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DE102009009076A1 - Anlage und Verfahren zum Betreiben einer Anlage - Google Patents

Anlage und Verfahren zum Betreiben einer Anlage Download PDF

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DE102009009076A1
DE102009009076A1 DE200910009076 DE102009009076A DE102009009076A1 DE 102009009076 A1 DE102009009076 A1 DE 102009009076A1 DE 200910009076 DE200910009076 DE 200910009076 DE 102009009076 A DE102009009076 A DE 102009009076A DE 102009009076 A1 DE102009009076 A1 DE 102009009076A1
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DE
Germany
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pole structure
disc
plant according
rail
permanent magnets
Prior art date
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Pending
Application number
DE200910009076
Other languages
English (en)
Inventor
Günter Becker
Jochen Dr. Mahlein
Josef Schmidt
Björn EGGER
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SEW Eurodrive GmbH and Co KG
Original Assignee
SEW Eurodrive GmbH and Co KG
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K49/00Dynamo-electric clutches; Dynamo-electric brakes
    • H02K49/10Dynamo-electric clutches; Dynamo-electric brakes of the permanent-magnet type
    • H02K49/102Magnetic gearings, i.e. assembly of gears, linear or rotary, by which motion is magnetically transferred without physical contact
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61B13/00Other railway systems
    • B61B13/12Systems with propulsion devices between or alongside the rails, e.g. pneumatic systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Dynamo-Electric Clutches, Dynamo-Electric Brakes (AREA)

Abstract

Anlage, umfassend einen ersten und einen zum ersten relativ bewegbar angeordneten, zweiten Teil, wobei der erste Teil ein in Bewegungsrichtung sich erstreckendes, insbesondere langgestreckt ausgeführtes Schwertteil aufweist, wobei der zweite Teil zumindest eine drehbar gelagerte, antreibbare Scheibe umfasst, wobei die Drehachse senkrecht zur Bewegungsrichtung ausgerichtet ist, wobei die Scheibe an ihrem Umfang jeweils Dauermagnete aufweist, deren Magnetisierungsrichtung jeweils zum in Umfangsrichtung nächstbenachbarten Dauermagneten entgegengesetzte axiale Richtung aufweist, wobei das Schwertteil entlang der Bewegungsrichtung eine derartige Polstruktur aufweist, dass beim Vorbeidrehen der Dauermagnete an der Polstruktur die Vortriebskraft erzeugbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Anlage und ein Verfahren zum Betreiben einer Anlage.
  • Es ist bekannt, Rotoren von Synchronmotoren an ihrem Umfang mit Dauermagneten zu bestücken.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Anlage mit mindestens einem Antriebssystem weiter zu verbessern, wobei Verluste klein zu halten sind.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei der Anlage nach den in Anspruch 1 und bei dem Verfahren zum Betreiben einer Anlage nach den in Anspruch 15 angegebenen Merkmalen gelöst.
  • Wichtige Merkmale der Erfindung bei der Anlage, dass sie einen ersten und einen zum ersten relativ bewegbar angeordneten zweiten Teil umfasst, umfassend einen ersten und einen zum ersten relativ bewegbar angeordneten, zweiten Teil,
    wobei der erste Teil ein in Bewegungsrichtung sich erstreckendes, insbesondere langgestreckt ausgeführtes Schwertteil aufweist,
    wobei der zweite Teil zumindest eine drehbar gelagerte, antreibbare Scheibe umfasst,
    wobei die Drehachse senkrecht zur Bewegungsrichtung ausgerichtet ist,
    wobei die Scheibe an ihrem Umfang jeweils Dauermagnete aufweist, deren Magnetisierungsrichtung jeweils zum in Umfangsrichtung nächstbenachbarten Dauermagneten entgegengesetzte axiale Richtung aufweist,
    wobei das Schwertteil entlang der Bewegungsrichtung eine derartige Polstruktur aufweist, dass beim Vorbeidrehen der Dauermagnete an der Polstruktur die Vortriebskraft erzeugbar ist.
  • Von Vorteil ist dabei, dass die Vortriebskraft nach dem Reluktanzprinzip erzeugt wird, wobei Pole der Polstruktur von dem jeweils nächstbenachbarten Dauermagneten angezogen werden beim Vorbeidrehen der Dauermagnete an der Polstruktur des Schwertteils. Somit ist die Scheibe in einfacher Weise mit einem Elektromotor antreibbar und das Antriebssystem weist eine Schlupffreie Betriebsweise auf. Dabei ist im Gegensatz zum Abrollen eines Antriebsrades ein berührungsloses Antreiben ausführbar. Somit ist ein weicherer Antrieb realisierbar im Vergleich zu einem abrollenden Gummirad oder dergleichen. Ein Vereisen der Schiene oder anderweitige Ändern der Reibwerte der Oberfläche des Schienenteils führt nicht zu einer veränderten Bewegung, da die Antriebskraft erzeugt wird mittels Magnetfeldern. Solange keine Überlastung des Antriebssystems auftritt ist das Auftreten von wesentlichem Schlupf verhindert, wobei wesentlicher Schlupf dann vorhanden ist, wenn der Schlupfwert der Scheibe größer als der halbe Winkelabstand zwischen nächstbenachbarten Dauermagneten der Scheiben ist.
  • Selbst wenn ein Fall von Überlastung kurzfristig aufgetreten ist, würde die Scheibe zwar einen Winkelversatz bekommen, aber nur um einen oder mehrere Abstände zwischen den Dauermagneten, so dass nach Beendigung der Überlastung wiederum jeder Dauermagnet jeweiligen Polen der Polstruktur eineindeutig zugeordnet ist bei der Bewegung entlang der Polstruktur.
  • Weiter ist ein wichtiger Vorteil der Erfindung, dass mittels des Antriebssystems eine hohe Vortriebskraft erzeugbar ist, indem die Drehzahl der Scheibe sehr hoch gewählt wird. Dies ist beispielsweise zum Überwinden des Anfahrmoments sinnvoll einsetzbar. Für den Dauerbetrieb, also das bloße Weiterbewegen des Fahrzeuges und im Wesentlichen Überwinden der Gleitreibung, ist der synchrone Betrieb sinnvoll, also die viel geringere und somit energiesparendere Drehzahl für die Scheibe. Außerdem ist bei der synchronen Betriebsweise eine sehr genaue Winkelsteuerung ermöglicht.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird die Vortriebskraft bis zu einer ersten Drehzahl der Scheibe im Wesentlichen erzeugt nach dem Reluktanzmotorprinzip und bei einer Drehzahl, die die erste Drehzahl übersteigt, ist die Vortriebskraft im Wesentlichen nach dem Wirbelstromprinzip erzeugt. Von Vorteil ist dabei, dass zum Anfahren und somit Überwinden der Haftreibung eine hohe Drehzahl und somit ein hohes nach dem Wirbelstromprinzip erzeugtes Anfahrmoment erzeugbar ist und zum Überwinden der Gleitreibung, also dem bloßen Bewegen des Fahrzeugs, eine energiesparende kleine Drehzahl anwendbar ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Schwertteil zwischen den Scheiben angeordnet. Von Vorteil ist dabei, dass zwei Scheiben verwendbar sind uns somit eine größere Vortriebskraft erzeugbar ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die ferromagnetischen Bereiche zur Drehachse der Scheibe hin verbreitert ausgeführt. Von Vorteil ist dabei, dass eine verbesserte also stärkere Reluktanzkraft erzeugbar ist. Außerdem ist ein weniger variierender Kraftverlauf beim Bewegen erzielbar und die Feldführung ist verbesserbar.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Polstruktur in Bewegungsrichtung gleichmäßig voneinander beabstandete ferromagnetische Bereiche auf, insbesondere Stahlbereiche oder Bereiche aus Ferrit-haltigem Material. Von Vorteil ist dabei, dass die Herstellung sehr einfach und kostengünstig ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen die Dauermagnete in Umfangsrichtung einen Abstand zu ihrem nächstbenachbarten Dauermagnet auf, der dem Abstand von Polen der Polstruktur im Wesentlichen gleicht, insbesondere genau gleicht. Von Vorteil ist dabei, dass ein Antreiben ohne Schlupf ermöglicht ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst das Schwertteil elektrisch leitfähiges Material, insbesondere nicht-magnetisches, nicht ferrimagnetisches, nicht-antiferromagnetisches, nicht-antiferrimagnetisches und/oder nicht-ferromagnetisches Material, insbesondere Kupfer, Edelmetall oder Aluminium, und die ferromagnetischen Bereiche sind in Vertiefungen, Aussparungen oder Ausnehmungen des Schwertteils angeordnet. Von Vorteil ist dabei, dass in den elektrisch leitfähigen Bereichen Wirbelströme erzeugbar sind und somit ein Antreiben nach dem Wirbelstromprinzip ermöglicht ist und dass andererseits die eingelassenen ferromagnetischen Bereiche ein Antreiben nach dem Reluktanzprinzip ermöglichen, wobei entlang der Bewegungsrichtung zwischen den ferromagnetischen Bereichen die leitfähigen nicht magnetischen Bereiche angeordnet sind.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Schwertteil Teilbereich eines Schienensystems oder einer Schiene, wobei das Schienensystem oder die Schiene auch Führungsbereiche für Rollen des als Fahrzeug ausgebildeten zweiten Teils aufweist, insbesondere wobei das Schienensystem oder die Schiene einstückig ausgebildet ist. Von Vorteil ist dabei, dass am Schienensystem einerseits das Stützen und Führen des Fahrzeuges ausführbar ist und andererseits auch das Antreiben, indem das Schwertteil als Reaktivteil am Schienensystem vorgesehen ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist jeder Dauermagnet aus zwei oder mehr einzelnen Dauermagneten ausgeführt, die senkrecht zur Oberfläche des jeweiligen Abschnittes übereinander angeordnet sind. Von Vorteil ist dabei, dass eine kostengünstige und wenig aufwendige Verstärkung des Magnetfeldes erreichbar ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist jeder Dauermagnet aus zwei oder mehr einzelnen Dauermagneten ausgeführt, die in Umfangsrichtung nebeneinander angeordnet sind. Von Vorteil ist dabei, dass ebenfalls eine kostengünstige und wenig aufwendige Verstärkung des Magnetfeldes erreichbar ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Schwertteil als gestanztes Stahlblech gefertigt. Von Vorteil ist dabei, dass eine kostengünstige Herstellung ausführbar ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Scheibe von einem Elektromotor, insbesondere Synchronmotor, angetrieben. Von Vorteil ist dabei, dass ein einfach zu regelnder Antrieb einsetzbar ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Antriebskraft mittels Reluktanzkraft erzeugbar, insbesondere bei Vorbeidrehen der Scheiben am Schwertteil entlang, insbesondere der Scheiben mit ihren Dauermagneten, wobei ein jeweiliger Dauermagnet den jeweils nächstbenachbarten Pol der Polstruktur am meisten anzieht. Von Vorteil ist dabei, dass die Vortriebskraft in sehr kostengünstiger Weise erzeugbar ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist jeweils auf einem mit der jeweiligen Scheibe drehfest verbundenen Teil eine Stützrolle gelagert vorgesehen, insbesondere mittels Kugellager gelagert, wobei die Stützrolle am Schienensystem oder an der Schiene abrollbar und/oder führbar ist. Von Vorteil ist dabei, dass ein Abstützen am Schienensystem ausführbar ist und die Stützrolle an der Drehachse der Scheibe lagerbar ist, wobei somit das Lager einer geringeren Differenz der Drehzahlen am Innenring und Außenring des Lagers ausgesetzt ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist am Schienensystem oder an der Schiene der Abrollbereich oder Führungsbereich für die Stützrolle und/oder an der Stützrolle die Außenfläche derart konkav, insbesondere auf beiden zu den jeweiligen Scheiben zugewandten Seiten des Schienensystems, dass bei Auslenkung des Fahrzeuges von seiner Soll-Orientierung Rückstellkräfte zur Stabilisierung der Soll-Orientierung wirksam sind. Von Vorteil ist dabei, dass eine Selbstzentrierung in einfacher Weise ermöglicht ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind Mittel zur Erfassung des Motorstroms des Elektromotors mit einer derartigen Steuerelektronik verbunden, dass ein Wert für Vortriebskraft aus den erfassten Stromwerten bestimmbar ist. Von Vorteil ist dabei, dass die Vortriebskraft ähnlich zum Drehmoment des Motors erfassbar ist, also mit einer einfach ausgeführten Struktur in einfacher Weise.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wirken Mittel zur Erfassung der Position in Bewegungsrichtung zusammen mit der Polstruktur, insbesondere wobei eine mit der Polstruktur zusammenwirkende Lichtschranke vorgesehen ist zur Erfassung der Position. Von Vorteil ist dabei, dass die Polstruktur nicht nur für das Erzeugen von Vortriebskraft sondern auch zur Positionsbestimmung verwendbar ist.
  • Wichtige Merkmale bei dem Verfahren zum Betreiben einer Anlage sind, dass
    • – in einem zweiten Verfahrensschritt auf eine erste Drehzahl hin geregelt wird, bei der die Scheibe synchron zur Polstruktur bewegt wird, insbesondere also ein schlupffreies Bewegen der Scheibe ausführbar ist, insbesondere im Wesentlichen einer Abrollbewegung einer gleich großen Scheibe am Schienensystem entlang entsprechend, und
    • – in einem ersten Verfahrensschritt auf eine höhere Drehzahl hin geregelt wird als die erste Drehzahl, insbesondere beim Anfahren,
  • insbesondere so dass die Vortriebskraft bis zur ersten Drehzahl der Scheibe im Wesentlichen erzeugt wird nach dem Reluktanzmotorprinzip und bei einer Drehzahl, die die erste Drehzahl übersteigt, die Vortriebskraft im Wesentlichen nach dem Wirbelstromprinzip erzeugt wird.
  • Von Vorteil ist dabei, dass beim Anfahren eine hohe Vortriebskraft erzeugbar ist und bei bloßem Überwinden der Gleitreibung eine energiesparende Betriebsweise nach einem völlig anderen zugrunde liegenden motorischen Prinzip ermöglicht ist, nämlich dem Reluktanzmotorprinzip.
  • Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • 1
    ferromagnetische Trägerscheibe
    2
    Schwertteil, insbesondere Schienenteil, mit Zähnen
    20
    Dauermagnete, nach außen gerichtete Nordpole
    21
    Dauermagnete, nach außen gerichtete Südpole
    40
    ferromagnetische Bereiche
    41
    elektrisch gut leitfähige Bereiche
  • Die Erfindung wird nun anhand von Abbildungen näher erläutert:
    In der 1 ist ein Antriebssystem einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in Seitenansicht schematisch skizziert, wobei ein Fahrzeug eine drehbar gelagerte Scheibe 1 umfasst und entlang eines Schwertteils 2 einer Schiene bewegbar ist, die auch nicht gezeigte Schienenteile zur Führung von Stützrollen aufweist, mit denen das Fahrzeug an der Schiene entlang bewegbar ist.
  • In 2 ist eine zugehörige Schrägansicht gezeigt.
  • In 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, das eine weitere Scheibe umfasst, die der ersten Scheibe parallel gegenüber angeordnet ist, wobei das Schwerteil 2 zwischen den Scheiben vorgesehen ist.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel nach 1 und 2 ist die Scheibe 1 von einem nicht gezeigten Elektromotor in Drehbewegung versetzbar. Die Scheibe besteht aus ferromagnetischem Trägermaterial, an das Dauermagnete verbunden sind. Die Drehachse ist senkrecht zur Bewegungsrichtung des Fahrzeuges orientiert, so dass entlang des Umfangs der Scheibe angeordnete Dauermagnete am Schwertteil vorbeidrehbar sind.
  • Am Außenumfang der Scheiben sind Dauermagnete 20 mit nach außen gerichtetem Nordpol oder Dauermagnete 21 mit nach außen gerichtetem Südpol vorgesehen.
  • Die Magnetisierungsrichtung in Umfangsrichtung direkt benachbarter Dauermagnete ist entgegengesetzt orientiert. Auf einen nach außen gerichtete Südpol folgt in Umfangsrichtung also ein nach außen gerichteter Nordpol.
  • Das Schwertteil 2 weist eine kammartige Struktur auf, die aus einzelnen Zähnen zusammengesetzt ist. Jeder Zahn weist an seinem zum Fahrzeug hin gerichteten Endbereich einen verbreiterten Zahnkopf auf.
  • Der Abstand zwischen den einzelnen Zähnen der kammartigen Struktur des Schwertteils 2 in Bewegungsrichtung entspricht im Wesentlichen dem Abstand zwischen den Dauermagneten in Umfangsrichtung.
  • Wenn die Drehzahl der Scheibe im Wesentlichen der Drehzahl eines gedachten, gleich großen, am Schwertteil ohne Schlupf abrollenden Rades gleicht, ist eine Erzeugung von Vortriebskraft in Bewegungsrichtung aufgrund des Reluktanzprinzips ermöglicht, da zwischen Zahnkopf und Dauermagnet eine anziehende Wirkung verursacht wird. Auf diese Weise synchronisiert sich das Fahrzeug auf die Abfolge der entlang der Bewegungsrichtung vorgesehenen Zähne. Es ist also ein im Wesentliches schlupffreies Bewegen der Scheibe ermöglicht ohne berührendes Abrollen an der Schiene.
  • Das Antriebssystem ist für ein Schienenfahrzeug geeignet, das ein Fahrzeuggestänge aufweist, das mittels Rollen, insbesondere Stützrollen, an der Schiene, umfassend Schwertteil und weitere nicht gezeigte Schienenteile, positionierbar und entlang dieser Schiene verfahrbar angeordnet ist. An dem Schienenfahrzeug sind sogar zwei Antriebssysteme, nämlich ein vorderes und ein hinteres, anbringbar.
  • Die Lagerung der Scheibe, insbesondere als Kugellager, ist an dem ebenfalls in der Figur nicht gezeigten Fahrzeuggestänge vorgesehen.
  • Mittels der weiteren am Fahrzeuggestänge gelagerten Rollen, wie Stützrollen und/oder Führungsräder, ist dann das Fahrzeug auf den weiteren Schienenteilen relativ bewegbar in Bewegungsrichtung, also entlang dem Schwertteil 2.
  • Die Drehachse der Scheibe 2 ist senkrecht zur Bewegungsrichtung orientiert. Das Schwertteil ist entlang der Bewegungsrichtung langgestreckt ausgeführt und ist vorzugsweise als Stranggussteil fertigbar. Am Schwertteil 2 sind auch die weiteren Schienenteile einstückig oder mehrstückig ausgeführt vorgesehen, die zur Führung der Rollen dienen und zusammen mit dem Schwertteil die Schiene beziehungsweise das Schienensystem bilden. Vorzugsweise ist das Schwertteil 2 aus ferromagnetischem Material, wie Stahl oder Stahlblech gefertigt.
  • Die Schiene umfasst also auch Führungsbereiche für Rollen und die Schienenteile zur Führung der Stützrollen. Dabei ist jede Stützrolle auf der die Scheibe antreibenden Rotorwelle gelagert vorgesehen.
  • In den Figuren sind die Dauermagnete 20 mit zum Schwerteil hin ausgerichteten Nordpolen und die Dauermagnete 21 mit zum Schwerteil hin ausgerichtete Südpolen gezeigt.
  • Vorzugsweise weist das Fahrzeug eine Steuereinheit auf, die den Motor eines vorderen und eines analog ausgebildeten hinteren Antriebssystems ansteuert, wobei das Antriebssystem jeweils dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht.
  • Das Schwertteil ist bei einem weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel als Stahlblechpaket ausgeführt, wobei die Zähne jeweils ausgestanzt sind. Die Zähne sind also in einer Ebene angeordnet, deren Normalenrichtung parallel zur Drehachse angeordnet ist.
  • Beim Ausführungsbeispiel nach 3 sind zwei Scheiben 1 auf der Drehachse vorgesehen und werden vom Motor angetrieben. Auf beiden Scheiben sind wiederum Dauermagnete 20 und 21 vorgesehen, die voneinander beabstandet sind mittels der kammförmigen Struktur des Schwertteils, also mittels Zähnen. Dabei steht jedem Dauermagnet 20 der ersten Scheibe 1 ein Dauermagnet 21 der zweiten Scheibe 1 direkt gegenüber und jedem Dauermagnet 21 der ersten Scheibe 1 ein Dauermagnet 20 der zweiten Scheibe 1.
  • Bei einem erfindungsgemäßen alternativen Ausführungsbeispiel sind der Motor und die Scheibe 1 stationär angeordnet und der verfahrbare Anlagenteil umfasst dann das Schwertteil 2 samt Schienenteilen.
  • In 4 ist das Schwertteil 2 für ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel gezeigt. Hierbei besteht das Schwertteil aus einem elektrisch gut leitfähigen Material, wie beispielsweise Kupfer, Edelmetall oder Aluminium. Es ist aber auch das schon erwähnte Stahlblech, ein Stahlblechpaket oder ein einstückig ausgeführter Stahlkörper verwendbar. Am Schwertteil sind entlang der Bewegungsrichtung als Polstruktur ferromagnetische Bereiche 40 vorgesehen, die voneinander beabstandet sind und sich somit mit elektrisch gut leitfähigen Bereichen 41 abwechseln. Somit ist es nicht notwendig Zähne an dem Schwertteil 2 auszubilden sondern die Polstruktur wird mittels Unterschieden in Materialeigenschaften erzeugt.
  • Die ferromagnetischen Bereiche 40 sind entweder aufgeklebt auf das Schwertteil 2 oder eingelassen in eine jeweilige Vertiefung des Schwertteils 2.
  • Der Abstand zwischen den jeweils nächstbenachbarten Bereichen 41 entspricht wiederum dem Abstand der Dauermagnete in Umfangsrichtung an der Scheibe 1.
  • In 4 sind die ferromagnetischen Bereiche 40 quaderförmig dargestellt.
  • In weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen wird statt der quaderförmigen Ausführung eine andere Form gewählt. Vorzugsweise werden die ferromagnetischen Bereiche zur Drehachse der Scheibe hin verbreitert ausgeführt.
  • Auf diese Weise ist einerseits eine synchrone Betriebsweise ermöglicht, bei der die Drehzahl der Scheibe im Wesentlichen der Drehzahl einer entsprechend gleichgroßen Scheibe entspricht, die eine schlupffreie Abrollbewegung an der Schiene oder am Schwertteil ausführt.
  • Andererseits ist auch eine asynchrone Betriebsweise ermöglicht, bei der eine sehr viel höhere Drehzahl vorsehbar ist. Dabei werden dann derart starke Wirbelströme im Schwertteil erzeugt, dass eine daraus resultierende Vortriebskraft, die also nach dem Wirbelstromprinzip erzeugt ist, erzeugt wird, die abhängig von der Drehzahl größer ist als die in der synchronen Betriebsweise nach dem Reluktanzprinzip erzeugbare Vortriebskraft.
  • Vorzugsweise wird also das Schwertteil aus Aluminium oder einer Aluminium-Legierung als Strangguss hergestellt und es werden ferromagnetische Stahlteile oder Ferrit-haltiges Material als Polstruktur in Vertiefungen oder Ausnehmungen eingelassen oder eingeklebt.
  • Eine verschlechterte, aber dennoch erfindungsgemäß funktionstüchtige Ausführung ist herstellbar, indem man als Schwertteil ein Stahlteil, insbesondere ein gestanztes Stahlblechteil verwendet, welches in den Aussparungen oder Ausnehmungen die ferromagnetischen Bereiche oder das Ferrithaltige Material aufnimmt.
  • Anstatt des Stahlblechteils ist stets auch ein Stahlblechpaket, insbesondere ein stanzpaketiertes, verwendbar, dessen Stapelrichtung senkrecht zur Bewegungsrichtung und parallel oder senkrecht zur Drehachsenrichtung ausgerichtet ist.

Claims (15)

  1. Anlage, umfassend einen ersten und einen zum ersten relativ bewegbar angeordneten, zweiten Teil, wobei der erste Teil ein in Bewegungsrichtung sich erstreckendes, insbesondere langgestreckt ausgeführtes Schwertteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Teil zumindest eine drehbar gelagerte, antreibbare Scheibe umfasst, wobei die Drehachse senkrecht zur Bewegungsrichtung ausgerichtet ist, wobei die Scheibe an ihrem Umfang jeweils Dauermagnete aufweist, deren Magnetisierungsrichtung jeweils zum in Umfangsrichtung nächstbenachbarten Dauermagneten entgegengesetzte axiale Richtung aufweist, wobei das Schwertteil entlang der Bewegungsrichtung eine derartige Polstruktur aufweist, dass beim Vorbeidrehen der Dauermagnete an der Polstruktur die Vortriebskraft erzeugbar ist.
  2. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vortriebskraft bis zu einer ersten Drehzahl der Scheibe im Wesentlichen erzeugt wird nach dem Reluktanzmotorprinzip und bei einer Drehzahl, die die erste Drehzahl übersteigt, die Vortriebskraft im Wesentlichen nach dem Wirbelstromprinzip erzeugt ist.
  3. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwertteil zwischen den Scheiben angeordnet ist.
  4. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polstruktur in Bewegungsrichtung gleichmäßig voneinander beabstandete ferromagnetische Bereiche aufweist, insbesondere Stahlbereiche oder Bereiche aus Ferrit-haltigem Material.
  5. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ferromagnetischen Bereiche zur Drehachse der Scheibe hin verbreitert ausgeführt sind.
  6. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwertteil elektrisch leitfähiges Material umfasst, insbesondere nicht-magnetisches, nicht ferrimagnetisches, nicht-antiferromagnetisches, nicht-antiferrimagnetisches und/oder nicht-ferromagnetisches Material, insbesondere Kupfer, Edelmetall oder Aluminium, und/oder dass ferromagnetische Bereiche in Vertiefungen, Aussparungen oder Ausnehmungen des Schwertteils angeordnet sind.
  7. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauermagnete in Umfangsrichtung einen Abstand zu ihrem nächstbenachbarten Dauermagnet aufweisen, der dem Abstand von Polen der Polstruktur im Wesentlichen gleicht, insbesondere genau gleicht.
  8. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwertteil Teilbereich eines Schienensystems oder einer Schiene ist, wobei das Schienensystem oder die Schiene auch Führungsbereiche für Rollen des als Fahrzeug ausgebildeten zweiten Teils aufweist, insbesondere wobei das Schienensystem oder die Schiene einstückig ausgebildet ist.
  9. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Dauermagnet aus zwei oder mehr einzelnen Dauermagneten ausgeführt ist, die senkrecht zur Oberfläche des jeweiligen Abschnittes übereinander angeordnet sind und/oder dass jeder Dauermagnet aus zwei oder mehr einzelnen Dauermagneten ausgeführt ist, die im Abschnitt in Umfangsrichtung nebeneinander angeordnet sind.
  10. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwertteil als gestanztes Stahlblech gefertigt ist und/oder dass die Scheibe von einem Elektromotor, insbesondere Synchronmotor angetrieben ist.
  11. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebskraft mittels Reluktanzkraft und/oder mittels Wirbelströmen erzeugbar ist, insbesondere bei Vorbeidrehen der Scheiben am Schwertteil entlang, insbesondere der Scheiben mit ihren Dauermagneten, wobei ein jeweiliger Dauermagnet den jeweils nächstbenachbarten Pol oder Zahn der Polstruktur am meisten anzieht.
  12. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils auf einem mit der jeweiligen Scheibe drehfest verbundenen Teil eine Stützrolle gelagert vorgesehen ist, insbesondere mittels Kugellager gelagert, wobei die Stützrolle am Schienensystem oder an der Schiene abrollbar und/oder führbar ist.
  13. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Schienensystem oder an der Schiene der Abrollbereich oder Führungsbereich für die Stützrolle und/oder an der Stützrolle die Außenfläche derart konkav ist, insbesondere auf beiden zu den jeweiligen Scheiben zugewandten Seiten des Schienensystems, dass bei Auslenkung des Fahrzeuges von seiner Soll-Orientierung Rückstellkräfte zur Stabilisierung der Soll-Orientierung wirksam sind.
  14. Anlage nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Erfassung des Motorstroms des Elektromotors mit einer derartigen Steuerelektronik verbunden sind, dass ein Wert für Vortriebskraft aus den erfassten Stromwerten, insbesondere aus dem daraus bestimmten Wirkstrom, bestimmbar ist, und/oder dass Mittel zur Erfassung der Position in Bewegungsrichtung zusammenwirken mit der Polstruktur, insbesondere wobei eine mit der Polstruktur zusammenwirkende Lichtschranke vorgesehen ist zur Erfassung der Position.
  15. Verfahren zum Betreiben einer Anlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – in einem zweiten Verfahrensschritt auf eine erste Drehzahl hin geregelt wird, bei der die Scheibe synchron zur Polstruktur bewegt wird, insbesondere also ein schlupffreies Bewegen der Scheibe ausführbar ist, insbesondere im Wesentlichen einer Abrollbewegung einer gleich großen Scheibe am Schienensystem entlang entsprechend, – in einem ersten Verfahrensschritt auf eine höhere Drehzahl hin geregelt wird als die erste Drehzahl, insbesondere beim Anfahren, insbesondere so dass die Vortriebskraft bis zur ersten Drehzahl der Scheibe im Wesentlichen erzeugt wird nach dem Reluktanzmotorprinzip und bei einer Drehzahl, die die erste Drehzahl übersteigt, die Vortriebskraft im Wesentlichen nach dem Wirbelstromprinzip erzeugt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102012207007A1 (de) 2012-04-27 2013-10-31 Siemens Aktiengesellschaft Transport-Vorrichtung und Transport-Verfahren zum berührungslosen Transportieren einer Aufnahme-Einrichtung

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