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Die
Erfindung bezieht sich in einem ersten Aspekt auf ein Stereomikroskop
zum Abbilden eines Objektes, wobei das Stereomikroskop aufweist:
einen Abbildungsstrahlengang, der ein Objektiv, welches eine optische
Achse aufweist, und diesem nachgeordnet einen linken und einen rechten
Stereostrahlengang umfaßt, wobei jeder Stereostrahlengang
eine optische Achse aufweist und das Objekt auf eine Bildempfangseinrichtung
abbildet, wobei die optischen Achsen der Stereostrahlengänge
zumindest abschnittsweise zur optischen Achse des Objektives parallel
verlaufen und in diesem Abschnitt voneinander um einen Abstand beabstandet
sind, der einen Stereowinkel der Abbildung des Objektes festlegt.
Die Erfindung bezieht sich im ersten Aspekt weiter auf ein Stereomikroskop
zum Abbilden eines Objektes, wobei das Stereomikroskop aufweist:
einen linken und einen rechten Stereostrahlengang, die eine optische
Achse aufweisen, wobei jeder Stereostrahlengang eine Bildempfangseinrichtung
aufweist, auf die der Stereostrahlengang das Objekt abbildet, wobei
die optischen Achsen der Stereostrahlengänge bezogen auf
das Objekt zueinander in einem Winkel liegen, der einen Stereowinkel
der Abbildung des Objektes festlegt.
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Die
Erfindung bezieht sich in einem zweiten Aspekt auf ein Stereomikroskop
zum Abbilden eines Objektes, wobei das Stereomikroskop aufweist:
einen Abbildungsstrahlengang, der ein Objektiv und dem Objektiv
in Abbildungsrichtung nachgeordnet einen linken und rechten Stereostrahlengang
aufweist, wobei jeder Stereostrahlengang das Objekt auf eine Bildempfangseinrichtung
abbildet, wobei zusätzlich ein Monostrahlengang vorgesehen
ist, der durch das Objektiv das Objekt abbildet, und wobei dem Objektiv in
Abbildungsrichtung ein Parallelstrahlengang folgt und in diesem
eine Strahlteilereinrichtung angeordnet ist, welche die Stereostrahlengänge
abteilt.
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Stereomikroskope
sind seit über hundert Jahren bekannt. Das erste Stereomikroskop
wurde 1882 von Greenough vorgeschlagen. Es besteht im wesentlichen
aus zwei unter einem Winkel zueinander geneigten Mikroskopen, wobei
der Winkel, den die Mikroskope zueinander haben, den Stereowinkel festlegt.
Ein Beispiel für eine Weiterbildung dieses Mikroskoptyps
findet sich in der
DE 19722726 der Anmelderin,
bei der vorteilhaft ein DMD eingesetzt wird, um eine kompakte Bauweise
zu erreichen.
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Ein
weiterer Mikroskoptyp sind die erstmals 1924 von Carl Zeiss Jena
realisierten Fernrohrlupen-Stereomikroskope, bei der hinter einem
gemeinsamen Objektiv zwei Teilbündel entsprechend Stereostrahlengängen
isoliert werden und mit entsprechenden Tubussystemen in Okulare
abgebildet werden. Ein solcher Fernrohrlupen-Typ ist beispielsweise
in der
DE 3546915 C2 beschrieben.
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Stereomikroskope
haben sich insbesondere im Bereich der Operationsmikroskopie als
vorteilhaft erwiesen. Aus diesem Gebiet ist es auch bekannt, ein Stereomikroskop
mit elektronischem Bildaufnehmer zu verwenden. Hierzu sei exemplarisch
auf die
US 6525878 verwiesen.
Dort ist einer Optik einer Bildempfangseinrichtung nachgeordnet,
wobei mit geeigneten Blenden auf dem Bildaufnehmer die linken und rechten
Teilbilder erzeugt werden. Ein weiteres Operationsmikroskop ist
aus der
DE 10203215
A1 bekannt, bei der eine Stereokamera in Kombination mit gemeinsamer
vorgeordneter Mikroskopoptik eingesetzt wird.
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Der
natürliche Stereowinkel für das menschliche Sehen
liegt im Bereich von 13°. Er ergibt sich aus anatomischen
und optischen Parametern des Menschen, insbesondere aus der konventionellen Sehweite
von 25,0 cm und einem typischen mittleren Augenabstand von 5,7 cm.
Hiervon abweichende Stereowinkel können vorteilhaft sein,
so z. B. für die Gewinnung stereoskopischer Bilder bei
durch Objekt bzw. durch Hilfsmittel eingeschränkten Beobachtungssituationen,
wie z. B. in engen Kanälen, oder stereoskopische Abbildung über
kleine Strahlumlenkspiegel (z. B. Dreispiegelkontaktglas am Auge). Hier
besteht das Ziel u. U. bei erweiterter Pupille den peripheren Bereich
der Netzhaut in seiner Tiefenausdehnung zu beurteilen. Einem ersten
Aspekt der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Stereomikroskop
der genannten Art bezüglich des Stereowinkels zu verbessern.
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Diese
Aufgabe des ersten Aspekts wird in einer ersten Variante gelöst
mit einem Stereomikroskop zum Abbilden eines Objektes, wobei das
Stereomikroskop aufweist: einen Abbildungsstrahlengang, der ein
Objektiv, welches eine optische Achse aufweist, und diesem nachgeordnet
einen linken und einen rechten Stereostrahlengang umfaßt,
wobei jeder Stereostrahlengang eine optische Achse aufweist und
das Objekt auf eine Bildempfangseinrichtung abbildet, wobei die
optischen Achsen der Stereostrahlengänge zumindest abschnittsweise
zur optischen Achse des Objektives parallel verlaufen und in diesem
Abschnitt voneinander um einen Abstand beabstandet sind, der einen
Stereowinkel der Abbildung des Objektes festlegt, wobei eine Verstellmechanik vorgesehen
ist, welche den Abstand durch Verschieben der Bildempfangseinrichtungen
quer zur optischen Achse der zugeordneten Stereostrahlengänge verstellt.
Die Erfindung sieht also bei einem Stereomikroskop vom Fernrohrlupen-Typ
eine Verstellmechanik vor, welche durch Verschieben der Bildempfangseinrichtungen
quer zu ihrer entsprechenden optischen Achse den Abstand zur optischen
Achse des (gemeinsamen) Objektivs und damit im Ergebnis den Stereowinkel
verstellt.
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Die
Aufgabe des ersten Aspekts wird in einer zweiten Erfindungsvariante
gelöst mit einem Stereomikroskop zum Abbilden eines Objektes,
wobei das Stereomikroskop aufweist: einen linken und einen rechten
Stereostrahlengang, die eine optische Achse aufweisen, wobei jeder
Stereostrahlengang eine Bildempfangseinrichtung aufweist, auf die
der Stereostrahlengang das Objekt abbildet, wobei die optischen
Achsen der Stereostrahlengänge bezogen auf das Objekt zueinander
in einem Winkel liegen, der einen Stereowinkel der Abbildung des
Objektes festlegt, und wobei eine Verstellmechanik vorgesehen ist,
welche den Winkel durch Verschwenken der optischen Achsen der Stereostrahlengänge
verstellt.
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Bei
einem Stereomikroskop von Greenough-Typ ist also erfindungsgemäß eine
Verstellmechanik zum Verschwenken der Stereostrahlengänge
vorgesehen, um so den für den Stereowinkel maßgeblichen
Winkel einzustellen.
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Durch
die erfindungsgemäß vorgesehene Verstellmechanik
kann nun der Stereowinkel auf den für eine Anwendung optimalen
Wert eingestellt werden. So kann es für manche Anwendungen,
z. B. in eingeschränkten Beobachtungssituationen, vorteilhaft
sein, unter einem Stereowinkel, der vom physiologisch optimalen
Wert von etwa 13° abweicht, zu arbeiten. Eine solche Anwendung
findet sich beispielsweise in der Ophthalmologie, wo beispielsweise
der periphere Bereich der Netzhaut in seiner Tiefenausdehnung beurteilt
werden soll. Eine Verminderung des Stereowinkels geht natürlich
auf Kosten des Stereoeindrucks. Allerdings kann auch ein verminderter Stereoeindruck
immer noch hilfreicher sein, als ein Ausschluß stereoskopischer
Betrachtung, so daß eine verminderte Tiefenwahrnehmung
unter bestimmten Bedingungen vorteilhaft in Kauf zu nehmen ist.
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Weiter
erlaubt die erfindungsgemäße Verstellung in Fällen,
in denen keine anwendungsbedingte Begrenzungen für den
Stereowinkel gegeben sind, den ergonomisch optimalen Stereowinkel
einzustellen. Diese Einstellung kann insbesondere unter Berücksichtigung
des physiologischen Zusammenhangs zwischen Augenkonvergenz und Unendlich-Sehen
an die aktuelle Einstellung des Mikroskops angepaßt werden.
Ohne optische Instrumente stellt die Augenkonvergenz bei der Betrachtung
von Objekten in der Nähe sicher, daß keine Doppelbildwahrnehmung
auftritt. Die Augenkonvergenz ist deshalb in einem neurophysiologischen
Regelkreis mit dem Mechanismus zur Nahstellung des optischen Systems
des Auges, d. h. der Akkomodation, gekoppelt. Zu diesem Regelkreis
gehört auch die Verengung der Pupille, weshalb von einem „Naheinstellungstrias” gesprochen
wird.
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Dieser
physiologische Regelkreis kann beim erfindungsgemäßen
Mikroskop nun beachtet werden, d. h. der Akkomodationszustand, den
das Auge des Betrachters einnimmt, kann bei der Wahl des Stereowinkels
berücksichtigt werden. Es ist deshalb in einer Weiterbildung
der Erfindung eine Betrachtungseinrichtung, z. B. ein Stereookular,
vorgesehen, das eine Anzeige für die von den Bildempfangseinrichtungen
aufgenommenen Bilder hat, wobei vorzugsweise zusätzlich
eine Steuereinrichtung vorgesehen ist, welche mit, der Betrachtungseinrichtung der
Bildempfangseinrichtung und der Verstellmechanik verbunden ist und
die Verstellmechanik abhängig vom Einstellungszustand der
Betrachtungseinrichtung der Bildempfangseinrichtung ansteuert. Dadurch
kann ein Stereowinkel eingestellt werden, der dem natürlichen
Konvergenzwinkel, welcher zum Akkomodationszustand, der an der Bildbetrachtungseinrichtung
eingestellt ist, möglichst am besten paßt.
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Die
Verschiebung des parallel verlaufenden Abschnittes der optischen
Achse der Stereostrahlengänge ist besonders einfach, wenn
die Stereostrahlengänge im Sinne eines herkömmlichen
mikroskopischen Tubusstrahlengangs ausgebildet sind, also jeweils
ein Tubussystem mit Tubusoptik aufweisen, so daß zwischen
der Tubusoptik jedes Stereostrahlenganges und dem beiden Stereostrahlengängen
gemeinsamen Objektiv ein Parallelstrahlengang besteht. Diese Ausbildung
der ersten Variante der Erfindung ermöglicht es, durch
einfaches Verschieben der Tubusoptik samt nachgeordneter Optik des
Stereostrahlenganges oder durch einfache Verschiebung der Bildempfangseinrichtung
gegenüber der Tubusoptik des jeweiligen Stereostrahlenganges
den Abstand der optischen Achse des Stereostrahlenganges zur optischen
Achse des Objektives und damit den Stereowinkel einzustellen, der
sich insgesamt durch den Abstand der optischen Achsen der Stereostrahlengänge
ergibt.
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Für
diese Ausgestaltung ist es weiter zweckmäßig,
wenn die Parallelstrahlengänge der Stereostrahlengänge
jeweils einen Querschnitt aufweisen, der kleiner ist, als der der
Apertur- bzw. Öffnungsblende des Objektivs, und die Verstellmechanik
die Parallelstrahlengänge innerhalb der Aperturblende des
Objektivs verschiebt.
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Nach
dem gemeinsamen Objektiv geben die freien Eingangsdurchmesser der
Stereotubussysteme die Aperturbegrenzung vor. Zusammen mit der Brennweite
des Objektives bestimmt dieser Durchmesser die mögliche
Helligkeit, die Detailauflösung und die Schärfentiefe.
Die Eingangsdurchmesser sind gewissermaßen Öffnungsblenden.
Ein zusätzliches Abblenden mittels einer Blendeneinrichtung
in jedem Tubussystem verringert die Helligkeit und die Auflösung,
verändert den Bildausschnitt nicht und erhöht
die Schärfentiefe. Nichtkonzentrische Flächenmanipulationen
mittels spezieller Blenden (Kantenblenden, dezentrierte Blenden)
können auch zur Veränderung des Stereowinkels
bei gesteigerter Lichtausbeute genutzt werden. Der Abstand der so entstehenden
Flächenschwerpunkte definiert den Stereowinkel. Es ist
deshalb bevorzugt, daß eine Einrichtung zur Veränderung
der Größe des Querschnitts der Parallelstrahlengänge
der Stereostrahlengänge vorgesehen ist, wobei diese Einrichtung insbesondere
als Blendeneinrichtung ausgebildet sein kann.
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In
der ersten Variante der Erfindung ist es vorteilhaft, ein gemeinsames
Objektiv für den Abbildungsstrahlengang zu verwenden und
den Abbildungsstrahlengang nach dem Objektiv mittels eines Elementes
zur Pupillenteilung in die zwei Stereostrahlengänge aufzuteilen.
Diese Aufteilung ist auf die Öffnung des Objektives bezogen.
Deshalb werden die Begriffe „Öffnung”, „Öffnungsblende”, „Apertur” und „Pupille” hier
austauschbar verwendet. Diese Bauform erreicht nicht nur ein kompaktes
Stereomikroskop, sondern zugleich auch eine vereinfachte Verstellmechanik,
welche die Bilderfassungseinrichtungen, z. B. Sensoren und diese
vorgeordnete Optiken quer zur entsprechenden optischen Achse des
Stereostrahlenganges verschiebt. Das Element zur Pupillenteilung
blendet also zwei Stereostrahlengänge hinter dem (gemeinsamen)
Objektiv aus. Als Alternative für ein gemeinsames Objektiv
können natürlich auch zwei Einzelelemente verwendet
werden, die als gemeinsames Objektiv wirken, wie dies für
Fernrohrlupen schon seit langem bekannt ist. Beispielsweise können
die Einzelelemente als Randteile eines großen Objektives
verstanden werden.
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Im
Parallelstrahlengangabschnitt jedes Stereostrahlenganges sind geeignete
Tubusoptiken angeordnet, die auch als Achromat oder Zoomsystem ausgebildet
sein können. Sie bilden die Objektinformation auf Bildsensoren
ab, die in den jeweiligen Brennebenen liegen. Die Bildempfangseinrichtung
ist also dann aus den Bildsensor und der entsprechenden Optik im
Parallelstrahlengang gebildet. Die Verstellmechanik verschiebt den
Abstand der Parallelstrahlengänge gegeneinander, so daß dadurch
der Stereowinkel eingestellt wird. Das in einer Brennebene der beiden
Tubussysteme entstehende Zwischenbild muß, bedingt durch
Abstimmung auf optisch konjugierte Zubehörebenen (z. B.
für Mitbeobachtereinrichtungen, Dokumentationseinrichtungen,
wie Foto und TV) grundsätzlich mit auf die Beobachterrefraktion
kompensierten, elektronischen Okularen betrachtet werden, d. h.
das betrachtete Zwischenbild im Okular erscheint bei einem normalsichtigen
Beobachter immer im Unendlichen. Für diese Beobachtungsart
ist keine Konvergenzstellung der Augen erforderlich, da sie der
Betrachtung eines im Unendlichen liegenden Bildes widerspräche.
Die Parallelstrahlengänge sind deshalb optional in dieser
Variante als nicht konvergierende Tubusstrahlengänge ausgebildet.
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Die
Fokussierung auf das Objekt kann durch eine Relativverschiebung
des Mikroskopes gegenüber dem Objekt oder durch ein entsprechend
verstellbares gemeinsames Objektiv erfolgen. Insbesondere zur Feinfokussierung
oder zum Abgleich des Gerätes beziehungsweise der beiden
Stereostrahlengänge zueinander kann eine Relativverschiebung
in einer der beiden Bildempfangseinrichtungen erfolgen, d. h. die
Bildempfänger werden gegenüber ihrer vorgeordneten
Optik relativ verschoben. Die Vergrößerung des
Mikroskops kann durch Eingriff am gemeinsamen Objektiv eingestellt
werden. Auch können Zoomsysteme im Bereich der Bildempfänger
zwischengeschalten werden.
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Die
zweite Variante der Erfindung gemäß dem ersten
Aspekt verzichtet auf ein gemeinsames Objektiv und knüpft
somit an den Greenough-Typ an. Die Verstellmechanik verstellt dann
den Winkel zwischen linkem und rechtem Stereostrahlengang, führt also
eine Schwenkbewegung aus. Insbesondere können dabei die
Bildempfangseinrichtungen gegeneinander verkippt werden.
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Für
beide Varianten kann vorteilhafterweise zusätzlich ein
Monostrahlengang vorgesehen sein, der eine Mono-Bildempfangseinrichtung
aufweist, mit welcher das Objekt abgebildet ist. Damit können
beispielsweise Objektkoordinaten kontrolliert werden, z. B. ein
sogenanntes Augentracking im Bereich der Ophthalmologie. Auch können
weitere Objekteigenschaften erfaßt werden, wie z. B. spektrale
Eigenschaften, Temperatur, etc., für die keine stereoskopische
Beobachtung erforderlich ist. Die Mono-Bildempfangseinrichtung kann
optional an die optische Achse des Objektives starr gekoppelt sein,
da hiermit keine stereoskopische Beobachtung stattfindet.
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Die
Mono-Bildempfangseinrichtung kann zum Erreichen einer kompakten
Bauweise auch über einen Strahlteiler beziehungsweise Prisma
in den Abbildungsstrahlengang des Stereomikroskops angekoppelt werden.
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Ein
zweiter Aspekt der Erfindung geht von der Anforderung aus, daß für
viele mikroskopische Anwendungen zusätzlich zur stereoskopischen
Betrachtung, auch noch eine mono-okulare Bildaufnahme gewünscht
wird. Im Stand der Technik ist dazu bekannt, in die Öffnungsblende
oder deren Bilder, die Pupille eines Objektives, das für
beide Stereostrahlengänge gemeinsam bei der Objektabbildung
verwendet wird, zusätzlich noch einen nichtstereoskopischen,
also mono-okularen Strahlengang einzuspiegeln. Üblicherweise
wird dazu ein Pupillenteilungselement verwendet. Dadurch entsteht
nicht nur ein gesteigerter optischer Aufwand, auch sind solche mono-okularen
Strahlengänge in der Regel in ihrer Auflösung
merklich eingeschränkt.
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Gemäß dem
zweiten Aspekt liegt der Erfindung deshalb die Aufgabe zugrunde,
ein Stereomikroskop derart weiterzubilden, daß die optische
Auflösung des mono-okularen Kanals gesteigert wird.
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Diese
Aufgabe wird gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung
gelöst durch ein Stereomikroskop zum Abbilden eines Objektes,
wobei das Stereomikroskop aufweist: einen Abbildungsstrahlengang,
der ein Objektiv und dem Objektiv in Abbildungsrichtung nachgeordnet
einen linken und rechten Stereostrahlengang aufweist, wobei jeder
Stereostrahlengang das Objekt auf eine Bildempfangseinrichtung abbildet,
wobei zusätzlich ein Monostrahlengang vorgesehen ist, der
durch das Objektiv das Objekt abbildet, wobei dem Objektiv in Abbildungsrichtung
ein Parallelstrahlengang folgt und in diesem eine Strahlteilereinrichtung
angeordnet ist, welche die Stereostrahlengänge abteilt,
wobei die Strahlteilereinrichtung auch den Monostrahlengang von
den Stereostrahlengängen trennt, wobei im Parallelstrahlengang
der Querschnitt des Monostrahlenganges zumindest teilweise den der
die Stereostrahlengänge überdeckt.
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Die
Erfindung gemäß dem zweiten Aspekt verwendet also
einen Monostrahlengang, der im Parallelstrahlengang nach dem Objektiv
(bezogen auf die Abbildungsrichtung) die Stereostrahlengänge
zumindest teilweise im Querschnitt überlappt. Dadurch kann
der Monostrahlengang einen größeren Anteil an
der Objektivöffnungsblende bzw. -pupille nutzen, als dies
bei einer Pupillenteilung gemäß dem Stand der
Technik erreicht ist. Idealerweise nutzt der Monostrahlengang die
Objektivpupille vollständig aus, so daß ein mono-okulares
Bild entsteht, welches die vom Objektiv erreichte optische Auflösung
vollständig ausschöpft. Dies ist dann der Fall,
wenn der Monostrahlengang eine optische Achse aufweist, welche mit
einer optischen Achse des Objektivs zusammenfällt.
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Die
Abtrennung von Monostrahlengang und Stereostrahlengängen
mittels der Strahlteilereinrichtung kann zweckmäßigerweise
durch zwei, um unterschiedliche Ablenkachsen ablenkende, teildurchlässige
Spiegel erreicht werden, welche die Stereostrahlengänge
abtrennen. Diese teildurchlässigen Spiegel können
sich in einem Strahlteilerprisma befinden oder durch geeignet beschichtete
dünnen Glasplatten oder Folien verwirklicht werden.
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Die
Erfindung gemäß dem zweiten Aspekt bietet weiter
eine Möglichkeit, Beleuchtungsstrahlung als Auflichtbeleuchtung
einzukoppeln, indem eine Strahlungsquelle vorgesehen ist, die Beleuchtungsstrahlung
abgibt, wobei im Monostrahlengang ein Umlenkspiegel angeordnet ist, über
den die Beleuchtungsstrahlung einfällt und dann durch das
Objektiv das Objekt beleuchtet. Natürlich kann die Beleuchtungsstrahlung
auch zwischen der Strahlteilereinrichtung und dem Objektiv eingekoppelt
werden. Zweckmäßigerweise wird man den Umlenkspiegel
so ausbilden, daß er nicht-teildurchlässig ist,
damit keine störende Reflexe der Beleuchtungsstrahlung
in der Detektion des mono-okularen Kanals auftreten. Als Konsequenz
deckt der Umlenkspiegel einen Teil des Querschnitts im Öffnungsblendenbereich
des Monostrahlengangs ab. Die dadurch verursachte Auflösungseinschränkung
ist jedoch gegenüber den verschiedenen Störungen
hinnehmbar. Vorteilhafterweise können Teilungselemente
(z. B. Spiegel) der Strahlteilereinrichtung auch ausgeschwenkt werden, um
kurzzeitig optimale Abbildungsverhältnisse für den
Monostrahlengang zu erreichen. Die Stereostrahlengänge
sind dann ausgeschaltet.
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Zweckmäßigerweise
fällt die Beleuchtungsstrahlung auf das Objektiv längs
einer optischen Achse ein, die zur optischen Achse des Objektivs
parallel verschoben ist. Dies realisiert eine Schrägbeleuchtung
des Objektes, wie sie für bestimmte Anwendungen vorteilhaft
ist, wobei „schräg” auf die Beobachtungsachse(n)
bezogen ist. Beispielsweise möchte man bei Kataraktoperationen
einen schrägen Beleuchtungseinfall auf den Fundus erreichen,
um die Rückseite des Linsensackes per Fundusreflex von der
Netzhaut aus indirekt zu beleuchten, da dadurch störende
Reste der zu entfernenden Linse besonders gut zu erkennen sind.
Der Einfall der Beleuchtungsstrahlung längs einer optischen
Achse, die zur optischen Achse des Objektivs parallelverschoben
ist, führt zu einer solchen gewünschten Schrägbeleuchtung
des Objektes. Gleichbedeutend mit diesem Einfall längs
einer optischen Achse, die zur optischen Achse parallelverschoben
ist, ist das Merkmal, daß bezogen auf die Objektivpupille
die Projektion des Umlenkspiegels einen Schwerpunkt aufweist, der
neben dem Durchtrittspunkt der optischen Achse durch die Objektivpupille
liegt.
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Um
den Einfallswinkel der Beleuchtungsstrahlung auf das Objekt verstellen
zu können, ist vorzugsweise eine Beleuchtungsverstelleinrichtung vorgesehen,
welche entweder die Lage des Umlenkspiegels verstellt (z. B. den
Spiegel verschiebt oder kippt) oder die Lage einer Einfallsachse,
mit der die Beleuchtungsstrahlung auf den Umlenkspiegel trifft. In
beiden Fällen wird dadurch der Abstand zwischen optischer
Achse des Beleuchtungsstrahlungseinfalls auf das Objektiv und der
optischen Achse des Objektives eingestellt, mithin der Winkel der
Schrägbeleuchtung.
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Zweckmäßigerweise
ist in Beleuchtungsrichtung dem Umlenkspiegel noch eine Optik nachgeordnet,
die Beleuchtungsstrahlung auf das Objektiv fokussiert, um das Objektfeld
möglichst gleichmäßig auszuleuchten.
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Natürlich
kann auch bei der Erfindung gemäß dem zweiten
Aspekt eine Verstellbarkeit des Stereowinkels vorgesehen werden.
Hierfür kommen alle Gesichtspunkte der oben genannten ersten
Variante der Erfindung gemäß dem ersten Aspekt
in Frage. Insbesondere kann der Strahlteilereinrichtung eine verstellbare
Blendeneinrichtung vor- oder nachgeordnet sein, deren Verstellung
Querschnitt und/oder Lage der Querschnitte der Stereostrahlengänge
einstellt. Alternativ oder zusätzlich kann eine Verstellmechanik
vorgesehen sein, mit der ein Abstand optischer Achsen der Stereostrahlengänge
zur Einstellung eines Stereowinkels verstellbar ist. Diese Verstellung
erfolgt bevorzugt in einem Bereich, in dem die Stereostrahlengänge
Parallelstrahlengänge sind bzw. nahe der strahlquerschnittsbegrenzenden Objektivöffnung.
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Soweit
technisch vereinbar kommen alle Weiterbildungen der Erfindung gemäß einer
der beiden Aspekte natürlich auch bei der Erfindung gemäß dem
jeweils anderen Aspekt in Frage, wobei insbesondere die in den nachfolgenden
Absätzen der allgemeinen Beschreibung aufgeführten
Gesichtspunkte für beide Aspekte gelten.
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Die
geringe Schärfentiefe des Monostrahlenganges kann vorteilhaft
zu Einstellzwecken auf ausgewählte Objektregionen genutzt
werden und um die übrige Stereooptik nachzuführen.
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In
einer speziellen Weiterbildung der Erfindung kann eine Objektbewegung
kompensiert werden, indem eine Objektstabilisierungseinrichtung
vorgesehen ist, die ein Steuergerät und eine Verschiebeeinrichtung
zur Verschiebung der Bildempfangseinrichtungen quer zur ihrer jeweiligen
optischen Achse umfaßt. Das Steuergerät detektiert
Objektbewegungen und steuert die Verschiebeeinrichtung derart an,
daß die Bildempfangseinrichtungen eine gleichsinnige und
die Objektbewegung kompensierende Verschiebungen der Bildempfangseinrichtungen
(oder Teilen davon, wie z. B. der Bildsensoren) ausführen.
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Während
eine Bewegung der beiden Tubussysteme zur Veränderung der
Stereobasis genutzt werden kann, werden vorzugsweise Bewegungen der
Bildsensoren in xyz-Richtung zur Kompensation von Objektbewegungen
bzw. Fokussierfehlern genutzt. Bei elektronischer Bildnachführung
durch Verschiebung des gewonnenen Bildes genügt auch eine Bewegung
der Bildsensoren nur in z-Richtung. In beiden Fällen können
entweder Kontrastsprünge des Objektes oder zusätzlich
aufprojizierte Strukturen ausgewertet werden, um das zur Kompensation
erforderliche Nachführsignal zu erzeugen.
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Für
die Bildoptimierung (Bildstabilisierung, Objektnachführung,
Objektmessung) sind bei stereoskopischer Anwendung ein oder weitere
Beobachtungskanäle (Tubussystem mit Bildsensor) durch das gemeinsame
Objektiv oder mit diesem gekoppelt vorteilhaft. Bei zeitweiser einkanaliger
Beobachtung durch einen Stereokanal kann diese Aufgabe auch der
dann nicht benutzte zweite Stereokanal übernehmen.
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Weiter
können über die Bildempfangseinrichtungen Koordinaten
des Objektes gemessen werden und auf diese Art und Weise eine automatische Kontrolle
der Vergrößerung erreicht werden. Somit kann die
Optik sowohl für Fokussieraufgaben als auch zur Veränderung
der Vergrößerung eingesetzt werden, wobei die
entsprechende Ansteuerung der hierfür vorgesehenen Antriebe
durch ein Steuergerät realisiert ist. In einer Weiterbildung
kann über einen zusätzlichen Beleuchtungskanal
eine Kontraststruktur auf das Objekt projiziert werden, um zur Objektkoordinatenkontrolle
mittels der Mono-Bildempfangseinrichtung den Ort des Objektes oder
bestimmter Orte des Objektes exakter bestimmen zu können. Beispielsweise
können Reflexbilder, streifende Beleuchtung, Muster, etc.
hierfür auf das Objekt projiziert werden.
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Die
Bilder werden in den Bildempfangseinrichtungen auf den Bildsensoren
aufgenommen. Die Bilddarstellung kann dann über eine mechanisch
an das Mikroskop gekoppelte Einblickeinheit, die entsprechenden
Bildwiedergabeeinrichtungen aufweist und z. B. als ein oder mehrere
Stereookulare realisiert werden kann, verwirklicht werden. Auch
sind mechanisch gekoppelte Stereookulare mit eigenen Stativlösungen
oder in Art von Head Mounted Devices (HMD) möglich. Weitere
Lösungen sind Stereomonitore und Stereoprojektionssysteme.
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Es
versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in den angegebenen
Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
einsetzbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Auch sind, soweit Verfahrensweisen bzw. Betriebsmodi beschrieben
werden, im Rahmen der Erfindung natürlich die entsprechende
Steuereinrichtungen für die jeweiligen Ausbildungen des
Stereomikroskops vorgesehen. Soweit also in dieser Beschreibung
Verfahrensweisen geschildert sind, ist für das Stereomikroskop eine
entsprechend ausgebildete Steuereinrichtung vorgesehen, die die
Ausführung des Verfahrens am Stereomikroskop steuert. Analoges
gilt natürlich umgekehrt; entsprechende Steuereinrichtungsmerkmale,
die die Ausführung eines Verfahrens realisieren betreffen
selbstverständlich auch ein entsprechendes Mikroskopieverfahren.
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Nachfolgend
wird die Erfindung beispielsweise anhand der beigefügten
Zeichnungen, die auch erfindungswesentliche Merkmale offenbaren,
noch näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines Strahlengangs einer ersten Ausführungsform
eines Stereomikroskops gemäß dem ersten Aspekt,
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2 ein
im Mikroskop der 1 verwendete Blende,
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3 eine
zweite Ausführungsform eines Stereomikroskops gemäß dem
zweiten Aspekt,
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4 eine
Weiterbildung des Stereomikroskops der 1,
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5 eine
schematische Darstellung eines Strahlengangs eines Stereomikroskops
gemäß dem ersten Aspekt,
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6a–6c Teildarstellungen
zur Verstellung des Stereowinkels im Stereomikroskop der 5,
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7 eine
schematische Darstellung eines Beleuchtungsstrahlengangs für
das Mikroskop der 5, wobei dessen Strahlengang
nur teilweise gezeigt ist,
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8 eine
schematische Darstellung der Objektivpupille des Mikroskops der 7 und
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9 eine
Abwandlung eines Details des Mikroskops der 5.
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1 zeigt
schematisch den Strahlengang eines Stereomikroskops 1,
das ein Bild eines Objekts 2 aufnimmt. Zur Vereinfachung
ist lediglich die Objektebene des Objektes 2 dargestellt,
welche sich in einer Brennebene eines Objektivs 3 befindet.
Nachgeordnet in unmittelbarer Nähe der Öffnungsbegrenzung
des Objektivs 3 befindet sich optional eine noch näher
zu beschreibende Blendeneinrichtung als Element zur Strahlengangtrennung.
Alternativ können auch die freien Eingangsdurchmesser zweier
individueller Tubussysteme, die noch erläutert werden, eine
Aperturbegrenzung und damit eine Strahlengangtrennung bewirken.
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Im
Ergebnis liegen zwei Stereostrahlengänge vor, ein linker
Stereostrahlengang 4l sowie ein rechter Stereostrahlengang 4r.
Nach dem Objektiv 3 weist jeder Stereostrahlengang 4 einen
Parallelstrahlenabschnitt auf, und eine nachgeordnete Tubusoptik 5 (5l für
den linken Stereostrahlengang 4l, 5r für
den rechten Stereostrahlengang 4r) fokussiert die Strahlung
auf einen entsprechenden Bildsensor 6, so daß insgesamt
zwei Tubussysteme dem gemeinsamen Objektiv 3 nachgeordnet
sind. Die jeweilige Tubusoptik 5l, 5r bildet mit
dem ihr zugeordneten Bildsensor 6l, 6r eine Bildempfangseinrichtung,
die eine ihr zugeordnete optische Achse OAl, OAr aufweist. Die Signale
der Bildsensoren 6 werden auf eine entsprechende Anzeigeeinrichtung
geleitet, die beispielsweise als Stereookular mit entsprechenden
LCD-Displays ausgebildet sein kann.
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Die
optische Achse OAl, OAr wird dabei durch den jeweiligen Bildsensor 6 definiert.
Die beiden optischen Achsen OAl, OAr sind gegenüber der optischen
Achse OA des Objektivs 3 versetzt, und der Abstand d zwischen
den optischen Achsen OAl und OAr legt den Winkel α fest,
unter dem durch die jeweiligen Stereostrahlengänge 4l und 4r das
Objekt 2 abgebildet wird. Zur Einstellung dieses Winkels α ist
eine Verstellmechanik 7 vorgesehen, welche die Bildempfangseinrichtungen,
d. h. die Einheiten aus Tubusoptik 5 und des Bildsensor 6,
für den linken beziehungsweise rechten Stereostrahlengang
in ihrem Abstand zueinander verstellt.
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Eine
analoge Verstellung bewirkt die Verstelleinrichtung 7 vorzugsweise
auch an der die Stereostrahlengänge teilenden Blendeneinrichtung,
soweit diese vorhanden ist. Sie ist in 2 exemplarisch dargestellt.
Sie weist eine Blendenöffnung 10l für
den linken Teilstrahlengang 4l sowie eine Blendenöffnung 10r für
den rechten Teilstrahlengang 4r auf. Die Größen
der Blendenöffnungen 10l und 10r legen
zum einen den Querschnitt im Parallelstrahlengang fest, den der
jeweilige Stereostrahlengang erfaßt. Sie bestimmen somit
Helligkeit, Auflösung und Tiefenschärfe. Der Abstand
der Flächenschwerpunkte (bei runden Blender der Kreismittelpunkte)
der Blendenöffnungen 10l und 10r definiert
zusammen mit der Brennweite des Objektives 3 den Stereowinkel α.
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Eine
Verstellung des Stereowinkels α ist durch Verstellung des
Abstandes d der Blendenöffnung 10l, 10r realisiert,
da eine Verschiebung des Abstandes d, den die optischen Achsen OAl,
OAr zueinander haben, den Stereowinkel beeinflußt. Im Sinne
eines möglichst großen Verstellbereiches für α ist deshalb,
die Blende 9 verstellbar gestaltet, so daß der
Abstand zwischen den Blendenöffnungen 10l, 10r variiert
werden kann. Zweckmäßigerweise wird dies durch
die Verstellmechanik 7 oder einen entsprechenden, eigenständigen
Antrieb erreicht. Die Verschiebung der Blendenöffnungen 10l, 10r relativ zueinander
ist die einfachste Art, den Stereowinkel α zu verändern,
da die Tubussysteme ansonsten unverändert bleiben können.
Umgekehrt ist eine Stereowinkelveränderung innerhalb gewisser
Grenzen auch bei unveränderter Lage der Blendenöffnungen 10l, 10r möglich.
Eine Verstellung des Abstandes zwischen den Blendenöffnungen 10l, 10r ist
erst dann nötig, wenn eine Verschiebung der Tubussysteme
und damit der optischen Achsen OAl, OAr eine unzulässig
starke Vignettierung zur Folge hätte.
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Die
Blende 9 muß jedoch nicht zwingend vorhanden sein,
da die Stereostrahlengänge nach dem Objektiv Tubussysteme
sind, deren Eingangsöffnungen bereits die entsprechende
Aufteilung der Strahlung im Parallelstrahlengang, der nach dem Objektiv 3 besteht,
bewirken. Die Darstellung der 2 ist dann
als Wiedergabe der Pupille des Objektivs 3 zu verstehen.
Nach dem gemeinsamen Objektiv geben die freien Eingangsdurchmesser
der Tubussysteme die Aperturbegrenzung vor. Zusammen mit der Brennweite
des Objektives bestimmt dieser Durchmesser die mögliche
Helligkeit, die Detailauflösung und die Schärfentiefe.
Die Eingangsdurchmesser sind gewissermaßen die Öffnungsblenden.
Ein zusätzliches konzentrisches Abblenden mittels einer Blendeneinrichtung
in jedem Tubussystem verringert die Helligkeit und die Auflösung,
verändert den Bildausschnitt nicht und erhöht
die Schärfentiefe. Nichtkonzentrische Flächenmanipulationen
mittels spezieller Blenden (Kantenblenden, dezentrierte Blenden) in
dieser Ebene können auch zur Veränderung des Stereowinkels
bei gesteigerter Lichtausbeute genutzt werden. Der Abstand der so
entstehenden Flächenschwerpunkte definiert den Stereowinkel.
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Für
die Steuerung des Mikroskops 1 ist im übrigen
noch ein (nicht dargestelltes) Steuergerät vorgesehen,
daß zumindest mit der Verstellmechanik 7 und gegebenenfalls
mit einer Verstellmechanik für die Blende 9 verbunden
ist.
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3 zeigt
eine alternative Ausbildung des Mikroskops der 1,
wobei Elemente, die in ihrer Funktion mit Elementen des Mikroskops
der 1 übereinstimmen mit einem um 10 erhöhten
Bezugszeichen bezeichnet sind. Das Stereomikroskop 11 erfaßt
das Objekt 2 nun mit zwei Stereostrahlengängen 14l, 14r,
die jeweils durch eigene Objektive (13l bzw. 13r)
das Objekt mittels einer Bildempfangseinrichtung aufweisend eine
Tubuslinse 15 und Bildsensor 16 abbilden. Zum
Einstellen des Stereowinkels α ist nun eine Verstellmechanik
mit zwei Verstellantrieben 17l, 17r vorgesehen,
welche die optischen Achsen OAl, OAr der beiden Stereostrahlengänge 14l, 14r gegeneinander
in Richtung der Pfeile (18l bzw. 18r) verschwenken.
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Natürlich
kann das Prinzip zweier eigenständig Verstellantriebe für
die Stereostrahlengänge auch in der Bauweise der 1 verwendet
werden, so daß die dort vorgesehene Verstellmechanik 7 durch
zwei Teil-Verstellmechaniken 7l, 7r ersetzt werden
kann, die auf den jeweiligen linken beziehungsweise rechten Stereostrahlengang 4l, 4r wirken.
Umgekehrt kann natürlich die Verschwenkung der Stereostrahlengänge 14l, 14r des
Stereomikroskops 11 der 3 auch mit
einer einzigen Verstellmechanik realisiert werden.
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4 zeigt
eine Weiterbildung des Stereomikroskops der 1, das nun
um eine weitere Abbildungseinrichtung ergänzt ist, welche
ortsfest zur optischen Achse OA des Okulars 3 liegt. Dadurch
ist ein Monostrahlengang 4m mit einer optischen Achse OAm
realisiert, durch den mittels einer entsprechenden Tubuslinse 5m ein
mono-okulares Bild auf einen Bildsensor 6m abgebildet wird.
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4 zeigt
in durchgezogenen Linien lediglich diejenigen Elemente, die der
Strahlengang der 1 ergänzt wird. Zur
Verdeutlichung der gegenseitigen Lage sind in den Strahlengang der 4 gestrichelt
noch die optischen Achsen und die Bildsensoren der stereoskopischen
Teilstrahlengänge eingetragen. Wie bei der Grundform des
Mikroskops 1 der 1 stellt
auch bei der Weiterbildung der 4 die Kombination
aus Tubuslinse 5m und Bildsensor 6m eine Bildempfangseinrichtung
dar. Dieser zusätzliche, nicht-stereoskopische Bildkanal
ermöglicht eine Objektkoordinatenkontrolle wie bereits
im allgemeinen Teil der Beschreibung erläutert. Die Strahlung
für diesen Monostrahlengang wird beispielsweise an der Blende 9 durch
eine entsprechende Blendenöffnung 10m realisiert,
die in 2 gestrichelt eingezeichnet ist. Natürlich
kann der Monostrahlengang auch realisiert werden, wenn die Blende 9 entfällt
und die ganze Öffnung des Objektives 3 genutzt
wird.
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Alternativen
zur Blendeneinrichtung 9 bzw. zur Verwendung der freien
Eingangsdurchmesser der Tubussysteme für den Stereostrahlengang
bzw. dem Monostrahlengang sind natürlich individuelle Blenden
in den jeweiligen Strahlengängen 4l, 4r bzw. 4m.
Für diese gilt das hinsichtlich der Blendeneinrichtung 9 gesagte
analog und uneingeschränkt, insbesondere was die Verstellung
angeht.
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5 zeigt
schematisch den Strahlengang eines Stereomikroskops 101,
das ein Bild eines Objekts 102 aufnimmt. Zur Vereinfachung
ist lediglich die Objektebene des Objektes 102 dargestellt,
welche sich in einer Brennebene eines Objektivs 103 befindet.
Das Objektiv 103 hat eine optische Achse OA. In Abbildungsrichtung
liegt nach dem Objektiv 103 ein Parallelstrahlengang vor.
Dieser wird durch ein Strahlteilerelement 120, das aus
zwei teildurchlässigen Spiegelflächen 121l, 121r aufgebaut
ist, in zwei Stereostrahlengänge 104l, 104r aufgeteilt,
so daß nach dem Strahlteilerelement zwei Tubussysteme von
Stereostrahlengängen vorliegen, der linke Stereostrahlengang 104l sowie
der rechte Stereostrahlengang 104r. Die Spiegelflächen 121l, 121r können
an einem geeigneten Prisma ausgebildet sein. Das Strahlteilerelement 120 teilt
in einem Parallelstrahlengangabschnitt nach dem Objektiv 103 somit
die Stereostrahlengänge ab. Für die beiden Stereostrahlengänge 104l, 104r sind
entsprechende Tubusoptiken 105l, 105r vorgesehen,
welche die Strahlung auf entsprechende Bildsensoren 106l, 106r fokussieren. Die
jeweilige Tubusoptik 105l, 105r bildet mit dem
je zugeordneten Bildsensor 106l, 106r eine dem
gemeinsamen Objektiv 103 nachgeordnete Bildempfangseinrichtung,
die eine ihr zugeordnete optische Achse OAl, OAr hat. Die Signale
der Bildsensoren 106 werden auf eine entsprechende Anzeigeeinrichtung
geleitet, die beispielsweise als Stereookular mit entsprechenden
LCD-Displays ausgebildet sein kann.
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Die
optische Achse OAl, OAr wird dabei durch das jeweilige Tubussystem 106 definiert.
Die beiden optischen Achsen OAl, OAr sind gegenüber der
optischen Achse OA des Objektivs 103 versetzt und können
ggf. auch schräg dazu liegen. Der Abstand d zwischen den
zueinander parallelen optischen Achsen OAl und OAr legt zusammen
mit der Objektivbrennweite den Winkel α fest, unter dem durch
die jeweiligen Stereostrahlengänge 104l und 104r das
Objekt 102 abgebildet wird. Zur Einstellung dieses Winkels α kann
optional eine Verstellmechanik, aufweisend Teil-Mechaniken 107l und 107r,
vorgesehen sein, welche die Bildempfangseinrichtungen 123l 123r der
Stereokanäle, d. h. die Einheiten aus Tubusoptik 105 und
Bildsensor 106 so zueinander verstellt, daß der
Abstand d der zueinander parallelen optischen Achsen OAl und OAr
auf ein gewünschtes Maß eingestellt ist. Diese
Verstellung erfolgt z. B., indem die Bildempfangseinrichtungen parallel
zum Parallelstrahlenabschnitt der Stereostrahlengänge 104l, 104r vor
deren Umlenkung durch die Strahlteilereinrichtung 120 verschiebt.
Auch kann in einer vereinfachten Realisierung auch die alleinige Verschiebung
der Blenden 122l, 122r genügen.
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Da
die Spiegelflächen 121l und 121r teildurchlässig
sind, läuft der Parallelstrahlengang nach dem Objektiv 102 auch
durch die Strahlteilereinrichtung 120 hindurch. Er wird
für einen Monostrahlengang 104m genutzt, der mittels
einer nachgeordneten Tubuslinse 105m auf einen entsprechenden
Mono-Bildsensor 106m fokussiert wird. Die durch die Strahlteilereinrichtung 120 nicht
abgeteilten Anteile des Parallelstrahlenganges nach dem Objektiv 103 bilden
also das Objekt 102 unter Ausnutzung der vollen Apertur
des Objektivs 103 auf den Bildsensor 106m ab.
Damit die optische Abbildung auf den Bildsensor auf dem Bildsensor 106m erfolgen
kann, muß die Strahlteilereinrichtung 120 entweder
als Strahlenteilerprisma ausgebildet sein, das längs der optischen
Achse OAm eine konstante optische Dicke hat, oder durch zwei teildurchlässige,
dünne Spiegel realisiert sein. In einer Weiterbildung können
diese auch klappbar ausgestaltet sein, so daß sie in eine zweite
Position stellbar sind, in der der Monostrahlengang 104m vollkommen
frei ist. Die Stereostrahlengänge 104l, 104r sind
abgeschaltet, wenn die Spiegel in dieser Stellung sind.
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Zur
Festlegung des für den Monostrahlengang 105m verwendeten
Bereiches der Objektivpupille ist für den Monostrahlengang 104m eine
Blende 122m vorgesehen, die den Querschnitt des Monostrahlengangs
definiert. Analog sind Blenden 122l und 122r für
die Stereostrahlengänge optional vorgesehen.
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Eine
mechanisch besonders einfache Variante zur Verstellung des Stereowinkels α verstellt
alternativ nicht die Bildempfangseinrichtung 123l, 123r,
sondern lediglich die Blenden 122l, 122r. Dies ist
exemplarisch anhand des linken Stereokanals in den 6a–6c gezeigt. 6a zeigt
den Bildsensor 102l, die Tubusoptik 105l, die
Blende 122l, sowie den Querschnitt 1241 des Parallelstrahlengangs
auf der Spiegelfläche 121l. Dieser Querschnitt
ist zur Vereinfachung kreissymmetrisch gezeichnet, obschon sich
aufgrund der gegenüber der Blende 122l bzw. der
Tubuslinse 105l schrägstehenden Spiegelfläche 121l eigentlich
eine Ellipse ergibt. Zur Verstellung der Stereobasis kann auch eine
Verschiebung der Tubussysteme längs der optischen Achse
OA des Objektives 103 verwendet werden.
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Gemäß 6b führt
eine Verkleinerung der Blendendurchmesser zu einem kleineren Querschnitts
des Parallelstrahlenganges. Dies geht mit einer Helligkeitsabnahme
und einer Auflösungseinschränkung einher. Zugleich
erlaubt es aber auch eine große Verstellung des Stereowinkels
durch Verschiebung der Blende derart, daß der Querschnitt entlang
des Pfeils 125 wandert. Damit kann der Stereowinkel je
nach Lage der Blende vergrößert oder verkleinert
werden.
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6c zeigt
eine Verschiebung der Blende 122l oder des Tubussystems 123l derart,
daß der Querschnitt des Parallelstrahlenganges nicht mehr kreisförmig,
sondern der eines Kreis-Zweieckes ist. Stellt man den in 6c dargestellten
Extremfall eines Halbkreises ein, können sich die Bilder
beider Stereokanäle zu einem Monobild in hoher Auflösung addieren.
Eine optionale, dünne Scheidewand zwischen der Strahlteilereinrichtung 120 und
dem Objektiv 103 verhindert, daß Strahlung von
einem Tubussystem in das andere gelangt. Alternativ kann auch die
Strahlteilereinrichtung 120 nach oben geschoben werden
(bezogen auf die Darstellung der 5).
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Es
sei noch einmal betont, daß die Verstellung des gesamten
Tubussystems, d. h. der Bildempfangseinrichtung 123l bzw. 123r grundsätzlich
eine Alternative zur Verstellung der Blenden 122l bzw. 122r ist.
Natürlich ist auch eine Kombination dieser beiden Ansätze
möglich.
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Eine
Veränderung der Blende 122m für den Monostrahlengang 104m erlaubt
eine verstellbare Auflösung und damit auch eine Einstellung
der Schärfentiefe für die mono-okulare Abbildung,
was je nach Zusatznutzen, der mit der mono-okularen Abbildung erreicht
werden soll, besonders vorteilhaft ist.
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In 7 ist
eine Ergänzung des Stereomikroskops 101 der 5 dargestellt,
das um eine Beleuchtungseinrichtung 126 verfügt,
die eine Auflichtbeleuchtung des Objektes 102 bewirkt.
Die Darstellung der 7 ist gegenüber der
Sichtweise der 5 um 90° gedreht, d.
h. die Sichtweise der 7 entspricht einer Ansicht des
Mikroskops der 5 von links. Die Beleuchtungseinrichtung 126 umfaßt eine
Lichtquelle 127, deren Strahlung von einem Kollimator 128 gebündelt
wird. Eine nachgeordnete Feldblende 129 begrenzt einen
Parallelstrahlengang der Beleuchtungsstrahlung auf einen definierten Querschnitt.
Ein Umlenkspiegel 120 lenkt die Beleuchtungsstrahlung in
eine Richtung parallel zur optischen Achse OA des Objektivs 103 um,
und eine nachgeordnete Optik 131 bildet die Blende 129 auf das
Objekt 102 ab, wie die gestrichelte Darstellung des Lampensymbols
verdeutlicht. Die Öffnung des Objektivs 131 bzw.
eine Blende in deren Nähe beeinflußt die maximal über
das Beleuchtungssystem übertragbare Lichtleistung. Für
eine gleichmäßige Objektausleuchtung liegt vorzugsweise
das Bild der Lichtquelle 127 konjugiert zur Öffnung
des Objektivs 131 bzw. zur Blende. Wird eine verstellbare
Blende verwendet, erlaubt dies eine farbtemperaturneutrale Helligkeitsregelung.
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Da
die optische Achse des Beleuchtungsstrahlenganges zwischen Umlenkspiegel 130 und Objektiv 103 gegenüber
der optischen Achse OA des Objektivs parallel versetzt ist, fällt
die Beleuchtungsstrahlung als Schrägbeleuchtung auf die
Probe 102. Durch die Beleuchtungsanordnung ergibt sich
in der Probe 102 ein beleuchtetes Feld 132, das
dem Bild der Feldblende 129 entspricht. Die punktierten
Linien geben diese Abbildung wieder.
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Zur
Veranschaulichung ist in 7 exemplarisch der linke Stereostrahlengang
eingezeichnet. In 7 ist für den linken
Stereostrahlengang 104l exemplarisch der Querschnitt 124l des
Parallelstrahlenganges zu sehen, welcher (wie bereits vorher erläutert)
lediglich zur Vereinfachung kreisförmig eingezeichnet ist.
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Zur
Verstellung des Grades der Schrägbeleuchtung ist für
die Beleuchtungseinrichtung 126 eine Verstellmechanik 133 vorgesehen,
die den Versatz der optischen Achse OAb im Abschnitt zwischen dem
Umlenkspiegel 130 und dem Objektiv 103, und der
optischen Achse OA des Objektivs 103 einzustellen erlaubt.
Dies kann entweder dadurch erfolgen, daß die Beleuchtungseinrichtung 126 auf
die optische Achse OA hingeschoben wird, oder indem die Feldblende 129 (optional
zusammen mit der Lichtquelle 127 und dem Kollimator 128)
längs der optischen Achse OA des Objektives verschoben
wird.
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Der
Umlenkspiegel 130 deckt natürlich einen Teil des
Strahlengangquerschnitts des Monostrahlenganges 104m ab.
Dies ist in 8 veranschaulicht, die in eine
Draufsicht auf das Objektiv 103 zeigt. Die entsprechende
Umrißlinie des Objektivs 103 kann natürlich
auch als dessen Pupille aufgefaßt werden. Die Querschnitte 124l, 124r der
Stereostrahlengänge sind, wie 8 zeigt,
dezentral zum Durchstoßpunkt der optischen Achse OA, der
durch einen Stern symbolisiert ist. Der Abstand der Durchstoßpunkte
der optischen Achsen OAr und OAl beträgt d und stellt den
Stereowinkel ein. Der Durchstoßpunkt der optischen Achse
OAb ist ebenfalls gegenüber dem Durchstoßpunkt
der optischen Achse OA versetzt. Optional kann die Beleuchtung auch
zentral eingekoppelt werden, d. h. OAb und OA fallen zusammen. Dies
ist möglich, da die Beobachtungssysteme außeraxial
liegen. Auch können mehrere Beleuchtungssysteme verwendet
werden, zwischen denen umgeschaltet wird und die jeweils unter verschiedenen
Winkeln beleuchten. Ihre optischen Achsen OAb liegen also beabstandet.
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In
einem auf dem Gebiet der Ophthalmologie liegenden Anwendungsfall
werden Vorsatzlinsen vor dem Objekt (hier: Auge) verwendet, z. B.
Hrubylinsen oder Augenkontaktgläser. Dann kann optional
die Beleuchtung koaxial zur Beobachtung ausgestaltet sein. In diesem
Fall erfolgt eine geeignete Pupillenteilung (z. B. konzentrisch)
analog dem bekannten Funduskameraprinzip und/oder es werden stark
dezentrierte Zusatzoptiken und/oder eine spektrale Lichtaufteilung
(Fluoreszenz) und/oder polarisierte Strahlungen verwendet. Über
ein flaches Kontaktglas wird eine Beleuchtungsreflexunterdrückung
vorgenommen.
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Der
Spiegel 130 und die Optik 131 decken nur einen
Teil des Querschnittes im Tubusstrahlengang des Monostrahlengangs
ab. Die Beleuchtungseinrichtung 126 mindert somit die Auflösung
des Monostrahlenganges, erlaubt aber zugleich eine einfache und
verstellbare Auflichtbeleuchtung. Hinsichtlich der Stereostrahlengänge
ist das Objektiv 103 asymmetrisch ausgenutzt. Dies ist
besonders vorteilhaft, wenn in der Ophthalmologie Fundusreflexe
genutzt werden sollen.
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Anstelle
des Umlenkspiegels 130 kann natürlich auch ein
die Beleuchtungsstrahlung strukturierendes Element verwendet werden.
Gleiches gilt für die Feldblende 129, bei der
z. B. eine Punktblende zur Pupillenabdeckung oder ein DMD-Chip verwendet
werden kann, insbesondere wenn der Beleuchtungsstrahlengang nochmals
gefaltet wird.
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9 zeigt
eine besonders platzsparende Bauweise des Mikroskops 101 hinsichtlich
der Stereostrahlengänge. Diese können nochmals
unter Verwendung eines Faltungsspiegels 124 umgelenkt werden. 9 zeigt
dabei der Einfachheit halber lediglich die Faltung des linken Stereostrahlenganges. Analoges
gilt natürlich für den rechten Stereostrahlengang.
Diese Bauweise ist besonders vorteilhaft, wenn das Objekt durch
Drehung des Mikroskops um die optische Achse OA des Objektivs bzw.
bei gleichzeitiger Drehung aller dem Objektiv nachgeordneten Elemente
aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden soll.
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Grundsätzlich
kann natürlich für die Erfindung im ersten wie
im zweiten Aspekt auch eine automatische Fokussierung durch Bewegung
der Bildsensoren längs der optischen Einfallsachse der Abbildungsstrahlung
bewirkt werden. Auch können die hier geschilderten Erfindungen
gemäß dem ersten bzw. dem zweiten Aspekt auch
miteinander hinsichtlich ihrer Merkmale kombiniert werden, insbesondere
was die Beleuchtungseinrichtung angeht.
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Für
die Erfindung ganz grundsätzlich kommt auch in Frage, die
Beleuchtung durch eine ringförmige Lichtquelle, welche
das Objektiv umgibt, vorzunehmen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 19722726 [0003]
- - DE 3546915 C2 [0004]
- - US 6525878 [0005]
- - DE 10203215 A1 [0005]