DE3119127A1 - Nockenhalterschlitten fuer strickmaschinen - Google Patents
Nockenhalterschlitten fuer strickmaschinenInfo
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Description
Nockenhalterschlitten für Strickmaschinen
Bei modernen Strickmaschinen sind die Nockenhalterschlitten mit Stricknocken ausgestattet, die zwei Arbeitsstellungen einnehmen
können, und zwar eine wirksame und eine unwirksame Arbeitsstellung. Bei gewissen bekannten Maschinen (CH-PS
539 157) ist das Programm zur Betätigung der Schlittennocken in einem ersten Speicher für die Bewegungen des Schlittens von
einem Ende des Nadelbettes zum anderen gespeichert und in einem anderen Speicher getrennt hiervon für dessen Bewegungen
in entgegengesetzter Richtung. Die gespeicherten Informationen werden von einer Ableseeinrichtung und einer mechanischen
Steuereinrichtung auf die Schlittennocken übertragen. Dabei erfolgt die mechanische üebertragung mittels verschiebbarer
Stössel am Schlitten, die von Anschlägen betätigt werden. Wenn diese Anschläge fest an den Enden der Maschine sitzen, muss
sich der Schlitten jeweils von einem Ende der Maschine zum anderen verschieben, selbst wenn nur ein Teil der Maschine für
den Strickvorgang verwendet wird. Zur Vermeidung des hierdurch auftretenden Zeitverlustes müssen daher die Anschläge entlang
des Nadelbettes versetzt werden können, was jedoch eine verhältnismässig
schwierige und umständliche mechanische Ausrüstung erfordert.
Man hat auch schon diese mechanische Steuerung durch Elektromagneten
auf dem Nockenhalterschlitten ersetzt. Dadurch müssen diese aber verhältnismässig schwer und leistungsfähig sein,
was den Schlitten selbst ziemlich schwer und seine Verschiebung schwierig macht.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles wurde auch schon eine mechanische
Hebelsteuerung und eine elektromagnetische Steuerung
"I
kombiniert (DE-AS 1 435 161). Diese Kombination gestattet die
Verwendung von haltenden Elektromagneten mit schwacher Leistung.
Zweck der Erfindung ist die Abschaffung des mechanischen Teiles der Steuerung unter Verwendung elektromagnetischer
Stelleinrichtungen, die sowohl als Speicher als auch zur Betätigung dienen. Diese elektromagnetische Einrichtung verbraucht
nämlich nur eine ganz geringe Menge an elektrischem Strom.
Hierzu ist ein Nockenhalterschlitten erfindungsgemäss gekennzeichnet
durch Merkmale, wie sie im kennzeichnenden Teil von Patentanspruch 1 aufgeführt sind.
Zweckmässige Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen
.
In jedem Fall ermöglicht diese Ausführung einen Wegfall aller Stössel und des Steuergestänges sowie der Anschläge hierfür.
Es ist damit folglich ohne weiteres möglich, den Arbeitsweg des Schlittens zu verändern und an die jeweilige Breite des
Gewebes anzupassen. Der Schlittenweg kann vielmehr durch elektronische Einrichtungen gesteuert werden, beispielsweise
durch die Abzählung der Nadeln.
Die Verwendung von entmagnetisierbaren, d.h. bistabilen, Permanentmagneten gestattet das Arbeiten mit kurzen Stromimpulsen,
die in gewisser Weise durch die bistabilen Permanentmagneten gespeichert werden.
In der beigefügten Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, wobei zeigen:
Figur 1 die schematisehe und perspektivische Darstellung
eines Nockenhalters,
Figur 2 einen Axialschnitt durch eine der Stelleinrichtungen
für die Stricknocken und
Figur 3 ein Blockschema für den Steuerkreis einer Stelleinrichtung.
Figur 1 zeigt schematisch einen Nockenhalter 1 mit seiner Bürste 2 und vier Stelleinrichtungen 3,4,5 und 6 für vier
Stricknocken, die in an sich bekannter Weise unter der Nockenhalterplatte 1 angeordnet sind. Diese Nocken sind in ihrer
unwirksamen Arbeitsstellung in diese Platte 1 eingezogen oder stehen in ihrer wirksamen Arbeitsstellung unter dieser Platte
heraus, um in an sich bekannter Weise die Nadeln über deren Nase zu betätigen. Die Steuerung der Fallnocken ist nicht
Gegenstand der Erfindung und daher nicht dargestellt. Diese ist vorzugsweise elektromechanisch, beispielsweise mittels
eines Schrittmotors.
Jede dieser Stelleinrichtungen 3 bis 6 ist so ausgebildet, wie es Figur 2 zeigt. Sie besitzt im wesentlichen einen Permanentmagneten
7 mit einem schwachen Koerzitiv-Feld, welcher rohrzylindrisch ist und in einer rohrförmigen Hülse 8 sitzt. Diese
rohrförmige Hülse 8 trägt aussen eine zylindrische Spule 9, deren Länge etwa doppelt so gross ist wie die Länge des Permanentmagneten
7. Diese Hülse 8 sitzt ihrerseits wiederum in einem Rohrstutzen 10, welcher an dem Nockenhalter 1 mittels
Klammern 11 und 12 befestigt ist. Der Permanentmagnet 7 wird axial gehalten mittels einer unmagnetischen Schraube 13 zwischen
einem Flansch 14 aus ferromagnetischem Material wie der Stutzen 10 und einer Platte 15 aus weichem Stahl.
. G-
Der Stutzen 10 sitzt auf einem Durchgang 16 durch den Nockenhalter
1. Durch diesen Durchgang 16 geht ein Stössel 17, welcher
einen Tauchanker 18 aus ferromagnetischem Metall und eine Stricknocke 19 verbindet. Um eine ganz leichte Axialverschiebung
des Stössels 17 zu ermöglichen, ist dieser in einem Axialkugellager 20 aus einer Kugelhülse gelagert.
Zwischen der Kugelhülse 20 und der Nocke 19 sitzt eine Schraubendruckfeder, welche die Nocke 19 in ihre wirksame
Arbeitsstellung drückt, wie es in der Zeichnung dargestellt ist. Diese Feder 21 besitzt eine grosse Starrheit und ist
praktisch nicht komprimiert, wenn sich die Nocke 19 in ihrer wirksamen Arbeitsstellung befindet. Die Gegenkraft dieser
Feder wächst jedoch rasch an, wenn der Anker 18 angezogen wird, und erreicht dabei etwa 1 kg.
Bei der in Figur 2 dargestellten Arbeitsstellung ist der Permanentmagnet 7 entmagnetisiert. Er kann magnetisiert werden
durch einen Stromimpuls in einer Richtung in der Spule 9. Dies bewirkt eine Verschiebung des Tauchankers 18 in Richtung des
Permanentmagneten 7 unter gleichzeitiger Kompression der Feder 21. Der Tauchanker 18 schlägt gegen die Platte 15 aus
Weicheisen an, die gleichzeitig als Stossdämpfer dient. Damit wird die Nocke 9 in die Ausnehmung 22 des Nockenhalters
eingezogen und befindet sich dann in ihrer unwirksamen Arbeitsstellung. Um die Nocke 19 wieder in ihre wirksame Arbeitsstellung
zu bringen, genügt eine Entmagnetisierung des Permanentmagneten 7 durch einen Stromimpuls in umgekehrter
Richtung in die Spule 9, wobei für einen kurzen Augenblick ein magnetisches Feld erzeugt wird, welches grosser ist als das
Koerzitiv-Feld des Permanentmagneten. Die Nocke 19 wird dann sofort durch die Entspannung der stark gespannten Feder 21 in
ihre wirksame Arbeitsstellung zurückgeführt.
• Τ-
Die aufeinanderfolgenden oder zahlreichen Entmagnetisierungsimpulse
könnten nun eine umgekehrte Magnetisierung des Permanentmagneten bewirken, was zur Folge hätte, dass die Nocke in
ihre unwirksame Arbeitsstellung gebracht wird, obgleich sie sich in ihrer wirksamen Arbeitsstellung befinden soll. Zur
Vermeidung dieser Möglichkeit enthält der schematisch in Figur 3 dargestellte Steuerkreis eine Sicherheitseinrichtung,
die im wesentlichen aus einem bistabilen Kippkreis FF besteht. Die Magnetisierungsimpulse gehen dabei an die Klemme S und die
Entmagnetisierungsimpulse an die Klemme R. Sie kommen von einem Steuerkreis C, welcher entweder von Hand oder einer
programmierten Steuerung gesteuert wird. Wenn der Permanentmagnet 7 magnetisiert ist, bewirkt ein Entmagnetisierungsimpuls
an der Klemme R das Kippen des bistabilen Kippkreises FF. Ein zweiter Entmagnetxsxerungsimpuls hat dagegen
keinerlei Wirkung, solange der bistabile Kippkreis FF nicht unter dem Einfluss eines Magnetisierungsimpulses zurückgekippt
ist. Die Zustandsänderung am Ausgang Q wird in bekannter Weise verwendet für einen Steuerimpuls an einen Leistungskreis A,
welcher einen kurzen und starken Stromimpuls in der einen oder anderen Richtung in die Spule 9 schickt. Da diese Impulse sehr
kurz sind, kann ihre Kraft erhöht sein, so dass eine sehr kurze Schaltzeit in der Grössenordnung von 7 ms für die Nocke
erhalten werden kann. Dies wiederum gestattet ein sehr rasches Arbeiten mit augenblicklichen Aenderungen des Strickvorganges.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die beschriebene Ausführungsform begrenzt, weil auch andere Ausbildungen
und Anordnungen des Permanentmagneten, der Spule und des beweglichen Ankers aus ferromagnetischem Material, welcher den
Tauchanker bildet, möglich sind. Es ist insbesondere auch möglich, einen Hebel zwischen dem Anker 18 aus ferromagnetischem
Metall und der Nocke 19 vorzusehen.
Leerseite
Claims (4)
1. Nockenhalterschlitten für Strickmaschinen mit beweglichen Nocken, die mittels einer elektromagnetischen Stelleinrichtung
in eine unwirksame Arbeitsstellung bringbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stelleinrichtung ein Permanentmagnet
(7) mit einem schwachen Koerzitiv-Feld unter dem Einfluss einer Magnetisierungs-/Entmagnetisierungsspule (9) steht
und ein beweglicher Anker (18) aus ferromagnetischem Metall
mit der Stellnocke (19) verbunden ist und dass die an einen Erreger- und Steuerkreis (Figur 3) angeschlossene Spule durch
einen Stromstoss von dort eine Magnetisierung und Entmagnetisierung
des Permanentmagneten bewirkt, der dadurch seinerseits den beweglichen Anker anzieht bzw. löst und die damit verbundene
Nocke jeweils in eine unwirksame bzw. wirksame Arbeitsstellung bringt.
2. Nockenhalterschlitten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule (9) zylindrisch ausgebildet ist und
einerseits den Permanentmagneten (7) und andererseits den grössten Teil des Ankers (18) umgibt, welcher über eine
Axialführung (17) mit der Nocke (19) verbunden ist, die bei nicht erregter Spule von einer Feder (21) in ihrer wirksamen
Arbeitsstellung gehalten wird.
3. Nockenhalterschlitten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetisierungs- und Entmagnetisierungsimpulse
für die Spule (9) über einen bistabilen Kippkreis (FF) laufen, womit ein gleichsinniger Impuls wie der vorhergehende
unwirksam gemacht wird.
4. Nockenhalterschlitten nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Nockenfeder (21) eine erhöhte Starrheit aufweist und ihre Gegenkraft bei der Verformung rasch von Null
aus anwächst.
Applications Claiming Priority (1)
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| FR (1) | FR2484478B1 (de) |
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