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Die
Erfindung betrifft die Verwendung eines Klebebandes zur Verklebung
von Photovoltaik-Modulen sowie eine geeignetes Verfahren zur Verklebung
von Photovoltaik-Modulen.
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Photovoltaik-Module
(PV-Modul) sind besondere optoelektronische Bauteile. Unter Photovoltaik (PV)
versteht man die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich
Sonnenenergie, in elektrische Energie mit Hilfe von Solarzellen.
Solarzellen gibt es in verschiedenen Ausführungsformen am
weitesten verbreitet sind Dickschicht-Siliziumzellen entweder als
monokristalline Zellen (c-Si) oder multikristalline Zellen (mc-Si).
Vermehrt Verbreitung finden Dünnschichtzellen aus amorphem
Silizium (a-Si), GaAs (Galliumarsenid), CdTe (Cadmiumtellurid),
CIS (Kupfer, Indium, Selen), CIGS (Kupfer, Indium, Gallium, Selen),
sowie organische Solarzellen und Farbstoffzellen.
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Solarzellen
werden zur Energiegewinnung meist zu großen Solarmodulen,
den sog. PV-Modulen verschaltet. Die Zellen werden dafür
mit Leiterbahnen an Vorder- und Rückseite in Reihe geschaltet.
Dadurch addiert sich die Spannung der Einzelzellen. Zudem werden
die Solarzellen üblicherweise als Laminat verarbeitet,
insbesondere nämlich ober- und unterseitig mit einem Barrierematerial
(Glas, Folien, etc.) versehen.
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Die
Fertigung eines Solarmoduls erfolgt häufig mit der optisch
aktiven Seite nach unten. Regelmäßig wird dabei
ein entsprechendes Glas gereinigt und bereitgelegt. Bei dem Glas
handelt es sich üblicherweise um eisenarmes, gehärtetes
Weißglas in 3 bis 4 mm Stärke mit möglichst
geringer Absorption zwischen 350 nm und 1150 nm. Auf dieses Glas kommt
dann eine zugeschnittene Bahn Ethylenvinylacetat-Folie (EVA-Folie).
Die Solarzellen werden mittels Lötbändchen zu
einzelnen Strängen (so genannte Strings) verbunden und
auf der Oberseite dieser EVA-Folie positioniert. Nun werden die
Querverbinder, die die einzelnen Strings miteinander verbinden sollen
und zum Ort der Anschlussdose führen, positioniert und
verlötet. Anschließend wird alles nacheinander
mit zugeschnittenen EVA- und Polyvinylfluorid-Folien (z. B. TedlarTM) oder einem Verbund aus EVA, Polyester
und Polyvinylfluorid bedeckt. Als nächster Produktionsschritt
erfolgt das Laminieren des Moduls bei einem Unterdruck von ca. 20
mbar und ca. 150°C. Beim Laminieren bildet sich aus der bis
dahin milchigen EVA-Folie eine klare, dreidimensional vernetzte
und nicht mehr schmelzbare Kunststoffschicht in der die Solarzellen
eingebettet sind und welche fest mit der Glasscheibe und der Rückseitenfolie
verbunden ist. Nach dem Laminieren werden die Kanten gesäumt,
die Anschlussdose gesetzt und mit Freilaufdioden bestückt.
Damit ist das Laminat fertig.
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PV-Module
werden aus Stabilitätsgründen mit einem Rahmen,
insbesondere einem Aluminiumrahmen, versehen, welcher zum einen
der Montage und zum anderen dem Schutz der PV-Module vor Bruch durch
zu starke Biegung dient. Die Verbindung zwischen Rahmen und dem
Laminat, welches üblicherweise das Glas, Polymerfolien,
Rückseitenfolie und Solarzellen umfasst, wird beispielsweise
durch die Applikation eines doppelseitigen Schaumstoffklebebandes
gelöst. Dieses wird üblicherweise auf die Laminatkante
verklebt und optional auch noch auf die Laminatunter- und/oder die
Laminatoberseite umgeschlagen und dort angedrückt. Das
so ausgerüstete Laminat wird dann mit sehr hoher Kraft
in die Rahmennut gepresst. Das empfindliche Laminat ist, wie zuvor
bereits beschrieben, regelmäßig an der Oberseite,
also der optisch aktiven Seite, durch eine Glasschicht gegen Wasserdampf
bzw. Wasser geschützt und an der Unterseite entweder durch
eine zweite Glasschicht oder eine Folie bzw. einen Folienverbund
mit Barrierewirkung. Die Laminatkanten sind hingegen nur durch das
Schaumstoffklebeband gegen den Eintritt von Wasser geschützt.
Mit wachsender Größe der PV-Module, insbesondere
von nachgeführten Movermodulen, also Modulen, die mittels Motoren
dem Sonnenstand nachgeführt werden, wird eine immer größere
Kraft erforderlich, um die Laminate in die Rahmen zu pressen. Besonders
kritisch ist das Verpressen in den Kantenbereichen des Laminats – durch
die Umschlagung oder Überlappung liegt das Klebeband hier
mit doppelter Dicke vor. Beim Einpressen kann das Klebeband daher
beschädigt werden, wodurch Risse im Schaum entstehen können,
durch welche wiederum Regenwasser an die Laminatkante dringen kann.
und die empfindlichen Laminate durch Korrosion der Lötverbindungen der
Zellverbinder oder durch Unterwandern der Glas/EVA-Grenzschicht
stören oder gar zerstören kann. Der Prozess des
Rahmens mit einem doppelseitigen Schaumstoffklebeband erweist sich
als sehr zeitaufwendig und schwer automatisierbar.
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Die
Verbindung zwischen Rahmen und dem Laminat kann alternativ durch
das Einbringen von vernetzbaren Flüssigsilicon oder einen
Flüssigklebstoff in die Rahmennut bewerkstelligt werden.
Dies wiederum hat den Nachteil, dass das hervorquellende Silicon
oder der Flüssigklebstoff aufwendig entfernt werden muss.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, die Montage
eines Photovoltaik-Moduls zu vereinfachen, insbesondere durch eine maschinelle
Applikation der Klebemasse und/oder die Einbringung des Laminats
in den PV-Rahmen mit nur geringem Druck. Ferner sollen Fehlstellen
bei der Verbindung von Rahmen und Laminat insbesondere auch im Bereich
der Rahmenecken vermieden werden.
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Gelöst
wird diese Aufgabe durch die Verwendung eines Klebebandes gemäß Patentanspruch
1. Eine nebengeordnete Lösung beschreibt ein Verfahren
gemäß Anspruch 8. Bevorzugte Ausgestaltungen und
Weiterbildungen sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.
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Es
wird ein Klebeband vorgeschlagen, welches sich zum einen einfach
applizieren lässt, zum anderen die Rahmenmontage vereinfacht
und zudem einen ähnlich guten Schutz der Laminatkante vor
dem Eindringen von Wasser/Wasserdampf gewährleistet wie
die aufwendige Versiegelung mit vernetzbaren Flüssigsilicon.
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Von
besonderer Bedeutung für die Erfindung ist die Erkenntnis,
dass nicht auf Flüssigkleber, insbesondere Flüssigsiliconkleber,
zur Verklebung von Laminat und Rahmen zurückgegriffen werden
muss, um eine relativ hohen Druck beim Zusammenfügen zu
vermeiden. Vielmehr kann auch ein Klebeband verwendet werden, wenn
dies nur richtig ausgebildet ist. Das Problem bei der Verwendung
eines herkömmlichen Klebebandes besteht darin, dass die
Dicke des Klebebandes und die Dicke des Laminats zusammen den Rahmen
so weit ausfüllen müssen, dass das Klebeband vollflächigen
Kontakt zum Laminat einerseits und zum Rahmen andererseits hat.
Um dies zu gewährleisten, wird bislang die Schaumstoffschicht
eingesetzt, die eine gewisse Flexibilität aufbringt.
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Vorliegend
wurde nun erkannt, dass die lichte Weite des Rahmens nicht bereits
beim Einfügen des Laminats in den Rahmen voll ausgefüllt
sein muss. Vielmehr ist es ausreichend, wenn die Lichte Weite anschließend
so ausgefüllt wird, dass das Klebeband sowohl mit dem Rahmen
als auch mit dem Laminat vollflächig in Kontakt steht.
Es wurde nun erkannt, dass dies realisierbar ist durch die Verwendung
eines Klebebandes, insbesondere eines Siliconklebebandes,
welches
mindestens eine aufschäumbare Schicht enthält.
Durch das Aufschäumen wird dann nachträglich die
Dicke des Klebebandes erhöht und der Rahmen durch Klebeband
und Laminat vollständig ausgefüllt.
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Für
den Fachmann ist dabei überraschend, dass die Verbindungsfestigkeit
zwischen Rahmen und Laminat im Vergleich zur Verklebung mit einem herkömmlichen
Schaumklebeband gleich oder sogar größer ist,
obwohl die Einpresskraft des Laminats in den Rahmen geringer ist.
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Ein
derartiges Klebeband hat zudem den Vorteil, dass es selbst leicht
applizierbar ist und der andernfalls für das Einfügen
des Laminats hohe Druck vermieden werden kann.
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Die
Möglichkeit des Aufschäumens des Klebebandes wird
durch die Einarbeitung eines Schäumungsmittels in eine
Polymerschicht des Klebebandes erzielt. Diese Polymerschicht kann
eine bereits vorhandene oder eine zusätzliche Schicht des
Klebebandes sein. Insbesondere handelt es sich hierbei allerdings
um eine Klebeschicht. Unter dem Begriff Klebeband wird vorliegend
ein flächiger Klebeartikel verstanden, also auch ein Klebeartikel
mit begrenzten Abmessungen, wie z. B. ein Stanzling. Um ein Klebeband
handelt es sich insbesondere auch bei einem Gebilde, das lediglich
aus einer Klebeschicht besteht, also einem Transferklebeband. Das
Klebeband kann aber auch als Flächengebilde mit einem Träger, einer
oberen und einer unteren Klebeschicht und ggf. noch weiteren Funktionsschichten
ausgebildet sein.
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Besonders
bevorzugt ist eine Ausgestaltung des Klebebandes derart, dass die
das Schäumungsmittel enthaltende Polymerschicht nach dem
Aufschäumen (und nicht im Rahmen montiert und zusammen
gepresst) eine Schichtdicke im Bereich von etwa 100 μm
bis etwa 3000 μm aufweist. Dies ist in der Regel ausreichend,
um eine hinreichende Verklebung des Laminats in dem Rahmen zu erzielen.
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Das
Klebeband kann grundsätzlich zunächst auf das
Laminat aufgebracht und dann mit dem Laminat in den Rahmen eingefügt
werden oder aber vor dem Laminat in den Rahmen eingebracht werden.
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In
bevorzugter Ausgestaltung des Verfahrens wird das ungeschäumte,
vorzugsweise mit einer Releasefolie oder einem Releasepapier abgedeckte Klebeband
während der Herstellung des Rahmenprofils in die für
das Laminat vorgesehene Nut gepresst. Insbesondere erfolgt dies
beim Vorgang des Strangpressens des Rahmenprofils. Weiter bevorzugt
ist dann, dass anschließend der Rahmen mit dem Klebeband
gemeinsam auf die gewünschte Länge abgelängt,
insbesondere abgesägt wird. Der ausgerüstet Rahmen
wird nach Entfernung der Releasefolie von dem Klebeband einfach
auf das Laminat geschoben. Die geringe Dicke des Klebebandes ermöglicht
es, dass die Lücke zwischen den Klebebandseiten größer
ist, als die Dicke des Laminats. Dadurch kann das Laminat ohne oder
mit nur geringem Kraftaufwand in die mit Klebeband ausgerüstete Nut
des Aluprofils geschoben werden. Nach dem Verschrauben der Rahmenteile
miteinander, wird das Klebeband durch einen kurzen Temperaturstoß,
von vorzugsweise mindestens 100°C, weiter vorzugsweise
von mindestens 150°C, besonders bevorzugt von mindestens
180°C, zum Aufschäumen gebracht und füllt
so die Freiräume zwischen Nut und Laminat zur Gänze
aus. Die Rahmenecken werden vollständig ausgeschäumt
und es kann insbesondere auch in den Ecken zu keinem Wassereintritt
kommen.
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Als
Schäumungsmittel eignen sich insbesondere Mikroballons,
die in einer Polymerschicht, insbesondere einer Klebeschicht, enthalten
sind. Mittels Mikroballons geschäumte (Selbst-)Klebemassen sind
seit langem bekannt und beschrieben (
DE 10 2004 037 910 A1 ).
Sie zeichnen sich durch eine definierte Zellstruktur mit einer gleichmäßigen
Größenverteilung der Schaumzellen aus. Es sind
geschlossenzellige Mikroschäume ohne Kavitäten,
wodurch im Vergleich zu offenzelligen Varianten eine bessere Dichtung
empfindlicher Güter gegen Staub und flüssige Medien
erzielt werden kann.
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Bei
Mikroballons handelt es sich insbesondere um elastische Hohlkugeln,
die eine thermoplastische Polymerhülle aufweisen. Diese
Kugeln sind mit niedrigsiedenden Flüssigkeiten oder verflüssigtem
Gas gefüllt. Als Hüllenmaterial finden insbesondere
Polyacrylnitril, PVDC, PVC oder Polyacrylate Verwendung. Als niedrigsiedende
Flüssigkeit sind insbesondere Kohlenwasserstoffe der niederen
Alkane, beispielsweise Isobutan oder Isopentan geeignet, die als
verflüssigtes Gas unter Druck in der Polymerhülle
eingeschlossen sind. Durch ein Einwirken auf die Mikroballons, insbesondere
durch eine Wärmeeinwirkung, erweicht die äußere
Polymerhülle. Gleichzeitig geht das in der Hülle
befindliche flüssige Treibgas in seinen gasförmigen
Zustand über. Dabei dehnen sich die Mikroballons irreversibel
aus und expandieren dreidimensional. Die Expansion ist beendet,
wenn sich der Innen- und der Außendruck ausgleichen. Da
die polymere Hülle erhalten bleibt, erzielt man so einen
geschlossenzelligen Schaum.
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Durch
ihre flexible, thermoplastische Polymerschale besitzen derartige
Schäume eine höhere Anpassungsfähigkeit
als solche, die mit nicht expandierbaren, nicht polymeren Mikrohohlkugeln
(wie z. B. Glashohlkugeln) gefüllt sind. Ferner eignen
sich derartige Schäume besser zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen,
wie sie zum Beispiel bei Spritzgussteilen die Regel sind und können
aufgrund ihres Schaumcharakters auch thermische Spannungen sowie
Schock und Vibrationen besser kompensieren.
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Des
Weiteren können durch die Auswahl des thermoplastischen
Harzes der Polymerschale die mechanischen Eigenschaften des Schaums
weiter beeinflusst werden. So ist es beispielsweise möglich, selbst
dann, wenn der Schaum eine geringere Dichte als die Matrix aufweist,
Schäume mit höherer Kohäsionsfestigkeit
als mit der Polymermatrix allein herzustellen. So können
typische Schaumeigenschaften wie die Anpassungsfähigkeit
an raue Untergründe mit einer hohen Kohäsionsfestigkeit
für PSA-Schäume kombiniert werden.
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Klassisch
chemisch oder physikalisch geschäumte Materialien sind
demgegenüber für ein irreversibles Zusammenfallen
unter Druck und Temperatur anfälliger. Auch die Kohäsionsfestigkeit
ist hier niedriger.
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Es
ist eine Vielzahl an Mikroballontypen kommerziell erhältlich
wie zum Beispiel von der Firma Akzo Nobel die Expancel DU-Typen
(dry unexpanded), welche sich im Wesentlichen über ihre
Größe (6 μm bis 45 μm Durchmesser
im unexpandierten Zustand) und ihre zur Expansion benötigten
Starttemperatur (75°C bis 220°C) differenzieren.
Wenn der Mikroballontyp beziehungsweise die Schäumungstemperatur
auf das zur Massecompoundierung benötigte Temperaturprofil
und die Maschinenparameter abgestimmt ist, kann die Massecoumpondierung
und Beschichtung so durchgeführt werden, das die Mikroballons
bei der Verarbeitung nicht aufschäumen und ihr gesamtes
Expansionspotential für die Anwendung erhalten bleibt.
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Weiterhin
sind unexpandierte Mikroballontypen auch als wässrige Dispersion
mit einem Feststoff- beziehungsweise Mikroballonanteil von ca. 40 bis
45 Gew.-% erhältlich, weiterhin auch als polymergebundende
Mikroballons (Masterbatche), zum Beispiel in Ethylvinylacetat mit
einer Mikroballonkonzentration von ca. 65 Gew.-%. Sowohl die Mikroballon-Dispersionen
als auch die Masterbatche sind wie die DU-Typen zur Schäumung
von Klebemassen besonders geeignet.
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Grundsätzlich
eignen sich alle Arten von Klebemassen, insbesondere Haftklebemassen,
für die Anwendung in Solarmodulen, die für den
Außeneinsatz geeignet sind und den entsprechenden Umweltbedingungen
standhalten. Als besonders geeignet haben sich Klebemassen auf Basis
von Acrylaten sowie auf Basis der meisten Synthesekautschuke gezeigt.
Weiter haben sich als besonders geeignet Klebemassen auf Basis von
Poly(diorgano)siloxanen (Siliconen) sowie feuchtigkeitsvernetzende
siliylierte Polyurethan(PU)-Haftklebemassen herausgestellt.
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Als
Haftkleber für die Außenschichten geeignet sind
zum Beispiel solche auf Basis von Polyisobutylen, Butylkautschuk
hydrierten Styrolblockcopolymeren, spezielle Polyolefine, Lösungsmittel-
und Hotmelt-Acrylatpolymerisate
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Die
Haftklebemasse kann durch chemische Vernetzung und/oder durch Elektronen-
und/oder UV-Bestrahlung, vernetzt werden.
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In
einer besonderen Ausführungsform basiert die Klebemasse
der Klebeschichten auf Polyisobutylen als Basispolymer. Um der Klebemasse
die erforderliche Anfassklebrigkeit zu verleihen, wird sie mit Harzen
gemischt. Als elastomerer Bestandteil wird bevorzugt eine Mischung
eines mittelmolekularen Polyisobutylens, vorzugsweise mit einem
Molekulargewicht im Bereich 20.000 bis 60.000, mit einem höhermolekularen
Polyisobutylen, vorzugsweise mit einem Molekulargewicht größer
1.500.000, weiter vorzugsweise größer 2.000.000
verwendet. Als bislang scherfesteste Ausführung hat es
sich erwiesen als mittelmolekulare Polyisobutylenkomponente eine Type
mit einem mittleren Molekulargewicht von 40.000 zu nehmen, welches
unter der Typenbezeichnung „Oppanol B10” von der
Firma BASF im Handel frei erhältlich ist, und als hochmolekulare Polyisobutylenkomponente
eine Type mit einem mittleren Molekulargewicht von 2.600.000 zu
nehmen, welches unter der Typenbezeichnung „Oppanol B150” ebenfalls
frei erhältlich ist. Es wird eine ähnliche Eignung von
Produkten aus der „Vistanex”-Familie der Firma Exxon
vermutet. Als Harze finden Kolophonium- und/oder Polyterpen- und/oder
andere Kohlenwasserstoffharze Verwendung.
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Als
Haftklebemassen finden bevorzugt solche auf Basis von Blockcopolymeren
enthaltenden Polymerblöcke gebildet von Vinylaromaten (A-Blöcke),
wie zum Beispiel Styrol, und solchen gebildet durch Polymerisation
von 1,3-Dienen (B-Blöcke), wie zum Beispiel Butadien und
Isopren oder einem Copolymer aus beidem, Anwendung. Es können
auch Mischungen unterschiedlicher Blockcopolymere zum Einsatz kommen.
Die Blockcopolymere können zum Teil oder vollständig
hydriert sein. Zudem können die Blockcopolymere lineare
A-B-A Struktur aufweisen. Einsetzbar sind ebenfalls Blockcopolymere
von radialer Gestalt sowie sternförmige und lineare Multiblockcopolymere.
Als weitere Komponente werden A-B Zweiblockcopolymere eingesetzt,
wobei der Anteil an Zweiblockcopolymeren am gesamten Elastomergehalt
mindestens 50% beträgt. Vorzugsweise werden solche Blockcopolymere
eingesetzt, die einen Polystyrolgehalt von über 20% besitzen.
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Typische
Einsatzkonzentrationen für das Blockcopolymer liegen in
einer Konzentration im Bereich zwischen 30 Gew.-% und 70 Gew.-%,
insbesondere im Bereich zwischen 35 Gew.-% und 55 Gew.-%.
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Als
Klebrigmacher dienen vorzugsweise Klebharze, die mit dem Elastomerblock
der Styrolblockcopolymere verträglich sind. Geeignete Klebharze
sind vorzugsweise nicht hydrierte, partiell oder vollständig
hydrierte Harze auf Basis von Kolophonium oder Kolophoniumderivaten,
hydrierte Polymerisate des Dicyclopentadiens, nicht hydrierte, partiell, selektiv
oder vollständig hydrierte Kohlenwasserstoffharze auf Basis
von C-5, C-5/C-9 oder C-9 Monomerströmen, oder besonders
bevorzugt Polyterpenharze auf Basis von α-einen und/oder β-einen und/oder δ-Limonen.
Vorgenannte Klebharze können sowohl allein als auch im
Gemisch eingesetzt werden.
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Als
weitere Additive können typischerweise genutzt werden:
- • primäre Antioxidanzien,
wie zum Beispiel sterisch gehinderte Phenole
- • sekundäre Antioxidanzien, wie zum Beispiel Phosphite
oder Thioether
- • Prozessstabilisatoren, wie zum Beispiel C-Radikalfänger
- • Lichtschutzmittel, wie zum Beispiel UV-Absorber oder
sterisch gehinderte Amine
- • Verarbeitungshilfsmittel
- • Endblockerstärkerharze sowie
- • gegebenenfalls weitere Polymere von bevorzugt elastomerer
Natur; entsprechend nutzbare Elastomere beinhalten unter anderem
solche auf Basis reiner Kohlenwasserstoffe, zum Beispiel ungesättigte
Polydiene, wie natürliches oder synthetisch erzeugtes Polyisopren
oder Polybutadien, chemisch im wesentlichen gesättigte
Elastomere, wie zum Beispiel gesättigte Ethylen-Propylen-Copolymere, α-Olefincopolymere,
Polyisobutylen, Butylkautschuk, Ethylen-Propylenkautschuk sowie
chemisch funktionalisierte Kohlenwasserstoffe, wie zum Beispiel
halogenhaltige, acrylathaltige oder vinyletherhaltige Polyolefine,
um nur einige wenige zu nennen.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht die
Polymerschicht aus Acrylat. Diese zeichnen sich durch hohe Alterungsstabilität,
sehr hohe Verklebungswerte und geringe Absorption aus. Vorzugsweise
basiert die Klebemasse auf Acrylat- oder Polyethylenvinylacetatpolymeren.
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Acrylatdispersionen
sind bekannt und werden sowohl für Klebemassen von Klebebändern
als auch für Klebemassen von Etiketten in großen
Mengen eingesetzt. Die Acrylatdispersionen enthalten Partikel aus
Acrylatpolymeren, die dispers in der wässrigen Phase der
Dispersion verteilt sind. Die Herstellung von Acrylatdispersionen
erfolgt üblicherweise in wässrigem Medium durch
Polymerisation geeigneter Monomere. Die Herstellung kann sowohl mittels
Batchprozess als auch durch Zudosierung einer oder mehrerer Komponenten
während der Polymerisation erfolgen. Beim Batchprozss werden
alle benötigten Komponenten gleichzeitig vorgelegt.
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Die
Eigenschaften der Acrylatdispersionen und der entsprechenden Klebemassen
wird überwiegend durch die Auswahl der Monomere und das
erzielte Molekulargewicht bestimmt. Die wichtigsten Monomere sind
n-Butylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat und Acrylsäure. Geeignete
Monomerbausteine sind beschrieben in „Acrylic Adhesives",
Donatas Satas in Handbook of Pressure Sensitive Adhesive Technology,
Second Edition, edited by Donatas Satas, Van Nostrand Reinhold New
York, pp. 396–456.
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Verwendete
Acrylatdispersionen enthalten insbesondere [jeweils Gew.-%]
0
bis 10% Acrylsäure-Einheiten
0 bis 100% n-Butylacrylat-Einheiten
0
bis 100% 2-Ethylhexylacrylat-Einheiten.
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In
einer bevorzugten Ausführung werden Acrylatdispersionen
mit 0,5 bis 3% Acrylsäure-Einheiten verwendet. In einer
weiteren bevorzugten Ausführung werden Acrylatdispersionen
mit 0,5 bis 3% Acrylsäure-Einheiten und 99,5 bis 90%, besonders
bevorzugt 99,5 bis 96%, n-Butylacrylat-Einheiten verwendet. Ein
weiteres Beispiel für erfindungsgemäße
Acrylatdispersionen sind Acrylatdispersionen mit 80 bis 90% 2-Ethylhexylacrylat-Einheiten
und 8 bis 20% n-Butylacrylat-Einheiten.
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Die
Acrylatdispersionen können zusätzlich weitere
Monomer-Einheiten enthalten, durch die beispielsweise die Glasübergangstemperatur
und die Vernetzbarkeit gesteuert werden kann. Beispiele sind Methylacrylat,
Ethylacrylat, Methylethylacrylat, Maleinsäureanhydrid,
Acrylamid, Glycidylmethacrylat, Isopropylacrylat, n-Propylacrylat,
Isobutylacrylat, n-Octylacrylat sowie die entsprechenden Methacrylate
dieser Acrylate. Die Acrylatdispersionen enthalten üblicherweise
0 bis 10% dieser zusätzlichen Monomereinheiten, entweder
werden ausschließlich eine zusätzliche Monomereinheit
oder Mischungen derselben verwendet.
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Die
erzielte Glasübergangstemperatur hängt von den
eingesetzten Monomeren ab. Die für die erfindungsgemäßen
Klebemassen verwendeten Acrylatdispersionen weisen im getrockneten
Zustand Glasübergangstemperaturen insbesondere zwischen –80°C
und –15°C, bevorzugt zwischen –75°C und –25°C
und besonders bevorzugt zwischen –55°C und –35°C
auf.
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Der
Feststoffgehalt der Acrylatdispersionen liegt insbesondere zwischen
30 und 70 Gew.-%, bevorzugt zwischen 45 und 60 Gew.-%. Beispielhaft seien
die Acrylatdispersionen Primal PS 83d, Primal PS 90 der Firma Rohm & Haas genannt.
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Falls
erwünscht, kann die Dispersion weitere Zusätze
enthalten. Geeignete Vernetzungsmittel können Epoxydharze,
Aminderivate wie beispielsweise Hexamethoxymethylmelamin und/oder
Kondensationsprodukte von einem Amin, zum Beispiel Melamin, Harnstoff
mit einem Aldehyd, zum Beispiel Formaldehyd sein. Um nicht klebende
Polyacrylatdispersionen zu erhalten hat sich gezeigt, dass es günstig
ist weitere Stoffe gegebenenfalls zuzugeben, die zum Beispiel mit
den Carboxylgruppen des Polymers reagieren. Beispiele dafür
sind Aziridine, wie Ethylenimin, Propylenimin.
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Die
zur Herstellung der Klebebänder verwendeten Klebemassen
können weitere Komponenten enthalten. Beispiele sind Harze,
Weichmacher, Farbstoffe, Entschäumer und Verdickungsmittel
sowie weitere Zuschlagstoffe zum Einstellen des gewünschten
rheologischen Verhaltens. Modifikationen von Acrylatdispersionen
sind bekannt und beispielsweise beschrieben in „Modification
of Acrylic Dispersions", Alexander Zettl in Handbook of
Pressure Sensitive Adhesive Technology, Second Edition edited by Donatas
Satas, Van Nostrand Reinhold New York, pp. 457–493.
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Wässrige
Harzdispersionen, dass heißt Dispersionen von Harz in Wasser,
sind bekannt. Herstellung und Eigenschaften sind beispielsweise
beschrieben in „Resin Dispersions", Anne
Z. Casey in Handbook of Pressure Sensitive Adhesive Technology,
Second Edition, edited by Donatas Satas, Van Nostrand Reinhold New
York, pp. 545–566. Harzdispersionen von Kohlenwasserstoffharzen
und modifizierten Kohlenwasserstoffharzen sind ebenfalls bekannt
und werden beispielsweise von Firma Hercules BV unter dem Handelsnamen
Tacolyn angeboten (Beispiel Tacolyn 4177).
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Geeignet
sind Harzdispersionen auf Basis von Kohlenwasserstoffharzen oder
modifizierten Kohlenwasserstoffharzen mit einem Erweichungspunkt
zwischen 50°C und 100°C. Die Klebemasse kann beispielsweise
5 bis 28 Gew.-% der Harzdispersionen enthalten. Der Feststoffgehalt
der Harzdispersionen liegt üblicherweise zwischen 40 und
70%.
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Der
Klebemasse können Harzdispersionen auf Basis von Mischungen
verschiedener Kohlenwasserstoffharze, sowie von Mischungen von Kohlenwasserstoffharzen
mit anderen bekannten Harzen, zugegeben werden. Möglich
sind beispielsweise Mischungen von Kohlenwasserstoffharzen mit geringen
Mengen von Harzen auf Basis von Kolophonium oder modifiziertem Kolophonium
oder Phenolharzen, anderen Naturharzen, Harzestern oder Harzsäuren.
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Der
Klebemasse können weiterhin weichmachende Komponenten wie
Weichharze, Flüssigharze, Öle oder andere bekannte
Komponenten wie beispielsweise alkoxylierte Alkylphenole zugegeben werden.
Alkoxylierte Alkylphenole sind bekannt und beispielsweise beschrieben
in
US 4,277,387 A und
EP 0 006 571 A .
Die Verwendung von alkoxylierten Alkylphenolen als Weichmacher wurde
u. a. vorgeschlagen in
"Modification of Acrylic
Dispersions", Alexander Zettl in Handbook of Pressure Sensitive
Adhesive Technology, Second Edition, edited by Donatas Satas, Van
Nostrand Reinhold New York, p. 471.
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Die
Eigenschaften der alkoxylierten Alkylphenole werden durch den Alkylrest
und überwiegend durch den Aufbau der Polyglykoletherkette
bestimmt. Bei der Herstellung kann sowohl Ethylenoxid als auch Propylenoxid
verwendet werden. In einer besonderen Ausführung wird propoxyliertes
Alkylphenol verwendet. Bevorzugt sind wasserunlösliche alkoxylierte
Alkylphenole. Weiterhin bevorzugt sind alkoxylierte Alkylphenole
mit einem Siedepunktpunkt größer 100°C,
bevorzugt größer 130°C und besonders
bevorzugt größer 200°C.
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Die
Klebemasse kann durch Einsatz von Vernetzern in Richtung auf höhere
Scherfestigkeit optimiert werden. Auswahl und Anteil der Vernetzer
ist dem Fachmann bekannt. Vernetzer für Acrylatdispersionen
sind grundsätzlich bekannt und beispielsweise beschrieben
in
"Acrylic Adhesives", Donatas Satas
in Handbook of Pressure Sensitive Adhesive Technology, Second Edition,
edited by Donatas Satas, Van Nostrand Reinhold New York, pp. 411
bis 419.
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Vernetzer
auf Basis von Isocyanat sind grundsätzlich geeignet, aber
wegen der begrenzten Topfzeiten und des erhöhten Aufwands
bezüglich Arbeitssicherheit nicht bevorzugt. Ein Beispiel
für Vernetzer auf Basis von Isocyanat ist Basonat F DS 3425
X (BASF).
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Bevorzugt
sind isocyanatfreie Vernetzer, beispielsweise Vernetzer auf Basis
von Salzen mehrfunktioneller Metalle. Diese sind grundsätzlich
bekannt und werden beispielsweise in
US 3,740,366 A ,
US 3,900,610 A ,
US 3,770,780 A und
US 3,790,553 A beschrieben.
Besonders geeignet sind Vernetzer auf Basis von Zinkkomplexen, die
mit Carboxylgruppen kovalente und/oder komplexartige Bindungen ausbilden
können.
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(Wie
bereits zuvor beschrieben wurde, eignen sich insbesondere Klebemassen
auf Basis von Poly(diorgano)siloxanen (Silicone). Diese Klebemassen
halten den beim Außeneinsatz auftretenden Umwelteinflüssen
besonders gut stand und stellen selbst bereits eine Barriere gegenüber
Permeanten bereit.
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Poly(diorgano)siloxane
(Silicone) weisen aufgrund der sehr stabilen Si-O Bindung eine exzellente
Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen
wie UV Licht, Ozon, Chemikalien und hohen Temperaturen auf und haben
somit extrem hohe Lebenszyklen. Darüber hinaus bleiben
Silicone aufgrund des niedrigen TG von bis zu –120°C
auch noch bei Temperaturen von –70°C flexibel
und verarbeitbar und zeigen zudem exzellente Absorptionseigenschaften
gegenüber Erschütterungen, Vibrationen, Lärm
und Temperatureinflüssen. Die unpolaren organischen Reste
(z. B. Methyl- oder Phenylgruppen) des Si-O Polymerrückgrats
führen zu einer exzellenten Hydrophobie der Silicone, die
in einer äußerst geringen Wasseraufnahmefähigkeit
resultiert.
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Siliconhaftklebmassen
bestehen aus Poly(diorgano)siloxanen (z. B. PDMS: Polydimethylsiloxan)
und Silikatharzen (MQ Harz). Aufgrund derselben chemischen Natur
zeigen Siliconhaftklebemassen die gleichen physikalischen Eigenschaften
und chemischen Resistenzen wie reine Silicone (z. B. vernetzbare
Flüssigsilicone). Silicone eignen sich daher für
Anwendungsbereiche mit besonders großer Belastung durch
Temperaturschwankungen. Sie weisen neben einer hohen UV- und Ozonbeständigkeit, insbesondere
die kombinierten Funktionen aus hoher Temperaturbeständigkeit,
Elastizität und ausgeprägtem Dämpfungsverhalten
gegenüber Schockeinflüssen und Vibrationen. Darüber
hinaus haben Langzeittemperaturbelastungen im Bereich von –75°C
bis 260°C keinen negativen Einfluss auf die Materialeigenschaften
von Siliconen.
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Für
die Anwendung von Klebebändern kommen diese herausragenden
Materialeigenschaften vorteilhaft zum Tragen, wenn eine Siliconhaftklebemasse
mit Mikroballons gefüllt und somit schäumbar wird.
Insbesondere vorteilhaft ist eine Ausgestaltung in der Art, dass
die Siliconhaftklebemasse im Zuge des Schäumungsprozesses
vernetzt wird. Weiterhin ist es insbesondere vorteilhaft, wenn die
durch Mikroballons schäumbare Siliconhaftklebemasse in
einem doppelseitigen Klebeband verwendet wird, dessen Träger
eine Barrierefolie ist. Die zweite Seite der Barrierefolie wird
dabei bevorzugt ebenfalls mit einer Siliconhaftklebemasse beschichtet.
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Für
die Wahl geeigneter Siliconhaftklebemassen stehen sowohl kondensationsvernetzende Siliconhaftklebmassen
als auch additionsvernetzende Siliconhaftklebmassen zur Verfügung.
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Kondensationsvernetzende
Siliconhaftklebmassen bestehen zumindest aus folgenden Komponenten:
- a) einem hydroxy-funktionalisierten Organopolysiloxan,
welches aus mindestens einer Diorganosiloxaneinheit besteht,
- b) einem Organopolysiloxanharz mit der Formel: (R1 3SiO1/2)x(SiO4/2)1.0, wobei R1 eine substituierte oder unsubstituierte
monovalente Kohlenwasserstoffgruppe, ein Wasserstoffatom oder eine
Hydroxygruppe und x eine Zahl zwischen 0,5 und 1,2 ist,
- c) optional einem organischen Lösungsmittel
- d) optional einer Peroxoverbindung
- e) optional einem Stabilisator Siliconhaftklebmassen dieser
Art sind im Handel frei erhältlich.
-
Additionssvernetzende
Siliconhaftklebmassen bestehen zumindest aus folgenden Komponenten:
- a) einem Organopolysiloxan, welches aus mindestens
einer Diorganosiloxaneinheit besteht und mindestens zwei Silicium-gebundene
Alkenylgruppen in jedem Molekül trägt,
- b) einem Organopolysiloxanharz mit der Formel: (R1 3SiO1/2)x(SiO4/2)1.0, wobei R1 eine substituierte oder unsubstituierte
monovalente Kohlenwasserstoffgruppe, ein Wasserstoffatom oder eine
Hydroxygruppe und x eine Zahl zwischen 0,5 und 1,2 ist,
- c) einem Organopolysiloxan, welches im Mittel wenigstens zwei
Silicium-gebundene Wasserstoffatome in jedem Molekül trägt,
in einer Menge, dass 0,01 bis 10 Mol Silicium-gebundene Wasserstoffatome
pro Mol der gesamten Alkenylgruppen der Komponenten a), b) und e)
vorhanden sind und welches frei von olefinischen Doppelbindungen
ist,
- d) optional einem organischem Lösungsmittel,
- e) einem metallorganischen Katalysator der 10. Gruppe des Periodensystems
der Elemente
- f) optional einem Inhibitor Siliconhaftklebmassen dieser Art
sind im Handel frei erhältlich.
-
Als
Klebrigmacher nutzen diese Klebmassen als Hauptkomponente insbesondere
Organopolysiloxan- oder sogenannte MQ-Harze mit der Formel (R1 3SiO1/2)x(SiO4/2)1.0. Als M-Einheit werden darin die (R1 3SiO1/2)-Einheiten
bezeichnet, als Q-Einheit die (SiO4/2)-Einheiten.
Jedes R1 stellt unabhängig voneinander
eine monovalente gesättigte Kohlenwasserstoffgruppe, eine
monovalente ungesättigte Kohlenwasserstoffgruppe, eine
monovalente halogenierte Kohlenwasserstoffgruppe, ein Wasserstoffatom oder
eine Hydroxygruppe dar. Das Verhältnis von M-Einheiten
zu Q-Einheiten (M:Q) liegt im Bereich von 0,5 bis 1,2. Bei den MQ-Harzen
handelt es sich vorteilhaft um solche mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht
MW von 500 g/mol ≤ MW ≤ 100.000 g/mol,
bevorzugt von 1.000 g/mol ≤ MW ≤ 25.000 g/mol
[die Angaben des mittleren Molekulargewichtes MW in
dieser Schrift beziehen sich auf die Bestimmung per Gelpermeationschromatographie]. MQ-Harze
dieser Art sind im Handel frei erhältlich.
-
Es
hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn Klebemassen eingesetzt
werden, bei denen das Anteilsverhältnis – bezogen
auf Gewichtsprozent – von Polydiorganosiloxan zu MQ-Harz
im Bereich von 20:80 bis 80:20, besser im Bereich von 30:70 bis zu
60:40 liegt.
-
Die
Siliconhaftklebemassen können zudem weitere Additive enthalten.
Als weitere Additive können typischerweise genutzt werden:
- • Prozessstabilisatoren, wie zum Beispiel
Inhibitoren für den Platinkatalysator
- • Prozessbeschleuniger wie zum Beispiel Aminoorganyle
im Fall von kondensationsvernetzenden Siliconhaftklebmassen
- • Füllstoffe, wie zum Beispiel Kieselsäure,
Glas- oder keramische Hohlkugeln, Aluminiumoxide oder Zinkoxide,
und Flammschutzmittel
- • Plastifizierungsmittel, wie zum Beispiel Flüssigharze,
Weichmacheröle oder niedermolekulare flüssige
Polymere, wie zum Beispiel niedermolekulare Siliconöle
mit Molmassen < 1500
g/mol (Zahlenmittel)
- • UV Stabilisatoren und Absorber wie die sog. Hindered
Amine UV Light Stabilizers (HALS)
-
Der
Feststoffgehalt der Siliconhaftklebemassen liegt insbesondere zwischen
50 und 100 Gew.-%. Vorzugsweise werden handelsübliche Lösungsmittel eingesetzt,
insbesondere gesättigte Kohlenwasserstoffe wie Siedegrenzenbezin
oder Heptan und hochsiedende Aromaten wie Toluol und Xylol.
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Die
Siliconhaftklebemassen können aus Lösung beschichtet
werden. Für die Beschichtung aus Lösung wird die
Haftklebemasse in gängigen Lösungsmitteln, wie
z. B. Toluol, Benzin, etc. gelöst und dann über
eine Beschichtungsdüse oder ein Rakel beschichtet. Es können
aber auch alle anderen Beschichtungsverfahren eingesetzt werden,
die lösungsmittelhaltige Beschichtungen zulassen. Sollte in
einem ersten Beschichtungsstrich nicht der gewünschte (also
ein zu geringer) Masseauftrag erzielt werden, kann der gewünschte,
hohe Masseauftrag durch ein- oder mehrmaliges übereinander
laminieren realisiert werden.
-
Die
kondensationsationsvernetzenden Siliconhaftklebmassen werden zur
Erzielung einer genügenden Kohäsion mit Peroxo-Initiatoren
compoundiert. Besonders bevorzugt wird dafür Benzoylperoxid
(BPO) in einer Menge von 0,2 bis 5 Gew.-% bezogen auf den Festanteil
der Siliconklebmasse eingesetzt. Um ein vernünftiges Maß zwischen
Kohäsions- und Adhäsionsvermögen zu erzielen,
wird insbesondere ein BPO-Gehalt von 0,5 bis 2 Gew.-% gewählt. Bei
der Lösungsmittelbeschichtung der Klebmasse wird zunächst
für mindestens 2 Minuten eine Temperatur von 70–90°C
gewählt, um die Lösungsmittel zu verdampfen. Anschließend
wird für mindestens 2 Minuten eine Temperatur von 170–180°C
eingestellt, um den Peroxidzerfall und so den Vernetzungsprozeß zu
initiieren.
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Die
Erzielung einer ausreichenden Kohäsion für additionsvernetzende
Siliconklebmassen erfolgt durch die Platin-katalysierte Hydrosilylierungreaktion zwischen
den alkenylfunktionalisierten Organopolysiloxanen und den korrespondierenden
SiH-funktionalisierten Organopolysiloxanen. Dabei wird bei der Beschichtung
aus Lösung zunächst das Lösungsmittel
bei einer Temperatur von 70–90°C und einer Verweilzeit
von mindestens 2 Minuten entfernt. Anschließend wird die
Temperatur auf 100–120°C erhöht und für
bis zu 2 Minuten konstant gehalten.
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Zusätzlich
zu den klassischen Vernetzungsarten von Siliconhaftklebemassen mittels
Peroxiden oder Übergangsmetallkatalyse können
diese Klebmassen auch durch aktinische Strahlung, im speziellen
Elektronenstrahlen, vernetzt werden. Dabei wird bei der Beschichtung
aus Lösung zunächst das Lösungsmittel
bei einer Temperatur von 70– 90°C und einer Verweilzeit
von mindestens 2 Minuten entfernt. Anschließend wird mit
einer Elektronenstrahl-Dosis von mindestens 10 kGy vernetzt. Diese
Art der Vernetzung ist besonders vorteilhaft, da sich so die Kohäsion
nahezu stufenlos einstellen lässt, ohne dass die Eigenschaften
Tack und Adhäsion negativ beeinflusst werden (siehe hierzu
Patentanmeldung
DE 10 2007
053 432.0 ).
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Als
besonders geeignet haben sich zudem auch feuchtigkeitsvernetzende
siliylierte Polyurethan(PU)-Haftklebemassen herausgestellt. Siliylierte PU-Klebmassen
sind Isocyanat-frei und werden über hochstabile Si-O-Si
Bindungen vernetzt. Aufgrund dieses stabilen Netzwerkes zeichnen
sich silylierte Polyurethanklebmassen durch chemische Resistenz gegenüber
Lösungsmitteln, Wasser, Säuren und Laugen auf.
Die Witterungsbeständigkeit gegenüber Luftfeuchtigkeit,
Ozon und UV Licht ist dementsprechend hoch. Das widerstandsfähige
Si-O-Si Netzwerk garantiert weiterhin eine hohe thermische Belastbarkeit
und Scherresistenz.
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Siliylierte
Polyurethanklebmassen werden üblicherweise in einem 2-Stufenprozess
hergestellt. Ein hochmolekulares Urethanpräpolymer wird
durch eine Reaktion aus ausgewählten di- oder multifunktionellen
Isocyanaten (NCO) mit ausgewählten Polyolen (OH) generiert.
Dieses Präpolymer kann, abhängig vom ursprünglichen
NCO/OH Verhältnis von > 1 oder < 1 entweder isocyanat-
oder hydroxyterminiert sein. Abhängig vom gewählten
Präpolymer und dessen Terminus wird dies entweder mit einem
amino- oder isocyanatofunktionellen Trialkoxysilan umgesetzt. Als
Lösungsmittel werden vorzugsweise Ester oder Ketone verwendet,
um ein möglichst hohe Molmasse der sililylierte Polyurethanmassen
zu erzielen. Da Wasser der Schlüsselfaktor für
die Vernetzung dieser Klebmassen ist, sollte bevorzugt ein Lösungsmittel
mit einer genügenden Wasserlöslichkeit sowohl
für die Herstellung der silylierten Polyurethanklebmasse
als auch für deren Vernetzung gewählt werden.
Die Vernetzung verläuft in einem 2-Stufenprozess. Zunächst
hydrolisieren die alkoxylierten Silane (Si-OR) zu Silanolen (Si-OH),
die anschließend einer Kondensationsreaktion mit Ausbildung
von stabilen Si-O-Si Bindungen unterliegen. Aus der Polyurethanchemie
bekannte Katalysatoren beschleunigen diese Reaktion zusätzlich.
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Zur
Erzielung der erforderlichen klebtechnischen Eigenschaften werden
den beschriebenen Formulierungen Harze zugesetzt. Insbesondere werden
so genannte MQ-Harze mit der Formel (R1 3SiO1/2)x(SiO4/2)1 zugesetzt.
Als M-Einheit werden darin die (R1 3SiO1/2)-Einheiten
bezeichnet, als Q-Einheit die (SiO4/2)-Einheiten.
Alternativ zu den MQ-Harzen können herkömmliche,
in der Klebstoffindustrie bekannte Harze wie Terpen-, Terpen-Phenol-,
Cumaren-, Inden- oder Kohlenwasserstoffharze zur Erhöhung
des Adhäsionsvermögens eingesetzt werden.
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Geeignete
PU-Klebemassen basieren insbesondere auf folgenden Komponenten:
- a) einem Urethanpolymer, generiert aus di-
oder multifunktionellen Isocyanaten (NCO) und di- oder multifunktionellen
Alkoholen (OH), wobei das NCO/OH Verhältnis entweder < 1 oder > 1 ist,
welches
mit mindestens einer Si(OR)3-x Gruppe funktionalisiert
ist, wobei R ein Alkyl- oder Acylrest und x die Zahl null oder eins
ist,
- b) einem organometallischen Katalysator aus der 4. oder 5. Hauptgruppe
- c) einer katalytischen Menge Wasser
- d) einem Organopolysiloxanharz mit der Formel: (R1 3SiO1/2)y(SiO4/2)1, wobei R1 eine substituierte oder unsubstituierte
monovalente Kohlenwasserstoffgruppe, ein Wasserstoffatom oder eine
Hydroxygruppe und y eine Zahl zwischen 0,5 und 1,2 ist
- e) optional weiteren Additiven oder Füllstoffen
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Zur
Erzielung der erforderlichen klebtechnischen Eigenschaften werden
den beschriebenen Formulierungen ebenfalls MQ-Harze mit der Formel (R1 3SiO1/2)x(SiO4/2)1 zugesetzt. Bei den MQ-Harzen handelt es
sich vorteilhaft um solche mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht
MW von 500 g/mol ≤ MW ≤ 100.000
g/mol, bevorzugt von 1.000 g/mol ≤ MW ≤ 25.000
g/mol, wobei sich die Angaben des mittleren Molekulargewichtes MW in dieser Schrift auf die Bestimmung per
Gelpermeationschromatographie beziehen (siehe experimenteller Teil).
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Es
hat sich als günstig herausgestellt, wenn Klebemassen eingesetzt
werden, bei denen das Anteilsverhältnis – bezogen
auf Gewichtsprozent – von silylierter PU-Klebmasse zu MQ-Harz
im Bereich von 10:90 bis 90:10, bevorzugt im Bereich von 40:60 bis zu
90:10, liegt.
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Eine
weiterhin vorteilhafte PU-Klebmassenformulierung basiert auf folgenden
Komponenten:
- a) einem Urethanpolymer, generiert
aus di- oder multifunktionellen Isocyanaten (NCO) und di- oder multifunktionellen
Alkoholen (OH), wobei das NCO/OH Verhältnis entweder < 1 oder > 1 ist, welches mit
mindestens einer Si(OR)3-x Gruppe funktionalisiert
ist, wobei R ein Alkyl- oder Acylrest und x die Zahl null oder eins
ist,
- b) einem organometallischen Katalysator aus der 4. oder 5. Hauptgruppe,
- c) einer katalytischen Menge Wasser,
- d) einem klebrigmachenden Harz auf Basis von Terpenen, Terpen-Phenolen,
Cumarenen, Indenen oder Kohlenwasserstoffen,
- e) optional weiteren Additiven oder Füllstoffen.
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Hierbei
werden vorteilhaft die in der Klebstoffindustrie bekannte Harze
wie Terpen-, Terpen-Phenol-, Cumaren-, Inden- oder Kohlenwasserstoffharze
zur Erhöhung des Adhäsionsvermögens eingesetzt.
Besonders vorteilhaft ist die Verwendung von Harzen, die einen Erweichungsbereich
von 80 bis 150°C aufweisen. Beispielhaft seien an dieser Stelle
genannt: KE-311 Arakawa Technical Industries und Kristalex F85,
Kristalex F 100 und Kristalex 115 von Eastmen Chemical Company.
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Weitere Abmischkomponenten
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Als
weitere Additive können typischerweise genutzt werden:
- • primäre Antioxidanzien,
wie zum Beispiel sterisch gehinderte Phenole
- • sekundäre Antioxidanzien, wie zum Beispiel Phosphite
oder Thioether
- • Prozessstabilisatoren, wie zum Beispiel C-Radikalfänger
- • Lichtschutzmittel, wie zum Beispiel UV-Absorber oder
sterisch gehinderte Amine
- • Verarbeitungshilfsmittel
- • Füllstoffe, wie zum Beispiel Siliziumdioxid,
Glas (gemahlen oder in Form von Kugeln), Aluminiumoxide oder Zinkoxide,
wobei die Füllstoffe so klein gemahlen sind, dass Sie optisch
nicht sichtbar sind
- • Plastifizierungsmittel, wie zum Beispiel Flüssigharze,
Weichmacheröle oder niedermolekulare flüssige
Polymere, wie zum Beispiel niedermolekulare Polybutene mit Molmassen < 1500 g/mol (Zahlenmittel)
-
Für
die Anwendung von Klebebändern kommen diese herausragenden
Materialeigenschaften vorteilhaft zum Tragen, wenn eine silylierte
PU-Klebemasse mit Mikroballons gefüllt und somit schäumbar
wird. Weiterhin ist es insbesondere vorteilhaft, wenn die durch
Mikroballons schaumbare silylierte PU-Klebemasse in einem doppelseitigen
Klebeband verwendet wird, dessen Träger eine Barrierefolie
ist. Die zweite Seite der Barrierefolie wird hierzu ebenfalls mit
einer silylierte PU-Klebemasse beschichtet. Haftklebmassen auf Basis
von silylierten PUs sind im Handel frei erhältlich; der
Stand der Technik ist unter anderem in folgenden Schriften dokumentiert:
US 2007129527 A1 ;
US 20080058492 A1 ;
WO 2006118766 A1 .
-
Des
Weiteren hat sich als Klebemasse eine solche auf Acrylathotmelt-Basis
als geeignet erwiesen, die einen K-Wert von mindestens 20 aufweist, insbesondere
größer 30, erhältlich durch Aufkonzentrieren
einer Lösung einer solchen Masse zu einem als Hotmelt verarbeitbaren
System. Das Aufkonzentrieren kann in entsprechend ausgerüsteten
Kesseln oder Extrudern stattfinden, insbesondere beim damit einhergehenden
Entgasen ist ein Entgasungsextruder bevorzugt. Eine derartige Klebemasse
ist in der
DE 43 13
008 A1 beschrieben, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch
Bezugnahme eingeschlossen wird. Diesen, auf diesem Wege hergestellten
Acrylatmassen, wird in einem Zwischenschritt das Lösungsmittel
vollständig entzogen. Zusätzlich werden dabei weitere
leichtflüchtige Bestanteile entfernt. Nach der Beschichtung
aus der Schmelze weisen diese Massen nur noch geringe Anteile an
flüchtigen Bestandteilen auf. Somit können alle
in dem in Bezug genommenen Patent genannten Monomere/Rezepturen übernommen
werden. Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Massen ist darin
zu sehen, dass diese einen hohen K-Wert und damit ein hohes Molekulargewicht
aufweisen. Dem Fachmann ist bekannt, dass sich Systeme mit höheren
Molekulargewichten effizienter vernetzen lassen. Damit sinkt entsprechend der
Anteil an flüchtigen Bestandteilen.
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Die
Lösung der Masse kann 5 bis 80 Gew.-%, insbesondere 30
bis 70 Gew.-% Lösungsmittel enthalten. Vorzugsweise werden
handelsübliche Lösungsmittel eingesetzt, insbesondere
niedrig siedende Kohlenwasserstoffe, Ketone, Alkohole und/oder Ester.
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Weiter
vorzugsweise werden Einschnecken-, Zweischnecken- oder Mehrschneckenextruder
mit einer oder insbesondere zwei oder mehreren Entgasungseinheiten
eingesetzt.
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In
der Klebemasse auf Acrylathotmelt-Basis können Benzoinderivate
einpolymerisiert sein, so beispielsweise Benzoinacrylat oder Benzoinmethacrylat,
Acrylsäure- oder Methacrylsäureester. Derartige
Benzoinderivate sind in der
EP
0 578 151 A1 beschrieben. Die Klebemasse auf Acrylathotmelt-Basis
kann aber auch chemisch vernetzt sein.
-
In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden als
Selbstklebemassen Copolymerisate aus (Meth)acrylsäure und
deren Estern mit 1 bis 25 C-Atomen, Malein-, Fumar- und/oder Itaconsäure
und/oder deren Estern, substituierten (Meth)acrylamiden, Maleinsäureanhydrid
und anderen Vinylverbindungen, wie Vinylestern, insbesondere Vinylacetat,
Vinylalkoholen und/oder Vinylethern eingesetzt. Der Restlösungsmittel-Gehalt
sollte unter 1 Gew.-% betragen.
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Für
besonders empfindliche Solarzellen, beispielhaft organische, CIGS-
oder CIS-Solarzellen, die unter Einwirkung von Wasserdampf zu verstärkter
Degradation bzw. Schichtablösen neigen, eignet sich insbesondere
ein Klebebandaufbau mit einer Barrierefolie zwischen der mit Mikroballon
versetzten Klebemasse und einer zusätzlichen Klebemasseschicht
ohne Mikroballons.
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Die
eingesetzte Barrierefolie zeichnet sich durch eine geringe Wasserdampfpermeation
aus, um die empfindliche Laminatkante schützen zu können. Unter
Permeation versteht man den Vorgang, bei dem ein Stoff (Permeat)
einen Festkörper durchdringt oder durchwandert. Die Triebkraft
ist ein Konzentrationsgradient. Permeabilität wird durch
eine Permeationsmessung geprüft. Die Barrierefolie sollte
insbesondere eine Wasserdampfdurchlässigkeit kleiner 200
g/m2d bei 37,8°C, 90% RH aufweisen.
Besonders bevorzugt ist eine Barrierefolie mit einer Wasserdampfdurchlässigkeit
von weniger als 5 vorzugsweise weniger als 0,1 und besonders bevorzugt
weniger als 0,01 g/m2.d gemessen bei 37,8°C
und 90% relativer Feuchte haben (d = day = 24 h).
-
Permeationsmessung mit Spülgasmethode
-
In
einer entsprechenden Messzelle für Rohre, Folien und Membranen
können diese sowohl mit beliebigen Gasen als auch mit Flüssigkeiten
aller Art auf ihre Durchlässigkeit überprüft
werden. Die Messtechniken für Gase beinhalten alle ein
zentrales Modul, das von der zu testenden Membran geteilt wird: Auf
der „Feed-Seite” wird die Messzelle mit dem Prüfgas überströmt,
das übrige Retentat wird abgeleitet. Die auf der anderen
Seite angekommene Menge des Gases (Permeat) wird vom Spülgas
zu einem Detektor geführt, wo die Konzentration gemessen
wird. Ober- und Unterteil der Zelle umschließen die zentrierte Membran.
Ein O-Ring, der auf der Probe aufliegt, dichtet die Grenzfläche
ab. Diese Art von Zellen ist meist aus Metall wie z. B. Edelstahl
gefertigt.
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Als
Barrierefolie wird bevorzugt eine Polyesterfolie eingesetzt. Daneben
zeigen auch Folien aus zum Beispiel PUR, PP, PE, PVC, PVDC, PEN,
PAN, EVOH und PA, PA mit Nanokomposits hervorragende Eigenschaften.
Bei PA mit Nanokomposits handelt es sich um ein mit Schichtsilicat
gefülltes PA. Diese Teilchen haben eine plättchenförmige
Struktur ähnlich wie Talkum. Im Gegensatz zu Talkum ist
die Teilchengröße erheblich kleiner (Nanometerbereich). Diese
Teilchen werden bei der Extrusion ausgerichtet und bilden eine Schichtstruktur.
Die Teilchen selbst sind wie Glas völlig undurchlässig
für Gase. Die Gase werden beim Durchdringen der Folie behindert,
wodurch die verbesserte Barrierewirkung entsteht. Die Schichtstruktur
bildet eine Art Labyrinth, welches die Gase und Aromen passieren
müssen. Aufgrund der geringen Teilchengröße
sind die optischen Eigenschaften der Folie nicht beeinträchtigt.
Das Klebeband sollte eine Wasserdampfdurchlässigkeit kleiner 12
g/m2d bei 37,8°C, 90% RH haben
(d ... day: 24 h).
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Bevorzugt
werden Barrierefolien mit 0,5 μm bis 160 μm, bevorzugt
mit 2 μm bis 120 μm, Dicke verwendet um eine hinreichende
Permeationswirkung zu erzielen aber ohne die Steifigkeit des Klebebandes
allzu sehr zu vergrößern.
-
In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Barrierefolie
als Laminat aus Kunststofffolien ausgebildet, und zwar bevorzugt
aus einer Polyesterfolie sowie aus einer Polyolefinfolie, wobei
weiter bevorzugt die Polyolefinfolie mit einer metallischen Schicht
versehen ist.
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Geeignet
sind Folien aus einem Folienteil, der von zumindest einer Kunststofffolie
aus insbesondere Polyester gebildet wird, sowie einem auf dem Folienteil
aufgebrachten metallischen Teil, der aus einer metallischen Schicht,
insbesondere aus Aluminium, gebildet wird. Die untere Klebeschicht
ist bevorzugt auf der freiliegenden Seite der metallischen Schicht
aufgebracht.
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Die
metallische Schicht dient dabei als Barriereschicht, hält
also korrosionsfördernde Substanzen wie Wasser, Wasserdampf,
Sauerstoff, Schwefeldioxid und Kohlendioxid vom zu schützenden
Gut, insbesondere also den flächenförmigen Funktionsschichten,
fern.
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In
einer ersten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
weist die metallische Schicht eine Dicke von 10 nm bis 50 μm
auf, insbesondere 20 nm bis 25 μm.
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Das
Aufbringen der metallischen Schicht auf den Folienteil geschieht
beispielsweise durch Bedampfen, also indem ein Überzug
auf der Kunststofffolie durch thermisches Verdampfen im Vakuum (rein thermisch,
elektrisch mit Elektronenstrahlen, durch Kathodenzerstäubung
oder Drahtexplosion, gegebenenfalls mit Hilfe von Laser-Strahlen)
erzeugt wird.
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Die
Barrierefolie wird bevorzugt mit Bindemitteln (Laminierharzen) wie
Epoxid-, Melaminharzen, Thermoplasten usw. verklebt.
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Besonders
bevorzugt wird als Barrierefolie eine Polyesterfolie, insbesondere
mit einer Dicke im Bereich 4 μm bis 40 μm, oder
eine Polyolefinfolie, insbesondere mit einer Dicke 20 μm
bis 120 μm, eingesetzt. Auch Kombinationen dieser Folien
sind verwendbar.
-
Weiterhin
können auch drei- oder mehrschichtige Laminate zum Einsatz
kommen. Des Weiteren können auch symmetrische Laminataufbauten um
einen Kern aus einer Metallschicht in besonderen Anwendungsfeldern
von Vorteil sein.
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Weiter
ist vorteilhaft, wenn zwischen metallischer Schicht und Klebemasse
ein zweiter Folienteil vorhanden ist. Die beiden Folienteile bestehen
in diesem Falle vorzugsweise aus identischen Kunststofffolien, weiter
vorzugsweise ist der zweite Folienteil ebenfalls ein Laminat aus
einer Polyesterfolie sowie aus einer Polyolefinfolie, wobei wieder
insbesondere die Polyolefinfolie an der metallischen Schicht anliegt.
-
Weitere
Einzelheiten, Ziele, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden
nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher
erläutert. In der Zeichnung zeigt
-
1 eine
schematische Darstellung eines herkömmlichen Schaumstoffklebebandes
in einem PV-Modul,
-
2 eine
schematische Darstellung eines schäumbaren Klebebandes
vorm Aufschäumen in einem PV-Modul,
-
3 das
Klebeband aus 2 nach dem Aufschäumen.
-
Vergleichsbeispiel:
-
1 zeigt
ein doppelseitiges Schaumstoffklebeband 1, das im Rahmen 2 eines
PV-Moduls angeordnet ist und das PV-Laminat 3 fixiert.
Der Rahmen 2 ist aus 2 mm dickem Aluminium hergestellt und
weist ein U-Profil mit einer Nut von 6 mm und einer Tiefe von 10
mm auf. Das Laminat 3 ist an der Kante und an der Ober-
und Unterseite mit einem doppelseitigen Schaumstoffklebeband 1,
mit einer Dicke von 1100 μm (tesa 4957) versehen. Das Schaumstoffklebeband 1 weist
hier eine Schaumstoffschicht 4 sowie zwei Klebeschichten 5 auf.
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Das
Laminat 3, bestehend aus 3,2 mm Glas, 2 Lagen 460 μm
EVA-Folien (Etimex Vistasolar FC 486.10) und einer Rückseitenfolie
aus einer Vorder- und einer Rückseite aus Tedlar® und einer Polyesterfolie als Kern
mit einer Dicke von 170 μm (Isovolta, Icosolar WW 249L),
wurde mit einem Laminator der Fa. Meyer wie folgt hergestellt:
- 1) 2,5 Minuten bei 40°C, evakuieren
auf 20 mbar
- 2) Bodentemperatur wird innerhalb von 3,5 Minuten von 40°C
auf 133°C erhöht, gleichzeitig die obere Laminatoberfläche
auf das Modul gedrückt bis 780 mbar erreicht sind
- 3) beim erreichen von 780 mbar wird 13 Minuten bei 133°C
und 780 mbar vernetzt
- 4) das Laminat wird für ca. 7 Minuten auf 40°C
abgekühlt.
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Das
Laminat 3 wies nach dem Laminieren eine Gesamtdicke von
5 mm auf, nach der Ausrüstung mit dem doppelseitigem Klebeband 1 wies
es eine Gesamtdicke von 7,2 mm auf.
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Das
mit Klebeband 1 ausgerüstete Laminat 3 wurde
anschließend mit einer Geschwindigkeit von 50 mm/min. in
den Rahmen 2 gepresst. Die hierfür notwendige
Kraft betrug etwa 20 N/cm.
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Die
Verklebungsfestigkeit wurde nach einer Lagerzeit von 24 h bei 23°C
und 50% rF ermittelt, durch Einspannen der oberen Laminatkante und
der gerahmten, unteren Laminatkante. Die obere Laminatkante wurde
mit einer Geschwindigkeit von 300 mm/min. nach oben gezogen. Dabei
wurde die Kraft ermittelt, welche benötigt wird, um das
Laminat 3 aus dem Rahmen 2 zu ziehen. Die so ermittelte
Zugkraft betrug etwa 42 N/cm.
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1. Beispiel
-
2 zeigt
die Anordnung eines schäumbaren Klebebandes 1,
welches als Transferklebeband ausgebildet ist, in einem PV-Rahmen 2.
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Zur
Herstellung des Klebebandes 1 wurde eine lösungsmittelhaltige
Acrylatklebemasse, AC Ester 1743 von National Starch, in einem handelüblichen
Flügelrührwerk der Firma Ika mit 5 Gew.-% Mikroballons
der Firma Akzo Nobel vom Typ 51 DU 40 abgemischt und auf einem Trennpapier,
welches beidseitig mit einem Release ausgerüstet ist mit
einem Rakel gestrichen. Nach der Trocknung bei 23°C für
240 min. und 15 min. bei 70°C erhält man auf dem Trennpapier
eine trockene, ungeschäumte PSA Schicht, welche mit unexpandierten
Mikroballons homogen abgemischt ist, mit einer Dicke von 400 μm.
-
Nach
der Konfektionierung zu 2,5 cm Breite, wurde das Klebeband 1 zu
einem U-gefaltet, so dass die Masseschicht nach außen liegt
(2). Dieses U-förmige Klebeband wurde
in den Rahmen 2 gepresst, sodass eine Nut von 5,2 mm verblieb.
-
Der
Rahmen 2 wurde gemeinsam mit dem Klebeband 1 auf
die richtige Länge gesägt, für die Ecken
mit einer Gehrung von etwa 45°.
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Das
Laminat 3 wurde ohne Druck in den mit dem Klebeband 1 ausgerüsteten
Rahmen 2 geschoben (2). Die
einzelnen Rahmenelemente wurden an den Ecken miteinander verschraubt.
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Durch
eine Kontakttemperierung des Rahmens für 30 s mit 200°C
wurden die im Klebeband befindlichen Mikroballons zum Schäumen
gebracht. Das Klebeband 1 füllte anschließend
alle noch verbliebenen Lücken zwischen Rahmen 2 und
Laminat 3 vollständig aus (3).
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Die
Verklebungsfestigkeit wurde nach einer Lagerzeit von 24 h bei 23°C
und 50% rF ermittelt, durch Einspannen der oberen Laminatkante und
der gerahmten, unteren Laminatkante. Die obere Laminatkante wurde
mit einer Geschwindigkeit von 300 mm/min. nach oben gezogen. Dabei
wurde die Kraft ermittelt, welche benötigt wird, um das
Laminat 3 aus dem Rahmen 2 zu ziehen. Die so ermittelte
Zugkraft betrug etwa 84 N/cm.
-
Die
Beispiele 2 bis 12 zeigen weitere Klebebänder, die in gleicher
Weise wie das zuvor beschriebene Klebeband mit Laminat und Rahmen
verbunden und aufgeschäumt wurden. Die weiteren Beispiele
weisen jedoch unterschiedliche Klebmassen auf.
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Für
alle Beispiele wurde die Zugkraft, die benötigt wird, um
das Laminat aus dem Rahmen zu ziehen, jeweils wie folgt ermittelt:
Nach Verklebung von Laminat und Rahmen, einschließlich
Aufschäumen des Klebebandes, wurde die Verklebungsfestigkeit nach
einer Lagerzeit von 24 h bei 23°C und 50% rF ermittelt,
durch Einspannen der oberen Laminatkante und der gerahmten, unteren
Laminatkante. Die obere Laminatkante wurde mit einer Geschwindigkeit
von 300 mm/min. nach oben gezogen. Dabei wurde die Kraft ermittelt,
welche benötigt wird, um das Laminat 3 aus dem
Rahmen 2 zu ziehen.
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2. Beispiel
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Zur
Herstellung eines Siliconklebebandes 1 wurde eine lösungsmittelhaltige
Siliconhaftklebemasse, PSA 45559 von Wacker, in einem handelsüblichen
Flügelrührwerk der Firma Ika mit 5 Gew.-% Mikroballons
der Firma Akzo Nobel vom Typ 51 DU 40 abgemischt und auf einem Trennfilm,
welcher beidseitig mit einem Fluorsiliconrelease ausgerüstet
ist, mit einem Rakel ausgestrichen. Nach der Trocknung bei 23°C
für 20 min. und 15 min. bei 120°C erhält man
auf dem Trennfilm eine trockene, ungeschäumte Siliconhaftklebmassenschicht,
welche mit unexpandierten Mikroballons homogen abgemischt ist, mit
einer Dicke von 200 μm. Um für das Siliconklebeband 1 eine
Schichtdicke von 400 μm zu erhalten, werden zwei der 200 μm
dicken Silicontransferklebebänder aufeinander laminiert.
-
Eine
Kontakttemperierung des Rahmens wurde für 30 s mit 200°C
zum Aufschäumen der Mikroballons durchgeführt.
-
Die
erforderliche Zugkraft zum Herausziehen des Laminats aus dem Rahmen
betrug etwa 46 N/cm.
-
3. Beispiel
-
Zur
Herstellung des Siliconklebebandes 1 wurde eine lösungsmittelhaltige
Siliconhaftklebemasse, PSA 45559 von Wacker, in einem handelsüblichen
Flügelrührwerk der Firma Ika mit 5 Gew.-% Mikroballons
der Firma Akzo Nobel vom Typ 51 DU 40 abgemischt und auf einem Trennfilm,
welcher beidseitig mit einem Fluorsiliconrelease ausgerüstet
ist, mit einem Rakel ausgestrichen. Nach der Trocknung bei 23°C
für 20 min. und 15 min. bei 120°C erhält man
auf dem Trennfilm eine trockene, ungeschäumte Siliconhaftklebmassenschicht,
welche mit unexpandierten Mikroballons homogen abgemischt ist, mit
einer Dicke von 200 μm. Um für das Siliconklebeband 1 eine
Schichtdicke von 400 μm zu erhalten, werden zwei der 200 μm
dicken Silicontransferklebebänder aufeinander laminiert.
Das Siliconklebeband 1 wird mit Elektronenstrahlen vernetzt:
160 kV und 10 kGy.
-
Eine
Kontakttemperierung des Rahmens wurde für 30 s mit 200°C
zum Aufschäumen der Mikroballons durchgeführt.
-
Die
erforderliche Zugkraft zum Herausziehen des Laminats aus dem Rahmen
betrug etwa 49 N/cm.
-
4. Beispiel
-
Zur
Herstellung des Siliconklebebandes 1 wurde eine lösungsmittelhaltige
Siliconhaftklebemasse, PSA 45559 von Wacker, in einem handelsüblichen
Flügelrührwerk der Firma Ika mit 5 Gew.-% Mikroballons
der Firma Akzo Nobel vom Typ 950 DU 80 und 2 Gew.-% Perkadox L-50S-PS
der Firma Akzo Nobel abgemischt und auf einem Trennfilm, welcher beidseitig
mit einem Fluorsiliconrelease ausgerüstet ist, mit einem
Rakel ausgestrichen. Nach der Trocknung bei 23°C für
20 min., 5 min. bei 90°C und 3 min. bei 175°C
erhält man auf dem Trennfilm eine trockene, ungeschäumte
Siliconhaftklebmassenschicht, welche mit unexpandierten Mikroballons
homogen abgemischt ist, mit einer Dicke von 200 μm. Um
für das Siliconklebeband 1 eine Schichtdicke von
400 μm zu erhalten, werden zwei der 200 μm dicken
Silicontransferklebebänder aufeinander laminiert.
-
Eine
Kontakttemperierung des Rahmens wurde für 30 s mit 210°C
zum Aufschäumen der Mikroballons durchgeführt.
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Die
erforderliche Zugkraft zum Herausziehen des Laminats aus dem Rahmen
betrug etwa 47 N/cm.
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5. Beispiel
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Zur
Herstellung des Siliconklebebandes 1 wurde eine lösungsmittelhaltige
Siliconhaftklebemasse, PSA 45559 von Wacker, in einem handelsüblichen
Flügelrührwerk der Firma Ika mit 5 Gew.-% Mikroballons
der Firma Akzo Nobel vom Typ 950 DU 80 und 2 Gew.-% Perkadox L-50S-PS
der Firma Akzo Nobel abgemischt und auf einem Trennfilm, welcher beidseitig
mit einem Fluorsiliconrelease ausgerüstet ist, mit einem
Rakel ausgestrichen. Nach der Trocknung bei 23°C für
20 min. und 15 min. bei 120°C erhält man auf dem
Trennfilm eine trockene, ungeschäumte Siliconhaftklebmassenschicht,
welche mit unexpandierten Mikroballons homogen abgemischt ist, mit
einer Dicke von 200 μm. Um für das Siliconklebeband 1 eine
Schichtdicke von 400 μm zu erhalten, werden zwei der 200 μm
dicken Silicontransferklebebänder aufeinander laminiert.
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Eine
Kontakttemperierung des Rahmens wurde für 3 min. mit 210°C
zum Aufschäumen der Mikroballons durchgeführt.
-
Die
erforderliche Zugkraft zum Herausziehen des Laminats aus dem Rahmen
betrug etwa 49 N/cm.
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6. Beispiel
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Zur
Herstellung des Siliconklebebandes 1 wurde eine lösungsmittelhaltige
Siliconhaftklebemasse, DC 7657 von Dow Corning, in einem handelsüblichen
Flügelrührwerk der Firma Ika mit a) 5 Gew.-% Mikroballons
der Firma Akzo Nobel vom Typ 51 DU 40 und b) 1% SylOff 4000 der
Firma Dow Corning abgemischt und auf einem Trennfilm, welcher beidseitig mit
einem Fluorsiliconrelease ausgerüstet ist, mit einem Rakel
ausgestrichen. Nach der Trocknung bei 23°C für
20 min. und 15 min. bei 120°C erhält man auf dem
Trennfilm eine trockene, ungeschäumte Siliconhaftklebmassenschicht,
welche mit unexpandierten Mikroballons homogen abgemischt ist, mit
einer Dicke von 200 μm. Um für das Siliconklebeband 1 eine
Schichtdicke von 400 μm zu erhalten, werden zwei der 200 μm
dicken Silicontransferklebebänder aufeinander laminiert.
-
Eine
Kontakttemperierung des Rahmens wurde für 30 s mit 200°C
zum Aufschäumen der Mikroballons durchgeführt.
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Die
erforderliche Zugkraft zum Herausziehen des Laminats aus dem Rahmen
betrug etwa 39 N/cm.
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7. Beispiel
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Zur
Herstellung eines silylierten PU-Klebebandes 1 wurde eine
lösungsmittelhaltige silylierte PU-Haftklebemasse, SPUR+ 3.0 PSA von Momentive Performance Chemicals,
in einem handelsüblichen Flügelrührwerk
der Firma Ika mit 5 Gew.-% Mikroballons der Firma Akzo Nobel vom
Typ 51 DU 40, 0.7 Gew.-% Wasser und 0.02 Gew.-% Formrez UL-28 Firma
Momentive Performance Chemicals abgemischt und auf einem Trennfilm,
welcher beidseitig mit einem Siliconrelease ausgerüstet
ist, mit einem Rakel ausgestrichen. Nach der Trocknung bei 23°C für
20 min. und 5 min. bei 80°C erhält man auf dem Trennfilm
eine trockene, ungeschäumte silylierte PU-Haftklebemassenschicht,
welche mit unexpandierten Mikroballons homogen abgemischt ist, mit
einer Dicke von 200 μm. Um für das silylierte
PU-Klebeband 1 eine Schichtdicke von 400 μm zu
erhalten, werden zwei der 200 μm dicken silylierten PU-Transferklebebänder
aufeinander laminiert.
-
Eine
Kontakttemperierung des Rahmens wurde für 30 s mit 200°C
zum Aufschäumen der Mikroballons durchgeführt.
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Die
erforderliche Zugkraft zum Herausziehen des Laminats aus dem Rahmen
betrug etwa 33 N/cm.
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8. Beispiel
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Zur
Herstellung des silylierten PU-Klebebandes 1 wurde eine
lösungsmittelhaltige silylierte PU-Haftklebemasse, SPUR+ 3.0 PSA von Momentive Performance Chemicals,
in einem handelsüblichen Flügelrührwerk
der Firma Ika mit 5 Gew.-% Mikroballons der Firma Akzo Nobel vom
Typ 950 DU 80, 40 Gew.-% SR 1000 der Firma Momentive Performance Chemicals,
0.7 Gew.-% Wasser, 0.02 Gew.-% Formrez UL-28 und 2 Gew.-% Perkadox
L-50S-PS der Firma Akzo Nobel abgemischt und auf einem Trennfilm, welcher
beidseitig mit einem Siliconrelease ausgerüstet ist, mit
einem Rakel ausgestrichen. Nach der Trocknung bei 23°C
für 20 min., 5 min. bei 80°C und 3 min. bei 175°C
erhält man auf dem Trennfilm eine trockene, ungeschäumte
silylierte PU-Haftklebemassenschicht, welche mit unexpandierten
Mikroballons homogen abgemischt ist, mit einer Dicke von 200 μm. Um
für das silylierte PU-Klebeband 1 eine Schichtdicke
von 400 μm zu erhalten, werden zwei der 200 μm dicken
silylierten PU-Transferklebebänder aufeinander laminiert.
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Eine
Kontakttemperierung des Rahmens wurde für 30 s mit 210°C
zum Aufschäumen der Mikroballons durchgeführt.
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Die
erforderliche Zugkraft zum Herausziehen des Laminats aus dem Rahmen
betrug etwa 44 N/cm.
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9. Beispiel
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Zur
Herstellung des silylierten PU-Klebebandes 1 wurde eine
lösungsmittelhaltige silylierte PU-Haftklebemasse, SPUR+ 3.0 PSA von Momentive Performance Chemicals,
in einem handelsüblichen Flügelrührwerk
der Firma Ika mit 5 Gew.-% Mikroballons der Firma Akzo Nobel vom
Typ 950 DU 80, 40 Gew.-% SR 1000 der Firma Momentive Performance Chemicals,
0.7 Gew.-% Wasser, 0.02 Gew.-% Formrez UL-28 und 2 Gew.-% Perkadox
L-50S-PS der Firma Akzo Nobel abgemischt und auf einem Trennfilm, welcher
beidseitig mit einem Siliconrelease ausgerüstet ist, mit
einem Rakel ausgestrichen. Nach der Trocknung bei 23°C
für 20 min. und 5 min. bei 80°C erhält
man auf dem Trennfilm eine trockene, ungeschäumte silylierte
PU-Haftklebemassenschicht, welche mit unexpandierten Mikroballons
homogen abgemischt ist, mit einer Dicke von 200 μm. Um
für das silylierte PU-Klebeband 1 eine Schichtdicke
von 400 μm zu erhalten, werden zwei der 200 μm
dicken silylierten PU-Transferklebebänder aufeinander laminiert.
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Eine
Kontakttemperierung des Rahmens wurde für 3 min. mit 210°C
zum Aufschäumen der Mikroballons durchgeführt.
Dabei wurden auch das MQ Harz SR 1000 und damit auch die silylierte
PU-Klebmasse vernetzt.
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Die
erforderliche Zugkraft zum Herausziehen des Laminats aus dem Rahmen
betrug etwa 41 N/cm.
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10. Beispiel
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Zur
Herstellung des silylierten PU-Klebebandes 1 wurde eine
lösungsmittelhaltige silylierte PU-Haftklebemasse, SPUR+ 3.0 PSA von Momentive Performance Chemicals,
in einem handelsüblichen Flügelrührwerk
der Firma Ika mit 5 Gew.-% Mikroballons der Firma Akzo Nobel vom
Typ 51 DU 40, 40 Gew.-% Picco A 100 der Firma Eastman Chemical Company,
0.7 Gew.-% Wasser, 0.02 Gew.-% Formrez UL-28 und abgemischt und
auf einem Trennfilm, welcher beidseitig mit einem Siliconrelease
ausgerüstet ist, mit einem Rakel ausgestrichen. Nach der Trocknung
bei 23°C für 20 min. und 5 min. bei 80°C erhält
man auf dem Trennfilm eine trockene, ungeschäumte silylierte
PU-Haftklebemassenschicht, welche mit unexpandierten Mikroballons
homogen abgemischt ist, mit einer Dicke von 200 μm. Um
für das silylierte PU-Klebeband 1 eine Schichtdicke
von 400 μm zu erhalten, werden zwei der 200 μm
dicken silylierten PU-Transferklebebänder aufeinander laminiert.
-
Eine
Kontakttemperierung des Rahmens wurde für 30 s mit 210°C
zum Aufschäumen der Mikroballons durchgeführt.
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Die
erforderliche Zugkraft zum Herausziehen des Laminats aus dem Rahmen
betrug etwa 37 N/cm.
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11. Beispiel
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Zur
Herstellung des silylierten PU-Klebebandes 1 wurde eine
lösungsmittelhaltige silylierte PU-Haftklebemasse, SPUR+ 3.0 PSA von Momentive Performance Chemicals,
in einem handelsüblichen Flügelrührwerk
der Firma Ika mit 5 Gew.-% Mikroballons der Firma Akzo Nobel vom
Typ 51 DU 40, 40 Gew.-% DT 110 der Firma Dérivés
Résiniques et Terpéniques, 0.7 Gew.-% Wasser,
0.02 Gew.-% Formrez UL-28 und abgemischt und auf einem Trennfilm,
welcher beidseitig mit einem Siliconrelease ausgerüstet ist,
mit einem Rakel ausgestrichen. Nach der Trocknung bei 23°C
für 20 min. und 5 min. bei 80°C erhält man
auf dem Trennfilm eine trockene, ungeschäumte silylierte
PU-Haftklebemassenschicht, welche mit unexpandierten Mikroballons
homogen abgemischt ist, mit einer Dicke von 200 μm. Um
für das silylierte PU-Klebeband 1 eine Schichtdicke
von 400 μm zu erhalten, werden zwei der 200 μm
dicken silylierten PU-Transferklebebänder aufeinander laminiert.
-
Eine
Kontakttemperierung des Rahmens wurde für 30 s mit 210°C
zum Aufschäumen der Mikroballons durchgeführt.
-
Die
erforderliche Zugkraft zum Herausziehen des Laminats aus dem Rahmen
betrug etwa 40 N/cm.
-
12. Beispiel
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Zur
Herstellung des silylierten PU-Klebebandes 1 wurde eine
lösungsmittelhaltige silylierte PU-Haftklebemasse, SPUR+ 3.0 PSA von Momentive Performance Chemicals,
in einem handelsüblichen Flügelrührwerk
der Firma Ika mit 5 Gew.-% Mikroballons der Firma Akzo Nobel vom
Typ 51 DU 40, 40 Gew.-% DT 135 der Firma Dérivés
Résiniques et Terpéniques, 0.7 Gew.-% Wasser,
0.02 Gew.-% Formrez UL-28 und abgemischt und auf einem Trennfilm,
welcher beidseitig mit einem Siliconrelease ausgerüstet ist,
mit einem Rakel ausgestrichen. Nach der Trocknung bei 23°C
für 20 min. und 5 min. bei 80°C erhält man
auf dem Trennfilm eine trockene, ungeschäumte silylierte
PU-Haftklebemassenschicht, welche mit unexpandierten Mikroballons
homogen abgemischt ist, mit einer Dicke von 200 μm. Um
für das silylierte PU-Klebeband 1 eine Schichtdicke
von 400 μm zu erhalten, werden zwei der 200 μm
dicken silylierten PU-Transferklebebänder aufeinander laminiert.
-
Eine
Kontakttemperierung des Rahmens wurde für 30 s mit 210°C
zum Aufschäumen der Mikroballons durchgeführt.
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Die
erforderliche Zugkraft zum Herausziehen des Laminats aus dem Rahmen
betrug etwa 40 N/cm.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102004037910
A1 [0018]
- - US 4277387 A [0046]
- - EP 0006571 A [0046]
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- - US 3900610 A [0050]
- - US 3770780 A [0050]
- - US 3790553 A [0050]
- - DE 102007053432 [0065]
- - US 2007129527 A1 [0075]
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-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - „Acrylic
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- - „Modification of Acrylic Dispersions”, Alexander Zettl
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- - „Resin Dispersions”, Anne Z. Casey in Handbook
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- - ”Modification of Acrylic Dispersions”, Alexander Zettl
in Handbook of Pressure Sensitive Adhesive Technology, Second Edition,
edited by Donatas Satas, Van Nostrand Reinhold New York, p. 471 [0046]
- - ”Acrylic Adhesives”, Donatas Satas in Handbook of
Pressure Sensitive Adhesive Technology, Second Edition, edited by
Donatas Satas, Van Nostrand Reinhold New York, pp. 411 bis 419 [0048]