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Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät mit mindestens einem Kochfeld, wobei das Kochfeld vier mit einem Topferkennungsmittel ausgerüstete Kochzonen und vier jeweils zu einer der Kochzonen gehörige Anzeigenfelder aufweist.
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Bei einem Anschalten eines Kochfelds der eingangs genannten Art werden automatisch alle den Kochzonen zugeordneten Anzeigenfelder angeschaltet. Typischerweise zeigen diese Anzeigenfelder eine der jeweiligen Kochzone zugeordnete Kochstufe an, wobei unmittelbar nach dem Anschalten des Kochfelds die Anzeigenfelder typischerweise eine „0” anzeigen. Wird eine Kochzone aktiviert, zeigt das Anzeigenfeld die entsprechende Kochstufe an. Tritt eine Fehlpositionierung und/oder eine zu geringe Überdeckung eines Kochgeschirrs auf, kann das zugehörige Anzeigenfeld blinken.
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Aus der
US 69 30 287 B2 ist ein Kochfeld mit einer Mehrzahl von elektrischen Heizelementen bekannt, die innerhalb einer Kochfläche angeordnet sind und durch eine Steuerungsschaltung einzeln betrieben werden.
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Aus der
DE 10 2005 001 857 A1 ist Kochfeld mit einer Kochfeldplatte und mehreren darunter angeordneten Heizeinheiten bekannt, die direkt aneinander und durch Auswahl eine oder mehrere beliebig positionierte und in ihrer Größe bestimmbare Heizflächen bilden, wobei eine solche Heizfläche einer Kochstelle eines Kochfeldes entspricht, wobei das Kochfeld eine den Heizeinheiten zugeordnete Beleuchtung aufweist, und wobei entlang der Außenkonturen der Heizeinheiten mehrere, im wesentlichen direkt aneinander anschließende Beleuchtungen zur Markierung der Seiten bzw. Außenkontur angeordnet sind, die beliebig und auch in Teilen bzw. Segmenten ansteuerbar sind.
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Die
DE 103 15 217 A1 zeigt Verfahren zur Erzeugung einer Rückmeldung an einen Bediener bei einem Kochfeld, wenn bei vorgesehener Topferkennungsfunktion des Kochfelds verschiedene Betriebszustände der Topferkennung bei aufgesetztem oder falsch aufgesetztem oder falschem Topf bestehen, wobei auf optische und/oder akustische Weise unterschiedliche Informationen über die verschiedenen Betriebszustände in der Rückmeldung enthalten sind, die jeweils genau angeben, ob ein Topf aufgesetzt ist oder nicht aufgesetzt ist, verschoben ist, die richtige Größe und/oder Art hat oder dergleichen.
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Die
DE 10 2007 057 076 A1 zeigt ein Kochfeld und ein Verfahren zum Betrieb eines Kochfeldes. Es ist ein Kochfeld mit mehreren verteilt angeordneten Kochstellen mit jeweils einer Heizeinrichtung und mit jeweils einem elektromechanischen Bedienelement zur Bedienung dieser Kochstelle durch Drehen oder Schieben zur Leistungseinstellung bekannt, wobei eine Näherungs- oder Berührsensorik vorgesehen ist zur Erkennung einer Annäherung oder Berührung an ein Bedienelement durch eine Bedienperson, wobei das Kochfeld eine Anzeigeeinrichtung aufweist mit mehreren Anzeigemitteln und wobei für jede Kochstelle ein eigenes Anzeigemittel vorgesehen ist mit eindeutiger Zuordnung des Anzeigemittels zu der Kochstelle, wobei das Kochfeld eine Steuerung aufweist zur Ansteuerung des Anzeigemittels bei Annäherung oder Berührung an das Bedienelement der diesem Anzeigemittel zugeordneten Kochstelle.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit zur intuitiveren Bedienung und zum energiegünstigeren Betrieb eines Kochfelds bereitzustellen.
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Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind insbesondere den abhängigen Ansprüchen entnehmbar.
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Die Aufgabe wird gelöst mittels eines Gargeräts mit mindestens einem Kochfeld, wobei das Kochfeld vier mit einem Topferkennungsmittel ausgerüstete Kochzonen und vier jeweils zu einer der Kochzonen zugehörige Anzeigenfelder aufweist. Das Kochfeld ist dazu eingerichtet, nur das mindestens eine Anzeigenfeld einer belegten Kochzone anzuzeigen. In einem Anzeigenbereich ist an dem Schnittpunkt zwischen den Anzeigenfeldern eine Lampe vorhanden, wobei eine räumliche Anordnung der Anzeigenfelder im Wesentlichen einer räumlichen Anordnung der zugehörigen Kochzonen entspricht.
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Ein Anzeigenfeld ist nur dann aktivierbar, wenn dessen zugehörige Kochzone mit einem Kochgeschirr belegt ist.
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Dadurch kann die Energie für nicht belegte Kochzonen eingespart werden. Außerdem können so anhand der aktivierten Anzeigenfelder die aktivierten Kochfelder intuitiv identifiziert werden, und zwar ohne zunächst angezeigte Symbole interpretieren zu müssen.
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Es können sämtliche geeignete Topferkennungsmittel verwendet werden, beispielsweise mechanisch reagierende und/oder elektromagnetisch reagierende Topferkennungsmittel.
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Das Gargerät kann beispielsweise eine Kochplatte oder ein Herd sein.
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Ein Anzeigenfeld kann beispielsweise als eine LED-Anzeige oder als eine LCD-Anzeige ausgestaltet sein.
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Mittels der vier Anzeigenfelder kann beispielsweise eine Kochstufe und/oder eine Solltemperatur an der Kochzone angezeigt werden.
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Es kann eine vorteilhafte Ausgestaltung sein, dass das Kochfeld dazu eingerichtet ist, einen Standby-Betrieb (d. h., dass die Kochplatte angeschaltet ist, aber keine der Kochzonen aktiv ist) durch ein Leuchten einer Kontrolllampe anzuzeigen. Dadurch kann ein Benutzer leicht zwischen einem eingeschalteten Kochfeld und einem ausgeschalteten Kochfeld unterscheiden.
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Es kann eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sein, dass das Kochfeld dazu eingerichtet ist, eine Fehlpositionierung und/oder eine zu geringe Überdeckung eines Kochgeschirrs (beispielsweise bei einem zu kleinen Topf) auf einer der Kochzonen durch eine entsprechende Anzeige, z. B. ein Blinken oder eine Klartextanzeige (wie ”Fehlpositionierung”), eines zu dieser Kochzone zugehörigen Anzeigenfelds anzuzeigen. Beispielsweise kann bei einem Blinken in dem zugehörigen mindestens einem Anzeigenfeld ein blinkendes Symbol, z. B. ein blinkendes „F” oder eine blinkende ”0”, angezeigt werden.
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Es kann auch eine vorteilhafte Ausgestaltung sein, dass das mindestens eine Anzeigenfeld mindestens eine Segmentanzeige aufweist. Diese Segmentanzeigen können besonders einfach zum Leuchten angeregt werden, wobei aber auch der Energieeinspareffekt bei nicht aktiviertem Anzeigenfeld besonders hoch ausfällt. Alternativ kann das mindestens eine Anzeigenfeld aber auch mindestens eine pixelartige Anzeige aufweisen, z. B. eine pixelartige LCD-Anzeige.
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In den folgenden Figuren wird die Erfindung schematisch genauer ausgeführt.
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1 zeigt in Aufsicht einen Herd mit einem oberseitigen Kochfeld mit mehreren Kochzonen sowie zu den Kochzonen zugehörigen Anzeigenfeldern;
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2 zeigt die Anzeigenfelder eines angeschalteten Kochfelds nach dem Stand der Technik;
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3 zeigt die Anzeigenfelder eines erfindungsgemäßen angeschalteten Kochfelds; und
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1 zeigt in Aufsicht ein Haushaltsgerät in Form eines Herds 1 neben einem oberseitig angebrachten Kochfeld 2, wobei das Kochfeld 2 vier Kochzonen 3a, 3b, 3c, 3d aufweist. Die in dieser Ansicht rechts unten dargestellte Kochzone 3c ist mit einem Kochgeschirr in Form einer Pfanne 4 belegt. Zur Darstellung einer aktuellen Kochstufe der Kochzonen 3a bis 3d befindet sich in dem Kochfeld 2 ein Anzeigenbereich 5 mit verschiedenen Anzeigenfeldern 7a, 7b, 7c, 7d. Eine Kochstufe der jeweiligen Kochzone 3a bis 3d kann durch Drehen eines jeweils zugehörigen Drehknebels 6a, 6b, 6c, 6d eingestellt werden, wobei sich die Drehknebel 6a bis 6d an einer Frontseite 9 des Herds 1 befinden.
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2 zeigt den Anzeigenbereich 5 aus 1 mit einer herkömmlichen Art einer Anzeige. Der Anzeigenbereich 5 aus 1 weist genauer gesagt vier matrixförmig angeordnete Anzeigenfelder 7a, 7b, 7c und 7d auf, deren räumliche Anordnung in etwa der räumlichen Anordnung der Kochzonen 3a bis 3d entspricht. Die Anzeigenfelder 7a bis 7d sind einer jeweils entsprechenden der Kochzone 3a bis 3d zugeordnet, nämlich das linke obere Anzeigenfeld 7a der in 1 oben links angeordnet gezeigten Kochzone 3a, das oben rechts angeordnete Anzeigenfeld 7b der in 1 rechts oben angeordneten Kochzone 3b, das rechts unten angeordnete Anzeigenfeld 7c der in 1 rechts unten liegenden Kochzone 3c und das links unten angeordnete Anzeigenfeld 7d der in 1 links unten gezeigten Kochzone 3d. Bei einem Anschalten des Kochfelds 2 werden alle Anzeigenfelder 7a bis 7d aktiviert. Wird für eine der Kochzonen eine Belegung festgestellt, d. h., dass ein zu dieser Kochzone zugehöriges Topferkennungsmittel ein Vorhandensein eines Gargeschirrs auf dieser Kochzone detektiert (hier: ein Erkennen der Pfanne 4 auf der Kochzone 3c), lässt sich für diese Kochzone 3c eine Kochstufe einstellen. In dem hier gezeigten Fall ist mittels einer Verdrehung des Drehknebels 6c aus 1 eine Kochstufe der Kochzone 3c auf „5” eingestellt worden, was in dem Anzeigenfeld 7c angezeigt wird. Die anderen Kochzonen 3a, 3b und 3d sind nicht aktiviert, so dass in deren zugehörigen Anzeigenfeldern 7a, 7b bzw. 7d eine „0” angezeigt wird. Folglich wird auch für die Anzeigenfelder 7a, 7b, 7d der nicht aktiven Kochzonen 3a, 3b bzw. 3d Energie verbraucht.
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3 zeigt den Anzeigenbereich 5 mit den Anzeigenfeldern 7a bis 7d in einer erfindungsgemäßen Anzeigenart. Für die in 1 gezeigte Anordnung wird nun lediglich das Anzeigenfeld 7c aktiviert, für welches die zugehörige Kochzone 3c mit der Pfanne 4 belegt ist. Die Anzeigen 7a, 7b und 7d der nicht belegten und nicht aktiven Kochzonen 3a, 3b und 3d sind nicht aktiviert und verbrauchen daher keinen oder einen nur sehr geringen Strom. Zudem ist für einen Bediener sofort ersichtlich, dass, da das rechte untere Anzeigenfeld 7c aktiviert ist, auch die aus einer normalen Bedienposition von der Frontseite 9 des Herds 1 aus betrachtet rechte untere Kochzone 3c aktiviert ist.
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Eine mögliche Fehlpositionierung und/oder eine zu geringe Überdeckung eines Kochgeschirrs auf einer der Kochzonen 3a bis 3d kann dadurch angezeigt werden, dass in dem zugehörigen Anzeigenfeld 7a bis 7d ein blinkendes Symbol aktiviert wird, z. B. ein blinkendes „F” oder ”0”.
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Zur Erkennung, dass das Kochfeld 2 eingeschaltet ist, falls keine der Kochzonen 3a bis 3d aktiviert ist, ist in dem Anzeigenbereich 5 an dem Schnittpunkt zwischen den Anzeigenfeldern 7a bis 7d eine Lampe 8 vorhanden, welche bei angeschaltetem Kochfeld leuchtet. Dadurch kann in anderen Worten ein Standby-Zustand und/oder ein aktivierter Zustand des Kochfelds 2 visualisiert werden. Diese Lampe 8 kann auch als ein optisches Warnsignal dienen, z. B. als eine Resttemperaturanzeige.
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Das Gargerät ist bevorzugt eine Kochplatte oder ein Herd. Dabei ist die Art der Energieübertragung zwischen den Kochzonen und dem jeweiligen Gargeschirr nicht beschränkt. So mögen die Kochzonen einen Strahlungsheizkörper, einen Wärmewiderstandsheizkörper, einen Gasbrenner, einen Wirbelstromerreger (typischerweise Induktions-Kochzone genannt) oder eine Erregereinheit zur transformatorischen Energieübertragung aufweisen. Dabei kann das Kochfeld auch mit Kochzonen unterschiedlicher Wärmeübertragungsart ausgestaltet sein.
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Auch mag die Kontrolllampe zur Anzeige des Standby-Betriebs an einer anderen Stelle am Haushaltsgerät angeordnet sein, z. B. an einer anderen Stelle auf dem Kochfeld oder außerhalb des Kochfelds.
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Ferner ist die Art und Anordnung der Bedien- und Anzeigeelemente nicht beschränkt, so können statt der frontseitig angeordneten Drehknebel Bedienelemente zusätzlich oder alternativ auf dem Kochfeld angeordnet sein, z. B. in Form berührungsempfindlicher Sensorelemente, z. B. von sogenannten Touch-Control-Elementen wie Zirkularslidern, Linearslidern, Touch-Tastern usw.
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Eine räumliche Anordnung der Anzeigenfelder braucht allgemein nicht mit einer räumlichen Anordnung der Kochzonen übereinzustimmen. So können auch linear oder noch anders angeordnete Anzeigenfelder verwendet werden. Auch ist eine dynamische Zuordnung von Anzeigefeldern zu den Kochzonen möglich.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Herd
- 2
- Kochfeld
- 3a–3d
- Kochzonen
- 4
- Pfanne
- 5
- Anzeigenbereich
- 6a–6d
- Drehknebel
- 7a–7d
- Anzeigenfelder
- 8
- Lampe
- 9
- Frontseite