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Allgemeiner Stand der Technik
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Bauelement, das einen Halbleiterchip
mit mehreren Elektroden auf einer seiner Oberflächen enthält, und ein Verfahren zur Montage
davon.
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Leistungshalbleiterchips
besitzen viele Elektroden auf einer Oberfläche. Leistungshalbleiterchips eignen
sich für
das Schalten oder Steuern von Strömen und/oder Spannungen. Leistungshalbleiterchips können beispielsweise
als Leistungstransistoren, Leistungsdioden oder IGBTs (Insulated
Gate Bipolar Transistors) konfiguriert sein.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die
beiliegenden Zeichnungen sind aufgenommen, um ein eingehenderes
Verständnis
von Ausführungsformen
zu vermitteln, und sind in diese Spezifikation aufgenommen und stellen
einen Teil dieser dar. Die Zeichnungen veranschaulichen Ausführungsformen
und dienen zusammen mit der Beschreibung der Erläuterung von Prinzipien von
Ausführungsformen.
Andere Ausführungsformen
und viele der damit einhergehenden Vorteile von Ausführungsformen
lassen sich ohne weiteres verstehen, wenn sie durch Bezugnahme auf
die folgende ausführliche
Beschreibung besser verstanden werden. Die Elemente der Zeichnungen
sind relativ zueinander nicht notwendigerweise maßstabsgetreu.
Gleiche Bezugszahlen bezeichnen entsprechende ähnliche Teile.
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1A bis 1C zeigen
schematisch ein Bauelement gemäß einem
Ausführungsbeispiel.
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2A bis 2F zeigen
schematisch ein Ausführungsbeispiel
eines Verfahrens zum Herstellen eines Bauelements 200.
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3 zeigt
schematisch ein Bauelement gemäß einem
Ausführungsbeispiel.
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4 zeigt
schematisch ein Bauelement gemäß einem
Ausführungsbeispiel.
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5A bis 5D zeigen
schematisch ein Ausführungsbeispiel
eines Verfahrens zum Herstellen eines Bauelements.
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Ausführliche Beschreibung
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In
der folgenden ausführlichen
Beschreibung wird auf die beiliegenden Zeichnungen bezug genommen,
die einen Teil hiervon bilden und in denen als Veranschaulichung
spezifische Ausführungsformen
gezeigt sind, in denen die Erfindung praktiziert werden kann. In
dieser Hinsicht wird Richtungsterminologie wie etwa „Oberseite", „Unterseite", „Vorderseite", „Rückseite", „vorderer", „hinterer" usw. unter Bezugnahme
auf die Orientierung der beschriebenen Figur(en) verwendet. Weil
Komponenten von Ausführungsformen
in einer Reihe verschiedener Orientierungen positioniert sein können, wird
die Richtungsterminologie zu Zwecken der Darstellung verwendet und
ist in keinerlei Weise beschränkend.
Es versteht sich, dass andere Ausführungsformen genutzt und strukturelle
oder logische Änderungen
vorgenommen werden können,
ohne von dem Schutzbereich der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Die folgende ausführliche
Beschreibung ist deshalb nicht in einem beschränkenden Sinne zu verstehen,
und der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung wird durch die
beigefügten
Ansprüche
definiert.
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Es
versteht sich, dass die Merkmale der verschiedenen hierin beschriebenen
Ausführungsbeispiele
miteinander kombiniert werden können,
sofern nicht spezifisch etwas anderes angegeben ist.
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Bauelemente
mit Halbleiterchips werden unten beschrieben. Die Halbleiterchips
können
von extrem unterschiedlichen Arten sein und können beispielsweise integrierte
elektrische oder elektrooptische Schaltungen enthalten. Die Halbleiterchips
können
beispielsweise als Leistungs-MOSFETs, wie etwa Leistungstransistoren,
Leistungsdioden oder IGBTs (Insulated Gate Bipolar Transistors),
konfiguriert sein. Außerdem
können
die Halbleiterchips Steuerschaltungen, Mikroprozessoren oder mikro-elektromechanische
Komponenten enthalten. Bei einer Ausführungsform können Halbleiterchips
von einem lateralen Typ involviert sein, die derart hergestellt
werden, dass elektrische Ströme
in einer Richtung im Wesentlichen parallel zu den Hauptoberflächen der
Halbleiterchips fließen
können.
Bei einem Halbleiterchip mit einer lateralen Struktur sind die Elektroden,
durch die der Strom geleitet wird, nur auf einer Hauptoberfläche des
Halbleiterchips angeordnet. Im Gegensatz dazu besitzt ein Halbleiterchip
mit einer vertikalen Struktur Elektroden auf seinen beiden Hauptoberflächen, das
heißt
auf seiner Oberseite und seiner Unterseite. Bei einer Ausführungsform können Leistungstransistoren,
Leistungsdioden und IGBTs eine laterale Struktur besitzen. Beispielsweise können sich
die Source- und Drain-Elektrode eines Leistungstransistors, die
Anoden- und Kathodenelektrode einer Leistungsdiode und die Emitter-
und Kollektorelektrode eines IGBT auf derselben Hauptoberfläche des
jeweiligen Leistungshalbleiterchips befinden.
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Weiterhin
können
mehrere Elektroden vom gleichen Typ auf einer Oberfläche des
Halbleiterchips angeordnet sein. Beispielsweise kann ein lateraler
Leistungstransistorchip mehrere Elektroden vom Source-Typ und mehrere
Elektroden vom Drain-Typ besitzen, die auf der gleichen Oberfläche angeordnet
sind. In diesem Fall enthält
der Leistungshalbleiterchip mehrere Transistoren, wobei jede Source-Elektrode
und jede Drain-Elektrode zu einem der Transistoren gehören.
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Die
unten beschriebenen Bauelemente können integrierte Schaltungen
zum Steuern anderer integrierter Schaltungen enthalten, beispielsweise
die integrierten Schaltungen von Leistungstransistoren, Leistungsdioden
oder IGBTs. Die Halbleiterchips brauchen nicht aus einem spezifischen
Halbleitermaterial hergestellt zu sein und können weiterhin organische und/oder
anorganische Materialien enthalten, die keine Halbleiter sind, wie
etwa beispielsweise Isolatoren, Kunststoffe oder Metalle. Außerdem können die
Halbleiterchips gekapselt oder ungekapselt sein.
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Die
Halbleiterchips weisen Elektroden (oder Kontaktpads (Kontaktflächen)) auf,
die das Herstellen eines elektrischen Kontakts mit den Halbleiterchips
gestatten. Die Elektroden können
aus jedem gewünschten
elektrisch leitenden Material bestehen, beispielsweise einem Metall
wie etwa Kupfer, Aluminium oder Gold, einer Metalllegierung oder
einem elektrisch leitenden organischen Material.
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Eine
oder mehrere elektrisch leitende Schichten können auf den Halbleiterchips
aufgebracht sein. Die elektrisch leitenden Schichten können dazu
verwendet werden, einen elektrischen Kontakt mit den Halbleiterchips
von außerhalb
der Bauelemente herzustellen und um elektrische Verbindungen unter
den Elektroden der Halbleiterchips herzustellen. Die elektrisch
leitenden Schichten können
mit einer beliebigen gewünschten
geometrischen Gestalt und einer beliebigen gewünschten Materialzusammensetzung
hergestellt werden. Die elektrisch leitenden Schichten können beispielsweise
in Form einer einen Bereich bedeckenden Schicht vorliegen. Alle gewünschten
elektrisch leitenden Materialien wie etwa Metalle, beispielsweise
Aluminium, Gold oder Kupfer, Metalllegierungen oder organische Leiter, können als
das Material verwendet werden. Die elektrisch leitenden Schichten
brauchen nicht homogen zu sein oder aus nur einem Material hergestellt
zu sein, das heißt,
verschiedene Zusammensetzungen und Konzentrationen der in den elektrisch
leitenden Schichten enthalte nen Materialien sind möglich. Weiterhin
können
die elektrisch leitenden Schichten über oder unter oder zwischen
dielektrischen Schichten angeordnet sein.
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Die
unten beschriebenen Bauelemente enthalten externe Kontaktelemente.
Die externen Kontaktelemente sind von außerhalb des Bauelements zugänglich und
gestatten das Herstellen eines elektrischen Kontakts mit dem Halbleiterchip
von außerhalb
des Bauelements. Weiterhin können
die externen Kontaktelemente wärmeleitend
sein und können als
Kühlkörper zum
Ableiten der von den Halbleiterchips erzeugten Wärme dienen. Die externen Kontaktelemente
können
aus einem beliebigen gewünschten
elektrisch leitenden Material bestehen, beispielsweise einem Metall
wie etwa Kupfer, Aluminium oder Gold, einer Metalllegierung oder
einem elektrisch leitenden organischen Material. Beispielsweise
kann eine Oberfläche
einer beliebigen elektrisch leitenden Schicht ein externes Kontaktelement bilden.
Die externen Kontaktelemente oder ihre Oberflächen können auch Montageebenen zum Montieren
des Bauelements auf ein anderes Element oder zum Montieren eines
anderen Elements auf das Bauelement bilden.
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Die
Bauelemente können
weiterhin elektrisch isolierende Schichten enthalten. Die elektrisch isolierenden
Schichten können
elektrisch leitende Schichten voneinander oder von Elektroden des Bauelements
isolieren.
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1A zeigt
schematisch ein Bauelement 100 in einer Draufsicht als
ein Ausführungsbeispiel. 1B zeigt
das Bauelement 100 im Querschnitt entlang der in 1A gezeigten
Linie A-A'. Das
Bauelement 100 enthält
einen Halbleiterchip 10 mit mehreren ersten Elektroden 11 und
mehreren zweiten Elektroden 12, auf einer ersten Oberfläche 13 des Halbleiterchips 10 angeordnet.
Die ersten Elektroden 11 können vom gleichen Typ sein
und die zweiten Elektroden 12 können vom gleichen Typ sein.
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Der
Halbleiterchip 10 kann ein Leistungshalbleiter sein, beispielsweise
ein Leistungstransistor oder eine Leistungsdiode oder ein IGBT.
Weiterhin kann der Halbleiterchip 10 eine laterale Struktur
besitzen. Wenn der Halbleiterchip 10 ein Leistungstransistor
ist, können
die ersten Elektroden 11 Source-Elektroden sein und die
zweiten Elektroden 12 können
Drain-Elektroden sein. Wenn der Halbleiterchip 10 eine
Leistungsdiode ist, können
die ersten Elektroden 11 Katodenelektroden und die zweiten Elektroden 12 Anodenelektroden
sein. Wenn der Halbleiterchip 10 ein IGBT ist, können die
ersten Elektroden 11 Emitterelektroden und die zweiten Elektroden 12 Kollektorelektroden
sein. Der Halbleiterchip 10 kann aus mehreren Transistoren,
Dioden oder IGBTs bestehen. In diesem Fall bildet ein Paar aus einer
ersten Elektrode 11 und einer zweiten Elektrode 12 einen
Transistor, eine Diode oder einen IGBT. In 1A ist
ein Beispiel einer derartigen einzelnen Komponente durch die von
einer gestrichelten Linie 14 umgebenen zwei Elektroden 11 und 12 angegeben.
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Die
erste Oberfläche 13 des
Halbleiterchips 10, auf der die ersten und zweiten Elektroden 11 und 12 angeordnet
sind, können
gedanklich in zwei oder mehr Sektionen unterteilt sein. In 1A ist
eine gedankliche Unterteilung der ersten Oberfläche 13 in eine erste
Sektion 15 und eine zweite Sektion 16 dargestellt.
Bei dem vorliegenden Beispiel enthält jede der beiden Sektionen 15 und 16 drei
erste Elektroden 11 bzw. drei zweite Elektroden. Die erste
Oberfläche 13 kann
auch gedanklich in andere Sektionen unterteilt sein, die eine beliebige
Anzahl von Elektroden 11 und 12 enthalten.
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Wie
in 1B gezeigt, ist eine erste elektrisch leitende
Schicht 17 über
der ersten Sektion 15 aufgebracht. Die erste elektrisch
leitende Schicht 17 ist elektrisch an die innerhalb der
ersten Sektion 15 angeordneten drei ersten Elektroden 11 gekoppelt. Auf
der ersten elektrisch leitenden Schicht 17 ist eine zweite
elektrisch leitende Schicht 18 abgeschie den, die elektrisch
an die innerhalb der ersten Sektion 15 angeordneten drei
zweiten Elektroden 12 gekoppelt ist.
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Um
die zweite elektrisch leitende Schicht 18 elektrisch an
die zweiten Elektroden 12 zu koppeln, können Durchgangslöcher 19
in die erste elektrisch leitende Schicht 17 integriert
sein. Die zweite elektrisch leitende Schicht 18 kann über die
Durchgangslöcher 19 mit
den zweiten Elektroden 12 verbunden sein.
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Gemäß einer
Ausführungsform
kann eine dritte elektrisch leitende Schicht 20 über der
zweiten Sektion 16 der ersten Oberfläche 13 aufgebracht sein,
wie in 1C gezeigt. Die dritte elektrisch
leitende Schicht 20 kann elektrisch an die innerhalb der zweiten
Sektion 16 angeordneten zweiten Elektroden 12 gekoppelt
sein. Eine vierte elektrisch leitende Schicht 21 kann über der
dritten elektrisch leitenden Schicht 20 aufgebracht sein.
Die vierte elektrisch leitende Schicht 21 kann elektrisch
mit den innerhalb der zweiten Sektion 16 angeordneten ersten
Elektroden 11 gekoppelt sein, beispielsweise über in der
dritten elektrisch leitenden Schicht 20 integrierte Durchgangslöcher 22.
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Es
kann vorgesehen sein, dass die erste elektrisch leitende Schicht 17 elektrisch
an die vierte elektrisch leitende Schicht 21 gekoppelt
ist. Weiterhin kann die zweite elektrisch leitende Schicht 18 elektrisch
an die dritte elektrisch leitende Schicht 20 gekoppelt
sein. Diese Anordnung ermöglicht
das elektrische Kontaktieren aller ersten Elektroden 11 über die
vierte elektrisch leitende Schicht 21 und aller zweiten
Elektroden 12 über
die zweite elektrisch leitende Schicht 18.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform kann
die zweite elektrisch leitende Schicht 18 sowohl die ersten
Elektroden 11 als auch die zweiten Elektroden 12 der
ersten Sektion 15 bedecken, ist aber elektrisch nur an
die zweiten Elektroden 12 der ersten Sektion 15 gekoppelt.
Die vierte elektrisch leitende Schicht 21 kann sowohl die
ersten Elektroden 11 als auch die zweiten Elektroden 12 der
zweiten Sektion 16 bedecken, ist aber elektrisch nur an
die ersten Elektroden 11 der zweiten Sektion 16 gekoppelt.
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In
den 2A bis 2F sind
verschiedene Stadien der Fabrikation eines Bauelements 200,
das in 2F gezeigt ist, beispielhaft
dargestellt. Das Bauelement 200 ist eine Implementierung
des in 1A bis 1C dargestellten
Bauelements 100. Die Einzelheiten des Fabrikationsverfahrens
sowie der Merkmale des Bauelements 200, die unten beschrieben
sind, können
deshalb gleichermaßen
auf das Bauelement 100 angewandt werden.
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Der
Halbleiterchip 10 ist bereitgestellt, der in 2A in
einer Draufsicht (oben) und einem Querschnitt entlang der Linie
A-A' (unten) dargestellt
ist. Der Halbleiterchip 10 enthält erste Elektroden 11 und zweite
Elektroden 12 auf seiner ersten Oberfläche 13. Es kann vorgesehen
sein, dass der Halbleiterchip 10 Teil eines Halbleiterwafers
ist, der mehrere integrierte Schaltungen enthält und der noch nicht in individuelle
Halbleiterchips vereinzelt worden ist. Der Halbleiterchip 10 kann
jedoch auch ein einzelner Halbleiterchip sein, der aus dem Waferverbund
vereinzelt worden ist.
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Eine
Metallisierungsschicht 23 kann auf der ersten Oberfläche 13 des
Halbleiterchips 10 abgeschieden sein (siehe 2B).
Die Metallisierungsschicht 23 kann eine Keimsschicht und
eine weitere Schicht, die galvanisch auf der Keimschicht abgeschieden
ist, enthalten. Zum Herstellen der Keimschicht kann ein stromloses
Abscheidungsverfahren verwendet werden. Die Keimschicht kann eine
Dicke von bis zu 1 μm
besitzen und beispielsweise aus Zink bestehen. Die elektrische Leitfähigkeit
der Keimschicht kann verwendet werden, um eine elektrisch leitende
Schicht, beispielsweise eine Kupferschicht, galvanisch auf der Keimschicht
abzuscheiden. Die Kupferschicht kann eine Dicke von bis zu 200 μm besitzen
und kann bei einer Ausführungsform
im Bereich zwischen 50 μm
und 100 μm
liegen. Als Alternative zu der stromlosen und galvanischen Abscheidung
der Metallisierungsschicht 23 können andere Abscheidungsverfahren
wie etwa physikalische Abscheidung aus der Dampfphase, chemische
Abscheidung aus der Dampfphase, Sputtern, Aufschleuderprozesse,
Sprühabscheidung
und Tintenstrahldrucken verwendet werden.
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Die
Metallisierungsschicht 23 kann nach ihrer Abscheidung wie
in 2C gezeigt strukturiert werden. Das Strukturieren
kann derart durchgeführt werden,
dass die Metallisierungsschicht 23 in zwei voneinander
getrennte elektrisch leitende Schichten unterteilt wird. Diese beiden
elektrisch leitenden Schichten können
die elektrisch leitenden Schichten 17 und 20 sein,
die zuvor in 1B und 1C gezeigt
worden sind. Weiterhin können
die Durchgangslöcher 19 in
dem Bereich der zweiten Elektroden 12 in die elektrisch
leitende Schicht 17 integriert sein. In der elektrisch
leitenden Schicht 20 können die
Durchgangslöcher 22 derart
integriert sein, dass die ersten Elektroden 11 offengelegt
sind. Das Strukturieren der Metallisierungsschicht 23 kann
beispielsweise durch Verwenden fotolithographischer Verfahren oder
anderer geeigneter Techniken durchgeführt werden.
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Die
oberen Oberflächen
der elektrisch leitenden Schichten 17 und 20 und
der exponierten Teile des Halbleiterchips 10 können dann
mit einer elektrisch isolierenden dielektrischen Schicht 24 beschichtet
werden, beispielsweise einer Fotolackschicht oder einer Siliziumnitridschicht
(siehe 2D). Für die Abscheidung der dielektrischen Schicht 24 können die
physikalische oder chemische Abscheidung aus der Dampfphase, Sprühen oder Aufschleudern
oder eine Rakeltechnik oder andere angemessene Verfahren verwendet
werden. Die dielektrische Schicht 24 kann eine Dicke von
bis zu 10 μm
besitzen. Die dielektrische Schicht 24 wird dann beispielsweise
unter Verwendung fotolithographischer Verfahren strukturiert. Die
die lektrische Schicht 24 wird derart strukturiert, dass
die Elektroden 11 und 12, auf denen zuvor die
Durchgangslöcher 19 und 22 ausgebildet
wurden, offengelegt werden. Weiterhin kann die dielektrische Schicht 24 in
einer Sektion 25 der elektrisch leitenden Schicht 17 und
einer Sektion 26 der elektrisch leitenden Schicht 20 entfernt
werden, wie in 2D gezeigt.
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Bei
einem weiteren Fabrikationsprozess wird die elektrisch leitende
Schicht 18 unter Verwendung ähnlicher Techniken wie für die Abscheidung
der Metallisierungsschicht 23 auf den Halbleiterchip 10 abgeschieden
(siehe 2E). Die elektrisch leitende Schicht 18 kann
derart abgeschieden und strukturiert werden, dass sie die elektrisch
leitende Schicht 17 und die Sektion 26 der elektrisch
leitenden Schicht 20 bedeckt, aber die Sektion 25 der
elektrisch leitenden Schicht 17 und die elektrisch leitende
Schicht 20 mit Ausnahme der Sektion 26 unbedeckt
lässt.
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Die
elektrisch leitende Schicht 21 kann auf dem Halbleiterchip 21 abgeschieden
und derart strukturiert werden, dass die elektrisch leitende Schicht 21 elektrisch
von der elektrisch leitenden Schicht 18 isoliert ist, aber
die Sektion 25 der elektrisch leitenden Schicht 17 bedeckt,
wie in 2F gezeigt, in der ein Querschnitt
entlang der Linie B-B' dargestellt
ist. Auch die elektrisch leitenden Schichten 18 und 21 können in
dem gleichen Fabrikationsprozess hergestellt werden.
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Wenn
der Halbleiterchip 10 Teil eines Halbleiterwafers ist,
der noch nicht zu individuellen Halbleiterchips vereinzelt worden
ist, kann der Halbleiterwafer zersägt werden, wodurch die individuellen Bauelemente 200 getrennt
werden.
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Wegen
der Abscheidung und des Strukturierens der elektrisch leitenden
Schichten 17, 18, 20 und 21 und
der dielektrischen Schicht 24 sind die elektrisch leitenden
Schichten 17 und 21 elektrisch über die
Sektion 25 miteinander verbunden. Weiterhin sind die elektrisch
leitenden Schichten 18 und 20 elektrisch miteinander über die
Sektion 26 verbunden, aber elektrisch von den elektrisch
leitenden Schichten 17 und 21 isoliert. Diese
Anordnung ermöglicht
das elektrische Kontaktieren aller ersten Elektroden 11 über die
elektrisch leitende Schicht 21 und aller zweiten Elektroden 12 über die
elektrisch leitende Schicht 18. Somit werden die individuellen Leistungstransistoren,
Leistungsdioden oder IGBTs des Halbleiterchips 10 parallel
geschaltet. Die individuellen Elektroden 11 und 12 werden
nicht separat über
ihre relativ kleinen Kontaktpads adressiert, können aber über Kontaktpads mit einer viel
größeren Oberfläche adressiert
werden. Jede obere Oberfläche
der elektrisch leitenden Schichten 18 und 21,
die unbedeckt ist und für
elektrische Verbindungen verwendet werden kann, kann beispielsweise
einen Flächeninhalt
von mindestens 1 mm2 oder 2 mm2 oder 10
mm2 oder 20 mm2 oder
50 mm2 besitzen.
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Die
oberen Oberflächen
der die externen Kontaktoberflächen
bildenden elektrisch leitenden Schichten 18 und 21 können zum
elektrischen Koppeln des Bauelements 200 an andere Komponenten verwendet
werden. Beispielsweise kann das Bauelement auf einer Leiterplatte,
beispielsweise einer PCB (Printed Circuit Board – gedruckte Leiterplatte) auf Flip-Chip-Weise
montiert werden und die elektrischen Verbindungen zwischen der Leiterplatte
und den elektrisch leitenden Schichten 18 und 21 können durch
Lötabscheidungen
hergestellt werden. Weiterhin können
die elektrisch leitenden Schichten 18 und 21 über Bonddrähte oder
durch Verwenden anderer geeigneter Verbindungstechniken mit anderen
Komponenten verbunden werden.
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Auf
der zweiten Oberfläche 27 gegenüber der
ersten Oberfläche 13 des
Halbleiterchips 10 kann ein Kühlkörper oder Kühlelement angebracht sein. Der
Kühlkörper oder
das Kühlelement
kann die von dem Halbleiterchip 10 erzeugte Wärme abführen.
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Das
Bauelement 200 enthält
nicht notwendigerweise einen Träger
wie etwa einen Systemträger (Leadframe).
Weiterhin kann das Bauelement 200 möglicherweise kein Formmaterial
(Moldmaterial) enthalten, das Komponenten des Bauelements 200 kapselt.
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Das
in 2F gezeigte Bauelement 200 soll nur ein
Ausführungsbeispiel
sein, und viele Variationen sind möglich. Beispielsweise können die
Geometrien der elektrisch leitenden Schichten 17, 18, 20 und 21 variiert
werden und auch die Techniken hinsichtlich des elektrischen Koppelns
von zweien der elektrisch leitenden Schichten miteinander. Weiterhin können mehr
als zwei elektrisch leitende Schichten vorliegen, über die
die Elektroden 11 und 12 kontaktiert werden können. Ein
Beispiel für
eine derartige Anordnung ist in 3 gezeigt.
Das in 3 dargestellte Bauelement 300 besitzt
vier elektrisch leitende Schichten 30 bis 33,
die derart angeordnet sind, dass sie von außerhalb des Bauelements 300 kontaktiert werden
können.
Beispielsweise kann die elektrisch leitende Schicht 30 elektrisch
an einige der ersten Elektroden 11 gekoppelt sein und die
restlichen ersten Elektroden 11 können elektrisch an die elektrisch leitende
Schicht 33 gekoppelt sein. Die elektrisch leitende Schicht 31 kann
elektrisch an einige der zweiten Elektroden 12 gekoppelt
sein und die restlichen zweiten Elektroden 12 können elektrisch
an die elektrisch leitende Schicht 32 gekoppelt sein.
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Falls
der Halbleiterchip 10 ein Leistungstransistor oder ein
IGBT ist, können
Drain-Elektroden auf der ersten Oberfläche 13 des Halbleiterchips 10 angeordnet
sein. Wie in 4 gezeigt, können die Gate-Elektroden als
Gate-Finger 40 zwischen den Spalten der Elektroden 11 und 12 implementiert
sein. Die Gate-Finger 40 können elektrisch an ein externes Kontaktpad
gekoppelt sein, das das Adressieren der Gate-Elektroden von außerhalb
des Bauelements 400 gestattet.
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In
den 5A bis 5D sind
verschiedene Stadien der Fabrikation eines Bauelements 500,
das in 5D gezeigt ist, beispielhaft
dargestellt. Das in den 5A bis 5D gezeigte
Fabrikationsverfahren ist eine Variation des in 2A bis 2F gezeigten
Fabrikationsverfahrens. Im Gegensatz zu dem Verfahren der 2A bis 2F bedecken
die elektrisch leitenden Schichten 17 und 20 bei
der vorliegenden Ausführungsform
nur Teile der Sektionen 15 bzw. 16 der ersten
Oberfläche 13.
Weiterhin sind die elektrisch leitenden Schichten 17 und 20 des Bauelements 500 anders
als die elektrisch leitenden Schichten 17 und 20 des
Bauelements 200 ausgeformt. Beim Bauelement 500 sind
die elektrisch leitenden Schichten 17 und 20 so
ausgeformt, dass keine Durchgangslöcher erforderlich sind, um
die elektrisch leitenden Schichten 18 und 21 mit
den zweiten bzw. ersten Elektroden 12 und 11 zu
verbinden.
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Während ein
bestimmtes Merkmal oder ein bestimmter Aspekt einer Ausführungsform
bezüglich nur
einer von mehreren Implementierungen offenbart worden sein mag,
kann außerdem
ein derartiges Merkmal oder ein derartiger Aspekt mit einem oder mehreren
anderen Merkmalen oder Aspekten der anderen Implementierungen kombiniert
werden, wie für eine
gegebene oder bestimmte Anwendung erwünscht und vorteilhaft sein
kann. Weiterhin soll in dem Ausmaß, in dem die Ausdrücke „enthalten", „haben", „mit" oder andere Varianten
davon entweder in der ausführlichen
Beschreibung oder den Ansprüchen
verwendet werden, solche Ausdrücke
auf eine Weise ähnlich
dem Ausdruck „umfassen" einschließend sein.
Die Ausdrücke „gekoppelt" und "verbunden" können zusammen
mit Ableitungen verwendet worden sein. Es versteht sich, dass diese
Ausdrücke verwendet
worden sein können,
um anzugeben, dass zwei Elemente unabhängig davon miteinander kooperieren
oder interagieren, ob sie in direktem physischem oder elektrischem
Kontakt stehen oder sie nicht in direktem Kontakt miteinander stehen.
Weiterhin versteht sich, dass Ausführungsformen der Erfindung
in diskreten Schaltungen, teilweise integrierten Schaltungen oder
ganz in tegrierten Schaltungen oder Programmierungsmitteln implementiert
sein können.
Außerdem
ist der Ausdruck „beispielhaft" lediglich als ein
Beispiel anstatt das Beste oder Optimale gemeint. Es ist auch zu
verstehen, dass hierin dargestellte Merkmale und/oder Elemente mit
bestimmten Abmessungen relativ zueinander zum Zweck der Vereinfachung
und zum leichten Verständnis
dargestellt worden sind und dass tatsächliche Abmessungen von den
hierin dargestellten wesentlich differieren können.
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Wenngleich
hierin spezifische Ausführungsformen
dargestellt und beschrieben worden sind, versteht der Durchschnittsfachmann,
dass eine Vielzahl alternativer und/oder äquivalenter Implementierungen
für die
gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen
substituiert werden können,
ohne von dem Schutzbereich der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Die vorliegende Anmeldung soll alle Adaptationen oder Variationen
der hierin erörterten
spezifischen Ausführungsformen
abdecken. Deshalb soll die vorliegende Erfindung nur durch die Ansprüche und
die Äquivalente
davon beschränkt
werden.