DE102009007429A1 - Schienenfahrzeug mit Fahrzeugtürdichtung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug mit wenigstens einer Fahrzeugtür (7), welche über eine zu schmierende Dichtung (8) einem zugehörigen Türrahmen (1) anschließbar ist und ebenfalls zu schmierende mechanische Komponenten aufweist, wobei der Türbereich mit wenigstens einer Einrichtung zum automatischen Abgeben von Schmiermitteln zum Schmieren der Dichtung (8) bzw. der mechanischen Komponenten ausgestattet ist.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Schienenfahrzeug mit wenigstens einer Fahrzeugtüranordnung, welche über eine zu schmierende Dichtung an einen zugehörigen Türrahmen anschließbar ist und ebenfalls zu schmierende mechanische Komponenten aufweist.
- Hinsichtlich der Schmierung von Türsystemen, wobei in diesem Sinne sowohl mechanische Komponenten als auch die Dichtungen gemeint sind, wird versucht, den Umfang der Schmiervorgänge immer weiter zu reduzieren, um die Wartungskosten zu senken.
- Bekanntlich hat mangelnde Schmierung einen negativen Einfluss auf eine Lebensdauer, eine Verfügbarkeit und eine Zuverlässigkeit der Türsysteme. Eine unzureichende Schmierung führt zur Erhöhung der Reparaturkosten für die Türsysteme.
- Die Schmierung von Türsystemen, vollständig oder teilweise, wird heute als rein handwerkliche Tätigkeit verstanden. Gemäß typischen Wartungshandbüchern werden in vorgegebenen Zyklen manuell Schmierarbeiten an den betroffenen Komponenten ausgeführt. Dies ist ein sehr aufwendiges Verfahren und wird deshalb als nachteilig angesehen.
- Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Schienenfahrzeug derart weiterzuentwickeln, dass eine Schmierung der betroffenen Komponenten von Türsystemen weniger aufwändig wird.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass ein Türbereich mit wenigstens einer Einrichtung zum automatischen Abgeben von Schmiermitteln zum Schmieren der Dichtung bzw. der mechanischen Komponenten ausgestattet ist.
- Mit Hilfe der vorgesehenen Einrichtung zum automatischen Abgeben von Schmiermitteln im Türbereich ist es möglich, das Schmieren der mechanischen Komponenten und/oder Dichtungen der Fahrzeugtüranordnung mit geringem Aufwand durchzuführen. Ein manuelles Schmieren dieser Komponenten ist allenfalls noch eingeschränkt erforderlich.
- Es ist darauf hinzuweisen, dass auch eine Verfügbarkeit sogenannter „wartungsfreier” Dichtungen und mechanischer Komponenten durch Schmierung erhöht werden kann. Solche Dichtungen und Komponenten sind ausdrücklich in die Erfindung einbezogen.
- Bevorzugt kann die Einrichtung zur automatischen Abgabe von Schmiermitteln von einer Düse gebildet sein, welche über eine Zuleitung mit einem Schmiermittel-Vorratsbehälter verbunden ist. Grundsätzlich kann eine Mehrzahl von Düsen im Türbereich angeordnet sein, wobei deren jeweilige Lage durch die Lage einer jeweils zu schmierenden Komponente bzw. Dichtung mitbestimmt ist. Es kann ein gemeinsamer Schmiermittel-Vorratsbehälter benutzt werden. Alternativ ist es auch möglich, dass jede einzelne Düse mit einem eigenen Schmiermittel-Vorratsbehälter in Verbindung steht.
- An einer Ausgangsseite des Schmiermittel-Vorratsbehälters kann bevorzugt ein Ventil vorgesehen sein, dessen Betätigung über eine Steuerung gesteuert ist. Die Steuerung bestimmt beispielsweise die Menge auszugebenden Schmiermittels, wobei zusätzlich auch bestimmt wird, zu welchen Zeitpunkten eine erneute Schmierung vorzunehmen ist. Dabei kann die Steuerung bevorzugt zum Betätigen des Ventils abhängig von einer gemessenen oder abgeschätzten Anzahl von Türöffnungszyklen arbeiten.
- Es ist besonders günstig, wenn die Einrichtung zur automatischen Abgabe von Schmiermitteln in einen Türrahmen eingebaut ist. Dies bedeutet bei der Ausführungsform dieser Einrichtung als Düse, dass diese im Wesentlichen im Türrahmen untergebracht ist und Schmiermittel in Richtung auf die Schnittstelle zwischen Fahrzeugtür und Türrahmen abgibt. Auf diese Weise ist es möglich, die vorgesehene Dichtung zwischen Türrahmen und Fahrzeugtür zuverlässig zu schmieren. Insbesondere bei mechanischen Komponenten der Fahrzeugtüranordnung kann eine andere Lage der zugehörigen Düse sinnvoll sein.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine schematische Seitenansicht eines Fahrzeugtürrahmens in Kombination mit Komponenten zur Schmiermittelversorgung und -
2 eine Querschnittsansicht eines Übergangsbereichs zwischen einer Fahrzeugtür und einem Türrahmen. - In
1 ist ein Türrahmen1 schematisch dargestellt, der mit einer (in1 nicht dargestellten) Fahrzeugtür7 zusammenwirkt. Beispielhaft ist in den Türrahmen1 eine Düse2 eingebaut, welche über eine Zuleitung3 und ein Ventil4 mit einem Vorratsbehälter5 für Schmiermittel in Verbindung steht. Das Ventil4 wird über eine Steuerung6 gesteuert. Alternativ ist es auch möglich, dass Ventil und Steuerung direkt an der Düse2 positioniert sind. - In
1 auf der linken Seite des Türrahmens1 befindet sich die Außenseite und damit eine Dichtfläche für eine Dichtung der Fahrzeugtür7 , während auf der rechten Seite des Türrahmens1 der Innenbereich ist. Die vorgesehene Düse2 ist zur Abgabe von Schmiermittel aus dem Vorratsbehälter5 vorgesehen, das, wie in1 angedeutet ist, von der Düse2 aus nach unten fließt. Damit ist eine Dichtfläche für die Türdichtung mit Schmiermittel belegbar. -
2 zeigt in einer Schnittdarstellung den Übergangsbereich zwischen dem Türrahmen1 und der Fahrzeugtür7 , welche eine Dichtung8 trägt. Die Dichtung8 liegt an zwei in einem Abstand zueinander liegenden Kontaktlinien9 ,10 (alternativ kann auch nur eine Kontaktlinie vorliegen) an einem zugeordneten Bereich11 des Türrahmens1 an. Es ist erkennbar, dass im Bereich der Kontaktlinien9 ,10 Schmiermittel vorhanden sind. - Die Steuerung
6 berücksichtigt, in wieweit aufgrund eines Betriebs der Fahrzeugtür7 eine erneute Schmierung erforderlich ist. Dazu kann beispielsweise auf gemessene Werte, wie eine Anzahl von Türöffnungszyklen, oder aber auf eine abgeschätzte Anzahl zurückgegriffen werden. Eine solche Abschätzung kann beispielsweise auf einer Betriebsstundenanzahl des Schienenfahrzeugs basieren. - Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Schmierung im Bereich der Dichtung
8 beschrieben. Eine entsprechende Schmierung ist auch bei mechanischen Komponenten der Türanordnung, die aus dem Türrahmen1 und der Fahrzeugtür7 besteht, möglich. Dazu wäre eine mit der Düse2 im Wesentlichen gleichwirkende weitere Düse an entsprechendem Ort im Türbereich anzuordnen. Ein Beispiel für zu schmierende mechanische Komponenten sind Führungsschienen eines Türantriebs. - Die weitere Düse kann beispielsweise über eine weitere Zuleitung, ein weiteres Ventil mit einem weiteren Vorratsbehälter in Verbindung stehen, wobei auch eine zusätzliche Steuerung benutzt werden kann. Dabei ist zu berücksichtigen, dass unterschiedliche Komponenten der Türanordnung auch unterschiedlich häufige Schmierung benötigen können.
Claims (5)
- Schienenfahrzeug mit wenigstens einer Fahrzeugtür (
7 ), welche über eine zu schmierende Dichtung (8 ) einem zugehörigen Türrahmen (1 ) anschließbar ist und ebenfalls zu schmierende mechanische Komponenten aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Türbereich mit wenigsten einer Einrichtung zum automatischen Abgeben von Schmiermitteln zum Schmieren der Dichtung (8 ) bzw. der mechanischen Komponenten ausgestattet ist. - Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur automatischen Abgabe von Schmiermitteln von einer Düse (
2 ) gebildet ist, welche über eine Zuleitung mit einem Schmiermittel-Vorratsbehälter (5 ) verbunden ist. - Schienenfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Ausgangsseite des Schmiermittel-Vorratsbehälters (
5 ) ein Ventil (4 ) vorgesehen ist, dessen Betätigung über eine Steuerung (6 ) gesteuert ist. - Schienenfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung zum Betätigen des Ventils (
4 ) abhängig von einer gemessenen oder abgeschätzten Anzahl von Türöffnungszyklen arbeitet. - Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur automatischen Abgabe von Schmiermitteln in einen Türrahmen (
1 ) eingebaut ist.
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