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DE102009028195A1 - Erzeugung von konfigurationsspezifischen Gerätetreibern - Google Patents

Erzeugung von konfigurationsspezifischen Gerätetreibern Download PDF

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DE102009028195A1
DE102009028195A1 DE102009028195A DE102009028195A DE102009028195A1 DE 102009028195 A1 DE102009028195 A1 DE 102009028195A1 DE 102009028195 A DE102009028195 A DE 102009028195A DE 102009028195 A DE102009028195 A DE 102009028195A DE 102009028195 A1 DE102009028195 A1 DE 102009028195A1
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DE
Germany
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field device
description file
device description
field
configuration
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102009028195A
Other languages
English (en)
Inventor
Jochen Stinus
Marco Colucci
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Endress and Hauser Flowtec AG
Original Assignee
Endress and Hauser Flowtec AG
Flowtec AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Endress and Hauser Flowtec AG, Flowtec AG filed Critical Endress and Hauser Flowtec AG
Priority to DE102009028195A priority Critical patent/DE102009028195A1/de
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Programme-control systems
    • G05B19/02Programme-control systems electric
    • G05B19/04Programme control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers
    • G05B19/042Programme control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers using digital processors
    • G05B19/0426Programming the control sequence

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Programmable Controllers (AREA)

Abstract

Ein Feldgerät, welches einen Konfigurator aufweist, welcher dazu ausgelegt ist, ausgehend von Benutzervorgaben eine Konfiguration des Feldgeräts durchzuführen, und welches ein Generatormodul aufweist, welches dazu ausgelegt ist, nach der Konfiguration des Feldgeräts auf Daten zur Konfiguration zuzugreifen, basierend auf den Daten zur Konfiguration eine spezifische Gerätebeschreibungsdatei zu erzeugen, die an die Konfiguration des Feldgeräts angepasst ist, und die spezifische Gerätebeschreibungsdatei abzuspeichern,.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Feldgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Gerätesimulation zur Simulation eines Feldgeräts gemäß Anspruch 16. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur automatisierten Erzeugung einer Gerätebeschreibungsdatei gemäß Anspruchs 17.
  • In der Prozessautomatisierungstechnik werden vielfach Feldgeräte eingesetzt, die zur Erfassung und/oder Beeinflussung von Prozessvariablen dienen. Beispiele für derartige Feldgeräte sind Füllstandsmessgeräte, Massedurchflussmessgeräte, Druck- und Temperaturmessgeräte etc., die als Sensoren die entsprechenden Prozessvariablen Füllstand, Durchfluss, Druck bzw. Temperatur erfassen.
  • Zur Beeinflussung von Prozessvariablen dienen Aktoren, z. B. Ventile oder Pumpen, über die der Durchfluss einer Flüssigkeit in einem Rohrleitungsabschnitt bzw. der Füllstand in einem Behälter geändert werden kann.
  • Als Feldgeräte werden im Prinzip alle Geräte bezeichnet, die prozessnah eingesetzt werden und die prozessrelevante Informationen liefern oder verarbeiten.
  • Eine Vielzahl solcher Feldgeräte wird von der Firma Endress+Hauser hergestellt und vertrieben.
  • In der Regel sind Feldgeräte in modernen Industrieanlagen über Bussysteme (Profibus, Foundation Fieldbus, HART, Industrial Ethernet, etc) mit übergeordneten Steuereinheiten und/oder Hostsystemen verbunden. Diese übergeordneten Einheiten dienen unter anderem zur Prozesssteuerung, Prozessvisualisierung, Prozessüberwachung sowie zur Inbetriebnahme der Feldgeräte.
  • Um eine übergeordnete Steuereinheit bzw. ein Hostsystem über Gerätetyp und Funktionalität der angeschlossenen Feldgeräte zu informieren, werden Gerätebeschreibungsdateien verwendet, die häufig auch als Gerätetreiber bezeichnet werden. Die Gerätebeschreibungsdateien werden von der jeweiligen Steuereinheit bzw. dem Hostsystem eingelesen bzw. importiert, und mit Hilfe der in einer jeweiligen Gerätebeschreibungsdatei enthaltenen Informationen kann die Steuereinheit bzw. das Hostsystem das Feldgerät korrekt ansteuern.
  • Die deutsche Patentanmeldung DE 102 08 530 A1 beschreibt ein Verfahren zum Betrieb eines Peripheriegerätes mittels einer Host-Einheit. Dabei wird der Host-Einheit von dem Peripheriegerät eine das Peripheriegerät beschreibende Gerätedatei für die Konfiguration des Peripheriegerätes zur Verfügung gestellt.
  • Die deutsche Patentanmeldung DE 103 43 670 A1 beschreibt einen Gerätetreiber für Feldgeräte der Prozessautomatisierungstechnik der in eine Steuereinheit ladbar und applikationsspezifisch anpassbar ist. Der Gerätetreiber konfiguriert sich mithilfe einer dem Feldgerät zugeordneten Projektierungsdatei P selbst. Die Projektierungsdatei P bestimmt die applikationsspezifische Funktionalität des Feldgeräts, indem sie das Instanziieren und Verknüpfen von Modulen im Feldgerät bewirkt.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, zu einem Feldgerät eine optimal zu dem Feldgerät passende Gerätebeschreibungsdatei zur Verfügung stellen zu können.
  • Gelöst wird diese Aufgabe durch die in den Ansprüchen 1, 16 und 17 angegebenen Merkmale.
  • Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Entsprechend den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung erzeugt das Feldgerät die passende Gerätebeschreibungsdatei in Abhängigkeit von der eigenen Konfiguration selbst, wobei die Gerätebeschreibungsdatei spezifisch an die Konfiguration des Feldgeräts angepasst ist. Zur Erzeugung der Gerätebeschreibungsdatei umfasst das Feldgerät ein Generatormodul, welches dazu ausgelegt ist, nach der Konfiguration des Feldgeräts auf Daten zur Konfiguration zuzugreifen, basierend auf den Daten zur Konfiguration eine spezifische Gerätebeschreibungsdatei zu erzeugen, die an die Konfiguration des Feldgeräts angepasst ist, und die spezifische Gerätebeschreibungsdatei abzuspeichern.
  • Entsprechend den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird die zur Inbetriebnahme des Feldgeräts benötigte Gerätebeschreibungsdatei bzw. der Gerätetreiber durch das Feldgerät selbst erzeugt und zur Verfügung gestellt. Dies hat zum einen den Vorteil, dass die vom Feldgerät erzeugte Gerätebeschreibungsdatei konkret auf die Konfiguration und Parametrisierung des Feldgeräts abgestimmt werden kann. Durch das Bereitstellen einer derartigen ”maßgeschneiderten” Gerätebeschreibungsdatei kann die vom Feldgerät zur Verfügung gestellte Funktionalität bestmöglich genutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Gerätebeschreibungsdatei nicht über das Internet oder auf CD oder DVD zur Verfügung gestellt werden muss, sondern vom Feldgerät selbst bereitgestellt wird. Dadurch können unrichtige Zuordnungen zwischen der Gerätebeschreibungsdatei und dem Feldgerät vermieden werden. Das Feldgerät stellt die für den eigenen Betrieb benötigte Gerätebeschreibungsdatei in der benötigten Version bereit, so dass dem Benutzer automatisch eine optimal an die Konfiguration des Feldgeräts angepasste Gerätebeschreibungsdatei zur Verfügung steht, ohne dass es zu Fehlern und Verwechslungen kommen kann. Somit kann der vom Feldgerät bereitgestellte Funktionsumfang optimal genutzt werden.
  • Die Erzeugung der Gerätebeschreibungsdatei auf dem Feldgerät hat darüber hinaus den zusätzlichen Vorteil, dass das Generatormodul beispielsweise unmittelbar über Aktualisierungen der Betriebssoftware und/oder des Konfigurators in Kenntnis gesetzt werden kann und durch derartige Aktualisierungen dazu veranlasst werden kann, umgehend eine aktuelle Version der Gerätebeschreibungsdatei zu erzeugen. Dadurch wird sichergestellt, dass es sich bei der durch das Feldgerät zur Verfügung gestellten Gerätebeschreibungsdatei stets um eine aktuelle Version handelt, die dem aktuellen Zustand des Feldgeräts genau entspricht.
  • Nachfolgend ist die Erfindung anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 ein Feldbussystem in schematischer Darstellung;
  • 2A eine Struktur einer Gerätebeschreibungsdatei für zyklische Dienste;
  • 2B eine Struktur einer Gerätebeschreibungsdatei für azyklische Dienste;
  • 3 ein erfindungsgemäßes Feldgerät zur Erzeugung einer Gerätebeschreibungsdatei;
  • 4 einen Kommunikationsablauf zwischen einem Host und einem Feldgerät; und
  • 5 eine alternative Ausführungsform der Erfindung, bei der die Gerätebeschreibungsdatei von einer Gerätesimulation des Feldgeräts erzeugt wird.
  • In 1 ist ein Feldbussystem mit drei Feldgeräten F1, F2, F3, einer Steuereinheit SPS und einem weiteren übergeordneten Hostsystem H dargestellt, die über einen Feldbus F Daten austauschen.
  • Bei dem in 1 gezeigten Feldbussystem könnte es sich beispielsweise um eine Überfüllsicherung bei einem Flüssigkeitstank handeln. Das Feldgerät F1 misst den Füllstand in einem Behälter. Das Feldgerät F2 ist ein Ventil und regelt den Abfluss der Flüssigkeit aus dem Behälter. Weiterhin ist noch als Grenzstandschalter das Feldgerät F3 vorgesehen, welches den maximalen Füllstand im Behälter erfasst. Ein Steuerprogramm in der Steuereinheit SPS, die zum Beispiel eine SPS-Einheit (speicherprogrammierbare Steuerung) oder eine PLC-Einheit (Programmable Logic Controller) sein kann, regelt den Füllstand in dem Behälter. Die Steuereinheit SPS ist als Master des Feldbussystems eingerichtet, während die Feldgeräte F1, F2, F3 als Slaves des Feldbussystems ausgelegt sind.
  • Die Steuereinheit SPS ist für die Abwicklung des zyklischen Datenverkehrs mit den Feldgeräten F1, F2, F3 ausgelegt. Im Rahmen der zyklischen Datenübertragung werden die von den Feldgeräten erfassten Messwerte in periodischen Abständen zur Steuereinheit SPS übertragen. Darüber hinaus können Steuerbefehle, die von der Steuereinheit SPS erzeugt werden, in periodischen Abständen zu den Feldgeräten übermittelt werden. Im Rahmen des zyklischen Datenverkehrs erfolgen die Zugriffe ohne Adressenangabe.
  • In dem in 1 gezeigten Feldbussystem F ist zusätzlich als weitere übergeordnete Einheit ein Hostsystem H vorgesehen, das ebenfalls als Master ausgelegt ist und zur Abwicklung des azyklischen Datenverkehrs mit den Feldgeräten dient. Über den azyklischen Datenverkehr kann ein bestimmtes Feldgerät parametriert und konfiguriert werden. Insbesondere ist es möglich, über den azyklischen Datenverkehr Parameterwerte in ein Feldgerät zu schreiben oder aus einem Feldgerät auszulesen. Auf diese Weise kann mittels der azyklischen Dienste über das Hostsystem H eine Parametrierung und Konfigurierung der Feldgeräte durchgeführt werden. Hierzu kann auf Seiten des Hostsystems H ein geeignetes Engineering-Programm eingesetzt werden, beispielsweise das Programm ”FieldCare” der Fa. Endress+Hauser. Neben der Parametrierung und Konfigurierung der Feldgeräte werden die azyklischen Dienste insbesondere auch zur Analyse und Diagnose von auf Seiten der Feldgeräte auftretenden Diagnoseereignissen eingesetzt. Im Unterschied zu den zyklischen Diensten erfolgt der Zugriff auf Geräteparameter bei den azyklischen Diensten in der Regel mittels einer Adressangabe.
  • Während bei dem in 1 gezeigten System die Steuerung des Systems durch eine oder mehrere übergeordnete Steuereinheiten erfolgt, sind auch Feldbussysteme denkbar, bei denen die Funktionalität des Masters ganz oder teilweise von einem oder mehreren der angeschlossenen Feldgeräte übernommen wird.
  • Eine Vielzahl unterschiedlicher Typen von Feldgeräten werden von verschiedenen Herstellern angeboten, wobei zu jedem Feldgerätetyp verschiedene Hardwareversionen und Softwareversionen existieren können. Um die Feldgeräte korrekt ansteuern zu können, müssen sowohl die Steuereinheit SPS als auch das Hostsystem H über den Gerätetyp, die Hardware- und Softwareversion, die Adressraumbelegung und die Konfiguration der Feldgeräte informiert werden. Dies geschieht in der Regel mit Hilfe von Gerätebeschreibungsdateien, die oft auch als Gerätetreiber bezeichnet werden. Die Gerätebeschreibungsdateien bzw. Gerätetreiber werden beispielsweise von der jeweiligen Herstellerfirma des Feldgeräts oder von Feldbus-Organisationen (PNO, Fieldbus Foundation, ODVA, etc.) über Download-Bereiche im Internet bereitgestellt, oder es werden Bibliotheken mit Gerätebeschreibungsdateien auf CD oder DVD ausgeliefert. Anschließend werden zu den Feldgeräten passende Gerätebeschreibungsdateien von der Steuereinheit SPS und vom Hostsystem H eingelesen bzw. importiert und als Grundlage für die Kommunikation mit den an den Feldbus angeschlossenen Feldgeräten F1, F2, F3 verwendet.
  • Zur Festlegung des Formats und der Syntax der Gerätebeschreibungsdateien sind eine Reihe von Standards definiert worden. Tabelle 1 gibt einen Überblick über die gebräuchlichsten Standards von Gerätebeschreibungsdateien für die Feldbusprotokolle Profibus-PA, Fieldbus Foundation, HART und die Industrial Ethernet-Protokolle, und zwar aufgeschlüsselt nach zyklischen Diensten und azyklischen Diensten. Es ist zu betonen, dass die in Tabelle 1 gezeigte Übersicht unvollständig ist und lediglich einen Überblick über die gebräuchlichsten Standards vermitteln will.
    Zyklische Dienste Azyklische Dienste
    Profibus-PA GSD DD, EDD DTM
    Fieldbus Foundation (FF) CFF DD, EDD DTM
    HART DD, EDD DTM
    Industrial Ethernet EDS, GSDML, DTM
    Tabelle 1
  • Bei Profibus-PA werden die Geräteeigenschaften für den zyklischen Datenaustausch im Format GSD (General Slave Data bzw. Gerätestammdatei) spezifiziert. Bei der Fieldbus Foundation wird für den zyklischen Datenaustausch eine Gerätebeschreibungsdatei im Format CFF (Common File Format) verwendet.
  • Zur Gerätebeschreibung für den azyklischen Datenaustausch werden bei Profibus-PA und Fieldbus Foundation Gerätebeschreibungen gemäß den Standards DD (Device Description), EDD (Enhanced Device Description), und DTM (Device Type Manager) verwendet. Insbesondere bei den Standards EDD und DTM werden zusätzlich zu Geräteparametern, Gerätefunktionalität und Adressraumbelegung auch Grafikfeatures und grafische Benutzeroberflächen spezifiziert, die die Parametrierung und Konfigurierung des jeweiligen Feldgeräts erleichtern sollen. Zur Erzeugung dieser grafischen Oberflächen sind im Standard EDD spezielle Grafikbefehle vorgesehen, die nach Art einer Interpreter-Sprache abgearbeitet werden. Im Standard DTM (Device Type Management) wird dagegen eine ausführbare Datei (ein Executable) zur Verfügung gestellt, das die genannten Grafikfeatures umfasst.
  • Beim Feldbusprotokoll HART wird eine Gerätebeschreibungsdatei im Standard DD, EDD oder DTM verwendet, um sowohl den zyklischen Datenaustausch als auch den azyklischen Datenaustausch zu beschreiben.
  • Neben den bisher diskutierten Feldbusprotokollen Profibus, Fieldbus Foundation und HART gewinnen die sogenannten Industrial Ethernet-Protokolle an Bedeutung, zu denen unter anderem die Feldbusprotokolle EtherNet/IP, ProfiNet, und EtherCAT gehören.
  • Beim Feldbusprotokoll EtherNet/IP ist eine Gerätebeschreibungsdatei entsprechend dem Standard EDS (Electronic Data Sheet) zur Beschreibung sowohl des zyklischen als auch des azyklischen Datenaustauschs vorgesehen. Bei EtherNet/IP wird die Gerätebeschreibungsdatei im Standard EDS sowohl von der für den zyklischen Datenaustausch zuständigen Steuereinheit SPS als auch von dem für den azyklischen Datenaustausch zuständigen Hostsystem H eingelesen, um die zur Ansteuerung des Feldgeräts benötigten Informationen zu erhalten.
  • In 2A ist die Struktur einer Gerätebeschreibungsdatei für zyklische Dienste gemäß einem der Standards GSD oder CFF beispielhaft gezeigt. Die Gerätebeschreibungsdatei 200 umfasst einen Abschnitt 201, der eine Auflistung der am zyklischen Datenaustausch beteiligten Parameter umfasst. Im Abschnitt 202 werden Attribute zu den im Abschnitt 201 aufgelisteten Parametern spezifiziert, also zum Beispiel Label oder Texte zu den Parametern, Grenzwertdefinitionen für die Parameter, etc. Zusätzlich kann die Gerätebeschreibungsdatei 200 weitere Abschnitte 203 umfassen.
  • In 2B ist die Struktur einer Gerätebeschreibungsdatei 204 für den azyklischen Datenaustausch gezeigt, beispielsweise gemäß einem der Standards DD oder EDD. Die Gerätebeschreibungsdatei 204 umfasst einen Abschnitt 205 mit einer Auflistung der für den azyklischen Datenaustausch relevanten Parameter. Im Abschnitt 206 werden die Attribute der im Abschnitt 205 aufgelisteten Parameter spezifiziert, also beispielsweise Label, Texte, Grenzwertdefinitionen, etc. Der Abschnitt 207 umfasst Menüdefinitionen für den azyklischen Datenverkehr, während die Attribute zu den Menüdefinitionen im Abschnitt 208 enthalten sind. Darüber hinaus werden im Abschnitt 209 Methoden definiert, mit denen ein Benutzer vom übergeordneten Hostsystem H aus unter Verwendung des azyklischen Datenverkehrs auf das Feldgerät zugreifen kann. Zusätzlich kann die Gerätebeschreibungsdatei 204 weitere Abschnitte 210 umfassen.
  • In 2A und 2B sind separate Gerätebeschreibungsdateien für den zyklischen und den azyklischen Datenaustausch gezeigt. Alternativ dazu kann auch eine gemeinsame Gerätebeschreibungsdatei für zyklische und azyklische Dienste vorgesehen sein. Beispielsweise ist bei den Feldbusprotokollen HART und EtherNet/IP eine gemeinsame Geratebeschreibungsdatei für den zyklischen und azyklischen Datenaustausch vorgesehen.
  • Um die zu den vorhandenen Feldgeräten passenden Gerätebeschreibungsdateien bzw. Gerätetreiber zu beschaffen, wurden die benötigten Gerätebeschreibungsdateien bisher von Download-Bereichen im Internet heruntergeladen, die von den Geräteherstellern bzw. den Feldbusorganisationen angeboten werden. Auf diesen Seiten stehen eine Vielzahl unterschiedlicher Gerätebeschreibungsdateien für verschiedene Feldgerätetypen, verschiedene Hardwareversionen, unterschiedliche Feldbusprotokolle und unterschiedliche Softwareversionen (z. B. V 1.00.00, V 1.01.00, V 2.00.00, etc.) zur Verfügung, aus denen ein Benutzer jeweils eine geeignete Gerätebeschreibungsdatei auswählen kann. Alternativ kann der Benutzer Bibliotheken von Gerätebeschreibungsdateien nutzen, die auf CD oder DVD zur Verfügung gestellt werden. Infolge der Vielzahl der angebotenen Versionen werden jedoch häufig die falschen Gerätebeschreibungsdateien heruntergeladen und installiert, so dass die heruntergeladene Gerätebeschreibungsdatei nicht zu dem vorhandenen Feldgerät passt. Infolge dieser Zuordnungsfehler kann es zu Fehlern bei der Inbetriebnahme des Feldgeräts kommen, beispielsweise werden Geräteinformationen falsch interpretiert, oder das Feldgerät läuft nicht an.
  • Entsprechend den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird die zur Inbetriebnahme des Feldgeräts benötigte Gerätebeschreibungsdatei bzw. der Gerätetreiber durch das Feldgerät selbst erzeugt und zur Verfügung gestellt. Dies hat zum einen den Vorteil, dass die vom Feldgerät erzeugte Gerätebeschreibungsdatei konkret auf die Konfiguration und Parametrisierung des Feldgeräts abgestimmt werden kann. Durch das Bereitstellen einer derartigen Gerätebeschreibungsdatei kann die vom Feldgerät zur Verfügung gestellte Funktionalität bestmöglich genutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Gerätebeschreibungsdatei nicht über das Internet oder auf CD oder DVD zur Verfügung gestellt werden muss, sondern vom Feldgerät selbst bereitgestellt wird. Dadurch können unrichtige Zuordnungen zwischen der Gerätebeschreibungsdatei und dem Feldgerät vermieden werden. Das Feldgerät stellt die für den eigenen Betrieb benötigte Gerätebeschreibungsdatei in der benötigten Version zur Verfügung, so dass dem Benutzer automatisch eine optimal an die Konfiguration des Feldgeräts angepasste Gerätebeschreibungsdatei zur Verfügung gestellt wird, ohne dass es zu Fehlern und Verwechslungen kommen kann. Somit kann der vom Feldgerät bereitgestellte Funktionsumfang optimal genutzt werden.
  • In 3 ist ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Feldgeräts gezeigt, das dazu ausgelegt ist, eine an die Konfiguration des Feldgeräts spezifisch angepasste Gerätebeschreibungsdatei zu erzeugen und bereitzustellen. Das Feldgerät 300 umfasst eine Prozessoreinheit 301, einen nichtflüchtigen Speicher 302, beispielsweise einen Flash-Speicher, sowie einen flüchtigen Speicher 303, beispielsweise ein RAM.
  • Auf dem nichtflüchtigen Speicher 302 ist die zum Betrieb des Feldgeräts 300 erforderliche Betriebssoftware 304 in ihrer jeweils aktuellen Version gespeichert. Im nichtflüchtigen Speicher 302 ist darüber hinaus ein Konfigurator 305 gespeichert, der dazu dient, das Feldgerät 300 zu konfigurieren, wobei die Konfiguration des Feldgeräts 300 basierend auf Vorgaben des Benutzers vorgenommen wird. Aus den vom Feldgerät 300 zur Verfügung gestellten Funktionsblocks werden die benötigten Funktionsblocks ausgewählt und miteinander verknüpft. Dabei werden beispielsweise die Ausgänge von einem Funktionsblock mit den Eingängen eines weiteren Funktionsblocks verbunden. Anschließend werden die ausgewählten Funktionsblocks durch den Konfigurator 305 auf bestimmte Adressbereiche abgebildet. Durch diesen Vorgang, der auch als „Mapping” bezeichnet wird, wird eine Adressraumbelegung durchgeführt.
  • Im nichtflüchtigen Speicher 302 ist darüber hinaus eine Gerätelogik 306 gespeichert, die dazu vorgesehen ist, während der Konfiguration anhand von vorgegebenen Regeln zu überprüfen, ob die vom Benutzer vorgenommene Auswahl und Verknüpfung von Funktionsblocks zulässig ist. Entsprechend dem Pfeil 307 überprüft die Gerätelogik 306 während der Konfiguration, ob sich aus dem Zusammenwirken der Funktionsblocks eine sinnvolle Messdatenverarbeitung ergibt. Die Gerätelogik 306 enthält insbesondere Informationen darüber, auf welche Weise die vom Feldgerät bereitgestellten Funktionsblocks miteinander verschaltet werden dürfen.
  • Anschließend wird im Schritt 308 ein spezifischer Satz von Konfigurationsdaten 309 erzeugt, der die vom Benutzer vorgenommene und von der Gerätelogik 306 überprüfte Konfiguration des Feldgeräts 300 beschreibt.
  • Entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist im nichtflüchtigen Speicher 302 des Feldgeräts 300 ein Generator 310 gespeichert, der dazu ausgelegt ist, ausgehend von der Konfiguration des Feldgeräts 300 eine spezifische Gerätebeschreibungsdatei zu erzeugen. Hierzu greift der Generator 310 zunächst, wie durch Pfeil 311 veranschaulicht, auf den Satz von Konfigurationsdaten 309 zu, welcher die aktuelle Konfiguration des Feldgeräts 300 beschreibt. Ausgehend von der so ermittelten Konfiguration erzeugt der Generator 310 die Gerätebeschreibungsdatei bzw. den Gerätetreiber unter Verwendung einer Syntax, die durch eine der im nichtflüchtigen Speicher 302 abgelegten Syntaxdefinitionen 312 bis 315 festgelegt ist. Beispielsweise kann in der Syntaxdefinition 312 die Syntax der Gerätebeschreibungsdateien für Profibus-PA, in der Syntaxdefinition 313 die Syntax der Gerätebeschreibungsdateien für Fieldbus Foundation, in der Syntaxdefinition 314 die Syntax der Gerätebeschreibungsdateien für EtherNet/IP und in der Syntaxdefinition 315 die Syntax der Gerätebeschreibungsdateien für ProfiNet spezifiziert sein. Zur Erzeugung einer Gerätebeschreibungsdatei im Standard CFF greift der Generator 310 daher beispielsweise auf die Syntaxdefinition 313 zu, wie dies durch Pfeil 316 veranschaulicht ist. Ausgehend von der aktuellen Konfiguration des Feldgeräts 300 erzeugt der Generator 310 unter Verwendung der Syntaxdefinition 313 eine spezifische Gerätebeschreibungsdatei 317. Die erzeugte spezifische Gerätebeschreibungsdatei 317 wird vom Generator 310 entsprechend Pfeil 318 im flüchtigen Speicher 303 abgespeichert.
  • Wenn die spezifische Gerätebeschreibungsdatei 317 lediglich im flüchtigen Speicher 303 abgelegt ist, dann bedeutet dies, dass die Gerätebeschreibungsdatei 317 bei einer Unterbrechung der Stromversorgung gelöscht wird. Um dies zu verhindern, kann es sinnvoll sein, die spezifische Gerätebeschreibungsdatei 317 nach ihrer Erstellung in den nichtflüchtigen Speicher 302 zu kopieren, wie dies durch Pfeil 319 veranschaulicht ist. Die so erzeugte Kopie 320 der Gerätebeschreibungsdatei 319 bleibt dann auch bei Unterbrechung der Stromversorgung erhalten. Die Kopie 320 kann entweder über den Feldbus selbst oder aber über eine zusätzliche Serviceschnittstelle aus dem Feldgerät 300 ausgelesen werden.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann der nichtflüchtige Speicher 302 als aus dem Feldgerät 300 entnehmbares Speichermodul ausgebildet sein, beispielsweise als SD-Karte oder als USB-Stick. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung kann der nichtflüchtige Speicher mit den darauf gespeicherten Daten aus dem Feldgerät 300entnommen werden, um Daten zu einem anderen System zu transportieren. Beispielsweise kann die SD-Karte oder der USB-Stick mit der darauf gespeicherten Kopie 320 der Gerätebeschreibungsdatei zu einer Steuereinheit SPS oder einem Hostsystem H transportiert und dort eingelesen werden.
  • Der nichtflüchtige Speicher 302 kann beispielsweise als EEPROM (Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory), als FRAM (Ferroelectric Random Access Memory) oder als Flash-Speicher ausgebildet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der nichtflüchtige Speicher 302 als Flash-Speicher realisiert. Bei dieser Ausführungsform können die im nichtflüchtigen Speicher 302 gespeicherten Module aktualisiert werden, indem eine Flash-Aktualisierung des gesamten nichtflüchtigen Speichers 302 oder von Teilbereichen des nichtflüchtigen Speichers 302 durchgeführt wird. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, eine Vorgängerversion der Betriebssoftware 304 durch eine Nachfolgeversion zu ersetzen. Bei der Nachfolgeversion der Betriebssoftware kann es sich beispielsweise um eine aktualisierte Version der Betriebssoftware handeln, die einen gegenüber der Vorgängerversion erweiterten Funktionsumfang aufweist. Ebenso kann im Rahmen einer Flash-Aktualisierung der Konfigurator 305, die Gerätelogik 306 und auch der Generator 310 durch eine Nachfolgeversion ersetzt werden.
  • Nach Durchführung einer Flash-Aktualisierung ist die im flüchtigen Speicher 303 gespeicherte spezifische Gerätebeschreibungsdatei 317 im Regelfall nicht mehr aktuell. Nach Durchführung einer Flash-Aktualisierung erzeugt der Generator 310 daher eine aktuelle Version der spezifischen Gerätebeschreibungsdatei 317 und speichert diese im flüchtigen Speicher 303 ab, von wo aus sie in den nichtflüchtigen Speicher 302 kopiert werden kann. Der Generator 310 kann dazu ausgelegt sein, die aktuelle Version der Gerätebeschreibungsdatei 317 jeweils automatisch zu erzeugen. Alternativ kann vor dem Erzeugen der aktuellen Version jeweils beim Benutzer angefragt werden, ob die aktuelle Version der Gerätebeschreibungsdatei erzeugt werden soll.
  • Alternativ zu dem Fall, dass eine Vorgängerversion der Betriebssoftware 304 durch eine aktuellere Version der Betriebssoftware ersetzt wird, ist aber auch der Fall denkbar, dass der Benutzer absichtlich eine frühere Version der Betriebssoftware auf ein modernes Feldgerät aufspielen will, um das Feldgerät an den Rest seines Feldbussystems anzupassen. Auch in diesem Fall würde durch das Aufspielen der Betriebssoftware automatisch die Erzeugung einer zur Softwareversion passenden Gerätebeschreibungsdatei ausgelöst.
  • Die Erzeugung der Gerätebeschreibungsdatei auf dem Feldgerät 300 hat den Vorteil, dass der Generator 310 stets unmittelbar über Aktualisierungen der Betriebssoftware 304 und/oder des Konfigurators 305 in Kenntnis gesetzt wird und durch derartige Aktualisierungen dazu veranlasst werden kann, umgehend eine aktuelle Version der Gerätebeschreibungsdatei zu erzeugen. Durch die Anordnung des Generators 310 auf dem nichtflüchtigen Speicher 302 kann erreicht werden, dass durch ein Update der Betriebssoftware 304 und/oder des Konfigurators 305 automatisch eine Neuerstellung der spezifischen Gerätebeschreibungsdatei 317 ausgelöst wird. Auf ähnliche Weise kann auch dann, wenn der Benutzer die Konfiguration des Feldgeräts 300 ändert, eine Neuerstellung der spezifischen Gerätebeschreibungsdatei 317 veranlasst werden. Dadurch wird sichergestellt, dass es sich bei der durch das Feldgerät 300 zur Verfügung gestellten Gerätebeschreibungsdatei stets um eine aktuelle Version handelt, die dem aktuellen Zustand des Feldgeräts genau entspricht. Wenn diese Version der Gerätebeschreibungsdatei in die Steuerungseinheit SPS für zyklische Dienste oder in das Hostsystem H für azyklische Dienste geladen wird, ist sichergestellt, dass die zur Ansteuerung des Feldgeräts verwendete Gerätebeschreibung dem aktuellen Zustand des Feldgeräts 300 entspricht.
  • In 4 ist ein Kommunikationsablauf zwischen einem Host 400 und einem Feldgerät 401 dargestellt, bei dem die jeweiligen Versionen der Gerätebeschreibungsdatei, die auf Seiten des Hosts 400 und des Feldgeräts 401 vorhanden sind, miteinander abgeglichen werden. Zu Beginn des Kommunikationsablaufs, im Schritt 402, aktiviert der Host 400 das Feldgerät 401, wobei der Host 400 den Datenaustausch mit dem Feldgerät 401 entsprechend einer auf Seiten des Hosts 400 verfügbaren Standard-Gerätebeschreibungsdatei aufsetzt.
  • Auf Seiten des Feldgeräts 401 wird daraufhin im Schritt 403 entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren eine spezifische Gerätebeschreibungsdatei erzeugt und abgespeichert, welche an die Konfiguration des Feldgeräts 401 angepasst ist.
  • Im Schritt 404 teilt der Host 400 die Version der auf Seite des Hosts verwendeten Gerätebeschreibungsdatei dem Feldgerät 401 mit. Im Schritt 405 vergleicht das Feldgerät 401 die auf Seiten des Hosts 400 verwendete Version der Gerätebeschreibungsdatei mit der vom Feldgerät 401 erzeugten Version der Gerätebeschreibungsdatei und beurteilt anhand des Vergleichsergebnisses, wie gut (oder schlecht) die auf Seiten des Hosts 400 vorhandene Version der Gerätebeschreibungsdatei zum Ansteuern des Feldgeräts 401 geeignet ist. Im Schritt 406 teilt das Feldgerät 401 dem Host 400 das Ergebnis des Versionsvergleichs mit. Beispielsweise kann das Feldgerät 401 dem Host 400 mitteilen, dass die auf Seiten des Hosts vorhandene Version der Gerätebeschreibungsdatei das Feldgerät 401 eher gut beschreibt, eher schlecht beschreibt oder völlig ungeeignet ist.
  • Der Host 400 empfängt diese Rückmeldung und entscheidet im Schritt 407, ob er die vom Feldgerät 401 angebotene Version der Gerätebeschreibungsdatei herunterladen soll oder nicht. Falls die vom Feldgerät 401 angebotene Gerätebeschreibungsdatei geladen werden soll, kann optional im Schritt 408 beim Benutzer angefragt werden, ob er oder sie mit dem Herunterladen der Gerätebeschreibungsdatei vom Feldgerät 401 einverstanden ist. Wenn der Benutzer nicht mit dem Herunterladen einverstanden ist, wird der Vorgang abgebrochen. Die Benutzeranfrage kann aber auch weggelassen werden. In diesem Fall startet das Herunterladen automatisch.
  • Im Schritt 409 wird die aktuelle Version der Gerätebeschreibungsdatei vom Feldgerät 401 angefordert. Im darauffolgenden Schritt 410 wird die an die Konfiguration des Feldgeräts 401 angepasste Version der Gerätebeschreibungsdatei vom Feldgerät 401 heruntergeladen und in den Host 400 eingelesen. Der künftige Datenaustausch mit dem Feldgerät 401 erfolgt dann entsprechend dieser Gerätebeschreibungsdatei.
  • Mit Hilfe des in 4 gezeigten Versionsabgleichs kann sichergestellt werden, dass eine auf Seiten des Feldgeräts erzeugte aktuelle Gerätebeschreibungsdatei bemerkt und in die Steuerungseinheit eingebunden wird. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform können sowohl die Erzeugung der Gerätebeschreibungsdatei durch das Feldgerät als auch das Laden der neuen Gerätebeschreibungsdatei durch die übergeordnete Steuereinheit automatisiert ablaufen, wodurch der Benutzer gänzlich davon befreit wird, sich um die jeweiligen Versionen der Gerätebeschreibungsdateien zu kümmern. Gemäß einer alternativen Ausführungsform wird der Benutzer jedes Mal gefragt, bevor eine neue Version der Gerätebeschreibungsdatei erzeugt oder geladen wird.
  • Bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung wurde die Gerätebeschreibungsdatei durch das Feldgerät selbst erzeugt. Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann die Gerätebeschreibungsdatei auch von einer Gerätesimulation erzeugt werden. Bei dieser Gerätesimulation kann es sich beispielsweise um ein ausführbares Programm handeln, welches das Verhalten eines Feldgeräts simuliert und das auf einem PC oder einem Handheld läuft.
  • In 5 ist in einem Ablaufsdiagramm dargestellt, wie durch eine Gerätesimulation eine Gerätebeschreibungsdatei erzeugt werden kann. Im Schritt 500 wird die Gerätesimulation auf einem Rechner gestartet. Im nächsten Schritt 501 wird vom Benutzer eine Konfiguration und Parametrierung des simulierten Feldgeräts vorgenommen. Nach der Durchführung der Gerätekonfiguration erzeugt die Simulation im nächsten Schritt 502 basierend auf der Konfiguration eine Gerätebeschreibungsdatei, die an die Konfiguration des Feldgeräts angepasst ist. In Schritt 503 wird die so erzeugte Gerätebeschreibungsdatei abgespeichert, und zwar entweder im Speicher des Rechners oder aber auf einem entnehmbaren Speichermodul, beispielsweise auf einer SD-Karte oder einem USB-Stick. Anschließend kann die auf dem Speichermodul gespeicherte Gerätebeschreibungsdatei zu einer übergeordneten Einheit für den zyklischen und/oder azyklischen Datenverkehr transportiert und in Schritt 504 dort eingelesen werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 10208530 A1 [0008]
    • - DE 10343670 A1 [0009]

Claims (18)

  1. Feldgerät (300), welches aufweist – einen Konfigurator (305), welcher dazu ausgelegt ist, ausgehend von Benutzervorgaben eine Konfiguration des Feldgeräts (300) durchzuführen, und gekennzeichnet durch – ein Generatormodul (310), welches dazu ausgelegt ist, nach der Konfiguration des Feldgeräts (300) auf Daten zur Konfiguration zuzugreifen, basierend auf den Daten zur Konfiguration eine spezifische Gerätebeschreibungsdatei (317) zu erzeugen, die an die Konfiguration des Feldgeräts (300) angepasst ist, und die spezifische Gerätebeschreibungsdatei (317) abzuspeichern.
  2. Feldgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Konfigurator dazu ausgelegt ist, während der Konfiguration ausgehend von Benutzervorgaben Funktionsmodule des Feldgeräts auszuwählen und miteinander zu verknüpfen.
  3. Feldgerät nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Konfigurator dazu ausgelegt ist, während der Konfiguration Funktionsmodule des Feldgeräts auszuwählen und miteinander zu verknüpfen, die ausgewählten Funktionsmodule des Feldgeräts auf bestimmte Adressbereiche abzubilden und dadurch eine Adressraumbelegung festzulegen.
  4. Feldgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerätebeschreibungsdatei Informationen zu einem oder mehreren von folgenden umfasst: Gerätetyp des Feldgeräts, Gerätekonfiguration des Feldgeräts, Softwareversion des Feldgeräts, Adressraumbelegung des Feldgeräts, Daten zu Parametrierung des Feldgeräts, Daten zu Funktionalitäten des Feldgeräts.
  5. Feldgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Gerätebeschreibungsdatei um eine Gerätebeschreibungsdatei für azyklische Dienste handelt.
  6. Feldgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erzeugte Gerätebeschreibungsdatei als Gerätebeschreibungsdatei für ein Hostsystem ausgelegt ist, wobei die Gerätebeschreibungsdatei eine geeignete Ansteuerung des Feldgeräts durch das Hostsystem mittels azyklischem Datenaustausch ermöglicht.
  7. Feldgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Gerätebeschreibungsdatei um eine Gerätebeschreibungsdatei für zyklische Dienste handelt.
  8. Feldgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erzeugte Gerätebeschreibungsdatei als Gerätebeschreibungsdatei für eine Steuereinheit ausgelegt ist, wobei die Gerätebeschreibungsdatei eine geeignete Ansteuerung des Feldgeräts durch die Steuereinheit mittels zyklischem Datenaustausch ermöglicht.
  9. Feldgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Gerätebeschreibungsdatei um eine Gerätebeschreibungsdatei entsprechend einem der folgenden Standards handelt: Device Description, Enhanced Device Description, Device Type Manager, General Slave Data, Common File Format, Electronic Data Sheet, Generic Station Description Markup Language.
  10. Feldgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Generatormodul dazu ausgelegt ist, die Gerätebeschreibungsdatei entsprechend einer in einem Syntaxmodul festgelegten Syntax zu erzeugen.
  11. Feldgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erzeugte Gerätebeschreibungsdatei über einen Feldbus oder über eine zusätzliche Serviceschnittstelle aus dem Feldgerät auslesbar ist.
  12. Feldgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Generatormodul dazu ausgelegt ist, die spezifische Gerätebeschreibungsdatei in einem Speicher des Feldgeräts abzuspeichern.
  13. Feldgerät nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch mindestens eines von folgenden: – das Feldgerät umfasst einen nichtflüchtigen Speicher, und das Generatormodul ist dazu ausgelegt, die spezifische Gerätebeschreibungsdatei in dem nichtflüchtigen Speicher zu speichern; – das Feldgerät umfasst einen Flash-Speicher, und das Generatormodul ist dazu ausgelegt, die spezifische Gerätebeschreibungsdatei in dem Flash-Speicher zu speichern; – das Feldgerät umfasst ein entnehmbares Speichermodul, und das Generatormodul ist dazu ausgelegt, die spezifische Gerätebeschreibungsdatei auf dem entnehmbaren Speichermodul zu speichern; – das Feldgerät umfasst eine SD-Karte oder einen USB-Stick, und das Generatormodul ist dazu ausgelegt, die spezifische Gerätebeschreibungsdatei auf der SD-Karte oder dem USB-Stick zu speichern; – das Feldgerät umfasst einen flüchtigen Speicher, und das Generatormodul ist dazu ausgefegt, die spezifische Gerätebeschreibungsdatei im flüchtigen Speicher des Feldgeräts abzuspeichern; – das Feldgerät umfasst einen flüchtigen Speicher und einen nichtflüchtigen Speicher, und das Generatormodul ist dazu ausgelegt, die Gerätebeschreibungsdatei in dem flüchtigen Speicher des Feldgeräts zu erzeugen und anschließend in den nichtflüchtigen Speicher des Feldgeräts zu kopieren.
  14. Feldgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch mindestens eines von folgenden: – das Generatormodul ist dazu ausgelegt, jeweils bei Vorliegen einer neuen Betriebssoftwareversion eine aktuelle Version der Gerätebeschreibungsdatei zu erstellen und abzuspeichern; – das Generatormodul ist dazu ausgelegt, jeweils bei Vorliegen einer neuen Betriebssoftwareversion automatisch eine Erzeugung einer aktuellen Version der Gerätebeschreibungsdatei anzustoßen; – das Generatormodul ist dazu ausgelegt, jeweils bei einer Neukonfiguration des Feldgeräts eine aktuelle Version der Gerätebeschreibungsdatei zu erstellen und abzuspeichern; – das Feldgerät umfasst einen Flash-Speicher, und das Generatormodul ist dazu ausgelegt, jeweils nach einer Flash-Aktualisierung des Flash-Speichers automatisch eine aktuelle Version der Gerätebeschreibungsdatei zu erzeugen und abzuspeichern; – das Feldgerät umfasst einen Flash-Speicher, und das Generatormodul wird durch eine Flash-Aktualisierung des Flash-Speichers veranlasst, eine aktuelle Version der Gerätebeschreibungsdatei zu erzeugen und abzuspeichern.
  15. Feldgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Generatormodul erzeugte spezifische Gerätebeschreibungsdatei mittels eines eindeutigen Produktcodes als zu dem Feldgerät gehörig gekennzeichnet ist.
  16. Gerätesimulation zur Simulation eines Feldgeräts, welche aufweist – einen Konfigurator, welcher dazu ausgelegt ist, ausgehend von Benutzervorgaben eine Konfiguration der Gerätesimulation durchzuführen, gekennzeichnet durch – ein Generatormodul, welches dazu ausgelegt ist, nach der Konfiguration der Gerätesimulation auf Daten zur Konfiguration zuzugreifen, basierend auf den Daten zur Konfiguration eine spezifische Gerätebeschreibungsdatei zu erzeugen, die an die Konfiguration des Feldgeräts angepasst ist, und die spezifische Gerätebeschreibungsdatei abzuspeichern.
  17. Verfahren zur automatisierten Erzeugung einer Gerätebeschreibungsdatei (317) in einem Feldgerät (300) oder in einer Simulation eines Feldgeräts, welches aufweist: – Konfigurieren des Feldgeräts (300) oder des simulierten Feldgeräts entsprechend von Benutzervorgaben; – nach der Konfiguration, Zugreifen auf Daten zur Konfiguration des Feldgeräts (300) oder des simulierten Feldgeräts durch ein Generatormodul (310), und – basierend auf den Daten zur Konfiguration, Erzeugen und Abspeichern einer spezifischen Gerätebeschreibungsdatei (317), die an die Konfiguration des Feldgeräts (300) oder des simulierten Feldgeräts angepasst ist, durch das Generatormodul (310).
  18. Verfahren nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch folgende Schritte: – Ansteuern des Feldgeräts basierend auf einer Standard-Gerätebeschreibungsdatei durch ein Hostsystem; – auf Seiten des Feldgeräts, Vergleichen der vom Hostsystem verwendeten Standard-Gerätebeschreibungsdatei mit der vom Generatormodul erzeugten spezifischen Gerätebeschreibungsdatei; – Rückmelden des Vergleichsergebnisses an den Host; – auf Seiten des Hosts, Entscheiden, ob die spezifische Gerätebeschreibungsdatei vom Feldgerät geladen werden soll, und falls ja, Laden der spezifischen Gerätebeschreibungsdatei vom Feldgerät.
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