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Die
Erfindung betrifft ein Bildaufnahmesystem, ein Bildwiedergabesystem
und ein Bildaufnahme/-wiedergabesystem. Insbesondere betrifft die
Erfindung solche Bildaufnahmesysteme und Bildwiedergabesysteme,
bei denen eine effektive Bildauflösung im Vergleich zu einer
physikalischen Auflösung einer
zur Aufnahme verwendeten Kamera bzw. einer zur Wiedergabe verwendeten
Anzeige erhöht
ist.
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Bei
herkömmlichen
Systemen ist die Auflösung
einer Bildwiedergabe limitiert durch die physikalische Auflösung einer
verwendeten Anzeige, welche durch eine Anzahl von Bildelementen
bzw. Pixeln der Anzeige gegeben ist. Eine Auflösung der Bildaufnahme ist entsprechend
limitiert durch die physikalische Auflösung einer verwendeten Kamera,
welche durch eine Anzahl von lichtempfindlichen Elementen bzw. Pixeln
eines lichtempfindlichen Substrats der Kamera gegeben ist.
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Aus
US 6,188,382 B1 ist
ein Bildwiedergabesystem bekannt, bei dem die effektive Auflösung gegenüber einer
Pixelauflösung
der verwendeten Anzeige erhöht
ist. Es ist hierbei unmittelbar vor der Ebene der Anzeigepixel eine
Schicht aus schaltbarem doppelt brechendem Material angeordnet,
welches ansteuerbar ist, um in einem Strahlengang der Anzeige einen
Versatz des Strahlengangs zu erzeugen, welcher einem Abstand von
der Hälfte
eines Abstands zwischen benachbarten Bildpixeln, also einer Sub-Pixeldistanz,
entspricht. Damit kann dem Betrachter ein Bild dargestellt werden,
dessen Auflösung
doppelt so groß ist
wie die Auflösung
der Bild pixel, indem die Anzeige in schneller alternierender Abfolge
zwei Bilder darstellt, nämlich
einmal ohne den eingeschalteten Versatz und einmal mit dem eingeschalteten
Versatz um die Sub-Pixeldistanz. Dies setzt voraus, daß das Bild
mit der erhöhten
Auflösung in
einem entsprechenden Bildspeicher bereit gehalten wird, von dem
ein Teil zur Darstellung ohne den eingeschalteten Versatz zur Anzeige übertragen
wird und der andere Teil zur Darstellung mit dem eingeschalteten
Versatz zur Anzeige übertragen
wird.
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Aus
US 5, 726, 670 ist ein Bildwiedergabesystem
bekannt, bei welchem zwei Teilbilder unterschiedlicher Auflösung zu
einem Gesamtbild überlagert
werden, wobei das Teilbild mit der höheren Auflösung einen zentralen Bereich
des Gesamtbilds darstellt und das Teilbild mit der niedrigeren Auflösung einen
den zentralen Bereich umgebenden Randbereich des Gesamtbilds darstellt.
Die beiden Teilbilder werden jeweils durch ein Anzeige mit einer
geringen gleichen Pixelzahl erzeugt. Im Vergleich zu einer einzigen
Anzeige, welche das Gesamtbild mit der hohen Auflösung darstellt
und die deshalb eine entsprechend hohe Pixelzahl und Größe aufweisen
muß, ist es
damit möglich,
das Gesamtbild mit zwei vergleichsweise kleinen Anzeigen der geringeren
Pixelzahl darzustellen, wobei allerdings ein Auflösungsverlust
in dem Randbereich des Gesamtbilds in Kauf genommen wird.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bildaufnahmesystem
oder/und ein Bildwiedergabesystem oder/und ein kombiniertes Bildaufnahme
und -wiedergabesystem vorzuschlagen, bei welchem eine effektive
Auflösung
gegenüber
einer Pixelauflösung
einer eingesetzten Kamera bzw. Anzeige erhöht ist.
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Unter
einem ersten Aspekt der Erfindung ist ein Bildaufnahme und -wiedergabesystem
zur Aufnahme und Wiedergabe eines Bildes eines Objekts vorgesehen,
wobei das System eine erste Kamera und eine von der ersten Kamera
verschiedene zweite Kamera zur Aufnahme jeweils eines Bildes des
Objekts, eine erste Anzeige, eine von der ersten Anzeige verschiedene
zweite Anzeige zum Erzeugen jeweils eines Teilbildes des Objekts
und eine Anzeigeoptik zum Überlagern
der beiden Teilbilder zu einem Gesamtbild des Objekts umfaßt. Hierbei
wird die erste Anzeige mit Bildsignalen gespeist, welche von der ersten
Kamera erzeugt werden, und die zweite Anzeige wird mit Bildsignalen
gespeist, welche von der zweiten Kamera erzeugt werden.
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Gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
haben beide Kameras eine gleiche Zahl von lichtempfindlichen Elementen
bzw. Pixeln, und die beiden Anzeigen haben eine gleiche Anzahl von
Bildelementen bzw. Pixeln, wobei weiter die Anzahl von Pixeln der
Kameras gleich der Anzahl von Pixeln der Anzeigen ist. Durch das
Gesamtbild wird ein Objektfeld eines Objekts wiedergegeben. Die
erste Kamera nimmt einen zentralen Bereich des Objektfelds mit einer
solchen Vergrößerung auf,
daß der
zentrale Bereich im wesentlichen auf ein gesamtes lichtempfindliches
Substrat der Kamera abgebildet wird. Das von der ersten Kamera aufgenommene
Bild des zentralen Bereichs wird von der ersten Anzeige dargestellt und
bildet einen entsprechenden zentralen Bereich des Gesamtbilds. Die
zweite Kamera nimmt das gesamte Objektfeld mit einer solchen Vergrößerung auf,
daß dieses
auf im wesentlichen das gesamte lichtempfindliche Substrat der zweiten
Kamera abgebildet wird. Das von der zweiten Kamera aufgenommene
Bild wird von der zweiten Anzeige als das zweite Teilbild dargestellt,
welches einen den zentralen Bereich des Gesamtbilds umgebenden Randbereich des
Gesamtbilds bildet. Hierbei stellt die zweite Anzeige in deren zentralem
Bereich, der in dem Gesamtbild dem von der ersten Anzeige dargestellten zentralen
Bereich des Gesamtbilds entspricht, nicht dar. Die Überlagerung
des ersten und des zweiten Teilbildes führt dann zu einem Gesamtbild,
dessen zentraler Bereich mit einer höheren Auflösung dargestellt ist als dessen
Randbereich. Allerdings tritt hier ein Auflösungsverlust in dem Randbereich
nicht auf, da der dort dargestellte Randbereich des Objektfelds von
der zweiten Kamera mit einer im Vergleich zu dem von der ersten
Kamera aufgenommenen zentralen Bereich des Objektfeldes mit einer
entsprechend niedrigeren Auflösung
aufgenommen wurde.
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Eine
beispielhafte Anwendung des Bildaufnahme und -wiedergabesystems
liegt in einem Einsatz desselben in einem Mikroskop, insbesondere
in einem Stereomikroskop, wie etwa einem Operationsmikroskops. Der
Benutzer nimmt hierbei nicht Einblick in Okulare, über welche
das beobachtete Objekt über
einen Strahlengang direkt optisch dargestellt wird, der Benutzer
betrachtet vielmehr eine elektronische Anzeige, wie beispielsweise
ein CCD-Display, welchem Bilddaten zugeführt werden, welche eine Kamera
von dem Objekt aufnimmt. Die Anzeige kann beispielsweise eine kopfgetragene
Anzeige, wie etwa ein head mounted display oder dergleichen sein.
Dies ermöglicht
es dem Benutzer, sich frei um das beobachtete Objekt herum zu bewegen,
ohne durch die Einblicknahme in Okulare räumlich gebunden zu sein. Beispiele
eines solchen Videomikroskops sind in US 2004/0017607 A1 beschrieben,
deren Offenbarung vollumfänglich
durch in Bezugnahme in die vorliegende Anmeldung aufgenommen wird.
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Bei
einem solchen Videomikroskop ist die Abbildungsqualität herkömmlicherweise
unter anderem beschränkt
durch die Pixelauflösungen
der verwendeten Kameras und Anzeigen.
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Der
Einsatz des Bildaufnahme und -wiedergabesystems mit wenigstens zwei
Kameras und zwei Anzeigen, deren Bilder zu einem Gesamtbild überlagert
werden, erlaubt eine vergleichsweise erhöhte Auflösung in einem zentralen Bereich
des Gesamtbilds.
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Es
kann weiter davon ausgegangen werden, daß dieser zentrale Bereich auch
den Gegenstand des Interesses des das Gesamtbild betrachtenden Benutzers
bildet. Somit wird dieser Bereich vom Benutzer mit hoher Auflösung wahrgenommen,
und der Randbereich des Gesamtbildes liegt in einem Bereich des
Bildfelds des Benutzers, in dem dessen Auflösungswahrnehmung physiologisch
ohnehin eingeschränkt
ist.
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Gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
umfaßt
das Anzeigesystem eine Blickrichtungserfassungseinrichtung ("eyetracker"), mit welcher eine
Blickrichtung des Benutzers und damit ein Zentrum seines Interesses
innerhalb des Gesamtbilds erfaßbar
ist. In Abhängigkeit
davon wird dann der mit hoher Auflösung durch die erste Kamera
aufgenommene Bereich des Objektfelds innerhalb des Objektfelds verlagert,
und entsprechend wird das von der ersten Anzeige dargestellte Teilbild
innerhalb des Gesamtbilds verlagert. Somit kann der Benutzer sämtliche
Bereiche des Gesamtbilds mit der erhöhten Auflösung betrachten.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt sieht die Erfindung ein Bildaufnahme und -wiedergabesystem vor,
welches eine Kamera mit einer Kameraoptik mit änderbarer Vergrößerung zum
Abbilden des Objekts auf ein lichtempfindliches Substrat der Kamera
umfaßt.
Es werden bei verschiedenen Vergrößerungen der Kameraoptik jeweils
Bilder des Objekts aufgenommen, welche allerdings nicht separat
dargestellt oder gespeichert werden sondern vielmehr zu einem Gesamtbild
zusammengefügt
werden, welche als Gesamtbild dargestellt oder gespeichert werden.
Das Gesamtbild weist dann in verschiedenen Bereichen verschiedene
Auflösungen
auf, je nachdem mit welcher Vergrößerung der dem jeweiligen Bereich
des Gesamtbilds entsprechende Bereich des Objektfelds durch die
Kamera aufgenommen wurde.
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Gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
wird das Objekt mit wenigstens zwei verschiedenen Vergrößerungen
aufgenommen, welche sich um mehr als 40 % unterscheiden.
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Bei
einer weiteren beispielhaften Ausführungsform umfaßt die Kamera
ein lichtempfindliches Substrat mit einer Vielzahl von lichtempfindlichen Elementen
bzw. Pixeln. Bei einer ersten eingestellten Vergrößerung,
welche größer ist
als eine zweite eingestellte Vergrößerung, wird eine größere Menge von
Pixeln zur Bildung des Gesamtbilds ausgelesen als bei der zweiten
eingestellten Vergrößerung.
Damit werden insbesondere bei der zweiten eingestellten kleineren
Vergrößerung diejenigen
Pixel des lichtempfindlichen Substrats nicht ausgelesen, auf welche
durch die Kamera die Bereiche des Objektfelds abgebildet werden,
welche bei der ersten größeren Vergrößerung auf
das lichtempfindliche Substrat abgebildet werden. Die Daten dieser
Pixel repräsentieren
diesen Bereich des Objektfelds mit einer geringeren Auflösung als
das bei der ersten Vergrößerung aufgenommene
Bild und sind somit redundant.
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Bei
einer beispielhaften Ausführungsform umfaßt ein Anzeigesystem
zur Darstellung der bei den wenigstens zwei verschiedenen Vergrößerungen aufgenommenen
Teilbilder eine einzige Anzeigefläche, welche das bei der ersten
Vergrößerung aufgenommenen
Teilbild in einem Teilbereich der Anzeigefläche darstellt und das bei der
zweiten kleineren Vergrößerung aufgenommene
Teilbild in einem diesen Teilbereich wenigstens teilweise umgreifenden
zweiten Teilbereich darstellt. Dies stellt ein besonders einfaches
Anzeigesystem zur Verfügung,
wobei allerdings die maximale Pixelauflösung der Anzeigefläche nur
in dem Bereich genutzt wird, in dem das bei der ersten großen Vergrößerung aufgenommene Teilbild
in dem Gesamtbild angeordnet ist.
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Bei
einer weiteren beispielhaften Ausführungsform umfaßt das Anzeigesystem
wenigstens zwei verschiedene Anzeigeflächen und eine Anzeigeoptik,
um die von den wenigstens zwei Anzeigeflächen dargestellten Teilbilder
zu einem Gesamtbild zu überlagern,
wie dies bereits vorangehend beschrieben wurde.
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Bei
einer weiteren beispielhaften Ausführungsform umfaßt das Anzeigesystem
eine Anzeigefläche
und eine Anzeigeoptik, über
die der Benutzer die Anzeigefläche
betrachtet. Die Anzeigeoptik ist hierbei eine Optik mit änderbarer
Vergrößerung,
welche in Übereinstimmung
mit der Vergrößerung der Kameraoptik
geändert
wird. Insbesondere wird die Anzeigeoptik auf eine kleinere Vergrößerung eingestellt,
wenn die Kameraoptik auf eine größere Vergrößerung eingestellt
ist, und umgekehrt. Es werden dann nacheinander Bilder des Objekts
mit verschiedenen Vergrößerungen
der Kameraoptik aufgenommen und jeweils durch das Anzeigesystem
mit entsprechenden Vergrößerungen
der Anzeigeoptik dargestellt.
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Bei
einer weiteren beispielhaften Ausführungsform umfaßt das System
auch hierbei eine Blickrichtungserfassungseinrichtung, um eine Lage des
mit der größeren Vergrößerung der
Kameraoptik aufgenommenen Bereich des Objektfelds innerhalb desselben
zu verlagern.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt sieht die Erfindung ein Bildaufnahme und -wiedergabesystem vor,
welches als ein Stereosystem ausgebildet ist, bei dem den beiden
Augen eines Benutzers Bilder zur Betrachtung bereitgestellt werden,
welche unter verschiedenen Beobachtungswinkeln auf ein Objekt aufgenommen
wurden. Hierbei repräsentiert
ein einem ersten Auge des Benutzers zugeführtes Bild einen kleineren
Bereich des Objekt als ein einem zweiten Auge des Benutzers zugeführtes Bild,
wobei dieser kleinere Bereich in dem ersten Bild mit einer höheren Auflösung dargestellt
ist als der in dem zweiten Bild dargestellte Bereich des Objekts.
Hierdurch ist mit vergleichsweise geringem Aufwand ein Stereosystem
geschaffen, mit dem wenigstens ein Teilbereich des Objekts mit hoher
Auflösung
und unter Bereitstellung eines gewünschten Stereoeindrucks von
dem Benutzer wahrnehmbar ist.
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Gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
sind die Vergrößerungen,
mit welchen das Objekt in dem ersten und dem zweiten Bild dargestellt sind,
einander gleich. Das zweite Bild nimmt dann einen größeren Bereich
des Blickfelds des Benutzers ein als das erste Bild.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform ist
hierbei ein Bereich des Bildfelds des ersten Auges um das erste
Bild herum ergänzt
durch entsprechende Teile des zweiten Bilds, so daß beide
Augen des Benutzers ein im wesentlichen gleich großes Bildfeld dargestellt
bekommen, wobei allerdings in dem ergänzten Bereich des Bildfelds
des ersten Auges und dem entsprechenden Bereich des zweiten Auges
ein Stereoeindruck des Objekts nicht hervorgerufen wird.
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Gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
kann auch hier wiederum eine Blickrichtungserfassungseinrichtung
vorgesehen sein, um den mit erhöhter
Auflösung
und mit Stereoeindruck dargestellten Bereich des Objekts innerhalb
des Objektfelds zu verlagern.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Bildaufnahme und -wiedergabesystem zur
Aufnahme und Wiedergabe eines Bildes eines Objekts vorgesehen, wobei
das System eine Kamera mit einer Kameraoptik, einem lichtempfindlichen Substrat
mit einer Mehrzahl von lichtempfindlichen Elementen bzw. Pixeln
und einem ersten Scanner, sowie eine Anzeige mit einer Mehrzahl
von Bildelementen bzw. Pixeln und einem zweiten Scanner umfaßt.
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Der
erste Scanner dient dazu, eine effektive Auflösung der Kamera im Vergleich
zu einer Pixelauflösung
der Kamera zu erhöhen,
und der zweite Scanner dient dazu, eine effektive Auflösung der
Anzeige im Vergleich zu einer Pixelauflösung der Kamera zu erhöhen.
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Das
System umfaßt
ferner eine Steuerung, welche dazu ausgebildet ist, eine Scannauslenkung des
ersten Scanners synchron mit einer Scannauslenkung des zweiten Scanners
einzustellen. Hierdurch ist es möglich,
ein bei einer gegebenen Scannauslenkung des ersten Scanners durch
die Kamera aufgenommenes Bild aus dem lichtempfindlichen Substrat
auszulesen und unmittelbar durch die Anzeige bei einer entsprechenden
Scannauslenkung des zweiten Scanners darzustellen. Danach wird der Vorgang
des Aufnehmens des Bildes, Auslesen des lichtempfindlichen Substrats
und Darstellen durch die Anzeige bei geänderten Einstellungen des ersten und
des zweiten Scanners wiederholt. Es ist hierdurch möglich, dem
Benutzer ein Bild des Objekts mit einer Auflösung bereitzustellen, welche
eine durch die Pixelauflösung
der Kamera bzw. Anzeige limitierte Auflösung übersteigt, ohne ein Bild mit
dieser effektiven Auflösung
durch aufeinander folgendes Auslesen des lichtempfindlichen Substrats
elektronisch erzeugen zu müssen.
Insbesondere muß auf
einem Signalweg zwischen den Pixeln des lichtempfindlichen Substrats
und den Pixeln der Anzeige ein elektronischer Bildspeicher bzw.
Puffer mit dieser erhöhten
effektiven Auflösung
nicht bereitgestellt werden. Das System kommt mit Bildspeichern
bzw. Puffern einer Auflösung
aus, welche eine größere der
beiden Auflösungen
von Kamera und Anzeige nicht übersteigt.
Der Bildspeicher bzw. Puffer kann damit eine Anzahl von Speicherelementen
aufweisen, welche nicht größer ist
als die Anzahl der Pixel der Kamera bzw. die Anzahl der Pixel der
Anzeige, je nachdem welche Anzahl die größere ist. Jedenfalls ist der
Bildspeicher bzw. Puffer kleiner als das vierfache der Anzahl der
Pixel der Kamera bzw. der Pixel der Anzeige, je nachdem welche Anzahl
die größere ist.
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Der
erste Scanner der Kamera ist gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
in einem Strahlengang zwischen dem Objekt und dem lichtempfindlichen
Substrat angeordnet und dazu ausgebildet, eine Bildebene der Kameraoptik
in eine Richtung zu verlagern, welche in der Bildebene orientiert
ist. Der erste Scanner kann hierbei insbesondere eine Schicht mit
einer einstellbaren Doppelbrechung umfassen.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
umfaßt
der erste Scanner der Kamera eine in dem Strahlengang vor dem lichtempfindlichen Substrat
angeordnete Lochmaske und einen Aktuator, wobei die Lochmaske eine
Mehrzahl von den lichtempfindlichen Elementen zugeordneten Öffnungen
aufweist, und wobei der Aktuator dazu ausgebildet ist, die Lochmaske
in einer in der Bildebene orientierten Richtung zu verlagern. Je
nach Scannauslenkung des Aktuators werden dann verschiedene Teilstrahlen
aus dem Strahlengang durch eine jeweilige Öffnung der Lochmaske auf das
dieser Öffnung zugeordnete
lichtempfindliche Element durchgelassen, und den Teilstrahlen zugeordnete
Lichtintensitäten
werden von dem Bildelement jeweils detektiert. Durch Ändern der
Scannauslenkung ist es damit möglich,
nacheinander verschiedene Teilbilder des Objekts aus der Kamera
auszulesen, welche sich zu einem Gesamtbild zusammensetzen lassen,
dessen effektive Auflösung
höher ist
als die Pixelauflösung der
Kamera. Diese Ausführung
des ersten Scanners ist insbesondere bei solchen lichtempfindlichen
Substraten vorteilhaft, deren lichtempfindliche Elemente mit einem
geringen Abstand voneinander angeordnet sind, so daß eine Gesamtfläche der
lichtempfindlichen Elemente größer ist
als etwa ein Viertel der Gesamtfläche des lichtempfindlichen
Substrats.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
umfaßt
der erste Scanner einen Aktuator zur Verlagerung des lichtempfindlichen
Substrats relativ zu der Kameraoptik in einer in der Bildebene orientierten
Richtung. Damit kann ähnlich
wie bei der vorangehend erläuterten
Ausführungsform
eine Erhöhung
der effektiven Auflösung
der Kamera gegenüber
einer Pixelauflösung
derselben erreicht werden, wobei diese Ausführungsform des Scanners insbesondere
vorteilhaft ist bei lichtempfindlichen Substraten, deren Bildelemente
mit Abstand voneinander angeordnet sind. Beispiele hierfür sind lichtempfindliche Substrate,
bei denen eine Gesamtfläche
der lichtempfindlichen Elemente kleiner ist als etwa ein Drittel oder
etwa ein Viertel der Gesamtfläche
des lichtempfindlichen Substrats.
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Gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
umfaßt
der zweite Scanner der Anzeige einen Scanner, welcher in dem Strahlengang
der Anzeige angeordnet und dazu ausgebildet ist, einen änderbaren
Versatz des Strahlengangs in einer in einer Ebene der Bildelemente
der Anzeige orientierten Richtung zu erzeugen. Der Scanner kann
insbesondere eine Schicht aus einem schaltbaren doppelbrechenden
Material umfassen, welche zwischen den Bildelementen und dem Auge
des Benutzers angeordnet ist.
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Gemäß einer
weitern beispielhaften Ausführungsform
umfaßt
der zweite Scanner eine in dem Strahlengang der Anzeige angeordnete
Lochmasse und einen Aktuator, um die Lochmaske relativ zu den Bildelementen
zu verlagern. Diese Ausführungsform ist
insbesondere vorteilhaft bei Anzeigen, deren Bildelemente mit einem
geringen Abstand voneinander angeordnet sind und deren Gesamtfläche mehr
als etwa ein Viertel der Gesamtfläche einnimmt.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
umfaßt
der zweite Scanner einen Aktuator zur Verlagerung der Anzeige relativ
zu einem Betrachter der Anzeige in einer Ebene der Bildelemente.
Diese Ausführungsform
ist insbesondere vorteilhaft für
Anzeigen, deren Bildelemente mit Abstand voneinander angeordnet
sind und beispielsweise eine Gesamtfläche von weniger als etwa einem
Drittel oder etwa einem Viertel der Gesamtfläche der Anzeige einnimmt.
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Gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
ist eine maximale Scannauslenkung des ersten und des zweiten Scanners
kleiner als ein Pixelabstand des lichtempfindlichen Substrats der
Kamera bzw. der Anzeige. Beispielsweise kann die Scannauslenkung
in eine Richtung etwa der Hälfte
des Pixelabstands in dieser Richtung entsprechen.
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Gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
ist der Scanner in zwei verschiedene und insbesondere zueinander
orthogonale Richtungen auslenkbar.
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Nachfolgend
werden Ausführungsformen der
Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt
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1 eine
schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Stereo-Mikroskopiesystems,
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2 eine
schematische Darstellung von Teilbildern eines mit dem Stereo-Mikroskopiesystem der 1 dargestellten
Gesamtbilds,
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3 eine
Variante eines Anzeigesystems zur Verwendung mit dem Stereo-Mikroskopiesystem der 1,
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4 eine
weitere Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Mikroskopiesystems,
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5 eine Folge von schematischen Darstellungen
zur Erläuterung
von mit dem Mikroskopiesystem der 4 erzeugten
Teilbildern,
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6 eine
weitere Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Stereo-Mikroskopiesystems,
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7 eine
schematische Darstellung zur Erläuterung
von in dem Stereo-Mikroskopiesystem der 6 erzeugten
Bildern,
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8 eine
Teilansicht einer weiteren Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Bildaufnahme-
und -wiedergabesystems,
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9 eine
Darstellung von in dem System gemäß 8 eingesetzten
Scannern,
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10 eine
Kamera bzw. eine Anzeige für ein
Bildaufnahme und -wiedergabesystem gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung, und
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11 eine
perspektivische Darstellung einer Kamera bzw. einer Anzeige für eine weitere
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Bildaufnahme-
und -wiedergabesystems.
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Ein
in 1 schematisch dargestelltes Stereo-Mikroskopiesystem 11 umfaßt ein Stereo-Bildaufnahmesystem 13 und
ein Stereo-Bildwiedergabesystem 15. Beide Systeme 13, 15 sind
symmetrisch aufgebaut, indem sie jeweils gleiche Komponenten für die Darstellung
eines Bildes eines zu untersuchenden Objekts 17 für ein linkes
Auge 18l und ein rechtes Auge 18r eines Benutzers
aufweisen. In 1 sind die Komponenten zur Darstellung
des Bildes für
das linke Auge 18l mit dem Zusatzbuchstaben "l" versehen und die Komponenten zur Darstellung
des Bildes für
das rechte Auge 18r sind mit dem Zusatzbuchstaben "r" versehen. Aufgrund des symmetrischen
Aufbaus der Komponenten werden diese nachfolgend unter Weglassung
der Zusatzbuchstaben "l" und "r" gemeinsam beschrieben.
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Das
Bildaufnahmesystem 13 umfaßt ein Haupt-Mikroskopieobjektiv 21 mit
mehreren Linsen 22, um ein von einer Objektebene 19 des
Objektivs 21 in einen Raumwinkelbereich ausgehendes objektseitiges
Strahlenbündel 23 in
ein bildseitiges paralleles Strahlenbündel 25 überzuführen. Aus
dem bildseitigen Strahlenbündel 25 greift
eine erste Kameraoptik 27 aus mehreren Linsen 28 ein
Teilstrahlenbündel 29 aus
dem bildseitigen Strahlenbündel 25 heraus
und führt
dieses einem Kamerachip 31 derart zu, daß auf diesem
die Objektebene 19 abgebildet wird.
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Da
eine Hauptachse 33 der Kameraoptik 27 mit Abstand
von einer optischen Achse 35 des Objektivs 21 angeordnet
ist, erscheint das auf den Kamerachip 31 abgebildete Bild
der Objektebene 19 unter einem Beobachtungswinkel α zur optischen
Achse 35 des Bildaufnahmesystems 13. Die beiden
Kameras 311 und 31r nehmen damit Bilder von der
Objektebene 19 auf, deren Beobachtungswinkel sich um 2α unterscheiden.
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In
einem Strahlengang des Teilstrahlenbündels 29 ist zwischen
dem Objektiv 21 und der Kameraoptik 27 ein Strahlteilerwürfel 37 angeordnet,
welcher das Teilstrahlenbündel 29 aufteilt
in den der Kameraoptik 27 zugeführten Teil und einen weiteren Teil,
in dem eine zweite Kameraoptik 41 mit Linsen 42 angeordnet
ist, welche dieses Teilstrahlenbündel
einem Kamerachip 43 derart zuführt, daß auf diesen eben falls die
Objektebene 19 abgebildet ist, und zwar unter einem Beobachtungswinkel,
der gleich dem Beobachtungswinkel α ist, unter welchem die Objektebene 19 auf
den Kamerachip 31 abgebildet ist. Allerdings weist die
Kameraoptik 27 eine doppelt so große Vergrößerung auf wie die Kameraoptik 41.
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In 2 ist
die Abbildung der Objektebene 19 auf die Kamerachips 31 und 43 schematisch
dargestellt. Beide Kamerachips 31 und 43 weisen
eine gleiche Anzahl von lichtempfindlichen Elementen bzw. Pixeln 45 auf,
welche in einem Rechteckgitter angeordnet sind. Für die Zwecke
der einfachen Darstellung der 2 haben
die Kamerachips 31 und 43 jeweils 16 Pixel 45 in
Horizontalrichtung und 12 Pixel 45 in Vertikalrichtung,
also insgesamt 192 Pixel. In der Realität ist die Anzahl der Pixel
jedoch wesentlich höher,
wie beispielsweise 1024 × 768
Pixel oder dergleichen.
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Aufgrund
der unterschiedlichen Vergrößerungen
der Kameraoptiken 27 und 41 werden auf die Kamerachips 31 und 43 unterschiedlich
große
Objektfelder der Objektebene 19 abgebildet. Auf den Kamerachip 31 wird
ein kleines Objektfeld 1 abgebildet, dessen Ausdehnung
halb so groß ist
wie ein Objektfeld 3, welches auf den Kamerachip 43 abgebildet wird.
Das Objektfeld 1 ist innerhalb des Objektfelds 3 zentriert.
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Das
Bildwiedergabesystem 15 umfaßt ein Okular 51 aus
mehreren Linsen 52, in welches das Auge 19 des
Benutzers Einblick nimmt. Dem Okular 51 wird eine Überlagerung
von zwei Bildern zugeführt,
welche jeweils von einem LCD-Bildschirm 53 bzw. 55 dargestellt
werden. Hierzu umfaßt
eine Anzeigeoptik 57 ein Objektiv 59 zur Vergrößerung des von
der Anzeige 55 dargestellten Bildes und ein Objektiv 61 aus
mehreren Linsen 62 zur Vergrößerung des von der Anzeige 53 dargestellten
Bildes und einen Strahlteiler 63, um eine Überlagerung
der von den Kameras 53 und 55 dargestellten Bilder
dem Okular 51 zuzuführen.
Hierbei weist das Objektiv 59 zur Vergrößerung des Bildes der Anzeige 55 eine doppelt
so große
Vergrößerung auf
wie das Objektiv 61 zur Vergrößerung des Bildes der Anzeige 53.
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Der
Anzeige 55 werden über
eine Datenleitung 67 die von dem Kamerachip 31 erzeugten
Bildsignale zur Darstellung zugeführt, und der Anzeige 53 werden über eine
Datenleitung 69 die von dem Kamerachip 43 erzeugten
Bildsignale zur Darstellung zugeführt. Die beiden Anzeigen 53 und 55 weisen
jeweils eine gleiche Anzahl von Pixeln auf wie die beiden Kamerachips 31 und 43,
so daß die
Anzeigen 53 und 55 genau die Bilder wiedergeben,
die die Kameras 43 bzw. 31 aufgenommen haben.
Aufgrund der unterschiedlichen Vergrößerungen der beiden Objektive 60 und 62 erscheinen
allerdings die beiden Anzeigen 53 und 55 unterschiedlich
groß,
wie dies in 2 ebenfalls schematisch wiedergegeben
ist. Hierbei ist das Bild der Anzeige 55 innerhalb des
Bildes der Anzeige 53 zentriert. Da die beiden Anzeigen 53 und 55 jeweils
eine gleiche Anzahl von Pixeln 57 aufweisen, ist allerdings
eine sichtbare Pixeldichte in dem Bild der Anzeige 55 jeweils
in Horizontalrichtung und Vertikalrichtung doppelt so groß wie die
entsprechende sichtbare Pixeldichte in dem Bild der Anzeige 53.
Damit wird der zentrale Bereich 1 der Objektebene 19 für das Auge 18 mit
einer doppelt so großen Auflösung dargestellt
wie das größere Objektfeld 3.
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Damit
kann der Benutzer den Gegenstand seines Interesses an dem Objekt 17 in
dem zentralen Bereich 1 des Objektfeldes 19 anordnen
und dann seinen Blick auf die Mitte des von den Anzeigen 53 und 55 dargestellten
Gesamtbildes richten. Ihm erscheint dann der Gegenstand mit der
erhöhten
Auflösung,
welche an sich der Auflösung
von verwendeten Kameras mit 24 × 32
Pixeln und entsprechend Anzeigen mit 24 × 32 Pixeln in der vereinfachten
Darstellung der 2 entsprechen. In dem Rand des
Bildes der Anzeige 53, welcher das Bild der Anzeige 55 umgibt,
ist die Auflösung
allerdings nur halb so groß wie in
dem Bild der Anzeige 55. Allerdings wird auch die Auflösung des
menschlichen Auges zum Rande des Gesichtsfeldes hin geringer, so
daß diese
geringere Auflösung
des Bildes der Anzeige 53 die Qualität des von dem Benutzer wahrgenommenen
Gesamtbildes kaum schmälert.
Es wird mit dem Mikroskopiesystem 11 somit eine Qualität des von
dem Benutzer wahrgenommenen Bildes des Objekts 17 erreicht,
wie sie bei Verwendung nur einer einzigen Kamera und einer einzigen
Anzeige nur mit Kamerachips und Anzeigen mit einer vierfach größeren Pixelzahl
möglich
ist.
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Zur
weiteren Erhöhung
der Qualität
des Gesamtbildes wird ein zentraler Bereich des Bildes der Anzeige 53,
welcher in dem Gesamtbild dem Bereich des Bildes der Anzeige 55 entspricht,
nicht dargestellt. Hierzu gibt es wenigstens folgende Möglichkeiten:
es wird dieser Bereich bereits in dem Strahlengang zu der Kamera 43 hindurch
beispielsweise eine Blende oder dergleichen entfernt, oder es werden
die belichteten Pixel des entsprechenden Bereichs auf dem Kamerachip 43 nicht
von dem Kamerachip 43 ausgelesen oder nicht zu der Anzeige 53 hin
geleitet, oder es werden die entsprechenden Pixel 57 der
Anzeige 53 inaktiv geschaltet, oder es ist eine Blende
in dem Strahlengang zwischen der Anzeige 53 und dem Strahlteiler 57 vorgesehen,
um die entsprechenden Bereiche aus dem Bild der Anzeige 53 auszublenden.
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Nachfolgend
werden weitere Varianten der anhand der 1 und 2 erläuterten
Ausführungsformen
beschrieben. Hierbei sind Komponenten, die Komponenten der 1 und 2 hinsichtlich
ihrer Funktion oder ihres Aufbaus entsprechen, mit den gleichen
Bezugsziffern wie in den 1 und 2 versehen
zur Unterscheidung jedoch durch einen Buchstaben ergänzt.
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In 3 ist
ein Bildwiedergabesystem 15a schematisch dargestellt, welches
ergänzend
oder als Alternative zu den anhand der 1 erläuterten
Okularen zusammen mit dem Bildaufnahmesystem 13 der 1 verwendbar
ist. Das Bildwiedergabesystem 15a ist als eine kopfgetragene
Anzeigevorrichtung bzw. ein head mounted display ausgebildet, welches
an einem Kopf 71 des Benutzers fest anbringbar ist. Das
Anzeigesystem umfaßt
eine Lichtquelle 73, deren Licht mit einem Kollimator 74 kollimiert wird,
um eine LCD-Anzeige 53a zu beleuchten, welche an die Datenleitung 69 angeschlossen
ist. Das Bild der LCD-Anzeige 53 wird durch eine Linse 75 und
eine Linse 76 geführt
und an einem gekrümmten halbdurchlässigen Spiegel 63a reflektiert,
um ein Bild auf einer Retina 77 des Auges 18 zu
formen. Die LCD-Anzeige 53a stellt
damit das Bild des größeren Objektfeldes 3 dar.
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Das
Bildwiedergabesystem 15a umfaßt weiter eine Lichtquelle 78,
deren Licht mit einem Kollimator 79 zu einem parallelen
Strahl geformt wird, um eine weitere LCD-Anzeige 55a zu
beleuchten, welcher Daten über
die Steuerleitung 67 zugeführt werden. Das Bild der Anzeige 55a wird über eine
Linse 80 und eine weitere Linse 81 geführt, durchsetzt
den halbdurchlässigen
Spiegel 63a und erzeugt ebenfalls ein Bild auf der Retina 77 des
Auges, welches dem von der LCD-Anzeige 53a erzeugten Bild
in einem zentralen Bereich überlagert
ist. Die Retina 77 erkennt damit wiederum den zentralen
Bereich 1 des Objektfeldes 19 mit einer höheren Auflösung als
einen diesen zentralen Bereich umgebenden Randbereich, ebenso wie
dies in 2 schematisch erläutert ist.
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Ein
in 4 schematisch dargestelltes Bildaufnahme und -wiedergabesystem 1b umfaßt ein Bildaufnahmesystem 13b zur
Aufnahme eines Bildes eines Objekts 17b und ein Bild wiedergabesystem 15b zur
Darstellung des aufgenommenen Bildes zur Betrachtung mit einem Auge 18b eines
Benutzers.
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Das
Bildaufnahmesystem 13b umfaßt eine Kamera 14 mit
einer Kameraoptik 16, deren Komponenten entlang einer optischen
Achse 33b zwischen einer Objektebene 19b und einer
Bildebene angeordnet sind, in welcher ein Kamerachip 43b angeordnet ist.
Die Kameraoptik 16 umfaßt ein Objektiv 21b,
ein Zoomsystem 91 zur Einstellung einer Vergrößerung der
Abbildung von der Objektebene 19b auf den Kamerachip 43b und
eine Adapterlinse 93.
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Das
Zoomsystem
91 ist ein afokales Zoomsystem änderbarer
Brechkraft, welches zwei Linsenbaugruppen
95 und
97 aufweist,
welche mit festem Abstand entlang der optischen Achse
33b angeordnet
sind. Die Linsenbaugruppe
95 umfaßt eine Linse
98 negativer
Brechkraft, welche mit einer Linse
99 positiver Brechkraft
verkittet ist. Auf der mit der Linse
99 nicht verkitteten
Oberfläche
der Linse
98 ist eine Linse
100 änderbarer
Brechkraft fest aufgebracht, deren Brechkraft bzw. optische Wirkung
durch Anlegen elektrischer Signale änderbar ist. Derartige Linsen änderbarer
optischer Brechkraft sind beispielsweise aus
US 4,795,248 ,
US 6,317,190 B1 ,
US 5,617,109 ,
US 4,909,626 ,
US 4,781,440 ,
US 4,190,330 ,
US 4,572,616 und
US 5,815,233 bekannt, deren Offenbarung
in die vorliegende Anmeldung durch Inbezugnahme vollumfänglich aufgenommen wird.
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Die
Linsenbaugruppe 97 umfaßt eine Linse 101 negativer
Brechkraft, welche mit einer Linse 102 positiver Brechkraft
verkittet ist. Auf der mit der Linse 101 nicht verkitteten
Oberfläche
der Linse 102 ist eine Linse 103 änderbarer
Brechkraft flächig
aufgebracht.
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Die
Linsen 100 und 103 änderbarer Brechkraft sind von
einer Steuerung 105 ansteuerbar, um deren Brechkräfte im Hinblick auf
eine Änderung
der Vergrößerung des
Zoomsystems 91 anzusteuern.
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Elektrisch
ansteuerbare Linsen sind zur Realisierung des Zoomsystems 91 gut
geeignet, da diese eine schnelle Umstellung der Vergrößerung des Zoomsystems
ermöglichen.
Allerdings ist es auch möglich,
im Rahmen der Erfindung einsetzbare Zoomsysteme bereitzustellen,
welche relativ zueinander mechanisch verlagerbare optische Komponenten
zur Änderung
der Vergrößerung umfassen.
Beispiele für
optische Systeme mit Linsen einstellbarer optischer Wirkung sind
in der deutschen Patentanmeldung Nr. 103 49 293.3 der Anmelderin
beschrieben, deren Offenbarung durch Inbezugnahme vollumfänglich in
die vorliegende Anmeldung aufgenommen wird.
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In
der Darstellung der 4 sind die einstellbaren Linsen 100 und 103 nicht
als Schichten konstanter Dicke dargestellt sondern als entsprechende Linsen
aus Glas, welche eine der Einstellung entsprechende Brechkraft bereitstellen.
Die Linsen 100 und 103 des Zoomsystems 91 werden
von der Steuerung 105 derart angesteuert, daß eine Vergrößerung des
Zoomsystems 2,0fach ist.
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Ein
bei einer eingestellten Vergrößerung des Zoomsystems 91 durch
den Kamerachip 43 auf genommenes Bild der Objektebene 19b wird über eine Leitung 109 von
einer Hauptsteuerung 107 des Bildaufnahme und -wiedergabesystems 1b übertragen. Von
dort wird das Bild über
eine Leitung 111 auf eine Anzeige 55b des Bildwiedergabesystems 15b übertragen.
Das Bildwiedergabesystem 15b umfaßt neben der Anzeige 55b entlang
einer optischen Achse eine Adapterlinse 113, ein Zoomsystem 91' und ein Okular 51b mit
mehreren Linsen 52. Das Zoomsystem 91' weist einen ähnlichen
Aufbau auf wie das Zoomsystem 91 des Bildaufnahmesystems 13b.
So umfaßt
das Zoomsystem 91' eine
Linsenbaugruppe 95' mit
zwei Linsen 99' und 98' fester optischer
Wirkung und eine Linse 100' einstellbarer
optischer Wirkung, welche von einer Steuerung 105' angesteuert ist.
Die Linsenbaugruppe 97' umfaßt zwei
Linsen 101', 102' fester Brennweite
und eine Linse 103' einstellbarer
optischer Wirkung, welche ebenfalls von der Steuerung 105' ansteuerbar
ist. In der in 4 gezeigten Darstellung weist
das Zoomsystem 91' eine
Vergrößerung von
1,3 auf. Unter Berücksichtigung
der vergrößerten Wirkung
des Objektivs 51b, der Adapteroptik 93, der Adapteroptik 113 und
des Okulars 51b ist eine Gesamtvergrößerung des Bildaufnahme und
-wiedergabesystems etwa 5 bis 50fach.
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Die
Hauptsteuerung 107 kontrolliert die Steuerungen 105, 105' der Zoomsysteme 91, 91' derart, daß zeitlich
nacheinander drei verschiedene Vergrößerungen der Zoomsysteme 91 und 91' eingestellt
werden, und bei einer jeden Vergrößerung ein Teilbild von dem
Kamerachip 43b an die Steuerung 107 ausgelesen
und von dieser auf die Anzeige 55b übertragen wird. Diese drei
Einstellungen werden nachfolgend anhand der 5a, 5b und 5c erläutert. Bei
einer jeden der drei Einstellungen ist eine Gesamtvergrößerung des
Bildaufnahme und -wiedergabesystems 1b gleich. Allerdings
sind die Vergrößerungen
der beiden Zoomsysteme 91 und 91' in den drei Stellungen verschieden.
Um die Gesamtvergrößerung gleich
zu halten, muß hierzu
bei einer Verringerung der Vergrößerung des
Zoomsystems 91 die Vergrößerung des Zoomsystems 91' entsprechend
erhöht
werden.
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In
der in 5a dargestellten Situation hat die
Vergrößerung des
Zoomsystems 91 unter den drei verschiedenen Einstellungen
ihren größten Wert, und
es wird ein kleiner zentraler Teil 1b des Objektfeldes
auf den Kamerachip 43b abgebildet. Die von dem Kamerachip 43b detektierten
Bilddaten werden auf die Anzeige 55b übertragen, welche von dem Benutzer
als ein kleiner Teil 115 seines Bildfeldes wahrge nommen
wird, da die Vergrößerung des
Zoomsystems 91' in
dieser Einstellung ihren kleinsten Wert aufweist. In der nächsten Einstellung
wird die Vergrößerung des
Zoomsystems 91 auf einen mittleren Wert eingestellt, so
daß ein
mittelgroßer
Teil 3b des Objektfeldes, welcher in 5b schraffiert
dargestellt ist, auf den Kamerachip 43b abgebildet wird. Die
von dem Kamerachip 43b erzeugten Bilddaten werden auf die
Anzeige 55b übertragen,
wobei allerdings nicht der gesamte Bildinhalt des Kamerachips 43b übertragen
wird, sondern nur Bilddaten, welche in einem Bereich 114 außerhalb
eines zentralen Bereichs 113 der Fläche des Chips 43b angeordnet sind.
Der Bereich 113 entspricht in diesem Bild der Objektebene 19b dem
Teilbereich 1b, welcher bei der vorangehenden Einstellung
(vergleiche 5a) bereits als Bild aufgenommen
wurde. Der den zentralen Bereich 113 umgebende Randbereich 114,
welcher in 5b schraffiert dargestellt ist,
enthält
damit Bildinformation, welche in den vorangehenden in 5a erläuterten
Schritt, nicht bereits aufgenommen wurde.
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Damit
wird in einem im rechten Teil der 5b gezeigten
Ringbereich 116 um den zentralen Bereich 115 Bildinformation
erzeugt, welche von dem Auge 18b des Benutzers wahrgenommen
wird.
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Bei
einer anhand der 5c erläuterten Einstellung der Vergrößerungen
der Zoomsysteme 91, 91' weist das Zoomsystem 91 seine
kleinste Vergrößerung unter
den drei Einstellungen auf, so daß ein großer Teil 5b der Objektebene 19b auf
den Kamerachip 43b abgebildet wird. Die Bildinformation
wird wieder von dem Kamerachip 43b über die Hauptsteuerung 107 auf
die Anzeige 55b übertragen,
wobei allerdings lediglich die Information aus dem Ringbereich 114 um
den zentralen Bereich 113 des Kamerachips 43b auf
die Anzeige 55b übertragen
wird.
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Die
Vergrößerungen
in den drei Einstellungen sind so aufeinander abgestimmt, daß die Fläche des
zentralen Bereichs 113 im Bild auf dem Kamerachip 43b dem
Teil 3b in der Objektebene 19b entspricht, welcher
in den vorangehend beschriebenen Einstellungen (vergleiche 5a, 5b)
bereits an die Anzeige übertragen
und durch diese dargestellt wurde.
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Somit
wird in der ersten Einstellung der 5a zuerst
der kleine Teilbereich 1b der Objektebene als zentraler
kleiner Teil 115 des Gesamtbildes dargestellt, und zwar
mit der vollen Auflösung
der Kamera 43b bzw. der Anzeige 55b. Daraufhin
wird in der Einstellung der 5b der
mittelgroße
Bereich 3b der Objektebene 19b, aus welchem allerdings
der kleine zentrale Bereich 1b herausgenommen ist, als Ringbereich 116 durch
die Anzeige 55b dargestellt, und zwar wiederum mit der
vollen Auflösung
der Anzeige 55b, wobei diese Auflösung allerdings aufgrund der
geänderten
Vergrößerung des
Bildwiedergabesystems 15b von dem Benutzer als eine geringere
effektive Auflösung
wahrgenommen wird.
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Weiter
wird in der in 5c erläuterten Einstellung der große Bereich 5b des
Objektfeldes 19b durch die Anzeige 55b dargestellt,
wobei aus der Darstellung allerdings der mittelgroße Bereich 3b der Objektebene 19b ausgenommen
ist. Auch für
diese Darstellung in dem äußeren Ringbereich 117 des
Gesamtbildes wird wieder die volle Auflösung der Anzeige 55b eingesetzt,
welche allerdings von dem Benutzer aufgrund der nochmals erhöhten Vergrößerung des
Zoomsystems 91' als
geringere effektive Auflösung
wahrgenommen wird als die Darstellung des Ringbereichs 116 in
der Einstellung gemäß 5b oder
gar des zentralen Bereichs 115 in der Einstellung der 5a.
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Somit
ermöglicht
es das Bildaufnahme und -wiedergabesystem 1b, das Objekt
mit einer Auflösung
zu betrachten, welche in dem Zentrum des betrachteten Bildfeldes
besonders hoch ist, in einem dieses Zentrum umgreifenden Ringbereich
erniedrigt ist und in einem diesen Ringbereich umschließenden weiteren
Ringbereich noch weiter erniedrigt ist. Da der Benutzer seinen Blick
meist auf das Zentrum gerichtet hat und dort auch der Bereich des
Objekts angeordnet ist, welcher den Benutzer am meisten interessiert,
kann der Benutzer diesen interessierten Bereich mit der höchsten der
drei verschiedenen Auflösungen
wahrnehmen und empfindet das erzeugte Bild qualitativ als besonders
hochwertig. Die abnehmende Auflösung
in zwei Stufen zum Rand des wahrgenommenen Bildes hin nimmt der
Benutzer hinsichtlich der Qualität
der Abbildung nicht als nachteilhaft wahr, da auch das Auflösungsvermögen des menschlichen
Auges zum Rande des Gesichtsfeldes hin abnimmt.
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In
dem anhand der 4 und 5 erläuterten Beispiel
werden drei verschiedene Einstellungen der Vergrößerungen des Bildaufnahmesystems
und des Bildwiedergabesystems beschrieben. Es ist jedoch auch möglich, hier
eine größere Zahl
von Einstellungen zu verwenden, wozu insbesondere die Vergrößerungen
des Bildaufnahmesystems und des Bildwiedergabesystems kontinuierlich
oder quasi-kontinuierlich geändert
werden können.
Abgesehen von der Einstellung, bei der die Vergrößerung des Bildaufnahmesystems
maximal ist, sind dann die Ringbereiche (vergleiche 114 in 5b, 5c),
welche zum Aufbau des Gesamtbildes auszulesen sind, immer schmaler
je mehr Einstellungen der Vergrößerung eingesetzt
werden. Bei einer sehr großen
Zahl von Einstellungen ist es dann möglich, den Ringbereich 114 durch
vier Zeilendetektoren bereitzustellen, deren Bildinhalte sehr schnell
an die Steuerung 107 bzw. die Anzeige 55b übertragbar
sind. Entsprechend kann auch die Anzeige 55b zur Anzeige
der Ringbereiche Zeilendisplays verwenden, welche entsprechend schnell
ansteuerbar sind.
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Bei
einigen der Einstellungen der Vergrößerungen des Bildaufnahme und
-wiedergabesystems 1b werden lediglich Teile des Kamerachips 43b ausgelesen
und entsprechend lediglich Teile der Anzeige 55b zur Darstellung
des Bildes gebraucht. Dadurch ist eine hohe Redundanz von übertragenen
Daten nicht gegeben. Deshalb eignen sich diese Daten auch zur Aufzeichnung
der aufgenommenen Bilder durch ein Aufzeichnungsgerät 121.
Dort wird für
eine jede der eingestellten Vergrößerungen ein zugeordneter Datensatz
abgespeichert, wobei bei der beschriebenen Ausführungsform jeweils drei solcher Datensätze zusammen
ein Gesamtbild des Objekts 17 repräsentieren. Bei einer geänderten
Anzahl von verschiedenen Einstellungen der Vergrößerungen würden dann entsprechend mehr
oder lediglich zwei solcher Datensätze, von denen nicht sämtliche
die gesamte Bildinformation des Kamerachips 43b pro Einstellung
enthalten, eingesetzt.
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Ein 6 schematisch
dargestelltes Stereo-Mikroskopiesystem 1c umfaßt ein Hauptobjektiv 21c zur Überführung eines
von einer Objektebene 19c ausgehenden objektseitigen Strahlenbündels 23c in
ein bildseitiges Strahlenbündel 25c,
aus welchem eine rechte Kameraoptik 27cr ein rechtes Teilstrahlenbündel 29cr herausgreift
und einem Kamerachip 31cr derart zuführt, daß auf diesen die Objektebene 19c abgebildet
ist. Eine linke Kameraoptik 27cl greift aus dem bildseitigen
Strahlenbündel 25c ein Teilstrahlenbündel 29cl heraus
und führt
dieses einem Kamerachip 31cl derart zu, daß auf diesen ebenfalls
die Objektebene 19c abgebildet ist. Die auf die Kamerachips 31cl und 31cr abgebildeten
Bilder der Objektebene 19c unterscheiden sich hinsichtlich ihres
Beobachtungswinkels um 2α.
Ferner unterscheiden sich die auf die Kamerachips 31cl und 31cr abgebildeten
Bilder hinsichtlich Ihrer Vergrößerung aufgrund
unterschiedlicher Vergrößerungen
der Kameraoptiken 27cl und 27cr, wie dies in 7 schematisch
dargestellt ist. Auf den Kamerachip 31cl ist ein kleinerer
zentraler Teil der Objektebene 19c abgebildet, und auf
den Kamerachip 31cr ist ein größerer Teil 3c der
Objektebene 19c abgebildet, wobei der kleinere Teil 1c in
dem größeren Teil 3c zentriert
angeordnet ist.
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Ein
Wiedergabesystem 15c des Stereo-Mikroskopiesystems 1c ist
symmetrisch aufgebaut und umfaßt
für ein
linkes Auge 18cl und ein rechtes Auge 18cr eines
Benutzers jeweils eine Anzeige 55c, eine Anzeigeoptik 59c und
ein Okular 51c, um ein durch die Anzeige 55c dargestelltes
Bild zu betrachten.
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Eine
Hauptsteuerung 107 empfängt über eine
Datenleitung 123 Bilddaten des Kamerachips 31cr und
leitet diese direkt über
eine Datenleitung 124 an die Anzeige 55cr weiter.
Die Steuerung 107 enthält
einen Bildspeicher bzw. Puffer 121, in welchem ein Gesamtbild
zusammengesetzt wird und an die Anzeige 55cl ausgegeben
wird. Das Gesamtbild ist zusammengesetzt aus einem zentralen Teilbild 123,
welches die Bilddaten repräsentiert,
welche als Bild aus dem Kamerachip 31cl ausgelesen und über eine
Datenleitung 126 an die Steuerung 107 übertragen
werden. Ferner umfaßt
das Gesamtbild ein Teilbild 127, welches in dem Gesamtbild
einen den zentralen Teil 125 umschließenden Ring bildet. Die Bilddaten
des Teilbildes 127 stammen aus Bilddaten, welche von dem
Kamerachip 31cr ausgelesen werden, wie dies aus 7 schematisch
ersichtlich ist. Das in dem Puffer 121 derart zusammengesetzte
Gesamtbild wird über
eine Datenleitung 122 dann auf die Anzeige 55cl übertragen.
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Damit
sieht das linke Auge 18cl des Benutzers den zentralen Bereich 1c der
Objektebene 19c mit einer hohen Auflösung und unter einem Betrachtungswinkel,
der verschieden ist von dem Betrachtungswinkel, unter dem das rechte
Auge 18cr den zentralen Bereich 1c wahrnimmt.
Somit entsteht für den
zentralen Bereich 1c der Objektebene 19c ein stereoskopischer
Eindruck, wobei allerdings lediglich das rechte Auge 18cr die
vergleichsweise erhöhte Auflösung wahrnimmt.
Der den zentralen Bereich 1c umschließende Teil des größeren Bereichs 3c erscheint
dem linken Auge 18cl und dem rechten Auge 18cr unter
einem gleichen Betrachtungswinkel und mit gleicher geringerer Auflösung. Damit
ergibt sich in dem Außenbereich
des wahrgenommenen Bildes kein Stereoeindruck. Dies kann allerdings
in Kauf genommen werden, da der Benutzer sein Interesse meist auf
den zentralen Bereich des Bildes fokussiert. Dort erhält auch
das linke Auge die höhere
Auflösung,
welche gegenüber
der geringeren Auflösung des
rechten Auges dominiert, so daß der
Benutzer ein stereoskopisches Gesamtbild des Objekts mit einer erhöhten Qualität wahrnimmt.
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Ein
in 8 schematisch dargestelltes Bildaufnahme und -wiedergabesystem 1d umfaßt ein Bildaufnahmesystem 13d mit
einem Kamerachip 43d und ein Bildwiedergabesystem 15d mit
einem Anzeigechip 55d. Der Kamerachip 43d weist
eine Vielzahl von Pixeln 45d auf, welche in einer Ebene
angeordnet sind. Unmittelbar vor der Ebene der Pixel 45d im Strahlengang
des Anzeigesystems 13d sind zwei Schichten 201 und 202 aus
einem von einer Steuerung 107d ansteuerbaren doppelbrechenden
Material angeordnet. In einem Ansteuerzustand, in dem keine der
Schichten 201, 202 erregt ist, durchsetzen Lichtstrahlen
die Schichten 202 und 201 geradlinig wie dies
exemplarisch in 8 durch einen Strahl 205 angedeutet
ist. Ein Strahl 206 repräsentiert eine Ansteuersituation,
in der die Schicht 202 angesteuert ist, um die Lichtstrahlen
um eine Strecke d in y-Richtung zu versetzen, wobei die Strecke
d halb so groß ist
wie ein Pixelabstand des Kamerachips 43d in y-Richtung.
Durch Ansteuerung der Schicht 201 ist es möglich, die
Lichtstrahlen ebenfalls um eine Strecke d in x-Richtung zu versetzen.
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Mit
dem Kamerachip 43d werden zeitlich nacheinander vier Bilder
aufgenommen und in die Steuerung 107d eingelesen, wobei
bei einem jeden aufgenommenen Bild eine andere Ein stellung für die Schichten 201 und 202 gewählt ist
wie dies in 9 schematisch dargestellt ist.
Die Pixel 45d des Kamerachips 43d weisen jeweils
eine Größe auf,
welche in x- und
y-Richtung kleiner als die Hälfte
des Pixelabstandes ist, so daß die
Fläche
der Pixel 45d etwa ein Viertel der gesamten Fläche des
Kamerachips 43d beträgt.
In einem Bereich I der 9 ist eine Ansteuerung der Schichten 201, 202 erläutert, in
der keine der Schichten einen Versatz einführt. In einem Bereich II der 9 ist
eine Situation dargestellt, in der die Schicht 202 nicht
erregt ist und die Schicht 201 dazu erregt ist, um einen
Versatz um eine Strecke d in x-Richtung für sämtliche Lichtstrahlen einzuführen. In
einem Bereich III der 9 sind beide Schichten 201, 202 erregt,
um einen Versatz von d sowohl in x-Richtung als auch in y-Richtung
für sämtliche
Lichtstrahlen einzuführen,
und in einem Bereich IV der 9 ist die
Schicht 201 nicht erregt und die Schicht 202 derart
erregt, daß diese
einen Versatz von d in y-Richtung einführt.
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Auf
diese Weise werden, aus einer Sicht des von dem Bildaufnahmesystem 13d aufgenommenen Objekts
die Pixel 45d des Kamerachips 43d nacheinander
derart versetzt, daß nach
der Durchführung sämtlicher
Einstellung ein jeder Strahl des Strahlquerschnitts einmal auf einen
lichtempfindlichen Pixel 45d getroffen ist. Damit wird
der volle Strahlquerschnitt hinsichtlich seiner Intensität vermessen
und nicht lediglich ein Viertel des Teils, wie dies der Fall wäre, wenn
die Schichten 201 und 202 nicht nacheinander in
den vier Einstellungen betrieben werden würden.
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Da
die Bilder aus dem Kamerachip 43d für eine jede der Einstellungen
I, II, III, IV separat ausgelesen werden, ist es möglich, aus
den vier ausgelesenen Bildern ein Gesamtbild zu errechnen, welches
in x- und y-Richtung jeweils eine effektive Auflösung aufweist, welche doppelt
so groß ist wie
die durch den Pixelabstand in der Richtung gegebene physikalische
Auflösung
des Kamerachips 43d.
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Das
Anzeigesystem 15d umfaßt
einen Anzeigechip 55d mit einer Anzahl von Pixeln, welche der
Anzahl der Pixel des Kamerachips 43d entspricht. In dem
Strahlengang des Anzeigesystems 15d sind unmittelbar vor
der Ebene der Pixel 45d zwei Schichten 201 und 202 des
ansteuerbaren doppelbrechenden Materials angeordnet, welche von
der Steuerung 107d synchron mit den entsprechenden Schichten 201, 202 des
Bildaufnahmesystems 13d angesteuert werden. Damit erscheinen
aus einer Sicht des Betrachters der Anzeige 55d die Pixel
in vier Schritten nacheinander jeweils nicht versetzt, um eine Strecke
d in x-Richtung versetzt, um eine Strecke d jeweils in x- und y-Richtung
versetzt, und um eine Strecke d in y-Richtung versetzt, so daß auch der
Betrachter das Bild mit einer effektiven Auflösung wahrnimmt, die in x- und
y-Richtung jeweils doppelt so groß ist wie die physikalische
Auflösung
der Anzeige 55d.
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In
einer jeden Einstellung I bis IV der Erregung der Schichten 201 und 202 wird
der Kamerachip 43d von der Steuerung 107d ausgelesen,
und die entsprechenden Bilddaten werden unmittelbar an den Anzeigechip 55d übermittelt.
Danach wird die Einstellung der Schichten 201 und 202 geändert, und es
wird wiederum der Kamerachip 43d ausgelesen und es werden
wieder die entsprechenden Bilddaten an den Anzeigechip 55d übermittelt.
Somit ist das Bild mit der erhöhten
effektiven Auflösung
nach der Durchführung
der Schritte I bis IV aufgenommen und mit dieser erhöhten effektiven
Auflösung
auch dargestellt worden. Allerdings muß die Steuerung 107d hierzu
nicht einen Bildspeicher bzw. Puffer umfassen, um dieses Gesamtbild
mit der erhöhten
Auflösung aus
den vier Einzelbildern zusammenzufügen, weshalb die Steuerung 107d mit
einem vergleichsweise kleinen Speicher auskommt.
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In
der anhand der 8 und 9 erläuterten
Ausführungsform
wird der Versatz des Strahlengangs durch ansteuerbare doppelbrechende
Schichten erzielt. 10 stellt eine Variante dieser
Ausführungsform
dar.
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Ein
in 10 gezeigtes Bildaufnahmesystem 13e umfaßt einen
auf einem Träger 211 montierten
Kamerachip 43e mit einer Vielzahl von Pixeln 45e.
Der Träger 211 liegt
auf einer Basis 213 eines Rahmens 215 auf. Zwischen
Wangen 217 des Trägers 215 und
Stirnseiten des Trägers 211 sind
piezoaktive Elemente 219 eingefügt, welche eine Position des
Kamerachips 43e relativ zu dem Träger 215 in x-Richtung
und in y-Richtung festlegen. Die Piezoelemente 219 sind
von einer Steuerung 107e, welche ebenfalls den Kamerachip 45e ausliest,
ansteuerbar, um den Träger 211 und
damit auch den Kamerachip 45e in x- und y-Richtung relativ
zu dem Rahmen 215 um eine Sub-Pixeldistanz zu verlagern. Auf diese Weise
kann nach einem Schema, wie es anhand der 9 erläutert wurde,
ebenfalls ein Bild eines Objekts aufgenommen werden, dessen effektive
Auflösung
die Pixelauflösung
des Kamerachips 43e übersteigt.
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In
der anhand der 10 erläuterten Variante wird durch
die Ansteuerung der Aktuatoren 219 ein Versatz der Pixel 45e des
Kamerachips 43e erreicht. Es ist jedoch auch möglich, auf
dem Träger 211 einen Anzeigechip
zu montieren, um die anhand der 10 erläuterten
Prinzipien zur Erzeugung eines Versatzes um eine Sub-Pixeldistanz
im Strahlengang des Bildaufnahmesystems 13e auch in einem
Strahlengang eines Bildwiedergabesystems zu erzeugen und damit eine
erhöhte
Auflösung
eines kombinierten Bildaufnahme- und -wiedergabesystems zu erreichen,
ohne einen Bildspeicher für
das Bild der erhöhten
Auflösung
bereitstellen zu müssen.
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In 11 ist
eine weitere Variante eines Bildaufnahmesystems 13f perspektivisch
vereinfacht dargestellt. Dieses Bildaufnahmesystem 13f umfaßt eine
Basis 213, auf welcher ein Kamerachip 43f mit einer
Vielzahl von Pixeln 45f angeordnet ist, welche eine Pixelgesamtfläche aufweisen,
die größer als
ein Viertel der Fläche
des lichtempfindlichen Bereichs des Kamerachips 43f ist.
Ständer 231 aus
einem Elastomermaterial tragen eine Lochmaske 235 mit Löchern 236 derart,
daß die
Lochmaske 235 mit einem kleinen Abstand von einer Fläche der
Pixel 45f angeordnet ist, wobei einem jeden Pixel 45f ein
Loch 236 der Lochmaske 235 zugeordnet ist. Die
Löcher 236 nehmen
ein Viertel der Fläche
der Lochmaske 235 ein. Auf der Basis 213 sind
starre Säulen 239 angeordnet,
welche Piezoaktuatoren 219f tragen, welche an Stirnseiten
der Lochmaske 235 anliegen und damit die Lochmaske 235 in
x- und y-Richtung festlegen. Die Aktuatoren 219f sind durch
eine in 11 nicht gezeigte Steuerung
ansteuerbar und die Lochmaske relativ zu dem Kamerachip 43f um
eine Sub-Pixeldistanz jeweils in x- und y-Richtung zu verlagern,
so daß durch
vier verschiedene Einstellungen der Aktuatoren bzw. der relativen
Lage zwischen der Lochmaske 235 und dem Kamerachip 43f das
anhand der 9 erläuterte Verfahren zur Erhöhung einer
effektiven Auflösung
des Bildaufnahmesystems 13f über eine physikalische Auflösung des
Kamerachips 43f ausgeführt
werden kann.
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Dieses
Prinzip kann auch auf ein Bildwiedergabesystem angewendet werden,
wenn statt dem Kamerachip 43f ein entsprechender Anzeigechip
in der in 11 gezeigten Vorrichtung angeordnet
wird.
-
Ein
Bildaufnahme- und -wiedergabesystem umfaßt wenigstens eine Kamera mit
einer ersten Kameraoptik zum Abbilden des Objekts auf ein lichtempfindliches
erstes Substrat der ersten Kamera und Aufnehmen wenigstens eines
ersten Teilbilds und eines zweiten Teilbilds, wobei das erste Teilbild eine
einen kleineren Bereich des Objekts und diesen mit einer höheren Auflösung repräsentiert
als das zweite Teilbild; und ein Anzeigesystem zum Überlagern
des ersten Teilbildes und des zweiten Teilbildes zu einem von einem
Auge eines Benutzers wahrnehmbaren Gesamtbild des Objekts.