kräfte der Rastverbindung zwischen dem ersten Kontaktträger 106 und der Kontaktbrücke 126. Somit bleibt die Kontaktbrücke auch nach einer Demontage des Gebersteckers, z. B. in einem Servicefall, auf den Pins stecken.
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Zusammenfassend kann also mit Hilfe der erfindungsgemäßen Anordnung dauerhaft ein elektrischer Kurzschluss von zwei oder mehreren Einzelkomponenten beim ersten Steckvorgang des Steckverbinders hergestellt werden. Die Steckverbinder der Einzelkomponenten werden in einem Steckergehäuse zusammengefügt. Eine aus Metallblech durch Stanzen und Biegen hergestellte Kontaktbrücke, die sich in dem Steckergehäuse befindet, stellt die elektrische Verbindung der Minuspole der Einzelkomponenten während des ersten Steckvorganges her.
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Erfindungsgemäß bleibt die elektrische Verbindung der Minuspole auch nach dem Öffnen des Steckverbinders, z. B. im Servicefall, erhalten. Dadurch entfällt ein separater Montagevorgang zur Herstellung des elektrischen Kurzschlusses. Die vorliegende Erfindung kann überall dort eingesetzt werden, wo elektrische Komponenten auf ein gemeinsames Potential gelegt werden sollen. Bezugszeichenliste
| 100 | Tankflansch |
| 102 | Innenseite des Tanks |
| 104 | Außenseite des Tanks |
| 106 | erster Kontaktträger |
| 108 | erste Kontaktträgereinheit |
| 110 | zweite Kontaktträgereinheit |
| 112 | zweiter Kontaktträger |
| 114 | Gegensteckverbinder |
| 116 | zweite Kontaktelemente |
| 118 | Verankerungsmittel |
| 120 | Anschlag |
| 122 | Haltevorsprung |
| 124 | Gehäuseelement |
| 126 | Kontaktbrücke |
| 128 | Positionierrahmen |
| 130 | Rasthaken |
| 132 | Rastöffnung |
| 134 | Kontaktbereich |
| 136 | Federzunge |
| 138 | Ausnehmung für zweite Kontaktträgereinheit |
| 140 | Einsteckrichtung |
| 142 | Zusammensteckrichtung |
| 144 | Rastelement |
| 146 | Rastöffnung |