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DE102009026452A1 - Auslösehebel mit einer ein öffnendes Moment für die Drehfalle erzeugenden Kontur bei Mehrklinken-Gesperre - Google Patents

Auslösehebel mit einer ein öffnendes Moment für die Drehfalle erzeugenden Kontur bei Mehrklinken-Gesperre Download PDF

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DE102009026452A1
DE102009026452A1 DE102009026452A DE102009026452A DE102009026452A1 DE 102009026452 A1 DE102009026452 A1 DE 102009026452A1 DE 102009026452 A DE102009026452 A DE 102009026452A DE 102009026452 A DE102009026452 A DE 102009026452A DE 102009026452 A1 DE102009026452 A1 DE 102009026452A1
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Serkan Dipl.-Ing. Gülkan
Karsten Dipl.-Ing. Barth
Ulrich Dipl.-Ing. Weichsel
Ömer Dipl.-Ing. Inan
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Kiekert AG
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B85/00Details of vehicle locks not provided for in groups E05B77/00 - E05B83/00
    • E05B85/20Bolts or detents
    • E05B85/24Bolts rotating about an axis
    • E05B85/26Cooperation between bolts and detents

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Schloss für ein Kraftfahrzeug mit einer Drehfalle (2), gekennzeichnet durch ein Bauteil (7), welches die Drehfalle in Richtung geöffnete Stellung drängt, wenn die Drehfalle geöffnet ist und in einer verriegelten Stellung der Drehfalle diese nicht in Richtung geöffnete Stellung drängt. Dadurch wird erreicht, dass beim Schließen einer Kraftfahrzeugtür oder -klappe ein Schließbolzen auch bei fortgeschrittenem Alter des Schlosses zuverlässig auf den vorgesehenen Auftreffpunkt im Einlaufschlitz der Drehfalle auftrifft.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Schloss für ein Kraftfahrzeug mit einem Gesperre aus Drehfalle und wenigstens einer Sperrklinke für ein Blockieren der Drehfalle. Die Drehfalle kann zwischen einer geöffneten Stellung und wenigstens einer verriegelten Stellung hin und her gedreht werden. Die Drehfalle ist geöffnet, wenn ein Schließbolzen einer Kraftfahrzeugtür oder einer Klappe eines Kraftfahrzeugs in den Einlaufschlitz der Drehfalle bis zu einem vorgesehenen Auftreffpunkt gebracht werden kann, was in der Praxis durch das Zuschlagen einer Kraftfahrzeugtür oder einer Kraftfahrzeugklappe geschieht. Bei einer geöffneten Stellung der Drehfalle kann ein im Einlaufschlitz befindlicher Schließbolzen aus dem Einlaufschlitz heraus bewegt werden, um so ein Tür oder Klappe eines Kraftfahrzeugs zu öffnen. Eine verriegelte Stellung der Drehfalle liegt vor, wenn die Drehfalle durch eine Sperrklinke daran gehindert wird, in Richtung geöffnete Stellung gedreht zu werden.
  • Wird eine Kraftfahrzeugtür oder eine Kraftfahrzeugklappe bei geöffneter Stellung der Drehfalle zugeschlagen, so gelangt ein an der Tür oder Klappe geeignet angebrachter Schließbolzen in den Einlaufschlitz der Drehfalle hinein, trifft schließlich auf einen Auftreffpunkt innerhalb des Einlaufschlitzes auf und übt auf diesen dann eine Kraft auf, wodurch die Drehfalle in eine Verriegelungsstellung gedreht werden kann. In der Regel gibt es zwei Verriegelungsstellungen, nämlich eine sogenannte Vorrast und eine sogenannte Hauptrast. Erreicht eine Drehfalle die Vorrast, so ist das Schloss zwar verriegelt. Die Tür oder Klappe kann dann aber noch weiter zugedrückt werden, um so die Hauptrast zu erreichen. Befindet sich eine Drehfalle in der Hauptraststellung, so ist eine Tür oder Klappe eines Kraftfahrzeugs bestimmungsgemäß vollständig verschlossen.
  • Soll ein Schloss entriegelt werden, so wird wenigstens eine Sperrklinke so von der Drehfalle gelöst, dass sich die Drehfalle in die geöffnete Stellung zurück drehen kann.
  • Regelmäßig ist eine solche Drehfalle mittels einer Feder so vorgespannt, dass diese nach dem Lösen einer Sperrklinke in Richtung geöffnete Stellung selbständig zurückdreht. Das Zurückdrehen kann aber alternativ oder ergänzend durch Zurückbewegen des Schließbolzens bewirkt werden.
  • Eine Schloss der eingangs beschriebenen Art ist insbesondere aus der DE 10 2007 003 948 A1 bekannt. Das hieraus bekannte Schloss weist eine Sperrklinke für eine Vorrast und eine Sperrklinke für die Hauptrast auf. Die Sperrklinke für die Hauptrast wird durch einen Blockadehebel blockiert, wenn die Drehfalle die Hauptrast erreicht. Die verriegelnde Wirkung der Sperrklinke bleibt aufgrund des Blockadehebels erhalten, obwohl durch die Drehfalle ein Drehmoment in die Sperrklinke eingeleitet wird, welches die Sperrklinke aus der verriegelnden Stellung drängt. Um die Blockade aufzuheben, ist vorgesehen, zunächst den Blockadehebel durch Betätigen der Sperrklinke für die Vorrast geeignet zu drehen. Das erfindungsgemäße Schloss kann eine oder mehrere Merkmale des aus der DE 10 2007 003 948 A1 bekannten Schlosses umfassen.
  • Es ist wünschenswert, dass die Drehfalle stets die identische Lage in der geöffneten Stellung einnimmt, damit ein Schließbolzen exakt auf den planmäßig vorgesehen Auftreffpunkt im Einlaufschlitz einer Drehfalle auftrifft, wenn eine entsprechende Tür oder Klappe eines Fahrzeugs geschlossen wird. Trifft der Schließbolzen nicht exakt auf den planmäßig vorgesehenen Auftreffpunkt auf, so kann ein übermäßiges Schließgeräusch auftreten.
  • Ein Schließbolzen trifft nicht auf den planmäßig vorgesehenen Auftreffpunkt auf, wenn die Drehfalle nicht vollständig, d. h. bis zu einem dafür vorgesehenen Anschlag in die geöffnete Stellung gedreht wurde. Vor allem mit zunehmender Betriebsdauer eines Schlosses steht aufgrund von Verschleißerscheinungen zu befürchten, dass die Drehfalle nicht mehr zuverlässig in die vollständig geöffnete Stellung gedreht wird, wenn eine Tür oder Klappe eines Kraftfahrzeugs geöffnet wird.
  • Eine naheliegende Maßnahme, mit der verbessert sichergestellt werden kann, dass eine Drehfalle zuverlässig vollständig beim Öffnen einer Tür oder Klappe in die geöffnete Stellung gedreht wird, besteht darin, die Drehfalle durch eine Feder geeignet stärker vorzuspannen. Das Vorhandensein einer großen Vorspannung ist zwar erwünscht, um eine Drehfalle von einer Verriegelungsstellung in die vollständig geöffnete Stellung zu drehen. Das Vorhandensein einer hohen Vorspannung ist allerdings in der Regel störend, wenn die Drehfalle von einer geöffneten Stellung in eine Verriegelungsstellung gedreht werden soll.
  • Mit der vorliegenden Erfindung soll ein Schloss für ein Kraftfahrzeug geschaffen werden, bei dem übermäßige Schließgeräusche vermieden werden.
  • Zur Lösung der Aufgabe umfasst das Schloss ein Bauteil, welches eine Kraft auf die Drehfalle ausübt, die die Drehfalle in Richtung geöffnete Stellung drängt, wenn die Drehfalle geöffnet ist, also sich in einer geöffneten Stellung befindet, welches aber diese Kraft in einer verriegelten Stellung nicht ausübt. Im Unterschied zu einer Feder, die eine Drehfalle vorspannt, übt das Bauteil also nicht ständig eine solche Kraft auf die Drehfalle aus, die die Drehfalle in Richtung geöffnete Stellung drängt. Erfindungsgemäß steht damit ein Mittel zur Verfügung, welches einerseits dazu beiträgt, dass eine Drehfalle zuverlässig die vollständig geöffnete Stellung erreicht. Im Unterschied zu einer Feder, mit der eine Drehfalle in bekannter Weise in Richtung geöffnete Stellung vorgespannt werden kann, drängt dieses Bauteil die Drehfalle allerdings nicht ständig in Richtung geöffnete Stellung und wirkt somit nicht ständig sowie mit zunehmender Kraft einem Drehen der Drehfalle von der geöffneten Stellung in eine verriegelte Stellung entgegen. Da aufgrund des Bauteils die Drehfalle zuverlässig die vollständig geöffnete Stellung erreicht, wenn eine zugehörige Tür oder Klappe eines Fahrzeugs geöffnet wird, wird sichergestellt, dass beim Schließen der Tür oder Klappe der entsprechende Schließbolzen exakt auf den vorgesehenen Auftreffpunkt auftrifft. Übermäßige Schließgeräusche werden daher durch die Erfindung auch langfristig vermieden, ohne die Drehfalle in bekannter Weise hinreichend stark vorspannen zu müssen.
  • In einer Ausführungsform der Erfindung umfasst das Bauteil einen Abschnitt einer Kontur, der aufgrund einer vorgespannten Feder gegen einen Anschlag der Drehfalle so drückt, dass hierdurch die Drehfalle in die vollständig geöffnete Stellung gedrängt bzw. gedrückt wird, wenn die Drehfalle geöffnet ist, sich also im eingangs genannten Sinn in einer geöffneten Stellung befindet. Wird die Drehfalle von einer geöffneten Stellung in Richtung Verriegelungsstellung gedreht, so wird dadurch der Anschlag der Drehfalle von diesem Konturabschnitt wegbewegt. Ist der Anschlag von dem Konturabschnitt wegbewegt worden, so entfällt damit die Kraft, die die Drehfalle in Richtung vollständig geöffnete Stellung drängt. Diese Kraft wirkt dann einem Drehen der Drehfalle in Richtung Verriegelungsstellung nicht mehr entgegen.
  • In einer Ausführungsform der Erfindung ist der vorgenannte Konturabschnitt so angeordnet, dass der Anschlag im Wesentlichen senkrecht relativ zu der Kraft, die die Drehfalle in die vollständig geöffnete Position drängt, bewegt werden muss, um von dem Konturabschnitt wegbewegt zu werden. Es muss dann eine nur relativ geringe Kraft aufgewendet werden, um die Drehfalle von einer geöffneten Stellung in eine Verriegelungsstellung zu drängen, weil im Wesentlichen lediglich nur eine Reibungskraft zu überwinden ist, nicht aber die Kraft, die die Drehfalle in die vollständig geöffnete Position drängt. Im Wesentlichen „senkrecht” meint, dass der Winkel nicht exakt 90° betragen. Ein solcher Winkel kann also beispielsweise um bis zu 20° von einer Senkrechten abweichen. Bei dieser Ausführungsform darf das Wegbewegen nicht entgegengesetzt oder im Wesentlichen entgegengesetzt zur Kraftrichtung erfolgen, mit der der Konturabschnitt gegen den Anschlag drückt.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung geht der Konturabschnitt, der die Drehfalle in Richtung vollständig geöffnete Stellung drängt, in einen angrenzenden Konturabschnitt über, der die Drehfalle in Richtung Verriegelungsstellung drängt. Dieser angrenzende Konturabschnitt wird wirksam, wenn die Drehfalle von dem Konturabschnitt wegbewegt wird, der die Drehfalle in Richtung vollständig geöffnete Stellung drängt. Diese Ausführungsform erleichtert das Verriegeln der Schloss, wenn eine Tür oder eine Klappe eines Kraftfahrzeugs verschlossen wird.
  • Eine Feder, die die Drehfalle so vorspannt, dass dadurch die Drehfalle ständig in Richtung geöffnete Stellung gedrängt wird, ist nicht erforderlich, damit die Drehfalle zuverlässig die vollständig geöffnete Stellung erreicht, wenn eine zugehörige Tür oder Klappe geöffnet wird. Durch das Öffnen wird nämlich bereits sichergestellt, dass die Drehfalle soweit gedreht wird, dass eine geöffnete Stellung eingenommen wird. Sobald diese geöffnete Stellung, die unvermeidlich durch das Öffnen eingenommen wird, erreicht wird, drängt bei dieser Ausführungsform das erfindungsgemäße Bauteil die Drehfalle in die vollständig geöffnete Stellung.
  • In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Bauteil mit dem Konturabschnitt eine Sperrklinke. Es wird dann kein zusätzliches Bauteil benötigt, um die Drehfalle in Richtung vollständig geöffnete Stellung zu drängen, wenn die Drehfalle eine geöffnete Stellung erreicht.
  • In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Drehfalle durch eine Feder so vorgespannt, dass diese die Drehfalle ständig in Richtung geöffnete Stellung drängt. Das Vorsehen dieser Feder unterstützt das zuverlässige Erreichen der vollständig geöffneten Stellung, wenn eine zugehörige Tür oder Klappe geöffnet wird. Diese kann relativ schwach vorgespannt sein, da diese ein Drehen der Drehfalle in die vollständig geöffnete Stellung lediglich unterstützen soll.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand der 1 näher beschrieben. 1 zeigt ein Schloss mit einem Trägerelement 1 und einer an dem Trägerelement drehbar angebrachten Drehfalle 2, die um eine Achse 3 von der gezeigten, vollständig geöffneten Stellung in eine Verriegelungsstellung entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn gedreht werden kann, um das Schloss zu verriegeln. Das Trägerelement ist mit einem Einlaufschlitz 1a versehen, der sich nach außen trichterförmig öffnet, damit ein Schließbolzen zuverlässig in den Einlaufschlitz 1a hinein gelangen kann. Das Trägerelement besteht aus Metall und kann Teil eines Gehäuses für das Schloss sein. Die Drehfalle besteht im Wesentlichen ebenfalls aus Metall. Teilweise ist die Drehfalle mit einer Kunststoffoberfläche 2a versehen. Das Schloss weist eine Sperrklinke 4 auf, die bei Erreichen der Vorrast die Drehfalle daran hindert, in Richtung geöffnete Stellung zurück zu drehen. Die aus Metall bestehende Sperrklinke 4 für die Vorrast kann um eine Achse 5 gedreht werden. Aufgrund einer nicht gezeigten Feder gibt es eine Vorspannung, die eine seitliche Kontor der Sperrklinke 4 gegen einen vorstehenden Bolzen 6 der Drehfalle drückt, wenn sich die Drehfalle in einer geöffneten Stellung befindet. Die Kraft, die so von der Sperrklinke 4 für die Vorrast auf die Drehfalle 2 ausgeübt wird, drückt in Richtung des Pfeils 10 und erzeugt bei der Drehfalle 2 ein Drehmoment, welches die Drehfalle in Richtung vollständig geöffnete Stellung drängt. Die Drehfalle 2 hat die vollständig geöffnete Stellung erreicht, wenn diese auf eine weitere Sperrklinke 7 auftrifft, die als Anschlag dient. In der Figur wird die Sicht auf den Anschlag durch die Sperrklinke für die Vorrast verdeckt. Die weitere Sperrklinke 7 liegt in der Figur also unterhalb der Sperrklinke 4 für die Vorrast und kann um die gleiche Achse 5 gedreht werden, um die bereits die Sperrklinke 4 für die Vorrast gedreht werden kann. Die weitere Sperrklinke 7 verriegelt die Drehfalle 2, wenn diese die Hauptrast erreicht. Diese für die Hauptrast vorgesehene Sperrklinke 7 besteht überwiegend aus Metall und ist teilweise mit einem Kunstelement 7a versehen. Die grundsätzliche Anordnung sowie das Verriegeln der Drehfalle in der Vorrast bzw. in der Hauptrast wird bereits in der DE 10 2007 003 948 A1 beschrieben, deren Offenbarungsgehalt hiermit mit einbezogen wird. Indem die weitere Sperrklinke 7 für die Hauptrast als Anschlag für die Drehfalle dient, wird vermieden, einen Anschlag für die Drehfalle gesondert bereitstellen zu müssen, was Kosten verursachen würde. Das Schloss weist ferner einen Blockadehebel 8 auf, mit dem die Sperrklinke für die Hauptrast aus den in der DE 10 2007 003 948 A1 beschriebenen Gründen blockiert wird. Der Blockadehebel 8 besteht zumindest überwiegend aus Metall, kann aber auch mit Kunststoffelementen ergänzt worden sein. Der Blockadehebel 8 kann um die Achse 9 gedreht werden. Bei der in der Figur gezeigten Ausführungsform dient ein Haken 8a des Blockadehebels 8 der Aufnahme eines Hakens 7b der Sperrklinke 7 für die Hauptrast. Der Haken 8a begrenzt so eine Drehen der Hauptrast-Sperrklinke 7 im Uhrzeigersinn. Die Hauptrast-Sperrklinke 7 kann daher als dann ruhender Anschlag für die Drehfalle dienen.
  • Wird die Drehfalle von der in der Figur gezeigten geöffneten Stellung entgegen dem Uhrzeigersinnn in Richtung Vorrast und Hauptrast gedreht, so gleitet der Bolzen 6 der Drehfalle entlang des seitlichen, ca. 2 bis 10 mm langen Konturabschnitts der Sperrklinke 4 für die Vorrast und zwar im Wesentlichen senkrecht zur Richtung 10 der Kraft, die von der Sperrklinke 4 auf die Drehfalle ausgeübt wird. Der Bolzen 6 verlässt schließlich so den Bereich des seitlichen Konturabschnitts der Sperrklinke 4 für die Vorrast, der dafür Sorge trägt, dass die Drehfalle in Richtung vollständig geöffnete Stellung gedrängt wird. Der Bolzen kann so in einen angrenzenden, beispielsweise 5 bis 15 mm langen Konturabschnitt gelangen, der ein entgegengesetztes Drehmoment bei der Drehfalle bewirkt. Beide vorgenannten Konturabschnitte verlaufen in etwa parallel zur benachbarten unter Kante 1b des Einlaufschlitzes. Da der Bolzen 6 durch die Drehbewegung der Drehfalle bogenförmig bewegt wird, verlaufen entsprechende Konturabschnitte wie in der Figur gezeigt vorzugsweise ebenfalls entsprechend bogenförmig, um so gleichmäßig auf den Bolzen in vorgesehener Weise einzuwirken.
  • Die Konturabschnitte sind vorzugsweise nur wenige Millimeter lang, damit diese nur solange in vorgesehener Weise die Drehfalle in Richtung geöffnete bzw. in Richtung Schließstellung drängen, wie dies zur Erzielung der gewünschten Wirkungen technisch notwendig oder zumindest technisch vorteilhaft ist. So ist die Länge des Konturabschnitts, der die Drehfalle in Richtung geöffnete Stellung drängt, vorzugsweise so kurz gewählt, dass dieser Abschnitt nur dann wirksam wird, sobald die Drehfalle eine geöffnete Stellung erreicht hat. Sobald die Drehfalle von einer geöffneten Stellung in Richtung Schließstellung gedreht wird und die geöffnete Stellung verlässt, wird vorzugsweise der Konturabschnitt wirksam, der die Drehfalle in Richtung Schließstellung drängt.
  • Der Konturabschnitt, der die Drehfalle in Richtung Schließstellung drängt, reicht bevorzugt bis zu einem weiteren Konturabschnitt 4a, der die Drehfalle verriegelt. Der Bolzen 6 liegt dann an diesem Konturabschnitt 4a an und verhindert so ein Zurückdrehen der Drehfalle in Richtung geöffnete Stellung. Bei dieser Ausführungsform drängt also dieser Konturabschnitt die Drehfalle solange in Richtung Schließstellung, bis die Drehfalle durch die Sperrklinke verriegelt ist.
  • Der Konturabschnitt, der die Drehfalle in Richtung geöffnete Stellung drängt, ist in der Regel kürzer als der Konturabschnitt, der die Drehfalle in Richtung Schließstellung drängt. Der Übergang zwischen dem der Konturabschnitt, der die Drehfalle in Richtung geöffnete Stellung drängt, und dem Konturabschnitt, der die Drehfalle in Richtung Schließstellung drängt, kann in Form einer Kante vorliegen. Dies ist aber in der Regel nicht erforderlich und auch nicht erwünscht, da bei Vorliegen einer Kante der Bolzen 6 beim Öffnen oder Schließen der Tür hinter der Kante auf den betreffenden Konturabschnitt aufschlagen und damit ein entsprechendes, unerwünschtes Geräusch erzeugen kann. Der Übergang zum Konturabschnitt 4a hin, der der Verriegelung dient, liegt dagegen wie in der Figur gezeigt in der Regel als Kante vor, um die Drehfalle bei Erreichen dieses Konturabschnitts 4a ohne Zeitverzögerung zu verriegeln.
  • Der für den Schließbolzen vorgesehen Auftreffpunkt 2b innerhalb des Einlaufschlitzes besteht bevorzugt aus Kunststoff, um den Aufprall des Schließbolzen und das damit verbundene Geräusch zu dämpfen. Hinter dem aus Kunststoff bestehenden Auftreffpunkt befindet sich bevorzugt ein kurzer Schlitz 11, der weiter dazu beiträgt, den Aufprall und das damit verbundene Schließgeräusch zu dämpfen. Durch die Erfindung wird sichergestellt, dass ein Schließbolzen auch bei fortgeschrittenem Alter des Schlosses noch zuverlässig auf diesen Auftreffpunkt beim Schließen einer Tür oder Klappe auftrifft.
  • In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Schloss dem Grundsatz nach so aufgebaut, wie es in der deutschen Patentanmeldung DE 10 2008 028 256 beschrieben wird. Der Offenbarungsgehalt dieser Anmeldung wird hiermit in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung mit einbezogen. Das hieraus bekannte Schloss, welches in der Patentanmeldung DE 10 2008 028 256 „Schließvorrichtung” genannt wird, verfügt über ein Gesperre sowie einen Auslösehebel, der während seiner Bewegung mit einem Mitnehmerzapfen einer ersten Sperrklinke zusammenwirkt. Weiter umfasst das Schloss eine seitliche Sperrklinkenfeder, die während des Zusammenwirkens eine Anlage zwischen Mitnehmerzapfen und Auslösehebel bildet. Diese Ausführungsform ermöglicht eine kompakte Bauform und zwar vor allem auch dann, wenn wenigstens eine weitere Sperrklinke vorgesehen ist. Diese wird dann insbesondere auf der Drehachse der ersten Sperrklinke positioniert.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102007003948 A1 [0005, 0005, 0017, 0017]
    • - DE 102008028256 [0023, 0023]

Claims (13)

  1. Schloss für ein Kraftfahrzeug mit einem Gesperre aus Drehfalle (2) und mindestens einer Sperrklinke, gekennzeichnet durch ein Bauteil (7), welches die Drehfalle in Richtung geöffnete Stellung drängt, wenn die Drehfalle geöffnet ist, und welches in einer verriegelten Stellung der Drehfalle die Drehfalle (2) nicht in Richtung geöffnete Stellung drängt.
  2. Schloss nach Anspruch 1, bei dem das Bauteil (7) einen Konturabschnitt aufweist, der aufgrund einer vorgespannten Feder gegen einen Anschlag, insbesondere gegen einen Bolzen (6) der Drehfalle so drückt, dass hierdurch die Drehfalle in die vollständig geöffnete Stellung gedrängt wird, wenn die Drehfalle geöffnet ist.
  3. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem der Konturabschnitt und/oder der Anschlag (6) so beschaffen sind, dass der Anschlag von dem Konturabschnitt weg bewegt wird, wenn die Drehfalle (2) in eine verriegelte Stellung gedreht wird, wobei die Bewegungsrichtung vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht zu der Kraftrichtung erfolgt, in die der Konturabschnitt gegen den Anschlag drückt.
  4. Schloss nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, bei dem an den Konturabschnitt ein Konturabschnitt angrenzt, der die Drehfalle in Richtung verriegelte Stellung zu drängen vermag.
  5. Schloss nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Konturabschnitt, der die Drehfalle in Richtung geöffnete Stellung zu drängen vermag, so dimensioniert ist, dass dieser Konturabschnitt nur dann die Drehfalle in Richtung geöffnete Stellung drängt, wenn die Drehfalle eine geöffnete Stellung einnimmt.
  6. Schloss nach einem der vier vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Konturabschnitt, der die Drehfalle in Richtung verriegelte Stellung drängt, bis zu einem Konturabschnitt (4a) reicht, der die Drehfalle verriegelt.
  7. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Bauteil eine Sperrklinke (4) ist und zwar insbesondere eine Sperrklinke für die Vorrast.
  8. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer so angeordneten Sperrklinke (7), dass diese ein Anschlag für die Drehfalle (2) in der vollständig geöffneten Stellung ist.
  9. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem die Sperrklinke (7) eine Sperrklinke für die Hauptrast ist.
  10. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch mit einem Blockadehebel (8), der die Sperrlinke (7) blockiert, wenn sich die Drehfalle (2) in der Hauptrast befindet.
  11. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem der Blockadehebel das Drehen der Sperrklinke (7) für die Hauptrast begrenzt und zwar insbesondere mit Hilfe von Haken (8a, 7b).
  12. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Drehfalle (2) einen aus Kunststoff bestehenden Auftreffpunkt (2b) für einen Schließbolzen mit einem angrenzenden Schlitz (11) umfasst.
  13. Kraftfahrzeug mit einem Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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