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DE102009003815A1 - Selbstbedienungsgerät - Google Patents

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DE102009003815A1
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Dieter Schliebe
Achim Müller
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Diebold Nixdorf Systems GmbH
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Wincor Nixdorf International GmbH
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Abstract

Ein Selbstbedienungsgerät (1), insbesondere Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und/oder Informations- oder Transaktionsterminal, mit einem Grundgehäuse (2), einem Bedienerfeld (3), einer Eingabevorrichtung für Identifizierungskarten (9), einer magnetischen Störeinheit (8) sowie einer oder mehreren weiteren Komponenten (4, 5, 6), wobei die magnetische Störeinheit (8) als um die Ein- und/oder Ausgabevorrichtung für Identifizierungskarten (9) umlaufende Spule ausgebildet ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Selbstbedienungsgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Derartige Selbstbedienungsgeräte sind beispielsweise in Form von Wertscheinautomaten, insbesondere Geldausgabeautomaten, oder Kontoauszugsdruckern sowie Informations- und/oder Transaktionsterminals in den verschiedensten Ausführungen bekannt. Das Grundgehäuse eines solchen Selbstbedienungsgerätes ist entsprechend dem jeweiligen Verwendungszweck gestaltet. Das Bedienerfeld ist in einer für den Benutzer ergonomisch günstigen Position angeordnet. Die Komponenten des Bedienerfeldes können beispielsweise Ein- und Ausgabevorrichtungen, Anzeigeeinrichtungen und Tastaturen sein.
  • Eingabevorrichtungen können beispielsweise Magnetkartenleser und Geldeingabeeinrichtungen sein. Ausgabevorrichtungen können zur Ausgabe von Geldscheinen und/oder Kontoauszügen, Quittungen und dergleichen ausgelegt sein. Die Anzeigevorrichtungen sind üblicherweise Bildschirme und/oder Displays.
  • Die Tastatur dient der Eingabe von Ziffernkombinationen zur Durchführung der jeweiligen Aktion des Benutzers. Die Tastatur muss nicht als durch Berührung bewegliche Tasten ausgebildet sein, sondern kann auch in der Anzeige als sogenanntes Touch-Screen integriert sein und sich beispielsweise neben, über oder unter dem Bildschirm befinden.
  • Bevorzugt versuchen betrügerisch arbeitende Personen in vielfältiger Weise bei Geldautomaten die vom Benutzer eingegebene PIN-Nummer auszuspähen und gleichzeitig die vom Bediener eingegebene Magnetkarte mithilfe von Skimming-Modulen zu kopieren. Unter dem Begriff „Skimming” versteht man eine Methode, illegal die Daten von Identifizierungskarte wie Kreditkarten oder Bankkarten auszuspähen. Dabei werden Daten vom Magnetstreifen der Karte ausgelesen und anschließend auf gefälschte Karten kopiert.
  • Zur Verhinderung des Skimmings ist es möglich, in der Nähe des Karteneingabeschlitzes magnetische Störsignale zu erzeugen, welche in die Magnetleseköpfe von Skimming-Modulen einkoppeln. Die magnetischen Einkoppelungen stören den Lesevorgang des Magnetstreifens der Magnetkarte. Da in Anwesenheit solcher magnetischer Störsignale Daten von einer Magnetkarte nicht oder nur in unzureichender Qualität gelesen werden können, können derartige Kopierversuche durch solche magnetischen Störungen verhindert werden.
  • Die oben erwähnten magnetischen Störsignale werden mithilfe einer Elektronik erzeugt und über eine Spule, die in der Nähe des Karteneingabeschlitzes angeordnet ist, als magnetische Störung abgestrahlt. Üblicherweise besteht eine solche Spule aus einer Drahtwicklung, die zur Erhöhung der Induktivität auf einem Ferritkern angebracht ist. Die Position der Spule ist für die effektive Einkoppelung in den Lesekopf eines Skimmers besonders wichtig, da die Position des Magnetstreifens auf einer Magnetkarte unterschiedlich sein kann. Daher müssen zur wirksamen Verhinderung des Skimmings mehrere Spulen an bestimmten Positionen in der Nähe des Karteneingabeschlitzes angebracht werden, was mit einem hohen zeitlichen Installationsaufwand und erhöhten Materialkosten verbunden ist.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Selbstbedienungsgerät bereit zu stellen, bei dem Betrugsversuche durch Skimming in kostengünstiger Weise wirksam verhindert werden.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Selbstbedienungsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Erfindungsgemäß ist die magnetische Störeinheit des Selbstbedienungsgerätes als um die Eingabevorrichtung für Identifizierungskarten umlaufende Spule ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass diese Anordnung für alle Lagen des Magnetstreifens einer Magnetkarte gleich effektiv ist. Zudem kann bei dieser Ausführung die magnetische Störeinheit auch näher an der Eingabevorrichtung für Identifizierungskarten positioniert werden. Dadurch erhöht sich die Effektivität der Abstrahlung von Störungen, so dass der Energieaufwand zur Abstrahlung der Störungen gegenüber herkömmlichen Störvorrichtungen reduzierbar ist.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante ist die magnetische Störeinheit als sogenannte Printspule ausgebildet. Dabei handelt es sich um eine auf einer Leiterplatte gedruckte bzw. geätzte Spule, welche besonders günstig herstellbar ist.
  • Besonders bevorzugt ist die Printspule mehrlagig ausgebildet. Durch die Mehrlagigkeit wird eine hohe Induktivität der Spule erreicht.
  • Gemäß einer weiteren besonderen Ausführungsvariante ist zwischen der magnetischen Störeinheit und dem Grundgehäuse des Selbstbedienungsgerätes ein flächiges ferromagnetisches Element, insbesondere ein Metallblech angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass magnetische Störungen in Richtung des Inneren des Selbstbedienungsgerätes abgeschwächt und nach vorne in Richtung eines am Gehäuse des Selbstbedienungsgerätes angebrachten Skimming-Moduls gebündelt bzw. verstärkt werden.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante ist auf der Leiterplatte der als Printspule ausgebildeten magnetischen Störeinheit mindestens ein Leuchtelement zur Beleuchtung der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung für Identifizierungskarten angeordnet.
  • Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsvarianten der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Selbstbedienungsgerätes in Form eines Geldautomaten,
  • 2 eine schematische Detailansicht einer Eingabevorrichtung für Identifizierungskarten mit um diese umlaufend angeordneter Spule,
  • 3 eine schematische Seitenschnittansicht des Gehäuseabschnitts eines Ausführungsbeispiel eines Selbstbedienungsgerätes im Bereich der Eingabevorrichtung für Identifizierungskarten.
  • In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung und Position des Selbstbedienungsgerätes und anderer Teile. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, das heißt, in verschiedenen Arbeitsstellungen oder durch spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern.
  • Das in der 1 dargestellte Selbstbedienungsgerät 1 ist mit einem Grundgehäuse 2 ausgestattet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist an der Bedienerseite ein Bedienfeld 3 mit einer Tastatur 4 einer Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 6 für Wertscheine, eine Eingabevorrichtung 7 für Identifizierungskarten sowie ein Bildschirm 5 vorgesehen. Die Eingabevorrichtung 7 für Identifizierungskarten ist bevorzugt als Kartenschlitz 9 in dem Grundgehäuse 2 ausgebildet, die Identifizierungskarten sind beispielsweise Bankkarten, die als Magnetkarten ausgebildet sind und einen Magnetstreifen aufweisen, auf dem verschiedene Daten des Inhabers der Identifizierungskarte abgespeichert sind.
  • Um die als Schlitz 9 ausgebildete Eingabevorrichtung 7 für Identifizierungskarten ist eine als um diesen Schlitz 9 umlaufende Spule ausgebildete magnetische Störeinheit 8 angeordnet, die mit einer (nicht gezeigten) Elektronik elektrisch verbunden ist. Mithilfe dieser Elektronik werden von der umlaufenden Spule magnetische Störsignale abgestrahlt, welche geeignet sind, in die Magnetleseköpfe von an einem Schlitz 9 montierten Skimming-Modulen einzukoppeln.
  • Die als umlaufende Spule ausgebildete magnetische Störeinheit 8 ist in einer ersten Ausführungsvariante als Wickelspule ausgebildet.
  • In einer alternativen Ausführungsvariante ist die als magnetische Störeinheit 8 ausgebildete umlaufende Spule als auf eine Leiterplatte 11 aufgedruckte oder aufgeätzte Printspule, zur Erhöhung der Induktivität vorzugsweise mehrlagig als sogenannte Multilager-Printspule, ausgebildet.
  • Um die Induktivität noch weiter zu erhöhen, kann hinter der Spule, das heißt zwischen der magnetischen Störeinheit 8 und dem Grundgehäuse 2 des Selbstbedienungsgerätes 1 ein ferromagnetisches flächiges Element 12, welches vorzugsweise als Metallblech ausgebildet ist, angeordnet sein. Durch die Anordnung eines solchen ferromagnetischen flächigen Elements 12 zwischen der magnetischen Störeinheit 8 und dem Grundgehäuse 2 werden zum einen Störungen in Richtung des Geräteinneren des Selbstbedienungsgerätes 1 abgeschwächt und zum anderen vorteilhaft nach vorne in Richtung eines an dem Gehäuse 2 des Selbstbedienungsgerätes 1 angeordneten Skimmers gebündelt bzw. verstärkt.
  • Vorzugsweise ist auf einer Leiterplatte 10 der als Printspule ausgebildeten magnetischen Störeinheit 8 mindestens ein Leuchtelement 11 zur Beleuchtung der Eingabevorrichtung 7 für Identifizierungskarten angeordnet. Dieses Leuchtelement 11 ist zur Minimierung des Energieaufwandes und langen Haltbarkeit als Leuchtdiode ausgebildet. Die Ausbildung der magnetischen Störeinheit 8 als Printspule hat somit den weiteren Vorteil, dass auf der Leiterplatte 11, auf der die Printspule aufgedruckt oder aufgeätzt ist, weitere funktionelle elektronische Elemente ohne zusätzlichen Platz- oder Montageaufwand an dem Gehäuse 2 des Selbstbedienungsgerätes 1 angeordnet werden können.
  • 1
    Selbstbedienungsgerät
    2
    Gehäuse
    3
    Bedienfeld
    4
    Tastatur
    5
    Bildschirm
    6
    Ein- und/oder Ausgabevorrichtung für Wertscheine
    7
    Eingabevorrichtung für Identifizierungskarten
    8
    Magnetische Störeinheit
    9
    Kartenschlitz
    10
    Leiterplatte
    11
    Leuchtelement
    12
    ferromagnetisches flächiges Element

Claims (8)

  1. Selbstbedienungsgerät (1), insbesondere Geldautomat, Kontoauszugsdrucker, und/oder Informations- oder Transaktionsterminal, mit einem Grundgehäuse (2), einem Bedienerfeld (3), einer Eingabevorrichtung (7) für Identifizierungskarten, einer magnetischen Störeinheit (8) sowie einer oder mehreren weiteren Komponenten (4, 5, 6), dadurch gekennzeichnet, dass die magnetischen Störeinheit (8) als um die Eingabevorrichtung (7) für Identifizierungskarten umlaufende Spule ausgebildet ist.
  2. Selbstbedienungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetischen Störeinheit (8) als Wickelspule ausgebildet ist.
  3. Selbstbedienungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetischen Störeinheit (8) als Printspule ausgebildet ist.
  4. Selbstbedienungsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die als Printspule ausgebildete magnetische Störeinheit (8) mehrlagig ausgebildet ist.
  5. Selbstbedienungsgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Leiterplatte (10) der als Printspule ausgebildeten magnetischen Störeinheit (8) mindestens ein Leuchtelement (11) zur Beleuchtung der Eingabevorrichtung (7) für Identifizierungskarten angeordnet ist.
  6. Selbstbedienungsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtelement (11) als Leuchtdiode ausgebildet ist.
  7. Selbstbedienungsgerät nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der magnetischen Störeinheit (8) und dem Grundgehäuse (2) ein ferromagnetisches flächiges Element (12) angeordnet ist.
  8. Selbstbedienungsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das ferromagnetische flächige Element (12) als Metallblech ausgebildet ist.
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