DE102009022057A1 - Schwingungsdämpfer - Google Patents
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Abstract
Ein Schwingungsdämpfer umfasst einen Behälter (102) mit einem Behälterrohr (103) und einem Behälterboden (104) und ein am Behälterboden vorgesehenes Auge (110) zur Aufnahme eines Lagers. Das Behälterrohr (103) ist mit dem Lagerauge (110) über ein Formstück (111) verbunden. Dabei bildet das Formstück (111) an einer Innenseite den Behälterboden und an seiner gegenüberliegenden Außenseite eine an das Lagerauge (110) angepasste Gegenkontur aus. Hierdurch wird eine kraftflussgerechte Anbindung des Behälters (102) an die Außenkontur des Lagerauges (110) ermöglicht. Die erfindungsgemäße Anbindung lässt sich schweißtechnisch einfach bewerkstelligen. Zudem bleibt die Herstellung der benötigten Bauteile einfach. Da Materialanhäufungen vermieden werden, zeichnet sich die erfindungsgemäße Lösung darüber hinaus durch ein geringes Bauteilgewicht sowie eine optimale Materialausnutzung aus.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Schwingungsdämpfer, umfassend einen Behälter mit einem Behälterrohr und einem Behälterboden und ein am Behälterboden vorgesehenes Auge zur Aufnahme eines Lagers.
- Schwingungsdämpfer werden in Radaufhängungen einsetzt, um im Fahrbetrieb auftretenden Schwingungen entgegenzuwirken. Hierbei treten mitunter beachtliche Kräfte am Schwingungsdämpfer auf. Die radseitige Ankopplung des Schwingungsdämpfers erfolgt üblicherweise über ein in der Regel elastisches Lager, das in einem Lagerauge am Behälterboden des Schwingungsdämpfers angeordnet ist. Üblicherweise wird das Lagerauge an den Behälterboden angeschweißt. Im Bereich des Behälterbodens ist bei Zweirohrdämpfern zudem ein Bodenventil abgestützt, wobei der Behälterboden mit einer Außenwölbung versehen ist. Die Anbindung einer gewölbten Bodenstruktur an ein zylindrisches Lagerauge, dessen Achse im Wesentlichen quer zur Längsachse des Schwingungsdämpfers verläuft, stellt sich angesichts der auftretenden Kräfte als ausgesprochen schwierig dar, zumal gleichzeitig ein geringes Bauteilgewicht angestrebt wird.
- Aus der
DE 199 51 574 A1 ist bekannt, das Behälterrohr und den Behälterboden einteilig in einem Massivumformverfahren herzustellen. Der Behälterboden ist im Wesentlichen flach und weist an seiner Außenseite einen vorspringenden Rand auf. An den Rand des Behälterbodens ist ein Lagerauge angeschweißt, das hierzu einen massiven Sockel ausbildet. Aufgrund dessen ist die aus derDE 199 51 574 A1 bekannte Lösung verhältnismäßig schwer. Sie ist zudem im Hinblick auf die Herstellung der beiden zu verbindenden Teile, nämlich das Behälterrohr und das Lagerauge aufwändig. - Eine weitere Möglichkeit, ein Lagerauge an einem Behälterboden eines Schwingungsdämpfers zu befestigen, ist aus der
EP 1 211 013 B1 bekannt. In diesem Fall wird in der Mitte des Behälterbodens eine W-förmige Nut ausgebildet. Das Lagerauge wird durch Rollen oder Biegen aus einem Flachmaterial hergestellt, so dass sich ein nach außen öffnender, V-förmiger Längsstoß ergibt. Der Längsstoß wird mit der W-förmigen Nut überlappt und verschweißt. - Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Alternativen für die Anbindung eines Lagerauges am Behälterboden eines Schwingungsdämpfers aufzuzeigen, welche sich bei geringem Bauteilgewicht einfach und kostengünstig herstellen lassen.
- Diese Aufgabe wird durch einen Schwingungsdämpfer gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Der erfindungsgemäße Schwingungsdämpfer umfasst einen Behälter mit einem Behälterrohr und einem Behälterboden und ein am Behälterboden vorgesehenes Auge zur Aufnahme eines Lagers. Er zeichnet sich dadurch aus, dass das Behälterrohr mit dem Lagerauge über ein Formstück verbunden ist, wobei das Formstück an einer Seite den Behälterboden und an einer gegenüberliegende Seite eine an das Lagerauge angepasste Gegenkontur ausbildet. Die Koppelung von Behälterrohr und Lagerauge über ein zwischengeschaltetes Formstück ermöglicht eine leichtgewichtige, schweißgerechte Gestaltung, welche eine stabile Verbindung erlaubt. Das Formstück kann einfach und kostengünstig als Umformteil, insbesondere als Tiefziehteil hergestellt werden.
- Darüber hinaus gestattet die Verwendung eines separaten Formstücks eine sehr einfache und damit kostengünstige Herstellung des Behälterrohrs und des Lagerauges, da funktionsrelevante Formflächen, welche unter Umständen die Fertigung der genannten Bauteile erschweren können, am Formstück vorgesehen werden können.
- Die Befestigung des Formstücks an dem Behälterrohr sowie dem Lagerauge erfolgt bevorzugt durch Schweißen, wobei sich hier besonders einfach herstellbare Schweißnähte ergeben, so dass sich die erfindungsgemäße Lösung ferner durch eine große Prozesssicherheit auszeichnet. Das Behälterrohr kann jedoch auch auf andere Art und Weise mit dem Formstück verbunden werden.
- Es ist darüber hinaus denkbar, das Formstück und das Behälterrohr in einem Stück herzustellen, d. h. einen entsprechend geformten Behälterboden unmittelbar an das Behälterrohr anzuformen.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Patentansprüchen angegeben.
- So kann beispielsweise das Formstück allein durch zwei im Wesentlichen gerade Schweißnähte mit dem Lagerauge verbunden sein. Der Aufwand bei der Verbindung der beiden Teile bleibt hierdurch besonders gering. Gleichwohl wird eine ausreichende Festigkeit der Verbindung erzielt.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung umgreift das Formstück einen Umfangsabschnitt des Außenmantels des Lagerauges und ist an gegenüberliegenden Enden der Umgreifung durch jeweils eine gerade Schweißnaht mit dem Lagerauge verschweißt. Die Schweißnähte liegen damit deutlich von der Längsmittelachse des Schwingungsdämpfers beabstandet.
- Vorzugsweise ist das Formstück zwischen den Schweißnähten an den Außenmantel des Lagerauges angeschmiegt. Es ist jedoch auch möglich, das Formstück so auszubilden, dass dieses zwischen den Schweißnähten von dem Außenmantel des Lagerauges beabstandet ist, um eine definierte Anlage im Bereich der Schweißnähte zu gewährleisten.
- In einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung ist das Lagerauge als kreiszylindrische Buchse mit konstanter Wanddicke ausgeführt. Ein solches Lagerauge lässt sich besonders einfach herstellen.
- Das Formstück ist bevorzugt als zylindrischer Napf mit einer Seitenwand und einem Boden ausgebildet, wobei der Boden derart einwärts gekrümmt ist, dass die Bodenkontur der Mantelfläche eines quer zum Napf verlaufenden, gedachten Kreiszylinders entspricht. Damit wird zum einen eine gute Abstützung am Lagerauge erzielt, zum anderen lässt sich das Formstück sehr einfach mit dem ebenfalls zylindrischen Behälterrohr verbinden.
- Dabei ist der Durchmesser des die Bodenform definierenden, gedachten Kreiszylinders vorzugsweise größer als der Durchmesser des Napfes gewählt.
- Ein im Behälter des Schwingungsdämpfers angeordnetes Bodenventil kann unmittelbar an der Innenseite des Bodens des Formstücks abgestützt sein. Es ist jedoch auch möglich, das Bodenventil an besonderen Vorsprüngen, welche an dem Formstück ausgebildet sind, abzustützen.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsvariante sind an der Bodenkontur einwärts gerichtete, das heißt in Richtung des Behälters weisende Vorsprünge ausgebildet, auf denen sich das Bodenventil des Schwingungsdämpfers abstützt. Diese lassen sich ohne großen Aufwand z. B. beim Tiefziehen des Formstücks herstellen.
- Es ist jedoch auch möglich, entsprechende Vorsprünge an der Seitenwand des Napfes auszubilden. Insbesondere können solche Vorsprünge als in Richtung Behälterinnenraum einwärts gebogene Laschen ausgebildet sein. Entsprechende Laschen bzw. Vorsprünge stehen vorzugsweise von einem Rand des Napfes ab, so dass sich diese gut herstellen lassen.
- Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung ist der einwärts gekrümmte Boden bei Betrachtung in einer quer zum Napf verlaufenden Projektionsebene im wesentlichen rechteckig und geht durch einen sich erweiternden Übergangsabschnitt in die im Wesentlichen kreiszylindrische Seitenwand über. Ein Bodenventil des Schwingungsdämpfers ist in diesem Fall bevorzugt an dem Übergangsabschnitt abgestützt.
- Der Übergangsabschnitt kann dabei mindestens zwei halbmondförmige, ebene Flächenabschnitte ausbilden, die zu der Seitenwand angewinkelt sind und an denen das Bodenventil abgestützt ist. Bevorzugt liegen diese Flächenabschnitte einander gegenüber.
- Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
-
1 eine Seitenansicht eines Schwingungsdämpfers mit Lagerauge nach einem ersten Ausführungsbeispiel, wobei lediglich der Bereich der Ankopplung des Lagerauges an den Schwingungsdämpfer dargestellt ist, -
2 eine Schnittansicht durch den in1 dargestellten Bereich, -
3 eine räumliche Ansicht des Formstücks, -
4 eine erste Abwandlung des Formstücks, -
5 eine zweite Abwandlung des Formstücks, -
6 eine Seitenansicht eines Schwingungsdämpfers mit Lagerauge nach einem zweiten Ausführungsbeispiel, wobei lediglich der Bereich der Ankopplung des Lagerauges an den Schwingungsdämpfer dargestellt ist, -
7 eine Schnittansicht durch den in6 dargestellten Bereich, -
8 eine räumliche Ansicht der Innenseite des Formstücks nach dem zweiten Ausführungsbeispiel, und in -
9 eine räumliche Ansicht der Außenseite des Formstücks. - Die nachfolgend erläuterten Ausführungsbeispiele beziehen sich auf Schwingungsdämpfer für Radaufhängungen von Kraftfahrzeugen.
- Der in
1 dargestellte Schwingungsdämpfer1 umfasst unter anderem einen Behälter2 mit einem Behälterrohr3 und einem Behälterboden4 . Bei einer Ausführung als Zweirohrdämpfer ist, wie in2 gezeigt, innerhalb des Behälterrohrs3 ein Innenrohr5 angeordnet, welches einen Arbeitsraum6 , der durch einen nicht näher dargestellten Kolben in zwei Kammern unterteilt ist, von einem Ausgleichsraum7 trennt. Der Arbeitsraum6 und der Ausgleichsraum7 sind über ein Bodenventil8 miteinander verbunden, das im Bereich des Behälterbodens4 abgestützt ist. Das in2 dargestellte Bodenventil8 öffnet in Richtung einer zwischen dem Bodenventil8 und dem Behälterboden4 vorgesehenen Zwischenkammer9 , die mit dem Ausgleichsraum7 verbunden ist. An der Außenseite des Behälterbodens4 befindet sich ein Lagerauge10 zur Aufnahme eines nicht näher dargestellten Lagers, über das in einer Radaufhängung die radseitige Ankopplung des Schwingungsdämpfers1 erfolgt. Das Lagerauge10 ist als zylindrische Buchse mit konstanter Wanddicke ausgebildet. Dabei verläuft die Achse A der Buchse im Wesentlichen quer zur Längsachse B des Schwingungsdämpfers1 . - Erfindungsgemäß ist zwischen dem Behälterrohr
3 und dem Lagerauge10 ein umformtechnisch hergestelltes Formstück11 angeordnet, das sowohl mit dem Behälterrohr3 als auch mit dem Lagerauge10 verschweißt ist. An dem Formstück11 befinden sich alle funktionsrelevanten relevanten Flächen insbesondere zur Abstützung des Bodenventils8 sowie gegebenenfalls erforderliche Absätze, Vorsprünge, Wölbungen und dergleichen für die Ankopplung des Behälterrohrs3 und des Lagerauges10 . Hierdurch können das Behälterrohr3 und das Lagerauge10 mit einer sehr einfachen Geometrie hergestellt werden. Die Herstellung des Formstücks11 erfolgt bevorzugt durch Tiefziehen aus einer Blechronde mit konstanter Dicke. - Das Formstück
11 ist durch zwei im Wesentlichen gerade Schweißnähte12 mit dem Lagerauge verbunden. Die Verbindung zum Behälterrohr3 kann beispielsweise durch eine Rollnahtschweißung14 erfolgen. Sämtliche Schweißnähte sind von außen einfach zugänglich und leicht anbringbar. - Wie die
1 bis3 zeigen, bildet das Formstück11 an einer Innenseite den Behälterboden4 und an einer gegenüberliegende Außenseite eine an das Lagerauge10 angepasste Gegenkontur aus. Das Formstück11 bzw. dessen Boden, welcher gleichzeitig den Behälterboden4 darstellt, umgreift dabei einen Umfangsabschnitt des Außenmantels15 des Lagerauges10 . Die Schweißnähte12 befinden dabei an den gegenüberliegenden Enden16 , die als Nasen des Bodens um das Lagerauge10 herumgezogen sind. - Zwischen den Enden
16 bzw. den Schweißnähten12 ist das Formstück11 an den Außenmantel15 des Lagerauges10 angeschmiegt. Es ist jedoch auch möglich, im Bereich zwischen den parallel zur Achse A verlaufenden Schweißnähten12 das Formstück11 etwas von dem Außenmantel15 des Lagerauges10 zu beabstanden, so dass eine Anlage des Formstücks11 lediglich im Bereich der nasenförmigen Enden16 gegeben ist. - Wie insbesondere
3 entnommen werden kann, ist das Formstück11 des ersten Ausführungsbeispiels als zylindrischer Napf mit einer Seitenwand17 und einem Boden18 ausgebildet. Der Boden18 ist dabei derart einwärts gekrümmt, dass die Bodenkontur der Mantelfläche eines quer zum Napf verlaufenden, gedachten Kreiszylinders entspricht. Dabei ist der Durchmesser des die Bodenform definierenden, gedachten Kreiszylinders größer als der Durchmesser des Napfes. - Zur Abstützung des Bodenventils
8 sind an der Seitenwand17 des Formstücks11 in Richtung Behälterinnenraum weisende Vorsprünge19 ausgebildet. Diese sind als einwärts gebogene Laschen ausgeführt, die von einem Rand des Napfes, d. h. der Oberkante der Seitenwand17 abstehen. Das Bodenventil8 stützt sich mit seinem Grundkörper bzw. Ventilgehäuse an den Laschen ab, welche neben einer axialen Abstützung gleichzeitig eine Zentrierung des Bodenventils8 bezüglich der Längsachse B des Schwingungsdämpfers bewirken. -
4 zeigt eine erste Abwandlung des Formstücks11' , bei der im Unterschied zu dem vorstehend erläuterten Ausführungsbeispiel die Laschen weggelassen sind. Hierdurch ergibt sich eine vergleichsweise einfachere Form. Das Bodenventil8 ist in diesem Fall unmittelbar auf der Bodenkontur des Formstücks11 abgestützt. -
5 zeigt eine zweite Abwandlung des Formstücks11'' , bei dem im Unterschied zu der ersten Abwandlung an dem Boden18 in Richtung Behälterinnenraum gerichtete Vorsprünge20 ausgebildet sind, welche das Bodenventil8 abstützen. Diese Vorsprünge werden unmittelbar bei der Formgebung des Formstucks11' mitangeformt. - Anhand der
6 bis9 wird nachfolgend ein zweites Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Schwingungsdämpfer101 erläutert. Dieser umfasst wiederum einen Behälter102 mit einem Behälterrohr103 und einem Behälterboden104 sowie weiterhin ein Lagerauge110 zur radseitigen Ankopplung des Schwingungsdämpfers. - Das Lagerauge
110 ist als kreiszylindrische Buchse mit konstanter Wanddicke ausgeführt, deren Längsachse A quer zur Längsachse B des Schwingungsdämpfers101 verläuft. Die Buchse ist vorzugsweise aus einem nahtfreien Rohrmaterial abgelängt worden. - Zwischen dem Behälterrohr
103 und dem Lagerauge110 ist ein Formstück111 eingegliedert, das sowohl mit dem Behälterrohr103 als auch mit dem Lagerauge110 verbunden ist. Vorzugsweise erfolgt die Verbindung jeweils durch Schweißnähte112 und114 . Jedoch kann insbesondere zwischen dem Behälterrohr103 und dem Formstück111 auch eine andere Verbindungstechnik wie beispielsweise Verschrauben, Verkleben, Verbördeln, Löten, etc. zum Einsatz kommen. - Bei einer Ausführung als Zweirohrdämpfer befinden sich an dem Formstück
111 alle funktionsrelevanten Flächen zur Abstützung eines Bodenventils. - Das Formstück
111 weist eine im Wesentlichen konstante Wanddicke auf und ist bevorzugt umformtechnisch hergestellt. - Wie insbesondere
7 entnommen werden kann, weist das Formstück111 eine an das Lagerauge110 angepasste Kontur auf, so dass sich dieses an einen Umfangsabschnitt des Außenmantel115 des Lagerauges110 angeschmiegt. Dabei umgreift das Formstück111 das Lagerauge110 mit zwei heruntergezogenen Nasen116 . An letzteren ist das Formstück111 durch zwei im Wesentlichen gerade Schweißnähte112 , welche sich parallel zur Längsachse A des Lagerauges110 erstrecken, mit dem Lagerauge110 verbunden. Gegebenenfalls kann, wie bereits im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel ausgeführt, das Formstück111 zwischen den Schweißnähten112 etwas von dem Außenmantel115 des Lagerauges110 beabstandet sein. - Wie die
8 und9 zeigen, ist das Formstück111 als zylindrischer Napf mit einer Seitenwand117 und einem Boden118 ausgebildet, die über einen Übergangsabschnitt122 miteinander verbunden sind. Die Kontur des Bodens entspricht dabei der Mantelfläche eines quer zum Napf verlaufenden, gedachten Kreiszylinders. Der Durchmesser des die Bodenreform definierenden, gedachten Kreiszylinders kann dabei größer als der Durchmesser des Napfes im Bereich der Seitenwand117 sein. - Bei Betrachtung in einer quer zum Napf bzw. zur Längsachse B des Schwingungsdämpfers verlaufenden Projektionsebene ist der einwärts gekrümmte Boden
118 im Wesentlichen rechteckig. Dieser Boden118 geht über den sich erweiternden Übergangsabschnitt122 in die im Wesentlichen kreiszylindrische Seitenwand117 über. Dabei ist ein in dem Behälter des Schwingungsdämpfers101 befindliches Bodenventil vorzugsweise an dem Übergangsabschnitt122 abgestützt. - Hierzu kann der Übergangsabschnitt
122 mit mindestens zwei halbmondförmigen, ebenen Flächenabschnitten123 ausgebildet werden, die zu der Seitenwand117 sowie zu dem Boden118 angewinkelt sind. Bei dem erstellten Ausführungsbeispiel sind insgesamt vier solcher Flächenabschnitte123 zur Abstützung des Bodenventils vorgesehen, welche einander paarweise gegenüberliegen. - Durch die vorstehend erläuterten Formstücke
11 ,11' ,11'' und111 wird eine kraftflussgerechte Anbindung des Behälters eines Schwingungsdämpfers an die Außenkontur eines Lagerauges ermöglicht. Die erfindungsgemäße Anbindung lässt sich schweißtechnisch einfach bewerkstelligen. Zudem bleibt die Herstellung der benötigten Bauteile einfach. Da Materialanhäufungen vermieden werden, zeichnet sich die erfindungsgemäße Lösung darüber hinaus durch ein geringes Bauteilgewicht sowie eine optimale Materialausnutzung aus. - Die Erfindung wurde vorstehend anhand von Ausführungsbeispielen und weiterer Abwandlungen näher erläutert. Sie ist jedoch nicht hierauf beschränkt, sondern umfasst alle durch die Patentansprüche definierten Ausgestaltungen.
-
- 1
- Schwingungsdämpfer
- 2
- Behälter
- 3
- Behälterrohr
- 4
- Boden
- 5
- Innenrohr
- 6
- Arbeitsraum
- 7
- Ausgleichsraum
- 8
- Bodenventil
- 9
- Zwischenkammer
- 10
- Lagerauge
- 11
- Formstück
- 12
- Schweißnaht
- 14
- Schweißnaht
- 15
- Außenmantel
- 16
- nasenförmiges Ende
- 17
- Seitenwand
- 18
- einwärts gekrümmter Boden des Formstücks
- 19
- Vorsprung
- 20
- Vorsprung
- 101
- Schwingungsdämpfer
- 102
- Behälter
- 103
- Behälterrohr
- 104
- Boden
- 110
- Lagerauge
- 111
- Formstück
- 112
- Schweißnaht
- 114
- Schweißnaht
- 115
- Außenmantel
- 116
- nasenförmiges Ende
- 117
- Seitenwand
- 118
- einwärts gekrümmter Boden des Formstücks
- 122
- Übergangsabschnitt
- 123
- ebener Flächenabschnitt
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 19951574 A1 [0003, 0003]
- - EP 1211013 B1 [0004]
Claims (16)
- Schwingungsdämpfer, umfassend einen Behälter (
2 ;102 ) mit einem Behälterrohr (3 ;103 ) und einem Behälterboden (4 ;104 ) und ein am Behälterboden vorgesehenes Auge (10 ;110 ) zur Aufnahme eines Lagers, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterrohr (3 ;103 ) mit dem Lagerauge (10 ;110 ) über ein Formstück (11 ;111 ) verbunden ist, wobei das Formstück (11 ;111 ) an einer Seite den Behälterboden und an einer gegenüberliegende Seite eine an das Lagerauge (10 ;110 ) angepasste Gegenkontur ausbildet. - Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück (
11 ;111 ) durch zwei im Wesentlichen gerade Schweißnähte (12 ;112 ) mit dem Lagerauge (10 ;110 ) verbunden ist. - Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück (
11 ;111 ) einen Umfangabschnitt des Außenmantels des Lagerauges (10 ;110 ) umgreift und an gegenüberliegenden Enden (16 ;116 ) durch jeweils eine gerade Schweißnaht (12 ;112 ) mit dem Lagerauge (10 ;110 ) verschweißt ist. - Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück (
11 ;111 ) zwischen den Schweißnähten an den Außenmantel (15 ;115 ) des Lagerauges (10 ;110 ) angeschmiegt ist. - Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück (
11 ;111 ) zwischen den Schweißnähten von dem Außenmantel (15 ;115 ) des Lagerauges (10 ;110 ) beabstandet ist. - Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass des Lagerauge (
10 ;110 ) eine kreiszylindrische Buchse mit konstanter Wanddicke ist. - Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück (
11 ;111 ) als zylindrischer Napf mit einer Seitenwand (17 ;117 ) und einem Boden (18 ;118 ) ausgebildet ist, wobei der Boden (18 ;118 ) derart einwärts gekrümmt ist, dass die Bodenkontur der Mantelfläche eines quer zum Napf verlaufenden, gedachten Kreiszylinders entspricht. - Schwingungsdämpfer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des die Bodenform definierenden, gedachten Kreiszylinders größer ist als der Durchmesser des Napfes.
- Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Bodenkontur einwärts gerichtete, das heißt in Richtung des Behälters weisende Vorsprünge (
20 ) ausgebildet sind, auf welchen sich ein Bodenventil (8 ) des Schwingungsdämpfers abstützt. - Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Seitenwand (
17 ) des Formstücks (11 ) in Richtung Behälterinnenraum weisende Vorsprünge (19 ) ausgebildet sind, auf welchen sich ein Bodenventil (8 ) des Schwingungsdämpfers abstützt. - Schwingungsdämpfer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (
19 ) als in Richtung Behälterinnenraum einwärts gebogene Laschen ausgebildet sind. - Schwingungsdämpfer nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (
19 ) von einem Rand des Napfes abstehen. - Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der einwärts gekrümmte Boden (
118 ) bei Betrachtung in einer quer zum Napf verlaufenden Projektionsebene im wesentlichen rechteckig ist und durch einen sich erweiternden Übergangsabschnitt (122 ) in die im Wesentlichen kreiszylindrische Seitenwand (117 ) übergeht, und dass ein Bodenventil (8 ) des Schwingungsdämpfers an dem Übergangsabschnitt (122 ) abgestützt ist. - Schwingungsdämpfer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergangsabschnitt (
122 ) mindestens zwei halbmondförmige, ebene Flächenabschnitte (123 ) ausbildet, die zu der Seitenwand (117 ) angewinkelt sind und an denen das Bodenventil (8 ) abgestützt ist. - Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterrohr (
3 ;103 ) mit dem Außenumfang des Formstücks (11 ;111 ) verschweißt ist. - Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück (
11 ;111 ) und das Behälterrohr (3 ;103 ) in einem Stück hergestellt sind, wobei ein entsprechend geformter Behälterboden unmittelbar an das Behälterrohr- (3 ;103 ) angeformt ist.
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