DE102009000363A1 - Schlagwerk und Handwerkzeugmaschine - Google Patents
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Abstract
Das erfindungsgemäße Schlagwerk 1 beinhaltet: einen Arbeitsraum 10, dessen erster Abschnitt 30 von einem ersten Elektromagneten 4, 62 und dessen zweiter Abschnitt 31 von einem zweiten Elektromagneten 5, 63 umgeben sind; einen Schlagkörper 2, der innerhalb des Arbeitsraums 10 entlang einer Schlagachse 11 beweglich ist und ein magnetisierbares Material aufweist; einen Amboss 3, dessen Schlagfläche 17 den Arbeitsraum 10 in Schlagrichtung 12 begrenzt, in die erste Magnetspule 4 hineinragt und aus einem weichmagnetischen Material ist. Ein Federelement 70, 80 ist vorgesehen, das den Schlagkörper in jeder Stellung in dem Arbeitsraum mit einer Kraft in Richtung zu dem Amboss 3 beaufschlagt.
Description
- GEBIET DER ERFINDUNG
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schlagwerk und eine schlagende Werkzeugmaschine mit einem Schlagwerk.
- BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK
- Zwar sind bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts Schlagwerke mit zwei der
US 2,892,140 ist ein Schlagwerk mit zwei Magnetspulen bekannt, deren Schlagleistung blieb jedoch bisher hinter der Schlagleistung anderer zur gleichen Zeit bekannten Schlagwerken anderen Bautyps zurück. - Die Schlagwerke basierend auf einer Beschleunigung eines Schlagkörpers unmittelbar durch magnetische Felder haben den Vorteil einer höheren Kontrolle des Schlagverhaltens, insbesondere auch der Möglichkeit das Schlagwerk sofort abzuschalten.
- OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
- Eine Aufgabe besteht darin ein Schlagwerk basierend auf zwei Magnetspulen mit einer erhöhten Schlagkraft bereitzustellen.
- Das erfindungsgemässe Schlagwerk beinhaltet: einen Arbeitsraum, dessen erster Abschnitt von einem ersten Elektromagneten und dessen zweiter Abschnitt von einem zweiten Elektromagneten umgeben sind; einen Schlagkörper, der innerhalb des Arbeitsraums entlang einer Schlagachse beweglich ist und ein magnetisierbares Material aufweist; und einen Amboss, dessen Schlagfläche den Arbeitsraum in Schlagrichtung begrenzt. Ein Federelement ist vorgesehen, das den Schlagkörper in jeder Stellung in dem Arbeitsraum mit einer Kraft in Richtung zu dem Amboss beaufschlagt. Bei der Bewegung weg von dem Amboss wird das Federelement entsprechend vorgespannt.
- Der Schlagkörper prallt von dem Amboss ab und behält einen Teil seiner kinetischen Energie. Die Energie wird bei der Rückbewegung in das Federelement übertragen und gespeichert. Bei der nächsten Vorwärtsbewegung in Richtung zu dem Amboss, beschleunigt das Federelement den Schlagkörper zusätzlich zu den aufgrund der Magnetfelder wirkenden Kräfte. Hierdurch wird eine effizientere Ausnutzung der in dem System enthaltenen Energie erreicht.
- Das Federelement ist vorzugsweise so ausgelegt, dass beim Schlag des Schlagkörpers auf die Schlagfläche die Federkraft auf Null abfällt.
- Gemäss einer Ausgestaltung ist das Federelement eine mechanische Feder oder eine Luftfeder. Die Luftfeder kann durch einen pneumatischen Raum gebildet sein. Der pneumatische Raum kann ein durch einen Abschnitt des Arbeitsraums gebildet sein, der durch den Schlagkörper von dem Amboss abgegrenzt ist.
- Das Federelement kann eine progressive Kennlinie aufweisen, bei der die Federkonstante entgegen der Schlagrichtung ansteigt. Die Zugkraft, die der zweite Elektromagnet auf den Schlagkörper ausüben kann, steigt mit abnehmender Distanz des Schlagkörpers von dem von der Schlagfläche abgewandten Umkehrpunkt. Eine effiziente Nutzung dieser steigenden Kraft wird durch die steigende Kennlinie entgegen der Schlagrichtung erreicht.
- Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Amboss in den ersten Elektromagneten hineinragt und aus einem weichmagnetischen Material ist und dass ein Durchmesser des Schlagkörpers und ein Durchmesser des Amboss sich um weniger als 20%, vorzugsweise um weniger als 10% unterscheiden. Die ähnlich oder gleichgrossen Querschnitte von Schlagkörper und Schlagfläche des Amboss bewirken, dass die Feldlinien im Wesentlichen nur von dem Schlagkörper zu der Schlagfläche verlaufen ohne unnötige Strecken in der Luft zurückzulegen. Es wird angenommen, dass hierdurch höhere Kräfte zum Beschleunigen des Schlagkörpers durch das magnetische Feld erzeugt werden können.
- Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Amboss für wenigstens eine Distanz in die erste Magnetspule oder den ersten Elektromagneten hineinragt, die grösser als die Auslenkung des Ambosses bei einem Schlag mit dem Schlagkörper ist. Die Distanz kann beispielsweise auch wenigstens ein Zehntel der Länge der Magnetspule in die Magnetspule aufweisen. Vorzugsweise ist das Eintauchen des Ambosses in den ersten Elektromagneten derart tief, dass wengstens die Hälfte des Magnetflusses des ersten Elektromagneten seitlich in den Amboss fliesst, um dann aus der Schlagfläche auszutreten.
- Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Elektromagneten eine Magnetspule und eine Magnetfeldführung aufweist, wobei die Magnetfeldführung die Magnetspule an seiner Aussenseite umgibt. Vorzugsweise grenzt die Magnetfeldführung an den Amboss an.
- Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Arbeitsraum an einer dem Amboss abgewandten Seite durch einen Anschlag begrenzt ist, der in die zweite Magnetspule hineinragt und aus einem weichmagnetischen Material gefertigt ist.
- Gemäss einer Ausgestaltung weist die erste oder die zweite Magnetspule eine Länge und eine Wicklungsstärke auf, wobei ein Verhältnis von Länge zu Wicklungsstärke kleiner 1,25 ist. Hierdurch wird ein Verhältnis von durch die Magnetspulen geleisteter Beschleunigungsarbeit zu ohmschen Verlusten optimiert.
- Gemäss einer Ausgestaltung weist der Schlagkörper an seiner Oberfläche Längsrillen oder der Schlagkörper durchgehende Bohrungen auf.
- Eine erfindungsgemässe Werkzeugmaschine, insbesondere eine Handwerkzeugmaschine weist das erfindungsgemässe Schlagwerk auf.
- KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
- Die nachfolgende Beschreibung erläutert die Erfindung anhand von exemplarischen Ausführungsformen und Figuren. In den Figuren zeigen:
-
1 einen Teilquerschnitt eines Schlagwerks, -
2 einen Teilquerschnitt eines weiteren Schlagwerks und -
3 einen Teilquerschnitt eines weiteren Schlagwerks. - Gleiche oder funktionsgleiche Elemente werden durch gleiche Bezugszeichen in den Figuren indiziert, soweit nicht anders angegeben.
- AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
-
1 zeigt eine Ausführungsform eines Schlagwerks1 in einem Teilschnitt. Das Schlagwerk1 weist eine schlagende Gruppe mit einem Schlagkörper2 und einem Amboss3 , einen primären Antrieb mit Magnetspulen4 ,5 und einen Energiepuffer mit einem Federelement6 auf. - Der Schlagkörper
2 ist in einem Arbeitsraum10 beweglich längs einer Schlagachse11 angeordnet. Der Arbeitsraum10 ist in Schlagrichtung12 durch den Amboss3 begrenzt. Entgegen der Schlagrichtung12 begrenzt ein Gehäuse13 den Arbeitsraum10 . - Der Schlagkörper
2 kann in dem Arbeitsraum10 durch eine Stange14 längs einer Schlagachse11 geführt werden. Die Stange14 ist mit dem Schlagkörper2 fest verbunden und beispielsweise durch ein Lager15 des Gehäuses13 geführt. Der Arbeitsraum10 kann seitlich durch eine Hülse16 begrenzt sein, die den Schlagkörper2 zusätzlich führt. - Der Arbeitsraum
10 weist eine längs der Schlagachse11 konstante Querschnittsfläche auf, die an die Abmessungen des Schlagkörpers2 angepasst ist. Eine Querschnittsfläche des Schlagkörpers2 kann gerade soviel geringer sein, dass eine Bewegung möglich ist. Beispielsweise sind der Arbeitsraum10 und der Schlagkörper2 zylindrisch. - Der Amboss
3 weist eine Schlagfläche17 auf. Die Schlagfläche17 wird durch ein Endstück18 mit im Wesentlichen gleichbleibendem Querschnitt, z. B. zylindrischem Querschnitt, gebildet. Die Querschnittsfläche des Endstücks18 und damit auch die der Schlagfläche17 sind vorzugsweise gleich gross wie die Querschnittsfläche des Schlagkörpers2 . - In einer besonderen Ausgestaltung sind sowohl die Schlagfläche
17 des Ambosses und die entsprechende Schlagfläche19 des Schlagkörpers2 zueinander formschlüssig. In einer Variante sind beide Schlagflächen17 ,19 planar. Alternativ kann eine der beiden Schlagflächen17 ,19 konvex gewölbt sein, wobei die andere der Schlagflächen19 ,17 entsprechend konkav gewölbt ist. - Der Amboss
3 ist in einer Führung20 gelagert. Die Führung20 weist einen Anschlag21 entgegen der Schlagrichtung12 auf. Ein Rückstellelement22 , beispielsweise ein Dämpfungsring oder eine Rückstellfeder, drückt den Amboss3 entgegen der Schlagrichtung12 gegen den Anschlag21 . Hierdurch gelangt der Amboss3 nach einer Auslenkung in Schlagrichtung12 aufgrund eines Stosses mit dem Schlagkörper2 wieder in eine definierte Ausgangsstellung. - Auf der dem Amboss
3 abgewandten Seite des Arbeitsraums10 ist ein Anschlag25 vorgesehen, der den Arbeitsraum10 begrenzt. Der Anschlag25 kann durch das Gehäuse13 gebildet sein. - Der Arbeitsraum
10 ist von wenigstens zwei Magnetspulen4 ,5 umgeben. Die beiden Magnetspulen4 ,5 sind entlang der Schlagachse11 zueinander versetzt angeordnet. Die erste Magnetspule4 überdeckt einen ersten Abschnitt30 des Arbeitsraums10 und das Endstück18 des Ambosses3 . Die zweite Magnetspule5 überdeckt einen zweiten Abschnitt31 des Arbeitsraums10 und den Anschlag25 . - Die beiden Magnetspulen
4 ,5 sind an eine Stromquelle angeschlossen. Eine Steuerungseinrichtung lässt alternierend Strom durch die beiden Magnetspulen4 ,5 fliessen. In Folge ist in dem Arbeitsraum10 in Folge abwechselnd der erste Abschnitt30 und der zweite Abschnitt31 von einem Magnetfeld durchflossen. - Der Schlagkörper
2 ist aus einem magnetischen Material oder weist Einsätze aus einem magnetischen Material auf. Das jeweilige Magnetfeld wirkt auf den Schlagkörper2 ein und beschleunigt den Schlagkörper2 . - Der Amboss
3 ist aus einem magnetischen Material. Der Amboss3 wirkt wie ein Polschuh. Das Magnetfeld in dem ersten Abschnitt30 tritt senkrecht aus dem Amboss3 heraus. Die Kräfte auf den Schlagköper2 wirken entsprechend parallel zur Bewegungsrichtung des Schlagkörpers2 , d. h. parallel zur Schlagachse. - Das magnetische, z. B. ferromagnetische, Material des Ambosses
3 verliert vorzugsweise seine Magnetisierung, wenn kein Magnetfeld in dem ersten Abschnitt30 anliegt. Dementsprechend ist der Amboss3 vorzugsweise aus einem weichmagnetischen Material mit einer niedrigen Koerzitivfeldstärke von weniger als 1000 A/m hergestellt. - Aufgrund der aneinander wenigstens teilweise formschlüssig angepassten Schlagflächen
17 ,19 von Schlagkörper2 und Amboss3 fliesst das Magnetfeld weitgehend direkt zwischen den beiden Schlagflächen17 ,19 . Hierdurch wird ein Magnetfluss minimiert, der über eine längere Distanz als den Abstand Schlagkörper2 zu Amboss3 fliessen muss. Dies ist insbesondere deshalb von Interesse, da bei geringer werdendem Abstand zwischen den Schlagflächen17 ,19 die magnetische Kraft ansteigt. - Die Schlagfläche
17 des Ambosses3 kann in ihrer Form und Wölbung derart angepasst werden, dass ein Austritt des Magnetfeldes über die Schlagfläche17 optimiert wird. - Das Endstück
18 des Ambosses3 ragt für wenigstens eine Distanz50 in die erste Magnetspule4 , die grösser ist als der zurückgelegte Weg des Ambosses3 bei einem Schlag. Ferner kann die Distanz50 zwischen einem Zehntel und einem Viertel der Länge51 der ersten Magnetspule4 betragen, z. B. wenigstens ein Sechstel oder höchstens ein Sechstel. - Der Anschlag
25 ist ebenfalls aus einem magnetischen Material gebildet, z. B. einem ferromagnetischen Material. Die Gestaltung des Anschlags25 kann gleich den zuvor ausgeführten Gestaltungen des Ambosses3 erfolgen. Die Tiefe52 für die der Anschlag25 in die zweite Magnetspule5 hineinragt, kann zwischen einem Zehntel und einem Viertel der Länge53 der zweiten Magnetspule5 betragen. Die weitere Gestaltung von Anschlag25 und Amboss3 können sich in einer Ausführung jedoch unterscheiden. - Eine Magnetfeldführung
60 kann die Magnetspulen4 ,5 von aussen umschliessen. Die Magnetfeldführung60 ist aus einem weichmagnetischen Material gebildet, z. B. aus Eisenblechen. Die Magnetfeldführung60 kann einen Steg61 zwischen den beiden Magnetspulen4 ,5 aufweisen, der bis an den Arbeitsraum10 angrenzt. Vorzugsweise reicht ein äusserer Steg62 an der ersten Magnetspule4 bis zu dem Amboss3 , um das Magnetfeld in den Amboss3 einzuleiten. Gleichermassen kann ein weiterer Steg63 in Berührung mit dem Anschlag25 sein oder den Anschlag25 bilden. - Das Federelement
6 kann beispielsweise eine Spiralfeder70 oder eine sonstige mechanische Feder aufweisen. Die Stange14 weist einen Vorsprung oder einen Teller71 auf, der in die Spiralfeder70 eingreift. Der Federweg der Spiralfeder70 ist derart ausgelegt, dass der Schlagkörper2 in jeder Stellung innerhalb des Arbeitsraums10 durch die Spiralfeder70 in Schlagrichtung12 gedrückt wird. Eine Federkonstante der Spiralfeder70 ist vorzugsweise derart ausgelegt, dass eine Bewegung des Schlagkörpers2 vollständig abgebremst ist, wenn der Schlagkörper2 an den Anschlag25 angrenzt. Hierdurch wird vermieden, dass der Schlagkörper2 gegen das Gehäuse13 mechanisch schlägt. - Die Federkonstante des Federelements
6 nimmt vorzugsweise mit zunehmender Kompression des Federelements6 zu. Die Abhängigkeit der Federkonstante von der Stellung des Schlagkörpers2 kann an die Abhängigkeit einer Zugkraft der zweiten Magnetspule5 von der Stellung des Schlagkörpers2 angepasst gewählt werden, z. B. sind beide Abhängigkeiten zueinander proportional. Hierdurch wird die Arbeit, welche die zweite Magnetspule5 zu verrichten mag, effizient ausgenutzt. Alternativ kann das Federelement6 eine lineare Kennlinie, d. h. eine Federkonstante aufweisen, die unabhängig von der Kompression der Feder6 ist. - Der Schlagkörper
2 kann an seiner Oberfläche Rillen90 aufweisen. Die Rillen90 dienen dazu einen Luftaustausch zwischen dem Anschlag25 und dem Amboss3 während einer Bewegung des Schlagkörpers2 zu ermöglichen. Anstelle oder zusätzlich zu den Rillen90 können auch Bohrungen in dem Schlagkörper2 vorgesehen sein. - Eine weitere Ausgestaltung sieht ein Belüftungssystem vor, bei dem Belüftungsöffnungen
92 ,93 in den ersten und zweiten Abschnitt30 ,31 des Arbeitsraums10 führen. Die Belüftungsöffnungen92 ,93 können miteinander durch ein Kanalsystem verbunden sein oder mit der Umgebung verbunden sein. - Anstelle oder zusätzlich zu der Spiralfeder
70 kann auch eine Luftfeder verwendet werden. In2 ist eine Ausführung eines Schlagwerks1 dargestellt, bei der ein pneumatischer Raum80 innerhalb des Arbeitsraums10 angeordnet ist. Der pneumatische Raum80 wird durch den Schlagkörper2 , den Anschlag25 und die Hülse16 druckdicht begrenzt. Bei der Bewegung des Schlagkörpers2 gegen Schlagrichtung wird der pneumatische Raum80 komprimiert. Sobald die Bewegungsenergie des Schlagkörpers2 vollständig in Kompressionsarbeit des pneumatischen Raums80 übertragen ist, setzt die Umkehrbewegung in Schlagrichtung12 ein. Der pneumatische Raum kann auch ausserhalb des Arbeitsraums10 angekoppelt durch die Stange14 angeordnet werden. - Die Magnetspulen
4 ,5 sind in gängiger Weise hergestellt, z. B. durch eine gewickelten, lackierten Draht. Die Länge51 ,53 der Magnetspulen4 ,5 ist maximal 30% grösser als eine Wicklungshöhe100 der Magnetspulen4 ,5 . Die Beschleunigungsarbeit pro zurückgelegter Wegstrecke des Schlagkörpers2 ist aufgrund der nicht-linearen Kraftkennlinie nicht konstant, sondern nimmt mit geringer werdendem Abstand zu dem Amboss3 oder Anschlag25 zu. Eine längere Magnetspule4 ,5 bewirkt daher nur eine geringfügig höhere Beschleunigungsarbeit. Die ohmsche Verlustleistung der Magnetspulen4 ,5 hingegen ist proportional zu deren Länge51 . Daher erscheint es vorteilhaft, kurze Magnetspulen4 ,5 einzusetzen. - Der Schlagkörper
2 kann aus einem ferromagnetischen Werkstoff mit einer hohen Koerzitivfeldstärke (> 1000 A/m) hergestellt werden. Der Schlagkörper2 bleibt somit dauerhaft magnetisiert. Die Polarität der von den Magnetspulen4 ,5 erzeugten Magnetfelder ist in Abhängigkeit der Polarisierungsrichtung des Schlagkörpers2 einzustellen. Ferner kann die Polarität der Magnetspulen4 ,5 während eines Bewegungszykluses des Schlagkörpers2 gedreht werden, um sowohl eine ziehende als auch eine schiebende Kraft auf den Schlagkörper2 wirken zu lassen. -
3 zeigt eine weitere Ausgestaltung des Schlagwerks1 . Eine erste und zweite Magnetspule104 ,105 sind von einer Magnetfeldführung60 ,162 ,163 umgeben und bilden jeweils einen ersten und zweiten Elektromagneten. Die Magnetfeldführung162 grenzt an den Amboss3 an. Die Magnetfeldführung162 kann sich längs der Schlagachse11 um eine Distanz erstrecken, die vergleichbar mit der Länge51 der ersten Magnetspule104 ist. Beispielsweise beträgt die Distanz ein Drittel bis zur Hälfte der Länge51 der ersten Magnetspule104 . Über die gesamte Distanz grenzt die Magnetfeldführung162 an den Schlagraum an. Der Anker3 dringt für eine Tiefe150 in den ersten Elektromagneten, sprich in die Magnetfeldführung162 ein. Die Tiefe150 ist vorzugsweise derart gewählt, dass wenigstens die Hälfte des Magnetflusses aus der ersten Magnetspule104 durch den Amboss3 fliesst. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - US 2892140 [0002]
Claims (14)
- Schlagwerk (
1 ) mit einem Arbeitsraum, dessen erster Abschnitt (30 ) von einem ersten Elektromagneten (4 ;104 ,162 ) und dessen zweiter Abschnitt (31 ) von einem zweiten Elektromagneten (5 ;105 ,163 ) umgeben sind, einem Schlagkörper (2 ), der innerhalb des Arbeitsraums (10 ) entlang einer Schlagachse (11 ) beweglich ist und ein magnetisierbares Material aufweist, einem Amboss (3 ), dessen Schlagfläche (17 ) den Arbeitsraum (10 ) in Schlagrichtung (12 ) begrenzt dadurch gekennzeichnet, dass ein Federelement (70 ,80 ) vorgesehen ist, das den Schlagkörper in jeder Stellung in dem Arbeitsraum mit einer Kraft in Richtung zu dem Amboss beaufschlagt. - Schlagwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (
70 ,80 ) eine mechanische Feder (70 ) und/oder eine Luftfeder (80 ) ist. - Schlagwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftfeder (
80 ) durch einen pneumatischen Raum gebildet ist. - Schlagwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der pneumatische Raum durch einen Abschnitt des Arbeitsraums (
10 ) gebildet ist, der durch den Schlagkörper (2 ) von dem Amboss (3 ) abgegrenzt ist. - Schlagwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (
70 ,80 ) eine progressive Kennlinie aufweist, bei der eine Federkonstante entgegen der Schlagrichtung (12 ) zunimmt. - Schlagwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dass der erste Elektromagnet (
104 ,162 ) eine erste Magnetspule (104 ) und eine erste Magnetfeldführung (60 ,162 ) aufweist, die die erste Magnetspule (104 ) an seiner Aussenseite umgibt und die Magnetfeldführung (162 ) an den Amboss (3 ) angrenzt und/oder der zweite Elektromagnet (105 ,163 ) eine zweite Magnetspule (105 ) und eine zweite Magnetfeldführung (60 ,163 ) aufweist, die die zweite Magnetspule (105 ) an seiner Aussenseite umgibt und die Magnetfeldführung (60 ,163 ) an den Amboss (3 ) angrenzt. - Schlagwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Amboss (
3 ) in die erste Magnetspule (4 ) hineinragt und aus einem weichmagnetischen Material ist, und dadurch gekennzeichnet, dass ein Durchmesser einer Schlagfläche (19 ) des Schlagkörpers (2 ) und der Durchmesser einer Schlagfläche (17 ) des Amboss (3 ) sich um weniger als 20% unterscheiden. - Schlagwerk nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Amboss (
3 ) in die erste Magnetspule (4 ) hineinragt. - Schlagwerk nach der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Amboss (
3 ) derart in den ersten Elektromagneten (4 ;104 ,162 ) hineinragt, dass wenigstens die Hälfte des Magnetflusses des ersten Elektromagneten (4 ;104 ,162 ) durch den Amboss (3 ) fliesst. - Schlagwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsraum (
10 ) an einer dem Amboss (3 ) abgewandten Seite durch einen Anschlag (25 ) begrenzt ist, der in den zweiten Elektromagneten (5 ;105 ,163 ) hineinragt und aus einem weichmagnetischen Material gefertigt ist. - Schlagwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Elektromagnet (
4 ;104 ,162 ) eine Länge (51 ) aufweist und der Amboss (3 ) für wenigstens ein Zehntel der Länge (51 ) des ersten Elektromagnets (4 ;104 ,62 ) in den ersten Elektromagneten (4 ;104 ,62 ) oder erste Magnetspule (4 ;104 ) hineinragt. - Schlagwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste oder die zweite Magnetspule (
4 ,5 ;104 ,105 ) eine Länge (51 ,53 ) und eine Wicklungshöhe (100 ) aufweist, wobei ein Verhältnis von Länge (51 ,53 ) zu Wicklungshöhe kleiner 1,25 ist. - Schlagwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlagkörper (
2 ) an seiner Oberfläche Längsrillen (90 ) oder der Schlagkörper (2 ) durchgehende Bohrungen aufweist. - Werkzeugmaschine mit einem Schlagwerk (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13.
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