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Abstandhalter
für Isolierglasscheiben bestehen meist aus Hohlprofilstäben
aus Aluminium oder Edelstahl, welche ein rieselfähiges
Trockenmittel enthalten, gewöhnlich Molekularsiebe. Es
ist die Aufgabe des Trockenmittels, in der Isolierglasscheibe vorhandene
Feuchte zu binden, damit unter den auftretenden Temperaturen in
der Isolierglasscheibe der Taupunkt nicht unterschritten wird. Metallische
Abstandhalter werden heute meist in einem Stück aus einem
Hohlprofilstab gebogen, in welchen das Trockenmittel bereits eingefüllt
ist. Vor dem Biegen einer Ecke wird die Innenwand eingekerbt, damit
sich die Ecke genau an der vorgesehenen Stelle bildet und ein definiertes
Erscheinungsbild hat. Als Innenwand wird die dem Inneren der Isolierglasscheibe
zugewandte Wand des Abstandhalters verstanden. Die der Innenwand
gegenüberliegende Wand des Hohlprofilstabs wird als seine
Außenwand oder Basis bezeichnet. Die beiden Wände,
welche die Innenwand und die Außenwand miteinander verbinden
und in der Isolierglasscheibe deren einzelnen Glasscheiben zugewandt
sind, werden als die Flanken bezeichnet; sie verlaufen zumeist überwiegend
parallel zueinander, weil sie mit den Glasscheiben verklebt werden müssen.
An den Flanken neigt der Hohlprofilstab beim Biegen dazu, sich nach
außen zu wölben bzw. nach außen vorspringende
Falten zu bilden. Um das zu verhindern, werden die Hohlprofilstäbe
an den Flanken zwischen Spannbacken eingespannt, die es erzwingen,
dass sich die Hohlprofilstäbe beim Biegen einer Ecke in
keiner Weise verbreitern, siehe
EP 1 281 451 A1 .
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Nach
dem Biegen werden die beiden einander gegenüberliegenden
Enden des Hohlprofilstabes mittels eines Steckverbinders zusammengefügt
und dadurch ein geschlossener Rahmen gebildet. Die zu biegenden
Hohlprofilstäbe werden in der Regel durch gerade Steckverbinder
aufeinanderfolgend miteinander verbunden. Die Abstandhalter können
deshalb auch mehrere gerade Steckverbinder enthalten. Solche rahmenförmige
metallische Abstandhalter zeichnen sich durch gute mechanische Stabilität
aus. Sie haben jedoch den Nachteil, dass ihre Herstellung aufwändig
ist.
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Ferner
sind Abstandhalterrahmen aus metallischen U-Profilen, aus thermoplastischen
Vollprofilen, welche unmittelbar auf eine Glasscheibe extrudiert
werden, und aus Kunststoff-Hohlprofilen bekannt, welche ebenso wie
Abstandhalter aus metallischen Hohlprofilstäben mit einem
körnigen, rieselfähigen Trockenmittel gefüllt
werden.
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Abstandhalter
aus Kunststoff-Hohlprofilen haben nur eine geringe Wärmeleitfähigkeit,
so dass sie in erwünschter Weise den Wärmeübergang
zwischen den einzelnen Glasscheiben einer Isolierglasscheibe behindern.
Nachteilig ist jedoch, dass sich Hohlprofilstäbe aus Kunststoff
nicht zu eckigen Rahmen biegen lassen, wenn sie die für
die Verwendung als Abstandhalter in Isolierglasscheiben erforderliche Härte
und Festigkeit aufweisen. Das gilt insbesondere für Hohlprofilstäbe
aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Nun könnte
man daran denken, Abstandhalterrahmen aus Kunststoffhohlprofilen
dadurch zu bilden, dass man gerade Hohlprofilabschnitte, welche
die Schenkel der rahmenförmigen Abstandhalter bilden, miteinander
verbindet, indem man Winkelstücke aus Metall in die Enden
der Hohlprofilabschnitte steckt, wo sie sich mit Widerhaken festkrallen.
Diese aus früherer Zeit beim Herstellen von metallischen Abstandhaltern
bekannte Technik ist jedoch arbeitsaufwändig und führt
zu Abstandhalterrahmen, welche infolge mangelnder Steifigkeit im
Eckbereich insgesamt labil sind und sich nicht einfach handhaben und
mit der erforderlichen Präzision auf eine Glasscheibe kleben
lassen. Außerdem sind Abstandhalterrahmen, welche solche
gesteckte Ecken haben, im Hinblick darauf, dass Isolierglasscheiben
an ihrem Rand hermetisch gegen das Eindringen von Feuchtigkeit abgedichtet
sein müssen, ungünstig.
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Es
ist weiterhin bekannt, Abstandhalter aus metallischen Hohlprofilstäben
zu bilden, indem einzelne Hohlprofilstäbe an den Ecken
des Abstandhalters durch Winkelstücke verbunden werden,
welche zwei durch ein Gelenk verbundene Schenkel haben, welche in
einer Stellung, in welcher die Schenkel einen rechten Winkel miteinander
einschließen, miteinander verrastbar sind. Zu diesem Zweck
werden die einzelnen Hohlprofilstäbe zunächst
in gerader Linie miteinander verbunden, an ihren Flanken durchgehend
mit einer klebenden Dichtmasse versehen und dann durch Verschwenken
der Hohlprofilstäbe um das Gelenk des jeweiligen Winkelstücks
zu einem Rahmen geformt und dieser durch einen in die Enden des
Hohlprofilstabes gesteckten linearen Steckverbinder geschlossen.
Eine derartige Ausbildung der Ecken führt zu labilen Abstandhaltern
mit den oben genannten Nachteilen.
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Um
Abstandhalter aus Kunststoff-Hohlprofilstäben in einem
Stück herzustellen, ist es aus der
EP 0 947 659 A2 und aus
der
EP 1 030 024 A2 bereits bekannt,
die Hohlprofilstäbe an den Stellen, an denen Ecken auszubilden
sind, auszuklinken, indem V-förmige Einschnitte erzeugt
werden, deren Spitzen bis zu der im fertigen Abstandhalter außen
liegenden Wand der Hohlprofilleiste reichen. Zum Formen eines Rahmens
wird an den ausgeklinkten Stellen des Hohlprofilstabes nur noch
dessen Außenwand gebogen. Auf diese Weise erhält
man zwar Abstandhalter, die auch an den Ecken eine geschlossene
Außenwand haben, aber weil die Schenkel des Abstandhalters
an den Ecken nur noch über ihre Außenwand zusammenhängen,
ist der Rahmen ein labiles Gebilde und muss noch stabilisiert werden.
Zu diesem Zweck ist es aus der
EP 0 947 659 A2 und aus der
EP 1 030 024 A2 bekannt,
in die Eckbereiche des Abstandhalterrahmens durch eine Öffnung
in einer seiner Flanken einen thermoplastischen Kunststoff zu spritzen, der
die Ecken überbrückt und dem Abstandhalter nach
dem Abkühlen und Erhärten des Kunststoffs die nötige
Stabilität gibt. Nachteilig ist, dass es vergleichsweise
lange dauert, bis der Kunststoff abgekühlt und fest geworden
ist. Um die Zeit dafür abzukürzen, ist es aus
der
EP 1 030 024 A2 bekannt,
den in der Herstellung befindlichen Abstandhalter nach dem Einspritzen
des Kunststoffes unter Beibehalten des Winkels der gebogenen Ecke
in eine besondere Aushärtezone zu überführen.
Diese Arbeitsweise ist zeit- und kostenaufwändig.
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Einen
wesentlichen Fortschritt brachte demgegenüber die
WO 2006/077096 A1 ,
welche einen Abstandhalter für Isolierglasscheiben offenbart,
welcher aus einem Hohlprofilstab aus Kunststoff hergestellt wird,
indem dieser an den für die Ecken vorgesehenen Stellen
jeweils mit einer Ausnehmung versehen wird, welche die Innenwand
und die beiden Flanken des Hohlprofilstabes öffnet, die
Außenwand aber unversehrt lässt. Zur Stabilisierung
der Ecken werden Winkelstücke eingesetzt, die zwei durch
ein Gelenk verbundene Schenkel haben und aus einer geradlinigen
Gestalt in eine abgewinkelte Gestalt überführt
werden können, in welcher sie relativ zueinander festlegbar
sind. Ein solches Winkelstück wird zunächst geradlinig
im Bereich der jeweiligen zu bildenden Ecke positioniert. Durch
Biegen des Hohlprofilstabes wird dann die Ecke gebildet und durch
die in ihrer vorgegebenen Winkelstellung miteinander verrastenden
Schenkel des Winkelstücks stabilisiert. Aus der
WO 2006/007096 A1 ist
es darüber hinaus bekannt, auf den noch geradlinig vorliegenden
Hohlprofilstab, in welchen die noch geradlinig vorliegenden Winkelstücke
bereits eingesetzt sind, eine klebende Dichtmasse und eine trockenmittelhaltige Masse
aufzutragen, danach in dem Hohlprofilstab die Ecken zu bilden und
die beiden Enden des Hohlprofilstabes miteinander zu verbinden.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit
aufzuzeigen, wie aus metallischen Hohlprofilstäben mit
geringerem Aufwand als bisher ein rahmenförmiger Abstandhalter
mit gebogenen Ecken für Isolierglasscheiben hergestellt werden
kann.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den im Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. Ein nach diesem Verfahren hergestellter
rahmenförmiger Abstandhalter ist Gegenstand des Patentanspruchs
57. Eine Isolierglasscheibe mit einem solchen Abstandhalter ist
Gegenstand des Patentanspruchs 60. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Die
Erfindung hat wesentliche Vorteile:
- • Dadurch,
dass die beiden Flanken des Hohlprofilstabes, vorzugsweise auch
dessen Innenwand, an der für das Bilden der jeweiligen
Ecke vorgesehenen Stelle des Hohlprofilstabes eingedrückt werden,
bevor dieser gebogen wird, kann ohne weitere Maßnahmen
sichergestellt werden, dass einerseits die Innenwand des Hohlprofilstabes
im Bereich der Ecke einen definierten, reproduzierbaren Verlauf
nimmt und dass andererseits die beiden Flanken des Hohlprofilstabes
beim Biegen nicht nach außen gedrückt werden und/oder
Falten bilden, die den Abstandhalter im Bereich einer Ecke verbreitern.
Vielmehr wird überschüssiges Material der Flanken
in den Hohlraum des Hohlprofilstabes hineingedrängt, so
dass die Breite des Hohlprofilstabes auch im Bereich der Ecken die
ursprüngliche Breite des Hohlprofilstabes nicht überschreitet.
Das ist wichtig, denn wäre es nicht so, würde
es bei dem Verpressen von Isolierglasscheiben im Bereich der Ecken
Druckspitzen geben, die Glasbruch zur Folge hätten.
- • Spannbacken, die beim Biegen von metallischen Hohlprofilstäben
zu Abstandhaltern für Isolierglasscheiben bisher erforderlich
waren, um zu verhindern, dass sich die Hohlprofilstäbe
im Bereich der Ecken verbreitern, werden erfindungsgemäß nicht
mehr benötigt.
- • Beim erfindungsgemäßen Verfahren
können das Biegen der Ecken und das Schließen
des Abstandhalters von Hand durchgeführt werden. Der apparative
Aufwand, der bisher für das Herstellen metallischer Abstandhalter
für Isolierglasscheiben erforderlich war, kann wesentlich
verringert werden.
- • Verglichen mit Abstandhaltern aus Kunststoff, wie
sie in der WO 2006/077096
A1 offenbart sind, die auch von Hand gebogen und geschlossen werden
können, besteht ein Vorteil darin, dass zum Stabilisieren
der Ecken keine Eckwinkel benötigt werden und dass das
vor dem Biegen erforderliche Bearbeiten der späteren Eckbereiche
des Hohlprofilstabes sehr viel einfacher ist: Es müssen
keine komplizierten Ausschnitte hergestellt werden, es muss kein
Abfall entfernt werden, es werden keine teuren Werkzeuge benötigt.
Es ist vielmehr lediglich erforderlich, den Hohlprofilstab an den
dafür vorgesehenen Stellen einzudrücken.
- • Da der Hohlprofilstab im Bereich der Ecken nicht eingeschnitten
werden muss, sondern nur eingedrückt werden muss und somit
auch im Eckenbereich ein durchgehendes Hohlprofil vorliegt, sind die
Ecken auch ohne eine besondere stabilisierende Maßnahme
für den Einbau in eine Isolierglasscheibe hinreichend stabil.
- • Da das Hohlprofil auch im Eckenbereich des Abstandhalters
durchgehend erhalten bleibt, kann der Abstandhalter eine doppelte
Barriere und damit eine doppel te Sicherheit gegen das Eindringen
von Feuchtigkeit in die Isolierglasscheibe bilden.
- • Sollte es im Einzelfall dazu kommen, dass sich im
Hohlprofilstab durch das Eindrücken an einer Stelle ein
Riss bildet, hindert das seinen Einbau in eine Isolierglasscheibe
nicht, da die für das Abdichten des Innenraums der Isolierglasscheibe besonders
wichtige Außenwand des Abstandhalters beim Biegevorgang
im Allgemeinen keine Gefahr läuft, einzureißen.
- • Trotz eines im freien Spiel der Kräfte erfolgenden Einfaltens
der Flanken des Hohlprofilstabes erreicht man durch Auftragen einer
Dichtmasse auf die Flanken eine einwandfreie Abdichtung der Isolierglasscheibe
auch im kritischen Eckenbereich des Abstandhalters. Als Dichtmassen
eignen sich jene, die für das Verkleben und Abdichten von
Isolierglasscheiben bereits bekannt sind.
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Grundsätzlich
kann der Hohlprofilstab ein Trockenmittel enthalten, wenn er gebogen
wird. In diesem Fall sollte dafür gesorgt werden, dass
im Eckenbereich des Hohlprofilstabes beim Biegen weniger Trockenmittel
vorhanden ist als außerhalb des Eckenbereiches. Es wirkt
sich günstig aus, dass durch die beim Eindrücken
des Hohlprofilstabes entstehende Kontur der Wände des Hohlprofilstabs
und durch den Biegevorgang selbst Trockenmittel aus dem Eckbereich
herausgedrängt und dadurch der Biegevorgang erleichtert
wird. Vorzugsweise wird der Hohlprofilstab jedoch in leerem Zustand
eingedrückt und gebogen und vorzugsweise wird auch nachträglich
kein Trockenmittel in den Hohlprofilstab eingefüllt. Das
hat den Vorteil, dass die Herstellung des Hohlprofilstabes vereinfacht
werden kann. Enthält der Hohlprofilstab jedoch ein Trockenmittel,
dann muss dieses in der zusammengebauten Isolierglasscheibe Verbindung
mit dem Luftraum in der Isolierglasscheibe haben; die Innenwand
des Hohlprofilstabes muss zu diesem Zweck perforiert sein. Wird
der Hohlprofilstab jedoch nicht mit einem Trockenmittel gefüllt,
dann benötigt der Hohlprofilstab keinerlei Perforation,
sondern kann preiswert durch einen einfachen Strangpressvorgang
hergestellt werden. Das kommt vor allem für Hohlprofilstäbe
aus Aluminium infrage. Alternativ kann der Hohlprofilstab durch
Rollformen aus einem nicht perforierten Metallband geformt werden;
in diesem Fall hat er eine Längsnaht, die zweckmäßigerweise
durch Schweißen gesichert wird, insbesondere durch Laserschweißen.
Das Herstellen durch Rollformen kommt vor allem für Hohlprofilstäbe
aus Edelstahl infrage. Vorzugsweise wird die Längsnaht
durch das Schweißen dicht verschlossen. Ein Verschließen
der Längsnaht durch Kleben ist ebenfalls möglich.
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Es
ist bevorzugt, dass der Hohlprofilstab in keiner seiner Wände
irgendeine Öffnung aufweist. Das fördert die Sicherheit
gegen das Eindringen von Luftfeuchtigkeit in das Innere der Isolierglasscheibe, denn
die ohne Öffnungen hergestellten Wände des metallischen
Hohlprofilstabes sind gegenüber Wasserdampf diffusionsdicht.
Zur Abdichtung der Isolierglasscheibe müssen lediglich
noch die Spalte zwischen den Flanken des Hohlprofilstabes und den
beiden Glastafeln der Isolierglasscheibe mit Hilfe einer Klebemasse
abgedichtet werden, was Stand der Technik ist. Dadurch, dass die
Flanken des Hohlprofilstabes bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
beim Biegen im Eckbereich nicht nach außen gedrängt
werden, sondern überschüssiges Material nach Innen
gedrängt wird, kann in dem für das Abdichten einer
Isolierglasscheibe besonders kritischen Eckbereich eine ausreichende
Menge klebender Dichtmasse vorgesehen, mit den im Eckbereich entstehenden
Falten verzahnt und dadurch der Diffusionsweg verlängert
werden.
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Die
auf die Flanken aufzutragende klebende Dichtmasse ist z. B. ein
thermoplastisches Polyisobutylen und soll verhindern, dass Feuchtigkeit
durch den mit der Dichtmasse abgedichteten Spalt zwischen Abstandhalter
und Glasscheibe in den Innenraum der Isolierglasscheibe diffundiert.
Eine solche thermoplastische Dichtmasse wird auch als primäre Versiegelungsmasse
bezeichnet. Sie wird vorzugsweise nach dem Eindrücken,
aber vor dem Biegen des Hohlprofilstabes aufgetragen, und zwar im
wesentlichen über die gesamte Länge des Hohlprofilstabes,
einschließlich der eingedrückten Stellen der Flanken
des Hohlprofilstabes. Das hat den Vorteil, dass die Dichtmasse beim
Biegen der jeweiligen Ecke von dem sich nach innen faltenden Abschnitt der
Flanke mitgenommen und in der Falte dicht verpresst wird, so dass
sichergestellt werden kann, dass in der Falte keinerlei Hohlräume
entstehen, die nicht mit der Dichtmasse gefüllt sind. Durch
das Biegen entsteht im Eckbereich des Abstandhalters ein Überschuss
an Dichtmasse, der beim anschließenden Verpressen der Isolierglasscheibe
die Dichtwirkung gerade im kritischen Bereich der Ecke weiter verstärkt,
was besonders vorteilhaft ist.
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Wenn
an dieser Stelle gesagt worden ist, dass die klebende Dichtmasse
im wesentlichen über die gesamte Länge des Hohlprofilstabes
aufgetragen werden soll, so ist damit gemeint, dass an den Enden des
Hohlprofilstabes zunächst einmal eine geringfügige
Länge des Hohlprofilstabes frei von der Dichtmasse bleiben
kann. Nachdem die bei den Enden des Hohlprofilstabes durch einen
geraden Steckverbinder verbunden sind, kann eine Lücke
in dem Strang der Dichtmasse erforderlichenfalls durch einen nachträglichen
Auftrag von Dichtmasse geschlossen werden.
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Wenn
bei einem durch Rollformen gebildeten Hohlprofilstab die Längsnaht
auf einer Flanke des Hohlprofilstabes liegt, dann überdeckt
die Dichtmasse die Längsnaht und dichtet eventuell vorhandene undichte
Stellen der Längsnaht ab. Deshalb liegt die Längsnaht
vorzugsweise auf einer Flanke des Hohlprofilstabes.
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Eine
klebende Dichtmasse kann nicht nur auf die Flanken des Hohlprofilstabes
aufgetragen werden; auch auf die Innenwand des Hohlprofilstabes kann – im
wesentlichen über deren gesamte Länge einschließlich
der eingedrückten Stelle der Innenwand – eine
klebende Masse aufgetragen werden, und zwar mit Vorteil eine solche
Masse, welche ein Trockenmittel enthält, z. B. ein Molekularsiebe-Pulver,
welches dazu dient, in der Isolierglasscheibe evtl. vorhandene Luftfeuchtigkeit
zu binden und dadurch den Taupunkt niedrig zu halten. In diesem
Fall kann vorteilhaft darauf verzichtet werden, ein Trockenmittel
in den Hohlprofilstab einzufüllen, so dass dieser keine
perforierte Innenwand benötigt. Ein weiterer Vorteil dieser
Maßnahme liegt darin, dass sie dem Abstandhalter in der
Isolierglasscheibe ein ansprechendes Aussehen verleiht. Eine matt
schwarze klebende Masse ist in der Isolierglasscheibe weniger auffallend
und weniger störend als eine blanke, hell reflektierende
metallische Oberfläche, wie sie von Abstandhaltern aus
Edelstahl und insbesondere aus Aluminium bekannt ist. Darüber
hinaus erzeugt die matt schwarze Oberfläche einen Widerschein
der Farbe des Fensterrahmens oder Türrahmens, in welchen
die Isolierglasscheibe später eingebaut wird und passt
sich somit deren Erscheinungsbild gut an. Ein weiterer wesentlicher
Vorteil liegt darin, dass durch das Auftragen der trockenmittelhaltigen
Masse auf die Innenwand des Hohlprofilstabes der Eckbereich des
Abstandhalters ein sehr ansprechendes Aussehen erhält.
Die Tatsache, dass die Innenwand des Hohlprofilstabes vor dem Biegen
der Ecken eingedrückt wurde, ist als Folge des nachträglichen
Auftragens einer trockenmittelhaltigen Masse nicht mehr zu erkennen.
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Vorzugsweise
werden die klebende Dichtmasse und die das Trockenmittel enthaltende
Masse so auf den Hohlprofilstab aufgetragen, dass sie unmittelbar
aneinander anschließen. Der Hohlprofilstab ist dann an
drei Seiten, an seinen Flanken und auf seiner Innenwand, durchgehend
beschichtet, was die Sicherheit gegen das Eindiffundieren von Feuchtigkeit
erhöht. Die Außenwand und die Innenwand des Hohlprofilstabes
und die auf die Innenwand aufgetragene trockenmittelhaltige Masse
verhindern jeweils für sich ein Eindringen von Wasserdampf
in die Isolierglasscheibe. Im Spalt zwischen den Glastafeln und
den Flanken des Abstandhalters verhindert die dort aufgetragene
Dichtmasse, z. B. eine solche auf der Basis von Polyisobutylen,
ein Eindringen von Feuchtigkeit über einen relativ langen
Diffusionsweg. Sollte dennoch einmal etwas Feuchtigkeit durch die klebende
Dichtmasse hindurch diffundieren, kann sie immer noch durch das
Trockenmittel absorbiert werden, welches in die auf der Innenwand
des Hohlprofilstabes haftenden Masse eingelagert ist, welche an die
Dichtmasse anschließt, welche auf die Flanken aufgetragen
wurde. Als trockenmittelhaltige Masse kann z. B. jene verwendet
werden, welche in der Iqsolierglasfertigung als TPS-Material bekannt
ist, aus welchem Abstandhalter in situ auf eine Glasscheibe extrudiert
werden. Isolierglasscheiben mit einem solchen thermoplastischen
Abstandhalter, in welchen ein pulveriges Trockenmittel eingelagert
ist, sind unter der Marke TPS bekannt. Das TPS-Material ist eine
primäre Versiegelungsmasse auf der Basis von Polyisobutylen
mit darin fein verteiltem Zeolithpulver (Molekularsiebe) als Trockenmittel.
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Die
auf die Flanken aufgetragene Dichtmasse und die auf die Innenwand
des Hohlprofilstabes aufgetragene Masse können voneinander
verschieden sein, sie können aber auch gleich sein. Vorzugsweise
werden sie in einem gemeinsamen Arbeitsgang synchron oder sich zeitlich überlappend
auf die beiden Flanken und auf die Innenwand des Hohlprofilstabes
aufgetragen. Wenn zur Abdichtung der Spalte zwischen dem Abstandhalter
und den beiden angrenzenden Glasscheiben eine thermoplastische „primäre” Versiegelungsmasse
verwendet wird, dann kann diese wegen ihrer thermoplastischen Eigenschaft
den erforderlichen festen Verbund zwischen den Glasscheiben und
dem Abstandhalter nicht bewirken. Vielmehr wird dazu in Ergänzung
zur thermoplastischen „primären” Versiegelungsmasse
eine abbindende „sekundäre” Versiegelungsmasse
benötigt, zum Beispiel ein Polysulfid (Thiokol), Polyurethan oder
Silikon. Die sekundäre Versiegelungsmasse wird im Stand
der Technik zumeist in eine Randfuge der Isolierglasscheibe gefüllt,
welche durch die beiden Glasscheiben und die gegenüber
deren Rändern zurückversetzte Außenwand
des Abstandhalters begrenzt ist.
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Eine
besonders vorteilhafte Möglichkeit besteht darin, auf die
Flanken und auf die Innenwand des Hohlprofilstabes eine abbindende
Dichtmasse aufzutragen, z. B. einen reaktiven Heißschmelzkleber,
in welchen ein pulveriges Trockenmittel eingelagert ist. Damit kann
die Isolierglasscheibe abgedichtet werden und zugleich können
ihre beiden Glasscheiben mechanisch fest und dauerhaft mit dem Abstandhalter
verbunden werden, nämlich durch den Abbindevorgang, so
dass ein sonst erforderlicher abschließender Versiegelungsvorgang
mit einem aushärtenden Zweikomponentenkleber, welcher als „sekundäre” Versiegelungsmasse
im Stand der Technik üblicherweise den Abstandhalter fest
mit den beiden Glasscheiben verbindet, entbehrlich wird. Ein Beispiel
einer solchen abbindenden Dichtmasse, welche die Funktion einer
primären und einer sekundären Versiegelungsmasse
in sich vereint, ist aus der
WO 2008/005214 A1 bekannt, auf deren Inhalt
zur Offenbarung der Versiegelungsmasse ausdrücklich Bezug genommen
wird.
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Besonders
vorteilhaft ist es, die trockenmittelhaltige Masse nicht auf die
Innenwand des Abstandhalterprofils, sondern nur auf die Flanken
des Abstandhalterprofils aufzutragen. Zu diesem Zweck kann das Profil
des Abstandhalters in einem von der Innenwand ausgehenden Teilbereich
schmaler ausgebildet sein als in einem von der Basis des Abstandhalterprofils
ausgehenden Teilbereich. Solche Hohlprofilstäbe werden
in der Isolierglasfertigung in großem Umfang benutzt, jedoch
im Gegensatz zum bevorzugten Verfahren der vorliegenden Erfindung
so in die Isolierglasscheibe eingebaut, dass der schmalere Teilbereich
außen liegt, d. h., was im Stand der Technik die Außenwand
ist, wird erfindungsgemäß als Innenwand des Abstandhalters
verwendet; was im Stand der Technik die Innenwand des Abstandhalters
wird, wird erfindungsgemäß als Außenwand
des Abstandhalters verwendet. Hinzu kommt, dass im Stand der Technik
die bekannten Hohlprofilstäbe eine perforierte Innenwand
haben, damit das im Hohlprofilstab untergebrachte Trockenmittel
Feuchtigkeit aus dem Innenraum der Isolierglasscheibe aufnehmen
kann. Erfindungsgemäß wird es jedoch bevorzugt,
das Trockenmittel in einer klebenden Masse auf dem Hohlprofilstab
anzuordnen und den Hohlraum des Hohlprofilstabs leer zu lassen.
Eine perforierte Wand des Hohlprofilstabs benötigt die
Erfindung deshalb nicht. Erfindungsgemäß kann
vielmehr ein preiswert erhältlicher Hohlprofilstab verwendet
werden, welcher gegenüber dem Stand der Technik noch dadurch
vereinfacht ist, dass keine der Wände, welche die Flanken
verbinden, perforiert ist, wodurch zugleich die Abdichtung der Isolierglasscheibe
verbessert wird.
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Bei
Verwendung eines Abstandhalterprofils, welches in einem von der
Innenwand ausgehenden Teilbereich schmaler ist als in einem von
der Außenwand ausgehenden Teilbereich, ist es besonders
vorteilhaft, die trockenmittelhaltige Masse in dem schmaleren Bereich
des Abstandhalterprofils an die Innenwand angrenzend auf dessen
Flanke zu konzentrieren und in dem daran anschließenden
breiteren Bereich des Abstandhalterprofils eine klebende Dichtmasse,
welche kein Trockenmittel enthält, insbesondere eine primäre
Versiegelungsmasse und/oder eine abbindende sekundäre Versieglungsmasse
vorzusehen, welche unmittelbar an die das Trockenmittel enthaltende
Klebemasse anschließt bzw. anschließen. Die das
Trockenmittel enthaltende Masse und die kein Trockenmittel enthaltende
klebende Dichtmasse werden vorzugsweise in einem gemeinsamen Arbeitsgang
auf die Flanken des Hohlprofilstabes aufgetragen. Auch in diesem
Fall kann die Erfindung mit Vorteil so weitergebildet werden, dass
die Masse, die das Trockenmittel enthält, die gleiche Masse
ist, die als primäre Versiegelungsmasse eingesetzt wird.
Es ist auch möglich, die trockenmittelhaltige Masse als
primäre Versiegelungsmasse zu verwenden, wenn sie hinreichend
diffusionsdicht ist, wie es bei dem TPS-Material auf Polyisobutylen-Basis
der Fall ist. Schließlich kann auch dann, wenn die trockenmittelhaltige
Masse nicht auf der Innenwand des Abstandhalterprofils, sondern
auf dessen Flanken angeordnet ist, auf diesen ausschließlich
eine Versiegelungsmasse gemäß der
WO 2008/005214 A1 vorgesehen
sein, welche sowohl die Funktion einer primären als auch
einer sekundären Versiegelungsmasse in sich vereint und
zusätzlich noch ein Trockenmittel enthält. Diese
Variante der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass sie mit einer minimalen
Menge an Versiegelungsmasse und mit einem minimalen maschinellen
Aufwand auskommt. Überraschenderweise hat es sich gezeigt,
dass auch mit einer derart geringen Menge von Versiegelungsmasse
zwischen den Flanken des Abstandhalters und den Glasscheiben, welche
darüber hinaus noch ein pulveriges Trockenmittel enthält,
eine gute Abdichtung der Isolierglasscheibe und ein einwandfreier Zusammenhalt
der Isolierglasscheibe erzielbar sind.
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Vorzugsweise
wird jegliche Versiegelungsmasse, nämlich die das Trockenmittel
enthaltende Masse, die primäre Versiegelungsmasse, wenn
sie von der das Trockenmittel enthaltenden Masse verschieden ist,
und die sekundäre Versiegelungsmasse, welche abbindet und
den dauerhaften Verbund zwischen dem Abstandhalter und den Glasscheiben herstellt,
ausschließlich auf die Flanken des Hohlprofilstabes aufgetragen.
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Das
ermöglicht Isolierglasscheiben, die nicht nur ein ansprechendes
Aussehen haben, sondern auch mit einem minimalen Einsatz an teuren
Versieglungsmassen auskommen. Vorzugsweise wird auf die Flanken
eine thermoplastische, das Trockenmittel enthaltende Versiegelungsmasse,
welche gleichzeitig die Aufgabe einer primären Versiegelungsmasse erfüllt,
und unmittelbar daran anschließend eine abbindende Versiegelungsmasse
aufgetragen, welche die Aufgabe einer sekundären Versiegelungsmasse erfüllt.
Für eine derartige Weiterbildung der Erfindung wird für
den Abstandhalter vorzugsweise ein Hohlprofilstab verwendet, bei
welchem nicht nur die Innenwand, sondern auch die Außenwand
schmaler ist als der Hohlprofilstab, so dass dessen Flanken einen mittleren
Teilbereich haben, welcher parallel zur Fläche der gegenüberliegenden
Glasscheiben verläuft, und beidseitig an diesen mittleren
Teilbereich angrenzend einen demgegenüber zurückspringenden Teilbereich
haben, der an der Innenwand bzw. an der Außenwand des Hohlprofilstabes
endet, welche schmaler sind als der Hohlprofilstab insgesamt, der seine
größte Breite zwischen den mittleren Teilbereichen
der Flanken aufweist.
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Ein
Abstandhalter mit einem solchen Profil kann für Zwecke
der Erfindung besonders vielseitig eingesetzt werden. In dem an
die Innenwand angrenzenden, zurückspringenden Teilbereich
kann eine hinreichende Menge der ein Trockenmittel enthaltenden
Klebemasse vorgesehen sein, die genügend Trockenmittel
enthält, um während der geplanten Lebensdauer
von mehr als 20 Jahren, vorzugsweise von mehr als 25 Jahren, ein
Beschlagen der Isolierglasscheibe von Innen zu verhindern.
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Auf
den mittleren Teilbereich der Flanken kann in dünner Schicht
eine primäre Versiegelungsmasse aufgetragen werden, welche
kein Trockenmittel enthält und ein Eindiffundieren von
Wasserdampf von außen her ebenso zuverlässig verhindert
wie einen Verlust eines von Luft verschiedenen Gases, mit welchem
die Isolierglasscheibe gefüllt sein kann. In dem an die
Außenwand anschließenden rückspringenden
Teilbereich der Flanken kann eine sekundäre Versiegelungsmasse
vorgesehen sein, welche abbindet und den dauerhaften mechanischen
Verbund zwischen den Glasscheiben und dem Abstandhalter herstellt.
Es ist aber auch möglich, als Basis für die das
Trockenmittel enthaltende Versiegelungsmasse eine primäre
Versiegelungsmasse zu verwenden, insbesondere auf der Basis von
Polyisobutylen, in welche das Trockenmittel in Pulverform eingelagert ist.
Auf den mittleren Teilbereich der Flanken kann dann anstelle einer
tro ckenmittelfreien primären Versieglungsmasse dieselbe
sekundäre Versiegelungsmasse aufgetragen werden, welche
auch in dem an die Außenwand angrenzenden, zurückspringenden Bereich
der Flanken vorgesehen wird.
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Es
kann auf alle drei Abschnitte der Flanken aber auch eine einheitliche
Versiegelungsmasse aufgetragen werden, welche sowohl die Aufgabe
einer primären Versiegelungsmasse als auch die Aufgabe einer
sekundären Versiegelungsmasse erfüllt und ein Trockenmittel
enthält.
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Die
zurückspringenden Bereiche der Flanken ermöglichen
es nicht nur, ausreichende Mengen an primärer bzw. sekundärer
Versiegelungsmasse aufzunehmen, sondern haben auch den Vorteil,
dass Biegungen der einzelnen Glasscheiben infolge von Windlasten,
Temperaturbelastungen und Schwankungen des Umgebungsdrucks nicht
zu Haarrissen in den Versieglungsmassen führen, welche
eine Undichtigkeit der Isolierglasscheibe nach sich ziehen könnten.
Bei solchen Biegebewegungen stellen die schmalen mittleren Teilbereiche
der Flanken einen Fixpunkt für die Biegebewegungen dar,
welche am stärksten in der Nähe der Innenwand
und in der Nähe der Außenwand an der dort jeweils
vorgesehenen Versiegelungsmasse zerren, aber nicht zu einer Rissbildung
in der Versiegelungsmasse führen, weil diese dort in einer
so großen Dicke vorhanden ist, dass ihre Reißfestigkeit
nicht überschritten wird.
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Die
an den mittleren Teilbereich der Flanken angrenzenden zurückspringenden
Teilbereiche der Flanken können scharfkantig stufenförmig
ausgebildet sein, sind jedoch vorzugsweise im Querschnitt konkav
ausgebildet, mit einer vorzugsweise gerundeten Kontur, was eine
lückenlose Füllung der Zwischenräume
zwischen den Flanken des Abstandhalters und den angrenzenden Glasscheiben
mit Versiegelungsmasse begünstigt.
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Im
Querschnitt haben die an den jeweiligen mittleren Teilbereich der
Flanken angrenzenden zurückspringenden Teilbereiche der
Flanken vorzugsweise eine solche Kontur, dass sich das Abstandhalterprofil
ausgehend vom mittleren Bereich zur Außenwand des Abstandhalterprofils
hin und zur Innenwand des Abstandhalterprofils hin verjüngt
oder sich zunächst verjüngt und in einen gleichbleibend
verjüngten Bereich übergeht, in welchem die Flanken parallel
zu den mittleren Teilbereichen der Flanken verlaufen. Es sei daran
erinnert, dass unter der Innenwand des Abstandhalters die dem Innenraum der Isolierglasscheibe
zugewandte Wand des Abstandhalters und unter der Außenwand
die der Innenwand gegenüberliegende Wand des Abstandhalters
verstanden wird. Die daran angrenzenden rückspringenden
Teilbereiche werden den Flanken zugerechnet.
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Es
ist auch möglich, die Kontur der an den jeweiligen mittleren
Teilbereich der Flanken angrenzenden zurückspringenden
Teilbereiche der Flanken so zu wählen, dass sich das Abstandhalterprofil
ausgehend vom mittleren Teilbereich zunächst verjüngt und
sich dann bei Annähern an die Außenwand und/oder
an die Innenwand des Abstandhalterprofils wieder verbreitert, so
dass an den Flanken ein Hinterschnitt entsteht. Eine solche Ausbildung
ist jedoch nicht bevorzugt, weil sie das Versiegeln der Isolierglasscheibe
erschweren kann.
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Vorzugsweise
wird ein Hohlprofilstab verwendet, der bezüglich seiner
die Flanken schneidenden Längsmittelebene unsymmetrisch
ausgebildet ist, so dass die Rücksprünge, die
an die Innenwand angrenzen, verschieden sind von den Rücksprüngen,
welche an die Außenwand angrenzen, und unterschiedliche
Mengen an Versiegelungsmasse aufnehmen können. Das hat
den Vorteil, dass mit ein und demselben Hohlprofilstab Abstandhalter
hergestellt werden können, bei welchen die größeren Rücksprünge
entweder an die Innenwand oder an die Außenwand des Abstandhalters
angrenzend vorgesehen sind. Der Isolierglashersteller kann jene
Ausführungsform wählen, die ihm für einen
konkreten Auftrag als die geeignetere erscheint. Wenn vor allem
auf ein großes Volumen der trockenmittelhaltigen Masse
Wert gelegt wird, dann orientiert er das Abstandhalterprofil im
Abstandhalter so, dass die größeren Zwischenräume
zwischen den Glasscheiben und den Flanken dem Innenraum der Isolierglasscheibe
zugewandt sind. Wird jedoch mehr Wert auf ein größeres
Volumen von sekundärer Versiegelungsmasse gelegt, dann
orientiert er das Abstandhalterprofil so, dass die größeren
Zwischenräume zwischen den Glasscheiben und den Flanken
des Abstandhalters nach außen gewandt sind.
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Hinsichtlich
seiner die Außenwand und die Innenwand schneidenden Längsmittelebene
ist der Hohlprofilstab, welcher für die Herstellung des
Abstandhalters verwendet wird, jedoch zweckmäßigerweise
spiegelsymmetrisch ausgebildet.
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Das
erfindungsgemäße Eindrücken der Innenwand
und der Flanken des Hohlprofilstabes kann auf unterschiedliche Weise
erfolgen. Vorzugsweise wird der Hohlprofilstab mit einem Meißel
mit geradliniger Vorderkante eingedrückt, welche während
des Eindrückens im rechten Winkel zur Längsrichtung des
Hohlprofilstabes verläuft. Zweckmäßigerweise werden
für das Eindrücken der Innenwand und der beiden
Flanken drei gesonderte Meißel verwendet. Vorzugsweise
werden die Meißel beim Eindrücken des Hohlprofilstabes
im rechten Winkel zur Längsrichtung des Hohlprofilstabes
bewegt. Das hat zur Folge, dass sich symmetrische Einbuchtungen
bilden, was für den Biegevorgang besonders günstig ist.
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Durch
die Meißel soll der Hohlprofilstab nur eingedrückt
werden. Nach Möglichkeit soll kein Riss entstehen. Die
Vorderkante der Meißel ist deshalb vorzugsweise nicht als
Schneide ausgebildet, sondern etwas gerundet, vorzugsweise mit einem
Radius von 0,1 mm bis 0,3 mm. Das liefert insbesondere für
das Eindrücken der Flanken gute Ergebnisse. Für das
Eindrücken der Innenwand können auch Meißel mit
größerem Radius an ihrer wirksamen Vorderkante
verwendet werden.
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Für
Hohlprofilstäbe, deren Außenwand nicht schmaler
ist als der Hohlprofilstab insgesamt, gilt folgendes:
Damit
sich die Flanken beim Biegen der Ecken definiert einwärts
falten, sollen sie vorzugsweise auf voller Höhe des Profils
des Hohlprofilstabes eingedrückt werden. An der Kante zwischen
der Außenwand und den Flanken muss der Hohlprofilstab jedoch
nicht eingedrückt werden. Am besten nimmt die Eindringtiefe
des Meißels beim Eindrücken der Flanken von der
Außenwand bis zur Innenwand zu. An der Außenwand
werden die Flanken vorzugsweise 1,5 mm bis 2 mm tief eingedrückt.
Es hat sich gezeigt, dass sich ein derartiges Eindrücken
der Flanken an der Außenwand während des Biegens
einer Ecke wieder zurückbildet, was für das Erzielen
einer diffusionsdichten Ecke in der Isolierglasscheibe ein besonderer
Vorteil ist.
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An
der Innenwand des Hohlprofilstabes können die Flanken stärker
eingedrückt werden, z. B. 2 mm bis 4 mm tief.
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Die
Innenwand des Hohlprofilstabes wird vorzugsweise stärker
eingedrückt als die Flanken, vorzugsweise um zwei Drittel
bis drei Viertel der von der Außenseite der Außenwand
bis zur Außenseite der Innenwand gemessenen Höhe
des Hohlprofilstabes. Das ist günstig für das
Entstehen einer reproduzierbaren Kontur der Innenwand der Ecke nach
dem Biegvorgang.
-
Für
einen Hohlprofilstab, bei welchem auch die Außenwand schmaler
ist als der Hohlprofilstab insgesamt, bei welchem also die Flanken
angrenzend an die Außenwand einen zurückspringenden Teilbereich
aufweisen, gilt folgendes:
In diesem Fall sollten die Flanken
nicht so tief eingedrückt werden, dass auch noch die Kanten
der Außenwand eingedrückt werden. Die Flanken
sollten aber bis in ihren an die Außenwand angrenzenden zurückspringenden
Teilbereich hinein eingedrückt werden und die Tiefe des
Eindrückens nimmt auch hier vorzugsweise mit Annäherung
an die Innenwand des Hohlprofilstabes zu. Die Kanten der Innenwand werden
beim Eindrücken der Flanken vorzugsweise mit eingedrückt.
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Die
beiden Flanken werden vorzugsweise gleichzeitig eingedrückt,
was erstens rationell ist und zweitens ein symmetrisches Ergebnis
begünstigt.
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Die
Flanken werden zweckmäßigerweise nicht gleichzeitig
mit der Innenwand des Hohlprofilstabes eingedrückt. Ob
es besser ist, zuerst die Innenwand und danach die Flanken oder
zuerst die Flanken und danach die Innenwand einzudrücken, hängt
davon ab, wie die Hohlprofilstäbe weiterverarbeitet werden
sollen. In Fällen, in denen die Innenwand des Hohlprofilstabes
nicht mit einer trockenmittelhaltigen Masse beschichtet werden soll,
wird es bevorzugt, zunächst die beiden Flanken keilförmig einzudrücken
und danach die Innenwand des Hohlprofilstabs keilförmig
einzudrücken, insbesondere mit einem spitzwinkligen Keil.
Der eingedrückte Abschnitt liegt nach dem Biegen einwärts
gefaltet in der Ecke des Hohlprofilstabs und ist den Blicken weitgehend
entzogen.
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Wenn
die Innenwand des Hohlprofilstabes nach dem Eindrücken
mit einer trockenmittelhaltigen Masse abgedeckt werden soll, wird
es bevorzugt, die Innenwand des Hohlprofilstabes mit einem stumpfen Werkzeug
einzudrücken und danach die Flanken mit einem spitzwinkligen,
keilförmigen Meißel einzudrücken. Die
mit dem stumpfen Werk zeug erzeugte Einbuchtung der Innenwand ist
in diesem Fall günstiger, weil beim Biegen der Ecke eine
voluminösere Falte in der Innenwand entsteht, welche eine
auf die Einbuchtung der Innenwand aufgetragene trockenmittelhaltige
Masse im Eckbereich verschwinden lassen kann, so dass dort keine
sichtbare Anhäufung dieser Masse entsteht. Das keilförmige
Eindrücken der Flanken sorgt dafür, dass diese
sich einwärts falten und die Ecke genau an der vorbestimmten
Stelle entsteht.
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Das
stumpfe Werkzeug, mit welchem die Innenwand des Hohlprofilstabs
eingedrückt wird, hat vorzugsweise eine ballige Vorderseite,
z. B. eine kalottenförmige Vorderseite. Gute Ergebnisse
liefert auch ein Werkzeug mit stumpfer oder balliger Vorderseite,
welche in der Draufsicht länglich ausgebildet ist, so dass
eine längliche Einbuchtung der Innenwand erzeugt werden
kann, wobei die Längserstreckung der Einbuchtung mit der
Längsrichtung des Hohlprofilstabes übereinstimmen
soll. Damit lässt sich eine für das optische Erscheinungsbild
günstige flache Mulde in der Innenwand erzeugen. Es ist
aber auch möglich, die Innenwand des Hohlprofilstabes mit
einem Werkzeug einzudrücken, welches eine ebene Vorderseite
hat oder eine keilförmige Vorderseite hat, dessen Keilflächen
einen stumpfen Winkel miteinander einschließen.
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Wird
die Innenwand des Hohlprofilstabs mit einem stumpfen Werkzeug eingedrückt,
dann geschieht dieses vorzugsweise vor dem Eindrücken der Flanken,
welche vorzugsweise mit spitzwinkligen Meißeln eingedrückt
werden. Nach dem Eindrücken der Flanken kann die eingedrückte
Stelle des Hohlprofilstabes mit Vorteil noch mit einem Meißel
nachverformt werden, welcher eine konkav verlaufende Vorderkante
hat und in Richtung von der Innenwand zur Außenwand des
Hohlprofilstabs zugestellt wird. Die konkave Vorderkante kann bogenförmig
verlaufen, aber auch keilförmig.
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Zur
Ausführung der Erfindung wird der gerade Hohlprofilstab
zunächst an allen dafür vorgesehenen Stellen,
an denen eine Ecke gebildet werden soll, eingedrückt. Danach
wird die klebende Dichtmasse auf die beiden Flanken des Hohlprofilstabes
aufgetragen. Wenn es sich bei der klebenden Dichtmasse, welche auf
die Flanken aufgetragen wird, nicht um eine trockenmittelhaltige
Masse handelt, kann eine trockenmittelhaltige Masse zusätzlich
auf die Flanken und/oder auf die Innenwand des Hohlprofilstabs aufgetragen
werden, vorzugsweise nur auf die Flanken. Das geschieht vorzugsweise
in einem einzigen Arbeitsgang durch Koextrusion oder zeitlich überlappend;
vorzugsweise schließt die trockenmittelhaltige Masse unmittelbar
und lückenlos an die kein Trockenmittel enthaltende klebende
Dichtmasse an. Danach werden die Ecken gebogen, was maschinell geschehen
kann, mit geringstem Aufwand aber auch von Hand möglich
ist, da die Lage und die Form der Ecken durch das vorherige Eindrücken
des Hohlprofilstabes bereits vorbestimmt sind. Das Biegen lässt sich
dann besonders einfach bewerkstelligen, wenn sich auf der Innenwand
und auf der Außenwand des Hohlprofilstabs keinerlei klebende
Masse befindet, sondern nur an den Flanken. Dann kann der Hohlprofilstab
nämlich problemlos an seiner Innenwand und an seiner Außenwand
ergriffen werden, ohne die auf die Flanken aufgetragene Masse zu
berühren, und kann dann von Hand oder maschinell gebogen
werden. Durch eine solche Vorgehensweise können mehrere
Maschinen die bisher für das Herstellen von Abstandhalterrahmen
für Isolierglasscheiben nötig waren, eingespart
werden, nämlich eine Maschine zum Füllen von Hohlprofilstäben
mit einem Trockenmittel, eine Maschine zum Biegen von gefüllten
Hohlprofilstäben, sowie eine Maschine zum Beschichten eines
bereits fertig gebogenen Abstandhalterrahmens, wozu dieser wiederholt
gedreht und zwischen einem Düsenpaar hindurch bewegt werden
muss, siehe z. B.
DE
34 34 545 C1 Das Beschichten eines geraden Hohlprofilstabes
vor dem Biegen zu einem Abstandhalterrahmen ist wesentlich einfacher
als das Beschichten eines aus dem Hohlprofilstab gebildeten Rahmens.
Die Erfindung ermöglicht deshalb eine außerordentlich
rationelle Herstellung von beschichteten Abstandhalterrahmen. Vorzugsweise wird
auf die Flanken des Hohlprofilstabes auch noch eine sekundäre
Versiegelungsmasse aufgetragen, bevor der Rahmen gebogen wird, oder
es wird eine einheitliche Versiegelungsmasse aufgetragen, welche
die Aufgabe der primären und sekundären Versiegelungsmasse
zugleich erfüllt und vorzugsweise auch das Trockenmittel
enthält. Dann kann sogar die Versiegelungsmaschine für
die sekundäre Versiegelungsmasse eingespart werden, welche
im Stand der Technik – siehe z. B.
DE 28 16 437 A1 – die
aufwändigste Maschine in einer Isolierglas-Fertigungslinie ist.
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Abschließend
werden die beiden Enden des Hohlprofilstabes durch einen geraden
Steckverbinder miteinander verbunden, welcher in beide Enden des
Hohlprofilstabes gesteckt wird. Beim Zuführen des Hohlprofilstabes
zu den Werkzeugen, mit denen er eingedrückt wird, kann
der Steckverbinder bereits in einem Ende des Hohlprofilstabes stecken,
so dass nach dem Biegen des Hohlprofilstabes dessen anderes Ende
nur noch auf den bereits vorhandenen Steckverbinder gesteckt werden
muss.
-
Um
den Biegevorgang zu erleichtern, haben die Profilstäbe
mindestens auf ihrer Innenwand rechtwinklig zu den Glasscheiben
verlaufende Rillen oder Wellen. Vorzugsweise sind solche Rillen
oder Wellen auch auf der Außenwand der Hohlprofilstäbe vorgesehen.
Jede einzelne Rille bzw. Welle definiert eine mögliche
Sollbiegestelle und erleichtert, wenn sie auf der Außenwand
vorgesehen ist, beim Biegen eine Dehnung der Außenwand.
Vorzugsweise enden die Rillen oder Wellen in einem Abstand vor den
Flanken, um beim Biegen unerwünschte, nach außen
gerichtete Verwerfungen der Flanken zu vermeiden.
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Wenn
sich die parallel zueinander und parallel zu den Glasscheiben verlaufenden
Teilbereiche der Flanken bis zur Außenwand des Hohlprofilstabes erstrecken,
so dass dieser nur an der Innenwand schmaler ist als an seiner Außenwand,
dann wird im Spalt zwischen den Glasscheiben und den zu ihnen parallelen
ebenen Abschnitten der Flanken die Versiegelungsmasse in einer Dicke
von 0,75 mm bis 1,25 mm vorgesehen, insbesondere in einer Dicke von
ungefähr 1 mm. Das genügt, um bei Beanspruchung
durch wechselnde Windlasten, wechselnde Temperaturen und wechselnde äußere
Luftdrücke das Auftreten von feinen Rissen in der Versiegelungsmasse
zu verhindern. Wenn jedoch Hohlprofilstäbe verwendet werden,
bei denen sowohl die Außenwand als auch die Innenwand schmaler
ist als der Hohlprofilstab insgesamt, so dass die Flanken zu beiden
Seiten ihres ebenen, mittleren Teilbereiches zurückspringen,
dann kann das Entstehen von Rissen in der Versiegelungsmasse als
Folge von wechselnden Druck-, Temperatur- und Windbelastungen schon
mit einer wesentlich dünneren Schicht der Versiegelungsmasse
im Spalt zwischen den ebenen mittleren Teilbereichen der Flanken
und den angrenzenden Glasscheiben verhindert werden, nämlich
mit einer Dicke der Versiegelungsmasse von nur 0,25 mm bis 0,45
mm, vorzugsweise von nur 0,3 mm bis 0,4 mm. Um eine derart dünne
Schicht der Versiegelungsmasse zu erzeugen, muss man die Isolierglasscheibe
nicht kontrolliert auf eine vorgegebene Dicke verpressen, es genügt
vielmehr, mit einem vorgegebenen spezifischen Druck von z. B. 40
Newton pro laufendem Zentimeter des Umfangs des Abstandhalters auf
die Isolierglasscheibe einzuwirken.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist schließlich ein rahmenförmiger
Abstandhalter für Isolierglasscheiben, der aus einem metallischen
Hohlprofilstab nach einem der Verfahrensansprüche hergestellt
ist.
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Zusammengefasst
ermöglicht die Erfindung zahlreiche Vorteile:
- • Es können hohle Abstandhalterrahmen eingesetzt
werden, welche hermetisch dicht sind und kein Trockenmittel enthalten.
Solche Abstandhalterrahmen zeichnen sich durch einen besonders niedrigen
Wärmedurchgangskoeffizienten aus, insbesondere wenn sie
aus Edelstahl bestehen. Edelstahl steht für lange Lebensdauer,
ist unempfindlich gegen UV-Licht, hat eine geringe Wärmeausdehnung
und eine geringe Wärmeleitfähigkeit, nimmt keine
Feuchtigkeit auf und ist diffusionsdicht.
- • Der hohle und hermetisch dichte Abstandhalter, dessen
Hohlraum als sehr guter Isolator wirkt, bietet gegenüber
dem Eindringen von Wasserdampf eine doppelte Barriere.
- • Die Außenwand des Abstandhalters kann frei bleiben
von Versiegelungsmasse, so dass die einzige Brücke zwischen
zwei Glasscheiben einer Isolierglasscheibe der hohle und leere Abstandhalter
selbst ist. Das erniedrigt den Wärmeübergang zwischen
den beiden Glasscheiben einer Isolierglasscheibe und verringert
die Gefahr einer Kondensatbildung im Randbereich der Isolierglasscheibe.
Zugleich ergibt sich eine gleichmäßigere Oberflächentemperatur
der Isolierglasscheibe.
- • Wenn jegliche Versiegelungsmasse nur in den Fugen
zwischen dem Abstandhalter und den angrenzenden Glasscheiben vorgesehen
wird, kommt man ohne Einbuße bei der Abdichtung und bei
der Lebensdauer der Isolierglasscheibe mit geringsten Mengen an
Versiegelungsmassen aus. Die benötigte Menge an Versiegelungsmassen
ist unabhängig von der Breite des Abstandhalters!
- • Die Außenwand des Abstandhalters kann bündig
mit den Kanten der Glasscheiben abschließen, wodurch der
lichte Querschnitt der Isolierglasscheibe erhöht und die
erforderliche Einbautiefe in einen Fensterrahmen oder Türrahmen
verringert wird.
- • Die Außenwand des Abstandhalters kann aus ästhetischen
Gründen oder um sie zu schützen lackiert werden.
- • Vor allem dann, wenn ein Abstandhalterprofil verwendet
wird, bei welchem sowohl die Außenwand als auch die Innenwand
schmaler sind als der Hohlprofilstab insgesamt, kann die Isolierglasscheibe
mit vorbestimmtem Pressdruck pro laufendem Zentimeter des Umfangs
des Abstandhalters verpresst werden und zwar so, dass die Versiegelungsmasse
an der dünnsten Stelle nur noch ungefähr 0,3 mm
bis 0,4 mm dick ist, was nicht nur Versiegelungsmasse spart, sondern
gleichzeitig den Widerstand gegen das Eindringen von Wasserdampf
erhöht. Stressbelastungen in der Versiegelungsmasse können
dadurch beherrscht werden, dass man die Dicke, in welcher die Versiegelungsmasse
auf den Flanken des Abstandhalters vorgesehen wird, zur Innenwand
und zur Außenwand des Abstandhalters hin zunehmen lässt.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt
und werden nachfolgend beschrieben. Gleiche und einander entsprechende
Teile sind in den verschiedenen Ausführungsbeispielen mit übereinstimmenden
Bezugszahlen bezeichnet.
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1 zeigt
einen Abschnitt eines Hohlprofilstabes mit drei spitzwinkligen Kerbmeißeln
in einer Schrägansicht,
-
2 zeigt
in einer gegenüber der 1 vergrößerten
Darstellung das Einwirken von zwei Kerbmeißeln auf die
Flanken des Hohlprofilstabes aus 1,
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3 zeigt
den Zustand des Hohlprofilstabs aus 2 nach dem
Eindrücken der beiden Flanken,
-
4 zeigt
das Ergebnis aus 3 in vergrößerter
Darstellung,
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5 zeigt
den an den Flanken eingedrückten Hohlprofilstab aus 4 in
einer Draufsicht,
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6 zeigt
das Eindrücken der Innenwand des Hohlprofilstabs aus 5 in
einer Schrägansicht,
-
7 zeigt
den Hohlprofilstab aus 6 nach dem Eindrücken
seiner Flanken und seiner Innenwand, die
-
8 bis 10 zeigen
den Hohlprofilstab aus 7 nach dem Biegen einer rechtwinkligen Ecke
in verschiedenen Ansichten,
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11 zeigt
einen Hohlprofilstab in einer Schrägansicht, bei welchem
an der für eine Ecke vorgesehenen Stelle mit einem stumpfen
Werkzeug auf die Innenwand eingewirkt wird,
-
12 zeigt
bei dem Hohlprofilstab aus 11 das
anschließende Eindrücken der Flanken mit zwei
Kerbmeißeln,
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13 zeigt
bei dem Hohlprofilstab aus 12 das
Nachverformen des Hohlprofilstabes an der bereits eingedrückten
Stelle mit Hilfe eines konvexen Kerbmeißels, der von oben
her auf die Innenwand zugestellt wird,
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14 zeigt
den Hohlprofilstab aus 13 nach dem Biegen einer rechtwinkligen
Ecke in einer Ansicht schräg auf die Außenseite,
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15 zeigt
die Ecke im Hohlprofilstab aus 14 in
einer Ansicht schräg auf die Innenwand,
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16 zeigt
einen erfindungsgemäß hergestellten Abstandhalterrahmen,
in eine Isolierglasscheibe eingebaut, und
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17 zeigt
einen Querschnitt durch den in die Isolierglasscheibe eingebauten
Abstandhalterrahmen.
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18 zeigt
einen Querschnitt durch einen Teil einer erfindungsgemäß hergestellte
Isolierglasscheibe,
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19 ist
ein Querschnitt durch eine Abwandlung der in 18 dargestellten
Isolierglasscheibe
-
20 ist
ein Querschnitt durch die in 18 dargestellte
Isolierglasscheibe mit einem Adapter für das Anbringen
einer Sprosse,
-
21 zeigt
eine Alternative für das Anbringen eines Adapters an einem
Abstandhalter,
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22 zeigt
im Querschnitt ein gegenüber den 18 bis 20 abgewandeltes
Abstandhalterprofil, dessen Flanken mit einer primären
und mit einer sekundären Versiegelungsmasse beschichtet sind,
und zwar auf der linken Seite der Figur vor dem Verpressen mit einer
Glasscheibe und auf der rechten Seite nach dem Verpressen mit einer
Glasscheibe,
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23 zeigt
eine aus drei Glasscheiben und zwei Abstandhaltern zusammengebaute,
erfindungsgemäß hergestellte Isolierglasscheibe
in einer Darstellung entsprechend 18,
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24 zeigt
in einer Schrägansicht ein Abstandhalterprofil mit einer
Naht, welche auf einer Flanke liegt,
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25 zeigt
in einer Schrägansicht einen Linearverbinder zum Verbinden
der beiden Enden des Hohlprofilstabes, aus welchem der Abstandhalter
gebildet wird,
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26 zeigt
in einer Schrägansicht den in die beiden Enden des Hohlprofilstabes
gesteckten Linearverbinder, wobei der Hohlprofilstab teilweise transparent
dargestellt ist,
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27 zeigt
perspektivisch in einem Längsschnitt durch den Hohlprofilstab
und durch den Linearverbinder die Anordnung des Linearverbinders
im Abstandhalter vor dem Einspritzen einer Versiegelungsmasse,
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28 zeigt
vergrößert in einem Längsschnitt durch
den Hohlprofilstab im Bereich des Linearverbinders den Zustand nach
dem Einspritzen von Versiegelungsmasse,
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29 zeigt
in einer Schrägansicht des teilweise transparent dargestellten
Hohlprofilstabes, wie sich die Versiegelungsmasse an der Stoßstelle
zwischen den Enden des Hohlprofilstabes um den Linearverbinder verteilt,
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30 zeigt
in einer Schrägansicht einen Ausschnitt aus einer Isolierglasscheibe
mit einem Abstandhalter, welcher mit einer primären und
mit einer sekundären Versiegelungsmasse beschichtet ist,
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31 zeigt
die Isolierglasscheibe aus 30 in
einer Schrägansicht aus einem anderen Blickwinkel,
-
32 zeigt
den Verlauf der beiden Versiegelungsmassen in der Isolierglasscheibe
gemäß 30 und 31 in
einer Seitenansicht,
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33 zeigt
in einer Schrägansicht einen Ausschnitt aus einer Isolierglasscheibe
mit einem Abstandhalter, welcher mit nur einer einzigen Versiegelungsmasse
beschichtet ist,
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34 zeigt
einen Ausschnitt aus der Isolierglasscheibe gemäß 33 in
einer Seitenansicht,
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35 zeigt
einen Hohlprofilstab nach der Beschichtung seiner Flanken,
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36 zeigt
den Hohlprofilstab aus 35 nach dem Biegen einer Ecke,
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37 zeigt
einen Querschnitt durch eine Hälfte eines Abstandhalters
mit abgewandelter Profilform neben einer Glasscheibe, noch vor dem
Verpressen der Isolierglasscheibe,
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38 zeigt
einen Querschnitt durch einen Teil einer verpressten Isolierglasscheibe
mit einem Abstandhalter mit der Profilform aus 37,
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39 zeigt
einen Ausschnitt aus der Isolierglasscheibe gemäß 38 in
einer Schrägansicht,
-
40 zeigt
den Abstandhalter der verpressten Isolierglasscheibe gemäß 39 in
einer Schrägansicht wie in 39, wobei
die Glasscheiben nicht mit dargestellt sind,
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41 zeigt
schematisch in einem Querschnitt durch einen Teil einer Isolierglasscheibe
wie in 38, wie sich die Isolierglasscheibe
bei wechselnden Biegungen ihrer Glasscheiben verhält,
-
42 zeigt
einen Querschnitt durch einen Abstandhalter der Art, wie er in den 37 bis 41 dargestellt
ist, bei dem jedoch die Basis des Abstandhalterprofils und die ihr
gegenüberliegende Oberseite des Abstandhalterprofils zusätzlich
mit Rillen versehen sind,
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43 zeigt
einen Abschnitt des Abstandhalters aus 42 in
einer Draufsicht, die
-
44 bis 48 zeigen
in Darstellungen, welche den 37 bis 41 entsprechen,
eine Isolierglasscheibe mit einem gegenüber den 37 bis 41 abgewandelten
Abstandhalterprofil, die
-
49 zeigt
einen Querschnitt durch einen Teil einer Isolierglasscheibe mit
einem Abstandhalterprofil wie in den 37 bis 41,
im Gegensatz dazu jedoch umgekehrt eingebaut, und die
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50 zeigt
einen Querschnitt durch einen Teil einer Isolierglasscheibe mit
einem Abstandhalterprofil wie in den 44 bis 48,
im Gegensatz dazu jedoch umgekehrt eingebaut.
-
Die 1 und 2 zeigen
in einer Schrägansicht einen metallischen Hohlprofilstab 1 mit
annähernd rechteckigem Querschnitt, wie er für
Isolierglasscheiben gebräuchlich ist. Der Hohlprofilstab 1 hat
eine Außenwand 2, zwei zueinander parallele Flanken 3 und 4 und
eine zur Außenwand 2 parallele Innenwand 5.
In einem an die Außenwand 2 angrenzenden ebenen
Teilbereich 3a, 4a der Flanken 3 und 4 verlaufen
diese parallel zueinander und rechtwinklig zur Außenwand 2.
In einem an die Innenwand 5 angrenzenden konkaven Teilbereich 3b, 4b der
Flanken 3 und 4 ist der Hohlprofilstab 1 schmaler als
in den Teilbereichen 3a und 3b. An der in 1 gestrichelt
angedeuteten Stelle 6 soll in dem Hohlprofilstab 1 durch
Biegen eine Ecke gebildet werden. Zu diesem Zweck werden in einem
ersten Schritt durch zwei einander gegenüberliegende Meißel 7 und 8 die Flanken 3 und 4 an
der vorgesehenen Stelle 6 eingedrückt, wie in 2 dargestellt.
Die Meißel 7 und 8 wirken mit einem spitzwinkligen
Keil, der in einer geradlinigen Vorderkante 7a bzw. 8a endet,
an der dafür vorgesehenen Stelle 6 auf die Flanken 3 und 4 ein und
drücken sie auf voller Höhe ein, und zwar an der Innenwand 5 mehr
als an der Außenwand 2. Das Ergebnis dieser Verformung
ist in 3 in einer Schrägansicht dargestellt,
in 4 in einer vergrößerten Schrägansicht
und in 5 in einer Draufsicht. Man sieht, dass sich das
Eindrücken der Flanken 3 und 4 in Höhe
der Außenwand 2 weniger stark auswirkt als in
Höhe der Innenwand 5, welche sich durch das Eindrücken
der Flanken 3 und 4 aufgewölbt hat. Eine solche
Aufwölbung, aber auch eine Einwölbung kann an
der Außenwand 2 auftreten.
-
Als
nächstes wird, wie in 6 dargestellt, die
Innenwand mit einem keilförmig ausgebildeten Meißel 9 eingedrückt,
wobei der Meißel 9 mit seiner geraden Vorderkante 9a auf
den Hohlprofilstab 1 einwirkt. Der Hohlprofilstab 1 wird
dabei um zwei Drittel bis drei Viertel seiner ursprünglichen
Höhe eingedrückt. Das Ergebnis ist in 7 in
einer Schrägansicht dargestellt.
-
Es
sei darauf hingewiesen, dass die Meißel 7, 8 und 9 rechtwinklig
zur Längsrichtung des Hohlprofilstabes 1 auf diesen
einwirken, wobei die Vorderkanten 7a, 8a und 9a,
welche vorzugsweise mit einem kleinen Radius gerundet sind, in einer
gemeinsamen Ebene liegen, in welcher auch die in 1 markierte
Stelle 6 liegt, in welcher die Meißel 7, 8 und 9 mit
ihrer jeweiligen Vorderkante 7a, 8a und 9a auf den
Hohlprofilstab 1 einwirken.
-
Biegt
man den in 7 dargestellten Hohlprofilstab 1 um
90°, was von Hand oder maschinell geschehen kann, dann
entsteht an der vorbestimmten Stelle 6 eine rechtwinklige
Ecke mit der Gestalt, welche in den 8 bis 10 dargestellt
ist. An der Innenwand 5 sieht man noch in einen engen Spalt 10 hinein,
welcher symmetrisch oder annähernd symmetrisch ausgebildet
ist und eine glatte Kontur hat, die einem Abstandhalterrahmen, der
mit solchen Ecken in eine Isolierglasscheibe eingebaut ist, ein angenehmes
Aussehen verleiht.
-
Das
Eindrücken der Innenwand 5 ist nicht zwingend
erforderlich, insbesondere dann nicht, wenn die Innenwand 5 rechtwinklig
zu den ebenen Abschnitten 3a und 4a der Flanken
verlaufende Wellen oder Rillen hat, welche später noch
beschrieben werden.
-
Da
der Abstandhalterrahmen mit den Glastafeln einer Isolierglasscheibe
verklebt werden muss, wird eine klebende Dicht- oder Versiegelungsmasse vorzugsweise
nach dem Eindrücken des Hohlprofilstabes 1, aber
vor seinem Biegen, auf die Flanken 3 und 4 aufgetragen. 35 zeigt
den Hohlprofilstab 1 nach der Beschichtung seiner Flanken 3 und 4.
Auf die Teilbereiche 3a und 4a der Flanken, welche
an die Außenwand 2 des Hohlprofilstabs 1 anschließen, wurde
eine sekundäre Versiegelungsmasse 23 aufgetragen,
welche abbindet und einen festen Verbund zwischen dem Abstandhalter 16 und
den beiden Glasscheiben der Isolierglasscheibe herbeiführt.
Bei der sekundären Versiegelungsmasse 23 kann
es sich um einen Zweikomponenten-Klebstoff wie Thiokol oder um einen
reaktiven Einkomponenten-Klebstoff handeln. Auf die Teilbereiche 3b und 4b der Flanken,
welche an die Innenwand 5 angrenzen und gegenüber
den Teilbereichen 3a und 4a zurückspringen,
wurde eine thermoplastische Versiegelungsmasse aufgetragen, welche
einerseits als Wasserdampfsperre dient (so genannte Primärversiegelung) und
andererseits – weil zusätzlich ein Trockenmittel in
diese thermoplastische Versiegelungsmasse 24 eingelagert
ist – auch zum Absorbieren von Wasserdampf dient. Die trockenmittelhaltige,
primäre Versiegelungsmasse 24 und die abbindende,
sekundäre Versiegelungsmasse 23, welche hier gemeinsam auch
als Dicht- oder Versiegelungsmasse bezeichnet werden, schließen
unmittelbar aneinander an. Durch den Biegevorgang ergibt sich im
Eckenbereich auf den Flanken 3 und 4 ein Überschuss
an Dicht- oder Versiegelungsmasse, der für eine gute Abdichtung der
Isolierglasscheibe im Eckenbereich sorgt, siehe 36.
Beim Verpressen der zusammengebauten Isolierglasscheibe wird der Überschuss
an Dicht- oder Versiegelungsmasse 23, 24 im Bereich
der Ecke verteilt und dabei auch in Falten des Abstandhalters gedrückt,
welche durch das Biegen der Ecken entstanden sind. Durch das Verpressen
der Isolierglasscheibe fließt die Dicht- oder Versiegelungsmasse 23, 24 in
Falten der Flanken 3 und 4 hinein und füllt
die Falten aus.
-
Bei
dem in den 11 bis 15 dargestellten
Ausführungsbeispiel wird die Innenwand 5 eines metallischen
Hohlprofilstabes 1 mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt, welcher
wie im ersten Ausführungsbeispiel gestaltet ist, zunächst
mit einem stumpfen Werkzeug 11 an der für die
Ecke vorgesehenen Stelle 6 eingedrückt, wie es
in 11 dargestellt ist. Das Werkzeug 11 hat
in diesem Beispiel eine kalottenförmige Spitze 11a.
Nach dem Eindrücken der Innenwand 5 werden die
beiden Flanken 3 und 4 mit Meißeln 7 und 8 der
Art, wie sie auch im ersten Ausführungsbeispiel verwendet
wurden, auf die selbe Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel eingedrückt.
Dadurch wird die bereits eingedrückte Innenwand 5 weiter
nach innen eingebeult und die oberen Ränder des Hohlprofilstabes 1 werden
etwas aufeinander zu verschoben. Auf die oberen Ränder des
Hohlprofilstabes 1 wird in einem dritten Schritt vorzugsweise
noch mit einem Meißel 12 mit konkaver Vorderkante 12a eingewirkt,
um die Kontur der eingedrückten Stelle des Hohlprofilstabes 1 für
den nachfolgenden Biegevorgang zu optimieren. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die konkave Vorderkante 12a keilförmig ausgebildet.
Sie liegt in derselben Ebene wie die Vorderkanten 7a und 8a der
Meißel 7 und 8, welche für das
Eindrücken der Flanken 3 und 4 erforderlich
sind.
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Wird
ein in der Weise eingedrückter Hohlprofilstab 1 gebogen,
so ergibt sich im Eckenbereich eine Kontur mit einer innen liegenden
Falte 13, welche genügend Fassungsvermögen
hat, um einen sich durch das Biegen der Ecke im Bereich der Ecke bildenden Überschuss
einer trockenmittelhaltigen Masse aufzunehmen, welche zuvor auf
die Innenwand 5 des Hohlprofilstabes 1 durchgehend
aufgetragen wurde, vergleiche dazu die in 17 am
Beispiel eines Hohlprofilstabs mit genau rechteckigem Querschnitt
dargestellte Beschichtung auf den Flanken 3, 4 und
auf der Innenwand 5.
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Die
Außenseite 14 der Ecke ist – wie im ersten
Ausführungsbeispiel – gleichmäßig
gerundet, mit verhältnismäßigem engem
Krümmungsradius.
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Das
zweite Ausführungsbeispiel eignet sich besonders für
eine Vorgehensweise, bei welcher nach dem Eindrücken des
Hohlprofilstabes 1, aber vor dem Biegen der Ecken, auf
die Flanken 3 und 4 eine klebende Dichtmasse und
auf die Innenseite 5 eine trockenmittelhaltige Masse durchgehend
aufgetragen wird, wobei die Innenwand 5 und die beiden Flanken 3 und 4 lückenlos
aneinander anschließend abgedeckt werden sollen, wie es
z. B. in 17 dargestellt ist. Durch die
Beschichtung der Innenwand 5 erhält der Abstandhalter 16 in
der Isolierglasscheibe 15 ein sehr ansprechendes Aussehen.
Zugleich wird die Ecke durch den vorherigen Auftrag der klebenden Dichtmasse
perfekt abgedichtet, indem ein Überschuss der auf die Innenwand 5 aufgetragenen
Dichtmasse in die Falte 13 verdrängt und ein auf
den Flanken 3 und 4 durch das Biegen der Ecke
gebildeter Überschuss an Dichtmasse – wie im Beispiel
der 25 und 26 – durch
das spätere Verpressen der Isolierglasscheibe im Eckenbereich
verteilt wird.
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Eine
Isolierglasscheibe 22, deren Abstandhalter 16 auf
den Flanken 3 und 4 sowie auf der Innenwand 5 beschichtet
ist, ist in den 16 und 17 dargestellt. 16 zeigt
in einer Seitenansicht eine Isolierglasscheibe 15 mit einem
abgewandelten, rechteckigen Abstandhalter 16, dessen beide Enden
durch einen geraden Steckverbinder 17 miteinander verbunden
sind. Der Abstandhalter 16 ist auf seinen Flanken 3 und 4 mit
einer Dichtmasse 18 und auf der Innenseite 5 mit
einer trockenmittelhaltigen Masse 19 beschichtet, welche
unmittelbar aneinander anschließen und einerseits am Abstandhalter 16 und
andererseits an den beiden Glastafeln 20 und 21 der
Isolierglasscheibe 22 haften und sie hermetisch abdichten.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn eine der Massen 18 oder 19 oder
beide Massen 18 und 19 eine abbindende Eigenschaft
haben, weil dann eine abschließende Versiegelung einer
Randfuge der Isolierglasscheibe mit einem abbindenden Zweikomponentenkleber
entbehrlich ist. Dementsprechend ist eine Randfuge überflüssig
und der Abstandhalter 16 kann so ausgebildet und angeordnet
werden, dass er bündig oder annähernd bündig
mit dem Rand der Glasscheiben 20, 21 abschließt,
wie es in 17 dargestellt ist. Das ist
vorteilhaft, weil es eine größere lichte Weite
des Abstandhalters ermöglicht und zugleich die Wärmedämmung
der in einen Fensterrahmen eingebauten Isolierglasscheibe verbessert,
weil der Wärmefluss den gut leitenden Abstandhalter 16 schlechter
erreicht und eine Wärmeleitung über eine mit Versiegelungsmasse
gefüllte Randfuge entfällt.
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18 zeigt
einen Ausschnitt aus einer Isolierglasscheibe 22, bestehend
aus zwei einzelnen Glasscheiben 20 und 21, zwischen
denen sich ein rahmenförmiger Abstandhalter 16 befindet,
der aus einem Hohlprofilstab 1 gebildet ist, welcher im
Querschnitt ein Kastenprofil aufweist und z. B. durch Strangpressen
hergestellt sein kann. Der Abstandhalter 16 hat im Querschnitt
eine Außenwand oder Basis 2, welche eine ebene
Außenseite hat. Von der Basis 2 gehen zwei spiegelbildlich
gleiche Schenkel 3 und 4 aus, die zu einer zur
Basis 2 parallelen Wand 5 führen, deren
Oberseite dem Innen raum der Isolierglasscheibe 22 zugewandt
ist. Die Wand 5 wird hier deshalb auch als die Innenwand
des Abstandhalters 16 bezeichnet.
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Die
Schenkel 3 und 4 bilden die Flanken des Abstandhalters 16.
Sie haben an die Basis 2 anschließend zwei ebene,
zueinander parallele Abschnitte 3a und 4a, welche
sich bis zu einem vorgegebenen Abstand A von der Basis 2 erstrecken.
Daran schließt jeweils ein konkaver Abschnitt 3b bzw. 4b an.
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Im
Bereich der parallelen, ebenen Wandabschnitte 3a und 4a wird
auf die Flanken 3 und 4 eine sekundäre
Versiegelungsmasse 23 aufgetragen, z. B. ein einkomponentiger
oder zweikomponentiger reaktiver Kleber, welcher den Abstandhalter 16 fest
mit den beiden Glasscheiben 20 und 21 verbindet
und aushärtet. Auf die Wandabschnitte 3b und 4b wird
eine Masse 24 mit einem darin eingelagerten Trockenmittel
aufgetragen. Bei dieser Masse 24 kann es sich um eine primäre
Versiegelungsmasse auf der Basis eines Polyisobutylens handeln,
z. B. eine TPS-Masse. Die Abschnitte 3a und 3b sowie 4a und 4b der
Flanken 3 und 4 des Abstandhalters 16 können
in einem gemeinsamen Arbeitsgang durch Koextrusion beschichtet werden,
und zwar bevorzugt, solange sich das stabförmige Abstandhalterprofil
noch in gestreckter Lage befindet. Nach der Beschichtung kann daraus
ein eckiger, insbesondere rechteckiger, rahmenförmiger
Abstandhalter 16 gebildet werden, z. B. dadurch, dass der
Profilstab 1 an den für die Ecken vorgesehenen
Stellen 6 gefaltet wird. Das kann maschinell geschehen,
problemlos aber auch per Hand, wobei das Falten besonders einfach
ist, weil die Basis 2 und die Innenwand 5 des
Abstandhalterprofils frei von jeglicher Beschichtung mit einer klebenden
Masse sind, so dass sie ohne weiteres ergriffen werden können.
Die trockenmittelhaltige Masse 24 und sämtliche
sonstige Versiegelungsmasse 23 befinden sich ausschließlich
in den beiden Fugen 25 und 26 zwischen der Flanke 3 und
der Glasscheibe 20 sowie zwischen der Flanke 4 und
der Glasscheibe 21.
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Der
Innenraum 27 des Abstandhalters 16 ist leer, er
enthält nur Luft, aber kein Trockenmittel. Alle seine Wände 2, 3, 4 und 5 sind
dicht.
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Das
in 19 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet
sich von dem in 18 dargestellten Ausführungsbeispiel
darin, dass das Abstandhalterprofil an den Flanken 3, 4 keine
konvexen Abschnitte 3b und 4b hat, sondern stattdessen
stufenförmig, mit einer rechtwinkligen Stufe, ausgebildet ist.
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Das
in 20 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet
sich von dem in 18 dargestellten Ausführungsbeispiel
darin, dass auf der Innenwand 5 des Profilstabs Adapter 28 verankert
sind, auf welche, wie in 21 dargestellt,
Sprossen 46 gesteckt werden können. Die Adapter 28 können
an den dafür vorgesehenen Stellen durch ein Loch in der Innenwand 5 gesteckt
werden. Das Loch wird an der dafür vorgesehenen Stelle
vorzugsweise gebohrt, solange die Ecken des rahmenförmigen
Abstandhalters 16 noch nicht geformt sind, d. h., solange
der Hohlprofilstab 1 noch nicht zur Bildung von Ecken gebogen
ist, am besten, noch ehe die trockenmittelhaltige Masse 24 und
die sonstige Versiegelungsmasse 23 auf die Flanken 3 und 4 des
Hohlprofilstabs 1 aufgetragen werden. Ein Spalt zwischen
dem Rand des Loches in der Innenwand 5 und dem Adapter 28 kann gegebenenfalls
durch eine Dichtmasse abgedichtet sein.
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Alternativ
kann der Adapter 28 für eine Sprosse 46 auch
auf die Oberseite 34 des Hohlprofilstabs 1 geklebt
werden. Das zeigt 21 und hat den Vorteil, dass
der Hohlprofilstab 1 dort nicht verletzt wird.
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22 zeigt,
dass eine primäre Versiegelungsmasse 24, welche
ein Trockenmittel enthält, und eine sekundäre
Versiegelungsmasse 23 vorzugsweise so auf die Flanken 3 und 4 des
Abstandhalters 16 aufgetragen werden, dass sie von vorneherein
unmittelbar aneinander anschließen und der Verlauf der
Dicke der Schicht, die aufgetragen wird, über die Höhe
des Abstandhalterprofils so gewählt ist, dass der beschichtete
Hohlprofilstab 1 über die Versiegelungsmassen 23 und 24 gemessen
dort am breitesten ist, wo die beiden Versiegelungsmassen 23 und 24 zusammentreffen.
Von dort an verjüngt sich die Breite des beschichteten
Abstandhalterprofils sowohl in Richtung nach oben, d. h. in Richtung zur
Oberseite der Innenwand 5, als auch nach unten hin, d.
h. zur Außenseite der Basis 2 des Abstandhalterprofils
hin, so wie es in der linken Hälfte der 21 dargestellt
ist. Das hat den Vorteil, dass beim anschließenden Verpressen
der Versiegelungsmassen 23 und 24 zwischen dem
Abstandhalter 16 und den beiden Glasscheiben 20 und 21 die
Gefahr, dass zwischen den Versiegelungsmassen 23 und 24 und
der Glasscheibe 20 und 21 Luftblasen eingeschlossen werden,
minimal ist. Die Verpressung beginnt nämlich an der als
erstes auf die Glasscheibe 20 bzw. 21 treffen den
Stelle 29, an welcher die beiden Versiegelungsmassen 23 und 24 aneinander
grenzen, und schreitet von dort ausgehend nach oben und unten fort,
so dass die Luft aus den zunächst keilförmigen Spalten
zwischen den Versiegelungsmassen 23 und 24 und
den Glasscheiben 20 und 21 verdrängt
werden kann. Nach dem Abschluss des Pressvorganges ergibt sich das
in der rechten Seite von 21 dargestellte
Bild.
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23 zeigt
die Anwendung der Erfindung auf die Herstellung einer Dreifach-Isolierglasscheibe, welche
aus drei Glasscheiben 20, 21 und 30 besteht, welche
paarweise durch je einen Abstandhalter 16 auf Abstand voneinander
gehalten sind. In beiden Fällen befinden sich die Versiegelungsmassen 23 und 24 ausschließlich
im Zwischenraum zwischen den Flanken 3 und 4 des
Abstandhalters 16 und der jeweils benachbarten Glasscheibe 20, 21 und 30.
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24 zeigt
einen Abschnitt eines Hohlprofilstabes, aus welchem ein Abstandhalter
gebildet werden kann. Der Abstandhalter hat ein Profil, wie es in 19 dargestellt
ist. Er könnte auch ein Profil haben, wie es in 18 dargestellt
ist. Der Hohlprofilstab 1 ist durch Rollformen aus einem
Metallband gebildet. Die beiden Ränder des Metallbandes
treffen an einer Flanke 4 des Hohlprofilstabes 1 zusammen und
bilden dort eine Längsnaht 31, deren Zusammenhalt
durch Verschweißen der beiden Ränder mit einem
Laser gesichert ist. Die Längsnaht 31 soll so geschweißt
werden, dass sie dicht ist. Eine solche Längsnaht 31 ist
jedoch nicht unbedingt und überall dicht; sie könnte
hin und wieder auch mal stellenweise undicht sein oder werden. Es
ist deshalb bevorzugt, sie auf eine Flanke 4 des Hohlprofilstabes 1 zu legen,
auf welcher sie durch eine Versiegelungsmasse abgedeckt wird, wodurch
die Längsnaht 31 auf jeden Fall dicht wird.
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In
allen Ausführungsbeispielen wird es bevorzugt, dass die
Versiegelungsmasse 23, welche sich im Spalt zwischen den
zu den Glasscheiben 20 und 21 parallelen, ebenen
Wänden 3a und 4a des Abstandhalters 16 befindet,
in der fertigen Isolierglasscheibe 22 eine Dicke von 0,75
mm bis 1,25 mm, vorzugsweise ca. 1 mm aufweist. Zur Klarstellung
sei vermerkt, dass es im Beispiel gemäß 19 nicht
für die Masse 24 gilt, welche sich auf der Schulter 32 zwischen
den Abschnitten 3a und 4a der Flanken 3 und 4 und
der Innenwand 5 des Abstandhalters 16 befindet,
sondern nur für die Versiegelungsmasse 23, welche
sich in dem engeren Spalt befindet, welcher an der Basis 2 des
Abstandhalterprofils seinen Anfang nimmt und an der Schulter 32 endet.
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Hierin
liegt ein Unterschied zum Stand der Technik. Im Stand der Technik
ist es üblich, Isolierglasscheiben so zu verpressen, dass
die Fuge zwischen den Flanken des Abstandhalters und den gegenüberliegenden
Glasscheiben bis auf ca. 0,3 mm verkleinert wird. Zu dem Zweck wird
auf die Isolierglasscheiben in Höhe des Abstandhalters
mit einem Druck von typisch 40 Newton pro laufendem cm des Umfangs
der Isolierglasscheibe eingewirkt. Die erfindungsgemäß bevorzugte
größere Dicke der Versiegelungsmasse im Spalt
zwischen den Flanken und den Glasscheiben wird dadurch erreicht,
dass die Isolierglasscheibe auf eine vorgegebene Dicke verpresst
wird, nicht aber lediglich mit einem vorgegebenen Pressdruck verpresst
wird. Erfindungsgemäß wird vielmehr der Abstand
der Pressplatten, zwischen denen die Isolierglasscheibe auf die
gewünschte Dicke verpresst wird, genau kontrolliert, so dass
die vorstehend angegebene Schichtdicke der Versiegelungsmasse 23 tatsächlich
erreicht wird.
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Wenn
alle Ecken des Abstandhalters 16 gebogen sind, liegen die
beiden Enden des Hohlprofilstabes 1 einander gegenüber
und müssen miteinander verbunden werden, um den Abstandhalter 16 zu schließen.
Diese Verbindungsstelle sollte nicht an einer Ecke des Abstandhalters 16 liegen,
sondern zwischen zwei Ecken, so dass die beiden Enden des Hohlprofilstabes 1 im
Abstandhalter 16 miteinander fluchten. Zum Verbinden der
beiden Enden des Hohlprofilstabes 1 wird zweckmäßigerweise
ein Linearverbinder in die beiden Enden des Hohlprofilstabes 1 gesteckt.
Ein besonders geeigneter Linearverbinder ist in 25 in
einer Schrägansicht dargestellt. Der Linearverbinder 33 ist
ein gerades Steckteil, welches spiegelsymmetrisch zu seiner Mittelebene
gestaltet ist, welche den Linearverbinder in seiner Länge
halbiert. Der Linearverbinder hat eine Oberseite 34, eine Unterseite 35 und
zwei Längsseiten 36. In den Längsseiten 36 sind
zwei Ausnehmungen 37 vorgesehen, welche in der Draufsicht
kreisbogenförmig, insbesondere annähernd halbkreisförmig
ausgebildet sind. Ferner ist in der Mitte der Oberseite 34 eine flache
Ausnehmung 38 vorgesehen, in deren Mitte sich ein von der
Oberseite 34 zur Unterseite 35 durchgehendes Loch 39 befindet,
insbesondere eine Bohrung. Die Breite und Dicke des Linearverbinders 33 sind
an die lichte Weite des Hohlprofilstabes 1 angepasst, so
dass der Linearverbinder 33 nach dem Einführen
in den Hohlprofilstab 1 spielfrei darin steckt. Zur Unterseite 35 hin
erweitert sich die Bohrung 39 vorzugsweise konisch, keilförmig
oder ballig, wie in 28 dargestellt. Auf diese Weise
ist der Linearverbinder 33 von einer Taille umgeben, die
von der Bohrung 39 durchquert wird.
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Vorzugsweise
wird der Linearverbinder 33 bereits in das eine Ende des
Hohlprofilstabes 1 gesteckt, nachdem dieser auf die zur
Bildung des Abstandhalters 16 erforderliche Länge
abgeschnitten worden ist und bevor der Hohlprofilstab 1 an
den für das Bilden der Ecken vorgesehenen Stellen eingedrückt
wird. Zweckmäßigerweise wird der Linearverbinder 33 mit
der Hälfte seiner Länge in das eine Ende des Hohlprofilstabes 1 gesteckt.
Zum Schließen des Abstandhalters 16 wird das freie
Ende des Linearverbinders 33 in das gegenüberliegende
Ende des Hohlprofilstabes 1 gesteckt, siehe 26.
Damit er sich nicht in dem Ende des Hohlprofilstabes 1 verschiebt,
in dem er bereits steckt, klemmt man ihn dort vorübergehend
z. B. mittels einer Zange ein.
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Nachdem
die beiden Enden des Hohlprofilstabes 1 zusammengestoßen
sind, wird die Außenwand 2 des Abstandhalters 16 über
der konischen, keilförmigen oder balligen Erweiterung des
Loches 39 mit einer Düse 40, welche eine
dazu passende konische bzw. ballige Spitze hat, in die konische,
keilförmige bzw. ballige Erweiterung des Lochs 39 gedrückt,
wobei sich in der Fuge 41 zwischen den beiden Enden des
Hohlprofilstabes 1 eine Öffnung 42 bildet,
durch die hindurch mit Hilfe der Düse 40 eine Versiegelungsmasse 43 in
den Abstandhalter 16 gespritzt werden kann. Die Versiegelungsmasse 43 strömt
durch die Bohrung 39 in die flache Ausnehmung 38 auf
der gegenüberliegenden Seite des Linearverbinders 33,
verteilt sich dort und fließt durch die seitlichen Ausnehmungen 37 zu
den beiden Flanken 3 und 4 und weiter zur Innenseite
der Außenwand 2 des Abstandhalters 16.
Auf diese Weise wird die Fuge 41 zwischen den beiden Enden
des Hohlprofilstabes 1 von innen her vollständig
versiegelt, ohne dass die Versiegelungsmasse 43 aus der
Fuge 41 austritt. Die Fuge 41 ist auf diese Weise
nicht nur zuverlässig versiegelt, sondern auch sehr unauffällig, was
für das Erscheinungsbild des Abstandhalters 16 in
der Isolierglasscheibe von Vorteil ist. Die Lage des Linearverbinders 33 ist
in den beiden Enden des Hohlprofilstabes 1 durch das Eindrücken
der Außenwand 2 in die Erweiterung der Bohrung 39 und
durch die eingespritzte Versiegelungsmasse 43 gesichert.
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27 zeigt
perspektivisch in einem Längsschnitt durch den Hohlprofilstab 1 und
durch den Linearverbinder 33 die Anordnung des Linearverbinders 33 im
Abstandhalter 16 vor dem Einspritzen der Versiegelungsmasse 43 mittels
der Düse 40, welche die Außenwand 2 des
Abstandhalters zu diesem Zweck bereits eingedrückt hat. 28 zeigt
vergrößert in einem Längsschnitt durch
den Hohlprofilstab den Zustand nach dem Einspritzen der Versiegelungsmasse 43. 29 zeigt
in einer Schrägansicht des transparent dargestellten Hohlprofilstabes 1,
wie sich die Versiegelungsmasse 43 an der Stoßstelle zwischen
den Enden des Hohlprofilstabes 1 um den Linearverbinder 33 verteilt
hat.
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Die 30 und 31 zeigen
in zwei Schrägansichten einen Ausschnitt aus einer Isolierglasscheibe 22 mit
einem Abstandhalter 16, dessen Ecken nach dem anhand der 11 bis 15 beschriebenen
Verfahren hergestellt sind und welcher, wie in den 18 oder 19 oder 22 dargestellt,
eine trockenmittelhaltige, primäre Versiegelungsmasse 24 auf
den Teilbereichen 3b und 4b der Flanken 3 und 4 hat,
während auf die Teilbereiche 3a und 4a der
Flanken 3 und 4 eine aushärtende, sekundäre
Versiegelungsmasse 23 aufgetragen ist. Man sieht, dass
durch den im Eckbereich vorhandenen Überschuss an primärer
und sekundärere Versiegelungsmasse eine besonders zuverlässige
Versiegelung erfolgt. Zugleich bietet die Ecke ein ansprechendes
Erscheinungsbild, weil die Versiegelungsmassen 23 und 24 infolge
der Art und Weise, wie die Ecke hergestellt worden ist, nicht in
den Innenraum der Isolierglasscheibe 22 gedrückt
wird. Zu erkennen ist auch die Einbuchtung 44 an der Innenseite
der Ecke, welche durch das Eindrücken der Innenwand 5 mit
einem balligen Werkzeug 11 entstanden ist. Die 30 und 31 zeigen
ferner einen Abstandhalter 16, dessen Innenwand 5 mit
rechtwinklig zu den Glasscheiben 20 und 21 verlaufenden,
in regelmäßigen Abständen angeordneten
Rillen 47 versehen ist, welche das Biegen der Ecken des
Abstandhalters 16 erleichtern und ein gesondertes Eindrücken
der Innenwand 5 des Hohlprofilstabes 1 vor dem
Biegen überflüssig machen können.
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32 zeigt
den Verlauf der beiden Versiegelungsmassen 23 und 24 in
einer Seitenansicht.
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33 zeigt
in einer Schrägansicht einen Ausschnitt aus einer Isolierglasscheibe 22,
in welcher im Unterschied zu der in den 30 bis 32 dargestellten
Isolierglasscheibe auf die Flanken des Abstandhalters 16 nur
eine einzige Versiegelungsmasse 45 aufgetragen ist, welche
ein Trockenmittel enthält und die Funktionen einer primären und
einer sekundären Versiegelungsmasse in sich vereint, also abbindet,
eine gute Barriere gegen das Eindiffundieren von Wasserdampf darstellt,
ggf. eindiffundierten Wasserdampf am Trockenmittel bindet und auf
diese Weise den Taupunkt in der Isolierglasscheibe 22 niedrig
hält. Auch in diesem Ausführungsbeispiel ist die
Innenwand 5 des Abstandhalters 16 mit Rillen 47 versehen.
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34 zeigt
einen Ausschnitt aus der Isolierglasscheibe gemäß 33 in
einer Seitenansicht.
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Ein
Verpressen der erfindungsgemäßen Isolierglasscheibe
mit einem vorgegebenen Druck von z. B. 40 Newton pro laufendem Zentimeter
des Umfangs des Abstandhalters oder – wenn der Umfang der
Isolierglasscheibe mit dem Umfang des Abstandhalters übereinstimmt – pro
laufendem Zentimeter des Umfangs der Isolierglasscheibe, ist bei
den folgenden Ausführungsbeispielen möglich; für
diesen Fall wird vorzugsweise ein Abstandhalterprofil verwendet,
von welchem ein Beispiel in den 37 bis 41 dargestellt
ist. In diesem Beispiel sind die zu den Glasscheiben 20 und 21 parallelen,
ebenen Teilbereiche 3a und 4a der Flanken schmaler
ausgebildet als in den vorhergehenden Beispielen und zwischen der
Außenwand oder Basis 2 des Abstandhalters 16 und
seinen zu den Glasscheiben 20 und 21 parallelen,
ebenen Teilbereichen 3a und 4a der Flanken ist
ein weiterer konkaver Teilbereich 3c bzw. 4c vorgesehen,
durch welchen zwischen dem Abstandhalter 16 und den Glasscheiben 20 und 21 in
der Isolierglasscheibe 22 zwei weitere Zwischenräume 50 gebildet
werden, welche sich von den Spalten 56 zwischen den Glasscheiben 20 und 21 und
den ihnen jeweils gegenüberliegenden Teilbereichen 3a und 4a bis
zur Basis 2 erstrecken und Versiegelungsmasse, vorzugsweise
eine abbindende sekundäre Versiegelungsmasse 23,
aufnehmen. Die Zwischenräume 50 treten zu den
Zwischenräumen 49 hinzu, welche angrenzend an
die Innenwand 2 vorgesehen sind und eine primäre
Versiegelungsmasse 24 aufnehmen, welche ein Trockenmittel
enthält.
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Ein
solches Abstandhalterprofil hat zwei wesentliche Vorteile: Zum einen
erlaubt es den Glasscheiben 20 und 21, sich infolge
von Schwankungen des äußeren Luftdrucks, unter
Windlast und unter Wärmeeinwirkung zu biegen, ohne dass
in der sekundären Versiegelungsmasse 23 und insbesondere in
der primären Versiegelungsmasse 24 feine Risse auftreten,
die zu einer Undichtigkeit führen könnten. Zum
anderen kann ein solches Abstandhalterprofil, wenn die Zwischenräume 49 eine
andere Größe als die Zwischen räume 50 haben,
nach Wahl so zu einem Abstandhalter 16 verarbeitet und
in eine Isolierglasscheibe 22 eingebaut werden, dass der
größere Zwischenraum 50 außen
liegt (siehe 38), wenn in den Fugen 25 und 26 mehr
sekundäre Versiegelungsmasse 23 als primäre
Versiegelungsmasse 24 mit eingelagertem Trockenmittel gewünscht
ist, oder aber innen liegt (siehe 39), wenn
in den Fugen 25 und 26 mehr primäre Versiegelungsmasse 24 mit eingelagertem
Trockenmittel als sekundäre Versiegelungsmasse 23 gewünscht
wird.
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In 41 ist
dargestellt, wie sich eine Isolierglasscheibe 22 mit einem
solchen Abstandhalter 16 verhält, wenn die Glasscheiben 20 und 21 der
Isolierglasscheibe 22 auf Biegung beansprucht werden. Mit dicken
Strichen sind die Glasscheiben 20 und 21 in einem
Zustand dargestellt, in welchem sie nicht auf Biegung beansprucht
sind. Mit dünnen Strichen sind dieselben Glasscheiben dargestellt,
wenn sie in der einen oder in der anderen Richtung auf Biegung beansprucht
sind. Bezüglich des Abstandhalters 16 verhalten
sie sich bei einer Beanspruchung auf Biegung so, als ob sich in
Höhe der ebenen Teilbereiche 3a und 4a der
Flanken 3 und 4 ein virtuelles Gelenk oder eine
virtuelle Schwenkachse 51 bzw. 52 befinden würde,
welche sich in Längsrichtung der Flanke 3 bzw. 4 erstreckt.
Im Nahbereich der virtuellen Schwenkachse 51, 52 ist
das Ausmaß der Bewegung der Glasscheiben 20, 21 am
geringsten, so dass selbst bei der dünnen Schicht der sekundären
Versiegelungsmasse 23 im Spalt zwischen den Glasscheiben 20 und 21 auf
der einen Seite und den ebenen Teilbereichen 3a und 4a der
Flanken auf der anderen Seite die Bewegung der Glasscheiben 20 und 21 nicht
zu einem Reißen der primären Versiegelungsmasse 24 und
der sekundären Versiegelungsmasse 23 führt.
In größerer Entfernung von der virtuellen Schwenkachse 51, 52,
in Höhe der Innenwand 5 des Abstandhalters 16 und
in Höhe der Basis 2 des Abstandhalters 16,
ist das Ausmaß der Bewegungen der Glasscheiben 20 und 21 zwar
größer, doch verteilen sich die Kräfte,
die dort an der sekundären Versiegelungsmasse 23 und
an der primären Versiegelungsmasse 24 mit eingelagertem
Trockenmittel zerren, über eine wesentlich größere
Breite der Fugen 24, 25 und 26, so dass
es auch dort nicht zur Bildung von Rissen in der primären
Versiegelungsmasse 24 mit eingelagertem Trockenmittel bzw.
in der sekundären Versiegelungsmasse 23 kommt.
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Im
Beispiel der 37 bis 41 sind
die der Basis 2 benachbarten „weiteren” Zwischenräume 50 größer
als die der Innenwand 5 des Abstandhalters 16 benachbarten Zwischenräume 49.
Somit ist das Abstandhalterprofil im Ausführungsbeispiel
der 37 bis 41 bezüglich
einer Längsmittelebene 53 durch den Hohlprofilstab 1,
welche im rechten Winkel zu den ebenen Zwischenbereichen 3a und 4a der
Flanken verläuft, unsymmetrisch. Die Hohlprofilstäbe 1 sind
jedoch gegenüber der anderen Längsmittelebene 54,
welche parallel zu den ebenen Zwischenbereichen 3a und 4a der
Flanken verläuft, spiegelsymmetrisch.
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In 49 ist
dargestellt, dass Hohlprofilstäbe 1 mit der in
den 37 bis 41 dargestellten Profilform
auch umgekehrt orientiert zu einem Abstandhalter 16 geformt
und in eine Isolierglasscheibe 15 eingebaut werden können,
d. h., dass die Wand, welche in den 37 bis 41 die
Basis 2 bildet, in 49 die
Innenwand des Abstandhalters 16 bildet, während
die Wand, welche in den 37 bis 41 die
Innenwand 5 des Abstandhalters 16 bildet, in 49 zur
Basis geworden ist.
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Die 42 und 43 zeigen
eine Weiterbildung des in den 37 bis 41 dargestellten Abstandhalters 16.
Die Abwandlung besteht darin, dass sowohl die Basis 2 als
auch die Innenwand 5 fortlaufend mit Rillen 48 versehen
sind, welche sich im rechten Winkel zu den ebenen Zwischenbereichen 3a und 4a der
Flanken erstrecken, von den Flanken 3, 4 einen
Abstand einhalten, sämtlich gleich ausgebildet und untereinander äquidistant
sind. Diese Rillen 48 können durch Prägen
gebildet werden. Sie erleichtern das Biegen oder Falten von Ecken des
Abstandhalters 16. Wegen dieses Vorteils ist es bevorzugt,
die Rillen 48 vorzusehen. Sie eignen sich für
alle Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung.
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Das
in den 44 bis 48 dargestellte Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von dem in den 37 bis 41 dargestellten
Ausführungsbeispiel nur in der Form der Zwischenräume 50,
die an die Basis 2 des Abstandhalters 16 angrenzen. Während
sich im Beispiel der 37 bis 41 die Zwischenräume 50 ausgehend
von den ebenen Zwischenbereichen 3a und 4a bis
hin zur Basis 2 stetig vergrößern, vergrößern
sie sich im Ausführungsbeispiel der 44 bis 48 ausgehend
von der Basis 2 bis hin zum ebenen Zwischenbereich 3a und 4a stetig,
wodurch von der Basis 2 aus betrachtet ein Hinterschnitt
entstanden ist, welcher an einer zur Basis 2 parallelen
Wand 55 endet, welche den ebenen Zwischenbereich 3a bzw. 4a in
Richtung nach außen, d. h. in Richtung zur Basis 2,
begrenzt.
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Im
Hinblick auf Biegebewegungen der Glasscheiben 20 und 21 verhält
sich die Isolierglasscheibe, die in den 44 bis 48 dargestellt
ist, ähnlich wie die in den 37 bis 41 dargestellte
Isolierglasscheibe.
-
In 50 ist
dargestellt, dass auch die im Ausführungsbeispiel der 44 bis 48 zum
Einsatz gekommene Profilform umgekehrt zu einem rahmenförmigen
Abstandhalter verarbeitet und in eine Isolierglasscheibe eingesetzt
werden kann.
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- 1
- Hohlprofilstab
- 2
- Außenwand,
Basis
- 3
- Flanke
- 3a/b/c
- Teilbereiche
der Flanken
- 4
- Flanke
- 4a/b/c
- Teilbereiche
der Flanken
- 5
- Innenwand
- 6
- vorgesehenen
Stelle
- 7
- Meißel
- 7a
- Vorderkante
- 8
- Meißel
- 8a
- Vorderkante
- 9
- Meißel
- 9a
- Vorderkante
- 10
- enger
Spalt
- 11
- Werkzeug
- 11a
- kalottenförmige
Spitze
- 12
- Meißel
- 12a
- Vorderkante
- 13
- Falte
- 14
- Außenseite
- 15
- Isolierglasscheibe
- 16
- Abstandhalter
- 17
- Steckverbinder
- 18
- Dichtmasse
- 19
- trockenmittelhaltige
Masse
- 20
- Glastafel,
Glasscheibe
- 21
- Glastafel,
Glasscheibe
- 22
- Isolierglasscheibe
- 23
- sekundäre
Versiegelungsmasse
- 24
- trockenmittelhaltige
Masse, primäre Versiegelungsmasse
- 25
- Fuge
- 26
- Fuge
- 27
- Innenraum
von 16
- 28
- Adapter
- 29
- Stelle,
an welcher 22 und 23 zusammentreffen
- 30
- Glasscheibe
- 31
- Längsnaht
- 32
- Schulter
- 33
- Linearverbinder
- 34
- Oberseite
- 35
- Unterseite
- 36
- Längsseiten
- 37
- Ausnehmung
- 38
- Ausnehmung
- 39
- Loch,
Bohrung
- 40
- Düse
- 41
- Fuge
- 42
- Öffnung
- 43
- Versiegelungsmasse
- 44
- Einbuchtung
- 45
- Versiegelungsmasse
- 46
- Sprosse
- 47
- Rillen
- 48
-
- 49
- Zwischenraum
- 50
- weiterer
Zwischenraum
- 51
- virtuelles
Gelenk, virtuelle Schwenkachse
- 52
- virtuelles
Gelenk, virtuelle Schwenkachse
- 53
- Längsmittelebene
- 54
- Längsmittelebene
- 55
- Wand
- 56
- Spalt
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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Zitierte Patentliteratur
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- - EP 1281451
A1 [0001]
- - EP 0947659 A2 [0006, 0006]
- - EP 1030024 A2 [0006, 0006, 0006]
- - WO 2006/077096 A1 [0007, 0010]
- - WO 2006/007096 A1 [0007]
- - WO 2008/005214 A1 [0019, 0021]
- - DE 3434545 C1 [0044]
- - DE 2816437 A1 [0044]