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DE20106483U1 - Schienenschmieranlage für gleisgebundene Fahrzeuge - Google Patents

Schienenschmieranlage für gleisgebundene Fahrzeuge

Info

Publication number
DE20106483U1
DE20106483U1 DE20106483U DE20106483U DE20106483U1 DE 20106483 U1 DE20106483 U1 DE 20106483U1 DE 20106483 U DE20106483 U DE 20106483U DE 20106483 U DE20106483 U DE 20106483U DE 20106483 U1 DE20106483 U1 DE 20106483U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lubricant
valve
container
lubricant container
shut
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE20106483U
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English (en)
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MOKLANSA GmbH
Original Assignee
MOKLANSA GmbH
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Publication date
Application filed by MOKLANSA GmbH filed Critical MOKLANSA GmbH
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Publication of DE20106483U1 publication Critical patent/DE20106483U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K3/00Wetting or lubricating rails or wheel flanges

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rolling Contact Bearings (AREA)

Description

Schienenschmieranlage für gleisgebundene Fahrzeuge
Beschreibung Gattung
Die Neuerung betrifft eine Schienenschmieranlage für gleisgebundene Fahrzeuge.
Stand der Technik
Schienenschmieranlagen werden eingesetzt, um bei der Fahrt durch Weichen und Kurven den Verschleiß an Spurkränzen und Schienen zu mindern und auch um lästige Reibschwingungen und damit die Lärmbelästigung der Umgebung wesentlich abzumildern. Deshalb wird mittels derartigen Schienenschmieranlagen an Fahrkanten, Leitkanten und gegebenenfalls auch am Schienenschmierkopf geschmiert. Vorbekannt sind sogenannte elektronische Schienenschmieranlagen, die eine wirtschaftliche und effektive und sowie umweltfreundliche Schmierung ermöglichen. Derartige Anlagen weisen im wesentlichen drei Komponenten auf, nämlich einen Anlagekern mit zentraler Prozeßsteuerung, zum Beispiel speicher-
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programmgesteuerter Steuereinheit, Schmierleisten bzw. Schmierkanälen und eine Sensorstation. Letztere registriert das sich nähernde Schienenfahrzeug und meldet es an die zentrale Prozeßsteuerung im Anlagenkern, die den Schmiervorgang auslöst. Das Schmiermittel wird dabei durch Hochdruckschläuche zu den Schmierleisten bzw. Schmierkanälen (bei Rillenschienen) transportiert. Dabei wird das austretende Schmiermittel, das in der Regel eine hohe Konsistenz aufweist, zwischen Spurkranz und Fahrkante gebracht. Der vorbeilaufende Spurkranz nimmt das Schmiermittel auf, wälzt es an der Fahrkante ab, und sorgt so für die Verteilung in den Verschleißzonen. Die Sensorstation erkennt das Fahrzeug und ermöglicht die individuelle Anpassung von Schmiermittelmenge, Schmiermittelintervall und Anzahl der Schmierungen pro Fahrzeugeinheit auf die Notwendigkeit vor Ort. Bei dem Schmiermittel handelt es sich um hochkonsistente, nicht ansaugfähige Materialien, das eine sparsame und weitgehend pumpgenaue Dosierung zwischen Spurkante und Schiene ermöglicht. Dadurch bleiben Gleisbett und Fahrzeug weitgehend frei von weggeschleudertem, überschüssigen Fett. Außerdem wird der Fettvorrat wirtschaftlich gut genutzt.
Der Anlagenkern kann entweder in einem Gehäuse außerhalb des Gleises plaziert oder in einem überfahrbaren Erdkasten versenkt in der Gleismitte installiert werden. Das Schmiermittel wird dabei in einem Schmiermittelbehälter bereitgehalten, der eine einfache und saubere Nachfüllung ermöglicht. Dabei wird ein leerer Schmiermittelbehälter durch einen gefüllten Schmiermittelbehälter ausgetauscht,
der auf eine mit Gewinde versehene Anschlußbuchse aufgeschraubt wird. Der Schmiermittelbehälter ist durch eine Membran unterteilt. Der Raum zwischen Membran und Außenwand ist mit Stickstoff gefüllt, wobei der Behälterdruck zum Beispiel acht bis neun bar bei gefülltem Behälter und zwei bar bei entleertem Schmiermittelbehälter betragen kann. Beim Aufschrauben des gefüllten Schmiermittelbehälters auf das Gewinde der Anschlußbuchse wird ein Absperrkörper eines Rückschlagventils in Offenstellung gebracht, so daß das Schmiermittel unter der Einwirkung des auf die Membran einwirkenden Gasdruckes in die Schmiermittelzuführleitung zu einer in der Regel als Zahnradpumpe ausgebildeten Pumpe gedrückt wird, die das Schmiermittel wegen deren hohen Viskosität nicht ansaugen kann. Die Pumpe fördert das Schmiermittel in einen Mengenteiler und von dort über Hochdruckschläuche zu den Schmiermittelleisten oder bei Rillenschienen zu Bohrungen im Schienenstrang. Der geometrische Mengenteiler bewirkt eine gleiche und gleichbleibende Aufteilung auf die einzelnen Hochdruckschläuche. Der Pumpendruck kann zum Beispiel 150 bar betragen. Bei Überdruck, zum Beispiel bei verschlossenen Bohrungen in den Schmiermittelleisten oder den Rillenschienen, öffnet ein Druckbegrenzungsventil. Damit fördert die Pumpe das Schmiermittel in den Schmiermittelbehälter zurück. Die speicherprogrammierbare Steuerung überwacht die gesamte Anlage und schaltet für eine vorzugebende Zeit die Pumpe ein, wenn von der Sensorstation die entsprechenden Signale aktiviert werden.
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Schienenschmieranlagen der vorbeschriebenen Art werden von Zeit zu Zeit durch Wartungspersonal begangen, die die Schmiermittelbehälter auf ihren Füllzustand kontrollieren und bedarfsweise gegen einen vollen Schmiermittelbehälter auswechseln. Dabei wird von Erfahrungssätzen ausgegangen, wobei es allerdings vorkommen kann, daß ein Schmiermittelbehälter noch gar nicht oder schon längst leergefördert ist, so daß entweder der Wartungsvorgang unnötig war oder er hätte viel früher stattfinden müssen. Bei stark frequentierten Anlagen ist daher der Schmiermittelbehälter häufig zu wechseln, was entsprechend personal- und damit lohnkostenintensiv ist. Außerdem hat man keine Fernkontrolle über den Zustand des betreffenden Schmiermittelbehälters.
Aufgabe
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schmiermittelanlage für gleisgebundene Fahrzeuge mit wenigstens einem geschlossenen Schmiermittelbehälter, der einen Vorrat an Schmiermittel enthält, zu schaffen, wobei eine wesentlich bessere Überwachung der Schmiermittelentnahme, der erforderlichen Wartungsarbeiten und des Füllzustandes des betreffenden Schmiermittelbehälters gegeben sein soll.
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Lösung
Die Aufgabe wird durch die in den Schutzansprüchen 1 bis 4 wiedergegebenen Merkmale gelöst.
Einige Vorteile
Bei Ausgestaltung gemäß Schutzanspruch 1 wird das Ventil des mit Schmiermittel gefüllten Schmiermittelbehälters nach dessen Verbinden mit der Schmiermittelzuführung nicht - wie beim Stand der Technik - sofort in Offenstellung gesteuert, sondern verbleibt in seiner den Schmiermittelbehälter abdichtenden, ge= schlossenen Stellung. Nur wenn Schmiermittel benötigt wird, wird das Ventil des betreffenden Schmiermittelbehälters in Offenstellung gesteuert, und zwar nur so lange, wie Schmiermittel aus dem Schmiermittelbehälter entnommen wird. Danach wird der Absperrkörper des Ventils des betreffenden Schmiermittelbehälters wieder in seine Absperrstellung gebracht, so daß kein Schmiermittel mehr aus ihm in die Schmiermittelzuführleitung gelangen kann.
Von besonderem Vorteil ist, daß durch die Prozeßsteuerung ein Antrieb das Ventil mindestens für die Dauer der Pumpenförderung in Offenstellung steuert. Das Zusteuern des Rückschlagventils, also das Zurückbringen des Absperrkörpers des Ventils in seine Schließstellung, geschieht dagegen durch das unter Druck
stehende Schmiermittel selbst und/oder durch ein auf den Absperrkörper des Rückschlagventils einwirkendes Federelement, das vorzugsweise mit der entsprechenden Vorspannung stets den Absperrkörper in Schließstellung belastet.
Die Lösung nach dem Nebenanspruch 2 weist sämtliche vorbeschriebenen Vorteile auf, und besitzt darüber hinaus den Vorteil, daß nicht nur das Offensteuern des Absperrkörpers des Ventils des betreffenden Schmiermittelbehälters durch einen ansteuerbaren motorischen Antrieb vorgenommen wird, sondern daß das Rückschlagventil durch diesen motorischen Antrieb mindestens für die Dauer der Pumpenförderung in Offenstellung gehalten wird und anschließend über den motorischen Antrieb auch wieder in Absperrstellung steuerbar ist.
Bei der Lösung gemäß Nebenanspruch 3 fördert der auf das Schmiermittel einwirkende Gasdruck ohne eine Pumpe das Schmiermittel direkt zu den Verbrauchsstellen. Hierzu kann zum Beispiel ein Gas unter Hochdruck verwendet werden, das über eine Membran direkt auf das Schmiermittel einwirkt und dieses nach dem Offensteuern des Rückschlagventils des betreffenden Schmiermittelbehälters über die Zuführleitung das Schmiermittel direkt zu den Verbrauchsstellen am Schienenstrang fördert.
Die Lösung gemäß dem Nebenanspruch 4 unterscheidet sich von den vorbeschriebenen Ausführungsformen dadurch, daß bei dieser der Absperrkörper des Ventils manuell, zum Beispiel über einen Hebel, in Offenstellung steuerbar ist. Das Zusteuern des Ventils kann wiederum über den auf das Schmiermittel einwirkenden Druckmitteldruck, oder aber ebenfalls über ein manuelles Verstellelement geschehen. Diese Lösung kann zusätzlich zu den in den Ansprüchen 1 bis 3 beschriebenen Lösungen angewendet werden. Auf diese Weise hätte man es bei Störungen.der Prozeßsteuerung in der Hand, den Absperrkörper des betreffenden Rückschlagventils des zugeordneten Schmiermittelbehälters bedarfsweise mindestens in Offenstellung zu steuern. Sollte dies gewünscht werden, kann der Absperrkörper auch wieder in Zustellung manuell gesteuert werden.
Bei sämtlichen erfindungsgemäßen Lösungen ergibt sich der besondere Vorteil, daß im Bedarfsfalle die Schienenschmieranlage mit zahlreichen Schmiermittelbehältern ausgerüstet werden kann, die bedarfsweise leergefördert werden. Auf diese Weise wird die Sicherheit der Schienenschmieranlage erheblich erhöht, die Intervalle zum Begehen der Anlage zwecks Auswechseln von Schmiermittelbehältern verringert und damit die Wartungsarbeiten wesentlich erleichtert, so daß im Bedarfsfalle eine derartige Schienenschmieranlage auch an schwer zugänglichen Orten oder bei extremen Witterungsverhältnissen lange Zeit wartungsfrei arbeiten kann.
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Weitere erfinderische Ausführungsformen
In den Schutzansprüchen 5 bis 19 sind weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Neuerung beschrieben.
Bei Ausgestaltung gemäß Schutzanspruch 5 ist ein Sensor, vornehmlich ein Drucksensor oder Durchflußsensor, vorgesehen, mittels welchem es möglich ist, die Schmiermittelentnahme aus dem betreffenden Schmiermittelbehälter zu detektieren und zum Beispiel das Leerfördern des zugeordneten Schmiermittelbehälters an die zentrale Prozeßsteuerung zu melden. Diese kann dann bedarfsweise ein akustisches oder optisches Signal auslösen und das Leerfördern des Schmiermittelbehälters auch fernanzeigen, so daß sich erst dann ein entsprechender Wartungsdienst mit der betreffenden Schienenschmieranlage zu befassen braucht.
Von besonderem Vorteil ist eine Schienenschmieranlage gemäß Schutzanspruch 6. Bei dieser sind mehrere hinter- und/oder parallelgeschaltete Schmiermittelbehälter vorgesehen, die wie bei den Ausführungsformen nach den Nebenansprüchen 1 bis 4 gesteuert und bedient werden können. Bevorzugt ist jedem Schmiermittelbehälter ein Sensor, zum Beispiel Drucksensor, zugeordnet, der die Druckwerte an die zentrale Prozeßsteuerung weitergibt, die die Schmiermittelbehälter entweder der Reihe nach oder in vorgegebener Reihenfolge bedarfsweise über
die dafür vorgesehene Fördervorrichtung, zum Beispiel über eine zentrale Verdrängerpumpe, zum Beispiel Zahnradpumpe, oder aber auch durch den in jedem Behälter anstehenden Druckmitteldruck (Gasdruck) leerfördert.
Bei der Ausführungsform nach Schutzanspruch 7 ist ein weiteres Leitungsabsperrventil angeordnet, das nach dem Leerfördern des zugeordneten Schmiermittelbehälters das betreffende zum Schmiermittelbehälter führende Leitungsstück absperrt, so daß beim Einschalten und Leerfördern eines neuen, gefüllten Schmiermittelbehälters nicht aus diesem Schmiermittel in den entleerten Schmiermittelbehälter zurückgedrückt werden kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform beschreibt Schutzanspruch 8. Hierbei wird der Absperrkörper des Rückschlagventils durch ein in der Länge verstellbares Betätigungsglied, vornehmlich durch eine Spindel, in Offen- und in Absperrstellung gesteuert. Allerdings wird hierunter auch verstanden, daß zwar das Offensteuern des Absperrkörpers durch das Betätigungsglied geschieht, der Absperrkörper bedarfsweise aber auch durch den in dem betreffenden Schmiermittelbehälter anstehenden Druckmitteldruck und/oder zusätzlich durch ein Federelement, dem zurückweichenden spindelartigen Betätigungsglied folgend, sich in Sperrstellung bewegt, bis es auf dem Ventilsitz dichtend anliegt.
Bevorzugt ist gemäß Schutzanspruch 9 der das betreffende Ventil des Schmiermittelbehälters betätigende motorische Antrieb als kurzschlußfester Niederspannungsmotor von zum Beispiel 24 V ausgebildet.
Eine vorteilhafte Ausführungsform beschreibt Schutzanspruch 10.
Wird eine Ausführungsform nach Schutzanspruch 11 gewählt, so ergibt sich eine besonders kompakte Konstruktion.
Dem tragen auch die Ausführungsformen nach Schutzanspruch 12 und Schutzanspruch 13 bei.
Schutzanspruch 14 beschreibt eine vorteilhafte Lösung gemäß der Neuerung.
Bei der aus Schutzanspruch 15 zu ersehenden Ausführungsform ist der Sensor, vornehmlich ein Drucksensor, seitlich an der Anschlußbuchse für den Schmiermittelbehälter angeordnet und über einen Kanal mit dem Raum verbunden, der sich zwischen dem Ventil des Schmiermittelbehälters und dem Leitungsabsperrventil befindet. Dadurch wird zum Beispiel in einem Raum gemessen, der sich unmittelbar dem Schmiermittelbehälter abströmseitig anschließt, so daß das Leerfördern eines Schmiermittelbehälters kurzfristig über den Sensor weitergemeldet werden kann.
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Bei der Ausführungsform nach Schutzanspruch 16 wird das Leerfördern eines oder mehrerer Schmiermittelbehälter akustisch und/oder optisch fernangezeigt, vorzugsweise an einem Schaltpunkt der Prozeßsteuerung.
Bei der Ausführungsform nach Schutzanspruch 17 ist der Prozeßsteuerung eine Schnittstelle, insbesondere ein Interface zugeordnet, mit der die von der Schienenschmieranlage abzurufenden Signale fernübertragbar sind.
Gemäß Schutzanspruch 18 können die Signale elektrisch und/oder elektronisch und/oder digital und/oder per Funk übertragen werden.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform nach Schutzanspruch 19. Diese Ausführungsform schützt generell eine Anlage mit einem oder mehreren Schmiermittelbehältern, die geschlossen ausgebildet sind und die jeweils die gewünschte Schmiermittellänge enthalten, und die auch nach ihrem Kuppeln mit der Schienenschmieranlage zunächst in ihrer geschlossenen Stellung verbleiben. Das bedeutet, daß nicht - wie beim Stand der Technik - das Rückschlagventil, zum Beispiel beim Aufschrauben, in Offenstellung gestoßen wird. Vielmehr wird bei der erfindungsgemäßen Lösung nur bedarfsweise Schmiermittel aus dem ansonsten geschlossenen Schmiermittelbehälter entnommen und nach der Entnahme das betreffende Ventil, insbesondere ein Rückschlagventil, wieder in seine
Sperrstellung gebracht. Deshalb schützt die Erfindung auch solche Anlagen, bei denen geschlossene Schmiermittelbehälter zur Anwendung kommen, die auch nach ihrem Anordnen, das heißt Verbinden mit der Schienenschmieranlage, mit ihrem zugeordneten Ventil in Absperrstellung verbleiben, bis entweder manuell oder durch die Prozeßsteuerung das Ventil in Offenstellung gesteuert, anschließend aber wieder nach Schmiermittelentnahme in Absperrstellung gebracht wird.
In der Zeichnung ist die Neuerung - teils schematisch - beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 ein Funktionsschema einer mit drei Schmiermittelbehältern ausgerüsteten Schienenschmieranlage;
Fig. 2 eine Einzelheit aus Fig. 1, und zwar einen Schmiermittelbehälter mit in Absperrstellung befindlichem Rückschlag- und Leitungsabsperrventil, teils in der Ansicht, teils im Längsschnitt;
Fig. 3 die aus Fig. 2 ersichtliche Einzelheit, wobei allerdings beide Ventile in Offenstellung sind;
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Fig. 4 eine Einzelheit aus den Fig. 2 und 3 in größerem Maßstab, teils im Längsschnitt, teils in der Ansicht.
Mit dem Bezugszeichen 1 ist ein Fahrzeug bezeichnet, das auf Gleisen 2 fährt, zum Beispiel ein Zug. Eine Sensorstation 3 registriert das sich nähernde Schienenfahrzeug 1 und meldet es an eine zentrale Prozeßsteuerung 4, die zum Beispiel als speicherprogrammgesteuerte Speichereinheit (SPS) ausgebildet sein kann.
»Die zentrale Prozeßsteuerung 4 steuert darauf den Antrieb,einer, bevorzugt als Zahnradpumpe ausgebildeten Pumpe 5, die über eine Druckförderleitung 6 das ihr über die Schmiermittelzuführleitung 7 zugeförderte Schmiermittel zu einem geometrischen Mengenteiler 8 weiterfördert, von dem zu den einzelnen Schienen der Gleise 2 bei der dargestellten Ausführungsform jeweils vier Schmiermittelleitungen 9, 10, 11, 12 bzw. 13, 14, 15 und 16 weiterführen, die das Schmiermittel an je eine Schmiermittelleiste 17, 18 abgeben. Das austretende Schmiermittel wird exakt zwischen Spurkranz und Fahrkante plaziert. Der vorbeilaufende Spurkranz nimmt das Schmiermittel auf (nicht dargestellt) und wälzt es an der Fahrkante ab und sorgt so für die Verteilung in den Verschleißzonen, zum Beispiel an Kurven. Durch die spezielle Geometrie ihrer Austragsöffnungen steigt das austretende Schmiermittel am Gleis auf, so daß insbesondere bei flachen Spurkränzen der
Raum zwischen Fahrkante und Spurkranz ausgefüllt wird. Für hohe Spurkränze kann eine Schmierleiste mit Nase verwendet werden. Neben der Fahrkantenschmierung kann bei entsprechender Mengensteuerung auch eine teilweise Schmierung des Schienenkopfes durchgeführt werden. Im Rillengleis werden durch eine spezielle Bohrtechnik Schmierkanäle am Schienenkopf angebracht, deren Austrittsöffnungen individuell an Fahrkante, Leitkante oder am Schienenkopf plaziert werden können. Alle Schmierkanäle sind bevorzugt zur Gleismitte gerichtet. Von der Leitkante werden die als Schlauchleitungen ausgebildeten Schmiermittelleitungen zum Anlagekern, z. B. zu einem im Erdkasten geführt. Die Schmiermittelleitungen 9 bis 16 können als Hochdruckschläuche ausgebildet werden, da immerhin in diesen Leitungen Schmiermitteldrücke von bis zu 280 bar auftreten können.
An die Schmiermittelzuführleitung 7 sind bei der dargestellten Ausführungsform parallel zueinander drei Schmiermittelbehälter 19, 20 und 21 geschaltet, aus denen das Schmiermittel heranförderbar ist. Die Schmiermittelbehälter 19, 20 und 21 weisen in ihrem Innern jeweils eine Membran 22, 23 und 24 auf, die das fettartige Schmiermittel umhüllt. In dem Raum zwischen Membran und Außenhülle, die bevorzugt aus Stahl besteht, ist ein unter Druck stehendes Gas, bevorzugt Stickstoff unter zum Beispiel 6 bis 9 bar, angeordnet, das über je einen Füllnippel 25, 26 und 27 an einer Füllstation einfüllbar ist.
Wie insbesondere aus den Fig. 2, 3 und 4 zu erkennen ist, mündet die Schmiermittelzuführleitung über entsprechende Rohrstutzen seitlich in ein Ventilgehäuse 28 ein, das an seinem in der Zeichnung gesehenen oberen Längenabschnitt mit einer Anschlußbuchse 29 versehen ist, die mit dem Ventilgehäuse 28 über mehrere Schrauben 30 lösbar und durch eine Dichtung 31 abgedichtet verbunden ist.
Mit dem Ventilgehäuse 28 ist an dem der Anschlußbuchse 29 gegenüberliegenden Endabschnitt ein Flansch 32 über eine Dichtung 33 abgedichtet mittels mehrerer Schrauben 34 lösbar befestigt.
,S.ek35 ist ein als kurzschlußfester Niederspannungsmotor ausgebildeten Antrieb angeordnet, der ein als Schraubspindel ausgebildetes Betätigungsglied 36 mit Schraubmutter besitzt. Auf diese Weise kann die Schraubspindel 36 in Richtung X bzw. Y gefahren werden, um einen Absperrkörper 37 mit einem formmäßig angepaßten Endabschnitt 38 in Offenstellung (Fig. 3) bei Bewegung in Richtung Y zu steuern.
Wird die Spindel in Richtung X bewegt, gelangt sie aus dem Hubweg des Absperrkörpers 37, so daß dieser sich wieder gegen seinen Ventilsitz 39 zurückzubewegen vermag. Dies geschieht bei der dargestellten Ausführungsform unter dem Einfluß des nachdrückenden Schmiermittels, das seinerseits durch das auf die jeweilige Membran 22, 23 und 24 einwirkende Gas nachgedrückt wird. Es ist
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aber auch möglich, das Betätigungsglied 36 mit dem Absperrkörper 37 funktionell oder materialmäßig einstückig zu verbinden, um es über den motorischen Antrieb 35 in Richtung X bzw. Y, also in Offenstellung und in Absperrstellung zu steuern.
Wie insbesondere aus Fig. 4 zu erkennen ist, ist auf der Schraubspindel 36 ein Absperrkörper 40 eines insgesamt mit dem Bezugszeichen 41 bezeichneten Leitungsabsperrventils angeordnet, wobei der Absperrkörper 40 gegen die Rückstellkraft eines Druckfederelementes 42 in Richtung X verschiebiich angeordnet ist. Das Druckfederelement 42 stützt sich gegen ein napfförmiges Widerlager 43 ab, das über einen Sprengring 44 in dem Ventilgehäuse 28 zentrisch angeordnet ist. Das Druckfederelement 42 ist unter Vorspannung eingebaut. ,, &igr; :; ■·..,.,·.
Der Absperrkörper 40 des Leitungsabsperrventils 41 vermag sich über eine Dichtung 45 zusätzlich abgedichtet gegen einen ringförmigen Ventilsitz 46 anzulegen, der in dem Ventilgehäuse 28 über eine Dichtung 47 abgedichtet angeordnet ist.
Der Absperrkörper 40 wird von dem Betätigungsglied 36 zentrisch durchgriffen.
In den Raum 48 zwischen Anschlußbuchse 29 und Ventilsitz 46 mündet seitlich ein Rohrstück 49 ein, dem ein Drucksensor 50 zugeordnet ist, der in der Lage ist, den im Raum 48 herrschenden Druck zu messen und ihn über nicht dargestellte elektrische Leitungen an die zentrale Prozeßsteuerung 4 weiterzuleiten, so daß
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diese erkennt, wenn kein Schmiermittel mehr aus dem zugeordneten Schmiermittelbehälter 19 oder 20 oder 21 nachfolgt, also der betreffende Schmiermittelbehälter leergefördert worden ist.
Die Rückstellkraft des Druckfederelementes 42 ist so bemessen, daß es unter dem Einfluß des aus dem noch gefüllten Schmiermittelbehälters 19, 20 oder 21 nachdrückenden Schmiermittels stets in Offenstellung gehalten wird, wenn der betreffende Absperrkörper 37 des Rückschlagventils über das Betätigungsglied 36 in Offenstellung gesteuert worden ist (Fig. 3).
Wird der Absperrkörper 37 bei gefülltem oder teilweise gefülltem Schmiermittelbehälter in Verschlußstellung gesteuert (Fig. 2), gelangt auch der Absperrkörper 40 des Leitungsabsperrventils 41 durch die Rückstellkraft des Federelementes 42 in seine Verschlußstellung (Fig. 2 und 4). Diese Position wird aber auch dann eingenommen, wenn ein Schmiermittelbehälter entleert worden ist, da dann kein Druck mehr, selbst bei geöffnetem Absperrkörper 37 auf den Absperrkörper 40 einwirkt.
Ist ein Schmiermittelbehälter leergefördert worden, und ist dies an die zentrale Prozeßsteuerung 4 weitergemeldet worden, entscheidet diese, welcher Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) im Anschluß daran leergefördert werden soll, sobald ein Schienenfahrzeug 1 sich nähert. In der Regel wird die Anordnung so getroffen werden, daß die Schmiermittelbehälter 19, 20 und 21 der Reihe nach leergefördert
werden. Damit nach dem Entleeren eines Schmiermittelbehälters 19, 20, 21 nicht aus einem vollen Schmiermittelbehälter beim Offensteuern des zugeordneten Rückschlagventils Schmiermittel in den entleerten Schmiermittelbehälter zurückgedrückt werden kann, befindet sich der Absperrkörper 40 in der aus den Fig. 2 und 4 ersichtlichen Verschlußstellung, daß heißt die Schmiermittelzuführleitung 7 ist in Richtung auf den entleerten Schmiermittelbehälter abgesperrt.
Das Entleeren eines oder mehrerer der Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) kann akustisch und/oder optisch an der zentralen Prozeßsteuerung 4 oder fernangezeigt werden, so daß entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.
Die Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) selbst werden über einen Anschlußnippel 51 mit Außengewinde in das Innengewinde 52 der Anschlußbuchse 29 hineingeschraubt und dadurch gekuppelt. Die Absperrkörper 37 der Rückschlagventile verbleiben dabei allerdings auf dem betreffenden Ventilsitz 46, also in ihrer Verschlußstellung. Nur wenn Schmiermittel benötigt wird, erfolgt eine bedarfsweise Ansteuerung des Schmiermittelbehälters 19, 20, 21 über die Prozeßsteuerung 4, wobei die Pumpe 5 das ihr zugeförderte, das heißt zugedrückte Schmiermittel, weiterfördert, mithin praktisch nicht ansaugt, sondern weiterdrückt.
Bei 53 ist ein Kanal angeschlossen, über den eine weitere Abfrage möglich ist, die der Prozeßsteuerung 4 ebenfalls zuleitbar ist.
Die bei 54 und 55 dargestellten Abfragen oder Abfrageergebnisse werden nach geeigneter Übertragung an bzw. in der Prozeßsteuerung 4 angezeigt.
Durch die neuerungsgemäße Ausgestaltung wird sichergestellt, daß nur immer dann Schmiermittel aus einem Schmiermittelbehälter in die Schmiermittelzuführleitung 7 nachgefördert wird, wenn über die Prozeßsteuerung das betreffende Rückschlagventil in Offensteuerung gesteuert wird.
Die Zahnradpumpe 5 könnte bei einer abgewandelten Ausführungsform auch entfallen. Das Nachfördern könnte durch einen entsprechend hohen Gasdruck,.der auf die jeweilige Membran 22, 23 oder 24 einwirkt, dadurch geschehen, daß nach dem Offensteuern des betreffenden Rückschlagventils die entsprechende Schmiermittelmenge über die Schmiermittelzuführleitung direkt in die Druckförderleitung 6 gefördert wird, so daß die Schmiermittelzuführleitung 7 und die Druckförderleitung ein Leitungssystem darstellen.
Mit 56 ist in Fig. 1 eine Druckbegrenzungsventil bezeichnet, das in eine Umgehungsleitung 57 eingeschaltet ist. Hierdurch wird sichergestellt, daß beim Verstopfen der Druckförderleitung 6 oder einer der Leitungen 9 bis 16 die entsprechende Schmiermittelmenge wieder in die Schmiermittelzuführleitung 7 zurückgefördert wird.
Die in den Schutzansprüchen und in der Beschreibung beschriebenen sowie aus der Zeichnung ersichtlichen Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen für die Verwirklichung der Neuerung wesentlich sein.
Bezugszeichenliste
1 Fahrzeug, Schienenfahrzeug
2 Gleise, Schienen
3 Sensorstation
4 Prozeßsteuerung
5 Pumpe, Förderpumpe
6 Druckförderleitung
7 Zuführleitung, Schmiermittelzuführleitung
8 Mengenteiler
9 Schmiermittelleitung
10 »
11 1)
12 If
13 Jl
14 Il
15 JI
16 Jl
17 Schmiermittelleiste
18
·· . &iacgr; &idigr; ; Ji! &iacgr; ! j
19 Schmiermittelbehälter
20 M
21 H
22 Membran
23 »
24 JI
25 Füllnippel
26 H
27 &eegr;
28 Ventilgehäuse
29 Anschlußbuchse
30 Schraube
31 Dichtung
32 Flansch
33 Dichtung
34 Schraube
35 Antrieb, Motor, Spindelmotor, Linearantrieb
36 Schraubspindel, Betätigungsglied
37 Absperrkörper
38 Endabschnitt
39 Ventilsitz
40 Absperrkörper
5 :
41 Leitungsabsperrventil
42 Druckfederelement
43 Widerlager, napfförmiges
44 Sprengring
45 Dichtung
46 Ventilsitz, ringförmiger
47 Dichtung
48 Raum
49 Rohrstück
50 Drucksensor
51 Anschlußnippel
52 Innengewinde
53 Kanal
54 Abfragegerät 55
56 Druckbegrenzungsventil
57 Umgehungsleitung
X Hubrichtung des Betätigungsgliedes 36, der Ventilspindel

Claims (19)

1. Schienenschmieranlage für gleisgebundene Fahrzeuge (1) mit wenigstens einem geschlossenen Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) als Schmiermittelspeicher, der einen Vorrat an Schmiermittel enthält, wobei der Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) eine durch ein Ventil (37, 39) verschließbare Entnahmeöffnung aufweist, mit der eine Schmiermittelzuführleitung (7) bei geschlossen gehaltenem Ventil (37, 39) zu verbinden ist, die zu einer Förderpumpe (5) führt, die das ihr von dem betreffenden Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) durch auf das Schmiermittel im Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) einwirkenden Gasdruck zuführbare Schmiermittel gegebenenfalls über einen Mengenteiler (8) oder direkt der Schiene (2) über mehrere Schmiermittelleitungen (9-16) und bedarfsweise über eine Schmiermittelleiste (17, 18) zufördert, mit einer Sensorstation (3), die das Herannahen des Fahrzeuges (1) an eine Prozeßsteuerung (4), insbesondere an eine speicherprogrammgesteuerte Steuereinheit (SPS) meldet, die bedarfsweise den Motor der Pumpe ein- und ausschaltet, wobei dem betreffenden Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) ein durch die Steuerung (4) ansteuerbarer motorischer Antrieb (35) zugeordnet ist, der das im Ruhezustand geschlossen gehaltene Ventil (37, 39) mindestens für die Dauer der Pumpenförderung in Offenstellung steuert, während der Absperrkörper (37) des Rückschlagventils des Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) nach dem Steuern des Antriebes (35) in Schließstellung durch den im Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) anstehenden Druckmitteldruck und/oder durch die Rückstellkraft eines auf den Absperrkörper (37) des Rückschlagventils einwirkenden Federelementes in Schließstellung steuerbar ist.
2. Schienenschmieranlage für gleisgebundene Fahrzeuge (1) mit wenigstens einem geschlossenen Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) als Schmiermittelspeicher, der einen Vorrat an Schmiermittel enthält, wobei der Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) eine durch ein Ventil (37, 39) verschließbare Entnahmeöffnung aufweist, mit der eine Schmiermittelzuführleitung (7) bei geschlossen gehaltenem, Ventil (37, 39) zu verbinden ist, die zu einer Förderpumpe (5) führt, die das ihr von dem betreffenden Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) durch auf das Schmiermittel im Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) einwirkenden Gasdruck zuführbare Schmiermittel gegebenenfalls über einen Mengenteiler (8) oder direkt der Schiene (2) über mehrere Schmiermittelleitungen (9-16) oder bedarfsweise und eine Schmiermittelleiste (17, 18) zufördert, mit einer Sensorstation (3), die das Herannahen des Fahrzeuges (1) an eine Prozeßsteuerung (4), insbesondere an eine speicherprogrammgesteuerte Steuereinheit (SPS) meldet, die bedarfsweise den Motor der Pumpe (5) ein- und ausschaltet, wobei dem betreffenden Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) ein durch die Steuerung (4) ansteuerbarer motorischer Antrieb (35) zugeordnet ist, der das im Ruhezustand geschlossen gehaltene Ventil (37, 39) mindestens für die Dauer der Pumpenförderung in Offenstellung und anschließend auch wieder in Schließstellung steuert.
3. Schienenschmieranlage für gleisgebundene Fahrzeuge (1) mit wenigstens einem geschlossenen Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) als Schmiermittelspeicher, der einen Vorrat an Schmiermittel enthält, wobei der Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) eine durch ein Ventil (37, 39) verschließbare Entnahmeöffnung aufweist, mit der eine Schmiermittelzuführleitung (7) bei geschlossen gehaltenem Ventil (37, 39) zu verbinden ist, wobei Schmiermittel durch den auf es im Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) einwirkenden Gasdruck, gegebenenfalls über einen Mengenteller (8) oder direkt der Schiene (2) über mehrere Schmiermittelleitungen (9-16) und bedarfsweise über eine Schmiermittelleiste (17, 18) zuförderbar ist, mit einer Sensorstation (3), die das Herannahen des Fahrzeuges (1) an eine zentrale Prozeßsteuerung (4), insbesondere an eine speicherprogrammgesteuerte Steuereinheit (SPS) meldet, die bedarfsweise das Ventil (37) des betreffenden Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) über ein Betätigungsglied (36) mindestens in Offenstellung steuert, während der Absperrkörper (37) des Rückschlagventils (37, 39) des Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) durch den im Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) anstehenden Druckmitteldruck nach einem entsprechenden Steuerbefehl an das Betätigungsglied (36) und/oder durch die Rückstellkraft eines auf den Absperrkörper (37) des Rückschlagventils (37, 39) einwirkenden Federelementes in Schließstellung steuerbar ist.
4. Schienenschmieranlage für gleisgebundene Fahrzeuge (1) mit wenigstens einem geschlossenen Schmiermittelbehälter als Schmiermittelspeicher (19, 20, 21), der einen Vorrat an Schmiermittel enthält, wobei der Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) eine durch ein Ventil (37, 39) verschließbare Entnahmeöffnung aufweist, mit der eine Schmiermittelzuführleitung (7) bei geschlossen gehaltenem Ventil (37, 39) zu verbinden ist, die zum Beispiel zu einer Förderpumpe (5) führt, die das ihr von dem betreffenden Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) durch auf das Schmiermittel im Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) einwirkenden Gasdruck zuführbare Schmiermittel gegebenenfalls über einen Mengenteiler (8) oder direkt der Schiene (2) zum Beispiel über mehrere Schmiermittelleitungen (9-16) und bedarfsweise über eine Schmiermittelleiste (17, 18) zufördert, mit einer Sensorstation (3), die das Herannahen des Fahrzeugs (1) an eine zentrale, speicherprogrammgesteuerte Steuereinheit (4) (SPS) meldet, mit einem manuell oder durch Fernsteuerung zu betätigenden Betätigungsglied, das auf das Rückschlagventil (37, 39) des Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) einwirkt und dieses zumindest in Offenstellung steuert, während der Absperrkörper (37) des Rückschlagventils durch den im Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) anstehenden Druckmitteldruck und/oder durch ein auf den Absperrkörper (37) einwirkendes Federelement in Schließstellung bewegbar ist.
5. Schienenschmieranlage nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem betreffenden Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) ein Sensor, zum Beispiel ein Drucksensor (50), ein Durchflußsensor oder dergleichen, zugeordnet ist, der der Prozeßsteuerung (4) das Leerfördern des betreffenden Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) meldet.
6. Schienenschmieranlage nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere parallel und/oder in Reihe geschaltete Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) vorgesehen sind, die mit derselben Schmiermittelzuführleitung (7) verbunden sind, wobei jedem Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) ein Sensor (50) zugeordnet ist und daß die Prozeßsteuerung (4) die Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) bedarfsweise ansteuert und sie nacheinander oder in einer vorgebbaren Reihenfolge leerfördern läßt.
7. Schienenschmieranlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Schmiermittelbehälter (19, 20, 21), außer dem durch einen Antrieb auf- und zusteuerbaren Ventil (37, 39), ein abströmseitiges weiteres Leitungsabsperrventil (40, 41) zugeordnet ist, und daß die Schmiermittelzuführleitung (7) zu dem Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) sowohl nach Entleeren des Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) von Schmiermittel als auch nach dem Zusteuern des dem betreffenden Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) zugeordneten Ventils (37, 39) von dem betreffenden Schmiermittelbehälter abgesperrt ist.
8. Schienenschmieranlage nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (37, 39) des betreffenden Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) durch ein z. B. motorisch in seiner axialen Richtung (X-Y) verstellbares Betätigungsglied (36), zum Beispiel durch eine Schraubspindel, in Offen- und Absperrstellung steuerbar ist.
9. Schienenschmieranlage nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Antrieb (35) zugeordnete Motor des jedem Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) zugeordneten Ventils (37, 39) als kurzschlußfester Niederspannungsmotor ausgebildet ist.
10. Schienenschmieranlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der betreffende Antrieb (35) als Spindelmotor ausgebildet ist und über ein Betätigungsglied, z. B. über eine Gewindespindel (36) das Ventil (37, 39) des betreffenden Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) in Offen- und/oder Zustellung (X-Y) steuert.
11. Schienenschmieranlage nach Anspruch 7 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungsabsperrventil (41) einen auf dem Betätigungsglied (36) gegen die Rückstellkraft eines Druckfederelementes (42) verstellbaren Absperrkörper (40) aufweist, der gegen einen Ventilsitz (46) dichtend zur Anlage bringbar ist, der einer Anschlußbuchse (29) für den Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) gegenüberliegt, in dem sich das Ventil (37, 39) des Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) befindet.
12. Schienenschmieranlage nach Anspruch 7 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsglied (36) für den Absperrkörper (37) des Ventils (37, 39), der Absperrkörper (40) des Leitungsabsperrventils (41) sowie das Betätigungsglied (36) koaxial und koaxial zu der Anschlußbuchse (29) des Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) angeordnet sind.
13. Schienenschmieranlage nach Anspruch 7 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Leitungsabsperrventil (41) zwischen dem Ventil (37, 39) des Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) und dem motorischen Antrieb (35) für das Betätigungsglied (36) befindet.
14. Schienenschmieranlage nach Anspruch 7 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmiermittelzuführleitung (7) seitlich im Bereich des Leitungsabsperrventils (41) in ein Ventilgehäuse (28) unter einem Winkel, bevorzugt 90 Grad, zu der durch das Betätigungsglied (36) verlaufenden Längsachse einmündet.
15. Schienenschmieranlage nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (50) seitlich an der Anschlußbuchse (29) für den Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) angeordnet und über einen Kanal mit einem Raum verbunden ist, der zwischen dem Ventil (37, 39) des Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) und dem Leitungsabsperrventil (41) liegt.
16. Schienenschmieranlage nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Leerfördern eines oder mehrerer der Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) akustisch und/oder optisch anzeigbar ist.
17. Schienenschmieranlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Prozeßsteuerung (4) eine Schnittstelle zugeordnet ist, mit der die von der Schienenschmieranlage abzurufenden Signale fernabrufbar sind.
18. Schienenschmieranlage nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Signale elektrisch und/oder elektronisch und/oder digital und/oder per Funk übertragbar sind.
19. Schienenschmieranlage nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, mit einem oder mehreren Schmiermittelbehältern (19, 20, 21) als Schmiermittelspeicher, die in ihrem Inneren eine unter Gasdruck stehende, befüllbare Kammer aufweisen, die von dem Schmiermittel durch einen flexiblen Körper oder eine Membran getrennt ist, mit einem Anschlußnippel (51), der eine geeignete Kupplungsvorrichtung, zum Beispiel ein Gewinde oder dergleichen aufweist, mittels dessen der betreffende Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) mit einer zugeordneten Anschlußbuchse (29) kuppelbar ist, der eine Schmiermittelzuführleitung (7) zugeordnet ist, wobei der betreffende Schmiermittelbehälter (19, 20, 21) ein Rückschlagventil (37, 39) aufweist, das durch das Schmiermittel unter Druck in Schließstellung belastet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (37, 39) des betreffenden Schmiermittelbehälters (19, 20, 21) auch nach seinem Kuppeln mit der Anschlußbuchse (29) in Schließstellung verbleibt und nur bedarfsweise zum Zwecke der Schmiermittelentnahme in Offenstellung steuerbar und anschließend wieder in Absperrstellung ist.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE10352884B3 (de) * 2003-11-10 2004-10-28 Schreck-Mieves Gmbh Schienenschmieranlage
DE10352882B3 (de) * 2003-11-10 2004-10-28 Schreck-Mieves Gmbh Schienenschmieranlage
DE102004036928B3 (de) * 2004-07-29 2006-01-19 Schreck-Mieves Gmbh Schienenschmieranlage

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